Summary: ‚Charmed' ist nur eine Serie – oder? Als Julie eines Tages mitten in der magischen Welt aufwacht beginnt das Abenteuer ihres Lebens…
Disclaimer: Und falls hier jemand unter Wahnvorstellungen leidet: Schön wär's, aber nein, ‚Charmed' gehört nicht mir.
Note 1: Hallo! Bin glaube ich wieder ein wenig spät dran mit dem Update... besser spät als nie?
Dafür ist es schön lang... und meiner Meinung nach auch ganz gut. Ich hab zurzeit echt Problem mit dem Schreiben. Also: Nicht mit dem Schreiben an sich. Eher so, dass ich immerzu denke: Uni, uni, uni, uni... Charmed? Wenn ich mir das nicht besser einteile werde ich mal schlimm auf die Nase fallen mit meinen Seminaren...
Nun, gut, so viel dazu... ich sollte euch nicht immer so zutexten, glaube ich -.-‚
Note 2: Danke für die Reviews persephone und Misato!
Übrigens: Als ich überlegte, was es für schöne Namen mit ‚P' gibt (wegen Pelagia), hatte ich auch zuerst mal drüber nachgedacht, sie Persephoné zu nennen :-)
Misato: Natürlich liegt es nicht daran, dass Chris sich mal ne Auszeit nimmt. Die sind immerhin monatelang ohne ihn ausgekommen, als er in der Vergangenheit war. Es bricht eher alles zusammen, weil Wyatt eine gute Spionage betreibt und es zeitlich für ihn gerade günstig ist... alles klar?
So: Viel Spaß!
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Zwischen den Welten
Kapitel 12
Und wieder einmal kehrten sie zurück. Zurück in das Hauptquartier des Widerstands... oder in das, was davon übrig war.
Was Julie und Chris als Erstes sahen, als sie durch das Portal traten war ein Warlock, der gerade seine Klinge aus einem Rebellen zog. Während Julies Blick automatisch dem nach unten fallenden Körper folgte, holte Chris den überraschten Mörder telekinetisch zu sich heran, um ihm von seinem eigenen Dolch eine Kostprobe zu geben. Doch der in Flammen aufgehende Gegner zog nur die Aufmerksamkeit anderer Dämonen auf sie. „Verdammt", murmelte Chris. Dann drehte er sich zu ihr um und sah sie eindringlich an. „Geh!"
Sie nickte und sah ihm nach, wie er sich ins Getümmel stürzte. Pass auf dich auf! - ... und pass auf dich selbst auf, Himmel noch mal! Das war knapp gewesen, fast hätte sie einen Energieball abbekommen!
Es erinnerte sie daran, dass sie hier nicht nur Zuschauerin war – sie war mittendrin. Und Chris hatte gesagt, sie solle wieder gehen. Das kam ihr leicht schäbig vor. Sie sollte hier bleiben und kämpfen! Aber sie wusste auch, dass sie hier nur eine Last und in Gefahr war! Sie hatte noch keine Erfahrung im Kämpfen. Pelagia hatte sie etwas ausgebildet... Doch das gleich in einer Schlacht testen?
Gerade, als sie sich wieder umwandte, um durch das Portal zurückzugehen, sah sie aus den Augenwinkeln... ihr Kopf schnellte herum! Da trug ein Dämon die bewusstlose Pelagia auf einen rot-schwarzen Strudel zu.
„Hey!" Nicht, dass der Dämon sie hören konnte – es war viel zu laut. Aber dieses ‚Hey!' markierte ihren Entschluss nicht still und heimlich den Rückzug anzutreten. Stattdessen rannte sie auf die beiden zu. Einmal stellte sich ihr eine dunkle Gestalt in den Weg, aber Julie rammte ihr nur ihr Knie in den Schritt und rannte weiter. Dann endlich bemerkte der Dämon, dass jemand auf ihn zukam. Er war inzwischen so nah bei dem Tor, dass er Pelagia einfach hindurch warf und sich ihr zuwandte. „So erpicht darauf mit ihr zu gehen? Kannst du haben!"
Julie schluckte. Sie hatte natürlich nicht überlegt, als sie losrannte, um Pelagia zu retten - Das hast du ja auch prima hingekriegt, Julie! – und hatte jetzt keine Ahnung, was sie tun sollte. Demnach war klar, dass sie keine Chance hatte. Der Dämon machte sich noch den Spaß ihr ein paar Prellungen zu verpassen, dann stieß er sie ohne Umstände in den Strudel.
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Mit einem Gefühl der Übelkeit prallte sie auf einen kalten Steinboden. Desorientiert schaute sie sich um und helfende Arme hievten sie auf die Beine. „Danke", murmelte sie. „Wo sind wir?"
„In Wyatts Vorstellung eines Empfangssalons", meinte einer der anderen.
Sie schnaubte und stimmte dem Ironiker insgeheim zu. Richtig gemütlich so eine übergroße mittelalterliche Gefängniszelle. Außerdem war sie etwas überfüllt. Doch wenn sie sich überlegte, wie wenig diese Vielen hier eigentlich nur waren bekam sie eine undeutliche Vorstellung davon, wie viele von den Widerstandskämpfern gestorben sein mussten... Und wie viele hatten sich retten können?
Das wusste sie nicht...
„Wo ist... das Mädchen, das direkt vor mir durch kam?"
„Pelagia ist hier", sagte jemand weiter hinten und sie ging hin. Die Stimme war die von Jen gewesen. Sie beugte sich gerade über die Kleine und tupfte Blut von ihrer Wange.
„Jen!"
Die Hexe blickte auf und lächelte angespannt. „Hi Julie... Kein guter Zeitpunkt um aus dem Urlaub zu kommen, hm?"
„Tja, mein Timing war schon immer Spitze... wie geht's ihr?"
Jen zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung... Sie ist bewusstlos und hat eine ziemliche Platzwunde am Kopf. Allerdings glaube ich nicht, dass es mehr ist als eine Gehirnerschütterung."
„Ja?"
„Sie ist Wyatts Cousine. Kein Dämon würde sie ernsthaft verletzen. Sie würden es nicht wagen."
„Das ist doch immerhin etwas." Sie strich Pelagia über das Haar. Dann dachte sie an die Szene, die sie mit angesehen hatte kurz bevor sie in das Charmed-Universe gezogen worden war. „Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das auf Chris nicht zutrifft, oder?"
„Wyatt und Chris... das ist eine andere Geschichte. Es... Oh! Ich glaube... Pel? Pelagia?"
Julie schaute wieder auf das Kind. Tatsächlich; sie wachte auf, öffnete blinzelnd die Augen. Jen und Julie lächelten erleichtert. „Wie geht's dir?", fragte Julie.
Pelagia wollte antworten, da sie sich aber währenddessen aufsetzte und ihre Wunde sich wie 1000 Nadeln in ihrem Kopf anfühlte, zuckte sie zusammen. „Au", kommentierte sie den Schmerz. „Au, au, au!"
„Ach Schatz, komm her!" Jen öffnete ihre Arme und Pelagia sank dankbar hinein.
Julie beobachtete sie besorgt. „Ich glaub', ich schau mal besser, ob wir einen Arzt oder so was hier haben."
Jen schüttelte den Kopf. „Bemüh dich nicht! Das habe ich schon getan. – Pel?"
„Hm?", machte das Bündel in ihren Armen mitleiderregend.
„Es ist nicht nur die Wunde, die wehtut, nicht wahr?"
„Nein", flüsterte Pelagia und kniff die Augen zusammen. Dann stieß sie den Atem aus.
Julie sah Jen fragend an. Sie erklärte es ihr: „Pelagia ist Telepathin. Normalerweise kann sie die Gedanken anderer abschirmen. Aber es ist nun mal auch so, dass sie noch ein Kind ist. Der heutige Tag hat ihre Barrieren wahrscheinlich sehr belastet. Ich denke, sie hat viel... mitbekommen... was die Dämonen dachten... und die, die gegen sie kämpften." Mehr deutete Jen nicht an. Das musste sie auch nicht. Julie beendete den Satz in Gedanken: ...und die gestorben sind. Die letzten Gedanken von Irren zu hören oder von Leuten, die gerade an schrecklichen Verbrennungen starben oder verbluteten ... Julie erschauderte.
Pelagia öffnete die Augen und starrte sie gequält an.
Julie wandte beschämt den Blick ab. Sie hatte es schon wieder getan – und in einem wirklich unpassenden Zeitpunkt. Entschuldige.
Pel nickte. Ist okay... Dann löste sie sich langsam von Jen. Sie blickte auf ihre Hand und versuchte sie vom Zittern abzuhalten, doch es half nicht viel. Es würde wahrscheinlich eine Weile dauern, bis sie wieder abgeschirmt war und unglücklicherweise erinnerte sie sich noch sehr gut daran, wie sie ihre Barrieren hochbekam. Anstatt nämlich die geistigen Geräusche im Raum auszublenden musste man hinhören und dann durch sie hindurch tauchen.
„Lasst... mir einen Moment, ja?"
Die anderen beiden nickten. Und Pel konzentrierte sich. Aus den Oberflächenfetzen formten sich Gedanken.
Wir sind geliefert.
Ich glaube, sie wird sterben. Ob sie vorher noch mal aufwacht?
Gott, meine Hand tut weh...
Wann sie wohl kommen, um uns zu töten?
Ich möchte nicht sterben! Möchte nicht sterben! Möchte nicht... – Reiss dich zusammen...
Nicht aufschauen, nicht hinhören, nicht aufschauen, nicht hinhören, nicht aufschauen, nicht hinhören...
Bei diesem letzten Fragment stutzte Pelagia. Es war doch irgendwie seltsam so was zu denken... fast als hätte der derjenige nicht Angst vor Wyatt sondern... vor ihnen.
Sie suchte den Raum ab. Überall standen kleine Gruppen herum, manche beugten sich über Verletzte. Die meisten kannte Pelagia wenigstens vom Sehen, einige waren wohl Leute wie Julie. Wie gut, dass sie gerade gestern erst eine Gruppe in die Vergangenheit geschickt hatten. Sonst wären es wohl noch mehr.
Dann entdeckte sie ihn. Ohne den Blick von dem mysteriösen Mann in ihrer Mitte zu nehmen sagte sie: „Jen, Julie?"
„Was ist los?" – „Hast du was?"
„Der da", sie zeigte auf ihn. „... gehört nicht zu uns."
„Bist du dir sicher?", fragte Jen. Der junge Mann, auf den Pelagia deutete saß an einer Mauer, umschlang seine Knie mit den Armen und hielt den Kopf gesenkt. Langsam wippte er vor und zurück.
Die Telepathin nickte... und hielt dann inne. Ganz langsam drehte sich ihr Kopf in eine andere Richtung. Diejenigen unter den Gefangenen, die wie sie über psychische Fähigkeiten verfügten, taten es ihr gleich.
Die weniger Begabten sogen erst erschrocken die Luft ein, als in der Öffnung, die in der Mauer erschienen war er erschien.
Die Menschen verstummten und mit einem Mal war es totenstill in der Zelle. Obwohl die meisten das Gefühl hatten zurückweichen zu müssen, blieben sie wie angewurzelt stehen.
„Sehr gut, Cousinchen, sehr gut", sagte Wyatt, als er auf sie zuging. „Du hast es sofort durchschaut..."
Pelagia verzog bei dem Kosenamen das Gesicht, blieb ansonsten aber still.
Wyatt lächelte, dann nickte er. „Ein wahrhaft schöner Tag. Die Familie ist wieder vereint."
Das Mädchen wurde blass. Bedeutete das...?
Jen stellte sich an ihre Seite. „Dann hast du auch Chris?", stellte sie die Frage, die alle bewegte. – Und Wyatt ignorierte sie völlig. „Jen, meine Liebe. Lange nicht mehr gesehen."
„Und von mir aus hätte es auch so bleiben können", sagte sie unbeeindruckt.
Julie hingegen schaute sie überrascht an. Jen kannte Wyatt?
Ihre Überraschung zog schließlich seine Aufmerksamkeit auf sie und zu ihrem Unbehagen musterte er sie eingehend. „Was?", entfuhr es ihr. Am liebsten hätte sie sich auf die Zunge gebissen.
„Ich kenne dich", antwortete er und Julie musste schlucken.
Dann wandte er sich auf seinem Absatz um. Die beiden Dämonen, die ihn begleitet hatten fassten Pelagia und Julie an den Armen um sie mitzunehmen. Pelagias ruhige Miene löste sich in Nichts auf. Ihre angstgeweiteten Augen hingen flehend an Jen – doch die musste sie wohl oder übel gehen lassen.
Julie fragte sich nur: Wieso ich?
„Mike, du auch."
Das ließ Julie aufschauen. Der von Wyatt mit ‚Mike' Angesprochene war der, den Pelagia als Fremden identifiziert hatte. Er stand auf und sie sah auf den 1.Blick, dass sein Körper voller Spannung war, irgendwie gekrümmt. Doch sein Gesicht war ausdruckslos, als er an Julie vorbeiging und den Raum verließ.
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„RÜCKZUG", dröhnte Coles Stimme magisch verstärkt durch die Gänge.
Die Hoffnung, die Angreifer zurückzuschlagen hatten sie aufgegeben. Jeder, der jetzt noch kämpfen und laufen konnte machte sich auf den Weg nach draußen.
Zurück ließen sie 3 Jahre harte Arbeit und die Leichen ihrer Freunde.
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Chris hörte das Kommando und fluchte. Er sah zu Vicky rüber und pfiff. Sie nickte zurück und entledigte sich so schnell wie möglich ihres aufdringlichen dämonischen Verehrers.
„Gehen wir!"
„Wo sind die Schwestern?"
„Schon draußen. Sie halten den Flüchtlingen den Rücken frei."
„Dann sollten wir uns ihnen wohl anschließen."
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3 Stunden später in einer Ruine irgendwo in der Stadt...
Das Adrenalin war weg... und Chris dämmerte langsam, was geschehen war, was geschehen sein musste:
Wyatt hatte sie angegriffen, als keine Leute aus der anderen Welt mehr auf den Straßen zu finden gewesen waren. Um die restlichen zu bekommen... um was zu tun? Zumindest hatte er mit diesem Zug genau das getan, was auch der Widerstand vorgehabt hatte. Er war ihnen zuvor gekommen.
Aber noch wichtiger: Das Timing legte nahe, dass er schon gewusst hatte, wo das HQ war. Wie lange schon? Und woher? Das war beunruhigend.
So weit sie wussten hatte er auch noch ein weiteres Versteck in der Stadt angreifen lassen. Die anderen Gruppen waren unentdeckt geblieben... hoffentlich.
Ihre eigene... nun, von den ehemals 200 des Hauptquartiers... sie hatten nicht den blassesten Schimmer, wie viele hatten entkommen können und wie viele Wyatt verschleppt hatte. Allerdings... das waren viele tote Körper in den Korridoren gewesen. Zu viele...
Und dazu: Pelagia und Julie waren ebenfalls verschwunden. Einer der Geflohenen meinte gesehen zu haben, wie sie in das rote Portal geworfen worden waren. Anscheinend hatte Julie Pelagia retten wollen.
Und er hatte sie zurückgelassen. Er hätte dafür sorgen sollen, dass sie nach Mallorca zurückkehrte. Aber nein, er war weggerannt. Und jetzt war sie weg...
Das machte ihm mehr aus, als er gedacht hätte. Gut, er hatte in den letzten Tagen festgestellt, dass er sie wirklich mochte, dass... nunja, er nahm an, dass er sich tatsächlich in sie verliebt hatte. Aber dass sie jetzt bei seinem durchgedrehten abgrundtief bösen Bruder war... das brachte ihn fast um den Verstand.
Um Pel machte er sich weniger Sorgen. Wyatt würde ihr nichts tun. Sie war noch zu klein gewesen, als er böse wurde. Damals hatte sie noch nicht verstanden, was vor sich ging. Aber sie hatten eine gute Beziehung vorher gehabt. Wyatt hatte sie vergöttert, seiner kleinen Cousine jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Jetzt war sie 12 und Chris nahm an, dass sein Bruder sie vor die Wahl stellen würde. Und wenn sie ihm sagte, wohin er sich sein Angebot stecken konnte, würde er das Gleiche tun, was er mit Chris getan hatte: Sie in einem luxuriösen Zimmer einsperren. – In der Hoffnung, dass sie ihre Meinung ändern würde. Sie würden also genug Zeit haben, sie zu retten. Und niemand würde Chris und Cole davon abhalten können das zu tun.
„Was jetzt?", fragte Piper, während sie eine Wunde an Paiges Schulter abtupfte. Diese wandt sich, verzog das Gesicht, sagte aber nichts.
„Erstmal nichts", antwortete Cole.
„Nichts?"
„Nichts", bestätigte er. „Es muss sich alles beruhigen. Wenn wir jetzt da raus gehen, sind wir tot."
„Na toll", meinte Phoebe. Sie machte sich Sorgen um ihre Tochter.
„Keine Angst, Schatz", sagte Cole und nahm ihre Hand. Paige und Piper zogen die Augenbrauen hoch. Als Cole seinen Fehler bemerkte, zog er seine Hand rasch weg. „Tut mir leid."
„Muss es nicht." Sie schaute ihre Schwestern an. „Habt ihr nichts Besseres zu tun?"
Paige sah aus, als dachte sie: Wuh, da hat jemand aber schlechte Laune!
Piper schaute lediglich etwas amüsiert drein und hob die Hände in einer entschuldigenden Geste.
Cole räusperte sich. „Es geht ihr gut. Da bin ich sicher."
Phoebe nickte.
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Sie gingen denselben Weg nach oben, den damals auch Mike mit seiner Eskorte genommen hatte. Diesmal allerdings ging er selbst ohne eine. Er folgte einfach Wyatt und seinen Gefangenen. Seit wann er sich nicht mehr zu dieser Kategorie zählte? Nun... wahrscheinlich, seitdem ein Großteil seiner Persönlichkeit von Joras dominiert wurde. Dann und wann war er zwar völlig er selbst – aber nur, wenn er allein war. Ansonsten war da immer dieser Schatten über seinem Ich und manchmal drängte sich Joras auch richtig in ihn hinein. Er hatte den Dämon zwar beim 1.Mal mit seiner entfesselten Magie zurückgeschlagen – doch später hatte er diesen Vorteil nicht mehr gehabt.
Er hasste das Gefühl in seinem Kopf nicht allein zu sein. Und er hasste die schmutzigen Gedanken, die Joras dachte, wenn er in seinem Geist war...
Unten in der Zelle hatte der Dämon allerdings nur zugeschaut. Und deshalb hatte Michael sich auch verkrochen und sich darauf konzentriert nichts mitzubekommen.
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Im Penthouse angekommen ließ Wyatt sich lässig auf seinem thronartigen Stuhl nieder. Mike nahm rechts neben ihm seinen Platz ein und die beiden Mädchen setzten sich mit (un)sanfter Anleitung ihrer Eskorte ebenfalls.
„Also Pelagia, wie geht's dir so?"
„Bitte?" Wollte er jetzt tatsächlich Smalltalk machen?
„Wie geht's dir? Was hast du in letzter Zeit so gemacht?"
Sie schaute ihn entgeistert an. „Du kannst doch nicht meine Freunde umbringen, mich Gewalt von einem deiner Handlanger entführen lassen und dann so unser erstes Gespräch nach Jahren anfangen!"
Wyatt lehnte sich bei ihren Worten in seinem Stuhl zurück. Nachdenklich betrachtete er seine kleine Cousine. Dann seufzte er und sah plötzlich müde aus. „Ich wollte dich sehen, Pel. Ist das so schlimm? Muss es immer um Politik gehen, wenn ich jemanden aus meiner Familie treffe?"
Sie sprang auf. „Politik? POLITIK?" Die kleine Pelagia, die eben noch angsterfüllt, dann verärgert gewesen war, verwandelte sich vor ihren Augen in die zornige Pelagia. Sie stieß einen unmenschlich klingenden Schrei aus – und um sie herum zeigte der Boden plötzlich Risse.
Julie schaute sie erschrocken an und aus einem Instinkt beugte sie sich hinüber und legte ihr eine Hand auf den Arm.
Beinahe sofort sackte Pel wieder auf ihrem Stuhl zusammen und was dann geschah war in gewisser Weise noch schlimmer als wenn sie wütend war und ihre psychische Kraft sich physisch materialisierte. Pelagia war normalerweise die Starke, das clevere Kind, die Witzige... Eben hatte sich ihre Stärke gezeigt, doch die Cleverness sagte ihr auch, wieso sie so reagiert hatte: Es brach alles über ihr zusammen... Was ihr Cousin da Politik nannte – das Abschlachten zahlloser Unschuldiger, das Massaker an den Ältesten und der damit verbundene Tod ihrer Mum, die unruhigen Jahre ihrer Kindheit, bevor der Widerstand wuchs und als sie von einem Versteck zum nächsten geflüchtet waren... Unfassbar, dass Wyatt so darüber reden konnte... Politik.
Ein Geschäft.
Nichts Persönliches.
Das Überleben der Stärksten... unabhängig wie schlecht sie waren.
Sie schluchzte hemmungslos und kümmerte sich nicht darum, vor wem sie es tat. Es war einfach zu viel. Alles...
Ihre Freundin wollte sie in die Arme nehmen, doch Wyatt hielt sie telekinetisch zurück.
Stattdessen stand er selbst auf und ging vor ihr in die Knie.
Hilflos ihren Gefühlen ausgeliefert ließ Pelagia ihren Kopf gegen seine Schulter sinken.
Und während sie weinte, hob die Quelle alles Bösen und der Tyrann der Welt die Hand und strich ihr zärtlich übers Haar.
Langsam erschien ein goldener Schein und Pelagias Wunden verschwanden.
Als er fertig war lehnte Pelagia sich zurück. Aus tränennassen Augen sah sie ihn an.
Julie, die sie inzwischen gut genug kannte, deutete ihren Gesichtsausdruck richtig. Wyatt mochte böse sein. Er mochte mehr Menschen und magische Wesen selbst oder durch Anweisungen getötet haben als sie jemals begegnet war... aber er war Familie. Und genauso wie das aus ihrem Gesicht sprach, verkündeten ihre Augen auch von der geheimen Qual, die jeder noch lebende Halliwell wegen Wyatt verspürte: Dass sie einen von ihnen nicht hatten davor bewahren konnten zu dem zu werden, was er jetzt war ... und dass sie dieses Monster trotzdem nicht verleugnen konnten, dass neben all dem Widerwillen und Hass... auch immer noch Liebe übrig war.
Wyatt schien den Widerstreit ihrer Gefühle zu ahnen. Er drang nicht weiter in sie. „Ich bringe dich in dein Zimmer", sagte er leise und sie nickte geschlagen. Dann legte sie die Arme um seinen Hals. Wie damals, als sie noch klein und er gut gewesen war, hob er sie hoch und trug sie weg.
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Nachdem Wyatt und Pel den Raum verlassen hatten waren nur noch Mike, Julie und eine Wache übrig.
Julie nutzte endlich die Gelegenheit sich umzusehen. Es war nicht viel Persönliches hier. Dafür aber strahlte der Raum eine Art ruhige Eleganz aus und irgendwie... natürlich in modernerer und wesentlich luxuriöserer Art... wirkte es wie das Haus der Halliwells. Fast warm und einladend. Aber eben nur fast. Julie nahm an, dass darin die Gefahr lag – man fühlte sich sicher und dann fiel irgendein Dämon über einen her.
Schließlich kam sie mit ihrer Musterung zu Mike – und musste feststellen, dass er sie ebenfalls anschaute. Überrascht über den plötzlichen Augenkontakt sahen sie beide weg.
Als sie kurze Zeit später noch einmal in seine Richtung schaute war sein Gesicht wieder so glatt und leer wie eh und je.
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Leise zog er die Tür hinter sich zu und schnippte mit den Fingern. Eine seiner Leibwachen erschien und postierte sich auf dem Gang.
Dann machte sich Wyatt auf dem Weg zurück. „Joras!"
Der Dämon schimmerte sich zu ihm. „Ihr wünscht? – Oh!" Hastig bemühte er sich aufzuschließen – nur um dann fast in Wyatt hineinzulaufen, als dieser stehen blieb. „Verzeiht."
Wy ging mit einer Handbewegung darüber hinweg, fasste dafür aber seinen Untertan fest ins Auge. „Irgendwelche Fortschritte?"
Joras schüttelte den Kopf. „Leider nicht. Der Junge kooperiert einfach nicht. Jedes Mal muss ich mich seinem Geist aufzwingen. Und wenn ich es auch ungern zugebe: Er wird besser darin, sich zu wehren."
„Hm... Gut."
„Gut?"
„Genau. Ich möchte, dass du dich von jetzt ab fern von ihm hältst – und dabei meine ich vor allem, dass die Gedanken von Michael unangetastet bleiben. Verstanden?"
„Jawohl, mein Gebieter."
„Und jetzt lass mich allein."
Der entlassene Dämon zog sich schnell zurück. Wy war es zufrieden. Er hatte es Joras natürlich nicht gesagt. Aber der Sinn darin, ihn in Michaels Kopf wühlen zu lassen, hatte immer schon darin gelegen, dass er lernte, den Dämon abzuwehren. Naja, vielleicht nicht beim 1.Mal. Da hatte er gewollt, dass Mikes Potential sichtbar wurde. Und nachdem der Junge dann gebrochen war... er hätte natürlich einfach warten können, bis seine Persönlichkeit sich von selbst wieder zusammenfügte und verheilte. Aber indem er Joras dies tun ließ und ihn beauftragte auch danach in seinem Kopf zu verweilen hatte er es geradezu herausgefordert. Es hätte natürlich auch schief gehen und Mike endgültig fertigmachen können. Aber wie es aussah hatte Wyatt sich nicht in ihm getäuscht. Er war tatsächlich widerstandsfähiger geworden. Und wenn seine Pläne am Ende aufgingen, konnte das nur von Vorteil sein.
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Als Wyatt zurückkam war Julie nervös. Am Anfang war es Angst gewesen, dann Sorge, dann Langeweile... und als er dann immer noch nicht wiedergekommen war... da wurde es Nervosität... So schreckte sie etwas auf, als er plötzlich wieder da war. – Und aus der Nervosität wurde erneut Angst.
„Also, wie heißt du?", fragte Wyatt, nachdem er sich wieder gesetzt hatte.
„Julie", brachte sie über die Lippen.
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„Interessant", sagte Cole, nachdem Chris fertig war. Die beiden waren jetzt allein. Vicky und die Schwestern waren nebenan.
„Ja, nicht wahr? Du bist doch schon viel länger im Geschäft als ich... was hat diese seltsame Kombination aus Kräften zu bedeuten?"
„Das... hm, ich bin bisher nur einer anderen Hexe begegnet, die das tun konnte. Und wenn Julie wie sie ist, dann hast du noch nicht mal die Hälfte ihrer Kräfte gesehen..."
„Was?"
„Man nennt sie Schlichter-Hexen. Sie haben ganz verschiedene Fähigkeiten: Körpertausch, zeitweise Telepathie, manchmal Vorahnungen oder rückwärtsgerichtete Visionen, manchmal auch Empathie... ehrlich gesagt, ich kenne auch nicht alle ihre Fähigkeiten."
„Wenn du sagst ‚zeitweise' und ‚manchmal', meinst du dann das einige sie haben und andere nicht? Oder..."
„'Oder' ist richtig. Diese Kräfte haben sie tatsächlich nicht die ganze Zeit... oder vielleicht konnte die Hexe, die ich kannte sie auch nicht richtig kontrollieren... Ich bin mir da nicht sicher."
„Und wieso ‚Schlichter'-Hexen?"
„Weil das die meisten von ihnen tun: schlichten. Manche nennen sie auch ‚Richter'-Hexen. Aber wenn du mich fragst ist das Quatsch. Schlichten trifft es eher. Und mit der Auswahl an Fähigkeiten... passt doch irgendwie, oder?"
Chris legte den Kopf schief... „Ja, schon."
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Er fragte sie aus. Mike fühlte sich sehr an sein 1.Gespräch mit Wyatt erinnert. Doch während er aufgetaut war, antwortete Julie weiterhin einsilbig.
„Wo kommst du her?"
„Detroit."
„Tatsächlich... und was bist du von Beruf?"
„Familienberaterin."
Da zog Wyatt die Augenbrauen hoch. Vielleicht hatte er endlich ein Thema gefunden, um sie aus der Reserve zu locken. „Und was würdest du im Falle meiner Familie raten?"
Julie sah wirklich so aus, als wollte sie mehr als ein Wort sagen. Doch sie hielt sich zurück. Immerhin aber stellte sie eine Gegenfrage. „In Bezug auf was?"
„Warum sie mich zum Beispiel alle hassen..." Klang da wirklich etwas Schmerz aus Wyatts Stimme? Auf jeden Fall aber auch Neugier. War es Neugier auf die eigentliche Antwort oder darauf, was Julie antworten würde... würde sie es wagen, ihn zu verärgern? Mike jedenfalls hatte das Gefühl, dass Wyatt es wirklich wissen wollte.
Julie atmete tief durch und irgendwie schien die Spannung aus ihrem Körper zu weichen. Er fragte sich, was ihr wohl durch den Kopf ging. Was auch immer es war, sie schien endlich bereit auf das Gespräch einzugehen. „Was denkst du, warum sie das tun?"
Mike sah Wyatt an. Der antwortete: „Weil sie es nicht verstehen. Nichts. Was ich tue, was ich bin, wieso ich..."
„Stopp", unterbrach Julie ihn.
Wyatt zog die Augenbrauen hoch und Michael konnte sehen wie er sich fragte, ob sie das tatsächlich gerade zu ihm gesagt hatte.
Julie schien auch kurz auf einen Ausbruch zu warten. Als sich aber nur ein amüsiertes Lächeln auf Wyatts Lippen stahl, fragte sie: „Du sagst, sie verstehen es nicht. Was sollten sie verstehen?"
„Dass wir alle... die letzten paar Hundert Generationen von Halliwells... eine Lüge gelebt haben."
„Eine Lüge..."
Wy nickte. „Gut und Böse... Das entscheidet nichts. Derjenige, der die meiste Macht hat, der bleibt am Ende zurück und hat ergo gewonnen."
„Hmmm...", machte sie. In ihrem Kopf arbeitete es, fügten sich Puzzleteile zu einem Bild zusammen.
„Was denkst du?"
„Willst du das wirklich wissen? Und wenn ja, wirst du mir danach nicht den Kopf abreissen dafür, dass ich es gesagt habe?"
„Es wird mich wütend machen?"
Sie zuckte mit den Schultern. Die selbstbewusste Familienberaterin und die ängstliche Gefangene standen im Widerstreit. „Wahrscheinlich."
„Du hast mein Wort."
„Was ist es wert?"
Hinterfragte dieses Mädchen tatsächlich gerade Wyatts Ehre? Michael rechnete damit, dass es das jetzt war. Das würde er sich doch nicht gefallen lassen, oder? Zu seiner Überraschung tat er es aber.
Sie kannte ihn schließlich nicht. Hatte vermutlich nur Schauermärchen von Wyatt gehört... „Das musst du wohl herausfinden."
„Sieht so aus", sagte sie und akzeptierte damit sein Wort.
„Also?"
„Warum sie dich alle hassen...", begann Julie und schloss die Augen, um nicht den Faden zu verlieren... und den Mut, denn wer wusste, was sich auf seinem Gesicht abzeichnen würde, wenn sie fertig war. „Erstmal... sie hassen dich nicht. Ich glaube, dass sie enttäuscht sind, verzweifelt und wütend und dass sie es wirklich nicht verstehen. Sie glauben an Gute gegen Böse und hatten ihr ganzes Leben lang Zeit, diese Vorstellung zu verinnerlichen. Weil das so ist, können sie nicht einfach ihre ureigensten Überzeugungen über Bord werfen. Wahrscheinlich werden sie das nie können. Sie sind die Charmed Ones... und Pelagia und Chris wurden so erzogen. Cole... naja, Cole war einmal so ähnlich wie du... aber das war seine dämonische Seite. Das Streben nach Macht hat er mit ihr abgelegt und er kennt den Weg, den der Mensch mit Macht beschreitet. Er ist allein. Punkt..."
Wenn sie Mike jetzt angesehen hätte, hätte sie Bewunderung gesehen. Bis jetzt mochte sie ausser dem Statement, dass sie ihn nicht hassen, nichts Besonderes gesagt haben, aber sie hatte es gesagt. Und sie fuhr fort. Sie würde sich echt trauen, ihm alles zu sagen, was sie dachte. Entweder war sie sehr clever oder sehr dumm... oder aber einfach ehrlich. So richtig konnte er das noch nicht einordnen.
„...frage ich mich, wieso du es konntest. Wie konntest du von einem Sohn der Charmed Ones, der die gleichen Überzeugungen hatte wie sie, der sie im Kampf gegen Dämonen unterstützt hat, plötzlich zu jemand ganz anderem werden, dein ganzes Wesen ändern?" Sie hörte auf, öffnete die Augen und blickte auf die Hände in ihrem Schoß. „Ich habe so etwas schon erlebt bei anderen... natürlich in einem ganz anderen Ausmaß. Ich vermute, dass da etwas in deiner Kindheit war, etwas, was dich nie losgelassen hat. – Gott, das klingt so klischeehaft. – Und trotzdem. Ich denke, da war etwas. Doch es hat dich auch nicht beherrscht. Bis dann... kam der Tag..."
„Chris' Geburtstag", sagte Wyatt und nickte.
Julie sah ihn letztlich doch an. „Ja... und irgendetwas ist in dir passiert. Ich glaube nicht, dass es ihr Tod allein war, der dich so verändert hat. Etwas anderes war da noch. Etwas, dass das Ereignis deiner Kindheit in einem ganz anderen Licht hat erscheinen lassen. Und das hat sich mit dem Verlust vermischt, hat deine Welt erschüttert..."
„Eine interessante Analyse meiner Person. Doch was ist mit meiner Familie?"
„Ich glaube nicht, dass sie jemals verstehen werden, was du tust... Ich meine, ich tue es ja auch nicht. Pel ist die Jüngste und selbst sie ist schon so gefestigt..."
„Vielleicht, wenn ich ihr die Wahrheit sage", murmelte Wyatt und sah Julie an... nein, sah durch sie hindurch.
Sie blickte Michael an, doch der zuckte nur mit den Schultern. „Was für eine Wahrheit?"
„Was passiert ist, natürlich. Was wirklich damals passiert ist. Ich habe es Chris nicht gesagt... weil er es nicht verkraftet hätte... oder vielleicht stimmt das nicht: Vielleicht hätte ich es nicht verkraftet, es auszusprechen. Aber Pel... sie kannte Mum nicht so lange. Sie würde traurig und wütend sein... dann aber die richtigen Schlüsse ziehen. Dann wäre sie bei mir."
Obwohl Julie die Möglichkeit schockierte, dass Wyatt tatsächlich irgendetwas sagen könnte, was Pelagia dazu bringen könnte, so wie er zu werden, hielt sie sich an seinem letzten Satz fest. ‚Dann wäre sie bei mir.' Sie hatte also recht gehabt. Er war allein. Und er wollte es nicht sein. Wichtiger noch: Er liebte seine Familie – oder zumindest Pel. Sie klammerte sich an diesen Strohhalm und hoffte, dass das genug sein würde um am Ende wieder alles ins Lot zu bringen.
Wie auch immer, Wyatt kam aus dem Reich seiner Gedanken zurück und schaute sie wieder an. „Ich habe übrigens Erkundigungen eingezogen. Du bist zwar eine derjenigen, die aus der Parallelwelt sind, aber du warst nicht wie die anderen im HQ, als meine Leute angriffen. Du kamst durch ein Portal zurück... mit Chris."
Sollte sie es abstreiten oder ihm zustimmen? Sie wusste es nicht. Er sprach weiter: „Interessanterweise bist du auch mit ihm in die Vergangenheit gestolpert, als ich ihn das letzte Mal sah."
„Wieso ist das interessant? – Wir sind alle irgendwo gelandet. Und ich bin eben zufällig Chris in die Arme gefallen."
„Das Interessante ist, dass du jetzt nicht mehr in der Vergangenheit bist. Du bist mit ihm zurückgekommen... und mit den Schwestern, wenn die Gerüchte stimmen. Und das obwohl die meisten anderen, die so wie du sind, inzwischen wieder im Jahr 2004 sind. Wie kommt das wohl?"
Sie zuckte mit den Schultern und antwortete nicht.
Wy störte sich nicht daran. „Kann mir ja eigentlich egal sein. Nur es ist... seltsam, wie schnell er über Bianca hinweggekommen ist."
„Ist er nicht, glaube es mir. Und es war auch nichts zwischen uns."
„Wirklich nicht?"
Sie wandte den Blick ab. Ja! wollte sie eigentlich schreien. Ja! Da war was, du Bastard! Aber es wird nie mehr sein als nur das Gefühl! Was also willst du verdammt noch mal von mir?
„Was hast du überhaupt vor mit uns?", wechselte sie abrupt das Thema. „Warum der Überfall auf den Widerstand? Wozu brauchst du uns?"
Er lächelte. Offensichtlich hatte er sie durcheinandergebracht. „Oh, ich brauche euch nicht. Ich bin nicht so dumm zu glauben, dass eure Nichtrückkehr keine Konsequenzen haben würde. Ich schicke euch zurück... zumindest die Meisten." Sein Blick wanderte zu Mike, dem kalt wurde. Die Meisten... das hieß, er würde ihn nicht zurückschicken. Er wollte ihn dabehalten!
„Wieso nicht alle? Ich meine, wieso nicht alle, die noch übrig sind?" Es waren auch einige gestorben, das wusste Julie. Aber was wollte er mit Mike?
„Meine Sache, Julie."
„Du kannst mich nach meinem Liebesleben fragen und ich darf nicht mal das wissen?" Ups... Was war in sie gefahren? Man sprach nicht so mit dem Mann, der einen mit einem Augenzwinkern töten konnte!
„Liebesleben... ahja..."
Was auch immer da wirklich zwischen seinem Bruder und diesem Mädchen war... Er hatte das Gefühl, dass sie ihm noch nützlich sein würde.
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Note 3: Reviews? Bitte? ‚lieb guckt'
June
