Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld.
Vampire – Bite in the Hell of Feelings – Gefährliches Monster?
Ron schüttelte den Kopf und seufzte, während er die
blauartige Flüssigkeit langsam in seinen köchelnden
Zaubertrank gab und mit dem Zauberstab darin zu rühren begann.
Hermione warf ihm dabei einen argwöhnischen Blick zu.
„Ronald,
du hast mir versprochen, dass du nicht mehr davon anfängst.",
meinte Hermione verärgert und rührte ebenfalls in ihrem
Zaubertrank.
„Er hat doch gar nichts gemacht.", verteidigte
Harry ihn. „Außerdem..."
„Ich weiß was du sagen
willst. Ich bin ja vollkommen verrückt geworden und so weiter.
Das hatten wir doch alles schon, Harry!", giftete sie ihm entgegen.
Sie hatte wirklich nicht geglaubt, dass die beiden ihre Erzählung
so negativ aufnehmen würden. Ausgerechnet sie, die es doch
ständig mit gefährlichen Geschöpfen und anderen
Gefahren zu tun hatten! Noch dazu war Lucien ja nicht einmal
gefährlich!
„Hermione, er ist ein Vampir!", rief Ron.
„Vampire sind gefährlich! Die saugen dich aus und machen dich
dann selbst zu einem!"
„Aber er hat mich noch nicht einmal
gebissen." Hermione wandte sich schnell Ron zu. „Ich habe euch
doch schon tausendmal gesagt: Lucien ist nicht gefährlich!"
Ron aber schüttelte nur weiter leicht den Kopf und warf einen
vorsichtig Blick zu Snape, der sie mit einem scharfen Blick
beobachtete. Hermione hatte die Aufmerksamkeit ihres
Zaubertranklehrers ebenfalls bemerkt und hielt inne, kurz nachdem sie
den Mund aufgemacht hatte.
Für ein paar Sekunden ruhten seine
schwarzen Augen gefährlich auf ihnen, dann aber wandte er sich
um, weil Nevilles Zaubertrank ein gefährliches Zischen von sich
gab.
„Hermione.", nutzte Harry die Gelegenheit. „Vergiss
ihn. Das ist sicher besser für dich."
Hermione aber
schüttelte entschlossen den Kopf. „Ich werde ihm auf jeden
Fall helfen. Egal ob ihr dabei seit oder nicht. Mit euch wäre es
eben einfacher gewesen."
„Du bist doch vollkommen verrückt.",
stöhnte Ron genervt. „Du weißt ganz genau das wir dich
dann nicht alleine gehen lassen!"
„Ron, ich zwinge dich und
Harry zu nichts. Ihr könnt machen was ihr wollt."
Im selben Augenblick fiel Hermiones Blick auf Draco Malfoy. Er saß
auf der anderen Seite eine Reihe vor ihr und war gerade damit
beschäftigt ein paar Spinnen die Beine abzutrennen und in den
Trank zu geben. Fast so als hätte er ihren Blick gespürt,
wandte er sich um und sah ihr direkt in die Augen.
Es durchfuhr
Hermione wie ein zuckender Blitzschlag. Für einen paar Sekunden
fühlte sie sich wie in Trance, dann wandte sie sich wieder ihrem
Zaubertrank zu. Sie merkte wie sein Blick noch immer auf ihr ruhte.
Versuchte aber die aufkeimende Röte in ihrem Gesicht zu
ignorieren und ihn nicht mehr anzusehen.
Die restliche Stunde Zaubertränke schien einfach nicht
vorrüber gehen zu wollen. Als Hermione schließlich
zusammen mit Harry und Ron das Kerker-Klassenzimmer verließ,
fühlte sie sich ziemlich schlecht. So langsam bereute sie es,
Harry und Ron überhaupt von Lucien erzählt zu haben. „Ich
weiß überhaupt nicht was ihr habt. Lupin habt ihr auch
nicht verurteilt, weil er ein Werwolf ist."
„Ja und? Das war
doch was vollkommen anderes."
Hermione sah Harry verständnislos
an. „Wieso soll das etwas anders gewesen sein? Glaubst du etwa
Lucien hat sich freiwillig vor einen Vampir geworfen und ihn
angefleht ‚Beiß mich'?" Sie lachte freudlos auf.
„Lächerlich."
„Natürlich nicht, aber Lupin war unser Freund.", erklärte
Harry.
„Er hat Recht.", bestätigte Ron zustimmend. „Wir
wussten, dass wir ihm vertrauen konnten, denn wir kannten ihn, bevor
wir erfahren habe, dass er ein Werwolf ist."
„Aber wieso
glaubt ihr mir nicht? Ich weiß das er uns nichts tun
wird."
Harry blieb stehen und sah Hermione bedauernd an. „Lucien
mag vielleicht dir gegenüber gut sein, doch was passiert wenn
andere Personen in seine Nähe kommen? Überhaupt ist es so,
dass Lupin nur einmal im Monat ein Monster wird. Lucien hingegen ist
es die ganze Zeit über."
Traurig senkte Hermione den Kopf.
Wenn sie ehrlich war, dann war sie noch nie so enttäuscht von
den beiden gewesen, wie in diesem Augenblick.
„Wie ihr meint.",
murmelte sie bitter und ließ die beiden stehen.
Draco betrachtete mit trüben Blick das Tafelbild, das Professor McGonagall fleißig erweiterte, indem sie den - ohnehin schon so langen Bericht über Selbstverwandlungen - fast bis ins Unendliche schrieb. Im Klassenzimmer herrschte vollkommene Ruhe, während die Federn seiner Mitschüler auf den Pergamenten kratzten. Nur seine Feder lag unberührt auf seinem Platz. Stattdessen hatte er den Kopf in die Hände gestützt und starrte der Tafel entgegen. Schon seit heute Morgen fühlte er sich unheimlich schlecht und es lag seiner Meinung nach nicht an dem wenigen Schlaf, den er abbekommen hatte.
Natürlich war er müde, doch fühlte er sich auf
komische Art und Weise schwach. Wahrscheinlich war es die
unerträgliche Hitze, die auch heute wieder die Leute zum
Schwitzen und Stöhnen brachte.
„Mr. Malfoy?", scharrte
plötzlich McGonagalls Stimme fragend durchs
Klassenzimmer.
Verwundert ließ Malfoy seinen Blick wieder
klar werden und erkannte, dass die alte Verwandlungslehrerin sich
umgewandt hatte und ihn mit verschränkten Armen argwöhnisch
betrachtete. „Kann es vielleicht sein, dass Sie meinen Unterricht
mit einem kleinen Mittagsschläfchen verwechseln?", wollte sie
streng wissen.
Von der Seite konnte Draco Grinsen von einigen Gryffindors
erkennen, wie zum Beispiel dem rothaarigen Wiesel. In einer anderen
Situation hätte er einen schlagfertigen Spruch parat gehabt,
heute konnte er aber nicht mal seinen Mund öffnen.
Er
schüttelte den Kopf und fuhr sich erschöpft mit den Fingern
durchs Haar.
McGonagall strafte ihn mit einem scharfen Blick und
zog die Braune empor, während wie näher auf ihn
zutrat.
„Dann würde es Ihnen sicher keine Schwierigkeit
bereiten die drei verschiedenen Verwandlungsmöglichkeiten in ein
Tier anzuschreiben." Sie hielt ihm ein weißes Stückchen
Kreide entgegen.
Am liebsten hätte ihr Draco gesagt, sie soll sich die drei verschiedenen Verwandlungsmöglichkeiten sonst wie hin schieben, aber wieder wollten diese Worte einfach nicht über seinen Mund. Das Flüstern seiner Mitschüler nahm er nun nicht mehr wirklich war. Es war viel zu weit entfernt. Langsam stand er auf und griff nach der Kreide. Für einen Augenblick hätte er fast das Gleichgewicht verloren und wenn er sich nicht an seinem Tisch festgehalten hätte, dann wäre er glatt hingefallen. Schwärze breitete sich vor seinen Augen aus, vermischt mit hellen Lichtpunkten, die aber anscheinend nur vorgaben hell zu sein.
McGonagall sagte etwas, doch Draco konnte sie nicht verstehen. Inzwischen rauschten die Geräusch in seinem Kopf nur noch so und schlossen sich zu seinem drohenden Schall zusammen, von dem er glaubte, er würde ihm das Gehör nehmen. Seine Händen hatte er inzwischen fest um seinen Tisch geklammert. Vorsichtig taumelte er einen Schritt vorwärts und im gleichen Augenblick merkte er, wie er fiel und ihn die Schwärze vollkommen gefangen genommen hatte.
Erschrocken weitete sich Hermiones Blick und sie starrte auf die reglungslose Gestalt Malfoys am Boden. Sie schien aber auch nicht die Einzige zu sein, die entsetzt war. Pansy Parkinson, die neben Draco gesessen hatte, hatte einen spitzen Schrei ausgestoßen, war aufgesprungen und beugte sich nun über ihn.
McGonagall hatte in der Zwischenzeit Crabbe und Goyle befohlen sie sollten Madame Pomfrey holen, während sich langsam die anderen Slytherins besorgt um Malfoy versammelten.
„Er simuliert doch nur.", zischte Ron neben Hermione
geringschätzig. „Nur weil er die Verwandlungsmöglichkeiten
nicht wusste, zieht er jetzt so eine Show ab. Das kennen wir doch
schon."
Hermione erwiderte ihm nichts, doch sie war nicht seiner
Meinung. Sie konnte erkennen, dass er wirklich ziemlich schlecht
aussah. Seine ohnehin schon ziemlich blasse Haut wirkte nun aschfahl
und für einen Moment hätte man sogar geglaubt, er wäre
tot.
Langsam schluckte Hermione und wandte sich wieder ihrem Pergament zu. Sie schaffte es nicht länger den bewusstlosen Malfoy anzusehen. Einerseits weil er sie wie schon so oft wieder einmal an Lucien erinnerte und andererseits... weil sich tatsächlich ein kleiner Teil Sorgen um ihn in ihr machte.
In der Zwischenzeit war Madame Pomfrey gekommen, hatte sich durch
die Slytherins und ein paar neugierig Gryffindors gezwängt, sich
zu Malfoy hinuntergebeugt und brachte ihn schließlich zusammen
mit Crabbe und Goyle aus dem Klassenzimmer.
Mit einem mulmigen
Gefühl sah Hermione ihnen hinterher, während McGonagall
versuchte wieder Ruhe in das Chaos aus Schülern zu bringen. Sie
ertappte sich bei der Hoffnung, es möge ihm bald wieder besser
gehen...
TBC
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