Aloha! -reinhüpf- Ich hab hier was Leckeres für euch. Wünsche euch gutes Lesen bei:
Sweatpants, Ice Cream, and Runaways
- Kapitel 5/14 -
Lily konnte nicht glauben, dass James vor ihr stand. Er war größer, muskulöser, süßer, sein Haar länger geworden und... Lily seufzte in sich hinein. Sie konnte nicht glauben, wie großartig es war, ihn zu sehen. Was sie am meisten erschreckte, war... sie war glücklich, ihn zu sehen. Und das war der Moment, in dem sie verstand, dass sie nie aufgehört hatte, James zu lieben.
James wandte sich an Sirius. „Was zur Hölle macht sie hier?"
„Nun, okay... das ist eine lustige Geschichte", stotterte Sirius und dann sah er auf in James' wutverzerrtes Gesicht. „Vielleicht ist es nicht ganz so lustig." Sirius sah wieder in James' Gesicht. „Okay, vielleicht ist es überhaupt nicht lustig." Sirius biss auf seine Lippe. „Okay, es ist weit davon entfernt lustig zu sein. Es ist einfach nur eine lange Geschichte." Sirius atmete tief ein. „Lily ist Kyras Mitbewohnerin." Sirius drehte sich zu Lily um. „Oh, wow, guck dir das mal an... es war doch keine lange Geschichte."
James starrte Sirius an, er wusste nicht, was er sagen sollte.
„Sie ist zurück aus Australien", erklärte Sirius das himmelschreiend Offensichtliche.
James sprach noch immer nicht.
„Und sie ist hier in England."
James hörte nicht damit auf, Sirius mit einem leeren Blick anzustarren.
„Und sie sitzt genau hier."
James rollte mit den Augen.
„Und sie ist nicht taub... sprich mit ihr, wenn du willst", sagte Sirius.
„Was zur Hölle machst du in meiner Wohnung?", brüllte James Lily an und war sehr überrascht darüber. Er hatte sich immer vorgenommen, überglücklich zu erscheinen, wenn er Lily jemals wieder sehen würde.
„Wie ich schon sagte, sie ist nicht taub. Du musst nicht brüllen", stellte Sirius klar.
„Ich bin nur gekommen, um mit Sirius zu red-", begann Lily und versuchte, ruhig zu bleiben.
„Das ist meine Wohnung. England ist mein Land. London ist meine Stadt", schrie James. „Du gehört weit, weit weg von hier hin. Australien ist weit weg."
"Ich habe nie angenommen, dass ich zurückkomme", rief Lily und stand auf. „Ich hatte nicht vor, eines Tages zurückzukommen, dich zu treffen und dein Leben miserabel zu machen."
„Oh nein, natürlich nicht. Du würdest niemals jemandes Leben miserabel machen", sagte James sarkastisch. "Mich am Bahnhof stehen zu lassen, weil du die Arbeit über die Liebe gestellt hast, war total lustig und nur ein Spiel!"
„Wir waren achtzehn!", rief Lily aus. „Wir kannten die Bedeutung der Liebe nicht!"
„ICH SCHON!", brach es aus James heraus. James seufzte, dann presste er seine Zähne zusammen. „Ich will, dass du hier verschwindest."
„Whoa, James, was?", jammerte Sirius und konnte die Feindseligkeit in James' Stimme nicht glauben.
„Ich will, dass du aus meiner Wohnung verschwindest", sagte James und schoss Dolche mit seinem Blick auf Lily. Er seufzte wütend. „Und aus meinem Leben."
Lily schluckte, nickte langsam, hob ihren Mantel auf und verschwand ohne einen Blick zurück.
James seufzte und sah dann zu seinem besten Freund. Anschließend blickte er auf die fallen gelassene Tasche mit Eis. „Was dagegen, wenn ich die hier an mich nehme?"
Sirius schüttelte schnell seinen Kopf, war aber zu erschrocken, um etwas zu sagen.
James seufzte erneut, ging zum Bett und sah auf Sirius. „Hast du noch separate Jogginghosen für mich?"
x-x-x-x
Lily seufzte und öffnete ihre Türe. Sie schlurfte hinein, ging in die Küche und schnitt sich ein großes Stück Kuchen ab. Dann setzte sie sich mit dem Schokoladenkuchen auf die Küchenablage.
„Hey, Lily?", rief Kyra und kam in ihrem Nachthemd in die Küche. „Hast du die andere Schachtel Eiscreme ges-" Sie hielt inne, als sie Lily Schokoladenkuchen essen sah... mit ihren Händen. „Ähm... ist etwas nicht in Ordnung, Lily?"
Lily schüttelte nur ihren Kopf, weil ihr Mund voller Kuchen war. Kyra kam zu ihr und nahm ihr den Kuchen aus den Händen.
„Also, was ist los?", fragte Kyra und setzte sich neben Lily.
Lily seufzte und sah Kyra an. „Ich bin heute zu Sirius gegangen."
Kyra war angespannt. „Oh." Diese Antwort hatte sie nicht erwartet. „Und... wie geht es ihm?"
„Er geht ihm großartig... Das bedeutet, dass er in Jogginghosen auf dem Bett liegt und acht Eiscremeschachteln vertilgt hat", sagte Lily. Kyra konnte nicht anders und musste leicht lächeln; sie war froh, dass sie nicht die Einzige war, die in den letzten Tagen durch eine schwere Zeit gegangen war.
„Hat er dich wieder angeschrieen?", fragte Kyra.
„Oh... da war Geschreie", erklärte Lily und sah Kyra an. „Aber es kam nicht von Sirius."
„Hä?"
„James kam früher nach Hause."
Kyra war sich sicher, beinahe zu atmen zu vergessen. „Oh... das kann nicht gut ausgehen."
„Oh, Kyra", rief Lily aus und legte ihren Kopf auf Kyras Schulter. „Er hasst mich nicht nur. Er verabscheut mich. Er degradiert mich. Er verachtet mich. Er hat dreißig verschiedene Wege geplant, wie er mit den Kopf abreißen kann. Und keiner davon wird kurz und schmerzlos."
„Natürlich will er dich darunter so sehr leiden lassen, wie er gelitten hat", sagte Kyra.
Lily blickte auf und in ihren Augen waren Tränen. „Er wollte nicht nur, dass ich aus seiner Wohnung verschwinde... sondern auch aus seinem Leben."
„Ich denke, das hat er nicht so gemeint", beschwichtigte Kyra sie. „Diese Reaktion ist doch selbstverständlich, nachdem du den Job über ihn gestellt hast und aus seinem Leben verschwunden bist... er fühlte sich miserabel."
„Ja... und es war kein Picknick, mich wieder in seinem Leben zu haben", klagte Lily.
„Lily... warum kümmert es dich so sehr?", fragte Kyra. „Du hast ihn verlassen. Du hast es dir ausgesucht, aus seinem Leben zu verschwinden."
Lily liefen Tränen über die Wangen. „Ich weiß... aber jetzt will ich wieder hinein."
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"Hey, Sirius", rief Remus. "Bist du-" Er hielt inne, als er an Sirius' Zimmer vorbeikam und James in Jogginghosen daliegen sah. "Du auch? Wer hat vor kurzem mit dir Schluss gemacht? Ich kann mich nicht mit zwei Jogginghosenträgern befassen. Einer von euch muss in der raus-aus-dem-Bett Phase weiter machen."
Sirius sah auf. „Was glaubst du, wer heute vorbeigeschaut hat?"
"Hä?"
Sirius richtete einen Finger auf James. „Was glaubst du, wer heute vorbeigeschaut hat?"
Remus erstarrte. „Uh oh... Lily?"
Sirius nickte und schon richtete James sich auf dem Bett auf. „Warte mal... du wusstest, dass Lily in der Stadt ist?"
„Ich habe es ihm erzählt", sagte Sirius.
„Ich weiß es erst seit vier Tagen", erklärte Remus.
„Was genauso lange ist, wie ich es weiß", steuerte Sirius bei.
„Moment... ich dachte, du hast heute erfahren, dass Lily Kyras Mitbewohnerin ist", schrie James Sirius an.
„Oh... ähm, nein", sagte Sirius leise.
„Du wusstest, dass Lily in London ist... und du hast es mir nicht erzählt?" rief James und sprang aus dem Bett.
„Ich dachte, das wäre egal! London ist eine große Stadt! Ich hatte erwartet, dass du sie nie sehen würdest", brüllte Sirius jetzt auch.
„Anscheinend lagst du damit falsch", platzte es aus James heraus.
„Ich habe ihr nicht gesagt, sie solle herkommen. Zur Hölle, als Kyra und ich Schluss machten, realisierte ich, dass es das letzte Mal war, dass ich sie sehen würde."
„Oh, aber warte... du warst bei ihr, redetest mit ihr, saßest neben ihr, lachtest mit ihr", zählte James auf.
„Wir haben nicht gelacht!"
„Ich bin mir sicher, dass ihr irgendwann zusammen gelacht habt!"
Sirius setzte dazu an, etwas zu sagen, ließ es aber bleiben. Er machte eine Pause. „Ich würde es nicht direkt lachen nennen. Eher so etwas wie kichern. Warte, nein. Nicht einmal kichern. Es war mehr wie ein Schmunzeln. Nicht einmal das, es wa-"
"Sehe ich aus, als wolle ich wissen, wie ihr beiden gelacht habt?", unterbrach James.
„Ähm...", sagte Sirius langsam und sah auf seine Eiscreme. „Mint-Schokoladen-Eis?", bot er an.
James war verärgert seine Hände in die Luft und stapfte hinaus. Sirius seufzte, als er die Haustüre zuschlagen hörte.
„Er ist sauer", nannte Remus das Ersichtliche.
„Ja, ich weiß", seufzte Sirius. „Er hasst Mint-Schokoladen-Eis."
Remus rollte mit den Augen. „Also hat James Lily heute gesehen?"
Sirius ächzte und nickte. „Und sie durfte laute Triaden über sich ergehen lassen, wie sie ihn verlassen hatte und wie er sie hasste. Und dann sagte er, sie solle aus seinem Leben verschwinden."
„Jesus", murmelte Remus. „Ist es nicht ironisch, dass Lily in der Woche in sein Leben zurückkommt, in der er ein paar Tage zuvor alles, was ihn an sie erinnerte, losgeworden ist?"
„Ja und bei seiner lebenslangen Suche nach dieser Ironie kannst du sehen, wie glücklich er ist", rief Sirius sarkastisch und warf Sirius einen gereizten blick zu.
Remus rollte mit den Augen und setzte sich neben Sirius auf das Bett. „Und was machen wir jetzt?"
„Dagegen, dass er sauer auf mich ist? Oder dagegen, dass er Lily sieht? Oder dagegen, dass er schmollt?", fragte Sirius. „James ist ein Mann vieler Probleme."
"Und ich weiß nicht, bei welchem wir beginnen sollen", seufzte Remus.
x-x-x-x
„Ich bin nahe dran, zur Polizei zu gehen", sagte Sirius später am Abend zu Remus. „Ich kann ihn nirgends finden."
„Vielleicht ist er bei einem Freund?", mutmaßte Remus.
„Welcher Freund? Seine einzigen Freunde leben hier!"
"Was ist mit Peter?"
"Ooooh, Peter. Du bist clever", sagte Sirius.
"Ja, wahrscheinlich ist er dort. Ich flohe zu Peter. Okay? Kein Grund zur Panik", beschwichtigte Remus. Sirius stand auf, als Remus an der Feuerstelle verschwunden war. Sirius stand dort für eine Minute und bemühte sich, sich keine Sorgen zu machen. Remus kam zurück und biss sich auf die Lippen. „Ähm... Zeit für Panik."
„Er war nicht dort!", rief Sirius.
„Beruhig dich!", wies Remus ihn an. „Es ist noch nicht allzu spät."
„Es ist vier Uhr morgens!"
„Siehst du? Noch nicht allzu spät...", sagte Remus. „Das ist früh."
"Remus, mein bester Freund ist mit einem gebrochenen Herzen da draußen und total wütend auf mich. Wer weiß, was er anstellt und du machst Witze?", schrie Sirius.
„Wenn du es so sagst, sieht es so negativ aus", neckte Remus.
Sirius stöhnte und begann, auf und ab zu laufen. „Okay, wir wiss-"
Er brach ab, als sich die Türe öffnete. James stolperte hinein und sah Sirius und Remus Angst einflößend an. Sirius hatte schließlich den Mut, etwas zu sagen: „Bist du betrunken?"
James sah ihn dümmlich an. „Ich bin nicht nüchtern."
„Du bist elf Stunden weg gewesen", sagte Remus. „Wo zur Hölle warst du?"
„In der Nähe", brachte Remus hervor.
„In der Nähe?", rief Sirius aus. „Es gibt also doch Ort, an dem ich nicht nach dir gesucht habe", sagte Sirius sarkastisch.
„Im Ernst, wo warst du die ganze Zeit?", fragte Remus.
„Hab ich doch schon gesagt", erwiderte James wütend. „In der Nähe."
Sirius seufzte angesäuert. „Ich war krank vor Sorge, weil du in der Nähe warst?"
"Du hättest dich nicht um mich sorgen müssen, wenn du Lily nicht in meine Wohnung eingeladen hättest!", rief James.
„Sie kam einfach rein! Ich habe sie nicht eingeladen!", sagte Sirius mindestens genauso laut.
„Du hast mir auch nicht gesagt, dass sie in der Stadt ist", klagte James.
„JUNGS!", rief Remus. Er schob Sirius regelrecht in sein Zimmer, weg von James. „Du warst besorgt, als er weg war und jetzt bist du nahe dran, ihn wieder zum Gehen zu bringen."
„Er verschlimmert doch alles", sagte Sirius.
„Er denkt dasselbe von dir", fauchte Remus. „Versetz dich in seine Haut hinein. Das Mädchen, das ihm das Herz gebrochen hat, ist zurück und sein bester Freund wusste davon, hat es ihm aber nicht erzählt. Natürlich ist er wütend."
„Das ist doch Blödsinn", sagte Sirius. „Die Sache mit mir und Kyra hat ihn überhaupt nicht interessiert und auf einmal soll er ein Herz haben?"
„Es hat ihn doch nur nicht interessiert, weil du eine Beziehung hattest, er aber keine mit Lily", erklärte Remus. „Aber jetzt ist Lily wieder auf der Bildfläche, darum hat er wieder ein Herz."
Sirius seufzte. Er sah zu Remus und drehte sich dann um, um mit James zu reden. Er betrat das Schlafzimmer, wo James saß. Er hatte die Bilder, die er weggeworfen hatte, auf dem Boden ausgebreitet und betrachtete sie.
"James?", wisperte Sirius und biss sich auf die Lippen.
Angesprochener sah seinen besten Freund mit Tränen gefüllten Augen an. „Wie konnte sie mich nur verlassen?" Und mit diesem Satz brach er in Tränen aus.
Ende Kapitel 5
-seufz- Meiner Meinung nach hat die Originalautorin die Gefühle wunderbar dargestellt, meint ihr nicht? Darum war ich wohl beim Übersetzen dieses Kapitels ganz schön bedrückt...
Ist euch das Kapitel ein Review wert?
-knuddel-
Dia
