Hallo Leute,
ja, ich hab ewig nicht mehr geschrieben - Schande über mich. Und jetzt bin ich auch nur dazu gekommen, weil ich ein paar Tage krank war und so auch eine durchaus schöpferische Phase einlegen konnte. Ich werde in den nächsten Wochen nochmals umziehen, in eine doppelt so große Wohnung - juhuuuuuu! Hoffentlich komme ich trotzdem ein wenig zum Schreiben.
Danke, dass ihr mir die Treue bewahrt habt und Reviews und auch ganz liebe E-Mails geschrieben habt.
ShadowAngel4ever: Danke für das liebe Rev, hier endlich das gewünschte Update.
Azhura: Und wieder ein so langes Lob von dir. Danke, das ist lieb!Die Connichi ist leider sehr recht teuer, da hast du recht. Vielleicht reffen wir uns ja doch irgendwann mal da, ich werd wieder hinfahren. Und bitte, brech ja nicht deine Stories ab, das wäre jammerschade. Also, schön weiterschreiben!
Julia: Danke fürs regelmäßige Review. Hab dir glaub noch gar keins geschrieben, aber das mach ich noch, versprochen! Und ich kam gar nicht dazu dir das Chapi zum Betalesen zu schicken. Hab wieder so viel vor und sonst reicht mir die Zeit nicht. Dein neues Chapi war wundervoll und ich bin so gespannt auf die Intrigen in dem Schloss dort.
Sango-chan: Ich hatte lang überlegt, ob Kagura nicht Hiten als Partner bekommen sollte. Aber der war leider so 'kaputt' nach seinem Zusammentreffen mit Inu dass ich nicht wusste, wie ich den glaubhaft wiederbeleben sollte. Darum habe ich Bankotsu genommen. Der kommt auch bald wieder...und schreib mir doch mal deine genaue Adresse...ich schreib dir gerne...weiss nur nicht wohin.
Silvina: Danke auch dir dass du mir ein Review dagelassen hast.
Danke nochmal, für all die lieben E-Mails und Reviews. Ich hoffe, euch freut das neue Kapitel. Ich konnte mir mal wieder nicht verkneifen, eine ganze Menge Beziehungskram da reinzupacken. Viel Vergnügen!
Treffen im Schloss
Kagome war längst aktiv geworden. Sie wollte ihre Pläne umsetzten, denn sicher würde Naraku nicht lange auf sich warten lassen. Das Sammeln der verbliebenen Splitter schien ihr die einzige Lösung zu sein, um den verhassten Dämon kurzfristig lähmen zu können und die Gelegenheit zu bekommen, ihn zu läutern und seine teuflischen Kräfte endgültig zu zerstören. Und so waren Sango und Miroku schon lange unterwegs um den kleinen Bruder der Dämonenjägerin zu suchen. Sango ahnte, wo sie ihn finden könnte. Bestimmt würde er sein Heimatdorf aufsuchen wenn die manipulierende Wirkung des Splitters in seiner Schultern auch nur etwas versiegt war und seine Gedanken wieder freigaben. Solange Naraku verschwunden war, bestand die große Hoffnung, dass es so war und die dunkle Macht der Splitter so lange gebremst würde, so dass der Junge wieder frei entscheiden konnte.
Kagome hatte das Paar gebeten, nach dem Auffinden von Kohaku sofort zu Sesshoumarus Schloss aufzubrechen. Nur dort konnten sie den magischen Splitter in seinem Rücken entfernen, nur mit der Hilfe Tenseigas würde der junge Dämonenjäger sein Leben behalten können. Sango war sehr aufgeregt und auch voller Hoffnung gewesen, dass sie ihren Bruder finden und endlich von seinem Sklavenleben befreien könnten. Trotzdem schwankte sie zwischen freudiger Aufregung und Tränen, so oft hatten sie den Bruder schon gefunden und wieder verloren und der Spur seiner Gräueltaten folgen müssen, die Naraku ihm aufgetragen hatte. Der Junge hatte sie mit der hervorragenden Beherrschung seiner Wurfsichel zur vollen Zufriedenheit seines Meisters ausgeführt, während dessen dunkler Juwel unheilvoll in ihm glühte. Die vielen zerfetzten Leichen, die Toten überall, aufgerissen und grauenhaft entstellt, Frauen wie auch Kinder, gemordet von ihrem eigenen Bruder, einem Kind, dessen Freundlichkeit sonst die Herzen schmelzen ließ und der nun als wandelnder Toter, ohne eigenen Willen, nur noch die Marionette des widerlichen Narakus war. Sango zerbrach beinahe daran. Ihr eigener Bruder, den sie gemeinsam mit dem Vater ausgebildet hatte, war zu einem Schatten seiner selbst geworden und zerstörte im Auftrag seines dunklen Herrn Familien, völlig fremde wie auch die eigene. Ob dies endlich ein Ende haben würde, die Qual für immer versiegen würde?
Kagome war ebenfalls bereits unterwegs, aber sie zog nicht alleine los. Die alte Kaede begleitete sie, ebenso Rai, die beide versuchen wollten, ihre bescheidenen Kenntnisse im Kampf vor allem gegen die wohl zu Tausenden aus dem Körper Narakus fliehenden Dämonen anzuwenden. Kaede wollte mit ihren Fähigkeit, einen Schutzschild auszubauen, die Kämpfer vor den Angriffen schützen und beide wollten die Wunden heilen, die wohl oder übel entstehen würden, wenn die große Schlacht begann. Auch einige starke und tapfere Bauern begleiteten sie, bewaffnet mit ihren bescheidenen Waffen wie Heugabeln und Knüppeln. Alle wollten helfen, wollten ihre starke, junge Miko nicht alleine in die hoffentlich endgültig letzte Schlacht gegen den Erzfeind ziehen lassen.
Inu Yasha war unterwegs in die Berge um Kouga zu suchen. Kagome hatte ihn mit Bedacht gewählt um ihren Freund und früheren Verehrer zu bitten, seine Splitter zur Verfügung zu stellen. Erst hatte er gemurrt, konnte er den stinkigen Wolf, wie er ihn nannte, doch angeblich gar nicht leiden. Aber Kagome überzeugte ihn, dass sie die wichtige Aufgabe der Führung der großen Gruppe übernommen hatte und dieser zeitaufwändige Abstecher ideal für seine schnellen Beine war. So zog er los als rotes Irrlicht, das über die Äste fegte, den in der untergehenden Sonne glühenden Bergen entgegen, die am Horizont auf ihn warteten.
Er erreichte sie noch am selben Abend und fand die Wolfsbande in ihrem Lager, das an einem wunderschönen Wasserfall lag. Kouga hörte ihm nach den anfänglichen Spötteleien aufmerksam zu und nickte sofort, als der Hundejunge Kagomes Wunsch vortrug. Er solle mitkommen um seine Splitter zur Verfügung zu stellen und somit Kagomes Macht als Priestern zu verstärken. Der junge Wolfsdämon stimmte sofort zu, war nicht nur bereit, die Schnelligkeit seiner Beine für das gemeinsame Ziel zu opfern, sondern auch das komplette Wolfsrudel mit all den Dämonen zu bitten sie zu begleiten um die Freunde in ihrem Kampf zu unterstützen. Jeder in seinem Rudel hatte Opfer zu beklagen, Opfer, die Naraku auf dem Gewissen hatte, Lücken, die er in ihre Reihen gerissen hatte. Und so war es kein Wunder, dass alle dazu bereit waren dem Ruf zu folgen. Außerdem zogen noch mehrere schnelle Wölfe los um auch die Rudel der Bergwölfe, mit denen sie inzwischen eng verbunden waren, um ihre Mithilfe zu bitten.
Kouga hattein diesem fremden Rudel eine nette Freundin gefunden, ein junges Mädchen mit dem gleichen wippenden Pferdeschwanz, den auch er selbst trug. Ihr Name war Ayame und bei ihrem ersten Aufeinandertreffen war die Kleine sehr eifersüchtig auf Kagome gewesen als sie mitbekam, wie Kouga um das Mädchen aus der neuen Zeit warb. Kouga hatte Ayame als kleines Kind ein Heiratsversprechen gegeben, das er in die Zwischenzeit auch eingelöst hatte. Kagome hatte ordentlich nachgeholfen, und das schlechte aber doch ehrliche Gewissen des Wolfsrudelführers hatte eh dazu geführt, dass er aufrichtig zu seinem gegebenen Wort stand. Kagome war froh gewesen zu sehen, dass es nicht nur die reine Pflichterfüllung gewesen war, die den stattlichen Wolfsdämonen in die Arme der quirligen, jungen Frau getrieben hatte. Und Inu Yasha war äußert zufrieden gewesen, dass Kouga nun wohl endlich mit seinen Nachstellung auf Kagome aufhören würde. Nichts hatte ich rasender gemacht als dieses gelackte Süßholzgerasple, dass der junge Wolf immer aufgeführt hatte, um Kagome zu beeindrucken oder vielleicht noch eher, um ihn, Inu Yasha zu ärgern und gar zu beleidigen. Denn der junge Hundedämon hatte in seinem bis dahin recht einsamen Leben wenig Gelegenheit gehabt, junge Frauen zu verführen und Kouga führte ihm nur zu genau vor, wie schlecht er darin war.
In Wirklichkeit war Kouga schon lange vor seinem Aufeinandertreffen mit Ayame klar gewesen, dass er keine Chancen bei der jungen Miko hatte. Trotzdem konnte er es nicht lassen, weiter um sie werben, vor allem, weil Inu Yasha entsprechend explosiv reagiert. Und nichts war schöner als eine Balgerei mit dem jungen Hanyou. Auf dieses Vergnügen wollte er nicht verzichten, und so hatte er Kagome weiterhin regelmäßig Geschenke gebracht oder ihre Hand gehalten, wenn sie sich in seinem Gebiet aufgehalten hatte und ihn traf und ihr roter Schatten irgendwo um die Ecke lugte. Es war nur verständlich, dass Ayame das anfangs eifersüchtig gemacht hatte. Aber Kagome konnte damals in einem langen Gespräch die Zweifel und Unklarheiten in Ayames Herzen beseitigen. Kouga war schnell dem Charme und Temperament der kleinen Wölfin erlegen gewesen und sein Herz schlug schon bald heftig für sie.
Die beiden freuten sich sehr, bald auf die junge Miko zu treffen. Und Inu Yasha staunte nicht schlecht als er sah, dass Kougas Hand in Ayames Schoß lag und zärtlich von dieser gestreichelt wurde. Er hatte sich noch nie oft so offen getraut, seine Zugehörigkeit zu seiner Partnerin auch öffentlich zu demonstrieren. Sollte der Wolf ihm auch da wieder überlegen sein? Inu Yasha legte die Stirn in Falten und schwor sich, seinen Mut in Zukunft nicht nur im Kampf zu zeigen sondern auch in Stille und Frieden seinen Mann zu stehen und zu Kagome zu stehen, deutlich und offen und für alle sichtbar. Auch wenn er den jungen Wolf inzwischen als guten Freund schätze, so wollte er doch nicht immer hinter ihm zurück stehen was den gekonnten Umgang mit Frauen betraf. Seine kleine Wildkatze würde sich bestimmt darüber freuen.
Kagomes Gruppe kam nur sehr langsam voran. Da im Augenblick keine Gefahr drohte, war das Mädchen inzwischen aufgebrochen um Sesshoumaru rechtzeitig zu informieren, welche Scharen auf seinem Schloss eintreffen würden. Hoffentlich war er nicht erzürnt wenn sie eigenmächtig die vielen Leute zu seinem Heim schickte. Sie flog so schnell sie konnte, denn sie wollte vorher auch noch ungestört mit dem große Lord wegen Rin reden und auch die junge Frau sprechen, wie sie mit ihren heftigen Gefühlen für den edlen Dämonenlord zurecht kam. Sie machte sich immer noch große Sorgen.
Endlich erkannte sie die Klippen, hinter denen das Schloss lag und als sie näher kam, schien es ihr, als ob das Anwesen sich verändert hatte. Schon während ihres Fluges erkannte sie viele Menschen in den Gärten um das weitläufige Gebäude. Blumen wurden gepflanzt, Sträucher beschnitten, Kieswege geharkt und das früher so verwilderte Gelände sah wieder ordentlich und gepflegt aus. Was war hier geschehen? Sie erkannt das Glitzern des künstlichen Sees hinter dem Gebäude und Menschen, die eilig über die kleine Brücke hinweg im Inneren des Schlosses verschwanden. So viele Leute auf dem Gelände des menschenscheuen Lords? Sesshoumaru mochte doch keine Sterblichen um sich herum dulden. Und nun dieses geschäftige Treiben? Kagome setze schnell zur Landung an und schaute sich um, wo sie den Herren des Schlosses wohl finden könnte und vor allem wo sich Rin aufhielt.
Sie brauchte nicht lange zu suchen, erkannte sie seine in glänzende Seidengewänder gehüllte Gestalt schon von weitem auf der breiten Treppe zum Garten hin, auf der Sesshoumaru so gerne in der Sonne saß um seine Energien aufzufrischen. Und…Kagome hielt den Atem an…ganz eng neben ihm, fast nicht zu erkennen, saß Rin. Er hielt sie im Arm und sein langes, silberglänzendes Haar vermengte sich mit dem ihrem und bedeckte ihre beiden Körper fast ganz. Und noch mehr staunte sie über seinen Gesichtausdruck: der sonst so kühle und verschlossenen Hundedämon lächelte entspannt. Er wirkte glücklich, genau so zufrieden wie die junge Frau an seiner Seite. Ein Seufzer entfuhr ihr als sie Rin so selig strahlend sah. Nie hätte sie gedacht dass Sesshoumaru so auf Rins Gefühle eingehen würde, dass er sich öffnen und ihre Liebe erwidern würde.
Die Beiden wandten sich um als sie Kagome durch den Garten auf die Treppe zukommen sahen. Schnell standen sie auf und eilten ihr mit einem strahlenden Lächeln entgegen. Rin trug edle Kleidung aus Seide in warmen, kräftigen Farben. Ihre Haare waren kunstvoll frisiert und trotzdem wirkte sie immer noch unverkrampft und völlig unkompliziert. Kagome schritt schnell auf sie zu und landete in ihrer herzlichen Umarmung. Rin jubelte vor Freude und berichtete bald fröhlich, wie sie Sesshoumaru hatte überzeugen können, die Angebote der freundlichen Dorfbewohner anzunehmen, die ihre Dienste angeboten hatten. So wurde das Schloss und die großen Gärten wieder liebevoll gepflegt, die Räume gereinigt und sparsam, aber geschmackvoll eingerichtet wie sich Kagome gleich an der Hand von Rin überzeugen konnte, die sie sofort zu einer Besichtigung mitnahm. Die Küche war bevölkert mit eifrigen Dienstboten, die sofort ein aufwändiges Mahl bereiteten um den jungen Gast zu versorgen. Sogar der grüne Gnom Jacken schien nicht ganz so griesgrämig aufgelegt zu sein, musste er doch nicht mehr alle Arbeiten im Schloss alleine verrichten. Er schien zufrieden damit zu sein dass der alte Glanz der glorreichen Herrschaft seines Herrn wieder aufgeblüht war, auch wenn dies von dieser nun etwas gealterten kleinen Göre ausging, die sein Meister nun wohl zur Mitherrscherin über seiner Ländereien gemacht hatte.
Bei dem vorzüglichen Essen, das sie zu dritt ungestört in einem großen Speisesaal einnahmen, erzählte Kagome dann von ihren Plänen und welch großes Heer an Gefolgsleuten sich auf dem Weg zum Schloss befand. Sesshoumaru zögerte erst als er von der Hilfe hörte, hatte er seine Schalchten doch immer alleine geschlagen. Aber die Sorge um Rin bewog ihn doch dazu, vor allem die Mächte der Miko bei diesem Kampf anzunehmen, um den verhassten Widersacher ein für alle mal loszuwerden. Und auch ihm erschien es die einzige Möglichkeit, die Macht der Splitter zu nutzen um den Hanyou zu lähmen um ihn dann zu läutern. Er wusste genau, dass seine eigenen Mächte hier nicht ausreichend waren, um den Feind endgültig zu besiegen. Auch sein früherer Widerwillen, Tenseiga zur Errettung von Menschen zu benutzen, schien verschwunden zu sein, was bestimmt auf den Einfluss seiner Liebe zu einem Menschenmädchen zurückzuführen war.
Kagome betrachtete das Paar und badete sich in dem Gefühl der absoluten Zufriedenheit über die Entwicklung dieser Beziehung. Sesshoumarus Zweifel und Widerspenstigkeit schienen total verschwunden zu sein, das Gefühl der Liebe für seine bildhübsche Rin überstrahlte alles. Die Miko dachte voll Freude an das Vermächtnis des Vaters, das nun seine Wirkung entfalten zu haben schien. Das Schwert der Heilung für den mächtigen Lord, der die Menschen früher nur verachtete, lag nun in den richtigen Händen, um den Kampf zum Guten zu wenden. Wie sehr sich sein Vater wohl gefreut hätte. Aber sicher hatte er gewusst, dass er durch sein Erbe jedem seiner Söhne das richtige Geschenk für eine freudvolle Zukunft gemacht hatte.
Einen Tag später trafen Inu Yasha und die Wolfsrudel ein und wurden freudig im Schloss empfangen. Ihre Anführer, ebenfalls Tayoukais, berieten wie in früheren Zeiten gemeinsam mit dem großen Hundelord und seinem Bruder, wie sie die Schlacht gegen den gemeinsamen Feind führen und gewinnen könnten. Die junge Miko befand sich in ihren Priestergewändern mitten unter ihnen. Auch dies war in diesem Schloss ein gewohntes Bild aus früheren Tagen, als die große Midoriko gemeinsam mit ihrem Gatten Inu Taisho an den Kriegsvorbereitungen der Dämonen teilgenommen hatte. Kagome hatte diese traditionelle Kleidung extra zu diesem Ereignis angelegt, um die Würde ihres Berufsstandes nachzukommen. Sie stand hier nicht als Stellvertreterin Midorikos oder der mächtigen Kikyou, sondern als sie selbst, als Helferin in der Schlacht, die all ihre Macht einsetzen würde um das Schicksal zu besiegeln und den Feind zu bannen.
Sango traf kurze Zeit später mit Miroku und ihrem kleinen Bruder Kohaku ein. Sie hatten ihn tatsächlich gefunden. Der Junge war still und schüchtern, aber doch im Besitz seines eigenen Verstandes, was ein Zeichen war, das Naraku noch weit entfernt weilte. Sango war überglücklich, den lange vermissten Bruder gefunden zu haben. Sie hatte zuerst in ihrem Heimatdorf nach ihm gesucht und war dort auf Anzeichen seiner Gegenwart gestoßen, gefunden hatte sie ihn aber erst in den Lilienfeldern hinter den Hügeln, die er schon als kleiner Junge so geliebt hatte. Miroku hatte ihre Zweifel und Anspannung während der Suche etwas mildern können, und in seinen Armen hatte sie Mut geschöpft, wenn sie wieder einen Unterschlupf vergeblich abgesucht hatten. Die mächtige Katze Kirara hatte die beiden die ganze Zeit über tatkräftig unterstützt und sie auf ihrem Rücken auf die Suche mitgenommen. Nun saß sie friedlich schlummernd in Sangos Schoß und ließ sich von ihr streicheln.
Gleich am nächsten Tag wollten sie den Splitter aus Kohakus Schulter entfernen und ihn sofort mit dem Schwert Tenseiga wieder erretten lassen, wenn er in den tödlichen Schlaf sinken würde. Sie wollten sich beeilen, den niemand wusste, wann Naraku wieder auftauchen würde und der schwarze Glanz des Juwels die Sinne und den Willen des Jungen wieder in seine Dienste zwingen würde. Sie mussten dem verhassten Dämon diesmal unbedingt zuvor kommen.
