Disclaimer:Alles nicht meins
Autor:Eve8
Originaltitel:Small Favors – Small Talk
Übersetzer:Linguna
A/N: Danke an Ursu.
Small Favors
Kapitel 3:Small Talk
"Hey, Jan, hast Du eine …", begann Sam hoffnungsvoll als sie ihren Kopf in die Krankenstation steckte.
„Du kommst jetzt sofort hier rein und beantwortest mir ein paar Fragen, junge Frau!", sagte ihre Freundin mit einer übertrieben ernsten Stimme.
Sam lachte und betrat die Krankenstation.
„Dein Büro?"
„Jup. Gutes Timing. Ich war gerade mit den Untersuchungen von SG 10 – 15 fertig und ich wollte Dich schon verfolgen lassen. Komm rein."
„Was hast Du schon gehört?"
„Nun gut, lass mal sehen … die allgemeine Ansicht scheint zu sein, dass Thor Dich und den Colonel zusammen im Bett erwischt hat und euch beide in den Gateroom gebeamt hat um diesen Zwischenfall mit General Hammond zu diskutieren und ihr wart beide praktisch nackt. Das Nächste, was ich hörte war, dass Colonel O'Neill Dich durch die Gänge in den Umkleideraum gejagt hat – in Boxer – Shorts. Deine Unterhose ist heute leuchtend blau – offensichtlich, und alle von SG1 sind in Hammonds Büro berufen worden, um den „Vorfall" zu besprechen, und der Präsident ist auf dem Weg hierher.
„Wow. Gut, mal abgesehen von ein paar Details, ist das tatsächlich … nicht so weit von der Wahrheit entfernt.", gab Sam zu.
„Du machst Witze! Wieso sollte es Thor kümmern, ob Du mit dem Colonel ins Bett gehst, und noch wichtiger …"
„Janet, ich war NICHT mit dem Colonel im Bett!", unterbrach sie Sam. Sie war sich sicher, dass ihr Gesicht feuerrot war.
„Oh!"
„Du dachtest wirklich, dass wäre möglich?" Sam konnte nicht anders, als geschockt fragen.
„Ach komm schon, Sam. Es ist nicht völlig im Reich der Phantasie…"
„Janet, selbst WENN ich, … ich meine wir … die Regeln sind eindeutig …"
„Ja, ja, ja. Du fängst an Dich wie eine zerkratzte Schallplatte anzuhören, wenn wir über dieses Thema sprechen, Sam. Könntest Du mir einfach nur erzählen, was wirklich heute passiert ist?"
„Ähm. Ja, naja, Thor beamte uns beide auf sein Schiff, jeden aus seinem EIGENEM Bett, also hatten wir nur unsere Schlafanzüge an. Meiner war nur sehr … bot keinen angemessenen … Sichtschutz. Also gab mir Colonel O'Neill, während wir auf Thors Schiff waren, sein T-Shirt. Dann beamte Thor uns in den Gateroom, damit er mit dem General reden konnte. Der Rest stimmt so ziemlich."
„Ah. Und was wollte Thor?", fragte Janet. Sie war sichtlich über die weniger pikante Version der Ereignisse enttäuscht.
„Gut. Ich werde Dir jetzt Insiderinformation geben, Dr. Fraiser, und wenn Du es irgendjemanden erzählst, werde ich persönlich dafür sorge, dass Du, das nächste Mal, wenn Daniel und der Colonel zur gleichen Zeit auf der Krankenstation landen, die gesamte Zeit mit ihnen hier verbringst. ALLEIN!"
„Ohh. Das muss gut sein, wenn es eine Drohung diesen Ausmaßes wert ist. Raus damit!"
„Nun ja, Thor will unsere Hilfe."
„Schon wieder?"
„Ja, aber er will … speziell meine Hilfe, und die des Colonels. Bei ihrem Problem mit dem Klonen." Sam redete um den heißen Brei.
„Was meinst Du?"
„Er scheint zu denken, dass der Colonel und ich … na ja … er benutzte die Wörter „reproduzieren" und „fortpflanzen" oft."
Janet starrte sie einen Moment lang fassungslos an.
„Du verarschst mich!"
„Das war auch das, was Daniel dachte."
„Oh Gott."
„Ja."
Im Interesse ihrer Freundschaft versuchte Janet tapfer ihre Belustigung über Sams Verlegenheit zu verbergen.
„Er ist also jetzt im Moment in General Hammonds Büro und versucht ihn … zu überzeugen?"
„Und sie warten auf den Präsidenten.", Sam ließ sich missmutig in ihren Sessel zurückfallen.
Sam hatte plötzlich Cassies Körpersprache angenommen, wenn sie ihr Zimmer nicht aufräumen wollte. Das, zusammen mit dem Gedanken, dass der Oberkommandierender der Asgardflotte in General Hammonds Büro saß und auf den Präsidenten wartete, damit sie die Möglichkeit diskutieren konnten, dass Sam endlich ein Sexleben bekam… es hörte sich wie ein schlechter Witz an. Janet konnte nicht mehr. Sie bekam einen Lachanfall und konnte für fast fünf Minuten nicht damit aufhören, obwohl Sam immer mürrischer wurde, je mehr sie lachte.
„Es freut mich, dass mein Leben Dich so amüsiert, Dr. Faiser.", sagte Sam schließlich und sah ihre Freundin böse an.
Janet erlangte endlich wieder die Kontrolle über sich selbst.
„So … sie werden Dir nicht wirklich befehlen können …"
„Nein, natürlich nicht. General Hammond hat keine Zweifel offen gelassen, dass wie auch immer entschieden wird, uns niemand zu etwas zwingt."
„Was sagt Colonel O'Neill zu dem Ganzen?"
Sam starrte ihre Hände an und murmelte: „Er erwähnte das Wort „lächerlich" einige Male, schrie jeden an und stürmte aus dem Zimmer."
Janet sah ihre Freundin genau an.
„Ich bin mir sicher er hat das nicht persönlich gemeint, Sam. Ihm ist die ganze Sache wahrscheinlich genauso unangenehm wie Dir."
„Ihm ist es offensichtlich unangenehm, okay. Können wir jetzt über was anderes reden?"
„Sicher. Gehen wir frühstücken?"
„Hört sich gut an, ich bin soweit für Kaffee zu töten.
Janet sah alarmiert zu ihr auf.
„Ach du meine Güte. Du musstest das alles ohne Kaffee durchstehen?"
„Du gehst.", flüsterte Daniel nervös.
„DanielJackson. Wir haben die letzten 20 Minuten damit verbracht nach O'Neill zu suchen, weil Du mit ihm sprechen wolltest. Wir haben ihn gefunden. Sprich mit ihm.", sagte Teal'c.
Beide betrachteten ihren Freund vor dem Eingangdes Fitnessraumes aus. Er attackierte einen Sandsack als gäbe es kein Morgen mehr und war schon richtig durchgeschwitzt.
„Wenn er so drauf ist, werde ich NICHT zu ihm hin gehen. Du gehst."
„Wir werden beide gehen.", sagte Teal'c bestimmt und schob seinen Freund unsanft vor sich her.
Als sie Jack erreichten, gab er schließlich nach.
„Du kannst Dich hinter mich stellen, wenn Du es für nötig hälst."
„Eminen? Wirklich?" Hammond lehnte sich in seinem Stuhl zurück.
Thor antwortete nicht verbal, sondern schloss seine Augen leicht. Hammond fragte sich, warum all die verschiedenen Außerirdischen, die ihnen über den Weg liefen, so sehr auf kleine, kaum wahrnehmbare Gesichtsausdrücke als Hauptform ihrer Kommunikation zurückgriffen.
„Es wäre mir eine Freude, die Reisezeit eures Präsidenten zu verkürzen.", bot Thor nach einigen Minuten unangenehmer Stille an.
„Danke, Thor. Ich denke nicht, dass sein Secret Service das verkraften würden … außerdem ist das kein ausdrücklicher Notfall oder so was. Ich nehme an, er hält sich lieber an das Protokoll. Es wäre mehr als schwierig so was vor all den Leuten geheim zu halten, die zwar Zugang zum Präsidenten haben, aber nichts über das Stargate Programm wissen."
„Ich verstehe."
„Jack, Ich …"
„Ich will es jetzt wirklich nicht hören, Daniel." Jack wandte sich nicht von seinem Sandsack ab.
„Okay, gut. Ich hab's versucht. Teal'c, Du bist dran.", sagte Daniel schnell und versuchte Teal'c zu Jack hinüberzuschieben. Teal'c rührte sich natürlich nicht vom Fleck.
„Hast Du schon gefrühstückt, O'Neill?", fragte Teal'c.
„Nein."
„DanielJackson und ich waren im Begriff essen zu gehen. Willst Du uns begleiten?"
„Solange er nicht versucht mich zum Reden zu bringen.", stimmte Jack zu und sah Daniel drohend an.
Daniel versteckte sich ein bisschen mehr hinter Teal'c und nickte.
„Alle sehen mich an.", murmelte Sam, als sie sich ein Tablett in der Kantine nahm und sich hinter Janet anstellte.
„Du bist paranoid.", erwiderte Janet leise, während sie sich sorgfältig eine Schüssel mit gemischten Obst aussuchte.
Sie hörte, wie die Türen geöffnet wurden und drehte sich aus Gewohnheit um. Schnell wandte sie sich wieder Sam zu und hoffte sie habe sie nicht gesehen. Sie hatte. Die Jungs des SG1 würden mit ihnen frühstücken.
„Gut. Das wird ein Spaß.", nuschelte Janet und ging zu ihrem üblichen Tisch hin.
Daniel und Teal'c tauschten einen vielsagenden Blick aus und folgten Jack zur Schlange an der Essenausgabe. Gut, das war ganz sicher merkwürdig. Jack und Sam nickten eine unbehagte Begrüßung und konzentrierten sich wieder darauf ihre Tabletts zu beladen, als ginge es um Leben und Tod.
Zugegeben, so wahrscheinlich es auch sein mochte, die Eier sahen ganz auf jeden Fall verdächtig aus. Und die Weizencreme hatte definitiv das Potential einen Mann Teal'cs Größe zu erledigen. Aber trotzdem. Jack und Sam versuchten eindeutig, einander aus dem Weg zu gehen, während sie versuchten nicht auszusehen, als würden sie sich aus dem Weg gehen.
Niemand wusste, was er tun sollte. Wenn sie sich nicht alle an einen Tisch setzten, würden die Leute noch mehr lästern, als sie es bereits schon taten. Aber Jack und Sam waren wegen der seltsamen Ereignisse dieses Tages schon eindeutig so weit über Verlegenheit hinaus, dass es dafür schon kein vernünftiges Wort mehr dafür gab.
Die Fünf setzten sich wie gewöhnlich zusammen. Jack sah einfach nur wütend aus. Sam begutachtete ihre Schüssel mit Cornflakes mit der Faszination, die normalerweise für Alientechnologie bestimmt war.
Daniel und Janet führten eine oberflächlicheUnterhaltung, um die Anspannung zu überbrücken. Gerade eben, als es anfing zu funktionieren, griffen Sam und Jack beide gleichzeitig nach dem Zucker. Ihre Hände stießen zusammen. Jack fluchte, während Sam von ihrem Stuhl aufsprang und ihren Kaffee über ihr Tablett und ihre Hand kippte.
Jack fing an Servietten in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit aus dem Spender zu ziehen und gab sie ihr immer und immer wieder, bis sie schließlich, „Danke das REICHT", schrie.
Er hörte auf und sah sie überrascht an.
„Sir.", fügte sie entschuldigend hinzu.
„Sam, lass mich das mal ansehen.", sagte Janet schnell und versuchte einen Blick auf ihre verbrannte Hand zu erhaschen.
„Bist du okay?", fragte Daniel.
„Mir geht es bestens.", schnappte Sam, wischte sich ihre Hand ab und stand auf um sich eine frische Tasse Kaffee zu holen.
Daniel starrte zu Jack. Er rollte mit den Augen und stand auf, nahm ihr ruiniertes Tablett und trug es zu den Spülen. Er stellte es ab und wollte ihr ein frisches holen, aber das tat bereits Teal'c.
Er ging zurück zum „Tisch der Peinlichkeit" und ließ sich in seinen Stuhl fallen. Dem Drang widerstehend sich auf seine Hände zu setzen, steckte er die eine in seine Tasche, die andere klammerte sich fest um seine eigene Kaffeetasse.
Als er Daniel zuhörte, der sich immerzu über eine Dokumentation ausließ, die er schon die ganze Woche über aufnahm, fühlte sich Jack beobachtet. Von vielen Leuten. Er sah sich um, und jeder tat auf einmal sehr beschäftigt.
„Ihr könnt mich alle mal.", sagte er plötzlich und stand auf.
„'Tschuldigung!", murmelte er in Sams Richtung bevor er aus der Kantine rannte.
Daniel sah Jack nach, unsicher, was er tun sollte. General Hammond hatte ihnen gesagt, sie sollen auf ihn aufpassen. Aber auch Sam war seine Freundin.
„Ich werde gehen, DanielJackson.", bot sich Teal'c an.
„Sicher?"
„In der Tat. Wenn O'Neill in dieser Stimmung ist, wenn ich ihm Gesellschaft leisten. Ich weiß, wie man schweigt. Wir sehen uns später." Er verbeugte sich leicht vor Janet und Sam und ging.
„So, Sam …", fing Daniel an.
„Daniel …", warnte ihn Sam. Sie hörte sich mehr nach O'Neill an, als sie es eigentlich wollte.
„Gut. So Janet, wie geht's Cassie?", fragte er mit einem einnehmenden Lächeln.
Der Präsident starrte Thor an, dann sah er langsam zu General Hammond, dann langsam zurück zu Thor.
„Sie wollen, dass sie was!"
TBC
A/N: Das versprochene Take-out … ich werde euch nicht ALLE meine Fehler antun, nur den amüstantesten.
… , Thor. Ich denke nicht, dass sein Sekret Service das verkraften würden … , sagte General Hammond und brach in Schweiß aus g.
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