Kapitel 9
Einige Zeit betrachtete Harry sein neues Haustier. Es hatte
wohl auch nichts zu lachen gehabt in den wenigen Wochen seit seiner
Geburt. Dann apparierte Severus neben ihnen.
"Habe ihn unter dem
Namen angemeldet", meinte er nur.
"Sag mal, wie bist du
eigentlich so schnell auf den Namen Luzifer gekommen", wollte
Lucius plötzlich wissen.
"Habe den Namen das letzte Jahr
über für Bestellungen oder ähnliches per Post
genommen. Sollen ja nicht alle wissen, was ich mir kaufe, oder
mache", meinte Harry darauf nur.
"Auch bei einem
IQ-Test?"
"Ja, warum?"
"Na ja, dann war der Brief
Anfang der Woche wohl für dich. Sorry, ich habe ihn weg
geschmissen."
"Schon gut, weißt du wenigstens das
Ergebnis?"
"Ja."
"Und?"
Lucius schluckte kurz, ehe
er antwortete.
"214 Punkte."
"Oh, da habe ich mich wohl
leicht verschätzt."
Alle, außer Draco, sahen ihn nur
entgeistert an.
"Du hast nen IQ von 214 und nimmst das so
locker?!" fragte Blaise, der als erster seine Stimme wieder
gefunden hatte, nach.
"Ich habe eigentlich mit was um die 185
Punkten gerechnet. Da stören mich die 29 Punkte mehr auch
nicht", meinte Harry nur schulterzuckend.
"Ähm Luzifer
ich will ja nicht meckern, aber die meisten kriegen gerade mal die
Hälfte zusammen, und dich scheint es kaum zu interessieren",
stotterte Pansy.
"Ich habe meinen ersten IQ-Test mit 10 gemacht,
und da hatte ich 150 Punkte. Haben meine Lehrer damals schon einen
riesigen Aufstand gemacht deswegen. Ich wollte ja nur wissen, um wie
viel er gestiegen ist, und 64 Punkte in sieben Jahren ist nicht
schlecht."
"Du hattest mit 10 schon nen IQ von 150!! Warum
hast du dann nicht lauter Einsen?" fragte Blaise verwundert
nach.
"Na ja, meine Verwandten haben mir eigentlich schon seit
der Vorschule eingeprügelt, dass ich nicht so angeben soll mit
meinem Wissen. Deshalb habe ich irgendwann angefangen absichtlich
Fehler zu machen. In den ersten zwei Jahren in Hogwarts habe ich's
dann genauso gemacht, und als Remus mir dann im dritten Jahr den
Patronus beibrachte, und alle meinten ich wäre so begabt in
Verteidigung und niemand mich deshalb angeschrieen hat, habe ich dann
wenigstens in Verteidigung nicht so tun müssen, als ob..."
"Was
ist mit Zaubertränke?" fragte Severus vorsichtig nach.
Irgendwie hatte er ein ungutes Gefühl bei der Frage.
"Na
ja, du hast mich ja von der ersten Stunde an als unfähig in
Zaubertränke hingestellt, und da wollte ich später dann
nicht auffallen, in dem ich's dann auf einmal doch konnte...",
meinte der Schwarzhaarige immer leiser werdend.
"Hättest du
die Antworten gewusst?"
Harry nickte beschämt.
"Und
die Tränke richtig brauen können?"
Wieder ein
Nicken.
"Und nur weil du nicht auffallen wolltest, hast du's
sein lassen?"
Erneut nickte Harry, ein leises "tut mir leid",
flüsternd.
"Muss es nicht, aber du hättest das nicht
machen müssen. Aber du weißt schon, dass du die ZAG's
als Luzifer Salazar Black noch mal ablegen musst."
"Ja, aber
diesmal mache ich's richtig."
"Für wann soll ich einen
Termin machen?"
"Für Morgen wenn es geht. Dann habe ich's
hinter mir."
"Du kannst den ganzen Mist noch?" fragte
Draco.
"Ja, fotografisches Gedächtnis. Was ich einmal
gelesen habe vergesse ich nie wieder."
"Dann musst du heute
aber den Stoff der fünften und sechsten Klasse von Athrimantik
und Runenkunde lesen und das ist verdammt viel."
"Es wird
wahrscheinlich sowieso erst mal Verwandlung, Zauberkunst,
Verteidigung und Zaubertränke als Hauptfächer geprüft
werden. Sie können nicht alle schriftlichen und praktischen
Prüfungen an einem Tag machen, das ist zeitlich gar nicht
möglich."
"Stimmt. Der Prüfer wird nach Riddle Manor
kommen und dort wahrscheinlich ein paar Tage bleiben, bis die
Prüfungen vorbei sind", stimmte Tom zu. "Severus, geh doch
schon mal zum Ministerium und frag nach, wann sie Zeit hätten.
Wir anderen teilen uns derweil auf. Ich würde sagen, Blaise und
Pansy besorgen die Bücher, die Harry braucht. Lucius, du
kümmerst dich um solche Sachen wie Zaubertrankzutaten, Kessel
und so weiter. Wir anderen drei gehen jetzt erst mal zu Ollivander
und besorgen einen neuen Zauberstab, und danach gehen wir zu Madam
Malkins wegen Umhänge und Klamotten. Wir treffen uns dann hier
wieder in, sagen wir mal zwei bis drei Stunden. Okay?"
Alle
nickten.
"Ähm, Tom", meinte Harry nur
zögernd.
"Ja."
"Könnten wir dann noch in die
Nokturngasse, da gibt's nen tollen Buchladen über schwarze
Magie in den ich noch möchte", fragte er leise.
Tom sah ihn
einen Moment überrascht an, ehe er meinte. "Kein Problem,
allerdings können Pansy und Blaise die Bücher auch
besorgen. Dann sparen wir Zeit."
"Ja, aber das sind schon
ziemlich viele, die ich wieder haben möchte."
"Wie
viele?"
"50."
"Du hattest 50 Bücher über
schwarze Magie? Die meisten die sie praktizieren besitzen nur um die
15."
"Schlimm?"
"Nein, im Gegenteil. Ich freue mich,
das dich das Thema interessiert. Aber du kannst ja erst mal in meine
Bibliothek gehen, vielleicht findest du sie da wieder ich habe
nämlich über das Thema so um die 5000 Bücher, weil ich
noch einige von der Zeit der Gründer von Hogwarts hab."
"Wie
groß ist deine Bibliothek?"
"So ein, zwei Millionen
Bücher über so ziemlich alle Themen die es gibt. Ich glaube
da steht sogar noch ‚Faust' irgendwo rum."
"Du hast
Goethe's Faust?"
"Ja, sogar die Originalversion. Sind nur
Erstausgaben dort."
"Wow. Und ich darf das wirklich
lesen?"
"Klar, bis jetzt lesen sowieso nur ich, Lucius oder
Severus in den Büchern. Die verstauben teilweise schon",
lachte Tom.
"Hast du die alle gelesen?"
"Nein, nur einen
kleinen Teil, je nach dem, welche Themen mich gerade interessiert
haben. Kannst dir ja ein paar der Bücher nach Hogwarts
mitnehmen."
"Echt?"
"Ja klar, wenn...", Severus
unterbrach ihn. "Wenn ihr hier noch weiter redet, stehen wir heute
Abend noch hier. Ich gehe jetzt zum Ministerium, und ihr solltet euch
auch auf den Weg machen."
"Oh, stimmt. Wir können ja
unterwegs weiter reden", damit setzte Tom sich in Bewegung Richtung
Ollivanders. Blaise und Pansy machten sich Richtung Florish &
Blotts auf, und Lucius ging erst mal zur Apotheke, da er sowieso
einen Teil von Severus Vorräte aufstocken musste. Da konnte er
die Sachen von Harry auch gleich mitnehmen.
Somit trennten sie
sich, und nach ein paar Minuten verfielen Harry und Tom in eine
Diskussion über die Begriffe ‚schwarze' und ‚weiße'
Magie, wobei Draco einfach nur nebenher lief und interessiert
zuhörte.
"Eigentlich ist die Aufteilung in schwarz und weiß
vollkommen sinnlos. Es liegt in der menschlichen Natur, beides in
sich zu haben und nur weil man nach Werten, die von Menschen
entwickelt wurden, handelt, heißt das nicht, das es richtig
oder im Gegenfall falsch ist", meinte Harry.
"Das würde
dann aber bedeuten, das es für dich weder gut noch böse
gibt."
"Gut und Böse ist wieder Definitionssache. Früher
haben die Stammesführer entschieden, was gut und was böse
ist, je nach dem, wie sie es empfunden haben. Es waren immer
Menschen, die nach ihrer Meinung, oder aber der weitläufigen
Meinung, diese Werte definiert haben."
"Aber es wurde zum
Wohle der Allgemeinheit definiert."
"Ja, aber überleg
mal. Die ‚Weißmagier' bekämpfen, töten und
bestrafen die ‚Schwarzmagier' unter dem Deckmantel des Wohles der
Gemeinschaft, aber im Großen und Ganzen tun sie nichts anderes
als die ‚Schwarzmagier'. Das würde wiederum bedeuten, dass
so etwas wie Mord gut ist, so lange ein ‚Weißmagier' einen
‚Schwarzmagier' tötet um andere zu schützen, aber wenn
ein ‚Schwarzmagier' einen ‚Weißmagier' oder einen
anderen Menschen, vor dem er sich oder seine Familie oder Ziele
bedroht sieht, tötet, als schlecht. Die Tat bleibt die Gleiche,
ebenso wie das Ergebnis. Es wird immer Menschen geben, die um den
Getöteten trauern. Egal auf welcher Seite sie stehen."
"Ja,
aber es gibt eben diese Differenzierung, und das kann man nicht
ändern."
"Ich weiß, aber dieser ganze Krieg ist
eigentlich von der weißen Seite ausgegangen, weil sie zu
engstirnig sind. Würden sie die Ansichten und Fähigkeiten
der schwarzen Seite akzeptieren, würde es keinen Krieg geben,
oder?"
"Stimmt. Ich habe vor fünfzig Jahren den Antrag
gestellt, dass schwarze Magie legalisiert und gelehrt wird. Denn
eigentlich ist es nur ein anderer Weg, dieselben Ziele zu
erreichen."
"Hast du so einen Antrag noch mal gestellt?"
"Ja,
letztes Jahr. Er wurde wieder abgelehnt, weil Dumbledore nicht mitzog
und der Minister ihm vertraut."
"Du meinst wohl, weil
Dumbledore in so weit manipuliert hat, das er keine eigene Meinung
außer der des Direktors mehr hat", meinte Harry
sarkastisch.
"So kann man's auch bezeichnen."
"Aber
weißt du was das Schlimmste an der Sache ist. Sie behaupten im
Sinne der Allgemeinheit zu handeln, würden sie das tun, hätten
sie dem Antrag zugestimmt. Aber die Bevölkerung wurde nicht mal
davon in Kenntnis gesetzt. Es wurde nicht beschlossen, was für
alle am Besten ist, schwarze wie weiße Seite, sondern nur so,
wie ein Mensch es wollte. Die anderen wurden nicht mal gefragt."
"Ich
habe meine Leute gefragt und sie waren dafür. Aber die restliche
Zauberergemeinschaft steht geschlossen hinter Dumbledore."
"Aber
nur weil Harry Potter auf seiner Seite steht. Es gab letztes Jahr im
Januar in Hogwarts dieses Gerücht, Harry Potter würde den
Zielen und Werten von Albus Dumbledore misstrauen. Das ganze hielt
sich einen Monat, und in der Zeit waren die Slytherins so beliebt wie
nie zuvor. Viele haben sich einfach mal mit ihnen unterhalten, was
sie sonst nie getan hätten."
"Stimmt. Das war das erste
Mal, das wir von den Mitgliedern der andern Häuser nicht
geschnitten oder schief angekuckt wurden", warf Draco ein.
"Wie
kam dieses Gerücht denn auf?" fragte Tom.
"Nun, Draco und
ich haben uns in den Weihnachtsferien ein kleines Wortduell in der
Großen Halle geliefert, in welchem wir uns mit Vornamen
ansprachen. Dadurch entwickelte ein Hufflepuff Viertklässler
dann dieses Gerücht. Ron und Hermine haben die ganze Woche auf
mich eingeredet, was mir einfiele, Draco zu duzen."
"Warum
hast du eigentlich damit angefangen", wollte Draco wissen.
"Na
ja, Malfoy klingt so abwertend. Als wärst du ein Mensch der
weniger wert und Daseinsberechtigung besitzt als der, der es
ausspricht. Mister Malfoy ist die Höflichkeitsform und zeugt von
Respekt. Da ich der Meinung bin, das jeder Mensch von Grund auf
wertvoll und existenzberechtigt ist, und einen gewissen Respekt
verdient, hab ich mich für Draco entschieden, weil man damit
eine bestimmte Person bezeichnet. Wenn ich Mister Malfoy sage, könnte
ich genauso gut deinen Vater oder Großvater meinen, was
sinngemäß nicht richtig ist."
"Du denkst ja
ziemlich viel nach", meinte Draco nur.
"Er denkt den ganzen
Tag nach", antwortete Tom.
"Woher willst du das
wissen?"
"Durch die Narbe haben wir eine geistige Verbindung
zueinander, dadurch habe ich's mitbekommen."
"Ihr habt eine
geistige Verbindung?"
"Ja, sie besteht aber nur bei starken
Gefühlen und Gedanken richtig. Wir merken zwar, wenn einer von
uns beiden unruhig wird oder nachdenkt, aber nur am Rande. Wir können
nicht den Grund für die Beunruhigung oder aber die Art der
Gedanken feststellen. Nur sehr starke Gefühlwellen dringen zum
anderen durch", meinte Tom.
"Ach so, aber ihr könntet ja
versuchen darauf aufzubauen. Die Verbindung lässt sich bestimmt
auch auf geistige Gespräche erweitern."
"Wenn Luzifer das
will gerne", lächelte Tom den Jüngsten an.
"Aber...dann
schmerzt meine Narbe immer und das möchte ich nicht."
"Sie
hat jetzt die ganze Zeit nicht weh getan, richtig?"
Harry
nickte.
"Weißt du warum?"
Ein Kopfschütteln war
die Antwort. Er hatte sich deswegen zwar schon Gedanken gemacht, war
aber nicht auf eine Antwort gekommen.
"Auf die geistige
Verbindung war ein Bann gelegt worden. Wir haben ihn
gebrochen."
"Damit wären wir wieder beim klassischen
schwarz-weiß Denken. Ein Weißmagier hat einem
Unschuldigen Schmerzen zugefügt, um ihm Angst und Vorsicht
gegenüber einem Schwarzmagier einzubläuen und sicher zu
stellen, dass er auf der ‚weißen' Seite steht und keinen
Kontakt mit Schwarzmagiern aufbauen kann. Das ist natürlich
vollkommen in Ordnung. Aber wenn ein Schwarzmagier dasselbe getan
hätte, wäre er dafür bestraft worden."
"Das
heißt, du stehst auf keiner Seite, oder?"
"Das heißt,
ich weigere mich auf die selbe Art zu denken wie alle Anderen. Ich
interessiere mich für schwarze Magie, aber deshalb bin ich nicht
gleich ein kaltblütiger, kompromissloser Serienkiller, der ohne
Sinn und Verstand Leute abmetzelt, nur weil es mir Spaß macht.
Aber so wird es gesehen."
"Und wie definierst du deine
Zugehörigkeit?"
"Ich gehöre zu der Gruppe, die mich
so akzeptiert und sein lässt, wie ich bin."
"Also gehörst
du jetzt zur ‚dunklen' Seite?"
"Wenn ihr mich haben wollt,
ja. Aber ich werde bei keinen Raubzügen mitmachen, bei denen
Unschuldige leiden."
"Wir greifen keine Unschuldigen mehr
an."
"Und was war in meinem 5. Jahr im Ministerium?"
"Hättest
du die Prophezeiung abgegeben, hätten sie nicht angegriffen,
sondern wären sofort wieder verschwunden."
"Echt
jetzt?"
"Natürlich. Ich wollte nur wissen, was die
Prophezeiung besagt."
"Sie besagt, das dadurch, das du mir die
Narbe verpasst hast, ich der einzige bin, der dich töten könnte
und umgekehrt, obwohl ich bezweifle, dass ich gegen eines von Severus
Giften jetzt auf wundersame Weise immun bin."
"Stimmt.
Ziemlich unwahrscheinlich."
"Womit die gesamte Prophezeiung
hirnrissig wäre, sonst hätte mich der Basilisk im zweiten
und der Drache im vierten Jahr nicht zerfleischen können. Ganz
zu schweigen von den Dementoren."
"Oder deinen
Verwandten."
"Ja. Aber sag mal, warum hast du meine Eltern
angegriffen? Etwa nur meinetwegen?"
"Jein. Das ist etwas
schwer zu erklären."
"Dann erklär es mir später,
wird sind nämlich bei Ollivanders", meinte Harry und öffnete
die Tür des Zauberstabladens.
"Guten Tag. Mister Riddle,
Mister Malfoy,...", als er mit seiner Begrüßung bei
Harry ankam, bekam er große Augen. "...erstaunlich. Sie sehen
ihrer Tante Jessmina wirklich sehr ähnlich, Mister
Potter."
"Mein Vater hat eine Schwester?"
"Und einen
Bruder", meinte Tom.
"Und warum weiß ich davon
nichts?"
"Sie wurden von der Familie verstoßen und haben
sich den Todessern angeschlossen."
"Warum wurden sie
verstoßen?"
"Weil sie sich ineinander verliebt
haben."
"So ein Schwachsinn. Man kann sich doch nicht
aussuchen in wen man sich verliebt. Das entscheidet immer noch das
Herz und das kann, beziehungsweise sollte, niemand beeinflussen
wollen."
"Möchtest du sie kennen lernen?"
"Ja.
Wenn sie das auch möchten."
Tom nickte, leicht traurig
lächelnd. Dann wandte er sie wieder an Ollivander.
"Jessmina
hat vor etwas mehr als siebzehn Jahren einen Zauberstab hier in
Auftrag gegeben. Haben sie den noch hier?"
"Natürlich.
Das Holz vom Baum des Lebens, Veelahaar, Vampirblut,
Basiliskenschuppen und eine Phenaloixfeder. Sie hat ihn nie
abgeholt."
"Er war für ihren Sohn gedacht. Sie meinte wir
sollen ihn abholen."
"Ich hab einen Cousin väterlicherseits?!"
fragte Harry.
Tom sah ihn nur undefinierbar an und meinte dann:
"Später, okay."
"Okay. Aber wenn wir zu Hause sind will
ich's wissen."
Tom nickte.
"Hier Mister Riddle. Der
wahrscheinlich mächtigste Zauberstab, der je hergestellt wurde",
meinte Ollivander plötzlich und hielt Tom eine kleine, längliche
Schachtel entgegen. "Er wurde schon bezahlt."
Tom nickte dem
älteren Herren zu, nahm die Schachtel entgegen und reichte sie
an Harry weiter.
"Jessmina meinte, du sollst ihn
bekommen."
"Ich!! Aber warum?"
"Nimm ihn einfach. Du
brauchst doch sowieso einen Neuen."
Langsam öffnete Harry
die Schachtel und entnahm ihr vorsichtig den Zauberstab. Ein warmes
Gefühl durchströmte seinen Körper, als er das kühle
Holz berührte. Es war, als würde der Zauberstab leben und
ihm Liebe, Wärme und Geborgenheit schenken. Harrys Augen wurden
für einen Augenblick vollkommen golden. Sogar die Pupillen waren
mit einem goldenen Schleier verdeckt.
"Wow", hauchte
Harry.
"Siehst du, er gehört zu dir."
Harry lächelte
nur leicht.
"Gehen wir weiter?" fragte Draco dazwischen. Tom
und Harry nickten synchron. Nach einem dreimaligen "auf Wieder
sehen", verließen sie gemeinsam den Laden und machten sich
stumm auf den Weg zu Madame Malkins. Harrys Phenaliox saß ruhig
auf der rechten Schulter des Schwarzhaarigen.
"Hast du schon
einen Namen für den Kleinen", durchbrach Draco die Stille
zwischen ihnen.
"Üleus", meinte Harry und sah zu dem
Vogel auf seiner Schulter. Dieser legte den Kopf schief und fiepte
zustimmend.
"Du weißt schon, dass das das veelanische Wort
für ‚Vertrauter' ist, oder?"
"Echt? Wusste ich gar
nicht."
"Warum nennst du ihn dann so?"
"Ist mir so in
den Sinn gekommen."
"Aha", meinte Draco. Danach herrschte
wieder Schweigen, bis sie zu Madame Malkins
kamen.
Kleine Umfrage:
1. Soll ich Tom als Lehrer nach Hogwarts schicken?
2. Soll Harry sich als Luzifer wieder mit ein paar Gryffindors anfreunden, wenn ja, mit wem? (Außer Ron, den mag ich nicht.)
3.Wer außer den Slytherins soll Tom beitreten?
4. Welche Vorschläge habt ihr für Nebenpairings?
Bitte
sendet Eure Antworten per Kommi oder Mail an mich.
Schon mal Danke
im Vorraus.
