Mwah, wir sind ja richtig gut, schon Kapitel 8. °zwinker° Ich hoffe, es gefällt euch? Weiter geht's im Text mit:

Sweatpants, Ice Cream, and Runaways

- Kapitel 8 -

"Nach vier Jahren verlangst du von mir, mit Lily herumzuhängen, als wäre nichts gewesen?", rief James aus, nachdem er aufgehört hatte, darüber zu lachen, wie Sirius mit Kuchen und Eis bedeckt aussah.

„Exakt", sagte Sirius.

"Oh", meinte James. „Ich wollte nur sichergehen."

„Komm schon, Krone. Nur ein paar Bier und ein oder zwei unschuldige Brettspiele." Sirius zuckte mit den Schultern. „Wir sprechen hier von Lily. Das Mädchen, wegen dem du vier Jahre lang den Kopf hast hängen lassen... und sie ist hier. Den Vorteil musst du nutzen."

„Er hat Recht", sagte Remus von der Couch aus und legte seine Zeitung beiseite.

„Okay, niemand hat mit dir gesprochen", grinste James.

„Ich weiß... aber ich fühle mich so ausgeschlossen", sagte Remus und sah dann zu Sirius. „Hat Kyra noch andere Freunde? Perfekt wäre eine, die den Mond anheult."

Die Jungen lachten. "Ich werde dir Gesellschaft leisten", meldete sich Peter zu Wort.

Remus blickte zu Peter und dann zurück zu Sirius. „Bitte sag mir, dass Kyra noch eine Freundin hat."

Die Jungen lachten wieder und James biss sich auf die Lippe. „Ich weiß nicht... was, wenn ich sie versehendlich anschreie? Kein Vergehen, aber seit sie mich verlassen hat, ist sie mehr ein Problem als jemand, mit dem man herumhängen möchte."

„Na ja, darum werde ich auch da sein", meinte Sirius Augen rollend. „Ich werde genau das tun, was ich immer tue, wenn es ein Problem gibt."

„Sex mit ‚dem Problem' haben?", fragte James.

Sirius hielt inne. „Kann ich das wirklich tun?" James schlug ihm auf den Kopf. Sirius rieb sich diesen. „Das sehe ich als nein an. Nee, ich würde keinen Sex mit Lily haben. Wenn du sie anschreien solltest, werde ich dich mit einem Kissen schlagen. Und wenn das nicht hilft... werde ich einen Hammer hernehmen."

James lachte und griff nach seinem Mantel. Sirius lächelte. „Also gehst du?"

"Neeiin", erwiderte James sarkastisch. "Ich nehme nur meinen Mantel, damit wir den Hund rausbringen können."

Sirius machte eine Pause und dachte darüber nach. „Wir haben keinen Hund."

James blickte Sirius direkt an. „Ich sehe da keinen Unterschied."

x-x-x-x-x

„Game over...", sagte Sirius nach einer Runde Monopoly. „Es ist unentschieden!"

„Unentschieden? Wir haben das ganze Geld!", rief Lily aus.

„Ja, aber wir haben die gehe-aus-dem-Gefängnis-Karte. Und du kannst keinen Preis auf Freiheit festsetzen", erklärte Sirius. Lily lachte und war eine Brezel nach ihm, worauf Sirius ein Popkorn nach ihr warf.

„Hey! Kein Herumwerfen von Essen im Wohnzimmer", schrie Kyra, als sie aus der Küche kam. „Das ist ein weißer Teppich."

„Habe ich dir nichts beigebracht?", schmollte Sirius. „Weiß darf nie um mich herum sein."

Kyra rollte mit den Augen. „Hier, ich habe Käsewürfel von der Arbeit mitgebracht", sagte Kyra und stellte sie auf den Tisch.

„Das ist nett von dir... was stimmt mit ihnen nicht?", wollte Sirius wissen.

„Was? Nichts!", rief Kyra und dann seufzte sie. „Okay, fein. Sie waren im Abfall."

"Cool", meinte James und griff sich einen.

„Gib mal welche her", sagte Sirius und nahm sich auch einen.

Kyra und Lily blickten sich an und rollten mit den Augen. Lily wandte sich an Kyra: „Erinnerst du dich daran, als wir in Australien waren und diese Kängurus mit den dreckigen Kräckern gefüttert haben?"

„Sie sind fast gestorben, ich war entsetzt. Ich habe immer noch Probleme mit dem Schlafen", entgegnete Kyra.

Natürlich hast du das... du schläfst mit Sirius", sagte Lily. Kyra warf ein Stückchen Käse nach Lily.

„Hey! Kein Herumwerfen von Essen im..." Sirius stoppte. „Warte, wie kommt es, dass es okay ist, wenn du mit Essen herumwirfst, aber wenn ich das tue, ist es nicht okay?"

„Weil ich mich lieber mag als dich", neckte Kyra ihn.

„Oh... na ja, wenigstens haben wir das geklärt", scherzte Sirius Achsel zuckend.

James blickte flüchtig zu Lily, die ihn musterte. Schnell wandte sie ihre Augen ab und James lächelte in sich hinein. Sirius rollte mit den Augen, als er sie dabei beobachtet hatte.

„Also, Lily, wie war es in Australien?", fragte Sirius in dem Versuch, eine Unterhaltung in Gange zu bringen.

„Gut", antwortete Lily und zuckte mit den Schultern. „Es war toll und meine Co-Arbeiter waren nett, aber ich mag London lieber."

„Weil ist hier bin, stimmt's?", hänselte Sirius.

„Das war der Grund, warum ich nicht zurückkam", schäkerte Lily.

„Immer, wenn ich mit euch zusammen bin, beleidigt ihr mich", schmollte Sirius. „Ich fange an zu glauben, dass ich neue Leute kennen lernen muss."

„Viel Glück dabei, Leute zu finden, die sich mit dir anfreunden wollen", sagte Lily. Sirius schürzte die Lippen, als die anderen Drei lachten.

„Gut, ich denke, es ist an der Zeit, den Kuchen rauszuholen", warf Kyra ein.

„Uh, Ky...", sagte Lily langsam. „Meinst du den Kuchen, den Sirius und ich diesen Nachmittag an uns kleben hatten?"

„Willst du damit sagen, du hast den Kuchen noch nicht einmal gegessen?", fragte Kyra.

„Oh nein, das habe ich. Ich habe ihn von mir geleckt, als ich nach Hause gegangen bin", scherzte Sirius.

„Gut, wer will mir dabei helfen, einen anderen Kuchen zu backen?", erkundigte sich Kyra.

„Ooooh, ich, ich, ich. Nimm mich!", spöttelte Sirius.

Kyra sah zu den anderen. „Will mir sonst noch jemand helfen, einen Kuchen zu backen?", zog Sirius ihn auf.

Sirius stand auf. „Du weißt, dass du so was von unlustig bist...", sagte er, während sie aus dem Raum gingen.

James wandte sich an Lily, die ihn anblickte. „Also... denkst du, dass sie es schaffen, den Kuchen zu backen?"

„Keine Chance", sagte James.

„Nun, James, wie ist es dir ergangen?", wollte Lily wissen.

James zuckte mit den Achseln. „Gut... und dir?"

„Ziemlich gut", entgegnete Lily.

Ein paar Sekunden war es still, bevor James wieder sprach: „Also... warum hast du es getan?", fragte James.

„Uh... was getan?", stellte Lily die Gegenfrage.

„Meinen Heiratsantrag vor vier Jahren ablehnen."

„James", meinte Lily süßlich. „Ich glaube nicht, dass wir jetzt darüber reden sollten."

„Wenn nicht jetzt, wann dann?", hakte James nach.

„Ich bin mir nicht sicher, ob das einen Unterschied machen würde", sagte Lily langsam.

„Du bist einfach gegangen, Lily. Ohne Erklärung", erwiderte James. „Ich will wissen, warum."

Lily seufzte. "Weil wir jung waren. Und ich hatte Angst. Und das Einzige, was ich tun konnte, um das Gefühl des Angsthabens loszuwerden, war wegzulaufen. Also lief ich weg... weit weg."

„Aber du hast mir keine Möglichkeit zum Erklären gegeben. Du sagtest du, dass du nach Australien auswandertest und dann gingst du weg. Wie sollte ich dich trösten und alles wieder gut machen, wenn du mir nicht einmal die Chance dazu gegeben hast?"

„James, nichts, was du hättest tun können, hätte mich dazu gebracht, mich besser zu fühlen. Wir waren Teenager ohne Geld, ohne Job, ohne alles", erklärte Lily.

„Wir hatten uns", machte James sie aufmerksam.

„Was nicht viel war, wenn wir in einem Container lebten und für Geld singen müssten", antwortete Lily. „Und ich habe dich gehört... wir würden kein Geld haben."

„Wir wären glücklich gewesen", entgegnete James stur. „Es ist mir egal, was du sagst. Leben in einem Container, kein Job, keine Kleidung, es hätte nichts ausgemacht. Aber wir wären glücklich gewesen."

„Woher willst du das wissen?", fragte Lily. „Woher willst du wissen, dass wir uns nicht auf die Nerven gegangen wären und alles miserabel ausgegangen wäre?"

„Weil wir uns kannten... und es ist unmöglich, dass es miserabel ausgegangen wäre", meinte James. „Aber ich denke, ich hatte Unrecht, nicht wahr?"

„Unrecht worin?"

„Dich zu kennen", entgegnete James. „Aber ich habe ganz sicher nicht gedacht, dass du mich abweisen würdest."

Lily und James schwiegen einige Sekunden lang, bevor Lily tief durchatmete und sagte: „Ich weiß nicht, warum du hier bist."

"Was?"

„Offensichtlich war ich ein schrecklicher Mensch und du wirst mir nie vergeben und es vergessen. Und jetzt sitzt du hier, spielst bei mir Brettspiele, als ob alles in Ordnung wäre...", äußerte Lily.

„Weil", setzte James an, „ich der Grund war, warum du die Stadt verlassen hast. Ich will nicht, dass das noch mal passiert."

„James", meinte Lily ruhig. „Du warst nicht der Grund, warum ich ging."

"Oh, wirklich?", fragte James. "Ich habe dich nie zuvor davon sprechen hören, dass du nach Australien gehen willst. Ich erinnere mich auch kaum daran, dass du sagtest, du hättest Angst gehabt und ranntest weg... weit weg."

„Das hast du nicht gehört, weil ich es dir nicht gesagt habe. Außerdem hatte ich in der Nacht zuvor gerade etwas von dem Job erfahren", erklärte Lily. „Ich hatte Angst, es dir zu sagen. Ich hatte Angst vor deiner Reaktion."

"Also gingst du, bevor du meine Reaktion sehen konntest", fuhr James fort.

Lily blickte nach unten. „Exakt."

Kurz herrschte Stille, dann sagte James: "Lily?"

„Hmm?"

„Wenn ich verspreche, es wieder gut zu machen... bleibst du dann?", fragte James.

Lily lächelte nur süßlich, da James so verletzlich wirkte.

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Sirius und James gingen ohne etwas zu sagen zurück in ihre Wohnung, bis Sirius beschloss, sich zu unterhalten. „Also... was haben du und Lily besprochen, als Kyra und ich Kuchen gebacken haben?"

„Wir haben uns unterhalten", sagte James Achsel zuckend. „Etwas, das du und Kyra definitiv nicht getan haben."

Sirius lachte. „Worüber habt ihr gesprochen?"

James hielt inne und sah zu Sirius. „Warum sie meinen Antrag abgelehnt hat."

„Oh, natürlich, weil es ein riskantes Thema gewesen wäre, über das Wetter zu sprechen", meinte Sirius sarkastisch und musterte James. „Du hast dich wirklich wohl gefühlt, darüber zu sprechen?"

„Nein... aber ich habe eine Antwort gebraucht."

„Und hast du deine Antwort bekommen?", fragte Sirius.

„Ja", nuschelte James und kickte einen Stein auf dem Boden.

„Aber es war nicht die Antwort, die du hören wolltest", mutmaßte Sirius.

„Es ist ja nicht so, als ob mich irgendeine Antwort beruhigt hätte", murrte James.

„Und warum hast du dann gefragt?", fragte Sirius.

„Weil ich es nicht aus meinem Kopf bekommen habe", murmelte James. „Ich brauchte einen Schlussstrich."

„Also bist du darüber hinweg?"

James hielt inne. „Ich schätze, das muss ich wohl."

Sirius seufzte. "Willst du mit mir darüber sprechen?"

„Nein", brummte James.

„Wir könnten Kaffee trinken gehen", meinte Sirius Achsel zuckend.

"Nee."

„Wie wäre es mit essen?", fragte Sirius.

„Nein danke", murmelte James.

Sirius sagte einen Moment lang nichts. „Wir könnten uns besaufen und Lily ganz und gar vergessen."

„Lass uns gehen", bestimmte James.

Sirius lachte. „Ich habe dich nur verarscht."

„Ich weiß... aber ich dich nicht."

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„James?", fragte Lily, überrascht, ihn auf ihrem Heimweg zu sehen.

James hielt einen Picknickkorb hoch. „Ich hatte noch ein Sandwich übrig und dachte, du würdest vielleicht mit mir picknicken gehen."

„Glück für dich, ich habe gerade Zeit", lächelte Lily. Sie schloss die Türe hinter sich und sie gingen in den nahsten Park. „Ich bin froh, dass du gekommen bist."

„Ich weiß, dass es fünf Tage her ist", sagte James.

„Ja, ich dachte, dass dich das, was ich sagte, beschäftigt hat", meinte Lily.

"Das hat es."

„Oh", äußerte Lily und blickte nach unten.

„Aber es hatte etwas Gutes an sich", gestand James. „Es hat mich nur fünf Tage gekostet, es zu verstehen. Wir haben vielleicht eine Geschichte hinter uns, aber es ist Vergangenheit, richtig? Und ich will nicht mein ganzes Leben mit einem Groll auf dich verbringen und ich bin mir sicher, dass du das auch nicht willst."

„Nein", lächelte Lily. „Ich fände es wirklich toll, wenn du keinen Groll mehr gegen mich hegen würdest. Es würde dieses Picknick sehr verbittert und stressig werden lassen."

James lachte. „Nun, dann wirst du von dem Sandwich, das ich für dich habe, enttäuscht sein. Roastbeef mit einer Seite Bitterkeit."

„Dann werde ich wohl stattdessen das Soda trinken müssen", meinte Lily.

„Aber es ist ein Weintraubensoda mit einem Schuss Stress", scherzte James.

„Na ja, dann muss ich eben hungern", sagte Lily.

„Das ist wahrscheinlich besser", erwiderte James. „Ich weiß nicht, ob diese Sandwichs essbar sind. Ich habe sie selbst gemacht."

Lily lachte und setzte sich neben James auf eine Decke im Gras. „Also, James, was tust du, um Spaß zu haben?"

„Du meinst außer Frauen zu treffen und sich über Sirius lustig zu machen?", neckte James.

Lily lachte. „Ja, außer dem."

„Nun, ich gehe gerne ins Fitnesscenter, um zu trainieren. Ich laufe jeden Tag um fünf Uhr in der Früh vier Meilen. Ich mag es auch, freiwillig zu Hause zu bleiben", sagte James.

Lily sah ihn besorgt an. „Im Grunde bedeutet das, dass du herumsitzt und nichts tust, während du mit dem anderen redest."

„Exakt."

Lily lachte. „Okay und jetzt sag mir, was du wirklich tust, um Spaß zu haben."

„Ich liebe meinen Job und meine Freunde", meinte James Schultern zuckend. „Die Jungs und ich gehen normalerweise in Bars, hängen herum und reden."

„Ich kann immer noch nicht glauben, dass du, Sirius und Remus noch immer eng befreundet seid", gestand Lily.

"Und Peter", fügte James hinzu. „Wir sind auch mit ihm noch befreundet."

„Wow... Ich rede kaum mehr mit meiner Clique aus Hogwarts", gab Lily zu.

James sah nach unten. „Stimmt leider", murmelte er.

"Ich meine, Maddie hat vor kurzem geheiratet und ich denke, Georgia ist auf einer geheimen Mission in den Staaten", vermutete Lily. „Aber ich weiß überhaupt nicht, was Harriet und Hayden machen."

„Ich habe seit dem letzten Tag auf Hogwarts nicht mehr mit ihnen gesprochen", sagte James.

„Wirklich? Warum nicht?"

James zuckte mit den Achseln. „Ich habe viele Monate damit verbracht, mich von jedem zu distanzieren. Remus, Sirius und Peter hätten sich beinahe neue Freunde gesucht, weil sie es satt hatten."

„Du weißt, dass wir darüber, was beim Zug passierte, geredet haben", begann Lily. „Aber ich glaube nicht, dass ich mich je dafür entschuldigt habe." James blickte sie an, sagte aber nichts. „Es tut mir wirklich Leid."

„Ich weiß", sagte James schließlich.

„Da ist noch etwas, das ich dir noch nicht gesagt habe", zögerte Lily und wagte es nicht, James in die Augen zu sehen.

„Ja?"

Lily atmete tief durch. „Ich bereue es."

„Was bereust du?"

„Alles. Ich bereue es, die Arbeit vor dich gestellt zu haben; ich bereue es, dich abgewiesen zu haben; ich bereue es, dich alleine stehen gelassen zu haben; ich bereue es, dir keine Erklärung gegeben zu haben; ich bereue es, mich nicht umgedreht zu haben, als ich ging. Ich bereue alles, was an diesem Tag geschah", beichtete Lily. „Aber was ich am meisten bereue... ist, dass ich dir in den letzten vier Jahren nie geschrieben oder dich angerufen zu haben."

"Es ist okay", sagte James. „Ich hätte den Brief wahrscheinlich zerrissen und das Telefon aufgelegt."

Lily lächelte schwach. „Nun, ich will nicht geschmacklos klingen, aber danke, dass du mich nicht zerreißt oder mir auflegst."

James hielt inne. „Das klang geschmacklos."

"In meinem Kopf klang es besser", lachte Lily.

„Und, Lily?"

„Ja?"

„Ich bereue auch alles", meinte James und wandte seinen Blick an. „Ich glaube, wir hätten wirklich ein schönes Leben zusammen haben können."

„Ja...", sagte Lily langsam, dann flüsterte sie zu sich selbst: „Ich stimme zu."

Ende Kapitel 8

Na, was sagt ihr? Mit den zwei geht es ja wieder bergauf ;)

War euch das Pitel ein Review wert? °Hundeäuglein°

°knuff°

Dia