Und wie es der Zufall so will gehts hier um Tina und die Slytherins.. nochmals viel Spaß

„Warum muss ich eigentlich nachher zu Professor Snake?", fragte Tina. „Professor Snape! Und ich hab keine Ahnung warum!" „Wie ist der denn so?" „Zu uns ist er nett. Aber zu den anderen… Naja… du wirst es in der ersten Zaubertrank Stunde schon merken!" „Ich freu mich schon!" Die Beiden grinsten sich an. Blaise führte sie durch die düsteren Gänge, bis er vor dem Gemälde einer Schlange stehen blieb. „Das Gemälde ist neu, sonst war es immer ´ne Mauer, aber ein paar Trottel haben den Eingang immer nicht gefunden und jetzt haben wir halt das Ding bekommen." „Sehr einfallsreich muss ich sagen!" „Das Passwort ist zurzeit ‚Gespaltene Zunge'. Merks dir gut!" „In Ordnung."

Die Schlange funkelte die Beiden Slytherins aus ihren dunklen Augen feindselig an uns zischte: "Passsssssssssssssssssssssssssswort?". „Hast du eben nicht zugehört?", fragte Blaise wütend. Tina legte ihm beruhigend die Hand auf den Arm, was ihn zu einem leichten Lächeln veranlasste. „Gespaltene Zunge!", sagte Tina fröhlich ohne den Blickkontakt zu Blaise zu unterbrechen. „Du lernst schnell!" „Ich lerne was ich will!", scherzte das Mädchen. Das Bild der Schlange glitt zur Seite und gab die Sicht auf den Slytherin Gemeinschaftraum frei. Jetzt unterbrach Tina den Blick in Blaises Augen und besah sich den Raum näher.

Der Gemeinschaftsraum der Slytherins war ein lang gezogenes unterirdisches Verlies. „Hier unten wurde letztes Jahr alles erneuert, weil sich viele Schüler wegen der rohen Steinwände beschwert haben. Konnte ich gut nachvollziehen, man ist immer verschnupft gewesen. Deshalb haben wir diese Holztäfelungen bekommen. Ich persönlich find sie besser. Die Lampen wurden auch ausgewechselt. Wie du siehst sind es jetzt so was wie Kronleuchter, naja nur diese grünen Lichter sind gewöhnungsbedürftig. Die Ausstattung durften wir selbst aussuchen. Der Vorschlag dunkle Buche (gibt's so was?) wurde einstimmig angenommen. Die Sitzgelegenheiten sind zwar meist noch aus alten Beständen, aber riesig gemütlich." Er weißte auf die hohen Lehnstühle und die schwarzfarbigen Couchen, die alle samt um einen kunstvoll gemeißelten Kamin standen. Plötzlich stellte Blaise sich auf die Zehenspitzen und reckte den Hals um den Raum überschauen zu können. „Suchst du jemanden?" „Draco! Ah dahinten sind Crabbe und Goyle und wo die sind ist Draco meist nicht weit.", er grinste das junge Mädchen neben sich an und zog sie mit in Richtung Kamin. Erst als sie an einer Sitzgruppe, die etwas abseits des Feuers stand angekommen waren, ließ er sie los. Tina erkannte die gedrungenen Gestalten Crabbe und Goyles im flackernden Licht. Sie saßen in zwei Ohrensesseln, die um einen Lehnstuhl aufgestellt waren, in welchem der Prinz von Slytherin höchstpersönlich saß. Auch wenn er einen ziemlich genervten Eindruck machte, wirkte er immer noch erhobener als seine Leibwächter. ‚Weswegen Draco wohl so schlechte Laune hat?', fragte sich Tina erstaunt, den der Junge schien kurz davor zu sein jemanden umzubringen.

Unerwartet spürte sie eine Hand, die sich um ihre Taille legte und sie ruckartig nieder zog. Doch kurz bevor sich ein heiserer Schrei aus ihrem Mund lösen konnte, saß sie auch schon auf einer großen Couch und sah verwirrt in das vergnügte Gesicht von Blaise. „Oh, hast du dich erschrocken?", fragte er scheinheilig. „Sorry, mein Fehler!" „Du Bastard!", schimpfte sie ihm lächelnd aus. „Wie kannst du es wagen!" Gerade wollte sie eine Woge an Beleidigungen loslassen, als Draco sich in seinem Sessel bewegte. Anscheinend hatte er geschlafen, denn er murmelte etwas vor sich hin, rieb sich die Augen und sah Blaise und Tina überrascht an. „Was machst du denn hier?", wandte er sich an die junge Perks. „Ich kann auch wieder gehen, wenn dir das lieber ist!", meinte sie ruhig. „Ne, ich mein nur, müsstest du nicht auf dem Weg zu Snape sein?", fragte der Blonde verschlafen und sah auf die Uhr. Blaises Gesicht verlor merklich an Farbe. „Halb Acht? Ich dachte um Acht!", sagte der Dunkelhaarige erstaunt. „Nö, halb! Mann Blaise! Jetzt macht aber das ihr loskommt." „Vergiss es Malfoy! Ich bring sie jetzt doch nicht hin! Snape reißt mich in Stücke. Das war deine Aufgabe also mach du das auch! Wir sehen uns morgen." Er wollte schon aufstehen, als Draco ihn zurück hielt. „Blaise! Du gehst. Wenn ihr euch beeilt, dann kommt ihr noch pünktlich. Jetzt mach schon oder muss ich dich dazu zwingen." Wie zufällig holte er seinen Zauberstab hervor und wirbelte ihn durch seine Finger. „Du bist ein Arsch, Malfoy!" „Nö, ich hab einen!"

Wutentbrannt stand Blaise auf und zog die völlig verdutzte Tina mit sich. Im Laufschritt durchquerten sie den Gemeinschaftsraum, wobei Blaise Draco mit allen möglichen Verwünschungen bedachte. Als sie auf den Kerkergang standen, wandte sich Blaise nach rechts und sprintete los, allerdings nicht ohne das Mädchen loszulassen, die sich nun unfreiwillig seinem Tempo anpassen musste. „Nicht so schnell!", japste sie, als Blaise wieder anhielt. Nur durch einen nicht ganz eleganten Schlenker konnte Tina einen Zusammenprall vermeiden. Sie standen vor einer schweren Eisentür, gegen die Blaise klopfte. „Herein!", rief eine Stimme und Blaise öffnete die Tür.

„Mr. Malfoy. Wenn ich mich nicht ganz entsinne haben wir 19:30 Uhr gesagt und nicht … oh… Mr. Zabini… was zum Teufel… ist mit Draco alles in Ordnung?", fragte der Lehrer verwirrt. „Ja, Professor. Er hat nur mal wieder die etwas unangenehmeren Aufgaben auf andere abgewälzt. Wenn auch diesmal nicht ganz freiwillig.", erklärte Blaise.

„Wie darf ich das verstehen?" „Sie müssen wissen, Sir, das Pansy Parkinson, sagen wir mal Dracos Anwesendheit eingefordert hat. Und jetzt fühlt sich er sich nicht mehr in der Lage diese unangenehme Aufgabe auszuführen." „Nun, ich würde die Begleitung einer so hübschen Dame zwar nicht als unangenehm betiteln, aber wenn Mr. Malfoy meint, dann soll er es tun." „Ich bin vollkommen ihrer Meinung Sir. In jeder Hinsicht.", sagte Blaise mit Seitenblick auf Tina, die sofort leicht rosarot anlief. Um sich abzulenken, besah sie sich, die Gläser in den Regalen etwas genauer, wobei sie feststellen musste, dass sie sich keineswegs ekelte. Fasziniert betrachtete sie ein Geschöpf wie es sanft in der Flüssigkeit hin und her glitt.

„Gefällt Ihnen meine Sammlung, Miss Perks?" Tina drehte sich erschrocken um und musste verdutzt feststellen, dass Blaise den Raum schon verlassen hatte. Jetzt war sie mit Professor Snape allein.

Snape, war etwa einen Kopf größer als sie. Er trug eine schwarze Robe, der mit seinen fettigen, schwarzen Haaren im Einklang lag. Er musterte die neue Schülerin durch seine dunklen Augen. Diese wandte sich kurz wieder den Regalen zu und sah ihm dann fest in die Augen.

„Sie atemberaubend, Sir! Nur…", sie warf noch einen Blick auf die Gläser. „Nur?", wiederholte der Lehrer und seine übergroße Hakennase blähte sich auf. „Nur… sie etwas eingestaubt? Finden sie nicht?" „Sie können sie ja mal abstauben.", meinte Snape scherzhaft. „Ich komme bei Gelegenheit darauf zurück.", meinte Tina und strich sich eine dunkle Strähne aus dem Gesicht.

„Ist das dahinten ein Basilisk?", fragte sie. „Gut erkannt!", lobte der Professor. „Ganz recht, das ist ein Basilisk. Ein Toter." „Mit einem Lebenden hätte ich auch nicht gerechnet!"

Snape musste unweigerlich grinsen. ‚Genau wie Jess Perks', dachte er. ‚Lässt sich nicht Paroli bieten. Nett! Wirklich nett!'

Langsam ließ Tina sich gegenüber von Snape auf dem Stuhl nieder und schlug die langen Beine lässig übereinander.

„Warum sollte ich eigentlich herkommen?" „Weil ich Ihnen einige Informationen mitteilen soll, auf Anweisung von Dumbledore!" „Und die wären?" „Sie werden in einer Woche ihre ZAGs nachholen." Er versuchte in ihrem Gesichtsausdruck eine Spur von Überraschung zu finden, doch nichts des gleichen. „Ist das alles? Die ZAGs nachholen? Kein Problem. Noch ein, zwei Bücher lesen und das war's!", sagte sie nachdrücklich. Wieder musste Snape schmunzeln. „Schön, dass Sie so selbstsicher an diese Sache rangehen! Gut dann soll ich Ihnen noch mitteilen welche Wahlfächer Sie nehmen werden." „Muggelkunde und Pflege magischer Geschöpfe.", sagte Tina schon fast gelangweilt. „Richtig. Aber woher…" „Jess! Er hat die Fächer auch besucht und ich nehme an, dass ich sie dann auch beherrschen werde." „Miss Perks, ich möchte Sie doch bitten mich ausreden zu lassen." „Gerne doch, Sir!" „Gut, dann haben Sie noch Fragen?" „Ja, warum müssen wir, ich nehme an Kristin und Lisa müssen sie auch nachholen, die ZAGs schon in einer Woche nachholen. Nicht das es mich stören würde." „Das liegt daran, dass das Projekt der 6.Klässler in einiger Zeit beginnt und der Schulleiter möchte ihnen noch eine gewisse Einlebungsphase gewähren." „Was denn für ein Projekt?", fragte sie. „Das werden sie schon früh genug erfahren. Wie schon gesagt, Dumbledore möchte ihnen eine Eingewöhnungsphase gewähren!" „Tolle Einlebungsphase. Erst für die ZAGs lernen und dann ab in den Unterricht. Schlau gedacht!", meinte sie sarkastisch. „Ich bin ganz Ihrer Meinung, aber unsere Ansichten zählen nun einmal nicht." „Wie schade."

„Dann denke ich war es das! Wenn Sie sonstige Probleme oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an mich. Wir sehen uns dann im Zaubertrankunterricht und wenn Ihre ZAG Ergebnisse da sind wieder! Gute Nacht, Miss Perks." „Gute Nacht, Sir!"

Tina stand auf und verließ das Büro ihres Hauslehrers. ‚Komischer Kauz', dachte sie und sah sich nach Blaise um. Doch in dem dunklen Gang war niemand. Eigentlich hatte sie damit gerechnet, dass er sie wieder abholen würde.

Sie wartete noch 5 Minuten, um sich dann fluchend auf den Weg zu machen. ‚Wäre Blaise vorhin nicht so gerannt, hätte ich mir den Weg merken können. MIST!' Sie lief einen weiteren Gang entlang, ohne auch nur einen Hinweis darauf zu erhalten, ob sie hier richtig war. Irgendwie kam ihr der Wandvorhang bekannt vor. War sie hier nicht schon vor ein paar Minuten gewesen?

Plötzlich hörte sie Schritte hinter sich.

„Tina? Bist du das?" Erleichtert lief die Slytherin der Stimme entgegen. „Draco!", rief sie erfreut. „Was machst du denn hier?" „Wo nach siehst es denn aus? Kaffeekränzchen halten? Ich hab mich verlaufen! Warum hat mich denn keiner abgeholt? Warum bist du überhaupt hier?" „Ähm… ich hab dich gesucht… weil ich mir…ähm …. Ich …ähm…" Innerlich musste Tina grinsen, das war doch zu köstlich, Draco Malfoy, der Prinz von Slytherin, dieser sonst so kalte, gefühlslose Junge, stand vor ihr, stotterte und suchte verzweifelt nach einer Ausrede.

„Wie auch immer. Können wir jetzt bitte zurück in den Gemeinschaftsraum gehen? Mir ist kalt!" Um ihre Aussage zu bestätigen, hob sie sie Arme und rieb sie aneinander. Dracos Gesicht hellte sich auf. „Wenn das so ist…" Er zog das Mädchen kurzerhand zu sich und umarmte sie. In der Umarmung gefangen schubst er sie vorwärts.

„Draco!", quiekte sie erschrocken. Ungefähr 5 Gänge konnten sie so hinter sich bringen, doch als endlich das ersehnte Schlangenbild in Sicht kam, passierte es: „Draco! Pass auf wir fallen!", schrie das Mädchen mit einem Mal, als sich ihre Körper in dem Erdboden näherten.

Und schon lagen sie lachend auf dem Boden. Tina, auf dem Rücken, konnte sich nicht bewegen, da Draco einfach zu schwer war.

Er dachte allerdings nicht daran sich zu erheben. „Steh auf!", japste sie unter ihm. „Ach weißt du, eigentlich finde ich es ganz gemütlich so!"

Die beiden sahen sich an und fingen lauthals an zu lachen!

Sie bekamen gar nicht mit, dass das Bild aufschwang und Pansy herauskam. Verwirrt sah sie sich um. Es dauerte einen Moment, bis sie begriff, dass das Lachen vom Boden kam. Entsetzt starrte sie Die Beiden jungen Slytherins an, die mittlerweile ihre Anwesenheit bemerkt hatten und sie wartend ansahen.

„DRACCCCOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!", kreischte Pansy los. „Wie kannst du es wagen? Wie kannst du mich mit dieser Schlampe betrügen?"

„Jetzt halt mal die Luft an.", sagte Draco, der ungraziös auf die Beine krabbelte und Tina seine Hand hinhielt, die diese ergriff um sich hoch ziehen zu lassen. Doch als sie stand, ließ Draco ihre Hand keinesfalls los.

Mit der seiner freien Hand klopfte er den Schmutz von seinem und ihrem Umhang. Pansy sah die Beiden entgeistert an, gerade wollte sie weiter schreien, als Tina sich umdrehte und Draco ein Lächeln zu warf, dass er anscheinend gern erwiderte. Das gab Pansy den Rest. Sie machte auf dem Absatz kehrt und rannte zurück in den Gemeinschaftsraum.

„Irgendwie hab ich das Gefühl, dass sie mich nicht mag!", meinte Tina grinsend. „Sie mag dich vielleicht nicht, aber ich kenn jemanden, der dich mag. Komm mal mit!" Er grinste sie lasziv an und zog sie durch den Gemeinschaftsraum, wo sich die meisten den Hals verdrehten, um ihnen nach zu sehen.

Draco ging einen Gang entlang, der hinter einem grünen Wandvorhang verborgen war. Tina konnte verschiedene Bilder sehen, die alle samt, geheimnisvolle Tiere zeigten. Vor einem Bild von einem Pferd hielt er an. Sie betrachtete das Gemälde genauer. Das Tier war schwarz, wie die Nacht, seine Augen waren fast rot und rollten gefährlich. Ab und zu stieg es auf die Hinterbeine und schlug mit den vorderen Hufen aus. Am Himmel hatte sich ein Gewitter zusammen gebraut und immer wieder schlugen Blitze auf die Erde nieder.

„Das Passwort ist: Dangerously! Du kannst es allerdings nachher ändern." Das Bild schwang zur Seite und gab den Blick auf einen Raum frei. Ohne zögernd trat Draco ein und ließ sich auf sie große, schwarze Couch fallen.

Tina staunte nicht schlecht. Das Zimmer war ein Traum! An der einen Seite des Zimmers stand ein großes Himmelbett, in den Farben schwarz und dunkelgrün. Auf der anderen stand ein kunstvoller Schrank, aus dem gleichen Material, wie die Möbel im Gemeinschaftsraum. Dann konnte sie noch einen Schreibtisch, einen Kamin und einen Frisiertisch ausmachen, sowie zwei Kommoden und einen Nachttisch. Eine weitere Tür führte aus dem Raum.

„Wo sind wir hier?" „In deinem Zimmer!" „Was? Aber ich dachte es gibt hier nur Schlafsäle." „Ja, die gibst es auch. Hier in Slytherin gibt es aber auch 4 Einzelzimmer, alle in diesem Gang. Ausgestatten mit teurem Mobiliar und eigenem Bad. Deines ist das hier! Meines liegt am Ende des Ganges, das mit dem Bild des schwarzen Drachens und Blaise seines ist hier gegenüber. Das Bild der schwarzen Schlange. Deines ist das mit dem Hengst und das mit dem Hippogreif ist leer. Snape muss dich gut leiden können. Als ich dich vorhin abholen wollte, dachte ich du bist noch in seinem Büro, naja und da hat er mir erklärt, dass er dir dieses Zimmer zugeteilt hat." „Das ist einfach…", sie stockte und ließ sich neben Draco in einen der Sessel fallen. „…MEGA!" „Find ich auch. Schön hast du es hier, der Farbkontrast von Grün, Schwarz und Silber gefällt mir. Meines ist nur Grün und Silber. Naja, wir sehen uns morgen. Ich geh dann mal. Muss Pansy noch beruhigen, bevor sie sich so heiß läuft und mir den Kopf abreißt. Bis morgen, Süße!"

Grinsend ging er aus dem Raum. Tina jedoch setzte sich gleich an den Schreibtisch um ihrem Cousin einen Brief zu schreiben, da er sie darum gebeten hatte.

Als sie damit fertig war, hopste sie unter die Dusche und ließ danach todmüde ins Bett fallen. ‚Eigentlich viel zu groß für eine Person', dachte sie und musste bei dem Gedanken daran lächeln, dass ein gewisser platinblonder Junge hier neben ihr schlafen würde.

Und, wie wars? Würde mich sehr über ein Review freuen.. Lg Sweet-Teeni