Moin liebe Leserchen!
Neues Jahr, neues Glück. Hoffe ihr habt schöne Feiertage verbracht und lasst euch zum Start ins Jahr 2018 nicht stressen.
Endlich kann es auch hier weitergehen. Bin wieder zum Schreiben gekommen und kann euch voller Stolz das neue Kapitel präsentieren. Hier gehen die beiden Zombies auf Reisen und treffen im Zuge dessen auf einen gewissen Sensei und seine drei Schützlinge, die euch bestimmt sehr bekannt vorkommen werden. ;-)
Viel Spaß beim Lesen und lasst mir ruhig ein paar Kommentare da. Ich freue mich immer über den Austausch mit euch.
Liebe Grüße!
Eure SiamKitty
Travelling + Distractions
"Willkommen an Bord, Sir!", begrüßte ihn eine adrette Stewardess und wies ihm den Weg nach rechts, direkt in die Economy-Class. War ja klar, dass Kakuzu mal wieder zu geizig war, etwas mehr Geld für anständige Tickets in einer höheren Preisklasse auszugeben. Na wenigstens hatte er sich von Hidan überreden lassen Sitzplätze zu reservieren. Nun hatten sie Sitze in der vordersten Reihe und somit Beinfreiheit garantiert.
Kakuzu ging dicht hinter Hidan und erinnerte ihn zum gefühlt einhundertsten Mal, dass sie die Plätze A5 und A6 hatten. Es waren links und rechts jeweils drei Sitze, in der Mitte befand sich ein schmaler Gang. Es war dennoch ein recht großes Flugzeug, mit dem sie in den Urlaub flogen. Der erste seit Jahren.
Ganz ordentlich verstaute Kakuzu ihr Handgepäck über ihnen in der Ablage. Hidan hatte sich derweil auf seinen Platz gesetzt und war bereits angeschnallt.
"Bist du sicher, dass du am Fenster sitzen willst?", fragte ihn Kakuzu mit hochgezogener Augenbraue.
Fuck, war Hidan nervös. Natürlich wollte er nicht am Fenster sitzen. Das wäre ja noch schöner. Unter Knurren machte er sich wieder los und wechselte einen Platz nach links. Wie er Fliegen hasste. Urlaub zu machen liebte er. Nur leider hätten sie mit Auto und Schiff wahrscheinlich eine ganze Woche gebraucht, um auf dieser verdammten Insel anzukommen. Mit dem Flugzeug dauerte es nur ein paar Stunden und sie würden zwei Wochen in einem tropischen Paradies verbringen können. Nur leider mussten sie dafür vom Boden abheben.
Inzwischen hatte es sich Kakuzu in seinem Sitz bequem gemacht und nahm Hidans Hand, mit der er bis eben unruhig auf der Lehne herumgetrommelt hatte.
"Ich verstehe das nicht so ganz", begann Kakuzu und strich mit dem Daumen über Hidans Handrücken, "Du nimmst sonst jede halsbrecherische Aktion mit. Du kletterst gerne, fährst Achterbahn bis dir schlecht wird und jetzt im Urlaub willst du sogar Bungeejumping ausprobieren. Aber in einem Flugzeug geht dir dermaßen die Muffe?"
"Was weiß ich denn, warum! Bin ich ein scheiß Psycho-Doktor oder was?", schimpfte Hidan. Für ihn war die Situation schlimm genug, da musste er sich nicht auch noch rechtfertigen.
"Schon gut, Hidan. Es hat mich nur interessiert", antwortete Kakuzu ruhig und hielt weiterhin einfach seine Hand fest. Er konnte ein guter Kerl sein, wenn er wollte. Hidan rechnete es seinem Partner hoch an, dass er ihn nicht zusätzlich stressen wollte.
So genau wusste Hidan jedoch auch nicht, was ihn am Fliegen störte. Vielleicht war es die Tatsache, dass er gleich mehrere Stunden mit einem Haufen wildfremder Menschen eingeschlossen war und in 10.000 Metern Höhe nicht die Chance hatte, dieser Situation auszuweichen. Eventuell war es aber auch, dass so ein langer Flug schnell langweilig wurde oder aber er nicht so richtig verstand, wie ein tonnenschweres Flugzeug überhaupt in der Lage war abzuheben. Er konnte die Situation in keiner Weise kontrollieren und auch sonst nichts machen, außer dazusitzen und sich irgendwie zu beschäftigen. Wenn es etwas gab, was Hidan hasste wie die Pest, dann war es Langeweile und sich ausgeliefert fühlen. Und bei einer Flugreise kamen gerade diese zwei Sachen zusammen.
"Wie lange fliegen wir gleich nochmal?", fragte er Kakuzu, der gerade gedankenverloren aus dem Fenster geguckt hatte.
"Drei Stunden und fünfunddreißig Minuten, wenn alles glattgeht", antwortete er und schaffte es, dass Hidan noch nervöser wurde.
"Wie jetzt, wenn alles glattgeht?! Was soll denn das bitte heißen?"
"Wenn es keine Verzögerungen gibt", erklärte Kakuzu. "Keine Angst, wir werden schon nicht abstürzen. Das Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Schlimmes passiert ist verschwindend gering."
"Darüber mache ich mir auch keine Sorgen", entgegnete Hidan und zog seine Kette unter dem Shirt hervor. "Jashin-sama wacht über mich. Erst heute Morgen habe ich ein Ritual abgehalten und für eine gute Reise gebetet."
Kakuzu guckte skeptisch, sagte aber nichts weiter dazu. Hidan wusste, dass sein pragmatisch eingestellter Partner seine Religion für völligen Quatsch hielt und überhaupt nicht an irgendeine Gottheit glaubte. Zumindest lamentierte er nicht mehr, wenn Hidan seinen Gott erwähnte.
Demutsvoll führte Hidan das Symbol an seiner Kette zu seinen Lippen und hauchte erneut die Bitte, dass Jashin sie beide beschützen möge.
Die Kabine des Fliegers wurde immer voller. Gerade kamen drei Teenager in ihre Richtung und Hidan hatte schon ab der ersten Sekunde beschlossen, dass er sie nicht abkonnte. Leider stellte es sich heraus, dass sie die Sitze hinter ihnen hatten. Es waren ein blonder Junge mit einer außergewöhnlich nervigen Stimme, der sich mit dem Mädchen um den Fensterplatz stritt. Das Mädel hatte rosa Haare, die Hidan absolut hässlich fand und schien auch sonst eine ziemliche Gewitterziege zu sein. Der dritte im Bunde war ein düster dreinblickender Junge, der nur mit den Augen rollte und so tat, als würde ihm alles scheißegal sein.
Genervt stöhnte Hidan auf und lehnte sich an Kakuzu. Das würde sicher ein langer Flug werden.
"Naruto! Sakura! Bitte hört auf damit!", kam es von einem Kerl hinter den Kids. Schräger Typ, fand Hidan, mit seiner Sturmfrisur und einer fiesen Narbe überm linken Auge.
"Aber Kakashi-Sensei! Wir hatten das doch alles abgesprochen!", quengelte der Blonde, "Ich darf auf dem Hinflug am Fenster sitzen und erst auf dem Rückflug ist Sakura dran!"
"Wenn das so abgemacht war, wieso streitet ihr euch denn?", fragte ihr Lehrer, der seine Tasche auf dem Platz neben Hidan abstellte und ein Buch herauskramte.
"Weil Naruto sich schon wieder vordrängelt!", maulte nun das Mädchen. "Ich sitze auf dem Hinflug am Fenster und Naruto auf dem Rückflug!"
"Ihr seid so peinlich", brummte der dritte Teen und schlug die Hand vors Gesicht. Und schon wurde er Hidan sympathischer.
"Wenn ihr das nicht regelt, dann entscheide ich wer wo sitzt und dann bekommt Sasuke den Fensterplatz", sprach der schräge Typ ein Machtwort.
"Auf gar keinen Fall!", schrie der blonde Quälgeist. "Los Sakura, Stein-Schere-Papier und nicht mogeln!"
Es endete damit, dass der Blonde breit grinsend hinter Kakuzu am Fenster saß, das Mädel ganz rot vor Wut in der Mitte hinter Hidan und der Emo mit verschränkten Armen hinter seinem Lehrer am Gang.
"Ich muss mich für meine Schützlinge entschuldigen. Bitte sehen Sie es ihnen nach", sprach besagter Kakashi-Sensei in Kakuzus und Hidans Richtung.
"Schon gut", sagte Hidan und dachte sich innerlich `Kinder sind halt scheiße´ dazu. Kakuzu quittierte die Entschuldigung nur mit einem Nicken. Doch Hidan wusste, dass auch Kakuzu genervt war von diesen Kiddies und sich sehr beherrschen musste zumindest dem blonden Bengel nicht an die Gurgel zu gehen.
Hidan ging wieder in sich, nahm erneut seine Kette zur Hand und versuchte sich an einem Gebet, um sich zu beruhigen. Dass Kakashi sich sein Buch vornahm und immer wieder neugierig zu ihm schielte, bemerkte er gar nicht. Stattdessen fühlte er, wie Kakuzu erneut seine andere Hand nahm.
Wahrscheinlich musste er ebenfalls etwas runterkommen. Denn der Blonde entpuppte sich als nervige Quasselstrippe. Er laberte nun darüber wie aufregend er es fand, da er zum ersten Mal in einem Flieger saß, dass er sich auf das Trainingscamp freute, dass er hoffte nichts Zuhause vergessen zu haben, dass er jetzt gerne eine Nudelsuppe essen würde…
In Hidan brodelte es richtig. Er dachte schon, dass er manchmal viel erzählte. Aber dieser Teenager schlug ihn ja um Längen.
"Kannst du mal für fünf Minuten die Klappe halten, du Vollidiot! Niemanden interessiert dein Gelaber!", maßregelte ihn jedoch sein düsterer Kumpel.
"Boh, Sasuke! Du musst immer gleich so fies werden!", konterte Naruto aufgebracht.
"Wenn du dich nicht benehmen kannst!", erwiderte Emo-Sasuke trotzig.
"Ich bin halt aufgeregt. Was ist so schlimm daran?"
"Dass du allen in diesem Flugzeug auf die Nerven gehst!"
"Von wegen! Du nervst rum, mit deiner miesen Laune!"
"Ich bin schlecht gelaunt wegen dir!"
Okay, es reichte Hidan. Sie waren noch nicht mal in der Luft und er hatte bereits die Schnauze gestrichen voll. Wenn diese Kids nicht sofort aufhörten ihm seinen Start in den wohlverdienten Urlaub zur Hölle zu machen, würde er richtig ausrasten.
Er drehte sich zu den Dreien um und nahm sie ins Visier. "Hey, wenn ihr nicht sofort mit dem Scheiß aufhört, dann bekomme ich mal schlechte Laune und glaubt mir, das wollt ihr nicht!"
Die Jungs schauten ihn nur aufsässig an, während das Mädchen ganz blass um die Nase wurde. Hidan wusste, was für eine gefährliche Ausstrahlung er haben konnte.
"Hört auf jetzt, alle beide!", flüsterte das Mädel den Jungs zu, so als ob sie Angst hatte ein falsches Wort zu sagen.
"Aber…", begann die blonde Nervensäge, wurde aber von seinem Lehrer harsch unterbrochen. "Genug!", sagte er mit einer Autorität in der Stimme, der tatsächlich auch die Jungen folgten. Dabei hatte er noch nicht mal von seinem Buch aufgesehen.
Als Hidan sich wieder umdrehte, luscherte er rüber zu Kakuzu. Der grinste allerdings nur aus dem Fenster, was auch Hidan ein Schmunzeln entlockte. Sein Partner hatte ja recht, es wäre sinnlos seine Energie an diese unreifen Teenies zu verschwenden. Dennoch gingen sie Hidan hart auf die Nerven.
Es war zu hören, wie die Flugzeugtür verschlossen wurde. Die Durchsage, dass sie in Kürze starten würden ertönte und das obligatorische Sicherheitsvideo lief über die Bildschirme, die überall in der Kabine verteilt waren. Währenddessen rollte das Flugzeit Richtung Startbahn. Die Crew kontrollierte, ob auch alle Sicherheitsgurte korrekt angelegt waren und nahm dann selbst ihre Plätze ein.
Jetzt wurde Hidan richtig nervös. Es ging los, eine stundenlange Flugreise lag vor ihm. Er konnte die Langeweile schon spüren. Vorher musste allerdings dieser unangenehme Start über die Bühne gebracht werden. Kakuzu reichte ihm von der Seite ein Bonbon, was Hidan blindlinks annahm. Es hatte Eukalyptus-Geschmack und Hidan musste sich zusammenreißen das eklige Ding nicht gleich wieder auszuspucken. Denn es war besser als das unangenehme Knacken in den Ohren, was sonst ohne das Bonbon folgen würde. Zwar war es lange her, dass Hidan geflogen ist, jedoch konnte er sich noch gut an den unangenehmen Druck und die Schmerzen in den Ohren erinnern.
Das Flugzeug hatte seine Startposition eingenommen, die Triebwerke wurden durchgestartet und schon rasten sie los. Langsam und stetig hoben sie vom Boden ab und Hidan spürte, wie ihm das Herz in die Hose rutschte.
"Woah! Das war cool!", rief der blonde Blödmann begeistert, als sie sicher und ruhig durch den Himmel flogen.
"Ja, das war aufregend", bekräftigte das Mädel hörbar gutgelaunt.
Der Emo-Teenie stieß nur einen Laut aus, der sich wie eine Mischung aus abfälligem Schnauben und Lachen anhörte. "Du bist so ein Idiot, Naruto", sagte er noch amüsiert.
Anscheinend hatten die Kids wieder gute Laune, was auch ihren Lehrer zum Lächeln brachte.
"Alles okay, Hidan? Du bist etwas blass", fragte Kakuzu von der Seite.
Kräftig atmete er aus. Hidan hatte gar nicht bemerkt, dass er automatisch die Luft angehalten hatte. Wie er es hasste, dass ihn Flugreisen so sehr stressten.
Sein Partner orderte bei der nächsten Stewardess die vorbei kam ein Glas Wasser, obwohl Hidan eher einen Schnaps gebraucht hätte.
"Geht schon", hauchte Hidan und versuchte sich zu entspannen.
"Sie fliegen wohl nicht so gerne", kommentierte der Lehrer neben ihm und lächelte dabei freundlich.
"Ach nee, Sherlock, sag bloß!", gab Hidan genervt zurück. Reichte es nicht, dass alle um ihn herum mitbekamen wie nervenaufreibend das Ganze für ihn war? Da musste nicht auch noch ein wildfremder Typ seinen Senf dazu geben.
Jedoch ließ sich Kakashi durch Hidans harsche Antwort nicht beeindrucken. "Sie sollten sich etwas ablenken. Dann vergeht die Zeit schneller."
"Gute Idee, Kakashi-Sensei!", plärrte die blonde Pest dazwischen. "Kann ich meine Konsole haben?"
"Die habe ich", sagte Sasuke und holte das Ding aus seinem Rucksack.
"Was ist denn das?", fragte Kakuzu.
"Ein kleiner Handheld auf dem man Spiele zocken kann", antwortete ihm Hidan. War ja klar, dass Kakuzu sowas mal wieder nicht kannte. "Echt, Kuzu! Manchmal glaube ich du lebst unter 'nem Stein oder so", fing Hidan an zu stänkern. Wenn er Glück hatte sprang sein Partner darauf an und dann würde der Flug doch nicht so stinklangweilig werden.
"Ist mir egal, solange das Teil mich nicht beim Lesen stört", erwiderte Kakuzu und schnappte sich sein Buch.
Hidan rollte mit den Augen. Sein sonst recht aufbrausender Partner war heute verdammt gelassen.
Eine Stunde später war nichts weiter Spannendes passiert und Hidan wurde langsam aber sicher innerlich ganz kribbelig durch die lähmende Langeweile. Das Highlight der Reise war bis jetzt gewesen, als die Kabinen-Crew warme Tücher und Getränke verteilt hatte.
Gedankenverloren tippte Hidan auf seinem Bildschirm rum. Die Filmauswahl in diesem Flieger war echt zum kotzen. Entweder interessierte ihn der Streifen nicht oder er hatte ihn schon gesehen gehabt. Kakuzu war in sein dämliches Buch vertieft. Er hatte es selbst mal angelesen gehabt, war aber nicht über die ersten zwanzig Seiten hinausgekommen, da er das Geschriebene dermaßen uninteressant gefunden hatte. Links neben ihm vergrub dieser Kakashi immer noch seine Nase in sein Buch. So unauffällig wie er konnte erhaschte Hidan einen Blick auf ein paar Zeilen. Er musste sich beherrschen nicht drauf loszuprusten.
Da stand doch tatsächlich: "… Ich beugte mich näher zu ihr und lächelte verführerisch, als ich mit dem Daumen ihre samtweichen Lippen nachfuhr. Gerne würde ich es ihr zeigen und küsste sie, wie ich noch nie eine andere geküsst hatte. Ihre Augen flatterten, als sie sich mir ergab und mit pochendem Herzen in die Kissen fallen ließ…"
Das war echt unglaublich. Las dieser Typ allen Ernstes einen Porno, während er direkt vor seinen minderjährigen Schülern in einem Flugzeug reiste?! Hidan fand das genauso dreist wie lustig. Kurz drehte er sich zu den Kiddies um. Das Mädchen und der Emo hatten inzwischen ihre Plätze getauscht, so dass die Jungs nun nebeneinandersaßen. Sie hatten die Köpfe über der Handheld-Konsole zusammengesteckt. Während der Blonde angestrengt versuchte Punkte zu holen, sah ihm der Emo schmunzelnd dabei zu. "Ich werde darin immer besser sein als du, kleiner Idiot", raunte er ihm ins Ohr und knuffte ihn in die Seite. "Hey, hör auf damit, Sasuke!", reagierte der andere und spielte dennoch konzentriert weiter.
Auch Hidan musste grienen, die beiden waren ja richtig süß zusammen. Wenn man bedachte, wie sie sich vorhin gegenseitig angeätzt hatten. Das Mädchen hatte Ohrstöpsel drinnen und sah sich wohl irgendeinen Film an.
Kakashi schlug lässig die Beine übereinander, so dass Hidan einen noch besseren Blick auf das Buch bekam. Bei Jashin, ihm war inzwischen so schrecklich langweilig, dass er einfach dieses kleine Pornobüchlein weiter mitlas. Das Pärchen in der Geschichte kam so langsam richtig zur Sache.
"… Sie war so sexy, dass ich mich ganz schwach fühlte. Ihre Haare hingen ihr wild im Gesicht und die süßen Lippen waren ganz rot und geschwollen von meinen Küssen. Sie war bereit. Langsam fuhr ich mit der Hand zwischen ihre Beine. Sie war feucht und zuckte, als meine Finger über ihre empfindlichste Stelle rieben. Ihr heißes Stöhnen war Musik in meinen Ohren, so dass ein Schauer durch meinen erregten Körper jagte…"
Na toll, jetzt war er geil. Das fehlte Hidan gerade noch. Er spürte, wie es in seiner Mitte anfing zu kribbeln und zu ziehen. Leider war es auch schon ein wenig her, dass Kakuzu und er es getan hatten. In letzter Zeit hatten sie beide viel gearbeitet und waren abends meistens zu erschöpft, um sich in irgendeiner Weise körperlich zu betätigen. An Matratzensport war gar nicht zu denken gewesen.
Und jetzt saß er hier, in einem vollbesetzten Flugzeug und war spitz wie Nachbars Lumpi.
Was blieb ihm anderes übrig, als sich abzureagieren? Vielleicht hatte Kakuzu ja auch Lust? Schelmisch grinste Hidan in sich hinein, wandte sich ein klein wenig nach rechts und streckte seine Glieder. Sein rechter Arm landete nicht ganz zufällig auf Kakuzus linkem Bein. Vorsichtig fuhr Hidan mit der Hand an der Innenseite seines Oberschenkels hinauf. Kakuzu blickte von seiner Lektüre auf und starrte im ersten Moment nur stur geradeaus. Als Hidan mit dem kleinen Finger über Kakuzus Penis strich, ganz zart und unauffällig, schielte Kakuzu zu ihm herüber.
Hidan setzte sein verführerischstes Lächeln auf und leckte sich lasziv über die Lippen. Er fühlte, wie sich auch bei Kakuzu etwas regte. Sein Blick sprach Bände. Die leicht geröteten Wangen verrieten Hidan, dass sein Partner genauso Lust bekommen hatte. Manchmal liebte es Hidan, wie schnell er Kakuzu scharfmachen konnte. Ein gekonnter Augenaufschlag, eine zarte Berührung oder ein Lächeln konnten ausreichen um Kakuzu vollends einzunehmen.
Und auch in diesem Moment war sein Partner bereit, die Einladung anzunehmen. "Komm nach", hauchte ihm Hidan so leise ins Ohr, dass es nur Kakuzu hören konnte. Zum Abschied biss er kurz in Kakuzus Ohrmuschel und leckte über sein ach so empfindliches Ohrläppchen. Das sollte genügen.
Voller Vorfreude machte Hidan seinen Gurt los, sprang auf und ging ganz nach hinten zur Flugzeugtoilette.
Zum Glück war diese gerade nicht besetzt, so dass er schnurstracks hineingehen konnte. Natürlich schloss er hinter sich nicht ab. Stattdessen zog er seine Hose und Unterwäsche hinunter und harrte der Dinge die da kamen.
Nach nicht einmal zwei Minuten wurde die Tür aufgerissen. Hidan brauchte sich nicht umdrehen um zu wissen, dass Kakuzu gerade hinter ihm stand. Schnell wurde die Tür wieder geschlossen und verriegelt. Er hörte eine Gürtelschnalle klappern und das zippende Geräusch eines Reißverschlusses.
"Fick mich, Kuzu!", stöhnte Hidan erregt. Sein bestes Stück hatte sich in der Zwischenzeit vollständig aufgerichtet.
Zwei starke Hände griffen ihn und zogen ihn gegen einen wohlbekannten, muskulösen Oberkörper. Eine Hand legte sich über Hidans Mund, die andere griff um seinen harten Schaft.
"Wehe du erregst hier mehr Aufmerksamkeit als nötig", knurrte Kakuzu in sein Ohr und rammte ohne weitere Vorwarnung seinen steifen Penis in Hidan.
Hidan wollte aufschreien, als die pure Lust von ihm Besitz ergriff. Jedoch wurde sein Stöhnen gut abgedämpft. Er biss die Zähne zusammen, als Kakuzu im stetigen Rhythmus immer heftiger in ihn stieß und gleichzeitig seine Männlichkeit massierte. Es war atemberaubend gefickt und gewichst zu werden. Hidan wusste gar nicht wie ihm geschah. Alles was er tun konnte war sich mit den Händen am Waschbecken und der Kabinenwand festzuhalten. Das Blut rauschte in seinen Ohren und ihm wurde schwindelig, als er sich nach kurzer Zeit über die ganze Toilette ergoss.
Auch Kakuzu atmete schwer. Als er ebenfalls wenig später von seinem Orgasmus überrollt wurde, unterdrückte er sein Stöhnen damit, indem er fest in Hidans Schulter biss.
"Wow!", entkam es Hidan ungewollt laut. Der Schmerz war quälend und wunderschön zugleich. Eine Gänsehaut zog sich über seinen Körper, als er Shorts und Hose wieder anzog und das Grinsen nicht mehr aus seinem Gesicht wegbekam.
Hinter ihm zog sich Kakuzu schwerfällig wieder an und schlängelte seine Hände an Hidan vorbei, um sie sich im Becken waschen zu können. Währenddessen verbrauchte Hidan eine Unmenge an Toilettenpapier, um sein Sperma vom Klodeckel und den Kabinenwänden zu wischen. Es schien wirklich überall zu kleben.
"Der blonde Bengel erinnert mich total an dich", meinte Kakuzu plötzlich.
"Ja und du bist wie der andere, augenscheinlich immer mies drauf", konterte Hidan.
"Die Zwei sehen dennoch ganz nett zusammen aus", erwiderte Kakuzu und trocknete sich mit einem rauen Papiertuch die Hände ab.
"Sie passen wohl einfach gut zusammen… irgendwie", sagte Hidan, drehte sich in der engen Kabine um und drückte Kakuzu einen langen, innigen Kuss auf.
Mit hochgezogenem Mundwinkel verließ Kakuzu die Kabine und schloss die Tür hinter sich, die Hidan dann sofort wieder verriegelte. Er brauchte definitiv noch einen Moment. Dieser kleine Quickie steckte ihm noch zu sehr in den Knochen. Sein Blutdruck hatte sich noch nicht gänzlich normalisiert und seine Hände zitterten nach wie vor ein wenig.
Draußen hörte er Kakuzus Stimme, wie er sich einen Kaffee orderte. Die Stewardess stotterte ein irritiertes "Natürlich, Sir", was Hidan unweigerlich zum Lachen brachte. Wahrscheinlich hatte jeder in diesem Flugzeug mitbekommen, was sie hier drinnen getrieben hatten. Und es war Hidan so scheißegal wie es nur sein konnte. Eigentlich erregte ihn die Vorstellung sogar ein bisschen.
Mit einem beschwingten Gefühl im Bauch wusch er sich die Hände und spritzte sich zusätzlich kaltes Wasser ins Gesicht. Er war bereit, wieder auf seinen Platz zu gehen, denn schließlich konnte er den Flug nicht auf dem Klo verbringen.
Als er hinaus in den Gang trat, musterten ihn einige der anderen Passagiere mit eindeutigem Blick. Doch anstatt vor Scham im Erdboden zu versinken, was definitiv nicht Hidans Stil gewesen wäre, grinste er selbstgefällig und stolzierte zurück zu seinem Sitz. Diese dämlichen Spießer, starrten ihn alle an als wäre er irgendeine abgefuckte Kuriosität. Die waren doch nur neidisch. Ihr Sexleben bestand wahrscheinlich aus fünf Minuten Missionarsstellung und das jeden zweiten Samstag im Monat.
Als Hidan sich seinem Platz näherte, konnte er erkennen, dass das Mädel in einen Schnulzenfilm vertieft war und Hugh Grant oder wie der Vogel auch immer hieß dabei zusah, wie er so einer grottenschlechten Schauspiel-Tussi seine Liebe gestand. Hidan konnte nur mit dem Kopf schütteln. Weiber…
Nachdem er sich zurück in seinen Sitz gefläzt und wieder angeschnallt hatte, überkam ihn erneut die gähnende Langeweile. Es waren noch knapp zwei Stunden bis sie landen würden und Hidan überlegte fieberhaft, mit was er sich die restliche Zeit vertreiben könnte.
"Na, besser?", fragte neben ihm Kakashi. Er hatte sein Buch wieder zurück in die Tasche gesteckt. Sein schalkhaftes Grinsen und amüsierten dreinblickenden Augen verrieten genau, worauf er hinauswollte.
Die Stewardess servierte derweil Kakuzu eine Tasse Kaffee und entfernte sich mit hochrotem Kopf wieder nach hinten. Kakuzu beachtete sie gar nicht weiter, sondern war schon wieder in sein Buch eingetaucht. Hidan kannte dieses Verhalten nur zu gut von ihm, er wollte ab sofort seine Ruhe haben.
Die Nachfrage von Kakashi kommentierte Hidan mit einem kecken Grinsen und erwiderte ein saloppes "Jo". Lässig legte er sich fast in seinen Sitz rein und überlegte, ob er sich auch einen Kaffee oder Tee bestellen sollte.
Hinter ihm hörte er den Emo amüsiert kichern. Anscheinend hatte auch er gecheckt, was Hidan und Kakuzu auf der Toilette getrieben hatten.
"Hä, worüber lachst du denn?", fragte Blondie völlig verwirrt. Hidan konnte die Ahnungslosigkeit fühlen und quasi die Fragezeichen über dessen Kopf schweben sehen. Es war zum Schießen komisch.
"Ach, gar nichts", wiegelte Sasuke lachend ab und forderte die Konsole ein. "Gib her, ich bin dran."
Während er zockte, hatte Naruto den Kopf auf seiner Schulter abgelegt.
"Pass auf die Bomben auf!", ermahnte der kleine Nervbolzen.
"Ja, ja", erwiderte der andere lasch und spielte unbehelligt weiter.
"Oh man, wie machst du das?!", stöhnte Blondie dann beleidigt.
Wie es aussah schlug der Emo-Teen ihn wirklich in diesem Spiel und zwar haushoch.
Kakuzu hatte vorhin recht gehabt, die beiden wirkten toll zusammen. Hidan und Kakuzu hatten sich erst viel später, nach der Pubertät kennengelernt gehabt. Außerdem war ihr Altersunterschied größer als bei den zwei Jungs hier. Dennoch erinnerten Hidan die beiden wirklich irgendwie an Kakuzu und ihn. Sie waren auch zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die jedoch perfekt harmonieren konnten. Es kam eben immer zusammen, was zusammengehörte.
"Hey Jungs!", rief Hidan hinter sich, "Kann ich mitspielen?"
Die Seitenblicke von Kakuzu und Kakashi ignorierte Hidan geflissentlich. Er wollte lediglich die verbleibende Reisezeit totschlagen.
"Müssen Sie Naruto fragen", murmelte Sasuke beiläufig.
"Ja klar, je mehr, desto besser!", antwortete der Blonde enthusiastisch.
Der Handheld wurde Hidan gereicht und er erkannte, dass die beiden einen ganz klassisches Jump and Run eingelegt hatten. Die beiden hatten sich hochgebeugt, um Hidan beim Zocken zuschauen zu können.
"Na dann wollen wir doch mal sehen, ob ich es noch drauf hab", sagte Hidan gespannt und drückte den Startknopf.
