Disclaimer:Alles nicht meins.

Autor: Eve8

Originaltitel: Small Favors – Big Changes

Übersetzer: Linguna

A/N : Wie immer, Danke an Ursu.

Sorry, dass es so lange gedauert hat. Hab ich schon erwähnt, dass ich so ein klein wenig im östlichen Bayern sprich Franken lebe … wollt ihr wissen, welche Farbe ich diesen Winter nicht mehr sehen kann?

Vorab: Es kommen englische Namen vor, die ich nicht übersetzen konnte, besser gesagt wollte, weil der Wortwitz dann weg gewesen wäre und weil die Namen der sieben Zwerge auf Deutsch einfach nicht so viel hergegeben hätten, also:

Happy: glücklich

Sleepy: schläfrig oder auch müde

Dopey: bekloppt

Bashful: schüchtern

Grumpy: mürrisch

So und jetzt geht noch mal alle auf's Klo und dann reiten wir los. Nein, also ja ... holt euch noch ne Tasse Kaffee oder Tee oder was auch immer, unformatiert als Word hat der Spaß knapp 18 Seiten.

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Kapitel 14 Große Veränderungen

Am nächsten Morgen wurde Sam von hellen Sonnenstrahlen, die in ihr Zimmer fielen, geweckt. Sie sah auf die Uhr und stöhnte. Es war schon fast Mittagszeit. Aber andererseits, als sie das letzte Mal, an das sie sich erinnerte, auf die Uhr gesehen hatte, bevor sie eingeschlafen ist, war es kurz vor fünf Uhr morgens.

Sie war sich immer noch nicht sicher, ob der letzte Tag real gewesen war. Es war so bizarr gewesen … sie hatte den ganzen Tag gedacht, Jack wäre wegen irgendwas auf sie sauer, nur damit er sie, nachdem sie schlafen gegangen war, aufweckte und ihr erzählte, dass es Charlies' Geburtstag war.

Nachdem sie darüber geredet hatten, waren sie noch lange zusammen gesessen und hatten nichts geredet. Und sie haben zusammen geschlafen und es war kein bisschen seltsam gewesen. Sie hatte ihn nicht schüchtern fragen müssen, zu bleiben und er hatte nicht behauptet gehen zu wollen. Als sie schließlich nicht mehr länger mit ihm wach bleiben konnte, war sie einfach auf die Matratze hinunter gerutscht und er ist ihr gefolgt. Er lag auf seinem Rücken und hat sie in die Arme genommen, und sie hatte sich an ihn gekuschelt und ihn so gut es ging umarmt. Sie wollte wach bleiben, um sicher zu gehen, dass mit ihm immer noch alles in Ordnung war, aber sie ist fast sofort eingeschlafen.

Einige Zeit später ist sie einmal aufgewacht und hörte, wie er friedlich schlief und schlief selbst sofort wieder ein.

Obwohl sie alleine war, wusste sie, dass sie das nicht alles nur geträumt hatte, da sie ihn immer noch an ihrem Kissen riechen konnte Neugierig, was Jack gerade tat und wie seine Stimmung heute sein würde, putzte sie sich schnell die Zähne und ging ihn suchen. Es war nicht schwer ihn zu finden. Es war immerhin eine kleine Hütte, und sie musste nur den Geräuschen von klappernden Töpfen und Pfannen, zugeschlagenen Schubladen und dem Gesang von der Küche her folgen.

Das letzte Mal, als man Jack O'Neill singend ertappt hatte, war er unter Urgos Einfluss. Dieses Mal hatte er keine Entschuldigung. Und es gab auch keine Entschuldigung für das Lied. Sie zog eine Grimasse, als er sogar noch lauter wurde.

„Hey ja, hey ja, sie nahmen ihre Waffe, ihre Waffe ihre Waffe, hey ja beide nahmen ihre Waffe und erschossen die Goa'uld …"

Sie musste laut lachen, als sie die Küche betrat. Er stand am Herd mit dem Rücken zu ihr, immer noch im Schlafanzug, aber aus irgendwelchen Gründen nur eine Socke an und sang sich die Seele aus dem Leib. Entweder hatte er auch irgendeine Art von spastischen Anfall oder tanzte wie ein Volltrottel. Es war schwer zu sagen, was es war. Als er sie lachen hörte, drehte er sich schnell zu ihr um. Er hielt eine große zweizackige Plastikgabel in der Hand, von der jetzt gelbes, zerlaufenes Schmalz auf den Fußboden tropfte.

„Der sprichwörtliche Maikäfer wenn's blitzt. Wo ist Daniel mit seiner Videokamera, wenn man ihn braucht?", sagte Sam immer noch lachend.

„Ich hab ähm …"

„Gesungen. Glaube ich. Es tut mir Leid, dass ich Dich unterbrochen habe, bitte, mach mit Deiner Aufführung weiter … wenn wir schon darüber reden, ich dachte, Du hasst ‚Chicago'. Hast Du nicht Teal'c erzählt, dass es eine Schande für den Namen Deiner Heimatstadt wäre, als der Film anlief?"

„Ich wusste, das war der Grund, warum Du ihn gestern ausgesucht hast."

„Hey, zu der Zeit dachte ich, dass Du das verdient hättest.", sagte sie verteidigend und goss sich eine Tasse Kaffee ein.

„Ich hatte es mir verdient.", entgegnete ihr Jack.

„Vielleicht. Du tropfst Ei auf den ganzen Fußboden.", bemerkte Sam. Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder der Pfanne auf dem Herd zu, ließ ein Geschirrtuch auf den Boden fallen und fing an das Ei mit dem Fuß aufzuwischen."

„Ist Rührei okay?", fragte er über seine Schulter hinweg. „Für was anderes wäre es jetzt sowieso zu spät."

„Hört sich gut an. Kann ich Dir irgendwie helfen?"

„Ja, bleib ganz, ganz weit weg vom Herd."

„Sehr lustig. Zwar nicht so lustig, wie Dein Musicaldebut, aber …"

„Sam. Mag sein, dass Du der cleverste Mensch auf der ganzen Welt bist, aber ich warne Dich. Wenn Du Irgendjemanden auch nur ein Sterbenswörtchen von dem erzählst, was Du heute gesehen hast, dann sehe ich mich gezwungen, Dich umzubringen.". Drohte er und deutete er mit der Plastikgabel auf sie.

Sie lachte und sagte: „Zur Kenntnis genommen. Aber ich bin mir sicher, dass Thor Dich auch gesehen hat …"

„Verdammt!", rief er.

Sie schüttelte lächelnd mit dem Kopf und sagte: „Also … wieso hast Du nur eine Socke an, oder will ich das überhaupt wissen?"

„Ich habe Wasser verschüttet, als ich den Kaffee gemacht habe und habe es mit meiner Socke aufgewischt. Er war also nass und ich habe ihn ausgezogen. Kannst Du bitte den Käse aus dem Kühlschrank holen?"

„Käse?"

„Ja. Um ihn zu reiben und in die Eier zu tun. Ist wirklich gut."

„Oh, ja." Sie nahm irgendeinen Käse heraus und gab ihm den Käse. Er nahm ihn aber nicht.

Er starrte den Käse and und sagte: „Streichkäse? Ich glaube nicht, dass der mit den Eiern gut schmecken würde. Nimm den Cheddar."

Sie verdrehte die Augen, legte den Käse zurück und versuchte den Cheddar zu finden.

„Er ist orange-gelblich, ohne Löcher …", rief er neckend.

„Sehr lustig.", sagte sie und fand ihn schließlich in einem Fach hinter einem Haufen anderer Sachen. „Er war versteckt.", erklärte sie und legte ihn trotzig auf die Arbeitsfläche neben ihn.

Das Frühstück machte Spaß. Das Essen war gut und Jack hatte eindeutig gute Laune. Sam nahm an, dass ein bisschen davon zu ihren Gunsten übertrieben war, um den gestrigen Tag wieder wett zu machen. Aber das war nicht wirklich wichtig.

Dennoch hatte sie das Gefühl, dass sie nach gestern, die Dinge zur Sprache bringen müsste, die ihr jetzt schon seit einiger Zeit im Kopf herumschwirrten. Gerstern war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hatte.

„Jack, ich denke, wir sollten … reden.", sagte sie schließlich, nachdem sie den Frühstückstisch abgeräumt hatten und wieder am Tisch saßen und noch mehr Kaffee tranken.

„Das ist sehr selten der Anfang einer guten Unterhaltung. Besonders, wenn man deinen Gesichtsausdruck in Betracht zieht, was ist los?"

„Ich denke nur … wir sind schon so lange hier. Ich denke, dass es Zeit wird Thor zu überzeugen, dass er uns wieder nach Hause lässt."

„Was lässt Dich denken, dass er uns jetzt zuhört. Was hat sich denn verändert?"

„Ich weiß es nicht, es ist nur … ich meine, sollte es ihm jetzt nicht ziemlich klar sein, dass nichts … zwischen uns passieren wird. Wir könnten genauso gut aufhören, unsere Zeit hier zu vergeuden und wieder zur Arbeit gehen."

So wie er sein Gesicht verzog, sagte sie das harscher, als sie es vorgehabt hatte. Aber er erholte sich schnell.

Jack wusste nicht, was er darauf sagen sollte. Er wusste, dass er gestern absolut schrecklich zu Sam gewesen war, aber sie hatte auf die ganze Sache so perfekt reagiert, dass er sich immer noch unglaublich schuldig dafür fühlte. Abgesehen von der Tatsache, dass sie schon völlig darüber hinweg war. Er war es immer noch nicht.

„Es ist wegen gestern?", fragte er leise.

„Nein.", sagte Sam schnell. „Naja, ich nehme an … irgendwie schon, vielleicht."

„Es tut mir wirklich Leid …"

„Da ist nichts, wofür Du Dich entschuldigen müsstest. Diese Situation ist nicht gut für Dich."

„Wie meinst Du das?"

„Ich denke … das mit Charlie … die Asgard verstehen das nicht … ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie davon überhaupt wissen … ich verstehe, dass Du nie mehr wieder Kinder haben möchtest. Es würde Dich ständig daran erinnern … es muss einen Weg geben Thor zu überzeugen, dass sie auf etwas warten, was nie passieren wird …"

„Was macht Dich so sicher, dass ich keine Kinder mehr haben will?" „Wa … ich meine …"

Jack beobachtete sie amüsiert. Er sah Sam Carter nur selten sprachlos, und sie schätzte selten eine Situation so falsch ein, wie sie es dieses Mal getan hatte, das heißt, wenn er ihren Gedankengang richtig nachvollzog.

„Ich nahm nur an … ich meine, mit dem was Du Thor und General Hammond erzählt hast …". Er konnte sprichwörtlich sehen, wann sich ihr Gehirn wieder einschaltete. „Ach, komm schon. Ich bin nicht verrückt. Du hast ihnen eiskalt ins Gesicht gesagt, dass Du völlig gegen diesen Plan bist. Wir haben uns nicht einmal darüber unterhalten, warum Thor uns hier monatelang eingesperrt hat, Du willst eindeutig keine …"

„Und Du willst welche?", unterbrach er sie.

Wow. Carter zweimal sprachlos in fünf Minuten. Neuer Rekord, dachte er stolz. Dann fühlte er sich leicht schuldig, weil er ihr so zusetzte und sagte: „Sam, hör zu … nur weil ich gegen diesen irrsinnigen Plan bin, heißt das nicht, dass ich nie mehr wieder Kinder haben möchte. Und nur für die Akten, solltest Du Dich erinnern, so habe ich Dich nicht mitbekommen, dass Du Dich freiwillig dazu gemeldet hast, eine Laborratte zu spielen."

„Ich weiß, aber … vergiss es."

„Nein, ich vergesse es nicht. Komm schon, Du hast es doch auf den Tisch gebracht. Wenn wir das jetzt nicht aus der Welt schaffen, dann kommt's später nochmal.", beharrte Jack.

„In Ordnung, was müssen wir ‚aus der Welt schaffen'?", schnell verlor sie ihre Geduld.

Jack nahm an, dass ihre Reaktion nachvollziehbar sei; nicht zuletzt war sie gestern unglaublich geduldig mit ihm gewesen. Es wäre jetzt nicht fair von ihm, sie auszuquetschen. Er musste jetzt eher derjenige sein, der redet, nicht der, der zuhört. Auch wenn das bedeutete, dass er was sagen würde, was ihre Gefühle noch weiter verletzten würde.

„Ich weiß es nicht. Ich dachte, Du würdest dich genauso ärgern über die, die uns in diese Situation gebracht haben, wie ich."

„Das tue ich auch.", beharrte Sam. „Aber ich dachte auch, dass Du keine Kinder haben möchtest. Ganz allgemein."

„Aber … Du weißt, dass ich Kinder mag."

„Große Kinder. Anderer Leute Kinder. Ich wusste nicht, dass Du eigene haben wolltest."

„Naja…"

„Wir können immer noch versuchen mit Thor zu reden.", sagte sie plötzlich. „Das ändert nichts an der ganzen Sache."

„Wovon redest Du?"

„Es ist nur … wir sind hier schon ewig. Wie lange wollen die uns noch hier behalten? Glaubst nicht auch, dass es Thor nicht langsam begriffen hat? Wenn etwas hätte passieren sollen, dann wäre es das …"

Willst Du, dass was passiert?", fragte er plötzlich.

Jetzt war sie an der Reihe blöd aus der Wäsche zu gucken.

„'tschuldigung. Das war nicht fair.", sagte er schnell. Er war sich nicht sicher, welche Antwort er hätte hören wollen. Die eine wäre sehr gefährlich gewesen, die andere wäre zwar auf der sicheren Seite, aber extrem verletzend.

Sam entschied die Richtung ihrer Unterhaltung schnell zu ändern.

„Jack … nachdem, was gestern passiert ist … ich bin überrascht, dass wir uns überhaupt darüber unterhalten. Mir ist es nie in den Sinn gekommen, dass Du überhaupt darüber nachdenkst nochmal … Kinder zu bekommen."

Er zuckte mit den Schultern, eine erbärmlich unpassende Antwort.

„So.", redete Sam weiter. „Wenn Du darüber also nachgedacht hast, dann kommt nur noch das Andere in Frage."

„Was ‚das Andere'?", fragte er verwirrt.

„Naja … nicht mit mir.", sagte sie lässig, so als wäre das keine große Sache. Ihre Augen straften aber Lügen und verrieten sie.

Jack starrte sie so lange an, dass sie sich extrem unwohl fühlte. Schließlich sagte er: „Ich denke, das ist der erste Schwachsinn, den ich je von Dir gehört habe."

„Ich …was?"

„Sam …", er schüttelte den Kopf. Das war zum Haare ausreißen. Das war genau der Grund, warum er die Leute hasste, oder auch kleine graue Aliens, die sich in ihr Leben einmischten. Die idiotischen Regeln zwingen sie auseinander, der idiotische Zay'tarc Detektor zwang sie, ihre Gefühle öffentlich einzugestehen. Gefühle, die sie überhaupt nicht hätten haben dürfen und jetzt der ganze Scheiß mit den Asgard. Er hasst sie alle. Das war so überhaupt nicht die Art und Weise, wie das am Ende hätte passieren sollen.

„Du weißt, was ich für Dich empfinde.", murmelte er. Ein Außenstehender hätte es vielleicht als etwas seltsam empfunden, dass er dem Boden seiner leeren Kaffeetasse so ein zögerliches Eingeständnis machte.

Für einen Moment war er still, sah dann aber zu ihr auf und verdrehte die Augen.

„Du bist ein durchgeknalltes Genie, Sam. Und wenn man nach Leuten gehen kann, die lieber nicht erwähnt werden wollen, namentlich Cassie, dann musst Du blind sein und in einer Höhle leben, um das nicht zu wissen."

„Ich weiß.", sagte sie leise und rutschte verlegen auf ihrem Stuhl hin und her. „Ich wusste, dass … ich meine das mit dem Zay'tarc Detektor und alles …, dass da eine gewisse … Chemie zwischen uns ist. Oder so was. Aber das bedeutet nicht …"

„Hey, ich mich verdammt nochmal eindeutiger verhalten … als Du!", langsam wurde Jack wirklich frustriert.

Für ihn war es eine Tatsache, dass, während er zwar versucht hatte ihr gegenüber professionell zu bleiben, er wesentlich mehr Andeutungen über seine Gefühle für sie gemacht hatte, als sie. Vielleicht war der Grund, warum sie sich so unsicher über seine Gefühle war, dass sie nicht das Gleiche empfand, oder zumindest nicht mehr, falls sie das wirklich jemals getan hatte. Der Gedanke war zu viel für ihn.

„EINDEUTIG? Wann warst Du jemals eindeutig?", forderte sie ihn heraus.

„Öfters als Du?", sagte er aufgebracht.

„Ja, schön, versuch doch mal hier zu sein, wenn Du weg bist.", schrie sie sofort zurück.

„Was? Das mach ja überhaupt keinen Sinn!"

„Du weißt was ich meine! Vielleicht war es für Dich nicht die ganze Zeit offensichtlich, aber als Du mit Maybourne auf diesen Planeten gestrandet bist, oder als Du weg warst … bei den Tok'ra … oder als Du bei den Riole festgesessen warst, oder als Du auf Edora warst, oder als Du mit Teal'c in der X-301 im All driftetest … es war für jeden anderen verdammt eindeutig!"

„Nun ja, … also gut. Also weißt Du es auch!" „Was genau soll ich wissen?"

„Wissen, was jeder andere weiß, selbst die Asgard. Verdammt Sam, warum glaubst Du, dass sie das hier überhaupt vorgeschlagen haben? Die hätten auch das Baby auch in einer künstlichen Gebärmutter oder einem Inkubator oder einer Leihmutter machen können, sie hätten das Zeug sogar zusammenmixen können und es dir wieder einpflanzen können, und sie hätten immer noch das bekommen, was sie wollten, aber selbst Thor weiß, dass es nie so mit uns sein könnte."

„Wie meinst Du denn, wie es mit uns ist?", wisperte sie. Nach dem Geschrei, musste er sich anstrengen sie überhaupt zu verstehen.

„Es muss alles oder nichts sein, Sam. Zumindest für mich." Ihre Augen wurden groß vor Überraschung, und er konnte es nicht glauben, dass jemand, der so klug ist, so dumm sein konnte. Es musste eine Entscheidung gewesen sein, die sie schon vor langer Zeit getroffen hatte, um sich selbst davor zu schützen, verletzt zu werden. Jack hatte das auch versucht, aber es hatte nicht funktioniert. Vielleicht war er nicht klug genug, um sich richtig dumm zu stellen.

Aber er war klug genug, sich selbst zu schützen und sie nicht anzusehen, während er weitersprach. Er sah wieder in seine Kaffeetasse und gab zu: „Es ist völlig falsch, was Du vorhin gesagt hast. Über Kinder. Ich konnte mir nicht vorstellen, irgendwann nochmal welche zu haben, nicht nachdem was mit Charlie passiert ist. Bis ich Dich traf."

Ihre Augen wurden noch größer. Hätte man ihr noch eine Brille aufgesetzt, hätte sie wie eine Eule ausgesehen. Bei dem Gedanken lächelte er und redete weiter. Wenn er schon damit begonnen hatte, dann konnte er es auch gleich vernünftig machen.

„Das gilt für vieles. Ich war … fertig. Mit allem. Von der Air Force weg, weg von … allem. Ich hatte abgeschlossen. Bei der ersten Mission nach Abydos, da half mir Daniel von meinen Selbstmordgedanken abzukommen. Das zweite Mal, mit Dir, es fühlte sich an, als wäre … alles wieder normal. Nochmal von vorne anfangen, oder was auch immer. Es ist ein Cliché und es hört sich lahm an, aber … es ist die Wahrheit. Ich glaube nicht, dass mir zu Anfang bewusst war, was überhaupt passierte, aber nach einer Weile wurde mir klar, dass ich mich auf die Arbeit freute, selbst wenn wir nicht auf andere Planeten gingen, und ich war wieder stolz auf das was ich tat. Ich wollte helfen, und war … glücklich. Daniel und Teal'c hatten natürlich auch viel damit zu tun. Wir vier zusammen, als Team und als … Familie. Aber irgendwann wurde mir klar, wie viel von Dir abhängig war, aber zu selben Zeit war es aber so, als hätte ich es schon immer gewusst … und dann … naja, nachdem der Rest meines Lebens wieder besser wurde, als ich es mir jemals vorgestellt hatte, fing ich an, über … Kinder … vielleicht … nachzudenken … eventuell. Aber es war mehr wie eine Übung, wie ein Traum oder so was, ein unbestimmtes Ziel für die Zukunft. Ich hatte es nie für möglich gehalten, dass Du so … über mich denkst, nicht bevor Daniel in dieser alternativen Realität war, in der wir verlobt waren. Und um ehrlich zu sein, nach allem, was wir schon durchgemacht haben und Du das wirklich noch nicht wusstest, dann frage ich mich, ob Du jemals das Gleiche empfunden hast …"

„Das tu' ich.", sagte sie schnell.

Erleichterung machte sich in ihm breit und er grinste.

„Aber … Du musst alles sehen. Ich meine, Du musst verstehen, wie Deine Reaktion auf Thors Vorschlag für mich ausgesehen hat.", sagte Sam leise. „Wenn es für Dich alles oder nichts ist, warum warst Du so absolut dagegen es überhaupt in Betracht zu ziehen …"

„Weil es genau das Gleiche, wie mit den Zay'tarc Detektoren ist, nur noch viel viel schlimmer.", versuchte er ihr zu erklären. „Wir haben schon so lange darauf gewartet und … und nach all dem, was wir durchgemacht haben, denke ich, dass wir, wenn das mit den Goa'uld vorbei ist, und jeder überglücklich ist, das hyper-dramatische, super-schmalzige Happy End verdient haben … ich will nicht, dass der Grund, warum wir letztenendes zusammen kommen, der ist, dass die Asgard es uns befohlen haben. Willst Du das?"

„Nein. Aber Thor sagte etwas in General Hammonds Büro, das hier ganz angebracht sein könnte."

„Wann?"

„An dem Tag, an dem er das alles hier eingefädelt hat. Es war nachdem Du davon gerannt bist."

„Oh. Was hat er gesagt?"

„Er und General Hammond haben darüber geredet, und Hammond hat versucht zu erklären, dass es nicht richtig wäre, sich in unser persönliches Leben einzumischen. Thor hat darauf nur gemeint, dass die Regeln das schon von vornherein getan hätten. Ich nehme an, dass Thor die ganze Sache als eine Chance ansieht, die Regeln aus dem Weg zu schaffen."

„Vielleicht, aber es ist nur …weißt Du, es ist viel Druck. Ich will nicht, dass Dir später klar wird, dass Du zu etwas gezwungen wurdest, was Du nicht wolltest und noch nicht bereit dazu warst und …ja. Ich könnte das nicht machen."

„Ich denke, ich kann Dich jetzt verstehen. Aber ich denke, irgendwie … muss ich Thor mehr Recht geben. Ich meine, ich hab' mir wirklich Mühe gegeben nicht darüber nachzudenken. Ich bin also immer noch dabei, mir über einiges klar zu werden … ich meine, wir fühlten uns schon bevor Thor sich mit einmischte zueinander hingezogen, richtig? Also für mich, wäre es eher das wie wir endlich … aber es wäre sicherlich nicht das warum."

Jack nickte nur ein ganz klein wenig und ließ das erstmal wirken. Schließlich lächelte er und sagte: „Gut, dass Du so clever bist."

„Was genau willst Du damit sagen …"

„Ich sage, in Ordnung. Schach Matt. Game over. Ich gebe auf. Thor ist noch sturer als wir beide zusammen. Er gewinnt. Lass uns den kleinen Kerl anrufen und sagen, dass wir aufgegeben haben."

„Das ist … rührend."

„Ach, komm' schon, Du weißt, ich … ach, komm' schon. Ich bin kurz davor, einer von diesen wirklichen Weicheiern zu werden, die rumlatschen und Blumen pflücken oder so was …"

Sie lachte und sagte: „Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, wie Du Blumen pflückst, Jack."

„Ganz genau! Also, nachdem ich mein „mürrischer alter Mann"- Image wieder zurück habe, kann ich das sagen, ohne Gefahr zu laufen, sich wie einer anzuhören, der auf einer Wiese herumhüpften sollte oder was auch immer …"

Sie zog eine Augenbraue hoch und wartete auf das, was auch immer er eigentlich sagen wollte.

„Ich bin … ich bin wirklich froh, dass Du mir … den Unterschied klar gemacht hast. Wirklich, wirklich, wirklich froh. Es ist jetzt so … statt auf ein Happy End zu warten, können wir einfach das … „Happy" haben, ohne das „Ende". Hey, wir können unseren Kuchen haben und ihn auch essen.", erklärte er, von Ohr zu Ohr grinsend.

Sam verdrehte die Augen, musste aber auch lachen.

„Und das von dem Mann, der behauptet Clichés zu hassen. Keine Sorge, dein „mürrischer alter Mann Image" hat Dir seit Jahren keiner streitig gemacht, Jack. Was nicht heißt, dass Du nicht ziemlich … süß sein kannst. Wenn Du willst."

„Wir sind wirklich seltsam, oder? Ich meine, wir wachen eines Morgens auf und planen alles. Reden darüber Kinder zu haben … und wir haben uns noch nicht einmal richtig geküsst."

„Ja. Wir hatten uns vor letzter Nacht noch nicht einmal richtig umarmt, hätte es nicht ein paar schreckliche Ereignisse gegeben.", fügte sie hinzu und lachte mit ihm.

„Und … was jetzt?", fragte Jack schließlich.

„Ich denke, Thor wird uns jetzt gehen lassen. Ich habe den Eindruck bekommen, wenn wir den Vorschlag der Asgard annehmen, würde der Präsident das auch tun."

„Ja, wahrscheinlich.", stimmte Jack zu. „Aber das habe ich eigentlich nicht gemeint."

„Wa …oh. Ähm. Okay."

Beide standen auf und dachten für sich: „Ja, das ist romantisch."

Als ihm klar wurde, dass Sam nicht mehr näher zu ihm herkommen würde, ging er vorsichtig auf sie zu. Sie wich ihm nicht aus, aber sie sah … nervös aus? Ängstlich? Nun ja, das war nicht gut.

„Sam, entspann Dich, okay. Ich will Dich nur umarmen." Nicht ganz wahr, aber es würde reichen.

Und es funktionierte auch. Er umarmte sie vorsichtig, einen Arm um ihren Rücken, die Hand auf ihrer Schulter, den anderen Arm um ihre Taille. Als sie ihre Arme um ihn schlang, zog er sie noch näher zu sich heran und drückte sein Gesicht an ihre Schulter.

Obwohl ihr Gesicht leicht gegen irgendeinen T-Shirt bedeckten Teil von Jack gedrückt wurde, musste Sam lächeln. Immer drückte er sein Gesicht an ihre Schulter, schon jedes Mal, bei dem er sie umarmt hatten, oder jedes Mal, wenn sie gesehen hat, wie er jemand anderen umarmt. Er hatte das sogar getan, als sie Daniel, noch unter dem Einfluss des Sarkophags, im Lager gefunden hatten. Es war unglaublich beruhigend zu wissen, dass während sich manche Dinge zwischen ihnen offensichtlich veränderten, so viele gute Dinge immer noch bleiben würden.

Mit dieser Einsicht entspannte sie sich komplett. Sie wusste, dass Jack das mitbekommen hatte, denn in dem Moment, in dem sie sich entspannte, schlang er seine Arme noch fester um sie, und er hob seinen Kopf leicht an, so dass seine Nase an ihren Nacken drückte. Sams' Hand strich seinen Rücken entlang, so dass sie seinen Nacken mit den Fingernägeln kratzen konnte. Sie küsste seine Schläfe und fühlte seinen Atem an ihrem Nacken.

Als er schließlich seinen Kopf hob, küsste er sanft ihre Schulter, was sie plötzlich als das absolut Süßeste fand, was irgendjemand jemals getan hatte. Ihre Blicke trafen sich wieder und sein Gesichtsausdruck ließ sie schmunzeln. Sie hatte ihn schon zuvor gesehen. Wenn er manchmal aufwachte, dann sah er für den Bruchteil einer Sekunde so aus, dann verschwand es wieder und er stand auf, um die Wache zu übernehmen, oder um den ganzen Tag zu marschieren, oder was auch immer der Tag für sie bereit hielt. Verschlafen und glücklich.

Sie lachte und er runzelte die Stirn. „Was?"

„Nur … was Dummes, das Daniel und ich immer machen."

„Will ich wirklich hören, was Du und Daniel immer macht?"

„Ach bitte. Und Du hast gefragt."

„Also gut, erzähl's mir schon."

„Wir haben Deine Stimmungen nach den Zwergen eingeteilt."

„Hä?"

„Schneewittchen … die sieben Zwerge … ich hab mir nur gerade gedacht, dass Du Sleepy und Happy bist …

Er verdrehte die Augen.

„Schau, jetzt bist Du gerade ein kleines bisschen Grumpy. Wir sind an einem Wochenende darauf gekommen, als wir auf Cassie aufpassten, gleich nachdem sie hierher gekommen war, und sie versuchte unsere Kultur und alles, was sie verpasst hatte zu verstehen …"

„Ach,verdammtnochmal.", murmelte er. „Was war der Schlimmste? Grumpy?"

„Manchmal warst Du Dopey … Daniel war immer Sneezy als wir anfingen, manchmal war er Bashful, aber die schlimmste Stimmung für Dich war Doc."

„Ihr zwei seid die Doktoren …"

„Ja, aber es war mehr wie, DOC!", erklärte sie und imitierte seinen harrschen Ton, den er für Dr. Fraiser reserviert hatte. „Es ist die Stimmung, die Du immer nach einer Stipvisite auf der Krankenstation hast."

„Hmmpf.", war die einzige Antwort, die er ihr darauf geben konnte. Weil sie ihn immer noch vorsichtig beobachtete, verdrehte er schließlich die Augen und sagte:

„Meine eigenen Leute verarschen mich hinter meinem Rücken. Ich bin mir sicher, dass General Hammond sehr interessiert daran sein würde zu erfahren, dass Du Deinen CO als Dopey bezeichnest."

„Dafür würde ich jede Wette eingehen.", sagte sie achselzuckend. „Er würde es schätzungsweise sehr amüsant finden."

„Teal'c ist der einzige auf meiner Seite.", verkündete Jack gespielt mürrisch.

„WoraufDuDichverlassenkannst.", sagte Sam in einen Ton, der mehr als versöhnlich sein sollte.

Er lachte, weil sie einer seiner Phrasen benutzt hatte, und dann küsste er sie, weil er dachte, dass es getan werden musste.

Es geschah ohne Vorwarnung. Sie umarmten sich zwar immer noch, aber sie hatten schon so lange geredet, dass es sie unvorbereitet erwischt hatte. Nachdem sie für ein paar Sekunden, wie versteinert da stand, wich sie zurück und sah ihn überrascht an.

Er sah so verwirrt von ihrer Reaktion aus, dass sie den Kopf schüttelte und schnell sagte: „Ähm … Reflex. Tschuldignung."

„Gut, dann lass uns daran arbeiten."

Er lehnte sich wieder zu ihr hin. Sam blinzelte schnell und sagte: „Warte."

„Was?"

„Ich will nur …", sie holte tief Luft und fing wieder and zu reden, sehr schnell zu reden, so als ob es, das was sie sagte weniger peinlich machen würde. „Ich bin irgendwie immer noch nicht richtig wach, und Du hattest vorhin Recht damit, dass wir darauf schon eine lange Zeit warten, und es ist das erste Mal, dass wir uns wirklich küssen, mir wär's lieber, wenn ich … was an hätte. Und sauber wäre. Damit ich, wenn ich mich später daran erinnere, nicht daran denken muss, das ich meinen zerknitterten Schlafanzug an hatte, meine Haare noch keine Bürste gesehen hätten, und Du halb barfüßig warst."

„Ich finde aber, dass Du süß aussiehst so wie Du bist. Du bist ganz zerzaust.", unterbrach Jack sie lachend. Normalerweise redete sie nur so schnell, wenn sie etwas auseinander nahm.

„Ich ähm …ich möchte mich duschen und was anziehen."

„Okay.", wiederholte er und verkniff sich die Frage, ob er ihr dabei helfen könne.

Sie kniff die Augen zusammen und sah ihn misstrauisch an.

„Was?", fragte er verteidigend.

„Ich weiß, was Du sagen wolltest."

„Naja … aber ich habe es nicht gesagt, das ist doch ein Punkt für mich, oder?", sagte er mit einem hoffnungsvollen Grinsen.

Sie lachte wieder und wollte etwas sagen, hielt dann aber inne, runzelte leicht die Stirn und schüttelte den Kopf.

„Was?", fragte er wieder. Jetzt war er an der Reihe, sie misstrauisch anzusehen. „Du hast das mit den Zwergen schon wieder getan.", warf er ihr plötzlich vor. „Du hast mich in Gedanken schon wieder Dopey genannt!"

„Ich hab' keine Ahnung, wovon Du redest.", sagte Sam unschuldig, gab ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand ins Bad.

Er sah ihr nach, wie sie davon tapste und schüttelte den Kopf. Langsam wurde ihm klar, dass er wie ein Idiot seine leere Küche angrinste. Okay, vielleicht war der Vergleich mit Dopey gar nicht mal so weit her geholt. Er fuhr mit einer Hand durch sein Haar und kam zu dem Entschluss, dass er sich vielleicht auch was anziehen sollte. Und offensichtlich musste er entweder noch eine Socke anziehen, oder die andere auch ausziehen.

Jack zog sich schnell eine Kargohose und ein mintgrün kariertes Shirt an, von dem er ziemlich sicher wusste, dass Sam es mochte. Er hätte sich auch gern rasiert, aber sie beanspruchte immer noch das Bad, Rasieren stand also nicht wirklich zur Debatte. Er machte es sich in einem Sessel bequem und nahm das Buch, das er gerade gelesen hatte, um sich von dem Geräusch des Föns abzulenken.

Zwanzig Minuten später kam Sam ins Wohnzimmer, blieb überrascht stehen und lächelte Jack an. Er war in seinem Sessel eingeschlafen, die Füße lagen auf dem Kaffeetisch, der Kopf hing nach vorne und sein Kinn lag auf der Brust auf. ‚Jurassic Park' lag aufgeschlagen auf seinem Bauch, und er hatte das Shirt an, das sie ganz besonders an ihm mochte.

Einerseits war ihr bewusst, dass sie sauer sein könnte, dass er während er auf sie wartete eingeschlafen war, aber sie waren die letzte Nacht ziemlich lange auf gewesen, und er war schon aufgestanden, als sie aufwachte. Noch dazu brauchte er sowieso sehr viel mehr Schlaf als sie.

Sie war also entschlossen, ihn schlafen zu lassen, aber sie wollte es ihm noch ein wenig bequemer machen. Wenn er so weiterschlafen würde, mit dem Kopf nach vorne gebeugt, dann würde er sich kaum mehr bewegen können, wenn er aufwachte. Sie schlich leise zu ihm hinüber und hob das Buch von seinem Bauch auf, knickte die Ecke der Seite um, die er gerade las und legte es auf den Beistelltisch. Dabei streifte sie leicht seine ausgestreckten Beine.

Als sie seine Füße bemerkte, musste sie lächeln. Nicht nur, dass er Socken angezogen hatte, er hatte auch noch Schuhe an. Offensichtlich versuchte er ihr damit was zu sagen, weil keiner von beiden es mochte, Schuhe im Haus zu tragen.

„Wie unauffällig.", dachte sie hämisch lächelnd.

„Fühlst Du Dich jetzt besser?", fragte Jack leise und erreichte damit, dass sie aufschreckte. Sie drehte sich um, um ihn anzusehen. Er grinste nur ein ganz klein wenig.

„Ja. Danke."

„Kein Problem.", sagte er und streckte seinen Nacken. „Wie lange habe ich geschlafen?"

„Nicht lange.", versicherte sie ihm und wurde rot, als er ihr T-Shirt und ihre Jeans begutachtete.

„Lang genug.", antwortete er achselzucken und griff nach ihrer Hand. Als sie seine Hand nahm, entschied er, dass das ihm als Einladung reichte und zog sie zu sich her. Sie verstand was er wollte und setzte sich seitlich auf seinen Schoß.

Sie wurde jetzt furchtbar rot, was Jack unglaublich anziehend fand. Er machte den Fehler und sagte das laut, was Sam dazu brachte mit den Augen zu rollen und zu versuchen aufzustehen.

„Oh Nein.", sagte Jack bestimmt und hielt sie fest. „So … Du bist jetzt blitz blank sauber und angezogen, die Haare sind gekämmt. Ich hab' Schuhe an.", stellte er fest.

„Jup, hab' ich auch schon bemerkt.". Sie lehnte sich wieder zurück, unter dem Vorwand, seine Füße noch einmal anzusehen.

Sie blickte wieder auf und sah ihm in die Augen. Jack musste sich zusammenreißen um nicht mit den Augen zu rollen. Sie war immer noch nervös. Das war verrückt. Sie hatten schon den Rest ihres Lebens durchgeplant, sie lagen zusammengerollt wie zwei Kätzchen in seinem Lieblingssessel, und sie war immer noch nervös. Vielleicht war es, weil er gerade eingenickt war, aber er war absolut nicht mehr nervös. Zumindest nicht jetzt.

Das hätte sich aber sehr schnell ändern können, nachdem er das gesagt hatte, was er sagen wollte.

„Ich liebe Dich."

Stichwort für Carters' große und überraschte Augen, dachte er.

„Ich hätte das schon eher sagen sollen, aber naja, ich weiß, dass Du das schon weißt, aber … ja."

„Trotzdem ist es gut, es zu hören.", sagte sie und blickte auf seine Schulter. Sie spielte mit dem Kragen seines Shirts, als sie wieder zu sprechen anfing: „Ich …", sie sah kurz zu ihm auf. „IchliebeDichauchJack."

Er strich über ihre Wange und sagte: „Danke."

Dieses Mal beugten sich beide zueinander hin, trotzdem hielt Sam wieder inne. Jack sah, wie ihr Blick zu seinen Lippen wanderte und sagte:

„Sam, was ist los? Wovor hast Du Angst?"

„Es ist nur … was ist, wenn nicht alles, so sein wird, wie wir uns es vorstellen? Sieben Jahre Erwartungen … was ist, wenn wir enttäuscht werden?"

Es gab viele Dinge an Sam Carter, die er nicht verstand und schätzungsweise, einige, die er nie verstehen würde, aber er kannte sie gut genug, um zu verstehen, unausgesprochen hinter ihrer Frage stand. Sie hatte tatsächlich Angst er würde enttäuscht sein. Das war so absurd, dass er fast lachen musste, aber er wusste, dass sie ihn wahrscheinlich schlagen würde, wenn er genau jetzt lachen würde.

„Wir werden so absolut nicht enttäuscht sein, Sam. Vertrau mir.", sagte er bestimmt.

Sam lächelte über die Bestimmtheit in seiner Stimme. Dann kam ihr in den Sinn, dass diese Bestimmtheit, die sie beruhigen sollte, sich ein bisschen ... zu bestimmt anhörte. Fast so, als wüsste er, dass es die Wahrheit war …

„Woher weißt Du das so genau, Jack?"

„Ähm ..ah … naja … ich weiß es einfach."

„Hatte ich noch ein anderes Alienvirus, an das ich mich nicht erinnere? Bin ich nochmal in der Umkleide über Dich hergefallen oder so was?"

„Nein, aber Danke, dass Du mich wieder daran erinnerst.", sagte er übertrieben grinsend.

Sie verpasste ihm halbherzig einen Stoß und dann gestand er: „Ich weiß es, weil ich es getan habe."

„Was meinst Du?"

„Ich habe Dich geküsst. In den Zeitschleifen. Und Du, Major Carter, hast mich auch geküsst.

„Das hab' ich?", schrie sie auf.

„Oh ja. Im Kontrollraum. Vor General Hammond und allen anderen."

„Ich ..huh. Wow. Na dann. Dann nehm' ich Dich beim Wort."

„Ja?". Bedeutete das, er durfte sie wieder küssen?

„Ja."

„Cool.", antwortete er einfach und zog sie näher zu sich heran. Er sah noch im Augenwinkel, wie sie die Augen verdrehte, bevor er sie küsste. Er ließ seine Augen lange genug offen, um sicher zu gehen, dass sie nicht immer noch ihre Augen verdrehte. Als sie ihre Augen schloß, zog er sie noch näher zu sich heran, damit er sich auf wichtigere Dinge konzentrieren konnte, z.B. sie solange zu küssen, bis sie ihren Verstand verlor.

Thor beamte General Hammond hoch auf sein Schiff.

„Sagen Sie ihnen, sie sollen stattdessen Karotten bestellen.", sagte Hammond und hielt seine Hand neben seinem Kopf, als würde er immer noch ein Telefon halten. Schnell sah er sich in Thors' Schiff um. Sein Herz raste. Er hätte O'Neill schon vor langer Zeit fragen sollen, wie er es schaffte, ruhig zu bleiben, wenn er plötzlich ohne Vorwarnung weggebeamt wird. Hammond fühlte sich zumindest so, als müsse er Thor bitten, Dr. Fraiser ebenfalls herzubeamen, um sicher zu gehen, dass er keinen Herzattake hatte.

„Ich grüße Dich, General Hammond.", sagte Thor und trat in den Raum. Seine kleinen nackten Füße tapsten hastig über den glatten Boden. Hammond hatte ihn noch nie so schnell laufen sehen, geschweigedenn, so hüpfend. Das lies den Oberkommandanten der Asgardflotte fast schon … süß aussehen.

Hammond hoffte, dass die Asgard keine telephatischen Kräfte besaßen, räusperte sich und sagte: „So, Thor … was kann ich für Sie tun? Im Stützpunkt wird höchste Alarmstufe ausgerufen, wenn mein Assistent bemerkt, dass ich nicht mehr am Telefon bin."

„Es wird nur einen Moment dauern. Ich wollte Dir nur etwas zeigen." Thor drückte einen Knopf auf seinem Fernbedienungs-Dingens, das er in der Hand hielt, und die ganze, gigantisch große Wand von Thors' Schiff zeigte plötzlich, wie Colonel O'Neill und Major Carter, am helligten Tag – laut der Zeitangabe in der Ecke des riesigen Bildschirms - in einem Sessel in O'Neills Wohnzimmer wie Teenager herumknutschten.

„Wow.", sagte Hammond und trat unfreiwillig einen Schritt zurück. Es war, als würde man ein Zugwrack ansehen. So sehr er es auch wollte, er konnte einfach nicht wegsehen.

„Unsere Arbeit ist also getan.", sagte er schließlich und richtete Aufmerksamkeit wieder auf Thor.

„Der schwierige Teil, ja. Der Rest wird sich von selbst ergeben. Ich werde später Colonel O'Neill und Major Carter besuchen und mit ihnen die Zukunftspläne diskutieren. Ich werde Dich in Deinem Büro aufsuchen, um Dich über die Details zu informieren."

„Gut. Ich muss nur noch herausfinden, wie ich die ganze Sache Jacob erkläre.", murmelte Hammond. „Wenn wir schon von ihm reden, solltest Du zufälligerweise ein Personenschutzschild herumliegen haben, das niemand braucht, ich müsste es mir vielleicht später ausleihen."

Thor nickte als er an seiner Kontrollkonsole hantierte um Hammond zurück ins SGC zu beamen.

„Das lässt sich arrangieren, General Hammond."

A/N: Es tut mir wirlich Leid, dass es so lange gedauert hat, aber wie gesagt, ich kann froh sein, dass bei uns der Schnee nicht ganz so hoch lag und unsere Dächer nicht zusammenkrachten (bis auf ein paar Garagenflachdächer). Ich bemühe mich das nächste Update etwas schneller zu posten. Versprechen kann ich nichts. Bin ab nächste Woche wieder im Labor und werde das schätzungsweise für das nächste viertel Jahr auch bleiben, was heißt … lernen, lernen, lernen, lernen und dazwischen arbeiten. Wer noch nicht hat und trotz meiner unregelmäßigen Updates noch mehr von der story lesen möchte, dem ist vielleicht gut geraten den Story Alert zu aktivieren. Ansonten freue ich mich wie Bolle über Reviews und es nützt tatsächlich mir nach längerer Zeit mal eine „swift kick in the pants" zu geben, ich vergesse die Story nicht, nur dass da tatsächlich Leute sind, die auf ein Update warten.

Danke für's Lesen und für die Reviews, die ihr mir hoffentlich da lasst.

LG

Ling

TBC

A/N:

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