Fünfter Streich

Dolores Umbridge, dieser Besen,

Ist nicht immer hier gewesen.

Kam um Ordnung einzubringen,

Wollte Schüler, Lehrer zwingen

Ihren Regeln zu gehorchen

Und nicht weiter nachzuforschen,

Ob die Ausbildungserlasse

Gedacht sind um die breite Masse

von der Wahrheit abzulenken.

Sie verbot ihnen zu denken,

Und tat man es doch einmal,

Wurd die Strafarbeit zur Qual.

Eine ganz spezielle Feder,

Bekam bei dieser Frau ein jeder,

Der ein falsches Wort gesprochen,

Oder ein Erlass gebrochen.

Rache ist schon lang in Planung,

Doch noch hat sie keine Ahnung,

Dass sie fürchterlich wird büßen,

Jeder Schüler wirds begrüßen,

Für die Ungerechtigkeit

Und das angetane Leid.

Fred und George W. heimlich stahlen,

Um ihr alles heimzuzahlen,

Das Bestrafungsinstrument

Und wer diese Beiden kennt,

Weiß, nun ist es wieder Zeit

Für ein wenig Grausamkeit.

Durch ein bisschen Zauberei,

Wird die Wirkung -eins, zwei, drei-

Abgeändert nach Belieben.

Jene Bengel sind durchtrieben,

Wollen diese Kröte plagen,

Sie mit eignen Waffen schlagen.

Damit der Streich auch funktioniert

Wird schnell Peeves engagiert.

Der schnappt sich ihren Zauberstab

Und haut dann schnellstmöglich ab.

Dolores kann es gar nicht glauben,

Dass er es wagt sie auszurauben,

Doch viel Bedenkzeit hat sie nicht,

Weil etwas sie im Rücken sticht.

Vorsichtig dreht sie den Kopf,

Ihr Bick fällt auf nen roten Schopf.

Ein Zauberstab nun auf sie zeigt

Und ihr die Wut zu Kopfe steigt.

Schreien will sie auf der Stelle,

Doch die Zwillinge sind helle,

Zaubern ihr mit einem Satz,

Nen dicken Knebel in die Fratz.

Schnell gehts in nen Abstellraum,

Vor dem Mund hat sie schon Schaum,

An einen Tisch wird sie gesetzt

Und die Beiden fordern jetzt,

Sie solle einen Satz notieren

Und dabei die Folter spüren.

Mit dem Zauberstab im Nacken

Muß sie nach der Feder packen

Und die Worte niederschreiben:

"Ich muß leider draussen bleiben!"

Mit großem Schreck muß sie erkennen,

Dass ihre Stirn fängt an zu brennen.

Nicht die Hand wird eingeritzt,

Die Buben schauen ganz verschmitzt,

Sondern, wie wohl schon vermutet,

Das Gesicht nun heftig blutet.

Nach dem dreihundertsten Mal,

Ist das Blut schon überall,

Die Linien bleiben permanent

Und nicht mehr nur für den Moment.

Angekommen nun am Ziel,

Hält die Brüder nicht mehr viel,

Schnell, der Tatort wird verlassen,
Umbridge wird sie niemals fassen.

Am nächsten Tag im Unterricht,

Starren alle aufs Gesicht

Des jüngsten Opfers unsrer Bengel,

Welche schauen wie zwei Engel.

Schüler winden sich vor Lachen,

Können nicht die Arbeit machen,

Die man ihnen aufgegeben,

Denn die Blicke bleiben kleben,

An der Stirn der "armen" Frau

Und sie wissen sehr genau,

Dass es ihr ganz recht geschieht,

Wenn sie jedermann so sieht.

Dieses war der fünfte Streich,

Doch der sechste folgt sogleich.