„Ich mag euer Zimmer, Fred," sagte Angelina, betrunken kichernd. Sie waren in seinem leeren Schlafsaal, aus Gründen, die Fred nicht ganz nachvollziehen konnte. Irgendwie waren sie eben hier oben gelandet. Der Raum war leer. Fred wusste warum. George und Alicia waren...irgendwo anders, genau wie Lee und Katie.
„Freut mich, dass du's magst, Angie," sagte Fred, als er über einen Stapel seiner Klamotten stolperte und lachte.
Mittlerweile war seine Stimmung gut. Angelinas Vorschlag, sich mit Punsch volllaufen zu lassen, war ihm zuerst nicht als eine gute Idee vorgekommen (Fred vermied es generell, betrunken zu werden, wenn er wütend war, weil ihn das nur noch streitlustiger machte), aber jetzt fühlte er sich ziemlich gut. Der Raum drehte sich ein bisschen, er hatte ein paar Probleme mit dem Gehen. Da standen drei, nein, vier Angelinas vor ihm.
„Angie," sagte er langsam. „Ich denk, ich bin betrunken."
Sie kicherte. „Ich bin auch betrunken!"
„Dich gibt's vier Mal," sagte Fred vergnügt. „Cool." Er taumelte hinüber zu seinem Bett, stolperte wieder über den Klamottenstapel und fiel aufs Bett.
„Muss mich setzen," murmelte er.
„Ich auch," sagte sie und purzelte neben ihm aufs Bett.
„Fohe Weihnahten, Angie," sagte Fred mit einem schiefen Grinsen. Jetzt waren da zwei von ihr.
„Ich hab dein...Weihnachtsgeschenk vergessen," sagte Angelina. „Verdammt."
„S'in Ornnung," erwiderte er. „Ich hab deins auch vergessen."
„Das ist nicht gut," sagte Angelina und haute ihn mit schlaffer Hand. „Eigentlich sind wir doch Kumpel! Kumpel machen einander Weihnachtsgeschenke."
„Du bist mein Weihnachtsgeschenk," sagte Fred, zog sie in eine Umarmung und verwuschelte ihr Haar.
„Fred, meine Haare!" kreischte Angelina kichernd. Einige winzige Zöpfe lösten sich aus dem Knoten, sodass ihr Haar jetzt zur Hälfte hochgesteckt, zur anderen Hälfte lose war.
„Macht nisch," sagte er. „Wir gehen nirgends hin."
„Ich muss in mein Zimmer," sagte Angelina, aber sie machte keine Anstalten aufzustehen. Stattdessen schleuderte sie ihre Schuhe von sich. „Ich kann nicht aufstehen." Sie fing an zu kichern.
„Du bist betrunken," sagte er, zeigt auf sie und grinste.
„Ich bin nicht betrunken, DU bist betrunken!" meinte sie, zeigte auf ihn und lachte.
„Angie ist 'ne Säuferin," sagte Fred in einer Singsang-Stimme. „Angie ist 'ne Säuferin."
„Ich bin nicht betrunken!" wiederholte sie lachend. „Okay, ich bin betrunken. Richtig RICHTIG betrunken." Sie kicherte und verwuschelte sein Haar.
„Hey!" rief er lachend, und plötzlich war es ein Ringen und Lachen und Umherwälzen auf seinem Bett. Sie rollte sich auf ihn, setzte sich rittlings hin und schaute mit einem frechen Lächeln auf ihn herab.
„Hab dich," sagte sie.
„Du hast mich," stimmte Fred zu, bemerkte dass der Raum aufgehört hatte, sich zu drehen, spürte sie auf ihm, sah ihr Kleid über ihre weichen braunen Schenkel hochgezogen. Er schluckte und spürte eine Regung in seiner Hose.
„Ooh," sagte Angelina. „Was ist das?"
DAS war die Rückkehr der Wütenden Erektion.
„Das ist mein zauberhafter Zauberstab," entgegnete Fred und schenkte ihr ein freches, betrunkenes Grinsen.
„Beeindruckend," meinte sie. „Dass du ihn wieder hoch kriegst...wenn du so besoffen bist."
„Ich krieg ihn IMMER hoch," sagte Fred, seine Hüften unter ihr bewegend.
„Mmm, du ungezogener Junge," sagte Angelina, und sie drückte ihren Unterleib gegen seinen.
Ihr Gesicht war Zentimeter von seinem entfernt; ihre Gesichtszüge verschwammen, wurden scharf, verschwammen wieder. Seine Hüften bewegten sich langsam, sodass seine Erregung an ihrem Unterleib rieb. Irgendwo in den Tiefen seines vom Alkohol beeinträchtigten Hirns wusste er, dass er das nicht tun sollte. Dass es keine gute Idee war, sein bretthartes Teil gegen den Unterleib seines besten Kumpels zu reiben.
Aber es fühlte sich echt gut an. Fred fühlte sich echt gut.
„Ich bin so geil," sagte Angelina kichernd.
„Mmm," meinte Fred, bewegte seine Hände zu ihren Hüften und packte sie, um sich an ihr zu reiben. „Ich auch."
„Ooh," sagte sie wieder, kichernd und über ihm lehnend, sodass ihr Gesicht über seinem schwebte. „So hart."
„Ganz allein deine Schuld," entgegnete Fred, rieb sich härter an ihr und grinste und stöhnte und blinzelte, weil ihr Gesicht ihm andauernd verschwamm. Ihr Gesicht verschwamm SO RICHTIG, als sie sich über ihn beugte und ihn küsste.
Er spürte ihre Zunge in seinem Mund und seufzte. Er war müde, aber er war hart und geil und na ja, müde und stockbesoffen zu sein hatte ihn in der Vergangenheit auch nicht davon abgehalten, eine gute Nummer zu schieben. Zumindest war er sich da ziemlich sicher.
Okay, er sollte Angelina vielleicht nicht wirklich vögeln, oder doch? Aber echt, welchen Schaden konnte es schon anrichten? Sie waren Kumpel, stimmt's? Sie waren geil. Sicherlich konnte ihre Freundschaft ein bisschen Sex überleben. Fred war seit Monaten nicht mehr flachgelegt worden. Seit Marietta nicht mehr.
„Fick mich," sagte Angelina, deren Stimme verschlafen und Worte lallend waren. Tja, sie wollte also zweifellos. Wie konnte er da nein sagen?
„Okay," sagte Fred lachend und rollte sie auf ihren Rücken.
„Warte," sagte sie. „Vorhänge."
„Oh, ja," erwiderte Fred. Es würde nichts hermachen, wenn die anderen Kerle mitten in einer guten Nummer hereinspaziert kämen. Fred zog die Vorhänge zu. Er wühlte in seinem Umhang nach seinem Zauberstab, belegte die Vorhänge mit einem Imperturbatio-Zauber und ließ dann den Zauberstab auf den Boden fallen.
„Komm her," sagte Angelina, langte nach ihm und zog ihn auf sich hinab.
Sie fingen an, sich zu küssen. Es war schön, abgesehen davon, dass sich der Raum jetzt so schlimm drehte, dass Fred andauernd ihre Lippen verfehlte. Sie kicherte, fuhr schwach mit einer Hand durch sein Haar und legte dann ihren linken Arm um seine Schultern. Ihr rechter Arm lag schlaff nach außen gestreckt auf dem Bett.
Fred gab ihrem Nacken einen feuchten Kuss, schob seinen rechten Arm unter ihren Hals, und seine linke Hand bewegte sich unbeholfen zu ihren Brüsten.
„Die hier hab ich lieb," sagte er schmunzelnd. „Die Besten aller Zeiten." Er streichelte ihr üppigen Brüste und schmiegte sich mit seinem Gesicht an sie, sodass er sich in der goldbraunen Wölbung ihres Fleisches vergrub. Sie war weich, so weich. Er könnte, sein Kopf auf diesen wunderschönen Brüsten ruhend, einschlafen.
„Fühlt sich...gut an," sagte sie und seufzte. Sie wurde ruhig.
„Weich," entgegnete Fred, und er schloss seine Augen und döste ein, seine linke Hand auf ihrer Brust ruhend, sein rechter Arm unter ihr.
Fred flog. Angelina befand sich vor ihm, und sie flogen im Tandem auf einem Feuerblitz. Fred hatte keinen Feuerblitz, also musste er Angelina gehören. Sie lachte. Er liebte ihr Lachen. Er lachte auch, und sie vollführte ein paar Saltos und Rollen auf dem Besen, sodass sie beide kreischten und schrieen und noch mehr lachten. Der Wind blies; kleine Büschel ihres Haares kitzelten sein Gesicht, unter seiner Nase...
Fred blinzelte, schoss dann wieder die Augen, gefangen zwischen Schlaf und Schlaflosigkeit. Seine Augen öffneten sich wieder, und er sah tiefroten Samt. Seine Vorhänge.
Er lag auf seinem Bett. Irgendetwas kitzelte seine Wange. Er langte schwach hoch, um es wegzuwischen. Haare. Nicht seine Haare.
Er versuchte, den Kopf zu heben, aber sein Kopf war sehr, sehr schwer. Er musste einen Zentner oder mehr wiegen, dachte er. Er versuchte wieder, ihn zu heben. Ein scharfer Schmerz, der zwischen seinen Augen anfing und sich wie eine Million rasiermesserscharfe Tentakeln ausbreitete, schoss durch seinen Schädel.
„Autsch," stöhnte er leise, und das Geräusch klang seltsam in seinen Ohren und die Schwingungen in seinem Rachen schmerzten. Sein Rachen war eine Wüste. Sein rechter Arm wurde taub und schlief ein, sodass er ein Prickeln spürte. Seine Lippen fühlten sich rau an. Seine Augen waren trüb und unscharf. Er konnte tiefroten Samt sehen, aber da war noch etwas, etwas sehr nah bei ihm. Er konnte nicht sehen, was es war. Es war verschwommen. Ihm tat alles weh.
Außer seiner linken Hand. Die fühlte sich nicht so schlecht an. Sie ruhte auf etwas Weichem und Rundem. Er bewegte die Finger seiner linken Hand. Was auch immer dieses Ding in seiner Hand war, es war angenehm.
Seine Augen versuchten angestrengt, sich zu konzentrieren. Er lag neben etwas. Etwas Weichem und Warmen. Er wollte sich nicht wirklich bewegen, aber seine Augen schienen sich öffnen zu wollen, also ließ er sie offen.
Die Dinge nahmen Form an. Er lag auf seinem Bett. Neben Angelina. Sein rechter Arm war unter ihr. Seine linke Hand…
Seine Augen wurden weit und er riss seine Hand weg von Angelinas Brust.
„Scheiße," sagte er laut, da sein Kopf anfing zu pochen, sein Magen zu grummeln und die Ereignisse des Saufgelages der letzten Nacht ihn einholten.
Sozusagen. Er konnte sich nicht wirklich an alles erinnern. Er erinnerte sich daran, zurück in sein Zimmer zu kommen. Er erinnerte sich vage daran, dass sie zu irgendeinem Zeitpunkt auf ihm gewesen war. Oh Mann.
Er berührte seine Lippen. Ja, er erinnerte sich daran, sie geküsst zu haben. Und nach der Lage seiner linken Hand, als er aufgewacht war, zu urteilen, hatte er es offensichtlich geschafft, ihre Brüste zu befühlen.
‚Merlin, bitte sag mir, dass das alles ist, was wir getan haben,' dachte er. Er musterte sich selbst (jedenfalls so gut er das konnte; sein rechter Arm war immer noch unter ihren Schulter und er wollte ihn nicht wegreißen und sie erschrecken). Er war komplett bekleidet. Sogar seinen Umhang trug er noch.
Sie war komplett bekleidet. Na ja, sie HATTE ihren Umhang und ihre Schuhe ausgezogen, aber ihr Kleid hatte sie an. Reißverschluss ganz geschlossen. Soweit er es sehen konnte nirgendwo zerrissen.
Er schaute auf sie hinab. Sie schlief tief und fest, ihren Mund leicht geöffnet. Seine Augen wanderten zu der Wölbung ihrer Brüste – sie waren einfach zu unwiderstehlich, um es zu vermeiden, sie anzustarren – und er ballte die Faust seiner linken Hand, um sich davon abzuhalten, sie zu streicheln. Aber dann sah er einen kleinen Fleck Speichel über ihrer rechten Brust.
‚Gut gemacht,' dachte er und fühlte sich lächerlich. Er war schon immer ein bisschen ein Sabberer gewesen, wenn er einen Rausch ausschlief, nur hatte er es diesmal geschafft, auf sie zu sabbern. Er nahm ein Stück seines Umhangs in die linke Hand und fing ganz behutsam an, seinen Speichel von ihrer Haut zu wischen.
„Fred, was machst du da?"
Freds Hand hörte auf, sich zu bewegen, und er schaute ihr ins Gesicht. Sie war hellwach und starrte seine linke Hand an, die jetzt auf ihrer rechten Brust ruhte. Er zog sie schnell weg.
„Ähm," sagte er dümmlich.
„Scheiße," rief sie, blinzelte und rieb sich die Augen. „Was mach ich in deinem Bett?"
„Ähm," sagte er wieder.
„Scheiße," sagte Angelina und sah ihn an. Sie setzte sich abrupt auf, drehte sich dann um und sackte wieder aufs Bett, sodass sie nicht mehr auf seinem sehr tauben Arm lag.
„Oh Gott," stöhnte sie. „Mein verdammter Kopf fühlt sich an, als ob er gleich explodiert."
„Angie," sagte er.
„Was ist passiert?" fragte sie und drehte sich schnell zu ihm, ihre Augen Angst erfüllt. „Sag mir, dass wir nicht—"
„Haben wir nicht," sagte er rasch. „Aber, ähm, ich denke wir...haben's versucht."
Angelinas Augen weiteten sich, dann schloss sie sie. „Das erklärt also, warum deine Hand auf meinen Titten war."
Freds Gesicht wurde scharlachrot. „Äh, ich denk schon," erwiderte er. Dann fing er an, sehr schnell zu reden. „Ich denk, wir sind ohnmächtig geworden, Ange. Ich erinnere mich, dass ich mit dir hierher zurück gekommen bin und wir geredet haben, denk ich, und irgendwie haben wir angefangen, uns zu küssen, aber dann sind wir beide ohnmächtig geworden. Denk ich. Erinnerst du dich?"
"Ich erinnere mich ans Küssen," antwortete Angelina. „Und...ach du scheiße. Ich war auf dir drauf! Denk ich. Und dann lag ich auf dem Bett." Sie stöhnte und umklammerte ihren Kopf. Fred setzte sich langsam auf, in einem Versuch, seine eigenen Schmerzen und die Übelkeit zu unterdrücken.
„Okay," sagte Fred und versuchte, ruhig zu bleiben. „Es ist nichts passiert. Nicht wirklich. Wir sind beide noch komplett bekleidet."
„Richtig," sagte Angelina und blickte ihn unsicher an.
„Also können wir's gar nicht getan haben," sagte Fred. „Ich mein, das macht keinen Sinn, oder? Dass wir es tun und dann all unsere Klamotten wieder anziehen? Auf keinen Fall."
Angelina sah überzeugter aus. „Jaah, du hast recht."
„Okay," sagte er wieder und spürte, wie die Erleichterung in sein Gesicht kroch.
„Aber, Fred, das erklärt nicht, warum deine Hand auf meinen Titten war," stellte sie heraus.
„Oh," sagte Fred. „Ähm, tja, ich nehm an, ich muss dich, ähm, ein bisschen befühlt haben...oder so, und eingeschlafen sein."
„Fred, du hast heute Morgen an meiner rechten Titte rumgerieben," sagte Angelina unverblümt.
„Ich hab den Sabber von dir weggemacht!" entgegnete er verteidigend.
„Den...Sabber?" sagte Angelina. Fred spürte, wie sich sein Gesicht von scharlachrot in beinah purpurn verwandelte.
„Äh, na ja, ich...hab halt...äh, auf deine Brust gesabbert," sagte er, auf seine Hände hinabschauend. „Ich, ähm, mach das manchmal. Wenn ich 'nen Rausch ausschlafe, weißt du."
Angelina starrte ihn an. Fred biss die Zähne zusammen und wartete darauf, dass sie ihn ohrfeigte. Stattdessen brach sie ihn Gelächter aus.
„Was?" sagte er.
„Oh...mein Gott," keuchte sie lachend und ihren Kopf festhaltend. Ihr Gesicht war von einem Mix aus Vergnügen und Brummschädel-Schmerzen verzogen.
„Was?" wollte Fred wissen, da er sich jetzt angegriffen fühlte.
„Du hast auf mich gesabbert!" rief sie lachend und auf ihn zeigend, dann stöhnte sie und packte wieder ihren Kopf.
„Ja und?" sagte Fred. „Das war keine Absicht. Du musst dich nicht lustig machen. Das ist ein bisschen peinlich, weißt du."
Angelinas Lachen klang zu leisem Kichern ab, und sie legte einen Hand auf seine stoppelige Wange.
„Sorry," sagte sie, aber sie fing an, heftiger zu kichern. „Oh mein Gott, aus irgendeinem Grund ist heute Morgen alles so lustig!" Und dann lachte sie und versuchte, zu sprechen.
„Gestern," japste sie, „gestern war ich so unglücklich wegen allem und dann hast du mich zum Ball gebeten und wir sind hingegangen und du hast mir gesagt, ich sähe umwerfend aus und wir haben wie die Schweine gegessen...und...und...wir haben getanzt und...du bist ganz...„aufgewühlt" geworden...und es war so süß!"
Fred glotzte sie an und fragte sich, ob sie immer noch unter den Einwirkungen des Punsches stand.
„Süß?" sagte er. „Dass ich einen Ständer gekriegt hab, während wir getanzt haben, war ‚süß'?"
„Mhm!" sagte sie und lachte immer noch, so sehr, dass ihr mittlerweile Tränen das Gesicht herunter rannen. „Und dann haben wir getanzt bis zum Umfallen und dann sind wir raus gegangen und ich hab Roger und wie heißt sie doch gleich gesehen und ich hab mich hundsmiserabel gefühlt und dann haben wir uns richtig die Kante gegeben und...und...ich erinnere mich, dass ich danach nicht traurig war! Ich mein, als ich am Trinken war, dachte ich, weißt du...was, wenn ich trinke und ich am Ende eine dieser dämlichen betrunkenen Heulanfälle hab? Hatte ich aber nicht...ich hatte einfach Spaß... und dann sind wir hierher zurück gekommen und wir waren so...BETRUNKEN! Ich kann nicht glauben, dass wir versucht haben zu vögeln! Und dann hast du auf mich gesabbert und es von mir runter gewischt!"
Sie hielt sich die Seiten und rollte sich aufs Bett, so sehr lachend, dass jetzt gar kein Laut aus ihr heraus kam.
Fred starrte sie an und fragte sich, ob sie vielleicht ein wenig verrückt geworden sei.
„Angie," sagte er langsam. „Ähm, bist du...sicher, dass es dir gut geht?"
„Fred!" sagte sie und setzte sich rasch auf. Ihre Hand flog an ihren Kopf. „Aua. Sieh mal, Fred, verstehst du's nicht? Ich hatte eine GUTE ZEIT mit dir, okay, und es ist egal, ob wir versucht haben zu vögeln, weil wir's letztendlich doch nicht getan haben."
„Du bist wirklich seltsam," sagte er mit einem Kopfschütteln. „Hör zu, machst du dir nicht mal ein bisschen Sorgen über—"
„Worüber?" fragte sie, ihr Lachen jetzt verschwunden, das Gesicht sanft. „Ich hab mich seit Ewigkeiten nicht mehr so gut gefühlt, Fred. Dann haben wir uns eben betrunken und was Dummes gemacht. Na und?"
„Wir WAREN ziemlich betrunken," sagte Fred.
„Wir hätten niemals versucht zu vögeln, wenn wir's nicht gewesen wären," entgegnete Angelina.
„Stimmt," sagte Fred, der sich nun besser bei der ganzen Sache fühlte. „Hattest du wirklich Spaß?"
„Mordsmäßig," sagte sie. „Mein Kopf fühlt sich an, als ob er in 'nem Schraubstock klemmen würde und mein Nacken ist steif und ich sollte deine linke Hand schlagen, weil sie mich befummelt hat, aber ich hatte Spaß."
„Obwohl—"
„Obwohl ich Roger mit Fleur gesehen hab," sagte Angelina. „Ich mein, es tut immer noch ein bisschen weh. Mehr als ein bisschen. Aber...gestern Abend war das erste Mal, seit wir uns getrennt haben, dass ich ihn mit ihr gesehen hab und nicht heulend zusammengebrochen bin."
„Echt?"
„Echt," sagte sie. „Deinetwegen."
Fred grinste. „Wow. Dann war es also ein gutes Date."
„Das beste," erwiderte sie, und sie lehnte sich vor und küsste ihn auf die Wange. Er zog sie in eine Umarmung, und sie verharrten eine Zeit lang so. Fred versuchte zu ignorieren, wie ihre Brüste sich gegen seinen Brustkorb drückten. Es funktionierte nicht, aber zumindest saß er und sie konnte nicht sehen, wie bestimmte Dinge anfingen, sich zu wölben.
Sie zog sich von ihm zurück und lächelte. „Danke," sagte sie und zerzauste seine Haare.
„War mir eine Freude," erwiderte er. Er streckte seine linke Hand aus. „Mach schon, schlag sie."
„Fred, komm schon," sagte sie mit verdrehten Augen.
„Ich mein's ernst, Angie, schlag sie," entgegnete er. „Ich hab's verdient."
„Nein," sagte sie.
„Angie, schlag jetzt endlich meine blöde Hand!" sagte er bestimmt.
„Nein!" sagte sie lachend. „Fred—"
„Schön, dann schlag sie halt nicht," sagte er, und er zog seine Hand zurück und starrte sie liebevoll an. „Ich werde diese Hand auf ewig zu schätzen wissen. Die Hand, die die fantastischsten, hinreißendsten Brüste befummeln durfte, die es auf der ganzen—"
Sie packte seine Hand und schlug sie.
„Autsch," sagte er.
„Musste sein," erwiderte Angelina. „Sonst hättest du nie die Klappe gehalten."
„Na schön," sagte Fred. „Aber ich werde diese Hand niemals wieder waschen."
Author's Note: Nur eine kleine Anmerkung, dass die Versautheit in den nächsten Kapiteln zunimmt. Fred und Angelina finden alle möglichen Entschuldigungen, warum sie nicht zusammen sind.
Translator's Note: Es ist mittlerweile über ein Jahr her, seit sich hier zum letzten Mal etwas von meiner Seite getan hat. In der Zwischenzeit war ich in Neuseeland, bin dort gereist und habe gearbeitet. Aber letztendlich ist es nirgendwo so schön wie Zuhause. Deshalb freue ich mich nicht nur, wieder zurück bei meinen Lieben zu sein, sondern auch darüber, dass es mit dieser Geschichte weiter gehen kann. Ich hoffe, ihr habt nicht weniger Spaß an ihr! Da das zwölfte Kapitel, welches Halbzeit bedeutet, nur noch einer kleinen Revision unterzogen werden muss, ist sogar bald mit einem Update zu rechnen – es sei denn, der Sommer meines Lebens kommt dazwischen.
