06 – Ace

Kurz war er zurückgezuckt, als Smoker so dicht vor seinem Gesicht aufgetaucht war und sich schließlich ihre Lippen berührten. Ace wusste nicht genau, wie er jetzt auf diesen überrumpelten Kuss reagieren sollte. Jeden anderen hätte er vermutlich geschlagen, aber das hier war wirklich angenehm. Ja, für den jungen Piraten fühlte sich das hier richtig an, nicht so, wie wenn Thatch absolut betrunken versuchte ihn zu küssen. Das war etwas anderes, etwas verdammt Ekliges.

Er wusste zwar nicht, warum es sich richtig anfühlte, schließlich kannte er den anderen Mann eigentlich gar nicht. Dennoch begann er vorsichtig den Kuss zu erwidern, spürte aber recht schnell, wie ihm noch mehr Blut in den Kopf schoss und die, durch den Alkoholkonsum hervorgerufene Röte noch weiter zunahm.

Unbewusst hatte er die Augen geschlossen und genoss diesen Moment dieser besonderen Nähe sogar. Von beiden Seiten war zu Begin die Unsicherheit zu spüren, allerdings ließ die, die Smoker erst gezeigt hatte, schnell nach und er versuchte etwas mehr zu fordern, bat mit seiner Zunge darum, dass der Junge die Lippen öffnete, während seine Hand über seinen Hals in die dunklen Haare wanderte.

Ace glaubte, dass sein Herz bald stehen bleiben würde, wenn seine Schläge weiterhin an Geschwindigkeit zunahmen. Vor allem wusste er nicht, ob er es jetzt unterbinden oder weiter darauf eingehen sollte. Die Hand des älteren Mannes verursachte bei ihm eine Gänsehaut und er gab einfach nach, öffnete die Lippen und ließ es zu, dass sein Gegenüber seinen Mund erkundete. Es entstand ein Kampf um Dominanz, den Ace nicht einmal versuchte zu gewinnen. Er war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Smoker löste ihren Kuss nach einiger Zeit, als er merkte, dass der Jüngere sich scheinbar absichtlich zurückhielt.

„Alles in Ordnung?", kam die leise Frage. Seine Stimme war kaum mehr als ein Raunen und Ace öffnete die Augen. Das klang verdammt angenehm. Doch trotz dieser Frage und der tiefen, ruhigen Stimme schaute der Grünhaarige noch immer so streng wie zuvor. Daraufhin verzog der junge Pirat ein wenig das Gesicht.

„Ich werde gerade von einem wildfremden Mann geküsst, aber sonst ist alles in Ordnung", sagte er und blickte auf seine Hände, die er in seinem Schoß ineinander geschlungen hatte. Die sahen viel zu angespannt aus. Ace zwang sich zur Ruhe und löste dementsprechend die doch recht krampfhaft verschränkten Hände. Er hob den Blick wieder, als sich die Hand des älteren von ihm löste und er sich wieder normal hinsetzte, sodass etwas Abstand zwischen sie kam.

„Mein Fehler", gab Smoker murmelnd zu und rieb sich ertappt über den Unterarm. Ace betrachtete das Bild des anderen kurz. Sein rasendes Herz wurde wieder langsamer und er fand Zeit aufzuatmen. Ein kurzes Abnicken war die Antwort des Dunkelhaarigen.

Der Abstand war gut. Zumindest redete er sich das ein. Betretenes Schweigen herrschte zwischen ihnen. Hatte ihm der Kuss denn so viel ausgemacht? Eigentlich war er sogar angenehm gewesen und dem anderen musste es doch auch gefallen haben, sonst … naja … sonst hätte er ihn schließlich nicht so lang mit Zunge geküsst, oder? Verlegen sah er zu dem Größeren, der auf die Alkoholpfütze neben dem Bett schaute. Was sollte er nur machen?

Er wollte Smoker auf jeden Fall nicht zeigen, dass er innerlich so hin und her gerissen war. Entweder Ja oder Nein, aber nicht beides. Entweder hatte es ihm gefallen oder eben nicht. Sein Blick wanderte über den anderen Mann, während er noch immer versuchte herauszufinden, was er selbst wollte.

Smoker hatte breite Schultern, das weiße Hemd, dass er trug, war, abgesehen von zwei Knöpfen kurz vor dem Kragen, zugeknöpft und spannte leicht über der sicherlich muskulösen Brust. Die Ärmel waren, wie bei Ace, bis zum Ellenbogen hochgekrempelt. Auch hier spannte der Stoff und ließ die Muskulatur darunter erahnen. Die Gesichtszüge waren hart und hier im Licht konnte er einen Dreitagebart erkennen. Noch immer betrachteten seine Augen den Fleck, wo Ace den Sake verschüttet hatte.

Dass sein Herz bei seiner Betrachtung des älteren wieder einen Gang zulegte, bemerkte er nicht sofort. Erst als er endlich eine Entscheidung getroffen hatte. Und Smoker scheinbar auch, da dieser aufstehen wollte. Ausgerechnet jetzt! Sein Entschluss geriet für ihn ein wenig ins Wanken und er handelte eher aus einem Reflex heraus, als er sich ebenfalls erhob, allerdings wesentlich schneller als der Grünhaarige, und ihn an den Schultern wieder zum hinsetzten brachte, was nicht so schwer war, da sich Smoker noch nicht weit von der Matratze entfernt hatte. Ein kurzes Zögern, als Smoker zu ihm hoch sah, aber dann gab sich Ace einen Ruck und setzte sich rittlings auf den Schoß des größeren.

„Ich hab ja nicht gesagt, dass es schlecht war, oder?", sagte er und lächelte ruhig, musste sich aber sehr darauf konzentrieren, dass seine Hände nicht zitterten, die er noch immer an den Schultern des anderen liegen hatte. Was tat er denn? Dieser Smoker war ein Fremder! Langsam löste er seine Händen von seinen Schultern, verschränkte die Finger dann im Nacken des Größeren und kam ihm näher, bis diesmal Ace den anderen küsste. Sofort schloss er die Augen und versuchte sich nur auf diese Berührung zu konzentrieren.

Er spürte, wie Smoker kurz zögerte, doch schon bald waren sie wieder in einen intensiven Kuss vertieft, der von der Seite des Jüngeren her nicht mehr so zaghaft und zurückhaltend war wie der Erste. Zwar verlor Ace wieder den Kampf um die Dominanz, aber er kaschierte sein rasendes Herz und die mittlerweile doch leicht zitternden Hände so gut er konnte.

Die Hände des grünhaarigen Mannes suchten sich ihren Weg vom Laken, wo sie die ganze Zeit geruht hatten, die Oberschenkel des Jungen hinauf und schließlich zielstrebig unter das offene Hemd, wo sie die Haut bis zur Taille des Dunkelhaarigen hinauffuhren. Ace erschaudert leicht und gab einen überraschten Laut von sich, als der Ältere ihn plötzlich an sich zog. Daraufhin löste er den Kuss, bekam auch kaum noch Luft und japste etwas nach Sauerstoff, während er den Mann unter sich anblickte.

Wie der andere ihn ansah, ließ ihn leise keuchen. Diese Art von Blick kannte er nicht. Zumindest nicht auf ihn gerichtet. Was Smoker ihm damit sagen wollte, verstand er schon, allerdings war er sich nicht sicher, ob er darauf eingehen sollte. Doch der größere Mann schien allein sein Keuchen schon als eine Antwort gewertet zu haben, und ehe sich Ace versah, versuchte man ihm das Hemd von den Schultern zu schieben, während wissende Lippen seinen Hals emporglitten, immer wieder gezielt kleine Küsse auf die empfindliche Haut platzierten.

Was sollte er machen? Die Lippen auf seiner Haut kitzelten ihn etwas und Ace empfand es nicht als unangenehm. Endlich beschloss er für sich selbst, dass er erst einmal sehen wollte, wohin es ging. Dann hatte er ja immer noch die Möglichkeit sich zu verweigern. Zumindest glaubte er das. Also ließ der Dunkelhaarige Smoker los und zog sein Hemd aus, was der Ältere schon die ganze Zeit versuchte.

Sofort waren die Hände des älteren Mannes dabei seinen Oberkörper zu erkunden, während Ace, nach Halt suchend, seine eigenen Hände wieder zu seinen Schultern brachte. Dennoch, sollte er untätig bleiben und zeigen, dass er nicht wusste, was er tun sollte? Vielleicht sollte er einfach versuchen das Gleiche zu tun wie Smoker? Langsam fuhren seine Finger über den weißen Stoff des Hemdes, auf dem Weg zur Knopfleiste, wo er den Ersten löste, als der andere begann, eine Stelle bei seinem Ohr mit leichten Bissen zu bearbeiten. Eine Gänsehaut Seitens des Jüngeren war die Folge.

Ace brauchte eine Weile, bis er das Hemd geöffnet hatte, machte zwischen drin auch immer wieder Pausen, wenn Smoker seine Aufmerksamkeit zu sehr auf sich lenkte. Aber was sein Gegenüber unter dem Kleidungsstück versteckte, konnte sich wirklich sehen lassen. Während Ace' neugierige Finger über die Muskulatur des Größeren wandern ließ, zog sich dieser das Hemd aus und verfrachtete es zu dem anderen, das seinem Besitzer schon vom Körper geholt worden war.

Bald fanden sie sich in einer losen Umarmung wieder, bei der Smoker mit einer Hand weiter den Fremden Körper erkundete. Ace hingegen war mittlerweile hochrot angelaufen, sein Herz raste noch immer und sein Atem beschleunigte sich langsam immer mehr. Wenn das wirklich weiterging, dann würden sie miteinander schlafen. So ruhig er nach außen hin tat … Er war es bei Weitem nicht, auch wenn er sich vorgenommen hatte, abzuwarten.

Der Jüngere blickte zu dem anderen herunter, völlig in Gedanken, was er jetzt machen sollte, bis der Grünhaarige den Kopf hob und ihn kurz einfach nur ansah. Ace mochte seine Augen. Das war etwas, dass durch seine Gedanken hindurchkam und ein Lächeln auf seine Lippen zauberte, welche fast augenblicklich wieder von denen des anderen gefangen genommen wurden.

Wärme und Kribbeln folgten der Hand von Smoker, die ihn nicht bestimmend an den größeren Körper zog. Das Kribbeln sammelte sich in ihm und er fühlte deutlich, wie die Wärme weiter in seinen Kopf stieg und auch in tiefere Regionen wanderte. Irgendwann lagen wieder beide Arme des Älteren um ihn, Ace hatte ebenfalls die Arme wieder um seinen Nacken geschlungen, während der Kuss ihm weiter den Atem raubte.

Plötzlich hob der grünhaarige Mann ihn etwas an, und ehe sich der Jüngere versah, war er unter dem Größeren auf der Matratze und sie lösten den Kuss endlich wieder. Irritiert blickte Ace zu dem anderen empor, doch sein Gegenüber machte sich schon wieder an seinem Hals zu schaffen und bearbeitete die empfindliche Haut.

Der junge Pirat spürte die leichten Bisse, die sich von seinem Hals immer weiter entfernten und über seine Brust wandelten, aber er nahm sie kaum wahr. Er war viel zu sehr dabei, seine Gedanken zu ordnen. Einige waren völlig ruhig, andere schrien ihn an, mit seinem Schauspiel aufzuhören und die absolut NICHT perfekte Maske der Ruhe abzustreifen. Einige verlangten sogar von ihm, Smoker zu schlagen und ihn von sich zu treten. Aber das konnte er doch nicht einfach machen! Wo der ältere doch so sanft zu ihm war. Dass seine eigenen Hände wieder auf Wanderschaft über den Hals, die Schultern und die Brust des anderen gingen, merkte er nicht.

Was sollte er nur machen? Er spürte, wie langsam Verzweiflung in ihm aufkeimte. Ace schloss die Augen, als könnte er sich so endlich mit sich selbst einigen und einen Weg finden, aus dieser seltsamen Lage herauszukommen. Aber wollte er das überhaupt?

Der Junge ertappte sich dabei, wie er stöhnte, fragte sich gerade, woran das lag, als er Hände bestimmend über seine nackten Oberschenkel streichen spürte. Er öffnete irritiert die Augen. Wann hatte man ihm die Hose ausgezogen? Oder besser gesagt: Wie lang hatte er nicht mehr auf das geachtet, was geschah?

Langsam hob Ace den Kopf, da sich Smoker nicht mehr in seinem Blickfeld befand, und lugte in die Richtung, wo er ihn vermuten konnte. Der Ältere kniete zwischen seinen Beinen, aber Ace achtete schon kaum noch auf ihn, eher auf seine Erektion. Nicht, dass er sie nie zuvor gesehen hatte, nein, aber dass jemand, und vor allem ein Mann, ihn so sehr und so schnell erregen konnte …

Der Größere verteilte Küsse auf der Innenseite seines Oberschenkels, woraufhin Ace keuchte. Machte er das etwa schon die ganze Zeit, diese Geräusche, die ihm total dämlich vorkamen? Und warum gelang es ihm nicht, sie zu unterdrücken?

Smokers Blick hob sich und er sah den Kleineren an, der zurücksah und sicher äußerst verspannt wirkte. Und scheinbar fiel dem Älteren das auch noch auf, da er sich über den liegenden Körper schob, bis er wieder nah bei dem hochroten Gesicht war.

„Stimmt was nicht?", fragte der andere mit rauer Stimme, ihre Lippen berührten sich fast, während er sprach. Ace schluckte nur und schüttelte zur Antwort leicht den Kopf. Was sollte er sonst tun? Auch wenn er leichte, flatternde Angst verspürte, fühlte sich die Nähe gut an, wie Smoker ihn berührte. Wieder bekam er einen Kuss, nur diesmal war er wesentlich intensiver, als wollte man ihm von etwas ablenk …

Ace zuckte zusammen, öffnete die halb geschlossenen Augen weit und löste den Kuss ruckartig und sah in das etwas verwunderte Gesicht seines Gegenübers.

„W … Warte … ich …" Die Finger, die er bis eben an seinem Eingang gespürt hatte, zogen sich etwas zurück. Einen Augenblick lang geschah einfach nichts und der Jüngere von beiden sah den Älteren an, der mit einem Mal richtig angespannt wirkte. „Ich … ich hab noch nie …" Die Anspannung wich von Smoker und er hob eine Hand, um mit den Fingern über Ace' Wange zu streichen.

„Und warum hast du mir das nicht früher gesagt?" Darauf bekam der Größere keine Antwort. Der dunkelhaarige Junge versuchte sogar, mit seinem Blick auszuweichen. Irgendwie war es ihm unangenehm, dass es nun raus war. Doch Smoker schien das gar nicht zu stören, wie er erst gedacht hatte.

„Sollen wir es lieber ruhig angehen?", fragte der Mann über ihm. Ace nickte zur Antwort nur zögernd. Was auch immer der andere mit ‚ruhig angehen' meinte. Er hatte reichlichen Bammel davor, was alles passieren würde. Aber auch wenn er etwas Angst hatte, wollte er es hier nicht gänzlich beenden, er wollte wissen, was passieren würde. Er wollte es ganz einfach.

Schließlich richtete sich der Grünhaarige etwas auf, um seine eigene Hose zu öffnen und seine Härte aus dem Stoff herauszuholen. Angespannt beobachtete der Junge die Handlungen des anderen, zuckte erst etwas zurück, als der ältere sich wieder über ihn beugte und ihre Erektionen zueinander brachte.

Ace stöhnte, als sie aneinander rieben, und es kam ihm verdammt laut vor. Es fühlte sich doch ganz anders an, als wenn er es selbst machte. Smokers Lippen waren wieder nah bei seinen, jagte vorsichtig mit seinen Zähnen die Lippen des Mannes unter ihm.

„Ich werde nicht mehr tun, wenn du es nicht willst", erklärte er leise und der Kleinere versuchte weiterhin, seine Lautstärke zu reduzieren. Was, wenn die Zimmernachbarn sie hörten? Gut, vermutlich hatten sie nicht einmal Zimmernachbarn, aber das konnte man nicht wissen.

Eine ganze Weile blieb es dabei, dass der Ältere sein Becken nur gegen das des anderen schob, bis Ace doch ein wenig mutiger wurde. Es fühlte sich so gut an und er wurde etwas optimistischer. Außerdem glaubte er nicht, dass Smoker ihm wehtun wollte. Sonst wäre er doch nicht jetzt schon so vorsichtig.

„Smoker … wir … können wir …", sagte er leise. Er fand ja selbst, dass es lächerlich klang, zumal er es kaum heraus bekam und dabei auch noch stöhnte. „Können wir einen Schritt weiter gehen?", fragte er endlich, nachdem er sich etwas gefangen hatte, aber es war noch immer kleinlaut und zurückhaltend. Der Angesprochene hielt in der Bewegung inne und sie sahen sich einen Augenblick lang einfach nur an. Einen quälend langen Augenblick, wie Ace fand.

„Sicher?" Verlegen nickte der Jüngere und fragte sich, warum der andere noch einmal nachfragen musste, wenn er ihm schon sagte, dass er gern weiter gehen würde. War das nicht etwas überflüssig?

Wieder richtete sich Smoker etwas auf, betrachtete den unter ihm Liegenden, der wieder etwas angespannter wurde. Ace beobachtete verwundert, wie der Ältere sich in die Hand spuckte. Irgendwie eklig. Und nun schob er die angespuckte Hand auch noch zwischen sie. Doch der Jüngere begriff schnell, was das sollte.

Wie zuvor spürte er die Finger des Älteren an seinem Eingang, wie er langsam den Muskelring massierte. Und schnell war ein Finger in den Unerfahrenen hineingerutscht, der sich schon jetzt im Laken neben sich verkrallte. Das fühlte sich so seltsam an, zog etwas, brannte. Smoker wartete sehr geduldig, bevor er es auch nur wagte, den Finger tiefer in den Kleineren zu schieben.

Ace spürte, wie der andere den Finger bewegte, damit gegen seine Innenwand drückte und scheinbar etwas suchte. Fast unauffällig drückte der Grünhaarige noch einen zweiten Finger in den Körper unter sich, was dieser mit einem unzufriedenen Laut kommentierte. Das ging ihm dann doch etwas zu schnell. Aber Smoker bemerkte das und hielt kurz inne, wiederholte das, was er eben nur mit einem Finger gemacht hatte und fand den Punkt, den er gesucht hatte.

Der Dunkelhaarige entspannte sich fast augenblicklich mehr und stöhnte laut. Was auch immer das gewesen war, der Mann über ihm sollte es bitte wieder tun. Aber ein dritter Finger drang stattdessen in ihn ein und Ace bis die Zähne zusammen. Das tat jetzt schon mehr weh, als die Male zuvor.

Mit den drei Fingern ließ Smoker sich mehr Zeit, bewegte sie nur langsam in ihm, tastete aber immer noch nach dem Punkt, den er eben gefunden hatte, und drückte erneut gegen die Stelle, was den Jüngeren wieder stöhnen ließ.

Noch einige Augenblicke ließ er die Finger in ihm, bevor er sie langsam aus ihm zurückzog und sich zu ihm herunter beugte. Ace bekam einen langsamen, aber sehr intensiven und leidenschaftlichen Kuss. Langsam entspannte sich der Kleinere, hob sogar die Arme und legte sie um den Nacken des anderen. Dann spürte er etwas viel größeres und heißeres an seiner Öffnung, wusste zwar fast sofort, was es war, dennoch traf es ihn unvorbereitet. Der Junge verzog das Gesicht vor Schmerz, presste seine Finger gegen die Haut des anderen und hätte vermutlich geschrien, wenn er nicht immer noch Sorge hätte, dass Zimmernachbarn sie hören konnten und Smoker den Kuss gelöst hätte.

Es tat so weh. Ace schnaufte leise, erwiderte den Kuss schon gar nicht mehr, dass einzige was da war, war der Schmerz. Dass es wehtat, hatte er sich ja noch gedacht, aber so sehr? Das hatte er wirklich nicht erwartet. Und dennoch spürte er, dass der ältere langsam machte, versuchte so vorsichtig wie möglich zu sein. Schließlich löste Ace den Kuss, als es nicht mehr anders ging. Er keuchte, hatte die Augen fest geschlossen, um Tränen am Laufen zu hindern.

„Es … es tut weh … ah …", brachte der Dunkelhaarige leise hervor, während Smoker unterdrückt keuchte und wieder seine Bewegung stoppte, sich sichtlich selbst damit quälte. Langsam strichen sanfte Finger über die mit Sommersprossen übersäten Wangen, schoben einzelne Haarsträhnen aus seiner Stirn.

„Es wird besser. Versuch dich zu entspannen, vergiss das Amten nicht", bekam er die leise Anweisung und bemerkte, dass er für kurze Zeit die Luft angehalten hatte, als könnte er sich so leichter auf das Entspannen konzentrieren, wenn er aufhörte, auf seine Atmung zu achten. Er gab sich wirklich alle Mühe mit dem Entspannen, doch jedes Mal, wenn Smoker sich noch tiefer in ihn schob, krampfe er wieder etwas. Es dauerte eine Weile, bis der Größere gänzlich in ihm war.

Das Gefühl war noch immer ungewohnt, allerdings auch ebenso berauschend, wie es schmerzte. Jede Bewegung des anderen war langsam, als er vorsichtig begann, in den Jüngeren zu stoßen, aber Ace spürte sie fast überdeutlich. Noch immer war es für den unteren unangenehm, aber Smoker versuchte weiterhin ihn von den Schmerzen abzulenken, die er noch immer hatte, auch wenn er sich bemühte entspannt zu bleiben.

Ace war viel zu sehr darauf fixiert bei sich selbst für so wenige schmerzen wie möglich zu sorgen, dass er gar nicht merkte, wie eine Hand, auf der sich der Ältere abstütze, wieder auf Wanderschaft ging und ihren Weg zu seiner eigenen Härte bahnte. Überrascht öffnete er die Augen, als Smoker begann, in dem gleichen, langsamen Tempo wie seine Stöße waren, den Schaft auf und ab zu fahren.

Nun war der Schmerz fast vergessen und der dunkelhaarige Junge fing wieder an zu stöhnen. Auch, dass der Größere bald anfing, etwas kräftiger in ihn zu stoßen, nahm er ihm nicht übel, endlich verlor er sich in ihrem Tun. Er schloss die Augen wieder lockerte den Griff um Smokers Schultern und schob ihm sogar vorsichtig das Becken entgegen. Jetzt konnte er auch den anderen leise keuchen hören. Ja, der Obere hatte sich doch besser im Griff als der junge Pirat.

Ace spürte, wie er seinem Höhepunkt näher kam, war darüber fast schon etwas überrascht. Immerhin, so viel hatten sie doch gar nicht gemacht und irgendwie fühlte sich das ganze immer noch komisch an. Doch trotzdem war sein Körper völlig überreizt, dass er sogar von Berührungen so weit getrieben wurde, die sonst bei ihm fast nichts bewirkten. Zudem Smoker mit den letzten Stößen wieder gezielter umging und versuchte diesen einen Punkt in Ace zu treffen, was ihm auch ein paar Mal gelang, bis sich der Junge in seiner Hand ergoss.

Der andere brauchte etwas länger, bis er seine Erlösung fand, zog sich aber, bevor er kam, aus dem Kleineren heraus. Dieser spürte nur etwas Warmes an seiner Oberschenkelinnenseite eines Beines entlang laufen, schauderte etwas, aber störte sich nicht weiter daran.

Er war völlig außer Atem, öffnete endlich wieder die Augen und sah Smoker an, der seinen Kopf wieder zu ihm neigte und einen kurzen Kuss gab.

„Geht's?", fragte er und Ace nickte einfach nur, wusste nicht genau, was der größere Mann nun meinte. Dieser schien auf jeden Fall etwas beruhigter zu sein, befreite sich mit einer bestimmenden Bewegung aus den Armen des Kleineren, streifte sich die Hose endlich ganz ab und zog seine Shorts wieder richtig an, während Ace einfach nur faul liegen blieb. Gerade bekam er die nötige Bettschwere.

Schließlich legte Smoker sich neben ihn und zog den anderen zu sich heran und schaffte es irgendwie, die Bettdecke unter ihnen hervor zu holen. Ace ließ es einfach geschehen und blickte kurz gegen die Brust des Größeren, als dieser sich streckte, um das Licht zu löschen.

„Und jetzt schlaf endlich deinen Rausch aus", kam es nur gegrummelt und der Jüngere begann, in die Dunkelheit hinein zu grinsen. Irgendwie konnte er nicht ganz glauben, was gerade passiert war. Er hatte sein erstes Mal gehabt, mit einem Fremden, und er bereute es nicht. Irgendwie fühlte er sich sogar verdammt wohl. Aber Smoker hatte recht. Er sollte wirklich seinen ‚Rausch' Ausschlafen.

Als Ace am nächsten Morgen wach wurde, lugte bereits die Sonne in das Zimmer hinein und er lag unbequem und verdreht auf dem Rücken. Smoker war nicht aufzufinden. Nicht mal ein Zettel lag hier irgendwo herum.

Gähnend setzte sich der Dunkelhaarige auf, zuckte zusammen, als er sich strecken wollte und es weiter unten zog. Zudem fühlte sich sein Becken etwas taub an, und als er aus dem Bett wollte, blieb das Laken kurz an einem seiner Beine kleben. Er musste sich dringend waschen.

Suchend ging sein Blick durch den Raum, fand seine Kleider neben dem Bett auf dem Boden und an der gegenüberliegenden Wand eine weitere Tür, die ihm am Abend gar nicht aufgefallen war. Langsam erhob er sich von Bett und ging die ersten wackeligen Schritte. Er fühlte sich gerade, als würde er neu laufen lernen. Und es zog bei jedem Schritt. Aber wenigstens war der Kater vom Abend ausgeblieben, den er befürchtet hatte, obwohl er nicht einmal richtig betrunken gewesen war. Ace versuchte so normal wie möglich zu laufen, aber irgendwie wurde das nichts.

Als er die Tür öffnete, hatte er mit seinem Glück schon damit gerechnet, dass sich dahinter nur ein Wandschrank befand, aber es war tatsächlich, wie erhofft, ein Bad. Er hätte wirklich keine Lust gehabt, erst auf dem Gang nach einem Gemeinschaftswaschraum zu suchen. Der Dunkelhaarige gönnte sich allerdings nur eine Katzenwäsche und betrachtete sich danach im Spiegel.

Er hatte letzte Nacht Sex gehabt … und er würde diesem Mann sicher nie wieder sehen. Und wenn er verschwand, bevor Smoker wieder zurückkam, dann würde er dem Risiko einer Konfrontation damit ausweichen. Der Pirat nickte sich selbst im Spiegel zu, verließ das Bad und zog sich so schnell es ging wieder an, hatte mit der Hose einige Probleme, und schlüpfte auch wieder in sein Hemd.

Hastig und humpelnd begab er sich zur Zimmertür, blieb aber zögernd vor ihr stehen. Was, wenn abgeschlossen war. Was, wenn Smoker ihn als Piraten erkannt hatte? Hatte dieser Larry aus der Bar nicht gesagt, dass sich Marineschiffe angekündigt hatten? Was, wenn sie schon da waren und Smoker nun die Marine holte, um ihn mitzunehmen?

Ace schluckte und streckte endlich die Hand nach der Klinke aus, drückte sie langsam und die Tür ging ohne Widerstand auf, knarzte sogar noch leise, als würde sie ihn wegen seiner Bedenken auslachen.

Erleichtert atmete er aus, setzte ein vorsichtiges Lächeln auf und verließ das Zimmer, versuchte beim Gehen so normal und schmerzfrei wie immer zu wirken.