6.
Halloweenparty
Noch eine
Stunde und Narzissa wusste immer noch nicht, was sie denn nun
anziehen sollte. Sie stand vor ihrem Kleiderschrank, nichts schien
ihr passend zu sein. Immerhin ging sie zum ersten Mal als ein Gast
auf Bellas Halloweenparty – und diese waren berühmt und
berüchtigt.
Wild, großartig und einzigartig, so hatte
Bella ihrer kleinen Schwester mal das Wort Party erklärt. Damals
war Narzissa noch zu klein gewesen um bei den „Großen"
mitmachen zu dürfen, deshalb wollte sie heute einen sehr guten
Eindruck hinterlassen.
Sie wusste ja nicht mehr wer alles
kam.
Bella und Rudolphus – das war klar, immerhin würde die
Party in ihrem Haus stattfinden.
Wer noch?
Sie.
Alecto? –
Bestimmt! Sie war auch damals immer mit dabei gewesen.
Ihr Bruder
zog es da eher zu seinen eigenen Schulfreunden.
Lucius würde
bestimmt auch kommen, immerhin war er Rudolphus bester Freund.
Bei
dem Gedanken an Lucius verfiel Narzissa ins Grübeln, an dem Tag,
wo sie in seinem Manor gewesen war, war er äußerst seltsam
gewesen.
Erst war sehr nett zu ihr und hatte sie getröstet,
es tat ihm ehrlich Leid, was mit dem Irrwicht vorgefallen war.
Dann,
später am Abend, als die Sache mit Dolohow war, hatte sie einen
ganz anderen Lucius erlebt. Er war der einzige dem sie gesagt hatte,
was Dolohow mit ihr vorhatte. Aber seine Reaktion war mehr als
seltsam gewesen. Er hatte aufgeseufzt und war dann plötzlich die
Treppe hinauf gegangen.
Aber andererseits, was hatte sie denn
erwartet? Was hätte er den machen sollen? Dolohow nachlaufen und
ihm einen Fluch aufhalsen? Oder, Narzissa in den Arm nehmen und
trösten?
Hatte sie dies vielleicht gehofft?
Narzissa
merkte, dass ihre Ohren ganz warm wurden, bei diesem Gedanken und
schallt sie sich eine Närrin. Ein Mann, wie Lucius Malfoy, dem
war es doch bestimmt egal was Dolohow mit ihr gemacht hatte, immerhin
hatte er sie selbst danach gesehen – sie hatte nicht einen Kratzer
davon getragen.
Narzissa schob den Gedanken an Lucius beiseite und
widmete sich wieder ihrem Kleiderschrank, langsam musste sie sich
entscheiden.
Sie wollte schließlich pünktlich
sein.
Gerade als sie sich eine graue Bluse nehmen wollte, pochte
es an der Fensterscheibe.
Draußen flatterte ein mächtiger
Uhu auf und ab, er trug ein Paket.
Hastig, öffnete Narzissa
das Fenster.
Der Uhu landete auf ihrem Schminktisch, lies das
Paket fallen und flatterte auf ihre Schulter, wo er zufrieden
schuhute.
Narzissa hatte keine Ahnung wem diese Eule gehörte,
noch wer ihr ein Paket schicken sollte. Sie gab dem Uhu einen
Eulenkeks und er segelte aus dem Fenster.
Nun galt Narzissas
gesamte Aufmerksamkeit dem Paket, was könnte da wohl drin
sein?
Schnell und behutsam öffnete sie es.
Und zum
Vorschein kam – nein!
NEIN, dass konnte einfach nicht wahr sein,
dachte sich Narzissa.
In dem Paket lag das grüne Kleid,
welches sie neulich bei Besenknecht anprobiert hatte.
Damit war
der Abend gerettet!
Aber wer konnte es ihr geschickt haben? Eine
durchaus interessante Frage, aber die Antwort musste warten, das
Kleid war für Narzissa jetzt viel interessanter, sie zog es über
und begutachtete ihre Erscheinung im Spiegel – es passte wie
angegossen.
Sie ging zum Schminktisch und steckte ihre langen
blonden Haare hoch. Ein paar Strähnen blieben draußen,
diese kringelten sich frech um ihre Ohren über Schulter hinunter
bis zum Dekolletee. Sie trug ein wenig Make – up auf, u.a. grüner
Lidschatten, dazu kamen noch silberne Ohrringe in Blattform und eine
Kette mit einem kleinen Smaragden, es war kein echter, aber er sah
zumindest so aus. An ihrem zierlichen Handgelenk lag eine
feingliedrige silberne Uhr, diese trug sie eigentlich immer. Sie zog
sich einen antrazihtfarbenen Sommermantel über, und über
diesen einen schwarzen Umhang, immerhin war es draußen kein
Sommer mehr.
Sie wollte gerade aus der Tür gehen, als ihr
Blick auf ein Stück Pergament fiel, es lag halb unter ihrem
Schminktisch.
Sie hob es auf, es lag mit der unbeschriebenen Seite
nach oben, es war sehr feines helles Pergament, teures Pergament –
es konnte also nicht von ihr sein. Sie drehte es um. Es war mit einer
sehr sauberen feingliedrigen und schwungvollen Handschrift
beschrieben.
Liebe Narzissa Black,
ich hoffe meine Eule
kam noch rechtzeitig bei dir an.
Sieh dieses kleine
Präsent als eine Art Entschädigung für das, was
neulich fast in meinem Haus passiert wäre.
Falls
du gerade überlegen solltest, ob du zu Bellatrixs und Rudolphus
Party gehen solltest, sei beruhigt – Dolohow wird nicht dabei sein.
Dafür habe ich gesorgt.
Lucius Malfoy
PS: Zieh das Kleid an!
Ein Lächeln stahl sich über Narzissas Gesicht, dass
war wirklich vortrefflich, es war ihm also doch nicht egal.
Er
hatte gerade ihren Abend gerettet.
Ob Alecto und Cathrin Recht
hatten, dass Lucius Malfoy etwas mehr von ihr, Narzissa Black,
wollte?
Nein! Er hatte sich dafür entschuldigt was geschehen
war, die 60Galleonen für dieses Designerkleid, wären für
Narzissa unbezahlbar gewesen, in ihrer jetzigen Situation, aber für
ihn war es wohl etwas wie Brötchen kaufen.
Erschrocken
blickte Narzissa auf die – jetzt musste sie aber wirklich
los!
Wenige Minuten später wurde Narzissa auch schon von
Bella an der Hautür begrüßt.
Sie überschüttete
sie mit einem Wortschwall, Narzissa konnte ihr nicht wirklich folgen,
es war einfach zu schnell. Sie verstand nur, dunkler Lord, Rudolphus,
Neuigkeiten.
Sie gingen in die Diele und Narzissa legte Umhang
und Mantel aus. Bella pfiff scharf durch die Zähne.
„Zissy,
du stielst mir die Show – ich wusste doch, warum ich dich nie zu
meinen Partys eingeladen habe!", sie grinste, ein Zeichen dafür
das sie es nicht ernst meinte.
Bella selbst war aber auch eine
Augenweide. Sie trug das Kleid welches ihr Narzissa verkauft hatte,
ihre langen schwarzen Haare fielen seidig über ihre Schultern,
die vorderen Haarsträhnen waren nach hinten hochgesteckt, damit
sie nicht ins Gesicht fielen.
Dann gingen beide ins Wohnzimmer, es musste magisch vergrößert wurden sein, denn Narzissa hatte es viel kleiner in Erinnerung, im Kamin prasselte ein herrliches Feuer, ein Tisch stand an der Seite, die Hälfte von ihm war mit Flaschen überseht. An der anderen Seite des Raumes stand ein Tisch mit mehren Stühlen, an ihm saßen Rudolphus und Voldemort im Gespräch vertieft.
Narzissa ging herüber
und grüßte höfflich. Der dunkle Lord saß ganz
entspannt und nippte an einem Glas. Er und Rudolphus mussten über
etwas sehr schönes miteinander reden, denn sie unterhielten sich
fast freundschaftlich.
Voldemort musterte Narzissa
„Na, hat
dir deine Schwester schon die freudige Botschaft übertragen?",
er blickte sich fragend an.
„Nein. Welche freudige Botschaft?",
Narzissa schaute von Voldemort zu Rudolphus, der auf einmal ganz
selig lächelte und dann zu Belle, deren Ohren sich rosa
färbten.
„Nein noch nicht. Narzissa – Rudolphus und ich
werden heiraten!", ihr Blick verlor sich verträumt in
Rudolphus Augen.
Narzissa gratulierte den beiden, dann folgte sie
Bella in die Küche, wo diese genaustes zu erzählen
begann.
Rudolphus hatte sie mit einem Sektfrühstück
überrascht, dann waren sie spazieren gegangen und unten beim
See, hatte er sich vor sie hingekniet und sie gefragt.
Dies war
die Kurzform, denn Bellas detallieter Bericht dauert fast eine halbe
Stunde.
Aber Narzissa musste schon zugeben, dass Rudolphus
Heiratsantrag an Bellatrix sehr romantisch war.
Schon bei der
Verlobung hatte Rudolphus eine sehr weiche Seite gezeigt. Aber dies
ist eine ganz andere Geschichte ;)
Als Bellatrix und Narzissa
wieder aus der Küche kamen war Voldemort schon wieder unterwegs
– nach Bella stand er nicht so auf Cocktailpartys.
Dafür
waren die anderen Gäste da.
Alecto, Rabastan, Walden Macnair,
Augustus Rockwood und Lucius Malfoy.
Alecto trug einen hübschen
magentafarbenen Umhang – stand ihr gut.
Rabastan eine schwarze
Hose, ein weißes Hemd und einen Schwarzen Polunder, Walden
Macnair einen schwarzen Umhang, darunter schimmerte eine
Jeanshose.
Rockwood war ähnlich gekleidet.
Lucius war edel
gekleidet wie immer, ein schwarzer Umhang über den Schultern,
darunter eine Weste und ein schwarzes Hemd, seine Hose war ebenfalls
schwarz. Seine Haarpracht lag ihm auf den Schultern.
Alle Todesser
drehten sich um und machten eine beeindruckte Miene, als sie
Bellatrix und Narzissa sahen.
Lucius stellte zufrieden fest,
das sein Paket noch rechtzeitig angekommen war. Das Kleid sah an
Narzissa wirklich verboten gut aus.
Auch was sie dazu kombiniert
hatte, war nicht von schlechten Eltern und lies sie wie die Tochter
eines reichen Vaters aussehen – das sie dies nicht wahr, sah Lucius
sofort. Der Smaragd an ihrer Halskette war nicht echt. Er wusste
durch Rudolphus was in der Familie Black vorgefallen war, daher nahm
er dies für eine Entschuldigung, dass ihr jüngster
weiblicher Spross Modeschmuck zu Designerkleid trug.
Er sah wie
sie in seine Richtung stumm das Wort „Danke" mit den Lippen
formte.
Er nickte nur kurz.
Kluges Mädchen, sich nicht
geräuschvoll bei ihm zu bedanken, wenn alle anwesend waren. Er
hatte lange mit sich gerungen, ob er ihr nun eine Entschädigung
geben sollte, oder nicht. Er hatte sich natürlich von seinen
Hauselfen genauestens berichten lassen, worüber sich die Ladies
unterhalten hatten, es hatte ihn doch überrascht was er da
gehört hatte. Aber es schien nicht den Anschein zu machen, als
ob Narzissa sich Cathrins und Alectos Worte besonders zu Herzen
genommen hätte. Das war am Ende der ausschlaggebende Grund für
die Schenkung gewesen.
Alle betraten das Wohnzimmer, Rudolphus
lies durch seinen Hauselfen die Speisen auftragen. Es gab
Kartoffelsalat und Würstchen, dazu gab es Rotwein. Auf den
Gesichtern einiger Gäste konnte man Entsetzten über diese
Zusammenstellung sehen, aber es schmeckte überraschend gut.
Narzissa hatte sich vorgenommen, nicht zu viel zutrinken –
immerhin wollte sie sich später noch an diesen Abend erinnern.
Zwar wurde man von Rotwein nicht betrunken, aber Narzissa ahnte schon
was noch kommen würde.
Beim Essen wurde über das
Bella und Rudolphus Hochzeit gesprochen.
Wann sollte sie
stattfinden? – Wahrscheinlich im neuen Jahr.
Wer würde
eingeladen sein? – Natürlich alle!
Wie die Feier ablaufen
würde und so weiter.
Nachdem abgedeckt war, schenkte Rudolphus den Männern Feuerwhiskey ein. Alecto betätigte sich an der Bar und mixte ein paar herrliche fruchtige Cocktails für die Frauen. Natürlich durfte sie gleich noch 5 weitere für die Männer machen.
Nach einer Weile ging das Gespräch
auf die alte Schulzeit zu, Narzissa konnte damit nicht viel anfangen,
alle Anwesenden waren 4Jahre älter, abgesehen von Rabastan und
Alecto, die waren nur 3Jahre älter. Trotzdem waren sie in den
damaligen Zeiten schon mit dabei gewesen.
So blieb Narzissa nicht
viel mehr übrig als sich das Gespräch anzuhören, dabei
musterte sie die Anwesenden. Der Tisch war quadratisch, sodass an
jeder Seite zwei sitzen konnten. Direkt neben Narzissa saß
Alecto, diese hatte erst sehr wenig getrunken, sie hatte beim
Abendessen erzählt das sie nicht viel vertrug und das sie lieber
nüchtern bleibe um weiter zu mixen. Links neben ihr saß
Lucius, er schien nüchterner als Narzissa oder Alecto zu sein,
die beide nur einen Cocktail und Rotwein getrunken hatten, dabei
stand vor ihm ein Glas Feuerwhisky. Narzissa beobachtete ihn eine
Weile, er nippte ein paar mal an seinem Glas, aber es schien als
würde die Flüssigkeit nicht weniger werden, so als ob er
absichtlich langsam trank. Innerlich musste sie grinsen, eine schlaue
Taktik, eigentlich. Rockwood, gegenüber von Lucius, schien diese
jedenfalls nicht zu benutzten er war sichtlich angeheitert, genau wie
Macnair. Bellas Wangen waren leicht rosa vom Alkohol, dennoch
sprach sie sehr beherrscht und normal, Rudolphus der neben Bella saß,
schien dagegen schon mitgenommener. Neben Lucius stand Rabastan, er
stand Rudolphus in nichts nach. Neben Rabastan hatte Platz genommen,
Die Zeiger der Standuhr rückten auf 23Uhr zu – plötzlich
sprang Bella auf.
„Los kommt lass uns was spielen! Wie wäre
es mit VEX? Ich habe so eine Probepackung bekommen!", sie holte
blitzschnell ein paar Karten, mischte sie mit ihrem Zauberstab. Und
erklärte die Grundregeln,
„Damit nicht geschummelt wird,
legen bitte alle ihre Zauberstäbe auf den Tisch. – Danke!
Augustus, du bist der Älteste, also bist du der Vexator
(Herausforderer), du ziehst ne Karte. Es gibt MAX, RAY, WHY und ACT
Karten. Bei den MAX und RAY Karten muss du dir einen aussuchen, der
würfelt dann und muss machen was bei der Zahl steht. Er bekommt
die Karte wenn er es schafft und die Mehrheit zufrieden ist bekommt
er die Karte und ist Vexator, wenn nicht muss die Karte zurück
unter den Stapel. Bei den WHY Karten, würfelt der Vexator eine
Frage und stellt sie an alle, der Spieler der sie beantworten kann
bekommt die Karte und ist dann dran. Jeder Mitspieler muss einen
Erklärungsvorschlag machen. Falls niemand das richtige errät,
bekommt der Mitspieler die Karte, der die originellste Idee hat. Die
ACT Karte, die der Vexator zieht gibt er an einen Mitspieler seiner
Wahl weiter, dieser muss würfeln und den gewürfelten
Begriff pantomimisch 60s lang darstellen. Wird der Begriff erraten,
darf er die Karte behalten. Errät keiner etwas kommt die Karte
wieder unter den Stapel und der Vexator ist dran. Wer am Ende die
meisten Karten hat gewinnt!", sie setzte sich und Augustus zog die
erste Karte.
„Stopp!", rief Rabastan plötzlich, „ich
brauch vorher noch einen Feuerwhiskey – ich kenne dieses
Spiel!"
Alecto schenkte ihm schnell ein, und auf seinen
eindringlichen Blick hin, schenkte sie auch den anderen ein – alle
tranken ihre Gläser aus. Die angefangene Flasche blieb auf dem
Tisch.
„Vex MAX. – Walden du hast die Ehre!" Augustus
überfolg die Antworten und grinste gehässig, als Walden
würfelte – 6.
„Jemand aus der Runde darf dir ein Tattoo
mit einem Stift auf den Arm malen!"
„Ich mach das!", rief
Narzissa, schnappte sich einen Stift und malte ihm einen kotzenden
Gryffindorlöwen auf Oberarm. Er sah sehr realistisch aus –
alle klatschten.
Und Walden gewann die Karte.
Er zog die
nächste und bestimmte aus Rache Narzissa. Diese würfelte
eine 3, es war ebenfalls eine MAX Karte
„Haha – du musst dir
vorstellen Lucius wäre ein Rosinienbrötchen, mach mal einen
Werbespruch für ihn!", er konnte sich kaum halten vor
lachen.
Narzissa dachte angestrengt nach – Rosinenbrötchen
mochte sie, aber einen Werbe Spruch, für Lucius, dass
Rosinienbrötchen?
„Ähm – Frisch und knackig,
probieren sie noch heute die leckeren Rosinienbrötchen von dem
Bäcker ihres Vertrauens – und sei ihnen ein himlischer Moment
voller Fantasie gewährt!", oh mein Gott, was für ein
Stuss, Narzissa wollte am liebsten im Boden versinken, aber die
Tatsache, dass alle lachten, selbst Lucius machte es etwas
erträglicher – schlimmere wäre es gwesen wenn niemand
gelacht hätte. Sie zog eine neue Karte. Es war eine WHY Karte.
Sie würfelte und las ihre Frage vor.
„Für welche
„tierische" Handlung kann man in Großbritannien mit einem
Jahr Askaban bestraft werden?", sie blickte in die
Runde.
„Vielleicht wenn man Drachen hält?", überlegte
Bella.
„Quatsch das gibt viel länger", meine Lucius, „ich
tippe auf schwarzmagische Geschöpfe halten!"
„Es soll ne
tierische Handlung sein, Luc", Rudolphus überlegte kurz,
„Vielleicht wenn man versucht einen Auroren Gassi zuführen?"
„Nee,
bestimmt wenn man versucht ein Ei selbst auszubrüten von
irgendso nem riesen Vieh", dieser Gedanke kam von Aelcto, wurde
aber gleich von Walden zu nichte gemacht.
„Ich denke mal, man
versucht seine Briefkästen als Wachhunde zu verhexen?"
„Ach,
quark – man spannt ein Pegasus vor seinen fliegenden Besen", dies
kam von Rabastan.
„Ich bin dafür, das man versucht Hühner
zum fliegen zu bringen.", meinte Augustus.
Narzissa musste
lachen, keine der Antworten war richtig, man bekam ein Jahr Askaban,
wenn man den Hund eines Aurors anbellte, die wurden manchmal
eingesetzt. Rudolphus Idee war die beste gewesen, also war er jetzt
dran.
Es war wieder eine WHY Karte. Die Frage war: „Wie kam die
junge Hexe Mary Jakob 1914 mit zwei Taschentüchern zu Ruhm und
Reichtum?"
Diese Frage war schnell geklärt, da Lucius die
richtige Antwort wusste.
„Sie erfand den BH!"
Auf die
Frage, warum er dies so genau wusste, meinte er nur er lese halt
viel.
Das Spiel ging weiter, am lustigsten war Alectos
Parkhausdarstellung, da es eine Mugglebrgriff war hatte die keine
Ahnung was sie dort darstellt, sie glaubte doch tatsächlich ein
Parkhaus sein eine Bratpfanne.
Nach einer weiteren Stunde VEX,
waren die Karten aufgebraucht, Walden und Augustus schliefen bereits
seelenruhig in einer Ecke.
Da waren's nur noch 6. – aber auch
an denen war der Alkoholpegel nicht gesunken. Rudolphus und Bella
waren bereits in der dritten Strophe von „Alle meine Entchen".
Als Alecto Flaschendrehen vorschlug.
Lucius stellte die leere
Flasche, indem er den Rest Feuerwhiskey in sein Glas kippte und dies
austrank.
Sie setzten sich auf den Boden, im Kreis, Alecto
drehte. Die Flasche zeigte auf Rabastan.
„Pflicht!"
„Okay,
Bauchtanz!"
Rudolphus machte irgendwelche komischen Bewegungen,
sie erinnerten eher an triadisches Ballet, war aber sehr lustig mit
anzusehen.
Rabastan drehte und Bella war dran, diese musste
erklären wie sich einen erotischen Abend vorstellt, anscheinend
hatte die Rabastan nicht richtig verstanden. Sie sprang auf und zog
Rudolphus aus dem Zimmer, ganz als ob sie sich jetzt einen erotischen
Abend machen wollte.
„Macht schon mal weiter!", grinste
Rudolphus um hinausgehen.
„Dürfte wohl länger
dauern.", meine Rabastan und drehte erneut die Flasche.
„Pflicht!",
sagte Lucius.
„Trink einen vollen Becher Feuerwhiskey auf EX!",
befahl Rabastan. Lucius funkelte ihn böse an, nahm eines der
großen Gläser und kippte die Bernsteinfarbene Flüssigkeit
hinein. Er setzte an und kurz darauf war das Glas leer.
Er nahm
die Flasche und drehte. Sie zeigte auf Narzissa, diese war
mittlerweile auch schon ziemlich rosa durch den Alkohol.
„Du
nimmst also Wahrheit", sagte er nachdem sie gewählt hatte,
„gut – bist du noch Jungfrau?"
„Ja.", sie wusste das es
ihr nicht peinlich sein brauchte, aber irgendwie war es ihr doch ein
wenig. Dass sie noch Jungfrau war, hieß nicht, dass sie keine
Erfahrung mit dem anderen Geschlecht hatte. Narzissa nahm die Flasche
und drehte sie, Alecto war an der Reihe, sie wählte Pflicht und
sollte 13 Liegestütze machen – davon gelang ihr vielleicht
eine.
Sie drehte die Flasche, welche nun wiederum auf Narzissa
zeigte. Diese wählte wieder Wahrheit.
„Hehe, wat denknsten
du übern Lucius?", Alecto grinste, da sie glaubte Narzissa sei
in der Falle. Diese dachte das auch, aber dann kam ihr ein netter
Gedanke.
„Ich finde er ist ein Gentleman.", sagte sie und sah
dabei mehr Lucius als Alecto an. Für einen Moment dachte sie,
sie würde ein Funkeln in seinen Augen sehen, aber das war
bestimmt nur der Alkohol. Alecto sah aus als ob sie eine andre
Antwort erwartet hätte, nickte aber und Narzissa drehte die
Flasche. Rabastan musste mit Alecto eine Balletszene tanzen, es war
von Anfang an vereinbar, dass man auch andere Leute mit in die
Situation einbeziehen konnte.
Narzissa wusste das die Rache bitter
sein würde, aber zunächst musste Lucius beantworten was
sein liebstes Spiel in seiner Kindheit war.
Etwas kleinlaut
erzählte er von einer Plüschschlange, die er überall
mit hingenommen hatte, sie durfte sogar Besenfliegen.
Die Flasche
drehte sich und Alecto erzählte von ihrem ersten Kuss, es war
Walden gewesen ;)
Es kam so wie es kommt musste, als nächstes
war Narzissa dran, unvorsichtig wie sie war wählte sie Pflicht.
Eigentlich wollte Narzissa einer weiteren unangenehmen Frage über
sie und Lucius entgehen, stattdessen offenbarte Alecto ihr mit einem
diabolischen Grinsen, dass sie nun Lucius von seiner Oberbekleidung
befreien dürfte und zwar mit Mund.
Dieser gab einen
undeutbaren Laut von sich, der sich weniger positiv anhörte.
Narziss
schluckte schwer, sie hatte die Befürchtung das Lucius ihr bei
jeglichem Versuch eine runterhauen würde. Allerdings sollten
sich ihre Befürchtungen nicht bewahrheiten, sie warf Alecto
einen eisigen Blick zu und fixierte Lucius.
Anscheinend hatte der
Alkohol seine Wirkung getan, denn seine Züge schienen lockerer
als sonst und nicht so streng und fassadenhaft. Er lächelte ein
undeutbares Lächeln.
Narzissa legte den Kopf schief und ging
dann auf ihn zu.
Lucius war gespannt wie sie es anstellen
wollte, ihm die Weste und das Hemd mit dem Mund auszuziehen. Er hatte
Alectos Absichten schon bei ihrer Frage an Narzissa durchschaut,
Alecto wollte anscheinend ihn mit Narzissa verkuppeln. Er musste
zugeben, dass sie heute Abend besonders gut aussah, ihre langen
makellosen Beine die in hochhackigen Schuhen steckten. Ihre blonden
Haarsträhnen, welche um ihren Busen tanzten. Er hatte sich
mehrfach bei dem Gedanken ertappt, dass er eine von ihnen sein
wollte.
Doch dieser Gedanke resultierte aus reinem sexuellem
Interesse, oder doch nicht? Zuviel Feuerwhisky um diese Frage jetzt
zu beantworten.
Es war erheiternd gewesen, wie Narzissa auf
Alectos Frage hin geantwortet hatte, ihre Wangen waren dunkler
geworden dabei, dennoch hatte sich getraut ihn anzusehen.
Jetzt
kam sie vorsichtig auf ihn zu und kniete sich hinter ihn.
Er
spürte ihren ungleichmäßigen Atemzüge an seinem
Ohr, sie war aufgeregt oder unsicher?
Lucius neigte kurz seinen
Kopf als Zeichen, dass sie beginnen konnte.
Narzissa senkte den
Kopf und zog mit den Zähnen an seiner Weste.
Er fühlte
die leichte Berührung ihrer Zähne, durch sein Hemd, es
kitzelte vielleicht ein wenig, aber nichts besonders.
Dann war ihr
Gesicht gegenüber von seinem, sie hatte sich auf seinen Schoß
gesetzt und sah ihm tief in die Augen.
Lucius verspürte
einen unheimlichen Drang seine Lippen auf die ihren zupressen, aber
schon senkte sie ihren Blick.
Lucius Hemd hatte 7 Knöpfe,
der erste saß direkt auf seinem Schlüsselbein, während
sie ihren Kopf neigte und ihre Lippen sich an den Knopf zuschaffen
machten, atmete Lucius den Duft ihrer Haare ein, sie rochen so gut,
ein wenig nach Kokosnuss.
Narzissa bebte innerlich vor
Anspannung, sie hätte sich gedacht das Lucius sie so einfach auf
seinen Schoß gelassen hatte. Sie wusste auch nicht wie sie den
Mut für diese Handlung aufgebracht hatte, aber als kaum mehr als
20cm von seinem Gesicht entfernt war, hatte sie wieder dieses Funkeln
in seinen Augen gesehen. Irgendwie gab ihr dies den Anreiz weiter zu
machen, den ersten Knopf hatte sie bereits geöffnet, sie hatte
es sich viel schwerer vorgestellt einen Hemden mit dem Mund zu
öffnen, aber sie stellte sich geschickt an.
Lucius roch sehr
gut, und beim zweiten Knopf berührte Narzissa versehentlich
seine nackte Haut mit ihrer Zunge. Sie fühlte sich angenehm
weich an und war mit vielen Haarchen bedeckt. Mit ihrer Nasenspitze
zog Narzissa eine Linie zwischen die beiden Stoffenden. Sie hielt die
Augen geschlossen, aber sie brauchte auch keine Augen um zu bemerken,
dass Lucius Oberkörper nicht unansehnlich war. Sie fühlte
es einfach durch ihre Nasenspitze. Sie öffnete den dritten und
vierten Knopf, langsam find es ihr an Spaß zu machen, Lucius
hielt ganz still, er atmete ruhig und hatte sich etwas zurück
gelegt, damit Narzissa besser agieren konnte.
Lucius empfand
diese Behandlung durch Narzissa sehr angenehm, ihre Nasenspitze war
kalt und dies jagte ihm wohlige Schauer über den Rücken.
Seiner Meinung nach war sie viel zu schnell. Sie war bereits bei
seinem Bauchnabel angelangt, schon fast zärtlich umrundete sie
ihn mit der Nasenspitze. Das war mehr als angenehm.
Er konnte
einfach nicht anders, er musste sie berühren, seine rechte Hand
strich ihr ein paar lose Strähnchen hinters Ohr.
Sie war
mittlerweile an seinem Hosenbund angelangt, zupfte das Hemd mit den
Zähnen aus dem Gürtel und öffnete den letzten
Knopf.
Narzissa hatte mit einem wohligen Schauder Lucius Hand an
ihrem Ohr war genommen. Nun hatte sie auch den letzten Knopf geöffnet
und war unsicher was sie nun tun sollte.
Zunächst einmal
wieder die Augen öffnen dann richtete sie sich langsam wieder
auf.
Ihr Blick viel auf die Stellen, wo sich Lucius nackte Haut
sah. Es entsprach ihren tollkühnsten Träumen, einfach
umwerfend.
Nun war ihr Blick genau auf Lucius Augen gerichtet.
In ihnen lag ein neuer, Narzissa fremder Ausdruck, etwas Weiches.
Sie wollte sich gerade zu seiner Schulter hinunterbeugen, um ihm das
Hemd mit den Zähnen ab zustreifen, als sie seine Hand unter
ihrem Kinn spürte. Die gebot ihr weiterhin in diese tiefen
graublauen Augen zusehen.
Ganz langsam, wie in Zeitlupe nährten
sich ihre Gesichter einander, dann spürte Narzissa Lucius, die
sich ganz langsam auf ihre legten.
Narzissa war leicht
geschockt, sie hatte alles erwartet, aber nicht das. Sie fühlte
sich auf einmal schrecklich nüchtern und wünschte sich
einen Feuerwhisky.
Ihre Gedanken fingen an sich zu zerstreuen, als
Lucius aus der bloßen Berührung, eine Bewegung zumachen.
Ganz langsam fing er sie an zu küssen, es dauerte eine Weile bis
Narzissa es aus ihrer Starre erwachte und den Kuss zaghaft erwiderte.
Es löste ein warmes Glückgefühl in ihr aus.
„Sieh
an, sieh an. Der große Lucius Malfoy, lässt sich von einer
kleinen einfältigen Hexe verführen!", Narzissa und Lucius
stoben auseinander, im Türrahmen stand eine hoch gewachsene
Gestalt, den Zauberstab auf die beiden
gerichtet.
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Na lebt ihr noch? Ich hoffe
ihr habt zum lesen nicht solange gebraucht wie ich zum schreiben -
10h für die Pflichtaufgabe - wenn das nicht mind. ein Review
wert ist zwinker bettel
