Tach auch. -smile- Seid ihr bereit für das nächste Kapitel? Wenn nicht, tja... what a pity. :P
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Sweatpants, Ice Cream, and Runaways
- Kapitel 6/14 -
Eine Woche war vergangen und Sirius und Remus konnten jedem, der es wissen wollte, sagen, dass James krank war (in Sirius' Worten: „Ja, er ist wirklich krank. Er wurde von der Lilytis befallen."). Sirius hatte sein Problem mit Kyra noch immer nicht in Angriff genommen, weshalb er sich jetzt um seinen besten Freund kümmern konnte.
„Jetzt weiß ich wieder, warum ich mir einzubläuen versucht habe, mich nie zu verlieben", sagte Sirius zu Remus über seinen Kaffee hinweg. Die beiden saßen in einem Café ein paar Häuser von ihrer Wohnung entfernt und genossen das warme Wetter.
„Ja, aber hast du noch nie von dem Satz ‚Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es passierte' gehört?", fragte Remus.
„Wer auch immer das gesagt hat, der hat James noch nie getroffen", seufzte Sirius. „Es ist nur dreimal okay, wenn ein Mann einem Mädchen sagt, dass er es liebt. Wenn er betrunken ist, wenn er stirbt und wenn er etwas ausgefressen hat und es keinen anderen Ausweg gibt... was meistens bedeutet, dass er betrunken ist."
Remus rollte mit den Augen. „Also, Sirius, wie geht es dir?", wollte Remus wissen.
Sirius zuckte mit den Achseln, er wusste genau, wovon Remus sprach. „Es ist ja nicht so, dass Kyra und ich wirklich zusammen waren. Wir kannten uns gerade mal eine Woche. Also gibt es nichts, worüber man sich Sorgen machen sollte."
Remus sah ihn skeptisch an. „Ich glaube, acht leere Eiscremeschachten widerlegen deine Aussage."
Sirius kicherte nur und nahm einen Schluck von seinem Kaffee. „Ja, aber..." Sirius hielt inne und starrte gerade aus.
"Ähm... Sirius? Hallo?", fragte Remus, aber dann bemerkte er eine ihm bekannte Gestalt, die die Straße überquerte. „Oh hey, James hat endlich das Haus verlassen. Und er trägt Jeans. Yay! Er ist aus seiner Trübsal blasenden Phase heraus. Hey, Ja-" aber Sirius hielt ihm den Mund zu.
"Halt die Klappe", zischte Sirius.
Remus bedachte ihn mit einem bösen Blick. „Was habe ich getan?"
„Lily und Kyra gehen die Straße entlang", wisperte Sirius.
Remus drehte sich um. Das waren ohne Zweifel Lily und Kyra. Remus wandte sich wieder um und sah zu James. „Das kann nichts Gutes verheißen."
„Vielleicht sehen sie uns ja nicht", hoffte Sirius. „Oh, wem will ich hier was vormachen? Wer könnte schon mein wunderschönes Gesicht und mein prächtiges Haar übersehen?" Remus zog die Augenbrauen hoch. „Okay, okay. Das hilft uns nicht gerade weiter. Wir müssen uns irgendwie verstecken." Sirius hob seine Kaffeetasse vor sein Gesicht.
Remus starrte ihn ungläubig an. „Du versteckst dich hinter einer Kaffeetasse?"
„Hast du eine bessere Idee, Sherlock Holmes?", fragte Sirius.
Remus dachte eine Sekunde lang nach, dann hob auch er seine Kaffeetasse vor sein Gesicht. Sirius nickte und wisperte: „Genau wie ich es mir dachte."
„Scheiße", murmelte Sirius leise, als er bemerkte, dass Lily und Kyra herkamen, um Hallo zu sagen.
„Remus?", lächelte Lily. Kyra und Sirius vermieden es, sich anzusehen.
„Hey, Lily", sagte Remus und nahm sie in eine Umarmung.
„Warum versteckt ihr euch hinter euren Tassen?", fragte Kyra.
„Verstecken? Wer versteckt sich denn? Wir verstecken uns nicht", brabbelte Sirius. „Wir haben nur das schöne Design der Tassen bewundert."
Lily starrte ihn an. „Sie sind weiß."
"Nun... ja, für ein untrainiertes Auge schon", neckte Sirius und rollte mit den Augen.
„Und, wie geht es dir so?", wollte Kyra von Sirius wissen.
„Oh, großartig, einfach toll, absolut wunderbar", erwiderte dieser sehr schnell.
„Oh ja, mir auch", sagte Kyra. Remus und Lily rollten mit den Augen, da beide wussten, dass sie logen.
Sirius drehte sich um und sah, dass auch James auf sie zuging. „Oh Junge", murmelte er.
„Es ist schon lange her, Lily, nicht wahr?", sagte Remus.
Lily lächelte schwach. „Das kannst du laut sagen."
"Okay, das war ein netter Smalltalk, aber ihr müsst jetzt geh-", setzte Sirius an, hörte aber auf zu sprechen, als er James' Hand auf seiner Schulter spürte. Sirius duckte sich.
„Sirius? Remus?", fragte James durch zusammengebissene Zähne. Er bückte sich und zischte in ihre Ohren: „Was macht sie hier?"
„Hey, Kumpel", sagte Sirius und biss sich auf die Lippe. „Ich glaube, du kennst Kyra noch nicht. Kyra, James. James, Kyra."
Kyra erstarrte und sah zu James. „Du bist James?"
„Scheint so, als hätte Sirius mich so genannt", entgegnete James, schüttelte Kyras Hand und wagte es nicht, zu Lily zu schauen.
Jeder war leise und es war eine unangenehme Stille. „Na ja... das ist nett", sagte Lily schließlich.
„Oh ja, wirklich nett. Wie eine große glückliche Familie", schnappte James.
"Ich wollte nur irgendetwas sagen. Es war so still", erklärte Lily und war wütend darüber, dass James sie so anfuhr.
„Ich mag es still. Und es wäre noch ein bisschen leiser, wenn du gehst", drängte James.
„James, ich habe nicht-", fing Lily an, sie versuchte krampfhaft, ruhig zu bleiben.
„Ich dachte, ich hätte dir klar gemacht, dass du aus meinem Leben verschwinden sollst!", rief James aus.
„Ich wüsste nicht, dass dieser Gehsteig dein Leben war", schrie Lily zurück.
„Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ganz London ist mein Leben. Dein Leben sollte in Australien sein!", knurrte James.
„Und du korrigierst mich bitte auch, sollte ich falsch liegen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass du London besitzt", fauchte Lily.
„HEY!", unterbrach Sirius die hitzige Diskussion.
„Was?", fuhren sie Sirius an und sahen ihn wütend an.
„Äh... ihr vertreibt die Gäste", sagte Sirius.
„Oh ja, das ist etwas ganz Wichtiges auf meiner Liste", murmelte James.
„Was steht auf deiner Liste an erster Stelle? Mein Leben zur Hölle auf Erden zu machen?", fragte Lily.
James Kiefer klappte auf. „Du hast dir doch einen Spaß aus mir gemacht? Du denkst, ich mache dein Leben zur Hölle auf Erden? Tut mir Leid, aber wer hat mich zurückgewiesen, wer entschied, dass die Arbeit wichtiger war und wer ließ mich alleine am Bahnhof stehen?"
Lily öffnete ihren Mund, aber da war James auch schon davongestampft. „Das darf er nicht machen!", rief Lily.
"Was machen?", fragte Remus.
„Er kann mich nicht anschreien und dann davonstampfen. Er hat mir nicht mal die Chance zum Antworten gegeben", sagte Lily.
„Weil er nicht angeschrieen werden will", meinte Sirius Augen rollend. Lily stöhnte und lief James hinterher. „Oh, großartig, jetzt geht sie zu ihm. Da kann doch nichts Gutes bei rauskommen."
Jeder biss sich auf die Lippen und wartete darauf, Geschrei zu hören, aber das war es nicht, was sie hörten. „Du hast vollkommen Recht", sagte Lily zu James, als sie noch ein paar Meter von ihm entfernt war.
„Wenn sie nicht schreien, kann ich sie nicht hören", jammerte Sirius.
„Äh... was?", fragte James verdattert.
„Ich war ein gemeines Miststück. Ich ließ dich stehen, ohne zu erklären, dass ich nach Australien ging, um meiner Karriere zu folgen", sagte Lily. „Wenn ich du wäre, wäre ich auch wütend, furios. Und dann komme ich zurück, trete vier Jahre später wieder in dein Leben... und schreie dich an. Du hast jedes Recht dazu, mich anzuschreien."
„Okay", war alles, was James dazu sagen konnte.
Lily starrte ihn verblüfft an. „Das ist alles? Keine Erwiderung? Kein Tobsuchtanfall?"
"Gib mir noch ein paar Minuten", sagte James, ein Lächeln huschte über sein Gesicht. „Ich bin immer noch von deiner Antwort angetan." Lily lachte und James tat es ihr gleich.
Jeder starrte die beiden ungläubig an, als sie lachten. Plötzlich sprang Remus entsetzt auf. „Sirius! Du verschüttest Kaffee auf deiner Hose!" Sirius sah an sich hinunter. Er war wohl so geschockt darüber gewesen, dass Lily und James lachten, sodass er nicht bemerkt hatte, dass er heißen Kaffee auf seine Hose schüttete. Lily und James drehten sich um, um zu sehen, was den Tumult veranlasste und lachten erneut.
„Schon okay", rief James. „Du kannst meine Hose haben."
"Und was willst du dann tragen?", fragte Sirius.
„Ich habe meine Jogginghose drunter", sagte James Schultern zuckend.
Sirius sah ihn entgeistert an. „Das kannst du nicht tun! Wenn du deine Hose anziehst, musst du die Jogginghose ausgezogen haben. Du kannst die Jogginghosen-Phase nicht zur selben Zeit haben wie die aus-dem-Haus-geh-Phase."
"Sagt wer?", fragte James.
„Das ist eine Regel!"
„Sagt wer?", wiederholte James.
„Das steht in allen Büchern", rief Sirius.
„Sagt wer?"
„Schlag es nach!"
„Sa-"
„Ich schwöre bei Gott, wenn du jetzt „Sagt wer" sagst, werde ich nicht davor zurückschrecken, dich mit bloßen Händen zu erwürgen", drohte Sirius grinsend.
James hielt inne. „Sagt wer?" Sirius stürzte sich auf James, der "Das ist nicht der beste Weg, mich dazu zu bringen, dir meine Hose zu geben!" rief.
„Ich will deine Hose nicht! Dann fällst du nur wieder in deine Jogginghosen-Phase zurück", schrie Sirius.
Lily wandte sich an Kyra. „Hast du eine Ahnung, wovon die beiden reden?"
„Nicht die geringste."
x-x-x-x
Sirius, Remus und James betraten ein paar Stunden später ihre Wohnung. James legte seinen Schlüssel auf den Tisch und schritt davon, aber er spürte zwei Augenpaare, die ihn anstarrten, in seinem Nacken. Er drehte sich langsam um, um Sirius und Remus zu entdecken, die ihn musterten. „Ja?"
„Du warst nett", sagte Sirius.
„Ähm... danke?"
„Warum warst du nett?", wollte Sirius wissen.
„Weil ich gehört habe, dass es aus der Mode ist, betrübt und wütend zu sein", explizierte James, er wollte nicht über sich und Lily sprechen.
„Du hast sogar über etwas, das sie sagte, gelacht", sagte Remus.
„Du hast sie nicht komplett fertig gemacht", fuhr Sirius fort.
„Du hast sie angelächelt", meinte Remus.
„Du hast ihr nicht gesagt, dass sie-"
„Ich weiß, was ich getan habe", warf James ein.
„Tust du das? Denn ich denke, das weißt du nicht", sagte Sirius.
"Ich war anwesend", zischte James.
Sirius hielt inne. „Oh ja... richtig."
"Willst du uns deinen plötzlichen Sinneswandel erklären?", fragte Remus.
James seufzte. „Ich habe sie das erste Mal dazu gebracht, dass sie verschwindet. Ich will kein zweites Mal der Grund dafür sein."
„Wow... das war eine schlaue Antwort. Wann ist dir das eingefallen?", grinste Remus.
„Ich lungerte eine ganze Woche nur herum", sagte James Achsel zuckend.
„Bedeutet dass, wir können auch etwas anderes als Eis in unsere Gefriertruhe tun?", fragte Remus. „Ich werde nämlich langsam krank davon, wenn ich Eiscreme auch nur sehe."
x-x-x-x
Sirius trank gerade Kaffee in der Lounge des Gesamtcolleges und sprach mit einem befreundeten Professor. „Ich hasse Sommersitzungen. Ich finde es nicht fair, dass wir den Sommer durch arbeiten müssen. Kein anderer Prof-" Sirius hielt inne uns keuchte. „Kyra?", rief er und war überrascht, sie zu sehen.
"Ich - ich weiß nicht, warum ich hier bin", sagte Kyra.
Sirius unterdrückte ein Lächeln. „Nun... du weißt mehr als ich."
„Ja, aber das heißt nicht viel", scherzte Kyra.
„Ich schätze mal, du bist nicht gekommen, um mich zu beleidigen", hänselte Sirius sie.
„Nein... aber das ist ein Bonus", seufzte sie.
Sirius war dem Smalltalk bald müde. „Okay, Kyra, warum bist du hier?", verlangte er zu wissen.
„Wie ich schon sagte, ich weiß es nicht", entgegnete Kyra. Sirius sah sie durchdringend an. Kyra atmete tief durch. „Was machst du heute noch?"
Sirius etwas überrumpelt. "Entschuldige?"
"Willst du heute Abend zu mir kommen?", fragte Kyra.
Sirius war einen Moment lang still. „Fragst du mich gerade wirklich, ob ich zu dir kommen will, nachdem ich dich angeschrieben habe und du auf meinem Herz herumgetrampelt bist?"
„Ja."
„Oh", sagte Sirius langsam. „Ich hole schnell meinen Mantel."
Kyra lächelte, als Sirius wieder zu dem Professor ging, mit dem er vorher geredet hatte.
„Deine Freundin?", fragte er Professor.
Sirius warf einen verstohlenen Blick auf Kyra. „Das hoffe ich doch."
Ende Kapitel 6
Lest ihr das hier gerade? Ja? Okay, dann dürft ihr jetzt was Kleines schreiben. ;)
-knuff-
Dia
