Frohes neues Jahr alle zusammen! Ich hoffe ihr hattet alle ein tolles Weihnachten und habt Silverster so richtig gefeiert *g*
Ich habe die wenigen ruhgen Tage nach Silvester endlich auch nutzen können, um dieses Kapitel fertig zu schreiben. Leider hatte ich im Dezember noch Klausuren und es war seit Weihnachten bei mir viel zu viel los und ich habe es nicht früher geschafft. Eigentlich müsste ich jetzt noch eine Seminararbeit schreiben *hust* die will nächste Woche nämlich auch noch abgegeben werden v.v so ein Mist.
Naja, zum Kapitel ein paar Worte: noch taucht der kleine Teddy leider nicht auf, aber ich verspreche das kommt ganz bald, weil ich mich da auch endlos drauf freue *gg* Dafür hat Dracos erster Arbeitstag im Ministerium echt ne Menge Platz eingenommen, aber ein paar dieser Momente sind einfach zu wichtig für den Verlauf, um sie abzukürzen.
So genug gelabert! Viel Spaß beim Lesen!
Kapitel 16 What if
If I said I want you, if I said I need you
If I said I love you, what would you do
Langsam senkte Narcissa ihren Löffel, und blaue Augen richteten sich auf Draco, der seiner Mutter mit ungerührtem Gesichtsausdruck gegenüber saß. Er wusste, dass er mit dem Feuer spielte. Natürlich war ihr das Thema unangenehm, immerhin hatte sie nie auch nur ein einziges Wort über die Schwester verloren, die den falschen Pfad gewählt hatte. Fast 30 Jahre hatte Draco nicht gewusst, dass er eine zweite Tante hatte und er war sich sicher, dass es einen guten Grund dafür gab, dass seiner Mutter ihm dieses Detail der Familie verschwiegen hatte.
„Ich schätze, ich habe Mr. Potter diese Frage zu verdanken?", antwortete Narcissa mit betont ruhiger Stimme.
„Teilweise", gab Draco zurück. „Es war Zufall, um genau zu sein. Andromeda war zu Besuch, als ich früher als erwartet bei Harry ankam. Weder sie noch ich hatten damit gerechnet, einander zu treffen, mit dem Unterschied, dass sie wusste, wer ich war, während Harry mir erklären musste, dass die Frau mit der erschreckenden Ähnlichkeit zu Bellatrix meine andere Tante ist, von der ich noch nie zuvor gehört hatte".
Narcissa schloss für einen Moment die Augen, und seufzte, während sie ihr Frühstück von sich schob. „Was möchtest du wissen?", fragte sie, als würde sie einem Dreizehnjährigen Aufklärungsunterricht geben.
„Alles"
„Wie du weißt, bin ich die jüngste Schwester. Andromeda war älter als ich, aber jünger als Bellatrix. Dein Großvater hatte immer Probleme mit ihr, schon als sie noch klein war. Sie war unserem Cousin Sirius in vielen Dingen sehr ähnlich, obwohl sie seine Affinität zu Gryffindor nicht teilte. Andromeda war genau wie Bella und ich in Slytherin, aber das hat sie nicht davon abgehalten, sich noch während der Schulzeit in Edward Tonks zu verlieben. Am Anfang hat sie noch versucht ihre Beziehung vor deinem Großvater zu verbergen, aber je älter sie wurde, desto mehr entfernte sie sich von der Familie und irgendwann beschloss sie uns allen reinen Wein einzuschenken und sich zu ihrem Freund zu bekennen", Narcissa machte eine kurze Pause, in der sie einen Schluck ihres Tees trank und die Augen von Draco abwendete.
Bisher hatte sie kein einziges Wort darüber verloren, wie ihre eigene Beziehung zu ihrer älteren Schwester gewesen war, aber Draco glaubte, einen Hauch von Traurigkeit in ihrer stets kontrollieren Stimme zu hören. Er kannte seine Mutter. Unter der perfekten Schale der Reinblüterin, die die Ehre der Familie über alles stellte, schlummerte eine sensible Frau, der das Glück ihrer Liebsten am Ende doch wichtiger war als jede Reputation. Nicht ohne Grund, hatte sie nie selbst ein Dunkles Mal getragen.
„Ich war geschockt, als sie uns von Edward, kurz Ted, erzählte. Es war klar, dass Vater vor Wut schäumen würde und sie eine Strafe für ihre Missachtung der Familienregeln zu erwarten hatte. Bellatrix hat getobt, einen ganzen Tag lang. Sie hat versucht auf Andromeda einzureden und sie dazu zu bringen, sich von diesem Mann zu trennen. Seine Eltern waren Muggle und jede Verbindung zwischen den beiden würde nicht nur Schande über den Namen Black bringen, sondern wurde auch als pervertiert angesehen. Mugglestämmige waren in den Augen unserer Eltern nicht wirklich besser als Tiere. Vater hat versucht Andromeda in eine vorzeigbare Ehe zu drängen, aber sie weigerte sich. Und eines Tages… ähnlich wie bei Sirius… war die plötzlich verschwunden und Vater bestand darauf, ihr Bild für immer aus dem Stammbaum zu brennen. Kurz darauf erfuhren wir, dass sie Ted Tonks geheiratet und damit den Namen Black endgültig abgelegt hatte. Sie war enterbt und entehrt und fortan kein Mitglied der Familie mehr. Vater sprach nie wieder von Andromeda und diesem Beispiel folgten Bellatrix und ich. Von deiner Cousine erfuhren wir erst, als ihr Name im Zusammenhang mit den Orden des Phönix auftauchte", führte Narcissa weiter aus. Ihre Stimme klang ruhig, als würde sie aus einem Geschichtsbuch vorlesen und das Leben einer Person erzählen, mit der sie selbst nie in Kontakt gekommen war. Was auch immer sie vor all den Jahren empfunden haben musste, Draco war sicher, dass sie es unter der perfekten Maske verborgen hielt, die ihre Familie ihr antrainiert hatte.
Andromeda, so schien es, war die einzige der drei Schwestern gewesen, die es geschafft hatte, aus dem ewigen Kreislauf aus Hass und Rassismus auszubrechen. Sie hatte Schande über die Familie gebracht und war enterbt worden, aber von den drei Schwestern schien sie am Ende doch die glücklichste zu sein, obwohl der Krieg ihr fast die komplette Familie geraubt hatte.
Draco lehnte sich in seinem Stuhl zurück und nickte leicht. „Und du hast nie gedacht, dass du mit mir über sie sprechen könntest?", wollte er wissen, versucht nicht anklagend zu klingen, denn ein kleiner Teil von ihm war sich sicher, dass Narcissa unter dem Verlust ihrer Schwester gelitten hatte, auch wenn sie es nie zugeben würde.
„Zu welchem Zweck? Andromeda existierte praktisch nicht mehr. Welchen Zweck hätte es gehabt, dir von ihr zu erzählen? In der Welt, in die du hinein geboren wurdest und in der du leben würdest, gab es keinen Platz für eine Blutsverräterin wie sie. Und du weißt selbst, dass dein dreizehnjähriges Ich nicht mal versucht hätte, sie zu verstehen. Es bestand kein Grund jemanden vor dir zu erwähnen, der keinen Platz mehr in der Familie hat", erklärte sie, ohne dass ihre blauen Augen auch nur ansatzweise verrieten, was sie wirklich dachte.
Draco seufzte. „Da magst du Recht haben, Mutter, aber nachdem der Krieg zu Ende und Voldemort Vergangenheit war, hättest du mir doch sagen können, dass es sie gibt".
„Das hätte ich, aber zu der Zeit waren wir beide so sehr damit beschäftigt, wieder aufzubauen, was der Krieg uns genommen hatte, dass ich keinen Gedanken dafür frei hatte, dir von einer Frau zu erzählen, die seit über zwanzig Jahren in meinem Leben keine Rolle mehr spielt", erwiderte Narcissa.
„Aber du wusstest, dass meine Cousine existierte, dass sie Lupin geheiratet hat und schwanger war, oder?", wollte Draco wissen, unfähig die Anklage aus seiner Stimme zu verbannen.
„Ja, davon wusste ich. Bellatrix hat dafür gesorgt, dass ich erfuhr welch tiefe Blutschande Andromedas Tochter beging als sie ein Halbblut heiratete und damit einen Werwolf in die Familie holte", führte Narcissa aus, nicht versucht schön zu reden, was 10 Jahre zuvor gesehen war.
Draco hatte bereits damit gerechnet, dass seine Mutter von Tonks und ihrem Schicksal gewusst hatte, aber die Gewissheit darüber, dass er der einzige zu sein schien, der nichts wusste, von der Existenz und dem Schicksal einer weiteren Verwandten, schmerzte. Nach dem Krieg hatte er sich oft gewünscht, seine Familie bestünde aus mehr, als nur ihm und seiner Mutter, da er seinen Vater nicht mehr wirklich dazu zählte. Damals hätte er gerne jemanden gehabt, der sein Blut teilte und mit dem er hätte reden können. Er war sich sicher, dass Andromeda ihn nicht abgewiesen hätte, wenn er vor ihrer Tür aufgetaucht wäre mit der der Bitte um Rat.
„Die Vergangenheit kann man nicht ändern schätze ich, aber ich will sie treffen. Sie und den Sohn meiner Cousine. Die beiden sind ein Teil dieser Familie und ich will nicht noch mehr Zeit verlieren", erklärte Draco, während er mit einer Hand geistesabwesend in seiner Teetasse rührte.
„Ich kann es dir nicht verbieten, Draco. Ich würde es auch nicht tun, wenn ich es könnte. Du hast ein Recht darauf, die beiden kennen zu lernen", gab Narcissa zurück und schloss für einen Moment die Augen. Draco war sich sicher, dass seine Mutter innerlich mit sich rang. Sie hatte ihre Schwester geliebt und doch gelernt, der Blutsverräterin aus dem Weg zu gehen, nun eröffnete sich vielleicht ein Weg, um die getrennten Schwester wieder zu vereinen, aber nach so vielen Jahren und so vielen Vorurteilen war das Zusammenfügen vielleicht noch schmerzhafter als das Auseinanderreißen.
Mit einem anerkennenden Nicken erhob Draco sich vom Tisch. Aus irgendeinem Grund war ihm die Lust auf Frühstücken vergangen. „Ich werde mich auf den Weg zur Arbeit machen, am ersten Tag wird es nicht von Nachteil sein, wenn ich ein wenig zu früh auftauche", erklärte er.
„In der Tat, ja. Wir reden heute Abend weiter, wenn du das möchtest", stimmte Narcissa zu und erhob sich ebenfalls, während neben ihr ein Hauself austauchte, der sofort damit begann den Tisch abzuräumen, als klar war, dass die beiden Hausherrn nicht länger speisen würden. Draco nickte seiner Mutter zustimmend zu, ehe er zum Kamin herüber ging und aus einer kleinen Schüssel auf dem Simms, Floopulver entnahm, um den direkten Weg ins Ministerium zu nehmen.
Einige Herzschläge später trat er im Ministerium für Magie aus einem der zahlreichen Kamine, die die lange Eingangshalle säumten. Schon oft war das Gebäude Teil seines Arbeitsalltags gewesen, doch der Gedanke von nun an jeden Tag hier her zu kommen, und offiziell ein Angestellter der Regierung zu sein, fühlte sich noch immer merkwürdig an.
Mit einer eleganten Bewegung strich er sich etwas Ruß von den kostbaren Roben, ehe er sich auf den Weg zum Fahrstuhl machte, vorbei an dem Monument, das Voldemorts altes ‚Magic is Might' abgelöst hatte. In Mitten des ausladenden Raumes erhob sich nun eine riesige Granittafel, auf der sich unzählige, in Gold eingestanzte Namen befanden. An der Spitze des Monuments stand in großen Lettern ‚In Erinnerung an all jene, die für die Freiheit starben'. Darunter begann der schier endlose Fluss derer, die im ersten und zweiten Krieg gegen Voldemort ihr Leben verloren hatten.
Schon oft war Draco an diesem Mahnmal vorbei gegangen, ohne ihm große Aufmerksamkeit zu widmen, doch heute hielt er inne und ließ seine Augen über den dunklen Stein und die goldenen Buchstaben wandern, auf der Suche nach einem ganz bestimmten Namen.
Er stieß auf viele, die er selbst gekannt hatte. Albus Dumbledore, Severus Snape, Fred Weasley und nach einiger Zeit auch Nymphadora Tonks. Vorsichtig strich er mit den Fingerspitzen über die eingravierten Buchstaben und fühlte ihre kalten Konturen unter seiner Haut.
Sie hatte von ihm gewusst, vermutete er, aber sie hatte ihn nie angesprochen. Es war nicht weiter verwunderlich, immerhin hatte sie davon ausgehen müssen, dass er sie als Blutverräterin sehen und nichts mit ihr zu tun haben wollen würde. Obwohl sie beide zur selben Familie gehörten, hatten sie doch auf unterschiedlichen Seiten gekämpft und so hatte Draco erst zu spät erfahren, dass es sie überhaupt gegeben hatte. Vielleicht bekam er nun die Chance, ein paar seiner Fehler der Vergangenheit an ihrem Sohn wieder gut zu machen.
Die Schultern straffend, löste Draco den Blick von der Granittafel und machte sich schließlich auf den Weg weiter zum Aufzug, der ihn zu seinem Department bringen würde. Es war noch früh und bisher waren erst weniger Mitarbeiter des Ministeriums eingetroffen, sodass Draco sich den Fahrstuhl nur mit wenigen anderen teilen musste. Sobald die Zeit voran schritt, würde die kleine Kabine überladen sein mit Angestellten und wenn Draco etwas hasste, dann eingequetscht auf viel zu wenig Raum mit viel zu vielen Fremden zu stehen. Irgendwie hoffte er, dass seine Abteilung einen eigenen Kamin hatte, der mit dem Floonetzwerk verbunden war, sodass er von nun an direkt dort würde ankommen können, ohne sich den Fahrstuhl mit gefühlt fünfzig anderen schwitzenden Personen teilen zu müssen.
Vergleichsweise entspannt verließ Draco einige Minuten später den Aufzug und folgte der Beschilderung an der Wand, die ihn in Richtung der Abteilung für magische Strafverfolgung schickte. Er wusste, dass das Department recht groß war, da nicht nur die Aurorenzentale, sondern auch die Beratungsräume des Zaubergamots, einige Kurzzeitzellen, die Unterrichtsräume für angehende Auroren und eine Anzahl an Verhörräumen dazu gehörten. Es würde also nicht ganz einfach werden, Harrys Büro zu finden, von dem er nur wusste, dass es direkt an die Aurorenzentrale angrenzte.
Einige Biegungen weiter tauchte schlussendlich ein Raum mit großen Glasfenster die vom Gang her einsehbar waren, vor Draco auf. Auf der rahmenlosen Glastür informierte ein Schriftzug über den Zweck des Großraumbüros: ‚Aurorenzentrale' stand dort in Blockbuchstaben geschrieben. Sicher, dass er sein Ziel erreicht haben musste, öffnete Draco die Glastür und trat in den Raum, den er schon vom Flur aus hatte einsehen können.
In drei mal vier Reihen standen ausladende Schreibtische hinter einander aufgereiht. Manche davon ordentlicher als andere, aber alle mit einem Namensschild versehen, das den Besitzer des Tisches anzeigte. Außer Draco befanden sich nur zwei weitere Personen im Raum, Ronald Weasley und, dem Namensschild nach zu urteilen, ein Mann namens Denis Creevey, der einige Jahre jünger als Draco selbst zu sein schien. Beide sahen von ihren Akten auf, als er den Raum betrat.
„Malfoy", begrüßte ihn Weasley etwas steif und schloss die Akte vor ihm auf dem Schreibtisch. „Wenn du nach Harry suchst, zweite Tür links", erklärte er weiter, mit der rechten Hand auf die Gegenüberlegende Wand deutend, von der mehrere Türen abgingen.
„Guten Morgen, Weasley. Ja, ich bin in der Tat auf der Suche nach Harry. Danke für die Auskunft", antwortete Draco, ehe er dem anderen Mann im Raum nur kurz höflich zunickte und dann zur ausgewiesenen Tür ging, um an ihr zu klopfen.
„Herein", ertönte Harrys gedämpfte Stimme von innen und Draco drückte die Klinke hinunter, um einzutreten. Der Raum hinter der Tür war einfach gehalten und beherbergte nicht viel außer einigen Schränken mit Akten und einem großen Schreibtisch. An den Wänden hingen ein paar wenige Bilder, die das Büro einladender gestallten sollten, doch dem irgendwie kalten Gefühl der Kacheln an der Wand konnte man nirgendwo im Ministerium entkommen.
„Hey. Ich weiß ich bin zu früh", grüßte Draco, die Tür hinter sich schließend. Harry lächelte leicht und erhob sich aus seinem Schreibtischstuhl. Einen Moment wirkte er unentschlossen und zögerlich, ehe er dann doch rasch auf Draco zuging und ihn zärtlich küsste. Natürlich musste man Arbeit und Privatleben eigentlich voneinander trennen, aber hier und da war ein Kuss für Draco absolut in Ordnung.
„Ja, du bist zu früh, aber das macht nichts, ich wollte dich ohnehin noch um einen Rat fragen", antwortete Harry, nachdem er den Kuss gelöst und sich gegen den Schreibtisch gelehnt hatte. Draco hob fragend eine Augenbraue. „Um welchen Rat geht es denn?", wollte er wissen.
„Es ist etwas Privates. Aber da deine Arbeitszeit ja offiziell noch nicht angefangen hat, steht einer privaten Unterhaltung ja eigentlich nichts im Wege", antwortete Harry etwas ausweichend, lächelte aber noch immer.
Für beide war es nicht leicht, neben ihrer privaten Beziehung nun auch noch auf der Arbeit ständig konfrontiert zu sein, aber die Vorfreude darauf jederzeit eine Ausnahme zu haben, um sich einen Kuss zu stehlen überwog bei Draco am Ende doch um einiges. „Da ich mich in deinem Privatleben im Moment vermutlich besser auskenne, als in deinem Job, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass deine Frage privater Natur ist", scherzte Draco, versucht die Stimmung ein wenig zu lockern. Seit wann gab er sich Mühe, dass andere Menschen sich wohlfühlten? Irgendwie klang das so gar nicht nach ihm und er musste amüsiert feststellen, dass Harrys gute Seiten langsam auf ihn abzufärben begannen. Oder vielleicht es auch einfach nur daran, dass die Person, um die es hier ging, Harry war und für den galten ohnehin andere Regeln als für alle anderen.
Der Angesprochene lachte leise und strich sich mit einer Hand durchs Haar. „Was würdest du davon halten, wenn ich mein Haus verkaufe?", wollte er wissen.
Die Nachricht brauchte einen Moment, um Dracos Gehirn zu erreichen und dort auch verarbeitet zu werden. Irritiert blinzelnd betrachtete er seinen Liebhaber. „Warum willst du dein Haus verkaufen?", fragte er schlussendlich mit leichter Irritation in der Stimme.
„Wegen der Erinnerungen. Ich habe das Haus mit Ginny zusammen gekauft und hab damals eigentlich geglaubt, für immer dort zu bleiben, mit ihr versteht sich. Jetzt ist dieser Teil meines Lebens zu Ende und alles was bleibt sind die Erinnerungen an einige Jahre meines Lebens, die im Nachhinein eher schmerzhaft als schön waren. Ich würde mich gerne davon lösen", erklärte Harry ohne den Blick von Dracos Augen abzuwenden, als wollte er dessen Reaktion in ihnen lesen.
„Unter diesen Umständen halte ich das für eine gute Idee, ehrlich gesagt. Du hast nichts davon, dich in einem Haus rumzudrücken, das dich nur unglücklich macht und mit alten Erinnerungen erdrückt", antwortete Draco mit einem zustimmenden Nicken.
Harry betrachtete ihn einen Moment schweigend. „Ich wollte dich fragen, ob du bereit wärst mir bei der Suche nach einem neues Haus helfen. Ich weiß, ich könnte einfach in Sirius Elternhaus ziehen, aber ich fürchte, da habe ich dasselbe Problem wie mit meinem – es steckt voller Erinnerungen und viele davon möchte ich am liebsten schlummern lassen", sagte er nach einer Weile und rieb sich mit der Hand über die Augen.
„Ich verstehe. Natürlich helfe ich dir. Ich schätze du willst in London bleiben?", hackte Draco nach, für den es schwer vorstellbar war, in einer Stadt voller Muggle zu leben, die Tag ein Tag aus an seiner Haustür vorbei gehen würden, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, dass nur wenige Meter neben ihn Magie Wirklichkeit wurde.
„Nicht notgedrungen. Ich habe mit dem Gedanken gespielt nach Godric's Hollow zurück zu gehen, aber ein Teil von mir ist sich nicht ganz sicher, ob dieser Ort mich nicht am Ende auch verfolgen wird. Ich habe zwar nur wenige Erinnerungen daran, aber die reichen vielleicht schon aus", Harry lächelte entschuldigend, scheinbar überzeugt, dass es nicht ganz leicht war, ihn zufrieden zu stellen. Aber Draco konnte seine Zweifel verstehen. Für ihn selbst war es am Anfang schwer gewesen, nach Malfoy Manor zurück zu kehren, wo ihn alles an Voldemort erinnerte.
„Schon gut. Wir werden mit Sicherheit ein passendes Stadthaus für dich in London finden, dass frei ist von altem Ballast und anschließend haben wir alle Zeit der Welt, es mit neuen Erinnerungen zu füllen", antwortete Draco und erntete dafür ein weiteres Lächeln.
Er machte einige Schritte nach vorn, sodass er direkt vor Harry stand, so nah, dass ihre Körper sich beinahe berührten. Er konnte die Wärme des anderen Mannes spüren und es kostete ihn alle Willensstärke, die er besaß, nicht gleich hier und jetzt über ihn herzufallen. Harry seinerseits schien zu erahnen, was in Dracos Kopf vorging und lächelte süffisant, als er sich vom Schreibtisch abstieß, die Arme hinter Dracos Schulter verschränkte und ihn in einen hitzigen Kuss zog. Obwohl Küssen beinahe normal geworden, hatte das Gefühl nicht Intensität verloren. Noch immer jagte die Berührung durch Harrys Lippen Schauer über Dracos Körper und kratze an seiner Selbstbeherrschung. Hitze kroch durch seine Venen und raubte ihm den Atmen, als er den Kuss erwiderte und seine Zunge über Harrys Lippen gleiten ließ, um um Einlass zu bitten, der ihm auch gewährt wurde. Zärtlich strich seine Zunge über Harrys und forderte sie zum Tanzen auf, während er mit einer Hand das Schlüsselbein des anderen Mannes nachzeichnete. Mit jeder Berührung, die die beiden austauschten, versuchte Draco sich jede Einzelheit seines Freundes zu merken.
Ein wenig außer Atmen lösten sich die beiden einige Zeit später wieder und blickten einander in die Augen. Draco hob eine Hand, um Harry eine verirrte schwarze Haarsträhne aus der Stirn zu streichen. „Ich fürchte es wird Zeit, dass ich meine Arbeit aufnehme", hauchte Draco ein wenig reumütig. Wäre es nach ihm gegangen, hätten die beiden den ganzen Rest des Tages in Harrys Büro verbracht und den Schreibtisch für ganz andere Dinge als Arbeit genutzt.
„Du hast Recht. Komm mit, ich zeig dir dein Büro. Deine Sekretärin bekommt einen Schreibtisch im Aurorenzimmer. Dann hat sie etwas Gesellschaft und kann meinen Leuten auf die Finger schauen. Ron neigt dazu sich lieber mit Georges neuen Scherzartikeln zu vergnügen, anstatt zu arbeiten, wenn man nicht hinschaut", erklärte Harry mit einem Schmunzeln, ehe er seine Umarmung löste und zur Tür deutete.
Draco schnaubte belustigt. Er konnte sich nur allzu gut vorstellen, wie Weasley unter seinem Schreibtisch mit den Scherzartikeln seines Bruders rumspielte, anstatt wirklich produktiv zu sein. Viel zu oft hatte er genau dieses Verhalten während Unterrichtsstunden beobachten können. Ein Verhalten, das nicht selten dazu geführt hatte, dass vor allem Snape Gryffindor Punkte abgezogen hatte. „Klingt als hätte Mafalda demnächst ein ganz neues Aufgabenfeld", gab er amüsiert zurück.
„Davon kannst du ausgehen", Harry lachte kurz, ehe die Tür zum Großraumbüro öffnete und gefolgt von Draco sein persönliches Büro verließ. Als die beiden den Raum betraten waren bereits fast alle Schreibtische besetzt oder zumindest genug Personen im Raum, um anzunehmen, dass sie alle zum Arbeiten herkommen waren. Einige unterhielten sich leise mit Kollegen oder beugten sich gemeinsam über eine Akte und diskutierten deren Inhalt.
Als Harry die Tür hinter Draco wieder schloss, schienen jedoch die vielen Unterhaltungen plötzlich nicht mehr so wichtig, und die Aufmerksamkeit aller Anwesenden richtete sich abrupt auf die beiden Männer, die gerade den Raum betreten hatten. Anscheinend hatte sich bereits herum gesprochen, dass Draco sich in Harrys Büro aufhielt und alle hatten nur darauf gewartet, dass die beiden eben dieses verließen. Ob Harrys Mitarbeiter bereits davon wussten oder nicht, dass Draco ab diesem Tag mit ihnen zusammenarbeiten würde, konnte er jedoch nicht beurteilen.
„Harry, was macht der Todesser hier?", fragte einer der Auroren, ein Mann in seinen späten Dreißigern mit schütterem Haar und dunkel roten Roben, die ihm nicht so recht stehen wollten.
„Mr. Malfoy arbeitet ab heute für uns, Darlington. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich diese Änderung bereits vor einiger Zeit angekündigt hatte", antwortete Harry bestimmt. Bisher hatte Draco ihn nicht in der Rolle des Chefs erlebt, aber wenn er ehrlich war, machte es ihn mehr als an nur ein bisschen an, seinen Freund dabei zu beobachten, wie er vor dem Rest der Anwesenden Autorität bewies.
Der Mann namens Darlington hob eine Augenbraue, sagte aber nichts, sodass Harry sich nun im Raum umsah und seinen Blick merklich auf jedem seiner Auroren ruhen ließ. „Gibt es sonst noch jemanden mit Fragen?", wollte er wissen, die Arme vor der Brust verschränkt.
„Was genau ist seine Aufgabe hier?", fragte Creevey, den Kopf mit dem mausgrauen Schopf leicht schief gelegt. Vor irgendwo her kam er Draco wage bekannt vor, doch er konnte das Gesicht des jüngeren Mannes einfach nicht einordnen.
„Nun, während wir die Strafverfolgung aktiv durchführen, wird er den passiven Part durchführen. Die Fälle, an denen wir arbeiten werden ihm vorgelegt und Mr. Malfoy wird unser Vorgehen studieren und nach Ergreifung eines Beschuldigten, wird er dafür zuständig sein, dass ihm der Prozess gemacht wird", erklärte Harry gelassen. Scheinbar hatte er keinen Grund unruhig zu werden, wofür es genau zwei Erklärungen gab. Entweder wusste er bereits, dass seine Leute sich genau nach solcher Vorgehensweise sehnten, oder aber, er war sich seiner Autorität so sicher, dass er nicht davon ausging in Frage gestellt zu werden.
„Bisher haben immer diejenigen, die den Fall im Feld durchgeführt haben, auch den Prozess geleitet, wozu brauchen wir dann ihn?", hakte Darlington nach, der mittlerweile die Hände vor der Brust verschränkt hatte und alles andere als glücklich aussah mit der Situation.
„Ganz einfach, keiner von uns ist wirklich geübt darin, in einem Gerichtssaal zu stehen. Wie alle wurden ausgebildet, möglichst gute Ergebnisse in der Feldarbeit zu erzielen. Wir sind gut mit Angriffs- und Verteidigungszaubern, wir erkennen die meisten Gifte und haben eine Grundausbildung in heilender Magie, aber keiner von uns ist ein rhetorisches Genie. Mr. Malfoy hingegen, wurde für den Gerichtssaal ausgebildet. Er hat über die Jahre viel Praxiserfahrung gesammelt. Mit ihm, als Vertreter des Gesetzes im Gerichtssaal, werden Fehler wie vor 6 Monaten nicht mehr passieren", führte Harry weiter aus. Noch immer war ihm keinerlei Stress anzumerken. Vermutlich war er sich einfach sicher, dass seine Entscheidung die richtige war und blieb daher ungerührt. Draco jedoch machte die Sache etwas nervös, denn auf ihm ruhte von nun an die Last, sich beweisen zu müssen.
Harry ließ den Blick noch einmal über die Anwesenden gleiten, die nun schweigend ihrerseits Draco betrachteten. „Wenn es keine weiteren Fragen gibt, werde ich Mr. Malfoy jetzt sein Büro zeigen. Seine Sekretärin wird später ebenfalls zu uns dazu stoßen. Sobald sie sich eingerichtet hat, werdet ihr Kopien eurer aktuellen Fälle an sie weiter geben, sodass Mr. Malfoy sich in die Akten einlesen kann, um eine Strategie für den Prozess zu entwickeln".
Zufrieden mit dem Nicken, das seinen Worten folgte, deutete Harry zu einer der anderen Türen, die vom Büro abgingen und legte Draco eine Hand auf den Rücken, als er ihn in die entsprechende Richtung leitete. Dracos künftiges Büro war ein wenig kleiner als Harrys, wie er feststellte, aber dennoch groß genug, um alles was er benötige darin unter zu bringen.
„Nicht riesig, ich weiß. Aber ich hoffe, es wird für den Anfang reichen", sagte Harry, während er die Tür hinter sich schloss und Draco ein leichtes Lächeln schenkte.
„Kein Problem. Ich hatte eh nicht die Absicht hier extravagante Einrichtung unterzubringen", antwortete Draco amüsiert und schritt um den Schreibtisch in der Mitte des Raumes herum. Er war einfach gehalten, aus dunklem Holz mit vier Schubladen auf der rechten Seite. Auf der zur Tür zeigenden Seite stand bereits ein Namensschild mit der Aufschrift Draco A. Malfoy - Vertreter der Anklage.
„Sollte dieses Projekt erfolgreich sein, bin ich sicher, dass man dir ein anderes Büro zukommen lassen wird, aber im Moment waren meine Vorgesetzten nicht bereit mehr als das zur Verfügung zu stellen", entschuldige Harry sich.
„Wie gesagt, es ist ausreichend. Eine Frage hätte ich aber noch"
„Was denn?"
„Was war los, vor 6 Monaten?"
„Oh… das…", begann Harry, deutlich unerfreut über das Thema. „Es ging um einen Fall von verbotenen Artefakten. Eigentlich keine große Sache, aber der Kerl hat behauptet, er wüsste nicht, dass sein Besitz verboten war. Natürlich wusste er davon, schließlich hat versucht bei unserer Hausdurchsuchung alles verschwinden zu lassen. Aber sein Anwalt war geschickt genug, meinen Leuten das Wort im Mund umzudrehen und am Ende wusste das Zaubergamot nicht mehr, wem es glauben sollte und hat den Beschuldigten nur zu einer Geldstrafe verurteilt, für ein Vergehen, das anderer Leute Leben hätte kosten können, wenn diese Artefakte in die falschen Hände gefallen wären". Harrys Stimme war anzuhören, dass ihm der ganze Vorfall recht unangenehm war und er tatsächlich aus dieser Erfahrung gelernt hatte. Vermutlich hatte Draco seinen neuen Job dem Kerl mit den Artefakten zu verdanken.
„Ich verstehe. Dann werde ich mein Bestes geben, damit solche Kerle in Zukunft nicht mehr so einfach davon kommen", antwortete Draco mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen.
„Das will ich doch hoffen". Harry machte einen Schritt auf Draco zu und legte beide Hände auf dessen Hüften, ehe er ihn in einen flüchtigen Kuss zog und zwinkerte.
Draco schnaubte amüsiert, während er die Arme um den Mann vor sich schlang. „Du weißt, dass jeder Zeit jemand reinkommen kann?"
„Ich habe die Tür mit einem Zauber belegt. Sobald jemand die Türklinke berührt fällt ihm sofort etwas anderes wichtiges ein, das noch zu erledigen ist", erwiderte Harry schmunzelnd. „Wir könnten den ganzen Tag hier drin bleiben, und keiner würde uns stören".
„Das vielleicht nicht, aber ich glaube man würde sich dennoch wundern, meinst du nicht?", Draco lachte leise. Unter anderen Umständen hätte ihm Harrys Risikobereitschaft sicher sehr gefallen, nur eben nicht an seinem ersten Arbeitstag
„Da hast du vermutlich Recht. Zu schade", nach einem weiteren flüchtigen Kuss löste Harry sich von seinem Freund und trat einen Schritt zurück. „Ich denke ich sollte dich jetzt allein lassen, sodass du dich einrichten kannst. Ich habe einen Fall, den ich nachher gerne noch mit dir besprechen würde", erklärte er, ehe er den Raum verließ und Draco vorerst allein zurück blieb.
Seufzend ging er um seinen Schreibtisch herum und nahm dahinter Platz. Er war sich sicher, wenn er den Raum etwas persönlicher gestaltete, würde er hier gut arbeiten können. Für den Moment jedoch reichte es ihm Schreibmaterial, Briefbögen, Terminkalender und andere Dinge, die für Büroarbeit gebraucht wurden, heraufzubeschwören und einzuräumen. Feder und Tinte, sowie einige Bögen Pergament platzierte er vor sich, um sie immer griffbereit zu haben, der Rest verschwand, nach Häufigkeit der Benutzung sortiert, in den Schubladen auf der rechten Seite.
Gut eine Stunde, und einige Sortierarbeit später, klopfte es dann an seiner Bürotür und dem „Herein" seinerseits folgte ein entschlossen aussehender Harry, der eine braune Akte in Händen hielt. Er schloss die Tür hinter sich und setzte sich auf den Stuhl vor dem Schreibtisch, ehe er Draco die Pergamente entgegen schob, über die er sprechen wollte.
„Kannst du mir eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse geben? Dann schaue ich mir die Akte anschließend in Ruhe an. Aber ich denke du willst recht zeitnah eine erste Meinung und die würde dauern, wenn ich das alles erst durchlesen muss", erklärte er, betrachtete aber nichts desto trotz den ersten Pergamentbogen.
„Natürlich. Ich glaube, du kennst den Fall teilweise sogar schon. Du hast mit St. Mungos zusammengearbeitet, um den Opfern zu helfen. Es geht um mehrere Fälle von… Muggle nennen es Briefbomben… aber unserem Fall explodieren die Dinger nicht, sondern beinhalten ein noch nicht wirklich bekanntes Pulver, das beim Öffnen des Briefes austritt und nach Berührung bei den Opfern dazu führt, dass die Organe langsam versagen. Bisher haben wir leider noch keinen Anhaltspunkt, um wen es sich bei dem Täter handeln könnte und wir wissen auch nicht wirklich, wo wir mit der Suche ansetzen sollen. Ich weiß, das fällt jetzt eigentlich gar nicht wirklich in deine Zuständigkeit, aber ich wollte trotzdem deine Meinung dazu hören", führte Harry mit den Fingern auf der Tischplatte trommelnd aus. Der Fall schien ihm in der Tat unter die Haut zu gehen.
„Ich verstehe. Wenn es dir Recht ist, würde ich gerne mit den Opfern mal persönlich sprechen. Sind sie ansprechbar, oder verursacht das Pulver auch Bewusstlosigkeit?", wollte Draco wissen. Vielleicht gab es auf dem Weg der Befragung ja eine Möglichkeit Gemeinsamkeiten der Opfer heraus zu finden, die am Ende dann zum Täter führen würden.
Harry nickte kurz. „Ja, die meisten sind ansprechbar. Nur die aller ersten Betroffenen nicht mehr. Bei ihnen ist das Organversagen trotz der Hilfe der Heiler in St. Mungos bereits zu weit fortgeschritten. Das ist mit ein Grund, warum ich sofort mit diesem Fall zu dir gekommen bin. Wenn wir den Kerl nicht bald finden und herausbekommen, wie man die Wirkung des Pulvers neutralisiert, haben wir die ersten Toten".
„Ich verstehe. Dann wäre ich unter diesen Umständen dafür, dass wir gleich morgen den Opfern einen Besuch abstatten und versuchen, so viel wie möglich zu erfahren, um dem Täter irgendwie auf die Spur kommen zu können. Ich weiß nicht, ob das zum Ziel führt, aber wenn es keine anderen Hinweise auf seine Identität gibt, dann bleiben uns nur die Opfer als Ausgangspunkt", Draco legte die Stirn in Falten und begann sich mit der Feder Notizen auf einem Blatt Pergament zu machen. Noch waren Harrys Worte frisch in seinem Verstand und er konnte alles aufschreiben, was er die Opfer am nächsten Tag fragen wollte.
„Das sollte machbar sein. Ron und ich werden dich morgen Vormittag ins Krankenhaus begleiten", stimmte Harry zu und erhob sich von seinem Platz, als Draco siedend heiß seine Unterhaltung mit Narcissa am Morgen einfiel.
„Ach ja… das hat zwar nichts mit dem Fall zu tun, aber bevor ich es wieder vergesse: Meine Mutter möchte, dass du zum Essen vorbei kommst. Sie will dich kennenlernen". Mit einem süffisanten Lächeln beobachtete Draco, wie sich Harrys Gesichtszüge veränderten und aus professionellem Ernst von einer Sekunde auf die nächste absoluter Horror wurde.
„Sie will was?"
Kapitel 16 Ende
