Tja, die Hauselfen steckten wirklich hinter dem Angriff auf Ginny. Doch nicht wie erwartet Lissy und Gordy, sondern der Frechdachs Gustav. Der kleine Kerl kommt erst wieder im Epilog vor. Und er hat auch die Liste mit den Zimmern die Lissy gefunden hat geschrieben (oder umgeschrieben).

Was das andere betrifft, warum Severus und Hermione meist zwischen Vergangenem und Gegenwärtigen unterscheiden können oder zumindest warum es ihnen hinterher bewusst ist das was geschah, und warum Harry und Ginny das nicht können, sollte dieses Kapitel erklären.

Ja, das hier ist nun wirklich das Finale.

wickienchen: Wird ich wohl bei Gelegenheit ändern.

Dank euch allen noch mal für eure Reviews und Cori fürs Betalesen.

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Was lauert in diesen Mauern?

Den ganzen Vormittag und auch den Nachmittag verbrachten Severus und Hermione allein. Der Tag verging ohne besondere Vorkommnisse. Harry und Ginny blieben unsichtbar. Langsam fragten sie sich ob die beiden überhaupt noch lebten, aber die beiden Hauselfen versicherten ihnen jedoch dass es den beiden gut gehe und sie nur nicht ihr Zimmer verlassen wollten. Was Snape mit einem Augenbrauenhochziehen bemerkte.

So verlief der Tag einmal ungewöhnlich ruhig und angenehm. Ohne Harry und Ginny wirkte das Haus direkt einladend. Hermione und Severus empfanden es so, als wenn sie hier schon immer gewohnt hätten und nur nach langer Zeit wieder nach Hause gekommen waren.

Als sich der Abend näherte ging Hermione zum Abendessen ins Esszimmer während Severus kurz noch mal hoch ging in seine „neuen" Räume um einen kurzen Abstecher dort ins Bad zu machen.

Auf der obersten Treppenstufe stand Ginny. Er ahnte bei ihrem Anblick, dass es mit der Ruhe nun vorbei war. Im Gegensatz zu sonst sah sie diesmal recht aufgeschlossen ihm gegenüber aus. Sie lächelte ihn geheimnisvoll an. Ihre Kleidung bestand nur aus einem schwarzen knappen Kleid das ihre Reize kaum verhüllte. Ihre roten Haare trug sie offen so dass sie ihr lang auf den Rücken fielen. „Du siehst einsam aus. Wenn du möchtest leiste ich dir etwas Gesellschaft." – „Miss Weasley, vielleicht sollten Sie sich erst mal vollständig anziehen. Dann können Sie sich gern zu uns runter ins Esszimmer gesellen." Seine Stimme war eisig. Ginny lachte belustigt. Dann deutete sie auf die Richtung die er eingeschlagen hatte. „Da geht's aber nicht zum Esszimmer. Da gibt es wohl auch nichts das auf was du wirklich Appetit hast, oder?" Sie trat nah an ihn heran und hauchte: „Ich kann deinen Hunger weitaus besser stillen als jede andere das könnte." Aufreizend schaute sie zu ihm auf.

„Sollten Sie sich nicht lieber um ihren Freund kümmern? Sie wissen schon Harry Potter." Bei der Frage kicherte sie. „Ich habe ein großes Herz. Da ist genug Platz, von mir aus auch für diesen Harry." Severus merkte das es keinen Zweck hatte mit ihr groß zu diskutieren, sie schien nicht sie selbst zu sein und etwas anderes hatte wohl nun die Kontrolle über sie.

Sie presste sich an ihn und fuhr mit ihren geschickten Fingern an seiner Brust endlang nach unten zu seiner Hose. Ihr aufreizender Blick ließ seine Augen nicht los, während ihre Finger über den Stoff seiner Hose glitten die langsam unter ihrem Fingerspiel eine Ausbeulung aufwies. Er packte ihre Handgelenke und hielt sie fest während er sie gegen die nächstliegende Wand stieß. In ihre Augen blitzte es triumphierend auf. Sie reckte sich mit ihrem Unterkörper ihm entgegen um ihn noch mehr zu reizen. Sein Atem ging schneller.

Doch als er kurz daran gedacht hatte ihr Angebot anzunehmen, kam er doch schnell wieder zu Verstand. Das war das Haus in das er seine Frau gebracht hatte, indem sie die Herrin war und kein Hurenhaus. Wie konnte diese Frau es wagen seine Gemahlin derart zu beleidigen? Was hatte sein Bruder sich nur dabei gedacht sie hierher zu bringen?

Irgendwie sah sie für ihn nicht einmal mehr wie Ginny aus. Ihre Haare waren blond und auch ihr Gesicht sah anders aus. Sie fing an seine Unterlippe zu necken um ihn in einen Kuss einzufangen doch er stieß sie nun nochmals gegen die Wand und gab ihr eine schallende Ohrfeige. „Verlass dieses Haus – Noch heute! Und jetzt ist es egal ob du die Ehefrau meines Bruders bist oder nicht. Nimm ihn mit oder verlass ihn, aber noch heute verlässt du dieses Haus." Seine Stimme war endgültig. Dann setzte er seinen Weg ungerührt fort in die Richtung der Räume des Hausherrn.

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Gordy servierte Hermione ein Glas Wein und erkundigte sich bei ihr nach den anderen Gästen. „Master Snape wird auch gleich erscheinen, was allerdings die anderen betrifft, das kann ich dir auch nicht sagen."

„Die anderen essen auch hier. – Später! Mein holdes Weib braucht noch 'ne Weile. Vielleicht solltest du solange in die Küche verschwinden zu der anderen. Wir legen keinen Wert auf deine Gesellschaft." Hermione und Gordy hatten Harry überhaupt nicht reinkommen gehört. „Jawohl Master. Gordy wird tun was Master befielt." Unterwürfig verschwand Gordy mit einem Plop aus dem Raum.

„Wie kannst du nur so reden? Niemand gibt dir das Recht so die Hauselfen rum zu schubsen!" Hermione war empört, doch Harry lachte nur. „So, so. - Glaubst du?" Er beugte sich zu ihr runter, dass sie seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte. „In letzter Zeit verstecken sich deine hässlichen kleinen Gnome ja gar nicht mehr. Tun auf einmal so als wenn nur sie die Diener in diesem Haus wären." – „ Harry! Du bist nicht du selbst." Hermione wich zurück um Abstand zu gewinnen. Harrys Verhalten ließ eindeutig auf Besessenheit schließen.

„Alle Diener des Hauses behandle ich wie ich will!", schnauzte er sie an das sie noch weiter zurück wich. Doch dann packte er sie und hielt sie fest. Er presste seine Lippen auf die ihren und drang mit seiner Zunge in ihren Mund ein, während seine rechte Hand den Weg unter ihren Rock gefunden hatte. Sie versuchte sich zu wehren, doch er war stärker.

Die Türe schwang auf und eine Person trat hinter ihm und rief als sie ihn mit wenigen Schritten erreicht hatte und an ihm zerrte: „Hector! Was tust du?" Er schubste die rothaarige Frau beiseite sodass sie stürzte. „Verschwinde! Du solltest doch dafür sorgen dass Jeffrey nicht so schnell herkommt. Kannst du denn nie tun was man dir sagt?" Schrie er sie an. Ginny blieb benommen neben dem Kamin liegen, an dem sie bei ihrem Sturz sich den Kopf aufgeschlagen hatte. Mit weinerlicher Stimme schluchzte sie: „Was bin ich denn für dich? Ich bin deine Frau und ich bekomme ein Kind von dir." – „Wenn aus deinem Balg mal was werden soll solltest du es meinem Bruder anhängen. Er ist der Lord, schon vergessen. Er hat alles. Er hat die schöne Prinzessin und ich hab das billige Flittchen!" Dann wandte er sich wieder der Frau zu die er fest umklammert hielt. Mit tränenerstickter Stimme kam es vom Boden: „Aber ich habe doch niemanden außer dir. Ich liebe dich." Sie rappelte sich wieder auf, ungeachtet dem Blut das aus der Wunde sickerte und nun ihre Wange und ihren Hals runterlief, und griff dabei nach dem Schürhaken.

Harry hatte inzwischen Hermione unter sich auf den Boden gezwungen wo sie sich verzweifelt gegen ihn wehrte. Ginny – Georgia schrie mit dem Schürhaken in der Hand: „Du nimmst mir meinen Mann nicht weg!" Dann stieß sie Harry – Hector von ihr runter und holte mit dem Schürhaken aus. Das Eisen sauste auf Hermiones – Estelle Kopf hinab.

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Snape betrachtete sich im Spiegel seines Badezimmers. Seine Gedanken verschwammen ein wenig. Was wollte er noch gleich? Alles war irgendwie wirr. Der Wasserhahn vor ihm war aufgedreht und er hielt erneut seine Hände darunter um sich das Wasser ins Gesicht zu spritzen. ‚Jetzt würde alles wieder seinen gewohnten Gang nehmen, jetzt wo er Georgia rausschmeißen würde.', dachte er. Aber etwas war in seinem Hinterkopf, eine leise Stimme die ihm sagte dass etwas gewaltig nicht stimmte.

Vor seinen Augen tauchten Bilder auf. Männer stürzten ins Haus, angeführt von einigen Dienern des Hauses, griffen nach ihm und legten ihm Fesseln an. Er konnte hören wie sie riefen: „Seit vorsichtig, er ist von Sinnen. Er ist völlig wahnsinnig!" Er sah Georgia. Ihre blonden Haare waren zerzaust, als wenn sie gekämpft hätte, und am Leib trug sie nur Unterwäsche und die sah zerrissen aus. Aus einer Wunde an ihrer Stirn rann Blut ihre Wange herab. Neben ihr stand Hector. Er war größer als Harry. Auch wenn sein Gesicht dem von Harry glich, wirkte es dennoch härter. Seine Augen waren kalt und dunkel.

Er hielt Georgia die hemmungslos heulte, zeigte mit den Finger auf ihn und rief den Männern die ihn festhielten zu: „Er hat sie umgebracht! Er hat versucht meiner Frau Gewalt anzutun, und das war weiß Gott nicht das erste Mal. Als Estelle dazwischen ging, schlug er wütend auf sie ein. Georgia wollte ihn zurückhalten, doch er schlug auch sie." Hector zeigte auf eine Wunde an Georgias Kopf. „Dann nahm er den Schürhaken und... Es ist so entsetzlich." Hector schien bestürzt. „Er war schon immer gewalttätig, eines Tages musste es zu einem Unglück kommen."

Hector führte Georgia weg. Nun wurde der Blick für Snape frei auf das was bisher durch die beiden verdeckt wurde. Die ganze Zeit war ihm schon so, als wenn sich unter ihm die Hölle auf tat. Doch nun war es Gewissheit. Das Schlimmste was ihm je passieren konnte war geschehen: Er sah seine Frau leblos und blutüberströmt auf dem Boden liegen.

„Estelle!" Seine Schreie waren blankes Entsetzen. Grob packten ihn seine Häscher und schleiften ihn aus dem Haus. Dabei stießen und schlugen sie ihn. Immer wieder nannten sie ihn: „Verdammter Mörder!"

Die Umgebung verschwamm und er sah sich in einer Zelle. Eine Frau stand vor dem Gitter. Er erkannte sie als die Frau die er auf dem Verlobungsfest gesehen hatte: Eloise. „Ich schwöre, ich weiß nicht was passiert ist. Ich habe Estelle nicht getötet! Ich habe sie geliebt!" Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen.

Leise sagte die Frau: „Ich glaube auch nicht, das du meine kleine Schwester getötet hast. – Ich kann dafür sorgen das du freikommst." – „Nein Eloise. Mein Leben ist zu Ende. Ich kann nicht weiterleben ohne Estelle." – „Du stehst unter Schock. Lass mich dir hier raushelfen. Sonst werden sie dich gleich holen um dich hinzurichten. Ich kann das verhindern."

Er schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht wie du das anstellen willst, aber lass mich. Wenn Gott gnädig ist, werde ich bald mit Estelle wieder vereint sein." Eloise nickte zögernd. Dann flüsterte sie: „Möget ihr in eurem nächsten Leben das Glück finden das man euch in diesem genommen hat."

Das nächste was er sah, was er fühlte war das man ihm eine Schlinge um den Hals legte. Er fiel. - Dunkelheit. – Dann war der Spuk vorbei, er sah sein Gesicht im Spiegel. Und er wusste wer er war: Severus Snape – Zauberer! Doch dann packte ihn eine böse Vorahnung und sein Magen zog sich zusammen: „Hermione!"

Er rannte los und zog seinen Zauberstab, während er die Treppen runter lief immer mehrere Stufen auf einmal nehmend. Er rief einen Zauber der die Türe zum Esszimmer aufspringen ließ, damit er mit dem Öffnen der selbigen keine Zeit verschwendete. Hermione kauerte auf dem Boden und Ginny stand wie eine Furie über ihr mit einem Schürhaken der im nächsten Augenblick Hermiones Kopf zertrümmern würde. Im gleichen Moment rief er „Wingardium Leviosa!" was den Schürhaken der schon kurz vor Hermiones Gesicht war, das sie ihn schon fast gespürt hatte, sofort nach oben wegriss. Dann ließ er ihn gegen die nächste Wand schwingen wo er ohne groß Schaden anzurichten auf den Boden fiel.

Ginny sah verwirrt auf. Etwas dunkles Schattenhaftes löste sich von ihr und ebenfalls von Harry. Die Schatten schwebten seitwärts und nach oben sich verströmend weg und lösten sich auf.

Ginny riss ihre Hände vor den Mund und ihre Augen weit auf, dann stammelte sie: „Was hab ich getan? Was hab ich getan." Dann drehte sie sich zu der immer noch am Boden liegenden Hermione: „Hermione, Gott! Ich hätte dich beinahe umgebracht." Sie fiel auf die Knie und umarmte Hermione, die auch schnell ihren Arm um die aufgelöste Ginny legte, da diese hemmungslos zu weinen angefangen hatte. Harry stand mit bleichem Gesicht im Raum und starrte abwechselnd auf die am Boden hockenden Frauen und auf Snape.

„Was war das? Was ist mit uns geschehen?", stammelte er. Severus steckte seinen Zauberstab weg und sagte: „Ich glaube wir wurden gerade Zeugen, was damals wirklich geschah. Estelle ist nicht von ihrem Mann ermordet worden sondern von Georgia und Hector sah zu. Und um der Strafe zu entgehen bezichtigten sie Jeffrey des Mordes. – Tja Potter, ich muss ihnen leider sagen: Sie sind der Erbe dieses Mörderpärchens."

Harry setzte sich zitternd an den Esstisch. Er goss sich aus der Weinkaraffe die darauf stand ein Glas Wein ein, den er zitternd trank. Inzwischen half Severus Hermione und Ginny wieder auf die Beine. Hermione nahm er dabei erst einmal in den Arm. Er konnte fühlen wie ihr Herz immer noch heftig schlug, die Angst saß ihr noch im Nacken. Er streichelte ihr sanft über den Rücken um sie zu beruhigen, aber auch sich selbst. Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal eine solche Angst um jemanden verspürt hatte.

Ginny war im Moment nur noch ein Häufchen Elend. Sie setze sich neben Harry still an den Tisch. Ihre Wunde schloss Snape mit einem Zauber. Sie selbst war so geschockt, dass sie davon gar nichts mitbekam.

„Ist es vorbei? Ist der Fluch jetzt gebrochen?", fragte Hermione in den Raum als darin nur noch eisiges Schweigen war. Zögerlich sagte Snape: „Gut möglich, aber genau wissen wir das wohl erst, wenn keine weiteren Vorfälle mehr geschehen." Ihm fiel ein was ein alter Mann ihm vor kurzem gesagt hatte: „Nichts Böses wird in den Mauern dieses Hauses vergessen. Alles was geschah wird wieder geschehen. Erst wenn die Liebenden in ihr Haus zurückkehren und die grausam zu Tode gebrachten über die triumphiert die sie in ihr eisiges Grab gelegt haben. Wenn die Mörder ihre Macht verloren und das Unrecht bekannt, wird das Haus das Böse was geschah vergessen und es wird wieder Freude und Liebe in Snape Manor einkehren."

Unwillkürlich kam Severus dazu in den Sinn: „Aber es sieht ganz danach aus, das der Fluch nichts weiter war, als die Gedanken und Gefühle der damaligen Hausbewohner am Tag des Mordes, die in dieses Haus gebannt wurden. Das ist nicht mal ein dunkler Fluch, da er nicht die Geister von Hector und Georgia berührt hatte. Sie selbst sind später von ihrer eigenen dunklen Präsens ihrer Tat aus dem Haus vertrieben worden. Es war ein komplizierter aber eigentlich harmloser Zauber, er ähnelte dem der für die Herstellung von Gemälden benutzt wird. Als Eloise ihn aussprach, war ihr wahrscheinlich nicht einmal bewusst welch tödliche Wirkung er haben würde. Darauf sind die Fluchbrecher natürlich auch nicht gekommen."

„Wusste denn Eloise wer ihre Schwester getötet hat?", fragte Harry. Snape nickte: „Sie hatte bestimmt eine Ahnung. Jeffrey hat sie jedenfalls nie für den Mord verantwortlich gemacht." Harry sah ihn fragend an: „Woher wissen Sie das?" – „Ich weiß es, weil ich mich daran erinnere." Snape lächelte schwach. „Weder Hermione noch ich sind in diesem Haus von Hassgefühlen gequält worden. Mitunter gab es Visionen oder starke Erinnerungen, die uns fast vergessen ließen wer wir sind, aber niemals negative Emotionen."

In dem Moment erschienen die Hauselfen Lissy und Gordy und trugen das Essen auf. Von dem was soeben vorgefallen war, hatten sie nichts mitbekommen. Gordy machte einen Bogen um Harry und Lissy sah Harry offen böse an. Sie flüsterte Hermione zu: „Lissy sagte doch, das sie sich Gordy zurecht biegt. Gordy ist nicht mehr so unterwürfig, und zeigt nun seine verletzten Gefühle." Mit einem weiteren bösen Blick ging sie zu Harry und servierte ihm sein Essen: „Master Potter ist der Herr des Hauses, aber Lissy und Gordy sind nur aushilfsweise hier, und keinen Tag länger!"

„Es tut mir Leid Gordy, ich hab mich vorhin völlig daneben benommen.", entschuldigt sich Harry. „Ich kann das bestätigen, Harry benimmt sich normalerweise nicht so unfreundlich gegenüber Hauselfen.", verteidigte ihn Hermione. Harry räusperte sich um noch mal das Wort zu ergreifen: „Und ihr solltet mich nicht länger als den Herrn dieses Hauses betrachten. Da meine Vorfahren Hector und Georgia für den Tod von Estelle und Jeffrey verantwortlich waren, hat wohl keiner ihrer Nachfahren das Recht in ihrem Haus zu leben. Ich werde Mr. Brix anweisen das das Erbe an Timothys Nachkommen geht."

Snape sah erstaunt auf, dann sagte er sarkastisch in die Runde: „Der Besitzer eines Spukhauses! Das hab ich mir schon immer gewünscht."

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Die restlichen Tage vergingen ohne dass irgendeiner der Vier seltsame Anwandlungen von Mord oder anderer ihm nicht eigenen negativen Gefühle verspürte. An diesem Tag erwarteten sie auch Notar Brix zurück. Harry würde mit ihm schnell das Rechtliche durchsprechen und ihm klar machen, dass das Haus nur einem gehören durfte: Severus Snape!

Und er sollte auch entscheiden ob er das Haus verkaufen oder behalten wollte.

Ginny die gerade einige ihrer Sachen zusammen packte fragte Harry: „Wie kommst du damit zurecht zu wissen was deine Ur-Ur-Urgroßeltern getan haben?" – „Nun, wohl fühle ich mich nicht bei dem Gedanken, aber wer kann sich seine Familie schon aussuchen. Und schwarze Schafe scheint es ja in jeder zu geben, denk nur mal an das Bild von Sirius Mutter. Brrrrr." Die beiden lachten.

Etwas später meinte Ginny, nachdem sie ihre kompletten Sachen zusammen gepackt hatte: „Aber ich kann es einfach nicht glauben!" – „Das ich auf das gesamte Erbe verzichte? Oder das wir uns beinahe gegenseitig umgebracht haben?" Sie schüttelte sich. „Nein! Ich kann nicht fassen dass ich tatsächlich versucht habe Snape anzumachen." Sie verzog angewidert ihr Gesicht. „Ich glaub jetzt brauch ich einen Seelenklempner!"


Ende... Nein noch nicht. Erst kommt noch der Epilog.

So wurde Severus Snape doch noch der Herr von Snape Manor. Und es kehrte tatsächlich wieder Freude und Liebe in Snape Manor ein. Der alte Sir Cedric kannte tatsächlich den genauen Wortlaut. Woher, wo doch nicht mal Brix trotz großer Recherche diesen in Erfahrung bringen konnte? Nun, das sollte der Epilog noch klären.