Man Leute, so macht das doch keinen Spass mehr. Keine Reviews, keine Veröffentlichungen. Was ist nur mit los??

Ich weiss, ich bin auch sehr spät dran. Hatte leider furchtbar viel zu tun. Aber es scheint eh niemanden abzugehen. Also muntert mich doch mal auf und lasste inen Kommentar ab ob ihr noch lebt!!!

HEAL Hi-chan

Bussi an Lie!!!

Losgelassen

Nur wenige Sekunden hielt die Ruhe an. Alle Beteiligten starrten auf die ehrwürdige Priesterin, die das erloschene Juwel schnell in ihrem Ärmel verbarg. Kagome lag immer noch bewusstlos am Boden, geborgen in den Armen Inu Yashas, der schweigend seiner früheren Partnerin zugesehen hatte, wie sie den Kristall gereinigt hatte. Erschrocken spürte er die Leblosigkeit des völlig ausgelaugten Körpers seiner Freundin in seinen Armen. Sie hatte sich hoffnungslos übernommen. Wie hatten sie ihr auch nur diese schwere Aufgabe aufbürden können? Es war doch klar, dass Naraku fast alle Splitter besaß und seine Macht damit hatte extrem verstärken können. Auch wenn das Mädchen noch so viel geübt und gelernt hatte, wie sollte sie nur gegen so einen Gegner bestehen können? Er war froh, dass Kikyou gekommen war. Hätte er sie nicht einfach schon früher bitten sollen, ihnen zu helfen? Was wäre passiert, wenn sie nicht vorbei gekommen wäre? Kagome hätte sterben können…aber daran wollte er gar nicht denken. Er konnte immer noch ihren Herzschlag spüren, der zwar sehr schnell aber auch regelmäßig in ihrer Brust zu spüren war.

Überrascht schaute er auf, als er den weiten Ärmel von Kikyous Priestergewand erblickte. Ihre schmale Hand berührte wie zufällig Kagomes Brustbein, blieb dort kurz liegen, dann zog sie sie wieder zurück. Der junge Hanyou spürte sofort die Reaktion auf diese Berührung an dem Mädchen in seinen Armen. Kagome erwachte mit einem Seufzer, schlug die Augen auf und schien wieder hellwach zu sein. Über welche unheimlichen Mächte Kikyou doch verfügte. Sie hatte das Juwel dem Widersacher entrissen, es geläutert und gleich noch Kagome geheilt. Mit ihr an ihrer Seite würde die Armee nun bestimmt den Sieg erringen.

Auch die anwesenden Krieger schienen dieser Meinung zu sein, denn als Kagome wieder auf ihre Füße sprang, johlten sie alle und stimmten einen Schlachtruf an, der allen durch Mark und Bein ging.

Die ältere Miko verlor jedoch keine Zeit. Sofort zog sie das junge Mädchen an der Hand zu sich her, befahl ihr an der andern Seite des Feindes zu knien und dessen eine Schulter zu ergreifen. Sie selbst tat es genauso an der andern Seite des noch leblosen Körpers.

„Passt auf! Und haltet uns die Dämonen vom Hals!", wies sie noch die umstehenden Krieger an.

Dann senkte sie den Kopf, schloss die Augen und konzentrierte ihre ganze Macht auf den Bewusstlosen. Kagome tat es ihr nach. Die geballte Macht der beiden Priesterinnen lies den Körper pulsieren und glühen. Ein greller Schein umhüllte alle drei Personen, und das Zucken

und Aufbäumen Narakus kündete von einem heftigen Kampf, der sich tief in seinem Inneren abspielte. Alle Beobachter hielten den Atem an. Sie wussten, dass sich nun die Büchse der Pandora öffnen würde und grauenhaftes Unheil in Form von gigantischen Dämonen über sie herfallen würde. Naraku bestand aus einer Ansammlung der mächtigsten Ungeheuer des Landes, ausgesucht und teilweise gezüchtet nur zu dem einen Zweck: ihrem Herrn zu dienen und ihm noch mehr Macht zu verleihen. Und wenn ihr Herr und Meister, ihre Obhut, ihre Hülle in Gefahr war und dazu noch viel zu schwach, um sie zu halten, dann würden sie unweigerlich hervorbrechen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Die Brust Narakus begann sich zu dehnen, der Bauch schwoll an, man konnte direkt erkennen wie sich die Monster in seinem Inneren versuchten den Weg zur Freiheit zu bahnen. Unter lautem Aufschrei der umstehenden Soldaten und Kämpfer riss die Haut auf, aber kein Tropfen Blut war zu sehen. Durch den Riss zwängte sich ein unförmiger, dunkler Leib, quoll hervor und ergoss sich über den Boden. Unzählige, blutunterlaufene Augen blickten zornig umher. Es war der Dämon, dessen Auge in der Mitte von Narakus Körper zu sehen gewesen war. Jetzt klaffte dort der große Spalt, aus dem sich das Wesen davonzumachen versuchte. Es konnte die tausend Gedanken der Menschen um ihn herum lesen, starke Gedanken, hasserfüllte, unbeirrbare, nur mit dem einem Ziel: ihn und die anderen Bewohnern von Narakus Körper zu vernichten.

Es versuchte sein Glück in der Flucht, aber sein Körper war schwach, und ohne den Schutz seines Herrn war er hilflos. So verwandelte er seine Erscheinung in die eines gigantischen, riesigen Wurmes, mit geöffnetem Maul und fünf Zahnreihen mit messerspitzen Zähnen. Ein grauenhaftes Brüllen entrang sich dem tiefen Schlund, fauliger Gestank nahm den Kriegern den Atem, aber trotz der Furcht, die dieses Wesen teilweise in ihnen weckte, griffen sie zu ihren Waffen. Mit zielgerichteten Hieben ihrer Schwerter und Sensen, Heugabeln und Hellebarden zerstückelten sie den weichen Körper, der sich hinter der Illusion zu verbergen versuchte. Große Mengen Blut tränkte den Boden, auf dem nur noch die zerfetzte Leiche des Augenmonsters lag, die sich dann auflöste.

Ein gemeinsamer Siegesschrei erhob sich, doch es gab keine Verschnaufpause. Schon wieder öffnete sich Narakus Körper, der immer noch von den beiden Frauen festgehalten wurde. Die krallenbewehrten, stacheligen Beine eines Insekts drangen hervor und tasteten suchend umher. Immer mehr Beine befreiten sich aus dem Körper und suchten den sicheren Boden. Ihnen folgte ein wanzenähnlicher Kopf mit klappernden, kräftigen Kiefern. Der grüngestreifte Kopf mit kleinen, flinken Augen war von dicken Platten geschützt, ebenso wie der immer größer werdende Körper, der sich aus der Wunde hervorzwängte. Sie ähnelten sehr der Panzerung am Schulterharnisch von Naraku.

Wieder stürmten jede Menge Krieger auf den neuen Feind ein, aber hier waren sie nicht gleich erfolgreich. Diese Panzerung erwies sich als kaum durchdringbar. Schwerthiebe prallten ab, das einfache Gerät der Bauern als auch die teure Bewaffnung der Soldaten schien erfolglos zu sein und so konnte das Ungetüm durch die Reihen der Angreifer brechen und versuchen, sich davon zu machen. Beinahe war es schon im nahen Wald verschwunden, aber es hatte seine Rechnung ohne Bankotsu gemacht, der seine riesige Hellebarde ergriff und schreiend den staksenden Wanze hinterher rannte. Seine Waffe konnte immerhin ihre Beine abhacken, so dass das fliehende Tier zu Boden ging. Er verschwand mit einer Horde Mitstreiter in den Büschen, um dem Vieh ein Ende zu bereiten.

Um Naraku wurde es immer lebendiger. Die langen Krakenarme, die bisher leblos aus seinem Rücken geragt hatten, waren längst wieder zum Leben erwacht. Sie saugten sich am felsigen Untergrund fest und zogen sich langsam fort. Dabei wurde langsam das Ausmaß des Kraken sichtbar. Die violetten Beine hatten sich schon gut zehn Meter entfernt, als der Körper, der eigentlich nur aus einem riesigen Kopf bestand, unter Narakus Rücken hervorschlüpfte. Er richtete sich auf und wurde von den schlangenartigen Beinen hoch empor getragen. Sesshoumaru, der sich bisher zurück gehalten hatte, als ob er auf etwas wartete, hatte sich bereits in die Luft erhoben und schwebte neben dem riesigen Kopf auf gleicher Höhe. Die zuckenden Fortsätze schlugen nach ihm aus, doch er wich geschickt aus. Inu Yashas hielt mit erhobener Hand die Krieger zurück, die mit ihren Schwertern auf die am Boden ruhenden Fangarme einhacken wollten. „Denkt an die Säure. Ihr würdet das nicht überleben und auch die anderen in Gefahr bringen!" So senkten sie die Waffen wieder und schauten hilflos zu, wie die langen Arme versuchten, den Lord des Westens zu ergreifen. „Überlasst ihn mir!", befahl dieser mit ruhiger Stimme. Dann schossen lange, grellgelbe Peitschen aus seinen Fingern hervor und umwickelten den Kopf des Kraken. Mit einem Ruck zerrte der Hundelord den sich windenden Körper hoch in die Lüfte und verschwand mit ihm.

Knochen erschienen nun in der Bauchhöhle, lange, spitze Knochen, die sich auseinander schoben und verlängerten. Sie wuchsen regelrecht aus dem Körper heraus und bildeten dann ein klapperndes Skelett. Mit hervor schießenden Knochenspitzen versuchte es, die beiden Priesterinnen zu treffen, die den Körper seines Meisters festhielten. Doch diese waren von einem Schutzfeld umgeben, das es nicht durchdringen konnte. Kagome erkannte diese spitzen Waffen. Naraku hatte sie aus seinen Unterarmen wachsen lassen, um seine Feinde zu traktieren, und auch Kikyo erkannte sie. Mit einer solchen Knochenkralle hatte Naraku sie damals aufgespießt und in den reißenden Miasmafluss geworfen. Sie hatte sich noch darauf verlassen, dass Onigumos Liebe zu ihr sie schützen würde. Aber wie sehr hatte sie sich geirrt. Naraku hatte zu jener Zeit schon längst kein Herz mehr gehabt, mit dem er hätte fühlen können. An seiner Stelle war das Juwel getreten und hatte den Körper mit dunklen Gedanken überflutet.

Wütend blickte sie zu den bedrohlichen Knochenspitzen auf, aber sie konnte nichts tun als ihren Platz beizubehalten. Die Macht Narakus kämpfte in dessen Körper gegen sie an und sie musste ihre ganze Kraft aufwenden, um ihn am Boden zu halten. Alleine hätte sie es nicht geschafft. Sie spürte, wie die Energie Kagomes ihn ebenfalls durchdrang und schwächte. Die Priesterinnen reinigten das Blut, das sich im ganzen Körper verteilte und die üblen Wesen, die sich in seinem Inneren immer noch verbargen, heraus trieb.

Ein lauter Knall ertönte auf einmal über den Köpfen der beiden jungen Frauen, und Knochenteile prasselten auf sie herab. Kouga, der Wolfsrudelführer, war hoch in die Lüfte gesprungen mit seinen flinken Beinen und hatte dem Skelett einen ordentlichen Tritt verpasst, was seine losen Knochen gänzlich durcheinander brachte. Wieder sprang der schlanke Wolfsführer hoch, sein langer, blauschwarzer Pferdeschwanz wippte, als sein Sprung den Höhepunkt erreichte und er dem schwankenden. Knochenhaufen einen weiteren Tritt verpasste. Die bleichen Knochen fielen in alle Richtungen auseinander und blieben bewegungslos liegen.

Bankotsu kämpfte unterdessen mit der Wanze. Die Knochenplatten erwiesen sich als äußerst hart, und so holte er mit allem Schwung aus, den er aufbringen konnte, und rammte sein geliebtes Banryuu mit voller Wucht in den Panzer. Es hinterließ eine tiefe Kerbe, und das Krabbelvieh schnappte wütende mit den klappernden Kiefern nach ihm. Der junge Söldner drehte sich geschwind und hieb die breite Klinge über das Maul des Käfers. Dieses klaffte auf und tropfender Speichel lief heraus, gemischt mit Blut. Offenbar hatte er es verletzt. Umso wütender wehrte sich das riesige Insekt, fuhr herum und versuchte die langstielige Waffe zu packen. Weitere Soldaten kamen und stocherten mit ihren Speeren nach dem Maul, so dass Bankotsu wieder voll ausholen konnte, um die Hellebarde ein weiters Mal tief in den Panzer zu treiben.

Weit entfernt von der Schlacht zog Sesshoumaru seine Energiepeitschen wieder zurück. Das Krakenwesen war bisher mit so hoher Geschwindigkeit mitgeschleift worden, dass es keine Chance auf Gegenwehr hatte. Umso erfreuter war es, als sein Entführer anhielt. Nun sah es seine Zeit gekommen und griff unvermittelte den schlanken Körper seines Feindes an. Dann stockte seine Attacke abrupt. Es hatte gar nicht mehr mitbekommen, wie Sesshoumaruramu ihn mit seinen wieder austretenden Peitschen in viele kleine Stücke zerteilte. Die Körperteile fielen klatschend zu Boden. Gleichzeitig drang grüne Flüssigkeit aus den Wunden. Sie bespritzte auch den Hundelord, doch der war gegen Gift gefeit, war es doch auch seine eigene Waffe. Er war immun gegen dieses Gebräu, doch die vielen Menschen am Kampfplatz wären jämmerlich darin umgekommen. Die Flüssigkeit erreichte nun die Felsen unter ihnen, wo sie sich ätzend in den Stein fraß. Grüne Dämpfe stiegen auf, Vögel fielen tot vom Himmel und das Zischen des Giftes war weit zu hören, wie es einen tiefen Krater in den Felsen fraß. Sesshoumaru blickte kurz hinunter. Das Untier war in Bruchteilen einer Sekunde erlegt und hatte sich aufgelöst, und so drehte er sofort wieder um. Den Untergang Narakus wollte er sich durch so eine kleine Ablenkung nicht entgehen lassen.
Er kam gerade recht um zu sehen, wie eine Menge Soldaten unter einer Flut schwarzer Haare begraben wurden, die von einem großen Haarmonster stammten. Die Enden der Strähnen wickelten sich um die Hälse der Kämpfer und hätten sie umgehend erdrosselt, wenn nicht ihre Kameraden sie mit Messern von den Schlingen befreit hätten. Aber nicht alle hatten Glück, ein paar Leichen hingen in den Enden der Strähnen, die sich mit dem Monster über das Gelände wälzten. Sein Bruder Inu Yasha hackte lange Haarlocken mit seinem Schwert Tessaiga ab, aber der Dämon war flink und geschwind hatte er den Hundejungen umzingelt. Ein leuchtend roter Mund lachte hämisch. „So schöne Haare, gib sie mir!" Mit den Haarenden versuchte er nach den nackten Füßen des Jungen zu greifen und auch nach dessen, langen, weißen Strähnen, die weit über seinen Rücken fielen. „Hau ab, ich lass mich doch nicht von so ner Locke fangen."

Der scharlachrote Mund verzog sich, so dass die Mundwinkel in dem tiefgezogenen Haaransatz verschwanden. Das Monster bestand nur aus einem Mund und endlos vielen Haaren. Inu Yasha hatte schon einmal mit ihm zu tun gehabt. Er wusste, dass es frech und verschlagen war. Ihm hatte Naraku wohl seine lange Haarpracht zu verdanken. Und tatsächlich. Der zwischen den Priesterinnen liegndeliegende, matte Körper wies nur noch ein paar dünne Strähnen auf dem Kopf auf. Die Pracht der langen, blauschwarzen Haare war passé und die schüttere Frisur des alten Diebes Onigumo kam wieder zum Vorschein.

„Na, dich kenn ich doch!" Kouga stand mit in die Seite gestemmten Armen hinter dem Haarmonster. „Dann lass uns mal dem Jungen eine Rasur verpassen!" Inu Yasha griff zu seiner gewaltigen Waffen und schwang die Klinge, Kouga sorgte dafür, dass das Haarteil nicht fliehen konnte.

Weitere Monster folgten, gewaltige Echsen, zusammen gesetzte Wesen, halb Affen, halb Drachen, kleinere Dämonen in riesiger Zahl. Die Priesterinnen rafften alle ihre Kräfte zusammen und hielten die reinigende Energie aufrecht, die die Wesen aus dem Körper trieben. Das Heer war beschäftigt, die Unzahl an Dämonen zu bekämpfen. Inu Yashas Schwert schlug breite Schneisen in die Angreifer, konnte es doch hundert Dämonen mit einem Schlag vernichten. Kouga kämpfte an seiner Seite und gab ihm Deckung, Sango und Miroku hielten die Angreifer mit dem Bumerang und Bannzetteln auf Abstand und töteten viele der Wesen. Die Sichel Kohakus zerteilte nicht wenige der anstürmenden Körper und Tokijins Macht vernichtete viele der Dämonen augenblicklich.

Endlich ließ die Flut nach. Naraku stöhnte, er bäumte sich inzwischen auf unter den Händen der beiden Frauen, aber er konnte ihnen tatsächlich nichts entgegen setzen. Er musste zusehen wie ihn all seine Helfer und damit auch seine Macht verließen.

Als letztes kroch eine alte, haarige Spinne aus dem Körper hervor. Langsam setzte sie die Beine auf den Boden, sah sich mit ihren acht Augen geschwind um und versuchte schnell zu fliehen. Das Kreuz auf ihrem Rücken, das auch Naraku auf dem seinen getragen hatte, war weithin zu sehen. Aber sie kam nicht weit, Inu Yasha erschlug sie mit Tessaigas Hilfe.