Kapitel 6

Jacob

Ich saß noch immer auf meinem Bett. Das Handy in der Hand. Nahuel! Verdammt! Die Frage, was er von ihr wollte, war wohl eher überflüssig. Ich wusste genau was er wollte. Sie! Er wollte Nessie. Das wusste ich bereits, als er sie das erste Mal gesehen hatte und mir war immer klar, dass ich mich ihm irgendwann stellen musste, dass er irgendwann auftauchen würde. Aber musste das ausgerechnet jetzt sein, wo ich nicht da war? Ich hatte immer gehofft, dass Nessie und ich zusammen wären, dass sie mich liebt, wenn er auftauchen würde und nichts und vor allem niemand uns trennen könnte. Mit dem Gedanken hatte ich mich getröstet. Und jetzt war er da, bei ihr und ich war hier. Und wir waren nicht zusammen, sie liebte mich nicht und er hatte vollkommen freie Bahn. Ich spürte einen tiefen Stich in meinem Herzen, doch vor allem spürte ich eins: Angst!

Nessie war schon immer bezaubernd, auch als sie noch ein Kleinkind war. Sie hatte immer diese besondere Wirkung auf alle Wesen in ihrer Nähe, man konnte sich ihr nicht entziehen und wie von allein begann man sie zu lieben. So war es immer. Je älter sie wurde, verstärkte sich diese Wirkung nur noch. Vor allem Menschen reagierten wie verzaubert, wenn sie in ihrer Nähe waren. Alle Vampire hatten eins gemeinsam, das überirdisch gute Aussehen und die faszinierende Ausstrahlung, aber Nessie übertraf das noch. Manchmal glich sie eher einer Puppe, so schön war sie. Sie war perfekt und ich war nicht der Einzige, dem das bewusst war. Gingen wir zusammen eine Straße entlang, drehten sich die Menschen bewundernd nach ihr um. Die Männer fasziniert, die Frauen eher eifersüchtig. Bereits an unserem ersten High-School Tag war wohl die gesamte männliche Schülerschaft in sie verliebt. Sie buhlten um ihre Aufmerksamkeit, versuchten mit ihr ins Gespräch zu kommen oder ihr auch nur ein Lächeln abringen zu können. Nessie bekam davon nichts mit und das machte sie nur noch liebenswerter. Sie war sich in keiner Weise ihres Aussehens und ihrer Wirkung auf Männer bewusst.

Aber all diese Männer oder Jungs in der Schule sahen nur ihr Äußeres, wollten sie, weil sie so schön war. Keiner von ihnen kannte ihr Inneres, nur ich, und dieses Innere war mindestens genauso schön, wie ihr Äußeres. Ich liebte sie, weil sie für mich das vollkommenste Wesen auf der Welt war. Ich verspürte oft einen kleinen Stich der Eifersucht, wenn besonders attraktive Typen es bei Nessie versuchten, doch ihre Reaktion darauf, ihr absolutes Desinteresse, hatten mich immer hoffen lassen, dass ich der erste Mann wäre, für den sie wahre Gefühle entwickelt. Doch nun war Nahuel aufgetaucht und ich war wohl der Erste, der sich der Wirkung von männlichen Vampiren, oder halt Halbvampiren, auf Frauen bewusst war. Die Jungs an der Schule hatten nie Nessies Interesse geweckt, aber er würde es schaffen, da war ich mir ziemlich sicher. Die Beiden hatten einfach so viel gemeinsam und das verband sie. Selbst innerhalb der Cullen Familie war Nessie einzigartig und anders, als die Anderen. In Nahuel würde sie jemanden finden, der genauso war wie sie, der sie verstand und ihr Denken und Handeln nachempfinden konnte. Sie waren völlig gleich und ich? Was hatte ich ihr zu bieten? Gar nichts.

Schon einmal hatte ich ein Mädchen, von dem ich geglaubt hatte es zu lieben, an einen Vampir verloren. Und auch wenn ich heute wusste, dass die Gefühle für Bella keine Liebe in dem Sinne waren, hat es mir doch das Herz herausgerissen. Der Schmerz, den ich damals empfunden hatte, war so stark gewesen, dass ich ihn selbst nach all den Jahren noch deutlich in meiner Erinnerung spürte. Was würde passieren, wenn ich nun Nessie, die Liebe meines gesamten Daseins, an ihn verlieren würde? Ich konnte es mir nicht einmal ausmalen. Mein Körper bebte. Die Vorstellung sie mit einem anderen Mann zu sehen, zu sehen, wie er sie berührte, sie küsste… In meinem Bauch krampfte sich alles zusammen. Ich wusste nicht genau, wie sich der Verlust von Nessie auf mich auswirken würde, ich wusste nur eins, ich würde es nicht überleben.

„Jake?", Seth stand im Türrahmen und sah mich ängstlich an.

„Jake, was ist mit dir?", seine Stimme war besorgt. Ich war unfähig auf seine Frage zu reagieren, unfähig überhaupt zu antworten. Eine Panikwelle durchfuhr mich und nahm den Besitz meines Körpers ein. Ich hatte keine Kontrolle mehr über mich. Ich spürte nur noch die Wut und die Angst, die mich überkam. Mein ganzer Körper zitterte, ich kam nicht dagegen an, konnte es nicht verhindern, es wurde immer stärker. Ich sprang auf, stieß Seth unsanft aus dem Weg und rannte aus dem Haus, an den Anderen vorbei, in den Wald. Kaum hatte ich die erste Baumreihe erreicht, verwandelte ich mich. Es fühlte sich wie eine Befreiung an, mein Körper hatte danach geschrien. Es war, als wenn mein Körper den Schmerz als Mensch nicht länger ertragen konnte und daher die Verwandlung in den Wolf einforderte. Ich rannte immer weiter, wurde immer schneller. Hinter mir hörte ich die Gedanken der Anderen. Auch sie hatten sich verwandelt und waren mir gefolgt. Ich spürte ihre Verwunderung und ihre Sorge um mich. Sie versuchten mich einzuholen, doch ich war schneller. Die Angst schien mir ungeahnte Kräfte zu verleihen. Noch immer hatte ich nicht wirklich die Kontrolle über mich. Also rannte ich immer weiter und die Anderen folgten mir. Sie würden mir überallhin folgen, dass wusste ich und darauf baute ich in diesem Moment. Aber zuerst, zuerst musste ich alleine sein.

Nach einer Weile spürte ich, wie die Kräfte nachließen. Mein Körper wurde langsam wieder ruhiger. Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich so gerannt war, aber es muss ziemlich lange gewesen sein, denn die Sonne ging fast unter. Ich verlangsamte meinen Schritt und blieb stehen. Ich befand mich auf einer kleinen Lichtung und konnte hören, wie die Anderen näher kamen. Leah war die Erste, die ich sah. Schwer atmend blieb sie vor mir stehen, ich konnte die Erleichterung in ihrem Blick sehen. Die Anderen trafen kurz danach ein. Auch sie atmeten schwer. Ich hatte ihnen wohl einiges abverlangt.

„Ich sollte dir wohl dankbar sein, dass du endlich Mitleid mit uns hattest und stehen geblieben bist. Lange hätte ich wohl nicht mehr ausgehalten", hörte ich Leahs Stimme in meinem Kopf.

„Was war mit dir, Jacob? Deine Gedanken waren so wirr, wir konnten keine Erklärung für dein Verhalten erkennen!", diesmal war es Sam.

Das Rudel hatte sich hingesetzt und blickte mich voller Erwartung an.

Auch ich setzte mich.

„Nahuel ist aufgetaucht, er will Nessie und ich bin nicht da.", ich fand das brachte es ziemlich gut auf den Punkt.

Die Anderen schwiegen kurz.

„Jacob, ich kann deine Besorgnis verstehen, aber ich denke es ist völlig unbegründet. Nessie und dich verbindet so viel, all die gemeinsamen Jahre, was soll er da schon in den paar Tagen ausrichten? Was kann er ihr schon in so kurzer Zeit bieten, was ihre Gefühle für dich ändern könnte?", Seth klang ziemlich überzeugt.

„Na zum Beispiel ein unschlagbares Aussehen, wie alle diese Blutsauger!", dachte Leah abwertend. Wieder wurde mir bewusst, dass wir Beide uns sehr ähnelten. Und auch jetzt war sie es, die meine Ängste wohl am Besten nachvollziehen konnte.

„Leah! Falsche Taktik!", Seth versuchte sie zu zügeln.

„Was denn, es ist doch die Wahrheit. Und er ist nun mal ein Blutsauger, ein halber, genau wie sie. Wahrscheinlich wird er es mit der „Wir-sind-uns-ja-so-ähnlich-und-ich-bin-der-Einzige-der-dich-wirklich-versteht-Methode" bei ihr probieren. Männer, sind doch alle gleich!", sagte sie abwertend.

Wieder krampfte sich mein Bauch zusammen, die Wut kam wieder hoch. Erschrocken blickten alle zu mir.

„Nicht Jacob, beruhig dich bloß wieder, ich kann beim besten Willen nicht mehr rennen.", erwiderte Seth schnell auf meine körperliche Reaktion. Ich versuchte langsam ein und aus zu atmen und mich wieder zu beruhigen.

„Leah hat Recht.", dachte ich „er wird alles in seiner Macht stehende tun, um Nessie von sich zu überzeugen und ihre Verbindung zu stärken. Und ich bin hier und kann nichts dagegen tun."

Und das auch noch nach dieser peinlichen Situation im Auto. Ich hatte Nahuel es richtig schön einfach gemacht. Warum hatte ich nur versucht sie zu küssen?

„WAS?", schrie Leah mich in Gedanken regelrecht an „Du hast versucht sie zu küssen?"

Scheisse, daran wollte ich mit Absicht nicht denken.

„Zu spät! Und jetzt erzähl, wie kam es dazu und wie hat Nessie reagiert? Na, endlich hast du mal den Ersten Schritt gemacht, wurde ja auch Zeit.", sprudelte es aus Leah heraus.

Mir blieb nichts anderes übrig, ich erzählte ihnen alles. Unsere Verabschiedung, die Umarmung, dass ich mich nicht lösen konnte und auch von dem kurzen Moment, in dem ich geglaubt hatte, dass sie es auch will.

„Warum solltest du dich da getäuscht haben? Natürlich wollte sie es auch", wieder klang Seth völlig überzeugt. Er hatte nie daran gezweifelt, dass auch Nessie irgendwann ihre Gefühle für mich entdecken würde.

„Noch ein Grund mehr sich keine Sorgen wegen Nahuel zu machen", beendete er seine Überlegung. Mich überzeugte er damit nicht.

„Jacob, wir kennen dich alle gut genug und wir wissen, wie tief deine Gefühle für Nessie sind. Es hat daher überhaupt keinen Sinn hier zu bleiben. Du wirst dich eh nicht beruhigen, solange du hier bist. Und auf noch so nen Wutausbruch kann ich ehrlich gesagt gut verzichten.", Leah zwinkerte mir zu „Daher solltest du zu ihr fahren."

„Aber ich kann euch doch nicht schon wieder alleine lassen. Ich bin doch gerade erst gekommen und eh schon viel zu lange nicht hier gewesen. Und wie soll ich ihr erklären, dass ich so schnell wieder zurück gekommen bin?"

„Wie wäre es mit der Wahrheit?", fragte mich Seth.

„Ausgeschlossen! Damit sie mich für völlig bescheuert hält?", antwortete ich knapp.

„Ich denke eine Ausrede, die du angebracht findest, wird sich schnell finden lassen. Wichtig ist doch nur, dass du fährst, Jacob. Nessie ist dein Leben und wir alle wissen und verstehen das. Wir wissen alle, wie hart für dich auch nur die paar Tage sind, die du jedes Mal von ihr getrennt bist, wenn du zu uns kommst und wir alle sind dir sehr dankbar, dass du diesen Schmerz trotzdem immer wieder für uns auf dich nimmst. Aber im Moment gehörst du mehr denn je an ihre Seite. Gerade jetzt solltest du einmal nur an dich denken und tun was für dich das Beste ist. Glaub mir, wir verstehen das alle.", Sam Stimme klang ruhig und sanft in meinem Kopf und ich wusste, dass seine Worte von Herzen kamen.

„Gut, dann werde ich fahren", sagte ich nach einer Weile, sah jedoch dabei auf den Boden.

„Das ist der Plan und dank dir haben wir ja einen weiten Rückweg und dadurch genug Zeit, um uns gemeinsam eine plausible Erklärung für deine schnelle Rückkehr zu Nessie zu machen", Leah war aufgestanden und stieß mich aufmunternd an.

„Alles wird gut, Jacob. Welcher Vampir hat schon ne Chance gegen dich heißen Wolf", scherzte Seth und es war das erste Mal, seit ich Nessie verlassen hatte, dass ich lächeln musste.

Wir machten uns gemeinsam auf den Heimweg, gingen aber nur langsam. Tatsächlich waren alle sehr bemüht eine Ausrede für Nessie zu finden und diskutierten lange darüber. Ich hörte nur zu. Seit ich den Entschluss gefasst hatte nach Hause zurückzukehren, ging es mir besser. Auch wenn die Angst nicht vollkommen verschwunden war, so fühlte ich mich zumindest nicht mehr ganz so hilflos.

Da das Rudel mich verabschieden wollte, gingen wir alle gemeinsam in meine Richtung. Sam, der etwas vor uns ging, blieb plötzlich stehen. Er stockte.

„Vampire!", dachte er nur. Sofort stellten wir uns alle ein paar Meter voneinander entfernt auf und versuchten all unsere Sinne auf den vernommenen Vampir-Duft zu konzentrieren. Als Leitwolf stand ich in der Mitte. Leah hatte sich sofort auf meiner rechten Seite aufgestellt und Sam auf meiner Linken.

„Die Fährte ist noch frisch, aber hier sind sie nicht mehr", sagte Leah.

„Sie führt zu meinem Haus!", ein Knurren kam aus meiner Kehle.

„Billy!", schoss es uns allen gleichzeitig durch den Kopf und wir rannten los.

Nur einen kurzen Moment später erreichten wir unser Haus. Das Licht brannte, die Tür war geschlossen. Alles wirkte normal. Die Vampire waren hier gewesen, die Fährte war stark. Wir waren gerade vor der Veranda angekommen, als die Tür aufging. Sofort nahmen wir die Angriffshaltung ein, fletschten die Zähne.

Zunächst konnten wir nichts sehen, doch dann sahen wir Billy, er rollte in seinem Rollstuhl nach draußen.

„Na, habt ihr meinen Jungen wieder eingeholt? Ich hab mir schon Sorgen gemacht", er schmunzelte, doch als er unsere Haltung sah, wurde er sofort ernst.

„Was ist passiert?", fragte er.

Ich gab Leah den Auftrag sich zu verwandeln und Billy im Haus die Vorkommnisse zu erklären. Ich selbst verfolgte mit den Anderen die Spur, die die Vampire hinterlassen hatten. Es mussten vier oder fünf gewesen sein. Sie hatten mehrfach das Haus umrundet und waren dann in Richtung Wald abgehauen und hatten die Grenze von La Push wieder überschritten. Während die Anderen die Grenze überwachten, lief ich zurück zum Haus. Im Schuppen lagen immer ein paar Anziehsachen für mich, für den Notfall. Ich schnappte sie mir, verwandelte mich und zog sie an.

Leah saß mit Billy im Wohnzimmer. Sie hatte sich Klamotten von mir genommen, da ihre ja durch die plötzliche Verwandlung zerrissen waren. Nun sah sie mich in ihrem viel zu großen Pullover und der umgekrempelten Jeans an.

„Und? Habt ihr was entdeckt?", fragte Billy.

„Sie sind abgehauen. Es waren mehrere und sie haben offensichtlich unser Haus beobachtet. Hast du wirklich nichts mitbekommen?", sagte ich.

„Nein, gar nichts.", antwortete Billy.

„Was zum Teufel wollten die gerade hier?", fragte Leah.

„Keine Ahnung, aber offensichtlich war es kein zufälliger Besuch. Irgendwas geht hier vor und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mich wollten.", gab ich zurück.

„Das denke ich auch", Sam stand im Türrahmen.

„Unter diesen Umständen kann ich nicht gehen.", wandte ich mich an ihn.

„Das brauchst du nicht, wenn sie dich wollten, ist es eh am Besten, wenn du gar nicht hier bist und um Billy kümmern wir uns. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen."

„Ich lasse Billy hier auf keinen Fall alleine. Ich werde bleiben, bis wir das Problem gelöst haben. Erst wenn hier alles wieder in Ordnung ist, werde ich fahren. Keine Diskussion. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss telefonieren.", ich ging in mein Zimmer und nahm das Telefon. Es lag noch immer auf dem Bett. Ich überlegte kurz, ob ich Nessie anrufen sollte, doch dann entschied ich mich um und wählte Edwards Nummer.

Es klingelte nur einmal, dann nahm er bereits ab.

„Hey Jacob, alles ok bei dir? Wie geht es den Anderen?", er klang erfreut mich zu hören.

„Edward, wo bist du gerade?", fragte ich ihn.

„Ich bin mit Bella im Wald. Warum? Jacob was ist los?", er hatte natürlich sofort gespürt das etwas nicht stimmte.

Ich berichtete ihm von dem Vorfall mit den Vampiren.

Nachdem ich alles gesagt hatte, hörte ich Bella zischen. Dank ihres Gehörs war ein Lautsprecher überflüssig.

„Jacob, die wollen dich.", sagte sie besorgt.

„Davon gehen wir auch aus, wir wissen nur nicht warum.", antwortete ich „Hört zu, ich wollte eigentlich noch heute nach Hause kommen, aber das kann ich nun nicht. Ich kann Billy hier nicht alleine lassen."

„Also weißt du bereits von unserem Besuch?", es war Edward und er klang verständnisvoll. Auch er wusste nur zu gut, wie es war einen Nebenbuhler zu haben.

„Ja, ich weiß, dass er da ist. Und glaub mir, nicht bei ihr sein zu können, macht mich fertig, aber ich habe keine andere Wahl.", antwortete ich traurig.

„Jake, mach dir keine Sorgen. Sie liebt dich.", sagte Bella überzeugt. Wieder beruhigten mich diese Worte aus dem Mund eines Anderen nicht.

„Wenn ihr Hilfe braucht, sagt Bescheid. Wir kommen sofort.", sagte Edward.

Für ihn waren ich und das Rudel ein Teil seiner Familie geworden und ich wusste, dass er sofort bereit sein würde für uns zu kämpfen. Er liebte uns. Und zum zweiten Mal musste ich leicht lächeln.

„Das werde ich. Macht euch keine Sorgen. Wir kriegen das hin und dann komm ich sofort nach Hause.", versuchte ich ihn zu beruhigen. Wirklich sicher war ich mir jedoch nicht.

„Halt mich immer auf dem Laufenden, ok?", fragte er.

„Ja.", ich machte eine Pause.

„Und bitte, sagt Nessie nichts davon. Ich möchte nicht, dass sie sich unbegründet Sorgen macht.", bat ich Beide.

„Jacob, ich fänd es besser, wenn sie die Wahrheit kennt, aber wenn das dein Wunsch ist, werden wir uns daran halten.", antwortete Bella.

„Ja, das ist mein Wunsch. Und Edward?", ich machte eine Pause.

„Jacob, wir passen auf sie auf.", sagte er. Er wusste genau, um was ich ihn bitten wollte.

„Danke", sagte ich nur.

Nachdem wir uns verabschiedet und aufgelegt hatten, saß ich noch einen kurzen Moment auf dem Bett und dachte an Nessie. Sollte ich sie anrufen? Aber was sollte ich ihr sagen?

Dann stand ich auf und ging zurück ins Wohnzimmer, um die Einteilung der Wachen für diese Nacht festzulegen.