So hier gibts das nächste Chap, dass sich nur mit Kristin und den Gryffindors beschäftigt.. viel Spaß beim Lesen!

Kristin staunte nicht schlecht, als sie den Gemeinschaftsraum sah. Es war ein großer Raum, voll mit unzähligen, gemütlichen, weichen und überhaupt nicht zusammen passender Sessel. In einer Ecke des Raumes war ein Kamin angebracht, in dem ein Feuer lustig vor sich hin brannte. Hermine und Harry steuerten genau die Sessel vor dem Kamin an und ließen sich in die Polster fallen. Kristin tat es ihnen gleich, schreckte aber sofort wieder hoch, als sie bemerkte, dass sie sich auf jemanden gesetzt hatte. Erschrocken drehte sie sich um und erblickte Ron, der fast im Sessel verschwunden war. „Von mir aus kannst du ruhig sitzen bleiben!", meinte er grinsend. „Lass mal, dass will ich dir nicht zu muten!" Sie ließ sich zur Entschädigung neben Ron in den Sessel fallen.

Einige Minuten kamen Dean, Lavender, Seamus, Neville und Ginny dazu. Sie zogen sich Sitzmöglichkeiten heran und machten es sich bequem. Ron streckte sich ausgiebig, legte seine langen Beine auf den niedrigen Tisch vor sich und gähnte verschlafen. „Vergiss nicht, Krissi! Du musst inner viertel Stunde bei McGonagall antanzen." „Hm!" Kristin sah den Jungen müde an, eigentlich hatte sie keine Lust mehr heute Abend noch bei ihrer Hauslehrerin antanzen zu müssen. Sie ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. „Wo ist eigentlich Parvati?", fragte sie beiläufig. „Ihr war nicht gut. Sie hat sich schon hingelegt.", murmelte Lavender und kuschelte sich an Seamus an. „Ach so."

Schlafen, ja schlafen wäre jetzt gut, dachte sie und schloss die Augen. „Hey Krissi! Nicht einschlafen! Komm ich bring dich zu McGonagall!" Ron stand langsam auf und zog Kristin unbarmherzig mit sich. „Menno! Ich will aber nicht!", sagte Kristin verschlafen. Ron grinste und strich sich eine Strähne seines roten Haares aus dem Gesicht, wobei er süß aussah, wie Kristin fand. „Keine Widerrede!"

Mit diesen Worten öffnete er das Porträt der Fetten Dame und ging neben ihr den dunklen Gang entlang. Dann liefen sie eine Treppe hoch, zwei Treppen runter, wobei Kristin in einer Trickstufe versank, aus der Ron sie aber schnell wieder befreit hatte, dann liefen sie durch einen Korridor und hielten vor einer Tür, neben einer Karte von Schottland an. Genau, wie Anthony schmunzelte Ron und flüsterte Kristin zu: „Du musst wissen, sie ist mit Leib und Seele Schottin!" Er grinste und klopfte an die Tür. „Ja bitte?" Ron schubste Kristin zur Tür rein. „Viel Spaß Krissi, ich hol dich inner viertel Stunde wieder ab." Mit diesen Worten ging er pfeifend den Gang zurück.

Kristin kannte Professor McGonagall ja schon von den Begegnungen auf dem Bahnhof und dem Tropfenden Kessel. „Schließen Sie die Tür bitte, Miss Johnson und setzten Sie sich ich bin gleich fertig!", sie beugte sich wieder über das Pergament, dass vor ihr auf dem Schreibtisch lag. Kristin ließ sich langsam auf dem Stuhl gegenüber von der Lehrerin nieder. Neugierig sah sie sich im Zimmer um. An der Wand hingen einige Bilder aus Schottland, sowie die schottische Fahne (siehe Seite). Das Zimmer wirkte durch die rote Farbe angenehm warm. Ein kleines Lächeln schlich sich auf Kristins Lippen, die kleinen Fotografien auf dem Kaminsims sah. Da waren Bilder von so ziemlich allen Griffendor Schülern, die je unter Professor McGonagalls Obhut standen oder gestanden haben. Alle diese jungen Leute winkten ihr fröhlich zu oder beschäftigten sich anderweitig. Sie sah ihren Cousin Neville der im Griffendor Turm gegen Seamus Finnigan Zauberer Schach spielte, ihre Cousine Angelina, die ihre Mannschaft an schrie, Harry auf einem Besen, wie er den Schnatz verfolgte, Ron, der sich beachtlich streckte um einen Quaffel abzufangen, was ihm auch gelang, Lavender und Parvati, die vor einer Leiter standen und glücklich in die Kamera lachten und Hermine, die natürlich las.

„Gefallen Ihnen die Bilder?", fragte Professor McGonagall plötzlich. Kristin nickte verlegen, sie hatte gar nicht mit bekommen, dass ihre Hauslehrerin sie beobachtete. „Colin Creevey, ein 5.Klässler hat sie gemacht. Er war so freundlich mir einige Abzüge zu überlassen." Kristin wendete ihren Blick wieder den Bildern zu. Am rechten Ende des Strahlte ihr ein Haufen roter Haare entgegen, fragend sah sie die ältere Frau an. „Professor, wer sind denn die mit den roten Haaren? Ron und Ginny hab ich ja noch erkannt." „Ja das sind Ron und Ginny, gut erkannt! Dann ist da noch der älteste Weasley Bill, der mit den langen Haaren und dem Schülersprecherabzeichen. Charlie, der zweit älteste, der den Quidditch Pokal in der Hand hält. Percy, der Große mit der Brille. Und natürlich die Zwillinge Fred und George, mit ihrem besten Freund Lee Jordan. Das sind die drei vor dem Laden." Kristin staunte nicht schlecht, sie hatte nicht gewusst, dass Ron und Ginny so viele Geschwister hatten.

„Gut, dann wollen wir zu eigentlichen Teil kommen. Passen Sie auf. Sie werden die ZAG- Prüfungen in einer Woche zusammen mit Miss Perks und Miss Davies wiederholen." „WA?" Kristin wäre fast vom Stuhl gefallen. „Ist das Ihr Ernst?" „Natürlich, keine Sorge, Sie schaffen das schon, allerdings sollten Sie diese Bücher …", sie stand von ihrem Stuhl auf, trat zu einer Kommode und nahm einen Stapel mit etwa 5 Büchern herunter. „…lesen. Es wäre besser. Dann werden Sie folgende Wahlfächer besuchen, Arithmantik und Pflege magischer Geschöpfe. Noch Fragen?" „Ja, wieso heißen die Teile Wahlfächer, wenn Sie sie mir sowie so vorschreiben?" Professor McGonagall schien geschockt. Im inneren Auge sah sie Neville vor sich, ein ruhiger, höflicher, zuvorkommender Junge mit einer besonderen Begabung für Kräuterkunde und Zaubertränke, zumindest, wenn Professor Snape nicht in der Nähe war und Angelina, ein nettes, auch höfliches und zuvorkommendes Mädchen, mit einem Hang zur Zurückhaltung und großer Sportlicher Begabung. Und jetzt? Da saß dieses Mädchen aus der gleichen Familie vor ihr. Eine quirlige Person, ohne Scheu Fragen zu stellen, mit großer Neugier und mit einem, wie sagten die Muggel, Hang zur Berliner Schnauze, was auch immer das heißen sollte. Professor Mcgonagall lächelte selig, endlich mal jemand, der Stimmung in den Turm bringen würde. „Weil Ihre Familie eine Begabung für diese Fächer gezeigt hat." „Sagen sie das doch gleich, na gut, geht in Ordnung!" „Gut! Haben Sie sonst noch Fragen?" „Nö, eigentlich nich. Wieso, sollte ich was fragen?" „Nein, schon in Ordnung. Sie können dann gehen!" „Gute Nacht, Professor!" „Gute Nacht, Miss Johnson." Kristin schritt auf den, von Fackeln beleuchteten Flur heraus.

Ron, kam keuchend um die Ecke gehechtet. „Sorry, Krissi! Peeves hat mich aufgehalten!" „Schon in Ordnung, aber lass uns gehen, ich bin hundemüde." Ron nickte mitfühlend und zusammen machten sie sich auf den Weg zum Griffendor Turm, wobei Ron mit ihr eine Geheimtreppe, nahm, um Peeves nicht wieder in die Quere zu kommen.

Dort angekommen, verabschiedete Kristin sich von Ron und Harry und stieg zusammen mit Hermine und Lavender die Treppe zu den Mädchenschlafsälen hoch.

Todmüde zog sich Kristin ihren Pyjama an und krabbelte in das Bett, das Hermine ihr „zugewiesen" hatte. Vom Schlafsaal hatte sie nicht viel gesehen, da die Vorhänge vor dem Fenster schon zu gezogen waren, weil Parvati schon schlief. Eigentlich wollte Kristin sich den Tag noch mal durch den Kopf gehen lassen, doch kaum hatte sie sich in die weichen Kissen fallen lassen, als sie auch schon ins Land der Träume abdriftete.

Sie hatte schon immer einen leichten Schlaf, deshalb wachte sie auch auf, als sie einen leisen Schluchzer vernahm. Erschrocken fuhr sie hoch und sah sich verwundert um, bis ihr einfiel das sie ja in Hogwarts war. Doch warum war sie aufgewacht? Was hatte sie geweckt? Ein Geräusch, doch was für eines?

Da hörte sie es wieder. Entschlossen schlug sie die Decke zurück, suchte ihre Schuhe und folgte dem Geräusch. Erstmal musste sie sich in dem dunklen Zimmer orientieren. Sie hörte gleichmassige Atemzüge, von Hermines Bett neben sich und ein leichtes Schnarchen aus Lavenders Richtung. Moment mal, was war mit Parvati? Kristin trat leise an ihr Bett und musste verwundert feststellen, dass es leer war. Da fiel ihr ein klitzekleiner Strahl Licht auf, der durch die Tür des Badeszimmers fiel. Schnell war Kristin an der Tür angekommen und horchte. Drinnen weinte tatsächlich jemand. Langsam zog Kristin die Tür auf und trat ins Bad. „Parvati? Alles in Ordnung?", fragte Kristin leise um das Mädchen nicht zu erschrecken. Parvati saß auf dem Boden, den Rücken an die Badewanne gelehnt, die Beine zum Körper angezogen und den Kopf auf die Knie gelegt. Ihr schwarzes Haar fiel wie ein Vorhang über ihr Gesicht. Als Kristin sie ansprach, hob sie leicht den Kopf und sah die junge Johnson aus roten, verquollenen Augen an. „Oh Kristin, hi!", ihre Stimme war unnatürlich hoch und sie versuchte ein Lächeln, das sehr gequält wirkte. Unauffällig versuchte sie ihre Tränen wegzuwischen. „Hab ich dich geweckt? Das tut mir leid. Du kannst ruhig wieder schlafen gehen!" „Quatsch! Ich seh doch, dass es dir mies geht! Da hau ich mich doch nicht so einfach wieder in die Falle!" Sie ließ sich neben Parvati auf dem Boden nieder. „Also. Was ist los?" Parvati sah sie kurz an. „Mir kannst du es ruhig erzählen! Ich weiß das es beschissen, wenn man Probleme hat und mit keinem so richtig darüber reden will." „Ich will dich aber nicht nerven!", flüsterte Parvati leise. „Mich kann man gar nicht nerven!", antwortete Kristin knapp. Dann fing Parvati langsam an zu erzählen, von ihrem Freund aus Frankreich, ihrem Aufenthalt dort mit Padma, ihr erstes Mal und ihre Befürchtungen schwanger zu sein. Während ihres Berichtes liefen ihr immer mehr tränen über die Wangen, so dass Kristin sie einfach in den Arm nahm um sie zu beruhigen. Aus eigener Erfahrung wusste sie dass es manchmal wunder wirkte. „Naja das war es!", schloss Parvati traurig. „Deine Periode hättest du vor einer Woche bekommen sollen?" Parvati nickte schwach. „Ich weiß das klingt jetzt doof, aber vielleicht setzt sie mal aus? War sie öfter unregelmäßig?" „Nein, eigentlich nicht." „Ich hab mal gelesen, dass auch besondere Ernährung damit zutun haben soll. Die Japanerinnen bekommen ihre z.B. nur unregelmäßig, weil sie so viel scharfes Zeug essen." „Das könnte sein. In Frankreich gab es nur so komische Sachen, die ich nicht gewöhnt war." „Na siehste. Aber um sicher zu sein, wird ich mir von meiner Cousine einen Schwangerschaftstest schicken lassen, ok?" „Ich weiß nicht so genau." „Keine Sorge Angelina ist super, die macht das ohne nach zu fragen." „Angelina Johnson?" „Jep." „Von mir aus." „Na dann. Ich werd morgen gleich ne Eule los schicken. Und jetzt komm. Ich denk wir brauchen beide noch ne Mütze voll Schlaf." Sie stand auf, lächelte Parvati aufmunternd an und zog sie langsam hoch." „Danke, Kristin. Du bist wirklich toll!", flüsterte Parvati, als sie wieder in den Schlafsaal traten. „Schlaf gut! Und wenn es dir wieder beschissen geht, dann weckt mich ruhig!" „Mach ich. Gute Nacht." Damit krabbelte Parvati in ihr bett und lies sich seufzend in ihr Kissen fallen. Kristin sah noch kurz auf die Uhr, bevor sie die Augen schloss und einschlief.

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