Bitte sehr Chap N° 3...

3. Professor Dumbledore

Die drei Freundinnen sahen sich erst am 25. August in dem Pub „Der Tropfende Kessel" wieder. Ihre Familien lebten in verschiedenen Städten, so war es den Mädchen nicht möglich sich während der verbleibenden Tage zu sehen.

Umso größer war natürlich die Wiedersehensfreude in dem Pub. Am Flughafen hatten die 3 Familien beschlossen eine Stunde früher als vom Schulleiter erwartet sich im „Tropfenden Kessel" einzufinden, damit die Mädchen noch etwas Zeit zusammen verbringen konnten.

Es war ein großes Gekreische und Umarmen als sich die drei gegenüber standen. Sicherlich wäre es noch lange so weiter gegangen, wenn sich nicht Kristins Großmutter zu Wort gemeldet hätte. „Kristin, Liebes! Neville und ich werden jetzt gehen, du weißt wir müssen noch ins St.-Mungo-Hospital für Magische Krankheiten und Verletzungen. Danach treffe ich mich noch mit Mrs. Weasley. Wir holen dich in 2 Stunden wieder ab. Danach besorgen wir eure restlichen Schulsachen! Bis dann. Komm Neville!", verabschiedete sich die alte Dame und zog ihren Enkel hinter sich her. Auch Lisas Cousin musste los. „Pass gut auf dich auf, Kleine! Und wehe du kommst nicht nach Ravenclaw!", er zwinkerte ihr zu und verließ den Pub. „Gut dann werde ich auch gehen. Vergiss nicht wir müssen nachher noch einkaufen, wir sind heute Abend bei den Malfoys zu Gast! Viel Spaß.", Mrs. Perks hauchte ihrer Nichte einen Kuss auf die Wange und disapparierte.

Lisa, Kristin und Tina setzten sich an einen Tisch und bestellten bei Tom, dem Wirt 3 Butterbiere.

„Wie meinte denn dein Cousin das vorhin? Von wegen: Wehe du kommst nicht nach Ravenclaw! ", fragte Kristin Lisa. „ Ach fast meine ganze Familie war in Ravenclaw, und jetzt ist es sozusagen meine Pflicht auch dahin zu kommen. Aber ich würde es gut finden, weil Roger auch da ist und dann bin ich nicht so allein."

„Ich weiß genau was du meinst!", erzählte nun auch Kristin. „Die meisten Johnsons waren in Griffendor, aber es gingen auch einige nach Ravenclaw oder Hufflepuff. Angelina, meine Cousine und Neville, mein Cousin, die sind beide auch in Griffendor, naja Angelina nicht mehr, die hat letztes Jahr ihren Abschluss gemacht, aber Neville noch, naja, wie du schon sagtest Lisa, wenn man zu denen kommt, dann ist man nicht so allein."

„Und wo waren die aus deiner Familie?", fragte Lisa Tina, die sich bisher etwas zurückgehalten hatte, was ihren Freundinnen mehr als merkwürdig vorkam. „Keine Ahnung. Meine Tante hat nicht so viel von der Familie erzählt, sie war mehr damit beschäftigt mich auf, wie sagt sie so schön, für das Ansehen unserer Familie gesellschaftlich wichtige Anlässe, zu schleifen. Jess hat zur Mal kurz erwähnt, dass er in Slytherin war. Mehr weiß ich nicht!"

„Ist das Essen bei den Malfoys auch so ein Anlass?", fragte Lisa etwas hinterhältig. „Keine Ahnung, vielleicht sind Mr Malfoy und mein Onkel auch befreundet, oder so." „Du weißt aber schon, was die Malfoys für eine Familie sind?", fragte Kristin entsetzt, als ihre Freundin so locker über das Thema sprach. „Nö, was denn? Jess hat mir erzählt, dass sie einen Sohn haben, der Draco heißt, der soll auch Prinz von Slytherin genannt werden." „Mann, die Malfoys sind Anhänger von du-weißt-schon-wem! Ganz fiese Leute, die sich kaum um andere scheren.", klärte Kristin ihre Freundin auf. „So hat mir das meine Grandma erzählt." „Na toll, und zu solchen Leuten soll ich zu Abendessen? Super!"

„Ist euch eigentlich aufgefallen, dass wenn wir nach unseren Familien schlagen, alle drei in verschiedene Häuser kommen? Ich, nach Ravenclaw, Kristin nach Griffendor und Tina nach Slytherin.", stellte Lisa fest. „Nun male mal nicht den Teufel an die Wand.", beruhigte Kristin. „Genau", stimmte Tina zu. „Ich bin sicher ne Ausnahme und komme nach Hufflepuff." Belustigt grinste sie ihre Freundinnen an.

„Und wenn ist es auch nicht so schlimm, wir sehen uns doch sicher andauernd, oder meint ihr nicht?" „Sicher! Komm schon Lisa Kopf hoch!"

Tapfer nickte Lisa und nahm noch einen großen Schluck von ihrem Butterbier.

„Was habt ihr eigentlich die letzten Tage gemacht?", fragte Tina neugierig. „Ich hab ja schon erzählt, wozu meine Tante mich armes Mädchen gezwungen hat." „Tu mal nicht so, so was macht dir doch Spaß", scherzhaft stieß Kristin ihrer Freundin in die Rippen, sodass diese fast ihr Getränk verschüttete. „Hey!", rief die Gestoßene und stürzte sich auf den Angreifer. „Das wirst du bereuen!", schrie sie und kitzelte Kristin kräftig durch. Erst als das blonde Mädchen vor Lachen kaum noch Luft bekam ließ die Größere von ihr ab und sah die anderen beiden erwartungsvoll an.

„Also nun erzählt schon!", forderte sie. „Ich war mit Roger sozusagen auf Familienexkurs, wir sind durchs halbe Land gereist und haben überall Verwandte besucht, das war voll witzig. Roger ist total nett und riesig in Ordnung. Seine Eltern auch, ich glaube meine hätten das niemals erlaubt aber seine haben uns nur ermahnt vorsichtig zu sein. Ich freu mich schon wenn es morgen weiter geht, dann steh ich auch nicht mehr so dumm daneben, wenn die über Zauberei quatschen."

„Und bei dir Kristin?", fragte Tina als Lisa geendet hatte. „Also ich hab die Tage bei Tante Angela und meiner Cousine gewohnt. Ab und zu hab ich meinen Bruder besucht, der wohnt nur zwei Straßen weiter. Angelina hat mich mit zu einem Quidditchspiel mitgenommen, ein geiles Spiel sag ich euch. Der mega Hammer! Naja und die restlichen Tage bleib ich bei meiner Oma hier in London.", berichtete diese. „Wohnt da nicht auch dein Cousin Neville?", kicherte Lisa. „Ja und? Was gibst denn da zu kichern?" „Ach nichts", sagte Lisa schnell und steckte sich die Faust in den Mund um nicht laut heraus zu platzten. Kristin sah erst Lisa verblüfft an, dann blickte sie zu Tina rüber in der Hoffnung eine Erklärung zu bekommen. Doch Tina rollte nur verständnislos mit den Augen und nippte an ihrem Butterbier.

Lisa beruhigte sich erst wieder als Professor McGonagall, gefolgt von einem großen alten Mann, dessen weißer Bart fast genauso lang wie sein weißes Haar war, an ihrem Tisch trat und ihnen zu verstehen gab ihr zu folgen.

Professor McGonagall und Professor Dumbledore führten die 3 16-Jährigen in eines der Hinterzimmer, wo sie sich setzten. Lisa, Kristin und Tina blieben jedoch unsicher stehen. „Setzen sie sich ruhig! Wir beißen nicht, oder Minerva?", wendete Professor Dumbledore sich belustigt an seine Kollegin. „Für gewöhnlich nicht, Albus.", meinte diese sarkastisch. Vorsichtig taten die Mädchen wie ihnen empfohlen.

„Also, ich bin Professor Dumbledore, der Schulleiter von Hogwarts. Als erstes möchte ich Ihnen sagen wie leid uns die ganze Sache tut. Obwohl zu betonen wäre, dass es eigentlich nicht unsere Schuld war, eher die des Zaubereiministers, oder wer auch immer dafür verantwortlich war.", er zwinkerte den Mädchen vergnügt zu.

„Nun dann, wie ihnen sicher ihre Eltern oder auch ihre Familien erzählt haben werden, gibt bei uns in Hogwarts 4 Häuser. Während der Zeit, die Sie noch bei uns verbringen werden, wird Ihr Haus gleichsam Ihre Familie sein. Sie haben ge­meinsam Unterricht, Sie schlafen im Schlafsaal Ihres Hauses und verbringen Ihre Freizeit im Gemeinschaftsraum. Die vier Häuser heißen Griffendor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Jedes Haus hat seine eigene, ehrenvolle Geschichte und jedes hat bedeutende Hexen und Zauberer hervorgebracht. Während Ihrer Zeit in Hogwarts holen Sie mit Ihren großen Leistungen Punkte für das Haus, doch wenn Sie die Regeln verletzen, werden Ihrem Haus Punkte abgezogen. Am Ende des Jahres erhält das Haus mit den meisten Punkten den Hauspokal, eine große Auszeichnung. Ich bin mir sicher, jede von Ihnen ist ein Gewinn für das Haus, in welches sie kommen wird."

Er blickte munter in die verblüfften Gesichter der Mädchen. Plötzlich unterbrach Lisa die vermeintliche Stille. „Professor Dumbledore, Sir, darf ich fragen, wie sie ermitteln wollen in welches Haus wir passen?", fragte sie scheu. „Oh, das wird der Sprechende Hut für mich übernehmen. Aber alles zu seiner Zeit. Vorher möchte ich sie bitten, das", er zog drei kleine Flaschen mit einer hellblauen Flüssigkeit aus seiner Tasche und stellte diese vor sich auf den Tisch. „Zu trinken. Durch diesen Trank wird Ihnen das fehlende Wissen vermittelt. Ich möchte Sie bitten, es ganz auszutrinken, auch wenn es nicht wie Kürbissaft schmeckt. Unser Tränkemeister Professor Snape hat diesen Trank in wochenlanger härtester Arbeit nur für Sie gebraut. Also bitte!", aufmunternd sah er die 3 Deutschen an.

Entschlossen griff Kristin nach den Flaschen und gab sie an ihre Freundinnen weiter. Lisa zog den Stopfen ab und verzog angewidert das Gesicht, Tina sah setzte die Flasche zögernd an die Lippen und hielt sich gleichzeitig die Nase zu und Kristin kippte das Zeug ohne zu zögern runter. Schließlich bewegte der Mut ihrer Freundinnen auch Lisa dazu das Fläschchen ganz aus zu trinken. „So, jetzt sollten Sie ein Gefühl haben, als wenn ein Luftballon in Ihrem Kopf aufgeblasen wird. Das ist das Wissen, das sich in Ihnen ausbreitet."

„Als wenn sich ein Luftballon aufbläst, das ist doch gar nichts, ich hab das Gefühl als wenn mein Kopf gleich zerspringt!", flüsterte Kristin leise und presste eine Hand gegen ihre Stirn. Einige Sekunden später war das Gefühl genauso schnell verschwunden, wie es gekommen war und die Mädchen fühlten sich nur etwas benommen.

„Ah, wie ich sehe ist es soweit, Minerva sei doch so gut und teste das Wissen der Damen!", bat der Schulleiter die Verwandlungslehrerin. „Gut, Miss Johnson, nennen sie mir doch bitte die Zauberformel für den Aufrufezauber." Kristin überlegte kurz, bevor sie antwortete. „Accio.", sagte sie zögerlich. „Sehr gut", freute sich Professor Dumbledore.

„Miss Perks, wo würden sie nach einem Bezoar suchen?", fragte Professor McGonagall nun weiter. „Ähm, im Magen einer Ziege, dass ist ein Stein, der einen vor den meisten Giften rettet, oder?" „Vollkommen richtig!", bestätigte der Schulleiter.

„Und zuletzt, Miss Davies, welche sind die 3 Unverzeihlichen Flüche?" „Der Imperius-Fluch, der Betroffene wird zur Vollkommenen Unterwerfung gezwungen, der Cruciatus-Fluch, schlimmste Folter und Avada Kedavra, der tödliche Fluch, wenn man einen der 3 Flüche gegen einen Mitmenschen einsetzt, handelt man sich eine lebenslange Haftstrafe in Askaban ein.", antwortete Lisa ohne zu zögern. „Vortrefflich! Einfach wunderbar!" Professor Dumbledore strahlte die Mädchen und Professor McGonagall an.

„Jetzt, wo wir den weniger angenehmen Teil hinter uns haben, wollen wir uns dem Schöneren zu wenden. Minerva, wärst du so freundlich?" „Sicher doch Albus.", sie murmelte etwas und aus dem Nichts erschien der Sprechende Hut auf dem Tisch.

„Also", begann Professor McGonagall zu erklären." Ihr werdet nacheinander diesen Hut aufsetzten, der euch dann in eure Häuser einteilen wird. Miss Davies, Sie zuerst bitte!"

Lisa griff nach dem zerschlissenen Hut und setzte ihn sich begierig auf den Kopf.

„Hmm", sagte eine piepsige Stimme an ihrem Ohr. „ Ich sehe Klugheit, sehr viel Grips, Weisheit ist auch nicht zu verachten und gelehrsam bist du. Ich weiß genau, wo ich dich hinschicke! RAVENCLAW", rief der Hut laut in den Raum. Die Professoren McGonagall und Dumbledore klatschen ein, zwei Mal in die Hände, als Lisa sich den Hut vom Kopf zog und ihre Freundinnen verwirrt angrinste.

„Schön, schön, Miss Johnson, Sie sind die Nächste!" Lisa gab den Hut an Kristin weiter, die ihn sich vorsichtig aufsetzte. Auch sie hörte die piepsige Stimme nahe an ihrem Ohr. „ Ich sehe einen hellen Kopf, der einen Drang zur Gerechtigkeit hat. Hmm, aber auch viel Mut und Tapferkeit steckt in dir. Schwierig, äußerst Schwierig. Aber doch eher … GRIFFENDOR!" Kristin strahlte als sie den Hut genauso vorsichtig wieder vom Kopf zog, sie würde nach Griffendor kommen, zu ihrem Cousin.

„Gut, dann sind Sie die Letzte Miss Perks." Tina betrachtete den Hut erst misstrauisch, bevor sie ihn aufsetzte. „Eine Perks! Das es solche noch gibt, du schicke ich nach SLYTHERIN!", entschloss sich die piepsige Stimme sofort. Verwundert sah Tina die Professoren an, als sie den Sprechenden Hut auf den Tisch gesetzt hatte.

„Professor, wieso hat sich der Hut bei mir sofort entschieden und nicht noch lange gezögert?" „Ich denke, dass liegt daran, dass Sie aus einer reinblutigen Familie stammen, die viele Eigenschaften der Slytherins vorweist. Ich glaube sogar, dass nur sehr wenige Perks in anderen Häusern waren, oder Minerva?" Professor McGonagall nickte zustimmend.

„Wo wir das nun auch beendet haben, möchte ich Ihnen noch einige Dinge über Hogwarts erzählen."

Er erzählte den Mädchen von den verschiedenen Fächern und wer sie unterrichtete, er teilte ihnen mit, wer ihre Hauslehrer waren und noch vieles mehr.

Etwa 20 Minuten später kam Mrs. Longbottom mit Neville ins Hinterzimmer. „Dumbledore!", grüßte sie fröhlich und schüttelte dem alten Mann die Hand. „Mrs. Longbottom, schön sie einmal wieder zu sehen, sie sind hier um Kristin abzuholen?" „Richtig, wir wollen noch ihre und Nevilles restlichen Schulsachen besorgen, deshalb kann ich auch leider nicht lange bleiben. Ach ja ich soll sie herzlich von Molly Weasley grüßen, nicht Neville?" „Ja, Grandma. Guten Tag Professor McGonagall, Guten Tag Professor Dumbledore." „Hallo Neville, freust du dich schon auf das neue Schuljahr?", fragte Dumbledore den rundlichen Jungen, der freudig nickte. „Dieses Jahr strengen Sie sich wieder so gut an, nicht Longbottom?", fragte McGonagall. Diesmal nickte Neville verlegen und wurde leicht rot. „Dann wir müssen los. Auf Wiedersehen Professor Dumbledore, Professor Mcgonagall.", Mrs Longbottom wandte sich zum Gehen und winkte Kristin und Neville gebieterisch zu. Neville zog eine Grimasse und folgte seiner Grandma, Kristin drückte ihre Freundinnen kurz, verabschiedete sich von den Professoren und lief Neville hinterher.

Um ein Haar wäre sie in der Tür mit Roger Davies zusammengestoßen, der gerade kam. Wenige Sekunden später kam auch Mrs Perks in das Hinterzimmer. „Und?", rief Roger. „Ravenclaw!", antwortete Lisa freudig. „Super! Oh, hallo Professor Dumbledore, Professor McGonagall.", begrüßte Roger seine Lehrer. „Das wichtigste zuerst nicht Mr Davies?", scherzte Professor Dumbledore. Doch kaum erblickte er Mrs Perks nahm er sich wieder zusammen und schüttelte ihre Hand.

„Dumbledore, wie nett sie einmal wieder zusehen. Professor McGonagall wir haben uns ja auch eine Ewigkeit nicht mehr gesehen." „In der Tat, Claire, in der Tat." „Tschüß Professor Dumbledore, auf Wiedersehen Professor McGonagall!" Roger und Lisa verließen den Raum.

„Wie es auch sei, ich muss leider los, Tina komm bitte! Wir haben heute Abend noch ein wichtiges Essen. Auf Wiedersehen Dumbledore. Professor McGonagall." Auch sie verschwand mit ihrer Nichte aus dem Hinterzimmer des Tropfenden Kessels.

Jedes noch so kleine Review freut den Autor!

Eure Sweety