Kapitel 3 – Die Überlebenden
-Was bisher geschah-
Ich erlebte in den letzten Wochen echt so einiges. Zuerst war da die Ausrottung des Uchiha Clans. Durchgeführt von Itachi und meinem Bruder. Sasuke drehte ab diesem Moment vollkommen am Rad. Seine komplette Persönlichkeit hatte sich geändert. Er wurde komplett vom Hass gelenkt. Nach dieser Tragödie beschloss ich also, mich einem Ninja-Team anzuschließen. Und dann war es auch so weit. Ich schloss mich Team 7 unter der Führung von Kakashi an. Ebenso mit an Bord war Sasuke. Anders als er wollte ich allerdings stärker werden, um von meinem Bruder Antworten verlangen zu können. Denn ohne einen Kampf wäre dies wohl nicht möglich. Sasuke hingegen wollte Macht erlangen, um Rache zu verüben. Ebenso schaffte ich es in einem harten Kampf gegen Kisame aus Akatsuki, mein Sharingan zu erwecken. Da Sasuke dachte, bei Team 7 nicht stark genug werden zu können, verließ er Konoha und schloss sich Orochimaru an.
Da ging er also fort. Sasuke wollte mehr und mehr Macht. Und da er diese scheinbar bei Kakashi nicht erlangen konnte, verließ er uns. Dies traf nicht nur mich schwer, sondern auch Naruto und Sakura. So beschloss Naruto, Sasuke um jeden Preis zurückzuholen. „Lass ihn gehen, Naruto.. Es ist seine Entscheidung. Er wird schon wieder zurückkommen.", sagte ich. Das ich mit dieser Aussage komplett daneben lag, sollte ich erst später herausfinden. Fleißig trainierte ich weiter und weiter mit Kakashi und den anderen, bis ich bald zum Rang des Jōnin aufstieg. Kakashi war sehr erfreut, das merkte man ihm sofort an. „Ab heute ist Haru ein Jōnin genau wie ich.", verkündete er vor den anderen beiden. Ich war stolz auf mich und war mir sicher, dass auch Obito stolz auf mich wäre. Ich würde aber bestimmt noch die Gelegenheit bekommen, ihm von all dies erzählen zu können.
Von Sasuke hörten wir leider garnichts mehr. So machte ich mir auch Sorgen um ihn, immerhin waren wir mal gute Freunde gewesen. Doch wie der Lauf der Zeit es nunmal so wollte, änderte sich dies mehr und mehr. Dafür habe ich zwei tolle neue Freunde kennenlernen dürfen. Gerade zu Sakura war ich sehr verbunden. Ich wusste nicht, ob es Liebe war, oder bloß eine starke freundschaftliche Bindung. Doch was auch immer es war, es fühlte sich großartig an.
Nachdem mir Kakashi den Umgang mit dem Sharingan etwas näher brachte, ging ich noch einmal zurück nach Hause. Ich wusste genau, dass wir in unseren Schränken ein Buch hatten, welches mir behilflich sein könnte. So suchte ich also nach diesem und fand es dann ziemlich versteckt hinter tausend von anderen Büchern. „Die drei großen Augenkünsten", murmelte ich und nahm das Buch an mich. Ich setzte mich an einen Tisch und begann darin zu blättern. Es erzählte alles, was man über das Byakugan, das Sharingan und das Rinnegan wusste. Ich probierte an diesem Abend vieles aus und erfuhr so einiges, was ich noch garnicht wusste. Doch bei einer Information stockte das Buch. „Das Mangekyou Sharingan", murmelte ich. Ich wollte weiterblättern, doch wurde dort scheinbar eine Seite rausgerissen. „Wieso fehlt diese Seite?", dachte ich nach. Ich begab mich auf die Suche nach dieser, schließlich wollte ich alles über das Sharingan wissen. Da ich die Seite dann aber doch nicht mehr fand, legte ich mich schlafen.
Am Morgen darauf setzte ich meine Suche fort. Irgendwann wurde ich dann auch fündig. Die Seite war versteckt im Nachttisch meines Bruders. „Wieso hat er die Seite an sich genommen? Wollte er, dass ich es nicht erfahre?", dachte ich nach. Warum auch immer er dies tat, mir war es in dem Moment egal. Ich wollte einfach wissen, was dort drauf steht. Ich nahm die Seite und legte sie auf die zerissene Seite im Buch und klebte sie passend wieder an. Dann begann ich damit, diese zu lesen.
„Das Mangekyou Sharingan ist die stärkste Form des Sharingans. Sie kann im Gegensatz zu den drei anderen Abstufungen nicht ohne weiteres erweckt werden. Um dieses letzte Stadium zu erreichen ist es von nöten, die einem nahestehendste Person zu töten.", murmelte ich. Mir stockte der Atem und mir wurde solangsam klar, wieso Obito diese Information vor mir versteckte. Er hatte wohl einfach Angst, dass ich das rausbekommen würde und diese Information missbrauchen würde, um stärker zu werden. Doch dies schwebte mir nicht in den Sinn. Natürlich wollte ich stärker werden, aber dafür gleich einen Freund töten? Nein, das wollte ich definitiv nicht. „Mit dem Erhalt des Mangekyou Sharingans erfolgt auch eine immer weiter steigende Erblindung. Die einzige Möglichkeit, dies rückgängig zu machen und zu unterbinden, ist die Implantierung eines anderen Sharinganpaars.", stand dort weiter. Ich erfuhr vieles, was ich vielleicht garnicht unbedingt wissen wollte. Das Sharingan schien also nicht nur ein Segen zu sein, sondern gleichzeitig auch ein Fluch.
Noch am selben Tag ging ich zurück zu Kakashi und erzählte ihm von meinen Recherchen. Doch er wusste über all dies bereits Bescheid. Er bat mich darum, Naruto suchen zu gehen. Denn dieser fand eine Spur von Sasuke und machte sich scheinbar auf den Weg, diesen zu finden und zurückzuholen. So machte ich mich also schnell auf den Weg und suchte nach ihm. Einige Zeit später fand ich ihn auch.
Naruto lieferte sich gerade einen erbitterten Kampf mit Sasuke, der offentsichtlich hart an sich trainiert hatte. Naruto hatte kaum eine Chance gegen ihn. Da ich nicht wollte, dass Naruto noch weiter zu Schaden kommt, sprang ich in den Kampf hinein und stellte mich vor Naruto. Sasuke, welcher gerade mit seinem Chidori auf Naruto zurannte stoppte vor mir ab. „Haru! Wieso beschützt du ihn?", schrie er mich an. „Weil er mein Kamerad ist, Sasuke! So wie du es einst auch warst.", antwortete ich ihm. Er schaute mich an und ließ dann seine Hand fallen. Ich atmete beruhigt auf. „Haru.. Ich weiß wo unsere Brüder sind.. Und ich weiß, dass du ihn sehen willst..", sagte Sasuke. „Das weißt du? Erzähl es mir.", antwortete ich. „Schließ dich mir an. Zusammen werden wir stärker werden und dann werde ich dir den Weg zeigen.", entgegnete Sasuke mir. Ich nickte stumm und ging mit ihm mit. „Haru! Wo willst du hin?", rief Naruto mir zu. „Wir werden uns eines Tages wieder sehen, Naruto. Und folge mir ja nicht!", antwortete ich.
Nun würde ich also mit Sasuke zusammen trainieren, um meinen Bruder dann zum Kampf herauszufordern.
