-klopf, klopf- Darf ich stören? Hab auch ein neues Kapitel mitgebracht... :P
Vielen Dank für die lieben Reviews! -Herzchenaugen-
Hier kommt:
Sweatpants, Ice Cream, and Runaways
- Kapitel 4/14 -
Sirius rannte schnell zurück in die Wohnung, warf einen Blick auf seine drei besten Freunde und ging mit zwei Tellern voller Essen in sein Zimmer. Er knallte die Türe hinter sich zu.
Im Wohnzimmer wechselten besagte Freunde Blicke. „Ich bin zwar kein Experte darin, Nonverbales zu deuten... aber er sah unglücklich aus", sagte Peter.
James sah Remus und Peter an. „Wird er die ganzen Waffeln essen?"
Remus schlug James auf den Hinterkopf. „Kannst du noch ein bisschen unsensibler sein?"
„Was?", rief James aus und zuckte dann mit den Schultern. „Ich habe Hunger."
„Geh und red mit deinem besten Freund", drängte Remus und schob James geradezu zu Sirius' Zimmer.
"Warum? Ist etwas nicht in Ordnung?", fragte James.
Remus und Peter starrten James ungläubig an. „Er ist einen Teller Essen davon entfernt, zu schreien."
„Oh, es geht Sirius gar nicht so schlecht. Das wird schon wieder", sagte James.
"Okay, James, hör mir mal genau zu. Ich weiß, dass Lily dich schrecklich behandelt hat, aber das bedeutet nicht, dass du gegenüber anderer Leute Gefühle derart rücksichtslos sein kannst. Du solltest seinen Schmerz fühlen. Anscheinend lief sein kleines Rendezvous mit Kyra nicht so besonders... du weißt, wie es sich anfühlt, verletzt zu werden und jetzt solltest du gehen und mit Sirius sprechen", wies Remus ihn an.
James sah Remus und Peter an, dann seufzte er. Er ging langsam auf Sirius' Zimmer zu und klopfte an die Türe. Natürlich gab er keine Antwort, also öffnete James die Türe. Als er eintrat, sah er Sirius auf seinem Bett liegend und sich mit Waffeln und Keksen voll stopfend. Und alles, was nicht in seinen Mund passte, bröselte auf ein Bild von Kyra.
„Jesus", wisperte James zu sich selbst und sagte dann lauter: „Hey, Tatze."
Sirius sah auf. „Oh, hey, Krone."
"Wie geht's dir?"
"Einfach wunderbar", sagte Sirius Augen rollend.
„Okay, ich kann einen sarkastischen Unterton heraushören", sagte James. „Es wird... andere Mädchen geben, weißt du?"
„Natürlich wird es das", sagte Sirius traurig, stimmte James aber noch immer zu. „Ich meine, man nehme nur dich als Beispiel. Nachdem Lily dich verlassen hat, warst du mit hunderten von Mädchen zusammen." Sirius sah zu James und warf ihm einen ich-glaube-dir-nicht-,was-du-versuchst-,mir-mitzuteilen Blick zu.
„Ooookay, Volltreffer", sagte James und setzte sich auf Sirius' Bett. „Aber du und Kyra wart doch nicht lange zusammen."
„Was spielt die Dauer der Beziehung für eine Rolle? Sie war das erste Mädchen seit langem, mit dem ich glücklich war", murrte Sirius und warf sich den Rest der Waffeln in dem Und. „Und jetzt hasst sie mich, weil ich sie anschreien musste."
James sprang von Bett auf. „Okay, was ist deine Lieblingseissorte?"
„Hä?"
James rollte mit den Augen. „Erinnerst du dich an die Tage, nachdem Lily mich verlassen hatte? Ich wollte mein Zimmer nicht verlassen und lag nur in Jogginghosen herum. Du hast mir dann acht Schachteln meiner Lieblingseiscreme gekauft und jetzt werde ich dasselbe für dich tun."
„Ich habe dir nur acht gekauft, weil es eine Aktion gab. ‚Kauf vier und du bekommst vier gratis dazu'", gestand Sirius.
„Nun, das zeigt ja dann, dass ich mich wirklich um dich sorge, weil ich für alle acht zahlen werde", sagte James.
Sirius lächelte seinen besten Freund schwach an. „Mint-Schokolade."
James lächelte und wollte schon gehen, da drehte er sich noch einmal um. „Hey, Kumpel?"
Sirius blickte auf. „Ja?"
"Zieh bloß nicht deine Jogginghose an... du willst dann sie gar nicht mehr ausziehen."
x-x-x-x
Kyra betrat ihre Wohnung und ließ sich auf einen Stuhl im Esszimmer fallen. Sie legte ihre Arme auf den Tisch und platzierte ihren Kopf auf diese.
„Kyra?", wisperte Lily, als sie aus der Küche kam. „Oh nein. Was ist passiert?"
Kyra hob ihren Kopf und sah zu Lily. „Ich habe mit Sirius Schluss gemacht."
Lily hielt inne. „Seid ihr wirklich zusammen gewesen?"
Kyra zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Aber das ist jetzt egal, weil wir ganz sicher nicht mehr miteinander ausgehen werden."
„Oh, Ky", beruhigte Lily sie und setzte sich daneben. „War es wegen dem, was ich sagte? Weil ich es wirklich nicht so meinte. Ich meine, okay, Sirius war damals wirklich so, aber ich bin mir sicher, dass er sich verändert hat und-"
„Darum geht es nicht", sagte Kyra. „Aber selbst wenn du es glaubst, ich denke nicht, dass er sich verändert hat. Es ist doch offensichtlich, dass jeder, mit dem er zusammen war, nur als One-Night-Stand endete. Aber nein, der Grund, warum ich Schluss gemacht habe, ist die ganze Geschichte zwischen euch beiden. Du hast damals seinen besten Freund getroffen und... ich weiß nicht. Es ist einfach so verrückt."
„Das sollte es nicht sein", meinte Lily. „Sirius und ich standen uns wirklich nah. Ich weiß nicht, warum er mich so angefaucht hat."
„Lily", seufzte Kyra. „Du hast das Herz seines besten Freundes gebrochen und er blieb zurück, um die Stücke aufzuheben. Hast du wirklich gedacht, er würde nicht ein bisschen wütend werden?"
Lily seufzte. „Ich weiß, ich weiß", murmelte sie. „Aber ich wünschte, er wäre nicht wütend. Ihn gesehen zu haben, lässt mich ihn vermissen."
„Es tut einfach weh", jammerte Kyra.
„Meinst du wirklich, dass du ihn magst?", fragte Lily. Kyra lächelte schwach. Lily seufzte, dann hatte sie eine Idee und stand auf. Aber es gab ein Problem in ihrem Plan. „Hey, Ky, weißt du, ob Sirius und James zusammenwohnen?"
"Was?"
"Wohnen Sirius und James zusammen? Sind sie immer noch Freunde?", wollte Lily wissen. „Warte, was rede ich denn da? Natürlich sind sie noch Freunde."
"Ich weiß nicht, ob sie zusammenwohnen", sagte Kyra. „Und was kümmert es dich?"
„Egal", versicherte Lily ihr. „Ich habe mich das nur gefragt."
x-x-x-x
Es dauerte ein paar Tage, aber dann ging Lily zu Sirius' Wohnung und stand vor der Türe. Sie betete, dass James nicht hier wohnte. Nach einigen Minuten fasste sie ihren Mut zusammen, um an die Türe zu klopfen. Niemand reagierte, darum klopfte sie erneut. Aber als sie dieses Mal klopfte, schob sie die Türe versehendlich auf. Langsam trat sie ein.
„Sirius? Hallo! Ist jemand zu Hause?", rief Lily. Sie seufzte, als niemand antwortete und wollte schon gehen, aber dann hörte sie Geräusche aus einem der Schlafzimmer. Sie schritt langsam voran und war sich sicher, dass es Sirius war, der hier Eis futterte.
Sirius sah auf und ließ die Schachtel mit Eis fallen. „Lily?"
„Okay, hi, das sieht vielleicht komisch aus, aber-", begann Lily.
„Hast du jemals von ‚erst klopfen und dann eintreten' gehört?", fragte Sirius.
Lily sah ihn an. "Hast du jemals von Kalorien gehört?"
Sirius blickte auf all die leeren Eisschachteln um ihn herum und grinste Lily verlegen an. „Warum bist du hier? Du wirst ja wohl kaum hier sein, um meine Essgewohnheiten zu kritisieren."
Lily seufzte. "Ich habe mit Kyra gesprochen und so mitbekommen, was passiert ist."
„Also kamst du zum Triumphieren her?", schnappte Sirius.
„Wie bitte?", fragte Lily.
"Du bist schuld daran, dass sie mit mir Schluss gemacht hat. Weil du scheußliche Dinge über mich erzählt hast, die nicht wahr sind und-"
„Das ist nicht der Grund, warum sie mit dir Schluss gemacht hat", rief Lily aus.
„Fein, aber du kannst nicht beschreiten, dass du ein Teil des Grundes bist."
„Ja, aber du bist der andere Teil des Grundes", sagte Lily. „Sie will einfach nicht zwischen uns stehen."
„Und jetzt hast du sie ganz auf deine Seite gezogen. Ich gratuliere", konterte Sirius.
„Das wollte ich aber nicht!", schrie Lily.
„Oh wirklich, schnarrte Sirius. „'Nein, nein, nein, du kannst ihn nicht treffen, er ist ein Gigolo' et cetera zu sagen, sollte uns also nicht auseinander bringen? Was war das? Smalltalk?"
"Ich war wütend auf dich und dann sagt man solche Sachen eben. Ich glaube nicht, dass sie mir wirklich zugehört hat", sagte Lily. „Außerdem hat sie deshalb nicht mir dir Schluss gemacht."
„Ich habe mich verändert", beharrte Sirius.
Lily sah ihn bedeutungsvoll ab. „Wie hieß deine letzte Freundin?"
„Kyra", sagte Sirius sofort. „Wow, das war einfach."
Lily schaute ihn unverändert an.
Siris seufzte. „Fein! Ich habe mich seit unserem dritten Schuljahr mit niemandem mehr getroffen. Aber darum war Kyra etwas Besonderes. Weil ich sie, so seltsam es klingen mag, treffen wollte."
„Willst du mir allen Ernstes sagen, dass dich One-Night-Stands und Sex mit dummen Frauen zu haben, gelangweilt hat und dass du keine Angst davor hattest, dich Kyra anzuvertrauen und dich mit ihr niederzulassen?", fragte Lily und zog ihre Augenbrauen hoch.
„Ja", sprach Sirius augenblicklich.
Lily war überrascht. „Oh, wow. Du hast sonst nie darüber nachgedacht."
„Ich bin schlauer geworden, seit du mich das letzte Mal gesehen hast", sagte Sirius.
Lily lachte nervös und betrachtete anschließend ihre Hände. „Das ist schon eine Weile her, nicht wahr?"
„Vier Jahre, eine Woche und fünf Tage", sagte Sirius Achsel zuckend. „Aber wer zählt das schon?"
„Du jedenfalls nicht, denke ich", entgegnete Lily. „James?"
Sirius seufzte. „Oh, glaub mir, er kann dir die Sekundenzahl nennen, wie lange es her ist, seit er dich das letzte Mal gesehen hat."
„Eigentlich kam ich wegen Kyra, weil sie sich miserabel fühlt", sagte Lily schließlich und sah auf Sirius in seiner Jogginghose, die leeren Eisschachten und das hübsche Bild von Kyra, wie sie Waffeln und Kekse machte, hinab. „Sieht so aus, als ginge es dir nicht viel besser."
„Hey", schnappte Sirius. „Mir geht es gut. Das hier gehört nur zu meinem Mittwochnachmittagritual."
Lily seufzte. „Ich weiß, dass du sauer auf mich bist und verdammt, du hast jedes Recht dazu. Aber ich kann es nicht leiden, Kyra oder dich so zu sehen. Ich kam hierher, weil ich hoffte, dass wir die Dinge zwischen uns klären könnten."
„Oh, so wie du und James die Dinge zwischen euch geklärt habt?", schnarrte Sirius. „Ich glaube, du hast nie vorgehabt, die Dinge zwischen euch zu klären und hast einfach nur gearbeitet."
„Die Beziehung, die du und Kyra haben oder haben können, unterscheidet sich gewaltig von der, die James und ich hatten", sagte Lily ruhig.
„Im Moment ist sie ziemlich ähnlich", sagte Sirius. „Du verschwandest, als die Dinge problematisch wurden und jetzt macht Kyra genau dasselbe."
Lily ballte ihre Fäuste. „Es ist unmöglich, mit dir klarzukommen."
"Danke. Ich tue mein Bestes", grinste Sirius ausdruckslos.
Lily warf ihre Hände frustriert in die Höhe. „Du erschwerst alles! Ich bin hier, um dir zu helfen, damit du noch eine Chance bekommst, mit Kyra zusammen zu sein und du verhältst dich wie ein fünfjähriges Kind. Weißt du was? Es tut mir Leid, dass ich es versucht habe."
Lily wollte gehen, als sie Sirius noch etwas sagen hörte: „Warum versuchst du es?", wollte Sirius wissen.
Lily drehte sich um. „Was?"
"Warum bist du so nett? Ich war kurz davor, dich aus dem Fenster zu werfen und jetzt kommst du zurück und versuchst, nett zu sein. Warum?"
„Weil wir, ob du dich daran erinnerst oder nicht, einmal Freunde waren. Und ich will nicht diejenige sein, die dich davon abhält, eine Beziehung zu haben", sagte Lily Schultern zuckend.
Sirius sah sie vorsichtig an. „Das ist eine meiner Lieblingserinnerungen."
„Hä?"
„Du sagst, dass ich mich vielleicht gar nicht daran erinnere, mit dir befreundet gewesen zu sein", setzte Sirius an. „Und ich sage dir, dass ich mich sehr wohl daran erinnere. Wahrscheinlich ist das meine Lieblingserinnerung. Wir alle in Hogwarts; sorglos, wir hatten Spaß, mussten uns nicht um die Realität sorgen. Das Leben wird nicht besser."
„Nun, Sirius", sagte Lily und setzte sich neben Sirius auf das Bett. „Du und ich stimmen gerade in etwas überein."
„Weißt du, Lily", sagte Sirius und wandte sein Gesicht zu ihrem. „Wir alle haben dich vermisst. Ich wollte dich nicht anschreien, als ich dich sah, aber es kam einfach aus mir raus. Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist, weil ich wirklich gehofft hatte, dass du zurückkehren würdest."
Lily lächelte. „Hat Sirius Black gerade etwas Nettes gesagt?"
„Ja", bestätigte Sirius, „aber lass das mal nicht die Runde machen. Das würde meinen Ruf zerstören."
„Also wie wäre es, wenn du zu Kyra gehst, um mit ihr zu reden?", schlug Lily vor.
„Was? Keeeiiine Chance. Sie ist beleidigt. Und der Beleidigte kann sich dem Beleidigten nicht nähern. So funktioniert das nicht", sagte Sirius. „Es würde so aussehen, als wäre ich verzweifelt."
„Ich denke, fünf leere Eisschachteln schreien förmlich ‚verzweifelt'", grinste Lily.
Sirius lachte und warf mit einem Kissen nach ihr. „Ja, aber-"
„Ich habe dir noch mehr Eis mitgebracht, Tatze!", rief eine Stimme, die Haustüre schloss sich.
Sirius und Lily erstarrten. „Verdammt, ihr lebt tatsächlich zusammen", murmelte Lily zu sich selbst.
Sirius nuschelte: „Uh oh. Das kann nichts Gutes heißen. Er weiß noch nicht, dass du zurück bist."
Lilys Augen weiteten sich. „Du hast es ihm nicht erzählt?", zischte sie.
„Oh ja, es ist wirklich einfach, deinem besten Freund zu erzählen, dass sich sein Leben vielleicht wieder verändert, weil das Mädchen, das ihm das Herz gebrochen hat, zurück ist."
„Schon, aber-"
„Hey, Kumpel, wie-", setzte James an, aber all seine Worte flogen aus dem Fenster. Er ließ die Eiscreme auf den Boden fallen und sein Mund öffnete sich weit. „Lily?"
„Ähm... Überraschung?", rief Lily aus.
Ende Kapitel 4
Mwahaha, das war es auch schon wieder. Den Cliffhanger finde ich sogar noch fieser als den nach Kapitel 2...
Bekomme ich ein Review? Bütte...
-knuff-
Dia
