Ich glaube, ihr habt lange genug warten müssen, nech wahr? Hier kommt:
Sweatpants,
Ice Cream, and Runaways
- Kapitel 3/14 -
„Uh... kennt ihr euch bereits?", fragte Kyra.
„Oh nein, nicht wirklich", sagte Sirius sarkastisch. „Sie hat sich nur ein Jahr lang mit meinem besten Freund getroffen und ließ ihn dann am Bahnhof stehen, nachdem er sie gefragt hatte, ob sie ihn heiraten wolle, weil sie dachte, ihre Arbeit wäre wichtiger als Liebe." Sirius wandte sich an Lily. „Ist damit alles erzählt?"
Lily starrte ihn scheu an, bevor sie sprechen konnte. „Das ist jetzt nicht fair, Sirius."
„Nicht fair?", rief Sirius aus. „Mein bester Freund fühlt sich wegen dir noch immer miserabel. Und du verlässt ihn und wer darf es ausbaden? Ich."
"Sirius! Es war eine schwere Entscheidung! Aber James und ich waren zu jung", schrie Lily. „Und die Reise war eine großartige Gelegenheit!"
„Oh wirklich? Es scheint aber ganz so, als wärst du zurück von Australien! Scheinbar war es doch nicht die großartige Gelegenheit!"
„Ich würde transferiert!", tobte Lily.
„Red dich nicht raus, Lily. Du warst selbstsüchtig, du hast an niemandes Gefühle gedacht, außer an deine eigenen!", brüllte Sirius.
„HEY!", mischte sich Kyra ein.
Lily blickte zu Kyra und sah dann runter, um zu bemerkten, dass sie nach Sirius' Hand griff. „Ooooh nein. Nein, nein, nein, nein, nein."
"Was nein?", fragte Kyra.
"Ihr zwei seid zusammen?", wollte Lily wissen. Sirius und Kyra sahen sich an, hatten aber keine Antwort darauf. Lily stöhnte und fuhr fort: „Kyra, es gibt ein paar Dinge, die du über diesen Kerl wissen solltest."
„Ich habe mich verändert, Lily", sagte Sirius stur, dann starrte er direkt in Lilys Augen. „Wie ich sehe, haben wir uns alle verändert."
„Ky, dieser Kerl ist der größte Gigolo von allen-"
„Lily", sagte Kyra müde. „Ich habe genug gehört. Lass und einfach nur essen, okay?"
„Nun, das könnte schwer werden", meinte Lily und sah zu Boden auf ihr Essen.
Sirius blickte zu Kyra. „Ich glaube, wir sollten etwas bestellen, oder?"
Lily betrachtete ihre Freundin voller Abscheu, als sie über einen von Sirius' Witzen lachte. „Kyra, hör mir zu. Er betrügt, er lügt und er denkt, daran wäre nichts falsch", schnarrte Lily. „Dieser Kerl ist nicht gut für dich."
Kyra seufzte und wandte sich an Sirius. „Wie wäre es, wenn du uns alleine lässt?"
„Aber-", begann Sirius.
„Bitte?", bat Kyra.
Sirius sah zu Lily, die ihn mit einem kühlen Blick bedachte. Sirius seufzte, hob seine Jacke auf und ging.
Kyra schloss die Türe und blitzte zu Lily. „Was. Zur. Hölle. War. Das?". fragte Kyra sehr langsam.
"Oh, Ky", sagte Lily und barg ihr Gesicht in ihren Händen. „Sirius und ich standen uns einmal sehr nahe... wir alle standen uns sehr nahe... wir waren in unserem siebten Schuljahr die besten Freunde und jetzt..." Lily atmete tief durch. „Alles ist zerstört."
„Was geschah mit seinem besten Freund?", verlange Kyra zu wissen und ging mit Lily in die Küche.
Lily setzte sich auf einen Hocker. „James und ich trafen uns ein Jahr lang. Am Tag nach unserem Abschluss fuhren wir mit den Zug nach Hause und am Bahnhof stellte er mir die Frage." Lily seufzte. „Aber ich habe in der vorausgehenden Nacht herausgefunden, dass ich die Gelegenheit für eine Reise nach Australien hatte und nachher würde ich dort als Journalistin arbeiten." Lily seufzte erneut. „Und ich musste mich zwischen ihm und dem Job entscheiden."
„Und du hast dich für den Job entschieden", vollendete Kyra.
„Exakt", sagte Lily.
„Bereust du diese Entscheidung?", fragte Kyra und knabberte an einem Apfel.
Lily zögerte, dann entkam ihr ein weiteres Seufzen. „Jeden einzelnen Tag."
x-x-x-x
Sirius schloss die Türe leise hinter sich und schritt schnell in sein Zimmer, aber zuvor eilte er noch in die Küche und zog alle Hogwartsbilder hervor. Er breitete sie auf der Küchenablage aus und sah auf all die lächelnden Gesichter. Sirius seufzte, bedeckte die Bilder aber mit seinem Körper, als er hörte, dass sich die Haustüre öffnete.
Remus kam herein und schloss die Türe. Er kam auf die Küche zu, ging um die Ecke, blieb aber stehen, als er Sirius mit einem unschuldigen Blick herumsitzen sah... etwas war faul. „Warum siehst du so schuldig drein?" Sirius blieb ihm eine Antwort schuldig. Remus fragte langsam: „Hast du etwas Dummes angestellt?" Sirius öffnete seinen Mund. „Moment, antworte lieber nicht. Wir wissen alle, dass die Antwort immer ja ist."
Sirius lachte nervös und sein Arm bewegte sich. Dadurch fiel eines der Bilder auf den Boden. Remus sah Sirius skeptisch an und hob es auf. „Und... warum siehst du dir die Hogwartsbilder an? Niemand von uns hat sie seit Jahren angesehen... na ja, mal abgesehen von James, als er sie rausgeschmissen hat."
Sirius blickte Remus an und seufzte. „Sie ist zurück."
Remus starrte ihn verdutzt an. „Okay, ich brauche noch ein paar mehr Silben."
„Lily ist hier in England", stellte Sirius klar.
Remus erstarrte, seine Augen kniffen sich zusammen. „Lily? Lily Evans Lily? Das Mädchen, das James zurückgewiesen hat? Die Eine, die-"
"Ja, diese Lily. Welche andere Lily kennst du denn noch?", fragte Sirius Augen rollend.
„Die Tochter von meinem Boss heißt auch Lily", erwiderte Remus.
„Deine heiße Chefin?" Remus schlug Sirius auf den Hinterkopf und Sirius fuhr fort mit dem, was er sagen wollte: „Du und ich, wir beide wissen, dass wir nicht über die Tochter deiner heißen Chefin reden...", sagte Sirius. „... Mal so nebenbei: Wie ist sie so?"
"Sirius!", rief Remus auf, dann hielt er inne. „Meine Chefin oder die Tochter?"
Sirius lachte. „Kyra hat eine neue Mitbewohnerin... und diese Mitbewohnerin ist natürlich Lily Evans", erklärte Sirius.
„Also hast du sie gesehen?", fragte Remus. Sirius nickte. „Wie sieht sie aus?"
"Prächtig", antwortete Sirius sofort. „Ich werde Kyra fragen, ob sie mit einem flotten Dreier einverstanden wäre."
Zum zweiten Mal an diesem Tage schlug Remus Sirius auf den Hinterkopf. „Was hat Lily gesagt?"
„Meinst du bevor oder nachdem ich sie beschuldigt hatte, sie wäre selbstsüchtig und dann gefragt wurde, ob ich gehen will?", fragte Sirius.
„Du hast sie beleidigt?", erkundigte sich Remus. „Erst gestern hast du gesagt, dass du Lily vermisst!"
„Ich vermisse die alte Lily. Die Lily, die sorgenfrei war und James liebte. Nicht die Lily, die James am Bahnhof hat stehen lassen", explizierte Sirius.
„Sirius, das war vor vier Jahren", entgegnete Remus. „Du kannst nicht erwarten, dass sich ein Mensch niemals verändert."
Remus und Sirius hörten, dass sich die Türe öffnete und Sirius' Augen wurden groß; sie wussten, dass es James sein musste. „Erzähl Krone bloß nichts."
„Oh nein, ich wollte eigentlich rausgehen und sagen „Hey, James, erinnerst du dich an das Mädchen, in das du dich Hals über Kopf verliebt hast, die dich aber am Bahnhof verlassen hat, weil sie dachte, ihre Arbeit wäre wichtiger als du? Nun, sie ist zurück und ich bin sicher, es würde dich freuen, sie zu sehen"", sagte Remus Augen rollend.
Sirius starrte Remus an. „Ich glaube, du machst dich über mich lustig."
"Du bist wirklich clever", erwiderte Remus. Sirius und Remus sammelten schnell dir Bilder zusammen und warfen sie in den Müll, gerade noch rechtzeitig, bevor James um die Ecke kam.
„Ja, Sirius, rot und blau ergeben violett", sagte Remus schnell, weil er nicht wollte, dass James in ein stilles Zimmer trat.
James sah die beiden verwirrt an. „Und rot und gelb ergeben orange."
„Oooh", sagte Remus und beschloss, Remus nachher dafür zu schlagen.
„Also, was gibt's zum Essen?", fragte James und nahm sich ein Wasser aus dem Kühlschrank.
Die Jungen starrten sich ratlos an. „Bestellen wir etwas?", schlug Sirius vor.
„Nicht, wenn du allen Ernstes willst, dass einer von uns kocht", antwortete Remus.
Die Jungen sagen sich an. „Wir bestellen etwas", sagten sie gemeinsam.
„Sollen wir Jon anrufen oder Matel, Hamilton, K-", zählte Sirius auf.
„Ist es nicht schrecklich, dass wir die Namen der Bestellservices auswendig kennen?", unterbrach Remus.
Zum dritten Mal tauschten die Männer einen Blick aus. „Wir brauchen wirklich eine Frau", sagte James nach ein paar Momenten der Stille.
In diesem Moment kam Peter rein. „Wisst ihr vielleicht, wer das Mädchen ist, das unten auf euch wartet?"
Die drei Jungen blickten sich ratlos an. „Auf uns? Bist du sicher?"
"Keine Ahnung", sagte Peter Achsel zuckend. „Sie hat Waffeln."
„KYRA!", rief Sirius und rannte augenblicklich aus der Türe.
„ESSEN!", rief James, aber Remus hielt ihn zurück. James zog eine Schnute. „Findet es sonst noch jemand unheimlich, dass Sirius eine Freundin hat, während wir drei Single sind!
„Oh, komm schon, James, das ist nicht fair", seufzte Remus und machte eine Pause. „Aber ja, dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen."
„Und es ist unheimlich, nicht wahr?", bekräftigte James.
„Es ist genauso unheimlich wie Destillierung von subatomaren Teilchen zu erreichen", sagte Peter.
James und Peter sahen ihn verwirrt an, dann meinte James: „... aber es ist unheimlich?"
Remus sah zu seinem Freund und rollte mit den Augen. „Es ist unheimlich."
x-x-x-x
Sirius ging die Treppen langsam nach unten und überlegte, was er sagen konnte, damit sie ihn nicht in den Wind schoss. Aber er musste zugeben, dass er ein bisschen Angst gehabt hatte, als Kyra ihn fragte, ob er nicht gehen könne. Er ging um die Ecke und erblickte Kyra dort nervös stehend.
Kyra drehte sich um und lächelte, als sie Sirius sah. „Ich habe Waffeln mitgebracht."
„Das habe ich schon gehört", sagte Sirius. „Und du denkst, dass Waffeln mich vergessen lassen, dass du mich regelrecht aus der Tür geschoben hast?"
„Natürlich nicht", erwiderte Kyra und hob eine weitere Tasche hoch. „Darum habe ich auch noch Kekse mitgebracht."
Sirius lächelte sanft und nahm Kyra das Essen ab. „Es tut mir Leid, dass du zwischen Lily und mir standest."
Kyra hob ihre Hand, um ihn vom Sprechen abzuhalten. „Sie hat mir alles erzählt. Ich wäre auch etwas sauer, wenn ich du wäre."
„Wirklich?", fragte Sirius, ein Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht. „Aber ich war zwei Sekunden davon entfernt, sie zu schlagen.
Kyra schnaubte. „Ich verstehe."
"Aber es tut mir immer noch wirklich Leid", beharrte Sirius.
„Ich weiß", sagte Kyra und atmete tief ein. „Aber Lily ist-"
„Oh, kein aber. Bitte kein aber", bat Sirius. "Aber ist nie gut." (...1...)
„Aber Lily-"
„Hast du meine ‚Aber ist nie gut' Rede nicht mitbekommen?", fragte Sirius.
„Wie auch immer-", begann Kyra.
„Das ist nicht fair. Das ist ein Aber anders ausgedrückt", schmollte Sirius.
„Sirius", sagte Kyra ruhig und süßlich. Sirius seufzte. „Lily ist eine meiner besten Freundinnen und-"
„Ich dachte, ihr wohnt nur zusammen?", unterbrach Sirius sie.
„Wie trafen uns in Australien", erklärte Kyra. „Ich zog vor zwei Jahren zurück, aber Lily und ich haben uns dann immer geschrieben und ich fragte sie, ob sie bei mir wohnen wolle, als ich hörte, dass sie zurück nach England kommt." Sirius nickte. „Lily ist meine beste Freundin und wenn ihr zwei euch hasst, kann das zwischen uns nicht funktionieren."
„Aber-"
„Ich dachte, wir sagen kein Aber?", grinste Kyra schief. „Sieh mal, ich kann dich nicht treffen, wenn diese Geschichte zwischen dir und Lily liegt. Es wäre mir unangenehm und ich will mich nicht zwischen dich und meine beste Freundin stellen müssen. Es ist nicht fair, mich zwischen euch entscheiden zu müssen."
„Es sieht so aus, als hättest du dich bereits entschieden", murmelte Sirius bitter.
„Ich ziehe mich zurück, bevor es noch schlimmer wird", stellte Kyra klar.
„Das tust du doch nur deshalb, weil Lily mich schlecht gemacht hat", rief Sirius aus.
„Was?", fragte Kyra. „Wovon sprichst du?"
"Über all die scheußlichen Dinge, die Lily über mich erzählt hat. Wahrscheinlich hat sie all die Dinge, die sie bei mir hasst, aufgezählt und du glaubst ihr. Ich dachte, du hast deinen eigenen Willen", schrie Sirius stur.
Kyra öffnete ihre Mund weit. „Woher willst du das wissen? Wir kennen uns gerade mal eine Woche."
„Ich dachte, du ständest darüber, auf Lilys Schlechtmacherei zu hören", brüllte Sirius. „Aber anscheinend lag ich da falsch."
„Ich habe Lily nicht zugehört!", platzte es aus Kyra heraus. „Ich habe dir nur gesagt, warum ich das tue. Du musst mir nicht glauben, aber ich sage die Wahrheit."
„Ich finde es nur schwer zu glauben, was du da sagst", konterte Sirius. „In Anbetracht der Tatsache, dass ich weiß, wie überzeugend Lily sein kann."
„Ugh! Lily hat nichts gesagt, was dich in ein schlechtes Licht stellen könnte! Alles, worüber wir gesprochen haben, war dein bester Freund!", schrie Kyra. „Ich wollte, dass das hier gut endet. Ich wollte nicht, dass du mir böse bist."
"Nun, dazu ist es jetzt wohl ein bisschen zu spät", schnappte Sirius.
Kyra seufzte. „Fein, dann verhalt dich doch wie ein Baby."
Sirius sah sie irritiert an. Er schluckte den Kloß in seiner Kehle runter. „Also... dann war es das wohl?", fragte er eisig.
Kyra starrte Sirius kalt an. „Ich sehe keinen anderen Weg, wie es funktionieren könnte." Sirius erwiderte nichts, denn alles, was er sagen könnte, würde nichts helfen. Kyra sah Sirius noch einmal an, dann stapfte sie hinaus.
Ende Kapitel 3
(...1...) An dieser Stelle habe ich einen Satz ausgelassen, da er wie schon ein andermal nur im Englischen ein Wortspiel ist.
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Grad die, die so süß sind, haben jetzt Stress wegen Lily und James... -seufz-
Review? -blinzel-
-hug-
Dia
