Summary: ‚Charmed' ist nur eine Serie – oder? Als Julie eines Tages mitten in der magischen Welt aufwacht beginnt das Abenteuer ihres Lebens…

Disclaimer: Und falls hier jemand unter Wahnvorstellungen leidet: Schön wär's, aber nein, ‚Charmed' gehört nicht mir.

Note 1:

Special thanks go to:

Misato-6

Phantasie

persephone25

Phania

und paige 205

:-)

Note 2: Die Fragen:

Also Chris benutzt, so denke ich mir das, seine Telekinese zumeist mit den Händen. Aber ich denke, er könnte es auch anders machen, wenn er es unbedingt müsste. Zudem hat er in der Zukunft sicher auch den einen oder anderen Telekineten getroffen, der die Augen dazu benutzt. Immerhin besteht der Widerstand aus mehreren hundert Hexen.

Ich soll also Chris und Julie zusammenkommen lassen, hm? Tjaaaa…. Mal schauen :-) Ich habe es schon alles ausgeplant. Und ich kann auf jeden Fall sagen, die Zukunft von sowohl Chris als auch Julie sieht gut aus. Ob zusammen? Wir werden sehen… oder ihr werdet es sehen, denn ich weiß es ja schon! ‚g'

Weiter geht's!

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Zwischen den Welten

Kapitel 19

Julie sah kurz auf, als Phoebe sich neben sie setzte. „Hi."

„Hallo, Julie. - Alles klar bei dir?"

„Ich weiß nicht", sagte sie und zupfte an den Grashalmen, die zwischen den Steinen hervorlugten.

„Du kannst mit mir reden, weißt du?"

„Ja."

Einen Moment blieben sie so sitzen, dann meinte Phoebe. „Du kennst sein Geheimnis, nicht wahr?"

Julie nickte. „Ja."

„Ich weiß, du hast uns gebeten, ihm Zeit zu geben, bis er es uns sagt und wir haben zugestimmt." Im Nachhinein hatte Phoebe keine Ahnung, wie Julie das geschafft hatte.

„Aber ihr könnt nicht länger warten", beendete die junge Frau Phoebes Gedanken.

Die Charmed One nickte.

„Nun ja", begann Julie. „Ich schätze, er wird nicht überrascht sein, wenn ihr über ihn herfallt und vielleicht ist es sogar ganz gut, ihn unter Druck zu setzen. – Er sollte sich das nicht länger antun. Nicht alleine."

Da Phoebe keine Ahnung hatte, was die letzten beiden Sätze bedeuteten, blieb sie still. Sie wollte immerhin von Chris die Wahrheit hören und nicht Julie aushorchen. Dennoch fragte sie: „Es ist nichts Schlimmes?"

„Das habt ihr mich schon mal gefragt, Phoebe. Was habe ich geantwortet?"

„Dass es das nicht ist", sagte Phoebe und seufzte. „Okay… Themawechsel: Was bedrückt dich?"

Julie lachte schwach auf. „Das ist nicht wirklich ein Themawechsel…"

„Ah… ich spüre ein Gespräch über die Unergründlichkeit der männlichen Psyche auf uns zukommen."

„Könnte sein."

„Er hat sich ziemlich von dir abgesondert in den letzten Tagen", teilte Phoebe ihr ihre Beobachtungen mit. „Habt ihr euch gestritten?"

„Nein", sagte Julie und sah Phoebe jetzt zum ersten Mal richtig an. „Das ist es ja. Gar nichts ist passiert. Vom einen auf den anderen Moment… puff! Beide weg!"

„Beide?" Wer denn noch. Das war jetzt neu für sie!

„Chris und Mike."

„Ich wusste nicht, dass du und Mike auch…"

„Keine Ahnung, ob es so ist! Um das rauszufinden müsse ich mehr Zeit sowohl mit ihm als auch mit Chris verbringen! Aber sie gehen mir aus dem Weg! Und ich verstehe nicht warum!"

„Hmm."

„Hm?"

„Nun, vielleicht haben sie gemerkt, dass du dir nicht sicher bist."

„Meinst du?"

„Wäre eine Möglichkeit. Außerdem… du und Chris. Du weißt, dass wenn du in deine Welt zurückkehrst…" Phoebe zuckte mit den Schultern.

Julie wandte den Blick wieder ab. „Ich weiß", hauchte sie. Kurz war es still, als sie ein paar Mal tief durchatmete. Dann: „Aber das ist doch nicht seine Art – sich deswegen so zurückhalten!"

„Tut mir ja leid, Sweety. Aber wie gut kennst du ihn wirklich?"

„Solange er euch noch nicht die Wahrheit über sich gesagt hat zumindest besser als du", schoss sie zurück. Dann zuckte sie zusammen, als ihr klar wurde, was und wie sie es gesagt hatte. „'Tschuldigung."

„Schon gut, Julie."

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Später saßen Connor und Chris an genau der gleichen Stelle und diskutierten die Angelegenheit von ihrem Blickwinkel aus.

„Das ist ziemlich gemein, was du zurzeit machst, Chris. Nicht gerade gentlemanlike."

„Ich weiß doch, Connor. Aber was soll ich denn bitte machen? Ich mag sie, ich kann sogar sagen, ich bin verliebt in sie, liebe so viele Dinge an ihr, dass es mir Angst macht. – Aber…" Er zuckte mit den Schultern.

Connor nickte verständnisvoll. „Erstens ist sie nicht Bianca und zweitens habt ihr beide keine Zukunft. Richtig?"

„Ja."

„Und trotzdem! Das ist der gleiche Fehler, den du mit deiner Familie machst! Du hältst sie auf Abstand, weil du Angst hast sie zu verlieren anstatt de Zeit zu nutzen, die du hast!"

„Um sie dann zu verlieren, so wie ich Bianca verloren habe? Warum soll ich mich bemühen?"

„Chris!" Connor war seine Frustration deutlich anzumerken.

Und auch Chris war nicht unbedingt ruhig und gelassen. „Was?"

„Sei doch nicht so ein Idiot! – Geh zu ihr und sag ihr, was du empfindest!"

„Warum, Connor?"

„Einfach, weil es das Richtige ist!" Er klopfte seinem Freund auf die Schulter und ging wieder rein.

Chris blieb zurück und starrte in die untergehende Sonne.

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Als die Schwestern ich am nächsten Tag riefen und er sich auf den Dachboden beamte wusste er sofort, dass etwas nicht stimmte. Nicht stimmte für ihn! Die verschlossene Tür des Dachbodens, der Zaubertrank, der ihn seiner Orb-Kräfte beraubte und die entschlossenen Gesichter der Mächtigen Drei ließen keinen Zweifel daran.

„Habt ihr sie noch alle? Ihr könnt mir doch nicht einfach meine Kräfte wegnehmen!"

„Deine Hexenkräfte hast du ja noch, Mister! Also keine Aufregung. Wir wollten nur nicht, dass du mitten in diesem netten kleinen Gespräch einfach davonflatterst!" Paige deutete mit den Händen einen gen Himmel steigenden Vogel/Wächter des Lichts an.

Chris verschränkte abwehrend die Arme. Nach außen hin schaute er zwar wütend aus – aber innen drin war da nur Panik. Panikpanikpanikpanikpanik – Sie würden jetzt von ihm verlangen, dass er es ihnen sagte! Sein best gehütetes Geheimnis! Kurz überlegte einfach die Tür telekinetisch aus ihren Angeln zu heben. Er würde abhauen und nie wiederkommen, er würde… Geht's noch, Chris? Das würde er nie tun.

Piper, die seinen Blick bemerkte, trat zwischen ihn und seinen Fluchtweg. „So nicht! Du sagst es uns jetzt! Was verheimlichst du uns?"

Phoeb ging auch noch einen Schritt auf ihn zu. „Wie kommt es, dass du mit Wyatt früher so gut befreundet warst?"

Paige trat auf die andere Seite. „Wieso war er so interessiert daran, dich auf seine Seite zu ziehen?"

Sie hatten ihn umzingelt. Er drehte sich im Kreis und sah sie nacheinander an. Er öffnete den Mund. – Und schloss ihn wieder. Nein!

Sie merkten, dass ein wenig mehr Druck nicht schaden würde und bombardierten ihn weiter mit Fragen:

„Was macht dich so besonders für Wyatt?"

„Wieso hat dich Pelagia wie ihren großen Bruder behandelt?"

„Woher wusstest du, dass Wyatt dich nicht töten würde, als du zu ihm gegangen bist?

„Wieso haben dir die anderen Anführer des Widerstandes nicht zugetraut, dass du deinen Plan in der Vergangenheit in die Tat umsetzen kannst?"

„Wieso kannst du uns nicht trauen, wenn alle deine Absichten gut sind?"

„Was ist es!"

"Sag's uns!"

„Los!"

Während der Fragen hatten sie Chris durch den Raum getrieben. Seine Geischtsausdruck blieb unlesbar, nur seine Hände zitterten plötzlich. „Stop", murmelte er, als er mit dem Rücken gegen eine Wand stieß. „Stop… Hört auf!"

Die Charmed Ones verstummten und sahen ihn erwartungsvoll an.

Er schloss die Augen.

Als er sie wieder öffnete, war nichts mehr in ihn verschlossen. Er wollte sich nicht so verletzlich machen, wenn er ihnen schon die Wahrheit sagte. Aber er hatte keine Wahl. Seine Kontrolle wurde von seinen Emotionen gebrochen. Phoebe musste sich an Paige festhalten, als sie von ihnen getroffen wurde. Sie schaute ihn überrascht an.

„Ja, Phoebe, ich habe tatsächlich auch Gefühle", sagte Chris und lächelte bitter.

„Nicht vom Thema ablenken!"

Phoebe hielt eine Hand hoch. „Nein, ich glaube, dass ist das Thema, Piper! Er hat sein Geheimnis nicht für sich behalten, weil es in seinen Plan passte. Zumindest nicht nur. Er hat Angst. Angst, dass…" Sie runzelte die Stirn, als seine Emotionen es ihm nicht verrieten. „Wovor Chris?"

„Ich…" Jetzt wollte er reden, wollte irgendetwas sagen, doch fand nicht die Worte. Zum Verrücktwerden!

Was auch immer Phoebe in dem Moment in ihm las veranlasste sie, auf ihn zuzugehen und ihn in die Arme zu schließen. Er ließ es zu und umarmte sie nach einem Moment selbst. Es war ein tolles Gefühl. Etwas von der Sicherheit, die er als Kind gespürt hatte.

„Uh…oh, Luft! Luft, Chris!"

„Oh… Entschuldige, Tante Phoebe!" Er ließ sie los, bevor er merkte, was er gesagt hatte und war deshalb überrascht, als sie ihn erschrocken anstarrte.

Dann teilte ihm sein Gehirn mit, wie er sie gerade angesprochen hatte. „Ups!"

Sie hätte es wahrscheinlich geglaubt, wenn sie in dem Moment, in dem Chris es gesagt hätte nicht völlig in seine Gefühle getaucht gewesen wäre und so wusste, dass er die Wahrheit sagte. „Ups? – Du… Wessen Sohn bist du, Chris Perry!"

Bei ihrem Tonfall war er sofort wieder mit dem Rücken zur Wand und sie alle, ob Empathen oder nicht, konnten den Schmerz in seinen Augen sehen.

Die potentiellen Mütter schauten einander ungläubig an. Entweder war Chris der Sohn von Paige oder von Piper. Sie hätten mit allem gerechnet, außer damit.

Doch wie auch immer, ob nun Tante oder Mutter, sie hatten gerade erfahren, dass sie mit dem neurotischen nervenden smart-ass von whitelighter verwandt waren. Und keiner in der Halliwell-Familie sah seinesgleichen gerne leiden.

Deshalb fassten sie Chris vorsichtig an den Armen und führten ihn zu einem Sofa. Er ließ sich von ihnen darauf niederdrücken und saß dann nervös zwischen Piper und Paige.

Phoebe ging vor ihm zu Boden und legte ihm die Hände auf ein Knie. Lächelnd schaute sie ihm in die Augen. „Tut mir leid. Dieses eine Mal hätte ich meine Überraschung vielleicht anders äußern sollen als in Ärger."

Er nickte unbestimmt und nahm damit ihre Entschuldigung an.

„Aber jetzt", fuhr Phoebe fort. „solltest du uns sagen, wer deine Mutter ist."

Wieder schloss er die Augen. Einerseits um sich zu sammeln und die anderen nicht zu sehen, wenn er es sagte, andererseits um die Tränen zurückzudrängen, die in ihm aufwallten. „Piper", murmelte er schließlich.

Während Phoebe und Paige bei dieser Enthüllung glücklich aufschien und ihn in eine Umarmung zogen war die Frau zu seiner Rechten zu Eis erstarrt.

Aus der Gruppenumarmung heraus schaute er sie verzweifelt an, versuchte in ihrem Gesicht zu lesen. Sie sah aus, als hätte sie immer noch nicht verstanden, was er gesagt hatte. Als versuchte sie das Wort ‚Piper' mit sich selbst in Verbindung zu bringen.

Während er sie weiter anschaute sagten ihm Phoebe und Paige, wie stolz sie auf ihn waren, wie süß er doch war und wie leid ihnen tat, wie sie ihn behandelt hatten.

Chris hörte kein Wort.

Seine Augen hingen an der einen Frau, von der wissen wollte, was sie jetzt dachte. Doch sie konnte sich nicht einmal dazu überwinden, ihn anzusehen.

Schließlich und endlich bemerkten auch seine Tanten die seltsame Situation zwischen Mutter und Sohn und standen auf, um den beiden etwas Zeit zu geben.

Chris bewegte sich erst wieder, als die Dachbodentür sich erneut schloss.

„Was denkst du jetzt?"

Piper zuckte wie automatisch mit den Schultern. Doch dann schüttelte sie den Kopf und sprang auf. „Was ich denke? Keine Ahnung! Ich meine, da bedrängen wir dich uns endlich die Wahrheit zu sagen und du sagst das! – Keine Ahnung, was ich dazu sagen soll! Ich bin immer noch dabei zu denken, dass es gar nicht sein kann, denn Leo und ich sind ja kein Paar mehr! Andererseits ergibt so alles einen Sinn! Wie du uns so gut kennen kannst und alles! Aber ich habe auch nie nur die geringsten… ich habe nie in Betracht gezogen… Gott! Das ist alles so..!" Sprachlos fiel sie wieder neben Chris auf das Sofa. Er wusste jedoch genauso wenig was er darauf sagen sollte…

„Chris?"

„Ist es wirklich wahr?"

Er nickte wortlos.

Überraschend hatte er plötzlich ihre Arme um seinen Körper. Zitternd holte er Luft, dann hob er eine Hand und legte sie auf ihren Rücken. Er spürte, wie sie ein wenig zurückwich und bewegte den Kopf, um sie ansehen zu können.

Es war wunderbar und schrecklich.

In ihren Augen war alles zu sehen, was seine Mutter ausmachte.

Und gleichzeitig war es auch alles, was Piper ausmachte. Piper als die Frau, die ihm in den letzten Monaten ständig misstraut hatte. Doch schlimmer als das und die unendliche Schuld, die er in ihren Augen für ihr Verhalten entdeckte war der Teil, der plötzlich seine Mutter war.

Mom!"

Ja, Schatz, ich komme!" Piper kam in die Küche und scheuchte ihren aufgeregten Sohn vom Backofen weg. „Hmmm… Du hast Recht, Peanut! Sie sind fertig. Gib mir mal die Handschuhe!"

Er reichte sie ihr und sie holte das Blech Schoko-Cookies heraus.

Sofort war er wieder neben ihr. Sie fasste nach seinen Händen, bevor er sich verbrennen konnte. „Nachher, okay?"

Er nickte, bevor er raus rannte, um Wy zu suchen.

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Du hast so was von Hausarrest, junger Mann!"

Aber Mom!"

Nichts da ‚Aber Mom!'! Ich habe wirklich gedacht, ich hätte dich besser erzogen! Ich bin sehr enttäuscht von dir, Christopher!"

Sie hatte es getan. Sie hatte ihn Christopher genannt. Er senkte den Kopf und murmelte ein „Es tut mir leid!", bevor er die Treppe hochrannte.

Später am Abend kam seine Mutter in sein Zimmer und setzte sich auf sein Bett. „Willst du mir davon erzählen?"

Aus einem Impuls heraus umarmte er sie und blieb dann ganz nah bei ihr sitzen. „Es war so, dass…"

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Es wird eine Superparty, Peanut!"

Mom! Kannst du bitte aufhören, mich in der Öffentlichkeit so zu nennen?"

Seine Mutter lächelte. „Ach, ist mein baby jetzt zu alt für süße Spitznamen? Ist es besser, wenn ich Christopher sage?"

Wie unfair! Sie wusste ganz genau, wie sehr er es hasste, wenn sie ihn bei seinem vollen Namen nannte. „Nein", sagte er kurz und bündig. „Chris reicht vollkommen, danke. – Aber… du hast Recht! Die Party wird Spitze!"

Sie lächelten einander enthusiastisch zu.

Man wird immerhin nur einmal vierzehn!"

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Er stand neben Wyatt. Auf dessen Schultern lagen die Hände ihres Vaters.

Die drei schauten auf einen Sarg.

Er blinzelte und riss sich von Piper los. „Es… es tut mir leid. Ich kann nicht!"

Bevor Piper etwas sagen konnte, stürmte er aus dem Raum.

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