Disclaimer: Weder die Figuren, noch die darauf basierende Handlung meiner Fanfiction, gehören mir. Die Rechte an Harry Potter liegen ganz alleine bei Joanne K. Rowling. Ich verdiene hiermit kein Geld.
A/N: Huhu, da bin ich wieder :). Zurück mit einem kurzen Kapitel - und wenn ich kurz sage, dann meine ich damit auch kurz xD. Ja, ich weiß die Kapitellänge bei dieser Serie ist dieses Mal nicht wirklich übelwältigend, doch damit müsst ihr euch wohl abfinden xP.
Wieder möchte ich euch herzlich für eure Reviews bedanken. dramine, Heimdall, Indigo 111, Tanea und Valpuri danke für eure lieben Worte :)!

dramine: Freundschaftlich? Nya, vielleicht... Ich würd sagen, lies einfach mal ;).

Heimdall: Ich weiß, ich mag Lucien auch und es war schon ein kleines bisschen schwer für mich von seinem Tod zu schreiben, doch glaube mir... wenn das ein Schock war, dann warte mal auf Kapitel 13 :lol:.

Indigo 111: Ja, ein bisschen ungewöhnlich vielleicht schon, doch beschließen kann man viel. An der Ausführung harbert's dann meistens xP. Allerdings kann ich dich vorwahren, dass es etwas geben wird, was wirklich MEHR als PLÖTZLICH kommt - und auch so sein muss xD.

Tanea: Danke für deine lieben Worte, hat mich wirklich wahnsinnig gefreut D. Das stimmt schon, Draco für OOC zu erklären, ist schon etwas schwer. Vielleicht sollten wir mal Mrs Rowling bestechen, eine "Draco Malfoy"-Serie zu schreiben :lol:. Nya, allerdings hat sie ja schon alles :snif:.

Valpuri: Herzlichen Dank für dein Review D. Das mit dem Begreifen kann allerdings noch ein kleines bisschen dauern :hihi:.

Reviews machen immer eine Freude und wenn man mir noch mehr Freude bereiten will, dann sollten am besten die Schwarzleser unten auch auf das "Go" klicken und lostippen. Hopp! Ich seh euch doch... :/.
Bussi, eure Tanya


Vampire – Bite in the Hell of Feelings – Das Spiel

„Hermione!", stöhnte Ron genervt und hievte die Bücher schwermütig hoch, die Hermione ihm gerade eben auf seine ohnehin schon gewaltigen Stapel gelegt hatte. Er hatte Mühe über den Rand zu sehen und sie überhaupt ausmachen zu können, noch mehr Mühe hatte er aber mit der Last der Bücher. „Das ist Wahnsinn! Wir müssen nichts über Vampire lernen um sie zu vernichten. Nimm irgendwas aus Holz, stich es ihm ins Herz und er zerfällt."
„Das weiß ich auch.", meinte Hermione eifrig und ließ ihren Blick weiter schnell durch die Reihen wandern. „Aber man kann nicht gut genug vorbereitet sein. Lucien ist nicht blöd. Er wird kaum darauf warten bis kommen und ihn vernichten. Natürlich verteidigt er sich auch."

„Dann müssen uns Kreuze helfen. Knoblauch und was es da so alles gibt.", versuchte er ihr klar zu machen.
In diesem Augenblick bog Harry um die Ecke eines der Regale. Den Kopf hatte er in ein Buch gesteckt. „Kreuze helfen nicht gegen Vampire.", erklärte er. „Hier steht, dass das alles nur ein Gerücht ist."
„Siehst du.", meinte Hermione trotzig.
„Ja und? Was ist mit Knoblauch, Harry?"
Harry überflog den Text schnell und erklärte dann: „Mit Knoblauch hätten wir bessere Chancen. Anscheinend haben Vampire so empfindliche und gute Sinne, dass Knoblauch sie abschreckt, weil sie den Gestank nicht ertragen können."

„Dann haben wir's ja schon!", grinste Ron. Wacklig hob er die Bücher auf eines der Fensterbretter und lehnte sich dann erschöpft dagegen. „Also ich wäre dafür, dass wir Hermione mit Knoblauch füttern, in den Verbotenen Wald schicken und sie ihn küsst. Der Vampir kippt doch dann sofort tot um, darauf wett ich sogar."
Harry lachte, über Hermiones Lippen zog sich aber nicht mal ein müdes Lächeln. Sie versuchte so gut sie konnte die Bemerkung zu ignorieren und sich wieder voll in die Arbeit zu stürzen, indem sie den Kopf wieder in ein Buch steckte. Nur so hatte sie es überhaupt geschafft die letzten Tage überhaupt durchzustehen, um nicht plötzlich ihren Vorsatz, ihn zu vernichten, über Board zu werfen.

„Mensch mach dich mal locker.", lachte Ron und Hermione spürte seinen Griff auf ihren Schultern. „Das war doch nur ein Witz."
Genervt wandte sie sich zu ihm um. „Wenn du so viel Zeit mit arbeiten verbringen würdest, wie mit deinen vielen Sprüchen, dann würdest du sicher in einigen Bereichen nicht total versagen."
Ron sah sie betroffen an, erwiderte aber nichts darauf.
„Hermione, das war nicht fair.", versuchte Harry ihn zu verteidigen.
„Fair?", wiederholte sie mit unglaublich hoher Stimme. Wütend griff sie nach einem der Bücher und knallte es auf den Boden. „Erzählt mir nicht was fair ist und was nicht!", schrie sie die beiden an und rannte dann aus der Bibliothek.

Wieder rannten die Tränen über ihre Wangen. Die, die sie schon die ganze Zeit vergoss. In ihren Gedanken wohnte nur einer. Lucien, und diese Gedanken an ihn, taten unheimlich weh.
Sie wünschte sich sogar schon, er wäre nie in ihr Leben getreten.


„Hi", lächelte Hermione Malfoy an und setzte sich auf den freien Stuhl, der in letzter Zeit oft das Vergnügen mit ihr hatte.
Heute schlief er nicht und sie glaubte sogar ebenfalls eine Art Lächeln auf seinem Gesicht gesehen zu haben, als sie hereinkam.
„Du warst gestern da.", stellte Malfoy fest.
Hermione nickte. Wieder holte sie aus ihrer Tasche Notizen hervor und gab sie ihm. „Es ist besser jeden Tag zu lernen, als den Stoff dann in einem Stück. Immerhin sind ja bald Abschlussprüfungen, da muss man vorbereitet sein."

Er legte ihre Notizen auf seinen Nachttisch und sah sie dann nachdenklich an. Es war wieder einer dieser Momente, in denen sich Hermione eine große dicke Wand zwischen ihnen wünschte. Sie wusste nicht, was ihr wirklich mehr unangenehmer war. Die Tatsache, dass Draco Malfoy sie ansah, oder die Tatsache, dass sie überhaupt genau gemustert wurde. Allerdings egal wer es war, es ließ sie erröten. Dieses Mal schaffte sie es aber, seinen Blick nicht auszuweichen.

„Warum kommst du jeden Tag hierher?", wollte er schließlich wissen.
Hermione schluckte. Auf diese Frage war sie wirklich nicht vorbereitet gewesen. Was sollte sie ihm denn sagen? Kam sie denn aus Sorge um ihn oder einfach nur deswegen, weil sie ihn sehen wollte? Vielleicht sogar aus beiden Gründen?
„Ich..." Die Worte blieben ihr im Halse stecken. „Gute Frage.", meinte sie dann achselzuckend und lächelte beschämt.
„Soll ich dir mal sagen, warum ich glaube, dass du jeden Tag kommst?"
Verwundert zog sie die Braune empor. „Du-"

Jedoch unterbrach sie just in diesem Augenblick etwas Weiches auf ihren Lippen. Erschrocken zuckte Hermione zusammen, aber nach einem Moment des Schreckens, begann sie überhaupt erst langsam zu begreifen was geschehen war und noch immer geschah. Draco Malfoy hatte sich zu ihr nach vorne gebeugt und küsste sie.
Es war wie ein wohliger Schauer der ihr den Rücken hinunterrannte und gleichzeitig fühlte sie ein unglaubliches Gefühl in ihrer Magengegend, während Hitze langsam ihren Körper durchflutete. Diese schönen Gefühle schafften es auch, dass Hermione die Augen schloss und den Kuss erwiderte.

Langsam öffnete sie den Mund als er um Einlass bat und sogleich verfingen sich ihre Zungen in eine Art Wettkampf, den keiner verlieren, aber auch keiner gewinnen konnte. Als Hermione merkte, wie er sie langsam zu sich zog, ließ sie sich nur allzu gerne darauf ein, kroch zu ihm aufs Bett und schlang ihre Arme um seinen Hals. Seine Hände glitten forschend über ihren Körper und ihr entfuhr ein leichtes Stöhnen unter dem noch andauernden Kuss.

Es war so entsetzlich unwirklich, dass Draco Malfoy so sanft sein konnte und gleichzeitig schien sie nichts anderes von ihm erwartet zu haben. Das aber noch Unmöglichere daran war, er selber. Tatsächlich küsste sie eben gerade Draco Malfoy.
Nicht zum ersten Mal und trotzdem war dieses Mal etwas anders. Nicht die Art wie er küsste und auch nicht wie es geschehen war, es war mehr das Gefühl das sie dabei verspürte...

Auf einmal stieß Malfoy sie leicht von sich weg. Hermione, die darauf nicht gefasst war, viel erschrocken rücklings auf sein Bett und sah ihn ungläubig an. Er starrte sie an, als würde er gerade einen unglaublichen Fehler begangen haben, wirkte verwirrt und auf irgendeine Art auch verzweifelt.
„Was-?"
Malfoy unterbrach sie allerdings. „Geh jetzt.", murmelte er leise.
Sie aber hatte ihn trotzdem verstanden und seine Worte weckten definitiv Überraschung in ihr. „Aber-"
„Ich sagte, geh jetzt.", wiederholte Malfoy angespannt.

Hermione zuckte erschrocken zusammen. Plötzlich glitzerten seine Augen von einer Aggressivität, die sie schon lange nicht mehr an ihm wahrgenommen hatte. Sie hielt es für besser, seine Geduld auch nicht länger zu strapazieren. Langsam kroch sie von seinem Bett und ging aus seinem Zimmer. Als Hermione den Krankenflügel verließ, spürte sie, wie ein dicker Kloß in ihrem Hals, ihr fast die Luft zum Atmen nahm und Tränen in ihren Augen zu brennen begannen. Ehrlich gesagt, verstand sie auch die Welt nicht mehr. Eben noch hatte er sie geküsst und im nächsten Moment hatte er sie aus seinem Zimmer geschmissen. War das etwa nur ein Spiel? Draco Malfoys Spiel?


Als Hermione in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors kam, fühlte sie sich schlechter als je zuvor. Sie wusste, dass ihre Augen geschwollen und rot von den Tränen waren und auch wusste sie, dass sie nervös zitterte. Deswegen versuchte sie so schnell wie möglich in ihren Schlafsaal zu kommen und einem Gespräch mit Harry und Ron zu entkommen. Die beiden jedoch waren aber schneller. Sie kamen auf sie zu und fingen sie noch vor der Mädchentreppe ab. Hermione schaffte es aber nicht, ihnen ins Gesicht zu sehen.

„Hermione...", murmelte Ron schuldbewusst und starrte zu Boden. „Ich weiß nicht warum es dir so schlecht geht, aber-"
Bevor er aber seine Worte vollenden konnte wurde er von Harry unterbrochen. „Wieso weinst du?", wollte dieser verständnislos wissen. Langsam hob er ihr Kinn mit seiner Hand und versuchte, dass sie ihm somit in die Augen sah. „Was ist passiert?"
Hermione aber schüttelte nur leicht mit dem Kopf und atmete tief durch. „Nichts", presste sie hervor, während sie die aufkeimenden Tränen wieder zu unterdrücken versuchte.

„Wo warst du?", wollte nun Ron wissen. „Hat dieser Vampir dir vielleicht irgendetwas getan?"
„Nein.", erwiderte Hermione.
„Aber-"
„Es ist nichts, Ron!", fiel sie ihm ins Wort. „Nichts. Ich will jetzt einfach nur schlafen. Bitte, lasst mich in Ruhe."
Schnell hastete sie an ihren vorbei und rannte die Treppen empor. In ihrem Schlafsaal fiel sie weinend ins Bett und wünschte sich, die Welt möge ihr endlich auch einen Funken Glück schenken.


TBC