Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld.


Vampire - Bite in the Hell of Feelings - Flucht aus dem Schloss

Malfoy, der sein Treffen gespürt hatte, legte nach. Mit aller Kraft die er besaß, stürzte er auf Hermione und warf sie zu Boden. Hermione stieß einen kleinen Schrei aus. Aus Überraschung, als auch, weil die Landung auf den Boden keineswegs sanft erfolgte. Schon wurde auch der Tarnumhang von ihr gerissen und mit entsetztem Blick sah sie direkt in Draco Malfoys Augen. Kein Stückchen Stoff konnte sie nun noch schützen.


"Ha!", rief Malfoy triumphierend und starrte die entsetzte Hermione mit einem breiten gehässigen Grinsen an. "Kein Potter, aber dafür die perfekte Granger.", höhnte er. "Ist wohl gar nicht mehr so ehrenhaft dabei erwischt zu werden, wie man nachts um ein Uhr morgens in den Gängen herumschleicht, was?"
Hermiones Körper zitterte, sie spürte das panische Klopfen ihres Herzens und eine Stimme in ihrem Kopf meinte: "Er hat Recht! Du fliegst!". Wahrscheinlich wäre sie nicht gleich geflogen, doch sie stellte sich schon einmal auf die schlimmste Situation ein, die vielleicht eintreffen würde, wenn Snape das mitbekommen könnte. Plötzlich aber setzt dann ihr Verstand wieder ein.

"Malfoy, das hatten wir doch alles schon einmal.", lächelte Hermione in süffisant entgegen und schob ihn von sich weg. Die Angst war verschwunden. "Erinnerst du dich noch? Erste Klasse. Deine Person wird um diese Uhrzeit genauso wenig gerne gesehen, wie meine."
"Ich habe auch meine Gründe hier zu sein.", knurrte er kühl und sah sie finster an.
"Ich auch.", entgegnete Hermione knapp.
Schnell sprang sie auf und griff wieder nach Harrys Tarnumhang. "Du wirst es sowieso niemanden erzählen, wenn dir deine Hauspunkte lieb sind."
"Wo willst du hin?", fragte Malfoy stattdessen. Auch er erhob sich wieder vom harten Boden und stellte sich dann wie eine Mauer Hermione in den Weg.

Ungern gab Hermiones es zu, doch es schmerzte ihn anzusehen. Unvorstellbar, aber Malfoy hatte wirklich unheimliche Ähnlichkeit mit Lucien - es war einfach nicht mehr zu leugnen.
"In den Verbotenen Wald." Eine Sekunde später biss sie sich auf die Zunge. Sie wusste nicht wieso sie ihm das erzählt hatte, denn eigentlich ging es ihn gar nichts an.
"Deine Monsterfreunde treffen?"
"So ähnlich."
"Was machst du im Wald?", wollte er schließlich scharf wissen.

Misstrauisch sah Hermione ihn an. Malfoy schien ernsthaft daran interessiert zu sein und genau das ließ ein ungutes Gefühl in ihrer Magengegend entstehen.
"Wieso willst du das wissen?"
Malfoy seufzte. Seine Augen blitzen ungewöhnlich gefährlich durch den Schein seines Zauberstabes. Auf einmal packte er Hermione an den Armen und drückte sie gegen die Wand.
"Ich will das das aufhört!", knurrte er wütend.

Die Gelassenheit Hermiones war verschwunden. Angst hatte sich in ihr breit gemacht, angesichts seines Wutausbruches. Seine Nägel gruben sich schmerzlich in ihre nackte Haut, während sein Griff sie zu lähmen schien.
"Wovon... redest du?", presste sie irritiert hervor.
Malfoys Griff aber verstärkte sich. "Das weißt du genau!"
"Nein!" Hermione versuchte wieder freizukommen und stieß ihn so fest sie konnte von sich. Malfoy verlor den Halt und taumelte etwas zurück. Schließlich funkelt er sie aber hasserfüllt an. "Diese Träume. Ich will das sie verschwinden!", schrie er.

Augenblicklich gefroren ihre Glieder und für eine Sekunde schien ihr Herz stehen zu bleiben. Wenn sie es eben nicht wirklich von ihm selbst gehört hätte, dann hätte sie abgestritten, dass er jemals solche Worte in den Mund genommen hätte. Aber er hatte es wirklich gesagt. Hermiones war sich auch ganz sicher, dass es nicht irgendwelche dummen Malfoy-Hirngespinste waren.
"Was... was für Träume?", fragte sie ihn nervös. Schnell ballte sie ihre Hände zu Fäusten, damit er nicht merkte, dass sie zitterte.

Malfoy sah sie kurz zögernd an. Er musste schlucken. Anscheinend fiel es ihm schwer darüber zu sprechen. "Diese Träume mit dem Vampir.", meinte er dann.
Schnell schüttelte Hermione den Kopf. Es war unvorstellbar, fast lächerlich. Doch schien es real zu sein. Malfoy träumte sie auch. Er hatte alles gesehen, jede zärtliche Berührung zwischen Lucien und ihr.
"Ich...", wisperte Hermione für einen Augenblick geschockt und sah ihn dann plötzlich an. "Nein! Du hast kein Recht sie zu sehen!"

"Ich will sie auch gar nicht sehen!", herrschte Malfoy sie an. "Ich will das dieser bescheuerte Zauber verschwindet. Was immer du gemacht hast Granger, ich will nicht, dass das länger so weitergeht."
"Ich?", rief sie empört. "Denkst du das ist meine Schuld? Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dir irgendwelche Träume schicke und erst Recht nicht solche!"
Er wollte etwas erwidern, ein Geräusch jedoch ließ die beiden erschrocken zusammenzucken. Geschockt erkannte Hermione, dass Miss Noris um die Ecke in den Gang schlich und sie mit einem lauten gefährlich "Miau" begrüßte. Jeden Augenblick würde auch Filch hier sein und das würde für sie beide das "Aus" bedeuten.

Auch in Malfoy war Panik aufgestiegen. Er hatte das Licht seines Zauberstabes gelöscht. Hermione warf ohne zu zögern, den Tarnumhang über sich und ihn.
"Lass das!", fauchte er leise.
"Willst du etwa erwischt werden?", herrschte sie ihn an.
Schon erklangen auch Schritte und die wohl bekannte Stimme des alten Hausmeisters zischte zynisch: "Na, meine Kleine? Schleichen sich etwa böse Schüler durch die Gänge?" Schnell griff sie nach Malfoys Handgelenk und zog ihn mit sich. Der Umhang flatterte zwischen ihren Beinen und sie meinte, dass er etwas von ihren Körpern frei gab, aber sie wollte es nicht wirklich überprüfen.

Zusammen mit ihm lief sie durch das Schloss und schließlich in die warme Nacht hinaus. Erst ein paar Meter vor dem Verbotenen Wald wagte Hermione es, den Umhang beiseite zu nehmen. Genauso wie sie, rang auch Malfoy nach Atem. Er stützte seine Hände in die Knie und sah sie von unten mit einem finsteren Blick an.
"Ich... werde da nicht... reingehen.", keuchte er.
"Musst du auch nicht.", entgegnete Hermione kühl. "Aber ein bisschen dankbar kannst du mir schon sein. Ohne mich wärst du jetzt im Büro von Dumbledore."
"Kann schon sein." Malfoy erhob sich wieder. "Du triffst diesen Vampir, oder?"
"Ich weiß nicht ob er im Wald ist.", erklärte Hermione. Wieder erzählte sie ihm mehr, als sie eigentlich wollte. Trotzdem schienen die Worte nicht enden zu wollen. "Es waren auch nur Träume, in denen ich ihn getroffen habe. Ich will aber jetzt rausfinden, wieso das alles passiert."

"Was habe ich mit dieser ganzen Sache zu tun?", fragte Malfoy scharf.
Hermiones Augen verrenkten sich zu Schlitzen. "Bist du deswegen durch die Gänge geschlichen?"
Er nickte. "Ich wollte in deinen Schlafsaal und dich dazu bringen, dass das endlich aufhört!"
"Tja, ich kann dir dabei aber nicht helfen. Mich hat es genauso getroffen wie dich."
Sie warf sich wieder den Umhang über und verschwand vor seinen Augen.
"Warte!", rief Draco dann plötzlich und griff nach ihrem Handgelenk.
Verwundert wandte sich Hermione wieder zu ihm um. "Was ist?"
"Kann dieser Vampir mir vielleicht sagen, was das alles zu bedeuten hat?"
Hermione zuckte mit den Schultern, auch wenn er es nicht sehen konnte. "Vielleicht."

Ein paar Minuten schien Malfoy mit sich selbst zu kämpfen. Sie merkte, dass es ihn anwiderte gemeinsame Sache mir ihr zu machen, trotzdem aber gab es etwas, was seine Neugier schürte.
Schließlich musste Malfoy schlucken und nickte. "Ich komme mit.", presste er hervor.
Hermione war darüber genauso wenig glücklich wie er. Doch vielleicht würde er ihr ja eine Hilfe sein. Sie warf den Tarnumhang wieder über ihn, sodass auch er für das menschliche Auge nicht mehr zu sehen war.
"Wieso brauchen wir dieses Ding eigentlich?", fragte Malfoy ärgerlich. "Ich habe keine Lust dir so nah zu sein."
"Denkst du ich?", fauchte Hermione. "Aber sicher ist eben sicher."


TBC