Sweatpants, Ice Cream, and Runaways

- Kapitel 13/14 -

Ein Tag war vergangen und Remus' und Sirius' Ideen waren erschöpft, wie sie Lily dazu bewegen konnte, zu bleiben.

„Ich geh jetzt zu Kyra", meinte Sirius. „Sie ist ziemlich niedergeschlagen wegen der ganzen Sache mit Lily."

„Verständlich", gab Remus zu und sah von seiner Zeitung auf. „Wird Lily dort sein?"

Sirius zuckte mit den Schultern. „Vielleicht."

„Denkst du, Lily würde bleiben, wenn ich ihr einhundert Galleonen zahlen würde?", fragte Remus.

„Wow... wir haben wirklich keine anderen Ideen mehr, sie zum Bleiben zu überreden, hm?", erwiderte Sirius. „Oh, und wenn ich gehe, würdest du mir einhundert Galleonen zahlen, damit ich bleibe?"

„Nein", antwortete Remus. „Ich würde dir einhundert Galleonen zahlen, damit du nie wieder zurückkommst."

"Mich macht beides reicher", scherzte Sirius.

Remus lachte. „Nun geh schon zu Kyra."

"Okay, bis später", sagte Sirius.

„Hey, Sirius?", rief Remus ihm hinterher.

„Jaah?", fragte Sirius.

„Frag mal, ob sie mir Waffeln machen will", neckte Remus. Sirius lachte, als er die Türe hinter sich schloss.

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„Als ich heimkam und du nicht in der Küche gewesen bist, hatte ich schon das Schlimmste befürchtet", gestand Sirius und sah von seinem Kuchen auf.

„Was? Dass du dir selber Essen machen müsstest?", grinste Kyra, dann sah sie, dass Sirius ihren Kuchen aß. „Sieht so aus, als würdest du ganz gut ohne mich zurechtkommen."

„Ich brauche nicht dich", sagte Sirius, „ich brauche deine Kochkünste."

Kyra rollte mit den Augen und küsste Sirius. „Danke, ich fühle mich so geehrt."

„Also, wo warst du?"

„Ich habe mich von Lily verabschiedet, weil sie gleich von ihrem Büro aus zum Flughafen gefahren ist."

„Oooh, okay", meinte Sirius Achsel zuckend. „Also bist du... warte, was? Flughafen? Verabschieden?" Sirius schüttelte verwirrt den Kopf. "Was?"

"Lily geht zurück nach Australien", erklärte Kyra. „Das wusstest du."

„Ich weiß, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so bald sein würde", erwiderte Sirius.

„Na ja, sie glaubt tatsächlich, dass James Recht hat... was auch immer er zu ihr gesagt hat. Sie fühlt sich, als hätte sie kein Anrecht darauf, zurückzukommen und sie denkt, dass es umso besser ist, je früher sie verschwindet", explizierte Kyra.

„Du Idiot!", rief Sirius aus.

„Nun, das ist auch eine Art und Weise, mich ins Bett zu bekommen", meinte Kyra Augen rollend.

„Nein, nein, ich meine, wie konntest du sie nur gehen lassen?", jammerte Sirius.

„Oh ja, wenn du ‚du Idiot' sagst, meinst du natürlich genau das", sagte Kyra sarkastisch.

„Sie hat die Arbeit schon einmal über James gestellt und sieh her, wohin sie das gebracht hat. Sieh her, wohin beide das gebracht hat. Wann fliegt sie?"

"Sirius, ich denke ni-"

"Wann fliegt sie?", fragte Sirius etwas lauter.

„Das Taxi holt sie in einer halben Stunde."

Sirius raste so gut wie aus der Wohnung.

„Also... ist das Date vorbei?", rief Kyra ihm hinterher. „Warte, Sirius! Ihr Büro ist in der anderen Richtung!"

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"So schnell zurück?", fragte Remus, als Sirius in ihre Wohnung stürmte.

„Wo ist James?", verlange Sirius außer Atem zu wissen.

„In seinem Zimmer...", sagte Remus langsam. „Was geht hier vor sich?"

Sirius rannte zu James' Zimmer und öffnete die Türe. „Wie lange liegst du schon in deinem Zimmer?"

„Fünf Minuten", meinte James, „und eine Woche."

Sirius seufzte. „Du musst mit Lily reden."

"Was? Warum? Nein", beharrte James stur.

"Weil sie glaubt, was zur Hölle du auch immer zu ihr gesagt hast", schimpfte Sirius. „Und sie fliegt in einer halben Stunde zurück nach Australien."

Was?", rief James, sprang aus seinem Bett und versuchte, zu verstehen, ob es ihn kümmerte oder nicht.

„Seit ein paar Tagen plant sie, zurück nach Australien zu gehen", erklärte Sirius. „Und jetzt geht sie wirklich. In etwa einer halben Stunde."

"Darin ist sie doch am besten, oder?", zischte James überheblich.

„Es ist mir egal, was sie immer tut", knurrte Sirius. „Alles, was du immer tust, ist, zu schmollen und dich über Lily zu beklagen und jetzt ist es an der Zeit für dich, etwas dagegen zu tun."

„Sirius, wenn sie gehen will, dann lass sie", sagte James und setzte sich zurück auf das Bett.

„Willst du mir damit sagen, dass du das Mädchen, das du über alles liebst, über die halbe Welt wegfliegen lässt und du wirst nur hier sitzen und es geschehen lassen?", keuchte Sirius,

„Und willst du mir sagen, dass du willst, dass ich Lily eine weitere Chance geben, wenn alles, was das sie kann, ist, wegzulaufen, zu lügen und mich wie ein totaler Idiot fühlen zu lassen?"

„Ja!", schrie Sirius.

James saß einige Sekunden lang still da, dann stand er auf. „Ich muss verrückt sein."

„Verrücktheit ist deine beste Eigenschaft", griente Sirius.

„Welcher Kerl rennt einem Mädchen hinterher, das ihn wie Dreck behandelt hat?"

„Ein totaler Idiot... und jetzt geh und schnapp sie dir!", rief Sirius.

James blickte zu Sirius auf und lächelte. Dann rannte er aus dem Zimmer.

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James lief so schnell er konnte zu Lilys Haus und klopfte so hart er konnte an die Türe.

Kyra öffnete die Türe. „Okay, James, beim Klopfen muss man sich nicht unbedingt die Hand brechen..."

„Jaah", schnaufte James. „Wo ist Lily?"

"Sie ist nicht hier", sagte Kyra. „Sie ist gegangen."

„Was?"

„Sie wird von der Arbeit abgeholt", erklärte Kyra.

James starrte sie leer an. „Okay, das hätte Sirius mir vielleicht sagen sollen."

„Sirius?", fragte Kyra verwirrt. „Was hat-"

„Keine Zeit für Erklärungen!", rief James, als er wieder weglief.

Kyra seufzte. „Warum rennt jeder vor mir weg?", murmelte sie. „Das würde ich wirklich gerne wissen!"

James lachte in sich hinein, als er um den Block sprintete. Er versuchte, Autos auszuweichen und rannte mehrere Straßen lang, bis er Lilys Arbeitsplatz erreichte.

Er ging um die Ecke und sah, dass Lily zu ihrem Büro blickte, seufzte und dann ins Taxi stieg.

„LILY!", schrie James. Lily hörte ihn nicht und sagte dem Taxifahrer, wohin er fahren sollte und James stand da, als er das Taxi beim Wegfahren beobachtete. Er suchte nach einem anderen Taxi,, um Lily zu folgen, aber er konnte keines finden.

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Lily sah zu den Flugzeugen und bemerkte, dass ihres in ein paar Minuten starten würde.

„Sitzt hier schon jemand?", fragte eine Stimme. Lily schüttelte ihren Kopf. „Und wo wollen Sie hin?"

"Australien", meinte Lily knapp.

"Wow, warum so weit weg?"

Lily seufzte, sah die Person, mit der sie sprach, noch immer nicht an. „Wegen meinem Job." Lily blickte auf und direkt in die blauen Augen eines Mannes, der nicht älter als 25 sein konnte. „Hallo."

Der Mann lachte. „Hi. Mein Name ist Johnson."

Lily lächelte. „Ich bin Lily. Schön, Sie kennen zu lernen."

Also, Lily, lassen Sie mich etwas fragen: Warum verschwinden Sie wirklich nach Australien?"

Lily war überrascht. „Was?"

"Sie sehen nicht wie jemand aus, der wegen der Arbeit nach Australien geht", bemerkte Johnson.

„Nun, Johnson", begann Lily. "Wie wer sehe ich denn aus?"

„Wie jemand, der entweder vor etwas wegläuft", setzte Johnson an.

„Oder?"

„Oder Sie gehen nach Australien, um eine Todesstrafe zu bekommen."

Lily lachte. „Ich kann Ihnen versichern, dass es nicht letzteres ist."

"Okay, warum gehen Sie dann?"

„Es ist ein Jemand." (1)

„Also rennen Sie vor einem Er weg?", fragte Johnson.

Lily zuckte mit den Schultern, dann nickte sie langsam.

„Das ist ihm gegenüber aber nicht fair... oder Ihnen gegenüber."

„Sie kennen die Situation ja gar nicht", wies Lily ihn zurecht.

„Das ist wahr", gab Johnson zu. „Aber wenn Sie vor jemandem wegrennen, ist das trotzdem nicht fair."

„Das ist egal", murrte Lily.

„Aber mir nicht", sagte jemand hinter Lily. Lily wirbelte herum, um James ein paar Meter weiter stehen zu sehen.

„James", sagte Lily und war offensichtlich überrascht.

„Ist das der Er?", flüsterte Johnson. Lily konnte nicht einmal nicken, starrte James immer noch an. Aber Johnson konnte sich denken, wer er war, also stand er auf, um ihnen etwas Zeit alleine zu geben.

„Was...", fing Lily an, wusste aber nicht, was sie sagen sollte. „Was tust du denn hier?"

„Du hast dich nicht verabschiedet", erklärte James.

Lily wand den Blick ab und biss sich auf die Lippe, wusste aber noch immer nicht, was sie sagen konnte. James seufzte und ging zu ihr.

„Du kannst nicht gehen", bestand James.

„Warum nicht?", wollte Lily wissen.

„Weil ich gerade angefangen habe, dich wieder kennen zu lernen", sagte James.

„James", setzte Lily an.

„Nein, James'e mich nicht. Wenn du gehst, gibt mir das nur Recht", meinte James.

"Ähm... letztens hat es dir noch gefallen, Recht zu haben", entgegnete Lily.

„Nicht, wenn das bedeutet, dass du gehst", antwortete James. „Lily, wirst du wirklich gehen und mir damit ein weiteres Mal beweisen, dass du immer nur wegrennst, wenn die Dinge schwer werden?"

„Ich gehe nicht, um dir Recht zu geben, James", sagte Lily. „Mein Job ist in Australien. Ich-"

Lily konnte ihren Satz nicht zu Ende führen, da ihr Flug ausgerufen wurde und es rollte bereits zum Startplatz.

Weder James noch Lily sagte etwas, aber Lily blickte auf ihr Flugticket. „Das bin ich", wisperte sie.

James wusste nicht, was er sagen konnte, außer den Kloß in seinem Hals runterzuschlucken. Lily stand auf und ging auf das Flugzeug zu.

„Du hast mir gesagt, du würdest bleiben", sagte James. Lily drehte sich um und James fuhr fort: „Du hast mir versprochen, du würdest nicht wieder gehen."

„Nein, James", erwiderte Lily. „Ich sagte, ich würde bleiben, wenn du mir nicht mehr böse wärst."

"Ich war dir nicht mehr böse", beharrte James.

„Ich weiß... und alles, was ich getan habe, war, dich anzulügen und dir etwas vorzumachen und..." Lilys Stimme versagte, sie sah in die Ferne.

„Aber ich war dir nicht mehr böse."

„James", seufzte Lily. „Du sagtest, ich sollte gehen. Du sagtest, ich würde nicht mehr nach London gehören. Du sagtest, ich sollte aus deinem Leben verschwinden."

„Und du hast zugehört?", rief James aus.

„Nun... ja."

Das war dumm!", meckerte James.

„Okay, in der letzten Minute hast du mir also klargemacht, dass du Unrecht haben willst und dass du es nicht magst, wenn man dir zuhört."

„Exakt!", rief James. „Warte, nein... okay, irgendwo ist der Wurm drin." Lily lächelte nur. „Ich dachte, du hättest in den sieben Jahren Hogwarts gelernt, mich zu ignorieren."

Lily lächelte, sagte aber nichts, weil ihre Flugnummer erneut ausgerufen wurde. Sie seufzte. „Ich muss gehen."

James konnte nichts mehr sagen, also sah er Lily einfach zu, wie sie wegging. Lily sah über ihre Schulter zu James zurück, als dieser rief: „Lily!"

Lily drehte sich langsam um und blieb auf der Stelle stehen.

„Das war es also?"

„Was?", fragte Lily.

„Du wirst wirklich gehen?", wollte James wissen.

Lily seufzte. „Ich muss."

James und Lily tauschten einen weiteren Blick aus, bis Lily sich umwandte und zu ihrem Flugzeug ging. James seufzte und rannte beim Umdrehen direkt ihn Johnson hinein.

„Oh, hi", grüßte Johnson.

James sah auf. „Ähm, hi", entgegnete James und wusste nicht, warum ein Fremder mit ihm sprach.

„Sorry", sagte Johnson und reichte ihm seine Hand. „Ich bin Johnson."

„James", stellte sich James vor und ergriff die Hand. „Sie haben vorher mit Lily gesprochen, oder?"

Johnson nickte. „Und Sie müssen der Kerl sein, vor dem sie wegrennt."

"Das hat sie Ihnen gesagt?"

Johnson schüttelte den Kopf. „Nein, aber es stand ihr ins Gesicht geschrieben."

James nickte verdrossen, dann zuckte er mit den Schultern. „Na ja, sie rennt immer noch weg."

„Haben Sie sie gefragt, ob sie bleibt?"

„Natürlich", sagte James. „Ich habe ihr gesagt, dass es niemandem helfen würde, wenn sie wegrennt und dass sie aufhören soll, wegzurennen, wenn die Dinge kompliziert werden."

„Okay... aber haben Sie ihr direkt gesagt ‚Ich will, dass du bleibst'?", fragte Johnson.

James blickte ihn an, dann wirbelte er herum und rannte zu Lily, die schon beim Einsteigen war. „Du kannst nicht gehen."

„James, das hatten wir schon", ächzte Lily. „Ich ka-"

„Ich will, dass du bleibst."

Lily hielt inne. „Was?"

"Ich will, dass du bleibst."

Lily sah zwischen James und dem Flugbegleiter hin und her, der ihr Ticket sehen wollte. Sie atmete tief durch und seufzte. „Ich muss gehen", flüsterte sie und ging schließlich an Bord.

Ende Kapitel 13

(1) Im Original steht dieser Absatz noch im Text:

"It's a who."

"A he who?" Johnson asked.

Lily laughed. Johnson looked confused. "Sorry, you just sounded like a donkey."

"Did not!" Johnson defended. "That would have been he-haw."

Ich habe den Absatz weglassen müssen, da er sich wieder nicht ins Deutsche übersetzen ließ ;-)

Wie fandet ihr das Kapitel:-) Ein letztes wartet ja noch auf euch, dann ist diese Fanfiction leider beendet...

°knuddel°

Dia