Weil ihr so lieb reviewt hat, geht es jetzt schon weiter ;-)

x-x-x-x-x

Lily verließ ihr Zimmer. "Ich gehe zurück nach Australien."



Sweatpants, Ice Cream, and Runaways

- Kapitel 12/14 -

Kyra stand auf. "Was?"

"Ich gehe zurück, Ky", wiederholte Lily.

"Das kannst du nicht machen! Warum?", verlangte Kyra zu wissen.

"Lass es uns so sehen, dass ich nicht hierher gehöre", erklärte Lily.

"Sagt wer? Du gehörst hierher, weil ich das sage. Ich brauche dich", sagte Kyra. "Lily, du bist gerade erst gekommen und jetzt willst du wieder umkehren und zurückgehen?"

"Ich habe heute mit meinem Boss gesprochen und der meinte, dass er mich nie hier gewollt hat, auch wenn das der Willen der Firma gewesen ist. Er bietet mir mehr Gehalt und bessere Unterstützung an, wenn ich zurück nach Australien komme", erwiderte Lily.

"Lily, du kannst nicht gehen", jammerte Kyra. "Du bist meine beste Freundin und ich fand es so toll, als du mir gesagt hast, du würdest hierher ziehen. Wenn du gehst, habe ich nichts mehr."

"Du hast immer noch Sirius", machte Lily sie aufmerksam.

Kyra hielt inne. „Ich habe nichts mehr!", rief sie aus.

Lily lachte und setzte sich neben Kyra. "Es ist zu schwierig, hier zu bleiben."

Kyra seufzte. "James?"

Lily nickte schwach. "Anscheinend will er mich hier nicht und es gäbe sowieso zu viele Erinnerungen. Ich hatte gedacht, es würde mir gut tun, zurückzukommen, aber jetzt habe ich gemerkt, dass ich verrückt war, so etwas zu denken."

"Lily, warum verrätst du mir nicht, was James zu dir gesagt hat?"

"Das ist egal", trotzte Lily. „Ich mache das für mich."

"Wirklich? Denn es klingt so, dass all die Gründe, die du erwähnt hast, mit James zu tun haben", herrschte Kyra sie an. „Du rennst nur wieder davon? Lily, das hat dich schon in der Vergangenheit in Schwierigkeiten gebracht! Und was machst du? Du rennst vor dem Kerl weg, den du ganz eindeutig liebst, zu dem Kerl, wegen dem du James angelogen hast!"

"Kyra", sagte Lily ruhig, wollte keinen Streit heraufbeschwören.

"Robbie ist derjenige, der dich schon in Australien in Schwierigkeiten gebracht hat!", rief Kyra aus.

"Ich gehe nicht zurück zu Robbie! Ich gehe nur-"

"Du glaubst doch nicht wirklich, er wird nicht herausfinden, dass du zurück bist und nicht versuchen, dich zu kontaktieren?", fragte Kyra streng, ihre Hände auf ihren Hüften.

"Kyra", sagte Lily durch zusammengebissene Zähne. „Ich gehe am Dienstag nach der Arbeit." Damit stand Lily auf, ging in ihr Zimmer und schloss die Türe hinter sich.

Kyra seufzte und stapfte die Treppen herunter. Sie blieb am Absatz stehen, als sie das eingerahmte Bild von sich und Lily sah, wie sie miteinander abhingen. Im Bild lachte Kyra Sirius an, der das Foto schoss, als Lily versuchte, sich Kyras Hut vor die Augen zu halten.

Kyras Augen begannen von den aufkommenden Tränen zu brennen.

"Kyra? Überrasch-", setzte Sirius an, als er das Haus betrat, hielt aber sofort inne, als er Kyra weinend am Treppenabsatz entdeckte. „Kyra?" Er eilte zu ihr und legte seine Arme um sie.

"Ich will nicht, dass sie geht", schniefte Kyra und ließ sich in Sirius' Umarmung fallen.

x-x-x

"Was meinst du damit, dass Lily geht?", wollte Remus am nächsten Morgen wissen.

Sirius starrte ihn nur an. „Ich dachte, das würde sich von selbst erklären. Lily... wird... gehen."

"Aber... warum? Wann? Wo?" Remus schüttelte verwirrt den Kopf. "Was?"

"Ich bin mir nicht sicher", meinte Sirius langsam. "Kyra war ziemlich hysterisch. Ich habe sie nicht wirklich verstanden."

"War es unangenehm?", fragte Remus. "Sie weinen zu sehen, meine ich."

"Was? Nein, natürlich nicht. Sie ist meine Freundin, sie kann weinen", erwiderte Sirius Achsel zuckend. Remus starrte ihn an. „Okay, ja, es war sehr unangenehm. Warum sind Frauen nur so emotional?"

"Besonders bei Kerlen", merkte Remus an. "Uns wirst du so nie erleben."

In diesem Moment betrat James den Raum. "Gibt es noch Eiscreme? Und hat einer von euch meine rote Jogginghose gesehen?", verlangte James zu wissen. Remus und Sirius tauschten einen Blick aus und brachen dann in Gelächter aus.

"Ich nehme meine letzte Bemerkung zurück", lachte Remus.

James sah konfus drein, nahm aber nur eine weitere Schachten Eiscreme aus der Gefriertruhe und ging dann wieder in sein Zimmer.

Remus seufzte. „Wirst du es Krone erzählen?"

Sirius schüttelte seinen Kopf. "Ich weiß nicht, ob Lily wirklich geht oder ob sie das nur so sagt oder so. Ich habe es nicht wirklich verstanden. Aber Kyra würde Lily nicht so ohne weiteres gehen lassen."

"Wenn sie wirklich geht, gibt sie James nur Recht", sagte Remus.

"Mit was?"

"Damit, dass sie immer wegrennt, wenn es schwierig wird", erklärte Remus. „Ich habe nie so über sie gedacht, aber das scheint tatsächlich das Einzige zu sein, in dem sie richtig gut ist."

"Sie geht nicht", beharrte Sirius. „Die Dinge haben sich ins Positive geändert. Sie kann nicht gehen, weil sie nicht für weitere vier Jahre mit einem unglücklichen James klarkommen wird."

"Das kann keiner von uns", seufzte Remus. „Darum wirst du dich darum kümmern, dass sie nicht geht."

"Ich? Warum ich?", fragte Sirius.

"Weil sie dich mag", meinte Remus simpel.

Sirius hielt inne. „Sprechen wir hier von Lily oder Kyra?"

Remus rollte mit den Augen. "Lily. Du warst immer ihr Liebling."

"Wirklich? Denn ich dachte, James war ihr Liebling", murmelte Sirius.

"Nun... jetzt gerade nicht", schätzte Remus.

"Okay, aber, Remus, wir wissen nicht mal wirklich, ob Lily geht", warf Sirius ein.

"Sie ist Lily, natürlich geht sie. Was hat sie denn in der Vergangenheit getan?", entgegnete Remus.

"Ugh", machte Sirius. „Ich denke, ich sollte mit Lily reden, hm?"

"Nicht, wenn du vorhast, ihr telepathische Nachrichten zu übermitteln", scherzte Remus.

Sirius überlegte. „Kann ich das tun?"

"Du kannst dich morgens kaum selbst anziehen", gab Remus zu bedenken.

Sirius öffnete seinen Mund, um zu widersprechen, schloss ihn dann aber wieder. „Junge, es ist wirklich gut, dass ich Kyra habe."

Remus lachte.

x-x-x

"Sirius", fragte Lily sichtlich überrascht. Es war der nächste Morgen und Lily saß an ihrem Schreibtisch.

Sirius winkte nur.

"Was machst du hier?", wollte Lily wissen.

"Was? Kann ein Kerl nicht rüberkommen, um seine gute Freundin Lily zu besuchen?", stellte Sirius die Gegenfrage.

Lily sah ihn besorgt an. „Nein, ehrlich jetzt, was tust du hier?"

Sirius seufzte. "Ich bin hier, um dich auszuführen."

"Weiß Kyra, dass du ein Auge auf mich geworden hast?", neckte Lily.

"Ich habe kein Auge auf dich geworfen", rief Sirius, hielt dann aber inne. „Aber jetzt, wo du's sagst... du siehst heute wirklich gut aus."

"Sirius!", lachte Lily.

"Komm schon, geh mit mir aus. Wir können essen gehen oder ins Kino, vielleicht auch im Park spazieren gehen. Es wird Spaß machen - wie in alten Zeiten."

Lily zögerte. „Ich habe noch viel zu tun."

"Also gehst du nicht mit mir aus?", schmollte Sirius.

"Oh, nein. Ich komme definitiv mit. Ich wollte nur, dass du weißt, dass ich noch viel zu tun habe", sagte Lily und packte ihre Sachen zusammen. Sirius lachte.

x-x-x

"Okay, wenn du mir noch mehr zu essen kaufst, werde ich fett", kicherte Lily.

"Oh, komm schon. Salat, Spaghetti, Wein, Brot, Kuchen und Eis ist nicht viel zu essen", protestierte Sirius.

"Vielleicht nicht für dich, aber dein Magen ist ja auch ein Loch."

"Ach, teil doch eine Brezel mit mir", drängte Sirius. Lily lachte und nickte zustimmend.

Nach ihrer Brezel setzten sie sich auf eine Bank, um zu reden.

"Also, Lily, wie gefällt es dir hier in London?", fragte Sirius.

"Es ist ganz anders als Australien", meinte Lily Schultern zuckend. „Aber ich habe London immer geliebt."

"Ich weiß", bestätigte Sirius. „Ich würde niemals gehen wollen."

Lily blickte nur auf den Boden und sagte nichts.

"Lass uns Frisbee spielen!", rief Sirius.

"Wie hält Kyra das nur mit dir aus?", stöhnte Lily und stand auf.

"Ich bezahle sie dafür, dass sie vorgibt, es mit mir auszuhalten", scherzte Sirius, verwendete seinen Zauberstab, um eine Frisbee heraufzubeschwören und warf sie zu Lily.

"Also, Sirius... warum tust du das alles?", fragte Lily. „Plötzlich besuchst du mich bei der Arbeit und willst mit mir den ganzen Abend verbringen? Woran liegt's?"

Sirius dachte darüber nach, ihr zu sagen, dass er wusste, sie würde gehen, aber er wollte den Abend nicht ruinieren. „Ich vermisse die guten alten Zeiten. Du und ich sind immer um den See gegangen und haben geredet."

"Ich habe mich immer gern daran erinnert", lächelte Lily. "Auch wenn ich glaube, dass die Unterhaltung jedes Mal dieselbe war. Du hast gefragt, ob du mich reinschubsen könntest. Ich habe gesagt, du solltest von mir weggehen. Dann hast du mich angespritzt, ich habe geschrieen und dich auch angespritzt und dann sind wir immer völlig durchnässt in den Gemeinschaftsraum zurückgegangen."

"In welchem uns die anderen gefragt haben, was passiert ist und wir haben uns angegrinst und nichts gesagt", endete Sirius. „James war immer so eifersüchtig."

"Er dachte immer, zwischen uns würde was laufen", sagte Lily.

"Aber ich habe ihm immer eingeredet, ich würde nur Dummköpfe und Bimbos mögen", grinste Sirius.

"Und obwohl James anfangs skeptisch war, war er überzeugt, als du noch in derselben Nacht ein Mädchen mitgebracht hast", schloss Lily an. Sirius lachte, als er die Frisbee zu Lily warf.

"Ich vermisse das", gestand Sirius. „Warum mussten wir nur erwachsen werden?"

"Weil das Leben, ob du es glaubst oder nicht, mehr enthält als Wasserschlachten und Bimbos", erklärte Lily Achsel zuckend.

Sirius keuchte. „Das Leben enthält niemals mehr als Bimbos!", frotzelte Sirius.

Lily lachte. "Aus irgendeinem Grund könnte man glauben, dass wir alle erwachsen geworden sind."

"Ein Job, heiraten, Kinder haben", zählte Sirius auf, dachte aber dann noch mal über seine Worte nach. „... Oder zumindest ein Job."

"Ich vermisse es, achtzehn zu sein", seufzte Lily. „Und manche von uns sind nicht erwachsen geworden."

"James?", fragte Sirius und fragte sich, ob er derjenige war, von dem sie sprach.

"Exakt", murmelte Lily.

"Jeder wird irgendwann mal erwachsen", meinte Sirius. „Und er hat die Schwelle eben noch nicht überschritten."

"Ich auch nicht", nuschelte Lily und setzte sich in die Wiese. Sirius ging zu ihr und gesellte sich zu ihr.

"Ich glaube, je besser deine Kindheit und Jugend war, desto schwerer ist es, erwachsen zu werden", schlug Sirius vor.

"Dann ist es also unmöglich für mich, erwachsen zu werden", murrte Lily.

"Hey, dieser Tag sollte eigentlich schön werden. Kein Gerede über James oder Kind gewesen zu sein oder Hogwarts", sagte Sirius, nahm Lilys Hand und zog sie vom Boden hoch. „Es gibt eine gute Sache, erwachsen zu sein."

"Oh? Und was ist das?"

"Es ist legal, zu trinken", griente Sirius.

Lily lachte. "Sieh mal, Enten."

"Enten?", fragte Sirius.

Lily grinste. "Im Teich."

"Was machen die nachts draußen?", wollte Sirius wissen und ging zum Teich. „Hey, Lily?"

"Ja?"

"Kann ich dich reinschubsen?"

x-x-x

"Also, Sirius, ich muss gestehen, dass das der beste Tag seit langem war", sagte Lily und umarmte Sirius, als sie ihre Eingangstür erreichten.

"Ich bin froh, dass ich helfen konnte", meinte Sirius.

Lily sah zu Sirius auf und biss sich auf die Lippe. „Sirius?"

"Ja?"

Lily öffnete ihrem Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn aber sofort wieder. „Nichts, vergiss es."

"Okay", sagte Sirius. Er begann, wegzugehen, blieb aber stehen und drehte sich um, als Lily schon fast im Haus war. „Du kannst nicht gehen."

Lily wandte sich um. „Was?"

"Wenn du gehst, werden wir so was wie heute Abend nie wieder erleben", erläuterte Sirius Stirn runzelnd."

"Hast du all das getan, weil du versuchst hast, mich dazu zu bringen, dass ich bleibe?", fragte Lily.

Sirius blickte zu Boden. „Nicht ausschließlich. Aber es war ein Teil des Grundes."

"Also grenzt das an Bestechung. Je mehr du mir gekauft hast, desto mehr hast du gehofft, ich würde bleiben?"

"So ist es nicht, Lily", meinte Sirius. "Du kannst einfach nicht gehen. Du wirst James nur bestätigen."

"Wovon spricht du, Sirius?"

"James denkt, dass alles, was du tust, ist wegzulaufen, wenn es schwierig wird. Wenn du gehst, bestätigst du ihm das."

"Dann soll er doch Recht haben", erwiderte Lily stur. „Sieh mal, Sirius, er will mich hier nicht und ich werde das respektieren."

"Nein", sagte Sirius streng.

"Verzeihung?"

"Ich werde das nicht respektieren. Ich weiß nicht, was er zu dir gesagt hat, aber ich weiß ganz genau, dass du ihn liebst und er liebt dich. Du bist das letzte Mal vor der Liebe weggelaufen und ich werde nicht daneben stehen und zusehen, wie du das noch mal machst."

"Es gibt nichts, das du tun könntest", entgegnete Lily. „Und James hat sich klar ausgedrückt, dass er nicht will, dass ich hier bin."

"Fuck, James!", rief Sirius aus. „Na ja, also nicht ‚fuck' im wörtlichen Sinne. Du weißt, was ich meine. Du sollst nicht mit ihm... Na ja, eigentlich solltest du das. Ich meine, wahrscheinlich ist es-"

"Sirius", meinte Lily müde. "Sag, was du sagen willst."

"Du magst es nicht, darüber zu sprechen?"

Lily rollte mit den Augen. "Doch. Ich liebe es, darüber zu sprechen. Eigentlich will ich es genau hier, genau jetzt tun."

Sirius hielt inne. "Okay, ich will nicht darüber reden."

Lily lächelte. "Dachte ich mir. Können wir jetzt über etwas anderes als James reden?"

Sirius seufzte. "Lily, es ist mir egal, dass du sagst, James will dich hier nicht. Ich will dich hier. Kyra will dich hier. Remus will dich hier. Pe-"

"Ich gehöre jetzt nach Australien", sagte Lily. "Ich hatte kein Recht, zurückzukommen."

"Lily, was hat James zu dir gesagt?", verlangte Sirius zu wissen.

Lily biss sich auf die Lippe. „Das ist nicht wichtig. Sirius, ich liebe dich und alle anderen, aber ich muss nach Australien zurück."

"Du rennst doch nur wieder weg!", rief Sirius aus. „Warum kannst du dich deinen Problemen nicht einfach stellen?! Wirst du es nicht langsam leid, immer wegzurennen?"

"Danke für den Abend, Sirius", sagte Lily, öffnete die Türe und schloss sie dann direkt vor Sirius' Nase.

Ende Kapitel 12

Hmm... die Lage spitzt sich zu, würde ich meinen ;-)

Bekomme ich ein Review?

°knuddelz°
Dia