Hallo liebe Leserchens, diesmal hat er furchtbar lange gedauert. Ich war eine Woche in Urlaub und habe da dieses Kapitelchen geschrieben: abends, die Grillen zirpten, saß ich unter Pinien, das blaue Licht vom Pool beschien die Bäume geheimnisvoll von unten, Sade's rauchige Stimme klang leise von der Bar herüber...die Stimmung war einfach toll. Nur war ich so faul, dass ich leider nicht mehr als dieses Kapitel geschrieben habe. Böse Hi!

Und dann war ich in Kassel auf der Connichi: juhu, war das lustig. Die Stimmung wieder absolut toll, so viele Stände, so viele Mangas ab in die Tüte. Nur zum Lesen komm ich nicht.

Auch ihr habt wieder so viele schöne Kapitel on gestellt, und ich sitz bis in die Nacht in der Arbeit und muss meine Software für eine Abgabe fertig machen. Ich verspreche es, sobald ich das endlich hinter mir habe, stürze ich mich hinein ins Vergnügen, lese und reviewe eure Geschichten, schreib neue Kapitel und rühr mich wieder.

Und verzeiht, dass ich die Reise von Banko und Kagura noch im Nachhinein ein wenig verlängert habe. Ich wollte die Beziehung der beiden schon noch ein wenig 'reifen' lassen, wenn man da von einer Beziehung reden kann. Aber überzeugt euch selbst...drück euch alle - Hi

Auferstehung

Bankotsu fuhr gerade mit verliebtem Blick über die schimmernde Klinge seines metallenen Lieblings, als die Luft tief in den Bergen sich verdunkelte. Der Schmied, der die Waffe gerade erst zusammen gefügt und dem wartenden Bankotsu übergeben hatte, schaute nur kurz auf, schwang sich dann schnell auf seine seltsame Kuh, die auf der Wiese gegrast hatte und war verschwunden.

Der Krieger hielt inne, legte den Kopf schief und starrte hinaus in die Ferne um zu erkennen, was sich wohl hinter dem Berg näherte, das dem seltsamen Schmied so Beine machte. Er starrte auf den Gipfel hinauf, sah aber nur nackten Fels und ein paar verkrüppelte Sträucher. Nur der Himmel erschien ihm seltsam dunkel. Trotzdem packe er sein endlich wiederhergestelltes Banryuu fester, bereit, einen angreifenden Feind sofort mit vernichtender Kraft zu schlagen. Nur, er konnte keinen Feind erkennen...

Kagura hatte etwas gelangweilt abseits gesessen und ungeduldig mit dem Fuß gewippt. Sie ärgerte sich mal wieder über Bankotsu. Wie konnte ein erwachsener Mensch, dazu noch ein knallharter Krieger, nur so verliebt wie ein Kleinkind seine Waffe streicheln? Vielleicht war sie auch nur neidisch, dass er sie gerade nicht so berührte.

Nun ja, sie war die letzten Tage aber nicht zu kurz gekommen, was dies betraf. Zwar frotzelten sie den ganzen Tag über und machten sich gegenseitig über ihre Schwächen lustig (von denen Kagura nun mal eindeutig weniger hatte als der menschliche Krieger), aber sobald sie eine Rast eingelegt hatten bei ihrem Flug auf der Feder in den hohen Norden, schmalzte der ach so harte Mann auf einmal wie ein Süßholzraspler, bot ihr Nahrung und einen gepolsterten Sitzplatz an, brachte ihr frisches Wasser oder richtete ihr einen bequemen Schlafplatz ein, den er dann natürlich mit ihr teilen wollte. Sie hatte sich erst geärgert, doch langsam nur noch zum Schein, denn seine Aufmerksamkeiten erfreuten sie immer mehr. Noch nie hatte ein Mensch, ein Wesen, sich um sie gekümmert. Und auch wenn er immer einen Spott auf den Lippen hatte oder sie so manches Mal seinen Bemühungen mit den Zauberkräften ihres Fächers zuvor kam oder sie gar zunichte machte, so fehlten ihr immer öfter die bissigen Worte, wenn er ihr wieder eine besonders schöne Frucht oder gar eine Blume brachte. Er spielte ihr immer noch die Rolle des harten, aber charmanten Kriegers vor, der sich nimmt was er begehrt, und wenn sie sich wehrte oder versuchte ihn zu verletzen oder gar abzuwehren, dann packte er sie einfach und brachte sie mit einem Kuss zum Schweigen, nicht ohne hinterher ein verschmitztes Grinsen aufzusetzen und ihr damit zu zeigen, dass doch er mal wieder gewonnen hatte. Dabei war er nur erfolgreich gewesen, weil sie es zugelassen hatte. Aber sie ließ ihn in dem Glauben, weil er sich so schön darüber freute.

Sie hatte schon seit einiger Zeit aufgegeben sich so heftig zu wehren, zu sehr gefielen ihr die Abende am Feuer in seinen Armen. Sie beruhigte sich selbst damit, dass sie ja leicht mit ihm fertig werden könnte und sie nur zu faul war, sich ständig gegen seine Besitz ergreifende Art zu wehren und gegen ihn anzukämpfen. Also warum nicht bei dem neckischen Spiel mitmachen? Sie redete sich ein, dass sie nur nachgab (welch ein Witz, sie war die Herrin des Windes, wer sollte gegen sie bestehen können?), damit er Ruhe gab und die Wanderschaft zu den Vulkanbergen, in denen der verschrobene Schmied hauste, nicht zu anstrengend wurde. Aber in Wahrheit waren es die schönsten Stunden, die die einsame Dämonin je in ihrem kurzen Leben erlebt hatte.

Wenn die Nacht herein brach und sie an einem Feuer saßen, für das er das Holz gebracht und dass sie gekonnt mit ihrem Fächer zum Lodern gebracht hatte, dann war es mehr als Duldung, dass er sie in den Armen halten durfte. Angeblich brauchte ein Krieger etwas Warmes zum Halten im Schlaf, so erklärte er sein Verhalten, und dass ein ganzer Mann seine Ausdauer trainierte, wenn er in der Nacht bei einem Weib läge. Erst hatte sie diese unflätige Aussage sehr verletzt und sie hatte sich entrüstet gewehrt, als er sie darauf das erste Mal zu sich hergezogen hatte. Der Streit hatte damit geendet, dass das Lager völlig zerstört worden war und sogar der Wald um sie herum brannte, weil Kagura ihren Fächer eingesetzt hatte, um den Aufdringlichen in die Luft zu schleudern und los zu werden. Das flackernde, kleine Feuer, das die beiden entzündet hatten, war dabei zur Feuersbrunst herangewachsen und die Beiden konnten gerade noch ihr Hab und Gut retten und sich auf ihrer Feder aus der Gefahrenzone bringen, nicht ohne in schallendes Lachen auszubrechen. Danach ermahnte er sie immer bei seinen Übergriffen, nicht zu erbost zu reagieren und wieder die Umgebung abzufackeln in ihrer Wut. Er sei ja nur ein einfacher Mann mit einfachen Bedürfnissen und Trieben, gegen die er nichts könne und sie solle doch etwas verständiger für sein Begehren sein. Seltsamerweise reagierte sie darauf, nicht ohne Spott, aber sie gab nach, legte sich zu ihm und lies ihn gewähren, wobei sie ihm aber immer unter die Nase rieb, dass sie es nur hinnahm, damit seine 'Manneskraft' voll erhalten bliebe und er voll einsatzbereit wäre bei einem möglichen, bevorstehendem Kampf. Er lächelte nur und bedeckte ihren spöttischen Mund mit Küssen.

Er fühlte sich von diesem anmutigen und doch so einsamen Wesen genau so angezogen wie sie sich wohl von ihm, aber er hätte nie offen zugegeben, dass die Abende und Nächte mit ihr, das Lachen und Reizen, das Streicheln und Liebkosen, sein Leben mit einem Feuer erfüllten, mit einer Freude, die er noch nie erlebt hatte. Es war ihm selbst unheimlich, darum konnte er nicht offen dazu stehen, sondern spielte immer die Rolle des harten Kriegers. Mit ihrem Witz und ihre Spottlust ging sie auf ihn ein und er wusste nicht genau, ob sie ihn durchschaut hatte, aber es war ihm auch egal. Leider hatte dieses Leben nur die wenige Tage gedauert, bis sie jetzt die Heimat des Schmiedes Toutousai erreicht hatten.

Kagura war bereits beunruhigt aufgesprungen. Auch sie konnte nichts erkennen, aber eine düstere Vorahnung durchdrang sie und sie rief ihrem Gefährten rasch ein paar Anweisungen zu, worauf dieser schnell seine Habseligkeiten zusammen packte und die riesige Waffe schulterte. Er kannte inzwischen ihre Stimmungen recht gut, und dieser plötzliche Ernst in ihrer Stimme besorgte ihn. Irgendetwas schien vorzugehen, etwas, dass er mit seinen menschlichen Fähigkeiten nicht erfassen konnte. Aber sie konnte wohl etwas spüren. Er sah, wie sie hektisch in ihr Haar fasst um dort die Feder zu ziehen, die sie in ein schnell gleitendes Gefährt verwandeln konnte. Die schöne Dämonin schien besorgt, sogar verängstigt zu sein. Noch nie hatte er einen so erschreckten Ausdruck auf ihrem Gesicht gesehen. Irgendetwas ging vor, und es verhieß nichts Gutes, wenn Kagura es so eilig hatte.

Er eilte gerade zu ihr, als sie sich plötzlich an ihr Herz fasste und stöhnte. Ihre sonst so stolze Gestalt brach zusammen, ihr Gesicht wurde kreidebleich und Bankotsu konnte nur zusehen, wie die starke Frau langsam zu Boden sank. Ihre Knie knickten unter ihr ein und ihre schlanke Gestalt rutschte gebrochen zu Boden. Schnell rannte er auf sie zu, fasste ihren kraftlosen Leib und stützte sie.

Sein Blick wanderte dabei zum Himmel, wo hinter dem Horizont eine violette Wolke erschien. Das musst etwas mit Kaguras Zusammenbruch zu tun haben. Und er konnte sich auch schon die Ursache vorstellen. Nur vor einem Wesen hatte die Windbraut solche Angst, nur einer hatte solche Macht über sie, dass sie verzweifelt nach Hilfe gesucht hatte um sich gegen ihn wehren zu können: Naraku!

Bankotsu fasste schnell seine Waffe fester und schaute zornerfüllt zu der sich nähernden Wolke hinüber. Wie Naraku wohl dieses Mal aussehen würde? Er erkannte seine Gestalt mit den typischen langen, schwarzen Haaren, diesmal noch auffällig gekleidet als beim letzten Mal, wo er ihm begegnet war, als der verräterische Halbdämon ihn umgebracht hatte. Sein Körper war bedeckt mit einer ledernen Rüstung, durchbrochen von goldenen Verzierungen, blaue Seide bauschte sich um seine Beine, endlos weite Ärmel, verziert mit einem weißen Blütenmuster, die bis zum Boden reichten, umhüllten seine Arme, eine Hand war zur Faust geballt war. Dazu lag eine knöcherne Rüstung um seine Schultern. Er sah wie ein arroganter Lackaffe aus, der mit seinem Aussehen beeindrucken wollte. Bankotsu atmete mit einem höhnischen Prusten aus, aber gleichzeitig fasste er die Waffe noch fester und ließ die halb bewusstlose Kagura auf den Boden gleiten. Er wusste, welche Macht dieser Dämon hatte und er wollte ihn nicht unterschätzen, auch wenn er wie ein selbstverliebter Trottel aussah.

Bankotsu starrte den näher kommenden Halbdämonen verbittert an und langsam erblasste sein Gesicht. Wut und Hass ergriffen ihn. Da kam Naraku, der ihn betrogen hatte, ihn und seine Freunde. Er hatte Rache geschworen, schon damals, doch der betrügerische Mistkerl hatte ihm den Juwelensplitter aus dem Hals und damit das Leben gestohlen. Jetzt stand er wieder vor ihm.

Gerade wollte er angreifen, da wurde Kaguras Körperplötzlich in die Luft gehoben und schwebte langsam zu Naraku hinüber. Bankotsu wolle noch nach ihr greifen, aber sie hing schon wie ein schwaches Tier leblos in der Luft. Sie lag auf dem Rücken, Arme und Beine baumelten kraftlos herunter und die sonst so vor Wut und Zorn glühenden Augen waren trübe und leer. Mist! Bankotsu hatte sich hinreißen lassen von seiner Wut und die Dämonin für einen Augenblick aus den Augen gelassen. Und schon wurde seine Unachtsamkeit bestraft. Entschlossen und grimmig fasste er Banryuus Griff und holte zu einem mächtigen Schlag gegen die Wolke und dem darin befindlichen Feind aus.

Naraku hob langsam seinen Arm mit der geballten Faust und presste sie noch weiter zusammen. Mit jeder Bewegung, die er machte, stöhnte die in der Luft schwebende Kagura noch mehr auf. "Ich habe ihr Herz in meinen Händen, vergiss das nie."

Mit wildem Blick hielt Bankotsu in seinem Schlag inne und beobachtete die Szene. Stand Kagura also unter Narakus Einfluss? Wurde sie von ihm gelenkt? Sie war doch ein Abkömmling von ihm. Wieso quälte er sie dann? Blitzschnell konzentrierte er all seine Kraft und zog die mächtige Klinge mit einem furchtbaren Schlag durch die schwebende Wolke und dem darin befindlichen Dämon.

Kagura stürzte auf einmal zu Boden. Schmerzhaft prallte ihr Körper auf dem steinigen Boden auf. Benommen richtete sie sich auf, rieb ihren schmerzenden Rücken und sah mit wieder klarer werdendem Blick hinauf zu der über ihr schwebenden Wolke. Bankotsu stand neben ihr, die mächtige Waffe wieder schlagbereit in beiden Händen. Ob sie Naraku besiegt hatten? Die Wolke verhüllte seine Gestalt und so konnten sie nicht erkennen, ob der Angriff der Klinge erfolgreich gewesen war. Doch schon wieder beugte der Schmerz Kaguras Körper. Ein Stöhnen entrang sich ihrem Mund, als ihr Herz wieder stehen blieb, gepresst durch die unverletzt geblieben Hand ihres Herren, dessen höhnisches Lachen zu ihnen herunter klang.

"Bist du bereit mit wieder zu folgen und zu dienen? Du weißt, wo dein Platz ist."

Beinahe lautlos presste die stolze Frau ihre Antwort hervor. "Nein! Ich mag nicht. Töte mich doch, aber unterwerfen werde ich mich nicht mehr."

Zu früh war ihr Schöpfer zurückgekehrt. Sie hatte mit Bankotsu trainieren, sich eine List, eine Strategie zu Recht legen wollen, damit er ihren Kampf gegen den Hanyou hätte unterstützen können. Und was hatte sie getan? Mit dem schönen Mann herumgetändelt anstatt zu üben. Das geschah ihr Recht! Wie konnte sie nur so schwach sein, sich umgarnen lassen und neckische Spielchen zu spielen anstatt daran zu denken wie schnell Naraku ihrem schönen, neuen Leben den Garaus machen würde. Nun war er schon wieder zurück ohne dass sie die Gelegenheit gehabt hätte, die Möglichkeit auszuschöpfen, die die Unterstützung durch den Krieger für sie bedeutet hätte. Aber sei's drum, dienen würde sie ihrem Herrn nicht mehr, niemals! Sollte er ihr doch drohen. Er hatte keine Macht mehr über sie. Trotzig bot sie ihm die Stirn.

Naraku tauchte unverletzt wieder in der Nebelwolke auf und lachte spöttisch auf, dann ballte er wieder die Faust. Die Frau sank zu Boden, wandte sich vor Schmerz, aber kein Wort kam über ihre Lippen mit dem sie ihn angefleht hätte, sein Vorhaben einzustellen. Mehr und mehr drückte er zu, und die Windbraut krümmte sich vor Schmerzen. Ihr gefolterter Körper sank in den Staub, sie röchelte nur noch als auch ihr Kopf auf den Boden sank..

Entsetzt erblickte Bankotsu die Szene und löste sich aus der Starre, die ihm bei der grausamen Qual der Dämonin überfallen hatte. Er ergriff seine Hellebarde, schwang sie und richtete sie dann erneut gegen Naraku. Der lachte nur höhnisch auf und die Waffe prallte an seinem nun schnell aufgebauten Schutzschild ab. Doch diese Ablenkung reichte, um Kagura ein wenig Luft zu verschaffen. Mühsam ergriff sie ihren Fächer, der neben ihr zu Boden gefallen war und versuchte, eine Salve ihrer Windattacken gegen den verhassten Naraku zu schleudern. Doch noch schlimmer presste dieser ihr Herz, so dass sie wieder bewusstlos zu Boden sank. Erneut griff Bankotsu an.

Naraku wurde der Kampf langsam langweilig. Dieser alberne Mensch war kein ernsthafter Gegner für ihn und Kagura schien tatsächlich bereit zu sein, ihr Leben aufzugeben. Sie wusste genau, dass er ihr Herz so pressen konnte, dass es für immer still stand. Er konnte ihren Willen also nicht mehr brechen. Aber er war nicht bereit sie als Dienerin zu verlieren. Sie war stark und mächtig, und es hatte ihm immer Spaß gemacht, sie zu benutzen und ihren ausgeprägten Willen wieder und wieder zu beugen. Aber musste er dieses Verhältnis deswegen aufgeben? Und was hatte der Krieger hier zu suchen? Wieso war er wieder am Leben? Das konnte nur Kaguras Werk sein. Und so wie er ihr zu helfen versuchte…vielleicht konnte er mit ihm sein böses Spiel weiter treiben? Ein Mann und eine Frau, die gemeinsam kämpften...

Er lockerte den Griff um Kaguras Herz so dass sie wieder zu sich kommen konnte. Dann fuhr er aus seinem Rücken einen seiner Fangarme aus, glitt hinaus durch den eigenen Schutzschild, der violett um ihn glühte, und ergriff damit den überraschten Krieger. Der versuchte zwar noch, mit seiner Waffe den gleitenden Arm abzuwehren, aber sie glitt an der undurchdringlichen Oberfläche ab.

Naraku schlang die Tentakel fest um den Körper seines Feindes, packte ihn und suchte gleich mit der Spitze nach dem Splitter, den er im Hals des Mannes vermutete. Er wollte sie gerade hinein versenken um sich den Splitter zu holen, als ein Schrei ihn stutzen ließ. Kagura hatte sich mühsam wieder aufgerichtet und die Szene verfolgt. Und die kleine Windbraut schrie, vor Entsetzten, vor Angst, als sie sah, was er vorhatte.

Naraku blickte amüsiert auf. Der Schrei war spontan gekommen, denn gleich danach versuchte sie wieder unbeteiligte Kühle auszustrahlen, als ob es ihr egal wäre was er mit dem Mann in seinem Arm anfing. Aha, die kleine Kagura hatte also ein Geheimnis! Ein Geheimnis, das er wieder mal nutzen konnte, hatte er doch schon so oft seinen Spaß gehabt mit den Emotionen, die diese dummen Menschen und nun sogar die Dämonin befiel. Ihre schwachen Gefühle, die sie verwundbar machten, angreifbar und so verletzlich. Was hatte er sich amüsiert über den Schmerz, den er dieser ach so reinen Priesterin bescheren konnte, die ihn so misslich verschmäht hatte. Sie hatte ihren Geliebten selbst erschossen! Das war der Höhepunkt seiner bisherigen Bosheiten gewesen, und nun bot ihm die kleine Kagura wieder die Chance, hier mit ihr das übelste Spiel treiben zu können. Sie war bereit ihr Leben hinzugeben um ihm nicht mehr länger dienen zu müssen. Aber was würde sie tun, wenn er ihr drohte, das des Kriegers zu nehmen?