Sweatpants, Ice Cream, and Runaways
- Kapitel 11/14 -
"Oh, hey, Sirius", sagte Lily an der Türe. „Lange nicht gesehen."
"Es ist ein wenig über eine Woche her", meinte Sirius Achsel zuckend. „Ist Kyra da?"
"Jep, sie ist in ihrem Schlafzimmer", erwiderte Lily.
Sirius grinste. „Perfekt."
"Wie wäre es, wenn ich gehe und sie hole?", schlug Lily vor.
"Weil mir das den ganzen Spaß verderben würde?", neckte Sirius.
Lily schloss die Türe hinter Sirius. Er ging auf die Treppen zu, hielt aber inne, als er Lily sprechen hörte: „Sirius? Wie-"
"Es wird ihm schon wieder besser gehen", antwortete Sirius, wusste genau, was sie im Begriff war, zu sagen.
Lily nickte. Sie ging zur Küche, blieb aber stehen und wandte sich zurück an Sirius. „Sirius? Soll-"
"Gib ihm Zeit, Lily", sagte Sirius und wusste schon wieder, was sie sagen wollte. „Er hasst dich nicht vollkommen."
Lily lächelte und nickte. Sirius blickte sie an, wartete auf weitere Fragen, aber sie ging letztendlich in die Küche.
Sirius nickte an Kyras Schlafzimmertüre und öffnete diese. Sie sah auf und lächelte. „Hey, Si."
"Hey, du", meinte Sirius und ging zu dem Bett, auf dem überall Papier verstreut war. „Was machst 'n da?"
"Ich versuche, einen Artikel zusammenzustellen", erklärte Kyra. „Einen sehr langweiligen Artikel."
"Nun ja... ich könnte den Artikel interessanter gestalten", entgegnete Sirius schelmisch.
"Danke, aber ich brauche keinen Artikel über dein großartiges Aussehen."
"Darüber wollte ich nicht schreiben", empörte sich Sirius. „Ich wollte über meine großartige Persönlichkeit schreiben."
"Der Artikel muss wahr sein", scherzte Kyra.
Sirius lachte und küsste sie. Sie schlang ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn näher an sich heran. Sirius drückte sie zurück, sodass ihr Rücken auf dem Bett lag und er küsste sie leidenschaftlicher. Kyra vergrub ihre Hände in Sirius' Haar, um es zu zerzausen. Sie schnappte nach Luft, als Sirius den Lippenkontakt unterbrach. Er begann, ihren Nacken zu küssen, wanderte hinunter bis zu ihrem Bauch. Er sah Kyra an, als wolle er die Bestätigung ‚es ist okay, wenn du weitermachst' hören.
Kyra lächelte schwach. „Der Artikel ist bereits interessanter geworden", flüsterte sie in Sirius' Ohr und zog ihr Shirt aus.
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James seufzte, als er seine Sachen nach einem langen Arbeitstag in die Aktenmappe steckte. Dann griff er sich diese und wollte schon gehen, aber er erstarrte, als er Lily im Türrahmen sah. „Was tust du hier?"
"Es ist zwei Wochen her, seit du das letzte Mal mit mir gesprochen hast", erklärte Lily. „Ich hatte das Gefühl, dass es Zeit für mich wäre, um zu kommen und mit dir zu sprechen."
"Hast du je daran gesagt, dass es der Grund sein könnte, warum ich so lange nicht mehr mit dir geredet habe, weil ich nicht mit dir reden will?", fragte James.
"Ja", gestand Lily. „Aber ich bin stur. Sieh mal, Ja-"
"Nein, du siehst mal, Lily", unterbrach James. „Ich will nicht mit dir reden. Punkt. Ende der Geschichte."
"Du lässt mich nicht einmal erklären?", verlangte Lily zu wissen.
"Ich habe die Erklärung gehört", meinte James müde. „Ich habe sie von Robbie gehört, ich habe sie von Kyra gehört, ich habe sie von Sirius gehört. Weißt du, dass es nach dreimaligem Hören langweilig wird? Und weißt du, dass es nach dreimaligem Hören nicht dazu führt, dass ich mich besser fühle? Und weißt du außerdem, dass es auch nach dem dritten Mal nichts Positives ist?"
"Okay, aber-"
"Und es zum vierten Mal zu hören, wird nichts ändern", rief James aus.
"Ich will nicht, dass du mich hasst!", schrie Lily.
"Zu spät!", tobte James.
"Ich würde alles dafür geben, diese Nacht rückgängig zu-"
"Welche Nacht?", schnappte James. „Die Nacht, in der du mich über Robbie angelogen hast? Die Nacht, in der es eine Lüge war, mich zu küssen? Die Nacht, in der Robbie auftauchte? Die Nacht, in der du-"
"Die Nacht, in der ich nein zu deinem Antrag gesagt habe", erklärte Lily lautstark. „Gott, James, du lässt mich nicht einmal zu Wort kommen."
"Ich weiß!", kochte James. „Ich dachte, ich hätte klargemacht, dass ich nicht mit dir reden wollte!"
"Aber das ist nicht fair", jammerte Lily.
"Fair? Du willst von Fairness sprechen?", rief James und warf die Aktentasche zurück. „Versuch mal, ein Mädchen, das du liebst, haben zu wollen und dann abgelehnt zu werden! Versuch auch mal, wieder an besagtes Mädchen ranzukommen und dann ist alles eine Lüge! Versuch, gehört zu bekommen, dass dieses Mädchen einen Verlobten hat! Sprich nicht mit mir über Fairness, Lily Evans!"
"Das war auch nicht einfach für mich, James Potter!", schrie Lily.
"Was war nicht einfach für dich?", wollte James wissen. „Als du meine Gefühle nicht beachtet, als du mich angelogen oder als du deinen Verlobten mit mir gesehen hast?"
"Er ist nicht mein Verlobter!", beharrte Lily laut.
James seufzte wütend. „Weißt du, ich wäre wirklich damit fertig geworden, dass du meinen Antrag abgelehnt hast. Und ich könnte auch verstehen, dass du mich über Robbie angelogen hast. Ich könnte es sogar übersehen, dass du einen Freund hattest, nachdem wir uns getrennt hatten."
"Okay, also-", setzte Lily an.
"Aber eine Sache plagt mich trotzdem", seufzte James. „Als du mich vor deinem Haus geküsst hast, dachte ich wirklich, diesmal hätten wir eine Chance. Aber dann habe ich gehört, dass du vor Robbies Antrag davongelaufen bist. Du bist also nicht nur vor mir davongerannt, sondern auch vor ihm. Ich kann mich nicht noch mal in dich verlieben, Lily, weil du nur weglaufen wirst und damit komme ich nicht klar." James hob seine Aktentaschen auf und ging.
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Lily fing ihn draußen ab. „Du kannst nicht einfach weggehen, James."
James sah sie an. „Nein... das ist deine Aufgabe."
Lily versuchte, so zu tun, als würde sie der Kommentar verletzen. „Ich werde dich nicht so einfach gehen lassen. Ich werde dieses Mal bleiben. Es ist mir egal, was du sagst, ich renne nicht weg, wenn es mir zu kompliziert wird und-"
"Oh, wirklich? Weil es deiner letzten Aussage auch nicht widerspricht, vor zwei Anträgen davonzulaufen", sagte James und verschränkte seine Arme.
"Du hörst mir jetzt zu, James Potter!", rief Lily und wischte sich die paar aufkommenden Tränen weg. „Ich liebe dich und ich gehe nirgendwo hin, weil ich dich nicht verlieren will."
"Das kann ich nicht", meinte James. „Du erwartest, dass ich vor dir auf die Knie gehe, weil du mir gesagt hast, dass du mich liebst? Das war mal und jetzt sieh her, wohin mich das gebracht hat."
"James-"
"Lily", sagte James ruhig, dann seufzte er. „Tu uns beiden einen Gefallen und geh zurück nach Australien... dorthin gehörst du und offen gesagt bin ich es leid, dich in London zu sehen." Und damit drehte sich James um und Lily verlor ihn aus den Augen.
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"Whoa? Schlechter Arbeitstag?", fragte Remus, als sich James hineinschleppte.
James blickte ihn müde an. „Ich will nicht darüber reden."
"Mir ist nie aufgefallen, dass Arbeit so schlimm sein kann", meinte Remus.
James funkelte ihn an.
"Richtig. Nicht darüber sprechen", bestätigte Remus.
Sirius kam ins Zimmer und sah James' Gesichtsausdruck. "Es ist uns verboten, darüber zu sprechen."
"Oh... okay, wie konnte ich nur so dumm sein?", fragte Sirius sarkastisch und rollte seine Augen.
Remus lachte, hielt aber inne, als James ihn wieder anblitzte.
Einen Moment lang herrschte Stille, bis Sirius sprach: „Also wirklich, Kumpel, was ist bei der Arbeit passiert?"
Remus brach in Gelächter aus, als James Sirius so anblickte, als wollte er ihn umbringen.
Sirius zuckte mit den Schultern und griff nach seinem Mantel. „Hey, wohin gehste?", wollte Remus wissen.
"Zu Kyra", erwiderte Angesprochener und blickte dann zu James. „Also wenn jemand mitkommen will, werde ich-"
"Beende den Satz bloß nicht", verlangte James. „Ich will sie nicht sehen, ich will nicht mit ihr sprechen, ich will nicht mal, dass sie erwähnt wird, okay?"
Sirius wandte sich an Remus. „Ich stelle vielleicht nur eine Vermutung an, aber ich denke nicht, dass dein Freund James hier etwas mit einem gewissen Rotschopf zutun haben möchte."
"Pippi Langstrumpf?", scherzte Remus.
"Außerdem denke ich nicht, dass es die Arbeit war, die heute schlecht war, ich denke, James wurde von Pippi Langstrumpf besucht."
Remus und Sirius blickten auf und warteten auf eine Antwort von James. Dieser zuckte nur mit den Achseln und ging in sein Zimmer.
Sirius seufzte. „Also dann, ich gehe jetzt zu Kyra."
James kam ins Zimmer zurück. "Sie hat mir gesagt, dass sie mich liebt und dass sie mich nicht verlieren will."
Sirius schloss die Türe. "Kyra kann warten."
Remus meldete sich als Nächstes zu Wort: "Und was hast du entgegnet?"
James öffnete den Mund, um zu antworten, schloss ihn aber sofort wieder. „Das ist nicht wichtig."
Remus und Sirius starrten ihn an, als wäre er verrückt. „Sie sagt dir, sie liebt dich und was du danach gesagt hast, ist nicht wichtig?"
"Ja", beharrte James.
"Oh...", sagte Sirius. „Solange das geklärt ist."
James stand von der Couch auf und ging in die Küche.
"Wohin gehst du?", rief Remus ihm hinterher, doch als James die Gefriertruhe öffnete, stöhnte er. „Wir müssen wirklich damit aufhören, Eiscreme zu kaufen." James sah Remus an, sagte aber nichts und ging zurück in sein Zimmer.
Sirius wollte den Mund öffnen, als es an der Türe klopfte. Er ging hin und öffnete sie; draußen stand Kyra. „Wollten wir uns hier treffen? Ich dachte, ich sollte du dir gehen."
"Solltest du auch... aber ich bin hergekommen, um dich zu fragen, ob wir unser Date verschieben können", erklärte Kyra. Sie sah sich um, um James eventuell zu entdecken. „Lily kam zurück und war wegen irgendwas niedergeschlagen. Ich weiß nicht, warum, aber ich werde es herausfinden."
Sirius und Remus wechselten Blicke, dann nickte Sirius. „Dann machen wir eben morgen was zusammen."
Kyra küsste Sirius und wollte schon gehen, als: "Warte, Kyra", sagte Sirius. Kyra wandte sich zurück und Sirius ging zur Gefriertruhe. „Ich denke, du solltest Lily etwas Eis mitbringen."
Kyra sah ihn an und biss sich auf die Lippe. „So schlimm, hm?"
"Lass uns einfach sagen, du solltest mehr als eine Schachtel mitnehmen", erwiderte Sirius. Kyra seufzte und nahm die Eiscreme an sich.
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"Hey, Kyra?", rief Lily eine Woche später fragend aus ihrem Zimmer.
"Ja?"
"Weißt du, wie man eine Anzeige in den Tagespropheten setzt?", fragte Lily.
"Ja...", antwortete Kyra.
"Gut, denn du musst dir einen neuen Wohnungsgenossen suchen", ließ Lily die Bombe platzen.
Kyra hielt inne. „Ähm... was?"
Lily verließ ihr Zimmer. "Ich gehe zurück nach Australien."
Ende Kapitel 11
Hrhr... also mir machen solche Cliffhanger Spaß... euch nicht auch? O:-)
°knuddels°
Dia
