Summary: ‚Charmed' ist nur eine Serie – oder? Als Julie eines Tages mitten in der magischen Welt aufwacht beginnt das Abenteuer ihres Lebens…

Disclaimer: Und falls hier jemand unter Wahnvorstellungen leidet: Schön wär's, aber nein, ‚Charmed' gehört nicht mir.

Note 1: Sooo... ein großer Schritt wurde getan. Und jetzt geht es weiter... nur in der Vergangenheit. Es ist ein kurzes Kapitel, doch ich denke, dass es notwenig ist! Außerdem...Ich bin ein bisschen aufgeregt, denn wahrscheinlich wird aus der Geschichte im nächsten Kapitel endlich auch eine Chris-revelation-fic. Zufrieden? ;-)

Misato, jap, wäre möglich gewesen... aber offene Enden sind blöd! Ich meine, ich bin ja auch Leserin und ich hasse offene Enden! Also geht's weiter! Zumindest ein bisschen noch...

Phania, ich bin gerührt! Und stolz! Und erleichtert! Ich wiederhole mich wahrscheinlich aber Wy ist immer etwas schwierig zu schreiben. Und dass du denkst, er ist genauso so wie er sein sollte – ganz zu schweigen vom ‚besten Kapitel der Geschichte'- ... hach! Herrlich! Danke!

paige205, dein Wunsch ist mir Befehl! ;-)

And on with the show!

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Zwischen den Welten

Kapitel 18

Er seufzte und zog seine Mum und Chris in eine letzte Umarmung. Dann schob er die überraschten Hexen von sich. „Und nun geht endlich!" Seine Forderung unterstützend erschien in seiner geöffneten Hand ein Energieball.

In zwei Gruppen orbten sie sich zurück auf die Erde.

Kaum, dass die letzten Orbs das elderland verlassen, entluden sich Wyatts Gefühle in einem markerschütternden Schrei und einer mächtigen Energiewelle, die durch die Unendlichkeit fegte.

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Etwas später...

Die Charmed Ones, Chris, Julie, Pel und Mike saßen in einem anderen Versteck und warteten. Sie waren still. Was sie vorhin getan hatten mussten sie alle erst noch verarbeiten. Piper war sich einmal diskret mit der Hand über die Augen gefahren, woraufhin Phoebe ihr einen Arm um die Schultern gelegt hatte. Pelagia hielt Phoebes andere Hand umfasst. Paige saß Paige gegenüber, unsicher, ob sie sich etwas über ihre Zukunft fragen sollte oder nicht. Sie entschied sich letztlich für ‚nicht' und warf Chris einen bösen Blick zu. Was hatte er sie auch mit diesem ‚Future-Consequences'-Kram belabert! Jetzt hing es bei ihr zu tief, als dass sie guten Gewissens ein Schwätzchen mit sich selbst halten konnte. Die andere Paige sah etwas verloren aus und stand schließlich auf, um mit Chris zu reden. Sie setzten sich in eine Ecke und begannen zu flüstern. Das wiederum zog die Aufmerksamkeit der anderen auf sie.

Julie sah zwischen Chris und Mike hin und her und konnte eigentlich nur darüber nachdenken, was Wyatt gesagt hatte. – Oder besser: Was er nicht gesagt hatte... wie sie dieses geheimniskrämerische WischiWaschi hasste!

Dann endlich kam Cole zurück.

„Und?", kam es von Chris.

„Es ist chaotisch", sagte Cole und lehnte sich an einen Tisch. „Soweit ich das sehe hat noch keiner da draußen eine Ahnung, was ihr getan habt. Und während es sich langfristig positiv auswirken wird haben wir jetzt das Problem, dass nach Marks Angriff praktisch unsere Leute die entkommenen Anderweltler ersetzt haben."

Chris nickte. „Also eine Menge führerloser Dämonen, die sich fragen, was mit Wy geschehen ist und eine Menge unserer Leute, die als perfekte Verhöropfer zur Verfügung stehen. Prima. Danke Mark."

„Aber würden sie das denn wirklich machen? Geht ihre Loyalität zu Wyatt so tief?", fragte sich die ältere Paige.

„Das ist nicht die normale Dämon-Dämon-Beziehung. Sie wissen ganz genau wie mächtig Wyatt ist. Und wenn auch nur die geringste Möglichkeit besteht, dass er zurückkommt, dann möchte keiner von ihnen derjenige sein, der in seiner Abwesenheit nicht nach ihm gesucht hat. Das könnte unangenehme Fragen nach der Ergebenheit des Dämons nach sich ziehen."

Paige nickte zu Chris' Worten. „Klingt logisch. Hast du sonst noch etwas von den entkommenen Gefangenen gehört?"

„Die scheinen wirklich wie vom Erdboden verschluckt." Cole sah die Mächtigen Drei an. „Ich denke, es wird Zeit für euch, zurückzukehren."

Empörte und überraschte Worte kamen von den Charmed Ones, bis Chris eine Hand hob. „Das hier ist nicht euer Kampf. Ihr müsst in die Vergangenheit gehen und euren eigenen Kampf kämpfen... damit das alles hier gar nicht erst passiert, versteht ihr?"

Sie wussten, dass er Recht hatte. Trotzdem kam es ihnen feige vor, gerade jetzt zu gehen. „Was ist mit dir", fragte Piper.

Chris hielt bei dieser Frage kurz inne. Sein unsicherer Blick wanderte von Piper zu Paige und Cole. „Geh", sagte Paige. Cole nickte.

„Und soll ich...?"

„Deine Entscheidung", meinte Cole, fügte dann jedoch im letzten Moment an: „Aber du solltest es tun."

Chris' Gesicht verzog sich zu einer Grimasse. „Ich habe befürchtet, dass du das sagst."

Die Charmed Ones sagten zu diesem Austausch nichts. Sie würden in ihrer eigenen Zeit Chris ein wenig mehr fragen.

Julie jedenfalls war erleichtert, dass er mit zurückkommen würde.

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Mehr als 2 Jahrzehnte zuvor und eine Woche später...

Sie waren wieder da. Doch nichts war wie zuvor. Das Haus der Halliwells war bevölkert mit gerade erwachten Hexen. Es gab kaum eine Stelle, wo man seinen Fuß hinsetzen konnte, ohne auf einen Schlafsack oder eine Decke zu treten.

Gemeinsam mit Darryl hatten Doria und Connor zwar eine Lagerhalle am Stadtrand für ihre Zwecke herrichten können, doch schlief dort nur etwa die Hälfte der Leute. Die andere Hälfte blieb bei den Halliwells.

Als die Charmed Ones, Mike, Julie und Chris zuerst zurückgekommen waren, waren sie geschockt gewesen! Chaos!

Doch Connor hatte sie schnell beruhigen können, in dem er ihnen sein organisiertes Chaos erklärt hatte.

Es funktionierte im Grunde ähnlich wie beim Widerstand. Es gab Gruppen, die kümmerten sich hauptsächlich um Nahrungsbeschaffung, wieder andere sorgten dafür, dass sie von ihrer Umgebung nicht wahrgenommen wurden. Und ab und zu trafen sie sich und übten an ihren Fähigkeiten. Diejenigen, die schon länger Unterricht gehabt hatten, lehrten die anderen, was sie wussten.

Julie bemühte sich ebenfalls zu trainieren, doch war es für sie schwerer, als für andere. Gut, sie hatte inzwischen schon mehrmals Seelen ausgetauscht. Und doch hatte sie das Gefühl, dass noch soviel mehr dazu gehörte. Dinge, die sie auch noch können sollte. Da es jedoch keine anderen Schlichterhexen unter ihren Leuten gab, war sie auf sich gestellt. Chris, der sich sonst irgendwie zuständig für sie gefühlt hatte, schien jetzt immer etwas anderes zu tun zu haben. Und Mike, mit dem sie ein paar Mal versucht hatte an seiner Telekinese zu üben, zog sich auch von ihr zurück.

Jetzt gerade saß sie der Steintreppe, die zum Eingang des Hauses der Halliwells führte. Sie wünschte sich, Vicky und Jen wären da. Während sie sich von Vicky hatte verabschieden können, war es bei ihrer Rückkehr immer noch unklar gewesen, was aus Jen geworden war. Sie schickte ein stilles Stoßgebet für ihre Freundin gen Himmel.

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Mike zog die Gardine im Wohnzimmer an ihren Platz und ließ sich dann auf einen der Sessel plumpsen. Was hatte er sich nur dabei gedacht sie so von sich zu stoßen? Nicht, dass er sie beleidigt hatte oder so. Er hatte nichts gesagt. Und das jetzt schon seit zwei Tagen. Zuerst war das für ihn nicht weiter schlimm gewesen. Er hatte getan, was er immer tat, seit er Hannah verloren hatte: Er hatte sich abgewandt. Hatte von dem Punkt, an dem es für ihn emotional zu sehr in die Tiefe ging, einfach den Stecker gezogen.

Doch dieses Mal störte es ihn.

Störte ihn sehr.

„Mike!"

Er sah auf und begegnete Chris' strengem Blick. Ohne, dass Michael es gemerkt hatte, hatte sich seine Gruppe um ihn versammelt. Chris würde ihnen jetzt ihre nächste Stunde geben.

Telekinese.

Michael hatte immer noch Probleme mit seiner Kraft. Am Besten schien sie bei Chris zu funktionieren. Was irgendwie komisch war... aber okay. Es war einfach so, dass, immer wenn Chris ihn aufforderte zu Trainieren oder wenn der andere überhaupt mit ihm sprach, er so wütend wurde!

Und dann hatte er Zugang zu seinen Kräften.

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Chris wandte seinen Blick ab, als er bemerkte, dass sich Mikes Kiefermuskeln anspannten und er auch selbst schon wieder sauer wurde. Okay, ‚sauer' war vielleicht ein zu starkes Wort. Aber ‚genervt' traf auf jeden Fall zu.

Es war seltsam mit den beiden.

In der Zukunft, als sie sich zum 1.Mal getroffen hatten, war Wyatt dabei gewesen, der mit seiner Präsenz und der ständig gegenwärtigen Drohung des Todes dafür gesorgt hatte, dass Michael und Chris einander nicht richtig wahrnahmen. Die Anspannung war einfach zu groß gewesen. Doch es schien, dass je mehr diese Anspannung abflaute, die Spannung zwischen Chris und Mike wuchs. Als wären sie zwei sich abstoßende Magneten. Dazu kam noch der Umstand, dass sie wussten, dass der jeweils andere an Julie interessiert war. Das war nicht unbedingt hilfreich.

Chris wusste, dass sie einander objektiv betrachtet sehr ähnlich waren. Sie waren junge Männer, Telekineten, deren Kraft immer dann am stärksten war, wenn sie zornig waren. Sie hatten beide den Beschützerinstinkt, der es ihnen selten erlaubte, sich mal eine Pause zu gönnen. Der Wächter des Lichts hatte außerdem inzwischen mitbekommen, dass auch Mike einmal eine Liebe verloren hatte und genauso wie er selbst noch damit kämpfte. Dennoch fühlten sie sich beide von der Schlichterhexe, die draußen vor dem Haus saß, angezogen; fühlten, wie richtig es für sie war, mit ihr zusammen zu sein und ihre Stärke, Freundlichkeit und Sturheit zu spüren.

Und beide hielten sie sich von Julie fern.

Chris war sich sicher, dass Mike genauso wie er selbst wusste, dass sie ihr damit wehtaten. Doch Chris konnte nicht anders. Wenn er nachgab würden sie sich näher kommen. Es würde wunderbar sein. Und dann, an dem Tag, an dem sie gezwungen sein würden sich zu trennen... Nein, er war nicht gewillt sie beide dem auszusetzen!

Chris also war sich im Klaren darüber, warum er Julie aus dem Weg ging. Doch was, so fragte er sich, war Mikes Grund?

Ein paar Minuten später, nachdem er fertig war mit seinen Anweisungen und unter den Übungspaaren hin und her ging, um kleine Hinweise zu geben, sah er jemanden im Türrahmen zum Foyer stehen und ihn nachdenklich betrachten.

Er nickte seiner Tante Phoebe zu.

Sie nickte zurück und ging aus dem Haus. Er vermutete, dass jetzt ein Gespräch von Frau zu Frau anstand.

Und danach würde es vielleicht endlich zu einem Gespräch von Charmed Ones zu witchwhitelighter kommen. Die Schwestern hatten ihn nämlich die letzte Woche tatsächlich in Ruhe gelassen.

Er wusste, dass sie ihn eigentlich lieber sofort in die Mangel genommen hätten.

Doch der Zustand des Hauses, ihre vielen Gäste/Schützlinge, der Club, ihre Jobs, Wyatt und Leo hatten sie auf Trab gehalten.

Jedenfalls hatte sich die Lage inzwischen so sehr beruhigt, dass es nicht mehr lange dauern konnte.

Er seufzte bei dem Gedanken und zeigte Lisa, wie sie mit den Augen, anstatt den Händen Gegenstände bewegen konnte.

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Note 2: Wieder ein Kapitel, bei dem ich noch hätte weiter schreiben sollen. Aber den Rest nehme ich einfach mit ins nächste chappie.

Was haltet ihr von dieser Dreiecksgeschichte?

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So, noch etwas in eigener Sache: ‚Heart's Desire'. Ich sehe in den Stats, dass die Geschichte gelesen wird. Bisher war aber nur Anna so nett, mir ihre Meinung zu schreiben. Wenn ihr also auch den Anfang dieses Crossovers gelesen habt... dann bitte, bitte! Reviewt! Ich habe zwar noch nicht den gesamten Plot ausgearbeitet aber es ist schon fast zu spät noch aufzuhören mit schreiben! Die Geschichte ist einfach in meinem Kopf! Und ohne Reviews macht das Ganze doch gar keinen Spaß! ‚ganz ganz lieb guckt'

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Ah, ja... hm... ‚räusper' - Bis zum nächsten Kapitel!

June22