Disclaimer: Immer noch JKRs Welt.
A/N: Und weiter geht es mit den Jungs. Auch sie haben mittlerweile den Weg nach Hogsmeade gefunden.
An Hogsmeade- Wochenenden ist das „Drei Besen" immer mehr als gut besucht. Alle Schüler der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei, die alt genug sind, um in das Zaubererdorf zu kommen, und der komplette Lehrerstab scheinen ein solches Wochenende nicht verstreichen lassen zu wollen, ohne zumindest ein Butterbier getrunken zu haben. So scheint es zumindest Rosmerta, die mit der Ausschank des warmen Getränks alle Hände voll zu tun hat.
Trotz allen Trubels hat sie ein wachsames Auge auf ihre Kundschaft, nicht dass noch einer der Schüler versucht sich Feuerwhisky oder ein anderes verbotenes, alkoholisches Getränk zu beschaffen. Ein solcher Versuch wäre bei weitem nicht der Erste und bisher waren sie alle gescheitert. Rosmerta ist darauf sehr stolz.
„Hallo Rosi."
Ein altbekannter, dunkler Haarschopf schiebt sich vor ihr an den Tresen und Rosmerta kann gar nicht anders, als ihr strahlenstes Lächeln aufzusetzen. „Hallo Sirius. Wo hast du denn deine andere Hälfte gelassen?"
„James ist noch beschäftigt. Muss einem Schokoholiker bei der Auswahl seiner Suchtmittel im Honigtopf helfen. Ganz schlimmer Fall. Darf man nicht allein lassen, sonst kauft er noch den halben Laden leer." Sirius schenkt Rosmerta einen Augenaufschlag und einen tiefen Blick aus seinen hellgrauen Augen. „Aber ich konnte einfach nicht warten."
Rosmerta weiß, dass ihr die Röte in die Wangen steigt. Ach, wäre dieser Junge nur ein paar Jahre älter.
„Möchtest du ein Butterbier, Sirius?"
„Gegen etwas Süßes habe ich nichts einzuwenden.", sagt er mit dieser gewissen Rauchigkeit in der Stimme, die sie so gerne hat.
„Hör auf.", kichert Rosmerta. „Du machst mich ganz verlegen." Aber natürlich meint sie es nicht so. Sie will nicht, dass er aufhört, und das Gute an Sirius ist, dass er das auch weiß. Es tut ihr gut ein wenig umschwärmt zu werden, vor allem von einem hübschen Jungen. Und Sirius ist ein sehr ansehnlicher Junge. Groß gewachsen und schlank, Quidditchspieler. Und dann erst diese Augen. Eisgrau.
Rosmerta zapft ein Butterbier und stellt es Sirius auf den Tresen.
„Danke, schönste aller Schankmaiden.", sagt er und schenkt ihr eines seiner seltenen Lächeln, das frei ist von jedem Schatten der Melancholie, der ihn sonst Begleitet, seit sie diesen Jungen kennt, und das seine Augen zum Strahlen bringt, als wären kleine Eiskristalle in dem grau seiner Iris verwoben. Ein vollendeter Winterprinz. Ob er seinen ersten Kuss wohl schon verschenkt hat?
Rosmerta seufzt leise und erwidert das Lächeln, während Sirius sein Butterbier trinkt. So jung müsste man noch einmal sein.
„Da bist du ja.", sagt plötzlich eine Stimme und ein kleiner, dicklicher Junge schiebt sich neben Sirius an den Tresen. Er ist blond und hat wässrig blaue Augen, aber Rosmerta will sein Name nicht einfallen.
Sirius grinst den Jungen an. „Alles klar?"
„Aber sicher.", sagt dieser und grinst noch breiter. „James und Remus warten um die Ecke."
„Nun dann.", sagt Sirius und steht auf. Er legt ein paar Münzen auf den Tresen und zwinkert Rosmerta zu. „Auf bald, holde Schankmaid."
Rosmerta lächelt, schüttelt belustigt den Kopf und nimmt die Münzen. „Bis bald, Sirius."
Die Jungen verlassen die „Drei Besen" und gehen die verschneite Hauptstraße ein Stück entlang.
„Hat alles wieder wie am Schnürchen geklappt.", erzählt Peter Sirius, kaum, dass sie das Lokal verlassen haben. „James ist vor nicht mal einer Minute an mir vorbei hinaus gegangen."
Sie biegen um eine Ecke in eine kleinere Seitenstraße ein und gehen dann noch einmal um ein Haus herum, ehe sie die beiden anderen Jungen entdecken, die dort auf sie warten. James grinst zufrieden, während Remus noch damit beschäftigt ist etwas in seine Umhängetasche zu packen.
„Zwei Flaschen Feuerwhisky.", verkündet James. „Und Rosmerta hat weder bemerkt, dass ich an ihr vorbei in den Keller bin, um sie zu holen, noch dass ich zwei Galleonen dafür in ihre Kassa gegeben habe. Gute Arbeit, Pads."
Sirius grinst. „Eine meiner leichtesten Übungen."
Remus ist fertig damit die Flaschen, die in James' Tarnumhang gewickelt sind, in seiner Tasche zu verstauen und steht auf. „Welch Glück, dass sie Vertrauensschüler nicht kontrollieren."
James grinst und klopft Remus auf die Schulter. „Ja, das erspart uns einiges an Schmuggelarbeit."
„Und was machen wir jetzt?", fragt Peter.
„Zonko's.", beschließt James mit einem unheilverkündenden Funkeln in den braunen Augen. „Ich brauche noch ein Weihnachtsgeschenk für Filch."
Die Jungen lachen und schlagen den Weg zurück zur Hauptstraße ein.
