Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten Kristin regelrecht wach. Verschlafen drehte sie sich auf die andere Seite, um noch ein paar Minuten zu schlafen, als sie wieder einfiel, was für ein tag heute war. Mit einem Mal saß sie hellwach in ihrem Bett und sah sich verwundert im Raum um. Hermine lag im Nachbarbett und atmete ruhig und gleichmäßig, Lavender schnarchte immer noch sanft vor sich hin. Kristin grinste. Sie wollte sich leise ins Bad schleichen, als ihr Parvatis leeres Bett auffiel und somit die Ereignisse der letzten Nacht wieder einfielen. Erschrocken sah sie sich im Schlafsaal um, als Parvati aus der Dusche kam.

„Morgen, Kris! Hast du noch halbwegs gut geschlafen? Du, wegen gestern Nacht…", sie trat verlegen von einem Fuß auf den anderen. „…ich wollte mich noch mal bei dir bedanken. Das war toll von dir! Das vergesse ich dir nie!" Sie umarmte Kristin stürmisch.

„Hab ich was verpasst?", fragte Lavender, die mittlerweile auch aufgewacht war. Kristin und Parvati sahen sich an und fingen an zu lachen, wovon auch Hermine aus dem Land der Träume geholt wurde.

„Mann Mädels!", schimpfte sie und quälte sich aus dem Bett. Kristin ging zu ihrem Koffer, holte einige Klamotten und ihr Waschzeug raus und verschwand im Bad.

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„Aufwachen Schlafmütze!", ein Kissen klatschte Lisa gegen das Gesicht. Erschrocken fuhr sie hoch und sah verwirrt Padma an, die vor ihrem Bett stand und sie anstrahlte. „Na warte!", schrie sie, schnappte sich ihr eigenes Kissen und schleuderte es mit aller Kraft der neuen Freundin entgegen. So entbrannte im Ravenclaw Turm, im Schlafsaal, der 6.Klässlerinnen eine wilde Kissenschlacht, bis alle 3 völlig aus der Puste aber trotzdem lachend am Boden. Es dauerte noch eine Weile, bis auch sie das Bad aufsuchten.

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Tina war schon vor 2 Stunden aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Fluchend war sie aus dem Bett gestiegen und hatte sich eine schöne, ausgiebige Dusche gegönnt.

Jetzt saß sie vor ihrem Frisiertisch und versuchte die dicken Haare zu bändigen. Mithilfe zweier Zopfgummis und einem Zauberspruch fand sie schließlich eine Frisur, die ihr selbst auch gefiel. Gerade wollte sie noch ein letztes Detail an Make-up auflegen, als die Tür aufschwang und Blaise eintrat.

„Guten Morgen!", sagte er fröhlich und lächelte ihr entgegen. „Na, fertig für den ersten Tag?" „Blaise! Kannst du nicht klopfen? Ich hätte noch nackt sein können!" „Also ich hätte kein Problem damit gehabt! Außerdem ist es ab heute mein Job, dich morgens zu wecken!" „Sagt wer?" „Sage ich!", sein Lächeln wurde immer breiter.

‚Notiz an mich selbst: Passwort ändern!', dachte Tina als sie sich wieder ihrem Aussehen widmete. Blaise machte es sich währenddessen in einem der Sessel gemütlich und sah sie interessiert an.

„Was?", fauchte Tina. „Warum machst du das eigentlich, mir gefällst du auch so! Du bist von Natur aus hübsch!" „Schleimer!" „Ist mein Job!", er lächelte immer mehr, was bei Tina einen geringen Brechreiz auslöste.

„Apropos Job, bist du bald fertig? Ich muss Draco noch wecken!" „Bist du irgendwie der Trottel vom Dienst?" „Schon, aber ich hab leider nur die Morgenschicht bekommen!" „Du bist echt ne Naturkatastrophe!" „Hör auf, ich werd sonst noch rot und das tut meinem Teint nicht gut!" Sein Grinsen nahm langsam beunruhigende Ausmaße an. „Pass auf, ich geh jetzt zu Draco und in sagen wir mal 15 Minuten, wenn ich Draco zur Eile dränge holen wir dich ab. Könnte aber auch länger dauern, kommt drauf an wie oft er den Spiegel in die Luft jagt!" Er sah Tinas verständnislosen Blick. „Hey! Wir Jungs sind nun auch mal eitel! Bis gleich!" Pfeifend verließ er den Raum.

Tina erhob sich sofort und ging zu dem Porträt. Ahnungslos stand die vor der Rückseite, als sie eine Stimme hinter sich vernahm.

„Hast du ein Problem, Liebes?" Reflexartig zog Tina ihren Zauberstab und hielt ihn hoch, als sie in ihrem Spiegel eine etwas 25 Jährige Frau entdeckte. Ihr blondes Haar fiel in leichte Wellen über ihren Rücken und die grünen Augen sahen sie aufmunternd an. (ähm, denkt mal an Natasha Bedingfield im Video von Unwritten. So sieht sie nämlich aus!)

Langsam lies Tina den Stab sinken. „Wer bist du denn?" „Oh, ich bin Lydia. Die Wächterin dieses Raumes und immer für dich da. Sozusagen dein Zimmerpatronin. Also was gibst es? Du bist neu hier, nicht?" Tina nickte stumm.

„Ich würde gern das Passwort ändern!" „Oh das ist ganz einfach. Wie lautet denn dein jetziges?" „Ähm… Dangerously." "Ja und was für eines hättest du gern?" Tina überlegte kurz. „Keine Ahnung!" „Wie wäre es denn mit Dark rose?" „Dunkle Rose… hmm… hübsch… gefällt mir." Lydia lächelte die junge Slytherin an.

„Und mir gefällt deine Frisur!" „Danke." „Komm mal näher!"

Tina stellte sich langsam vor den Spiegel. Lydia verwandelte sich währenddessen in ihr Spiegelbild. Das Spiegelbild hob eine Hand, obwohl Tina es nicht tat und strich sich lächelnd eine Strähne ins Gesicht. Lydia verwandelte sich wieder zurück und trat in den Spiegel auf dem Frisiertisch, damit Tina ihr eigenes Spiegelbild sehen konnte. Vorsichtig hob Tina die Hand und tat es Lydia nach.

„Perfekt!", sagte Lydia und lächelte. „Hockst du eigentlich immer in diesem Spiegel? Allein?" „Aber nein, ich hab noch einige Porträts im Schloss, die ich aufsuchen kann. Die meiste Zeit verbringe ich allerdings mit Lucas und Lars im Bild von Lauren." „Lars, Lucas, Lauren?" „Lucas ist der Zimmerpatron von diesem Draco Malfoy, Lars, der von Blaise Zabini, dem Jungen der vorhin hier war. Naja und Lauren von dem leeren Zimmer. Du weißt gar nicht wie glücklich ich bin, dass hier endlich mal wieder jemand wohnt. Aber keine Angst, ich komm nur wenn du mich brauchst. Na dann, viel Spaß heute. Ich werde dann mal. Tschüß Liebes!" Sie winkte und verließ den Spiegel, ohne allerdings im nächsten wieder aufzutauchen.

Dann klopfte es auch schon an der Tür (ich schreib immer mal Tür oder Bild, Porträt)

Tina warf noch einen letzten Blick in den Spiegel, schnappte sich ihre Tasche und trat dann auf den Flur, auf dem Draco und Blaise schon warteten. „Und hab ich zuviel versprochen?", grinste Blaise, einem ziemlich verschlafen aussehenden Draco zu, der Tina eingehend musterte. Er schüttelte den Kopf.

„Wie sehe hast du Lydia schon kennen gelernt. Lars hat mir von ihr erzählt.", er grinste immer weiter.

„Ist das eigentlich erblich?", fragte Tina. „Was denn?" „Dieses Dauergrinsen, hör bitte auf, sonst wird mir noch schlecht." Doch anstatt Tinas Bitte zufolgen, zog er die Mundwinkel noch weiter nach oben, was weder Draco noch Tina für möglich gehalten hätten.

„Wollen wir jetzt los? Ich hab einen Riesenhunger! Kommt!" Pfeifend ging Blaise den Gang runter in den Gemeinschaftsraum. „Hat er jeden Morgen so eine ekelhafte gute Laune?", fragte Tina Draco leise. Der nickte nur leidvoll.

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Als Lisa zusammen mit Padma in den Gemeinschaftsraum trat, merkte, sie dass Michael und Anthony schon warteten. Die beiden Jungs machten einen recht verlegenen Eindruck. Bevor sie bei ihnen ankamen, zog Padma Lisa kurz zu sich und flüsterte ihr etwas ins Ohr. „Würde es dir etwas ausmachen mit Thony allein zum Frühstück zugehen, ich würde gern etwas mit Michael allein sein." Sie grinste verlegen. „Kein Problem. Du magst ihn auf die besondere Art, was?", neckte Lisa ihre Freundin. Ein leichtes Rot schlich sich in Padmas Gesicht. „Naja schon, aber du Thony doch auch!" „Was?", Lisa hob schützend die Hände. „Ich kenne ihn doch kaum. Aber süß ist er schon!" Jetzt wurde auch sie rot. „Na siehst!"

Lachend traten die Mädchen zu den Jungs. „Morgen Michael!", sagte Padma und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. „Morgen!", sagte er verlegen. „Wir sehen uns unten.", meinte Padma noch bevor, sie Michael aus dem Raum schleifte.

„Morgen Thony!", begrüßte Lisa jetzt den Jungen vor ihr, der ihr schlagartig seine Wange hinhielt. „Was denn nun?" „Ich hätte auch gern so einen Begrüßungskuss!"

Lisa stellte sich auf die Zehenspitzen, da Anthony etwa einen Kopf größer war. (Warum musst du auch so ein Zwerg sein Lisa?) und küsste ihn. Jedoch nicht, wie er verlangte auf die Wange sondern ganz kurz auf den Mund.

„Wow, wenn das jetzt jeden Morgen so ist, dann werd ich freiwillig Frühaufsteher." „Mal sehen, ob du auch höflich bist, dann wiederholen wir das vielleicht."

Als Lisa zu Ende gesprochen hatte, stellte Anthony sich kerzengerade hin und bot ihr seinen Arm. „Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Morgen, Miss Davies. Ich hoffe Sie haben gut genächtigt und wurden nicht von Alpträumen geplagt. Wenn Sie mir nun bitte die Ehre erweisen würden, Sie zum Frühstück geleiten zu dürfen, wäre ich zutiefst erfreut." „Aber gern doch!", sagte Lisa und hakte sich bei ihm unter, während er sie anstrahlte. „Darf ich Ihnen sagen, dass Sie heute Morgen einfach umwerfend aussehen, Miss." „Sie dürfen!" „Dann möchte ich Ihnen sagen, dass Sie heute Morgen einfach umwerfend aussehen! Wollen wir?" „Ja, bitte."

Die Beiden verließen den Gemeinschaftsraum und liefen Arm in Arm runter zum Frühstück.

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Kristin verließ allein den Schlafsaal der Griffendor 6.Klässlerinnen und machte sich zum Frühstück auf. In der Großen Halle erblickte sie Ron und ließ sich neben ihm auf der Bank nieder. „Morgen Krissi!", nuschelte er mit vollem Mund. „Morgen Ron, na gut geschlafen?" Der Rothaarige nickte nur und wandte sich wieder seinem Teller zu. Auch die Blonde machte sich an ihr Frühstück. Als sie die Hälfte ihrer Cornflakes aufgegessen hatte kamen auch die anderen Griffendors aus der 6. Klasse langsam in die Halle. Sie ließen sich alle neben Ron und Kristin nieder und fingen an die Neue in ein Gespräch zu verwickeln.

Erst als Professor McGonagall die Stundenpläne austeilte, hörten sie auf Kristin mit fragen zu löchern.

„Was? Drei mal die Woche Zaubertränke mit den Slytherins?", rief Harry entgeistert. „Ich glaub ich will doch kein Auror mehr werden." „Was hast du denn noch so?", fragte Hermine neugierig. „Ähm….!"

Doch er wurde von Ron unterbrochen, der anstatt auf seinen Stundenplan auf die Tür der Großen Halle starrte.

„Meine Fresse! Die wird ja immer hübscher." Reflexartig duckte, weil er wohl mit einer Attacke von Kristin oder Hermine gerechnet hätte. Kristin jedoch feixte übers ganze Gesicht. „Tja, das ist meine Tina, verdreht allen Jungs denn Kopf! Soll ich sie mal fragen, ob sie dich daten würde?" „Echt, das würdest du machen? Meinst du das macht sie… ich meine…äh… lieber nicht…!", sagte er wandte sich mit hochrotem Kopf wieder seinem Essen zu. Kristin drehte sich verwundert um und sah Hermines Blick. „Das macht doch nur das Make-up. Ohne würde sie jedenfalls…" „Immer noch besser aussehen als du.", flüsterte Ron so leise, dass nur Kristin es hören konnte. Sie lächelte. ‚Notiz an mich selbst: Ron verkuppeln'

„Du glaubst doch nicht wirklich, dass du bei einer Slytherin eine Chance hast!", meinte Seamus Spaßeshalber. „Eher bei der anderen. Der aus Ravenclaw. Wie hieß sie noch mal?" „Lisa!" Doch es war nicht Kristin, die geantwortet hatte sondern Harry. Alle wandten sich ihm zu. „Was? So heißt sie doch, oder hab ich mich da im Zug verhört?"

Kristin schüttelte den Kopf. „Keine Sorge ist schon richtig." „Na dann.", sagte Harry und wandte sich genau wie Ron mit hochrotem Kopf seinem Essen zu. Hermine und Ginny warfen sich einen vielsagenden Blick.

Nachdem Rons Kopf wieder eine annehmbare Farbe angenommen hatte, stand er auf und schnappte sich seine Tasche. „Was dagegen wenn ich mitkomme?", fragte Kristin und lächelte ihm unsicher entgegen. „Klar! Mach aber hin!" Schnell stand auch Kristin auf und nahm ihren Rucksack. „Was haben wir denn jetzt?" „Ähm… Kräuterkunde." „Und wo?" „Draußen bei den Gewächshäusern" „Und mit wem?" „Mit den Hufflepuffs." „Ne ich meine mit welchem Lehrer?" „Achso Professor Sprout!" „Aha."

Schweigend setzten sie ihren Weg draußen fort.

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Währenddessen waren Lisa und Anthony erst in der Eingangshalle angekommen. „Und? War ich höflich?", fragte Thony und grinste. „Naja… eigentlich …. schon…" „Na dann!", sagte Anthony, beugte sich zu Lisa runter und küsste sie innig. Sie unterbrachen den Kuss erst als Beide keine Luft mehr bekamen.

„Weißt du eigentlich wie süß du bist?", flüsterte Thony. „Schleimer!" Lisa hauchte ihm noch einen Kuss auf die Lippen und Hand in Hand gingen sie in die Große Halle.

Irgendwie fühlte sich Lisa beobachtete als sie sich am Ravenclaw Tisch niederlassen wollte. Anthony setzte sich hin und sah seine Freundin (Sie jetzt zusammen! Nur so zur Info!) erwartungsvoll an, diese jedoch blieb einfach stehen und sah sich in der Halle um. Sie sah Kristin, die zusammen mit Ron die Halle verließ, sie sah Tina, die gerade entsetzt auf ein Blatt Papier (kleiner Gedankenstoß an Lisa: Das ist ihr Stundenplan! Trottel!) starrte, doch sie sah nicht, wie Harry sich mit einem bedrückenden Gesichtsausdruck wieder seinem Essen zuwandte. „Hey Süße! Hast du da Wurzeln geschlagen? Jetzt setzt dich endlich." „Was? Oh ja, sofort."

Sie ließ sich zwischen Padma und Anthony nieder, als ihr jemand von hinten auf die Schulter tippte. „Lisa?" Verwirrt drehte sie sich um. Da stand Roger, der seinen Arm um die Taille seiner Freundin geschlungen hatte. „Hi Roger!" „Hier ich hab deinem Stundenplan von Flitwick geholt." „Danke schön. Sag mal können wir uns heute Abend mal die ZAG Themen anschauen?" „Klar doch, um 19:00Uhr im Gemeinschaftsraum, ok?" „Gut, bis dann!" „Bye"

„Mal sehen was haben wir denn 1. Stunde?" „Zauberkunst.", meinte Anthony, der sich zu ihr rüber lehnte und ihr leicht ins Ohr pustete. Kichernd wandte sich Lisa ab. „Mit den ... oh allein." „Umso besser!" Anthony rutschte näher an sie ran und nahm ihre Hand in seine. Irgendwie ging Lisa das Ganze zu schnell. Sanft zog sie ihre Hand zurück und stand auf. „Ich hab noch was im Turm vergessen", sagte sie und lief aus der Halle. Draußen blieb sie kurz stehen und atmete tief durch. Wieder hatte sie das Gefühl beobachtet zu werden, wieder sah sie sich verwirrt um und wieder übersah sie Harry, der in der Eingangstür stand und wehmütig zu ihr rüber sah.

Du kennst sie doch kaum!', wollte Harry sich einreden, als Lisa mit wehendem Umhang eine Treppe hoch lief, ohne sich umzudrehen. ‚Gönn es ihr doch'

Traurig drehte er sich um und lief den Weg zu den Gewächshäusern entlang.

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„Was war denn das für ein Zeug, was wir in die Kübel getan haben?", fragte Kristin, als die Griffendors nach 2 Stunden Kräuterkunde wieder hoch ins Schloss liefen. „Drachenkot!", meinte Ron und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Kristin grinste ihn an. „Was ist?" „Nichts…", sagte Kristin scheinheilig. Nervös kaute er an seiner Unterlippe herum. „Warum grinst du denn so?" „Nur so… du siehst richtig gut aus wenn deine Haare so durcheinander sind." „Findest du?" „Nö, das hab ich nur gesagt damit du mich nicht mehr mit Fragen löcherst." Ron setzte den beklopptesten Gesichtsausdruck auf, den Kristin je gesehen hatte. „Das war ein Joke!", sagte sie. „Sag das doch." „Hab ich doch."

Beide grinsten und setzten ihren Weg ins Schloss fort. „Was haben wir denn jetzt?" Kristin hatte sich entschlossen die nächsten Tage erstmal Rons Stundenplan zu folgen, weil sie noch keinen eigenen hatte. „Ähm.. warte kurz!" Erbeugte sich runter und zog den Stundenplan aus seiner Tasche, dabei fielen ein paar Scherzartikel mit heraus.

„Cool.. was ist das denn?" „Die sind von Fred und George. Lackaffen heißen die Dinger. Naja sie wollten mir nicht verraten wozu die gut sind, meinten nur ich soll sie in Malfoys Kessel versenken." „Passt doch, haben wir heute Zaubertränke?" „Ja, jetzt" „Echt? Dann seh ich Tina ja wieder."

Ron lief puterrot an. Kristin merkte wie unangenehm ihm das Thema war und lenkte gleich ab.

„Wo haben wir denn Unterricht?" „Unten in den Kerkern. Ich sag dir im Winter ist es da verdammt kalt. Naja und Snapes Anwesenheit hilft einem da auch nicht viel sich wohl zufühlen. Ist ja auch egal, komm ich zeig dir wo es lang geht." „Kommen Harry und Hermine nicht mit?" „Ne, die haben heute Nachmittag, die Klasse wurde aufgeteilt."

„Achso, aber Neville ist bei uns?" „Ja, aber wenn du nach Neville schlägst dann hast du nicht viel Begabung in Zaubertränke." „Nicht? Naja und wenn is mir doch egal."

Die Beiden Griffendors kamen bei den Kerkern an. Sie stellten sich zu Seamus Finnigan, Neville, Dean Thomas und Parvati Patil.

An der Tür standen 3 Slytherins. Zwei große Jungs mit dicken Armen und ein zierlicher mit einem Vo-ku-hi-la Haarschnitt. „Wer sind das?", flüsterte Kristin Ron zu. „Moment… Theodor Nott, ähm… Frank Jelpa… und Raymond Rondo. Alle samt ziemliche Arschlöcher, Wir sind 12 in der Klasse, d.h., dass noch 3 Slytherins fehlen. Wer könnte das sein?"

„Malfoy, Zabini und Perks.", flüsterte Dean Thomas. Er nickte zur Treppe.

Ron fiel augenblicklich die Kinnlade runter. Da kamen die fehlenden Schüler. Blaise lief vorne weg, mit einem frechen Grinsen. Hinter ihm kamen Perks und Malfoy, beide mit einem abfälligen Blick und einem herablassenden Lächeln.

„Ganz schön eingebildet.", sagte Parvati leise. „Ich versteh das nicht. Wie kann sich ein Mensch innerhalb von 2 Tagen denn so ändern?", meinte Kristin. „Glaub mir das kann keiner.", wollte Ron trösten. „Du hast Recht. Sie war schon immer so.", gab jetzt auch Seamus zum Besten. „Vergiss es.", sagte Kristin bestimmt, sie löste sich aus der Gruppe und ging auf ihre Freundin zu, die Blaise gerade etwas ins Ohr flüsterte.

„Hi Tina!" „Oh… Hi Kris." "Na, wie waren deine ersten Stunden?" „Ach naja, recht amüsant.", sagte sie und Blaise fing an zu kichern, während Malfoys Gesicht einen leichten Rot Ton annahm. „Wieso was war denn?" „Geht dich nichts an! Schlammblut", meinte Malfoy. „Mit dir hab ich gar nicht geredet, Malfoy." „Worüber ich auch mehr als froh bin." „Halt die Klappe! Frettchen!" „Kristin!", mischte sich Tina wieder mit ein. „Was?", fragte diese genervt. Tina wollte gerade wohl etwas nicht gerade Nettes sagen, als die Tür aufschwang und Snape sie eintreten ließ.

„Trödeln Sie nicht!", meinte der Professor der Zaubertränke kalt und ging nach vorn zu seinem Pult. Ron zog Kristin mit in den Raum, er ließ sich auf einen Stuhl an der letzten Bank auf der linken Seite des Kerkers fallen und zog Kristin auf den neben sich. Neville und Parvati saßen vor ihnen, während Seamus und Dean sich mit einem missmutigen Gesichtsausdruck in die erste Reihe setzten.

Die Slytherins ließen sich alle auf der rechten Seite nieder, sodass die mittlere Reihe frei war.

Aus den Augenwinkeln saß Kristin, dass Tina zwischen Malfoy und Zabini saß und über irgendwas lachte.

„Das können Sie gleich vergessen!", fauchte Snape. „So werden Sie auf keinen Fall sitzen bleiben." Er ließ seine Augen kurz über die Schüler schweifen, bevor sich seine Lippen zu einem gemeinen Lächeln verzogen.

„Longbottom hier nach vor an den Lehrertisch! Finnigan rechts daneben Jelpa. Hmm…. Thomas sie könne da sitzen bleiben. Dann.. mal sehen… Weasley 2. Tisch in der Mitte zusammen mit Rondo. Patil und Johnson, Sie können sitzen bleiben. Nott geht nach hinten in die Mitte! Gut, das war's."

„Ist das ihr Ernst?", sagte Ron aufgebracht. „Uns setzten sie alle auseinander, und die da…", er weiß mit einem Kopfnicken auf Perks, Malfoy und Zabini. „Die können einfach sitzen bleiben? Zu dritt auf einer zweier Bank?" Snape sah aus als wenn er Ron gleich auffressen würde. Doch dann:

„20 Punkte Abzug für Griffendor, Weasley. Aber wissen sie was. Ich gebe ihnen vollkommen Recht. Zu dritt auf einer Zweierbank, das ist gefährlich, nicht?"

Er grinste selbstsicher. „Mr. Zabini, würden sie so gütig sein und auf der Bank vor ihnen Platz nehmen? Mr. Weasley hat Angst, dass sie bei Platzmangel Fehler machen würden. Und es könnte ja sein kostbarer Umhang beschädigt werden." Die Slytherins lachten laut auf, doch die Griffendors wurden alle samt rot. „Aber sicher doch Sir! Wir wollen doch nicht das Weasley Angst hat? Nicht Panik-Wiesel?", sagte Blaise und warf seine Sachen auf den Tisch. Theatralisch ließ er sich auf seinen neuen Platz sinken und rutschte mit seinem Stuhl näher an Ron. „So sind wir uns auch viel näher. Gemütlich, findest du nicht, Ronnie?", meinte Blaise halblaut. Erschrocken schob Ron seinen Stuhl weg und kam so allerdings dem Troll neben sich näher.

„Abgewiesen von einem Griffendor!", rief Blaise laut. „Kann man das glauben? Herz hör auf zu bluten, es gibt noch andere!" Er ließ den Kopf auf die Tischplatte sinken und schluchzte lauthals.

Seamus drehte sich wütend um. „Halts Maul, Zabini!"

Blaise sah den rot-blonden Jungen interessiert an. „Hey, du siehst Weasley gar nicht mal so unähnlich. Der gleiche männliche Zinken im Gesicht, die gleichen Pickel und das gleiche eklige Haar. Wie wär's Finnigan? Du und ich, nach Zaubertränke in der Besenkammer?"

Seamus´ Gesicht nahm einen sehr dunklen Rot Ton an und verlegen drehte er sich um.

„Was ist denn heute los?", schimpfte Blaise und drehte sich verärgert zu Tina und Draco um, die ihm ein mildes Lächeln schenkten.

„Na Blaise, der 2. Korb innerhalb von 5 Minuten? Du schwächelst mein Lieber!", meinte Draco belustigt. Blaise warf ihm einen beleidigten Blick zu und drehte sich schwungvoll in Richtung Tafel, wo Snape stand und versuchte ein Lächeln zu unterdrücken.

„Gut, dann wollen wir mal beginnen."

45 Minuten später stiegen Rauchschwaden in den unterschiedlichsten Farben aus den Kesseln auf. Fast alle 12 Schüler arbeiteten konzentriert, da der Zaubertrank so kompliziert war, dass man sich einmal 2 Minuten Zeit hatte um etwas nachzuschlagen.

Snape wanderte durch die Reihen und gab hier und da hämische Kommentare über die Arbeit der Griffendors ab, meckerte leise mit Nott, Raymond und Jelpa und lobte Blaise und Draco.

Jetzt wandte er sich zu der neuen Slytherin um und stellte verwirrt fest, dass diese ihren Stuhl nach hinten gekippt hatte und ruhig in einem Buch las, während aus ihrem Trank schwarzer Rauch hochstieg, obwohl er eigentlich dunkelgrün sein sollte.

„Miss Perks? Was zum Teufel machen sie da?", flüsterte Snape leise, jedoch nicht leise genug.

Sofort drehten sich die Griffendors und Slytherins um, um zu sehen was da vor sich ging.

„Etwas nachlesen, Sir.", meinte Tina knapp. Snape schien wie vor den Kopf gestoßen. „Ihnen ist schon bewusst, dass sie einen Trank brauen sollen. Den Trank der Fairness!" „Sicher, Sir." „Haben sie die Anleitung nicht gelesen?" „Doch Sir, warum?" „Warum? Es sollte dunkelgrüner Rauch aufsteigen, nicht schwarzer! Warum arbeiten sie denn nicht daran?", Snape drehte anscheinend fast durch.

„Wo sie es sagen, Professor…" Sie beugte sich zum Kessel, nahm ein paar Käfer aus einem Glas, warf sie unbeeindruckt in den Trank und rührte kurz um.

Plötzlich stieg klarer, dunkelgrüner Rauch auf und Tina grinste den Lehrer zufrieden an.

„Wenn man statt Seegras und Wolfswurz, nach 30 statt 10 Umrührungen, eine Prise Trollhaar und etwas Iltisias hinzufügt, dann 10 Minuten köcheln lassen und dann erst die Scarabeuskäfer hineintut und dann kurz umrührt, erhält man die gleiche Wirkung in weniger als der Hälfte der Zeit!", sagte sie überzeugt. „Richtig!", sagte Snape beeindruckt. „Woher wissen sie das?", fragte er neugierig. „Das war nicht schwer. Jeder der etwas von Zaubertränken versteht, weiß das!" Sie grinste. „Naja, ich an ihrer Stelle würde mich schnell ducken? Der Junge da vorne hat vor ein paar Minuten statt der Haut eines Roltions ein paar Lachsschuppen hinzu gegeben, und wenn ich nicht irre müsste der Trank in 5 Sekunden in die Luft gehen." „Alles runter!", rief Snape, als Nevilles Kessel auch schon anfing gefährlich zu zischen und der Trank in alle Richtungen spritze.

Der Professor packte Dracos und Tinas Umhänge und zog sie unter einen Tisch.

Als der Kessel sich beruhigte und alles wieder stillstand, zog Snape seinen Zauberstab und sprach einen komplizierten Reinigungsspruch.

Er blickte Neville mit einem mörderischen Blick an. „Ihnen ist wirklich nicht mehr zu helfen Longbottom! 50 Punkte Abzug für Griffendor. Wissen sie überhaupt, was ihr Trank hätte anrichten können? Solch eine Mischung ist ätzend!", sagte er fast mit schriller Stimme. „Sie können von Glück reden, dass Miss Perks eine vorbildliche Beobachtungsgabe hat. 50 Punkte für Slytherin. Miss Perks und Longbottom sofort mitkommen! Der Rest macht an den Tränken weiter, bis wir wieder kommen."

Mit diesen Worten rauschte er aus dem Klassenzimmer, Tina und Neville im Schlepptau.

Blaise und Draco warfen sich einen alarmierenden und beeindruckten Blick zu, während sich Ron Hilfe suchend zu den anderen Griffendors umblickte, die alle recht verstört aussahen. Kristin biss sich auf die Unterlippe, hin und her gerissen zwischen Stolz oder Ärgernis über Tina und Kummer und Sorge wegen Neville.

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Lisa saß währenddessen im Unterricht von Binns und hörte dem Professor angeregt zu, der über die Hippogreif Inversion im Jahre 1765 sprach.

Eifrig machte sie sich Notizen.

Am Ende der Stunde sah Padma sie mit verschlafenem Blick an. „Saaaaaag mal…", und gähnte ausgiebig. „Wie kannst du dem nur zuhören? Ich schlaf da immer gleich ein."

Lisa grinste nur, hakte sich bei ihrer Freundin unter und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Mittagessen.

Dort sah sie auch schon Kristin am Gryffindor Tisch sitzen und einen Brief schreiben. Sie löste sich von Padma, schlich leise hinter Kristin und hielt ihr von hinten die Augen zu.

„Hey Lisa!", lachte Kristin und ließ unauffällig das Pergament vom Tisch verschwinden. „Woher weißt du, dass ich es bin?", fragte die Ravenclaw verwundert und ließ sich neben der Blonden auf der Bank nieder.

„Naja, die anderen hier kennen so was nicht. Also kommen nur du oder Tina in Frage und naja Tina musste zu Snape. Also konntest nur du es sein." „Achso… aber wart mal…warum musste Tina denn zu Snape?" Lisa setzte einen verwunderten Gesichtsausdruck auf. „Ähm ein kleiner Zwischenfall im Zaubertrankunterricht. Neville musste auch hin. HEY… da kommt er. Mach mal etwas Platz!", forderte Kristin und ihr Cousin ließ sich neben ihr auf der Bank nieder.

„Na, war's es sehr schlimm?", fragte Kristin mitfühlend. Neville nickte kurz und sah sie verzweifelt an. „Ich muss einen Monat lang die Kerker putzen.", sagte er tonlos.

„Was? Das geht doch nicht. Du musst es sofort McGonagall sagen!", schimpfte Kristin. „Das geht nicht, Kris. Strafarbeiten können weder vom Hauslehrer noch vom Schulleiter vermildert werden.", erklärte Lisa ihrer Freundin traurig. „Aber diese zu groß geratene Fledermaus kann das doch nicht machen! Einen Monat! Ich werd das sofort, Grandma schreiben. Entschuldigt mich!" Sie rauschte aus der Großen Halle in Richtung Gryffindor Turm.

„Langsam macht sie mir Angst!", sagte Ron. „Sie hört sich schon an wie Malfoy! Der läuft auch immer gleich zu seinem Vater." Lisa zuckte nur mit den Schultern.

„Ich geh dann mal rüber.", meinte sie und deutete zum Ravenclaw Tisch, wo Padma schon ungeduldig wartete. „Grüß Padma von mir!", meinte ein Mädchen, das neben Ron saß. „Ähm, mach ich aber von wem denn?" „Ach… ich bin Parvati." „Gut, wir sehen uns."

Damit lief sie auch schon rüber.