Nach SEason 6

Chris ist irgendwie nicht tot-… oder das Leben danach ist echt eigenartig!

DAS REFUGIUM – Kapitel 1

Chris erwachte auf einem weichen, mit frischen Lacken bezogen Bett. Der Geruch von Zitronen und Nelken lag in der Luft, das Licht war hell und warm.

Er war in einem Zimmer, der Boden war aus hellem Birkenholz, über den langen Dielen lagen grob geknüpfte, jedoch nicht unansehnliche Teppiche, er konnte hinaus auf ein weites Feld sehen, das Fenster das ihm diesen Ausblick erlaubte war von dunklem Holz gerahmt.

Getünchte Tapeten, rotgelbe Gardinen und ein schwarzer Nachttisch neben dem Bett rahmten das gesamte Bild ab.

Chris hatte nicht den geringsten Schimmer wo er war.

Er versuchte an einen Ort zu orben den er kannte, doch es ging nicht. Noch nicht einmal innerhalb des Zimmers gelang es ihm.

Leise murmelte er einen Zauberspruch um ihn von hier weg zu bekommen, doch er versagte.

Stimmen, die langsam näher kamen ließen ihn aufhören. Am Anfang konnte er nicht verstehen was sie sagten, aber nach einer Weile waren sie laut genug und vor allem deutlich genug um das Gespräch zu verfolgen das sich hinter der Wand abspielte.

„Und Fred tagte", hörte er eine hohe Männerstimme maulen, „dat ich ihn in Ruhe lassen tollte. Ich meine er ist nur ein mittiger Grimm, oder?"

„Och, jetzt sei mal nicht so angeschlagen, Rist, Fred spinnt nicht immer!" eine Frau mit kehliger Stimme hatte sprechen begonnen, „Meistens hat er sogar recht. Du bis manchmal wirklich so ein dummer Kerl. Und in sein Zimmer schimmern ist ja wohl auch nicht ok! Wenn das dein Vater erfährt steckt er dich wieder ein Monat in das Wasteland, nur damit du deine Lektion endlich lernst."

„Wenn du mich verpetzt, reitt ich dir den Kopf ab."

„Und der wächst nach, irritiert mich jetzt kein Bisschen. Wand auf! Und überhaupt, kannst du…Wand zu! mich echt…"

Die Stimmen waren verschwunden.

Chris blinzelte.

„Wand auf!" sagte er als er sich vor die einzig freie Wand stellte.

Etwas weiter links öffnete sich die Tapete und lies Chris einen Blick auf einen breiten, mit roten Satinwänden ausgelegten Flur erhaschen.

„Wand zu!"

Sie schloss sich auf Befehl.

Chris atmete mehrere Male tief ein und aus.

„Du warst in der Unterwelt als Spion, dann kannst du dass auch, Chris" murmelte er und öffnete die Wand wieder. Vorsicht lugte er zu beiden Seiten und erkannte das in leuchtenden Farben überall an den Wänden zahlen waren.

Er nickte sich selbst Mut zu und verließ den Raum.

Drehte sich schnell wieder um und sah fest auf die Wand als sie sich wieder Schloss.

Die Zahl 3 erschien.

„War ja irgendwie klar."

Mutig schritt er voran und nach wenigen Minuten, er war zwei Mal links abgebogen stand er vor einer richtigen Türe.

Wieder hörte er etwas, dieses Mal war es Schritte. Chris blickte sich um, zu allen Seiten, aber es war nirgendwo ein Versteck zu stehen.

Entdeckt werden oder die Türe.

Er wählte Zweiteres.

Es war ein riesengroßer Platz auf dem er siech wieder fand. Zwei Mal so groß wie das größte Footballstadium das er jemals gesehen hatte und es wuselte nur so von nun ja, vielem.

Menschen, Dämonen, er konnte schwören das er gerade eine Nymphe mit einem Darklighter Hand in Hand an ihm vorbei laufen sah!

„Wo in dreitausend Teufels Namen bin ich hier gelandet!" fluchte der junge Mann.

Der Dämon den er schon kannte schimmerte neben ihn.

„Du bissst im Refugium. Willkommen. Mein Name ist Echorion und dass", er zeigte mit seinen langen Armen auf den Platz vor sich, „issst deine neue Welt."

„WAS HAST DU GETAN!" Es platze einfach so aus ihm hinaus.

Echorion lachte wieder.

„Ich rettete deine Exssistensz. Jetzt hör auf zu schreien und komm mit."

Er nahm in an die Schulter und schimmerte mit ihm davon.

Sie materialisierten sich in einem Park, Echorion zeigte auf eine Bank.

„Du willssst dich sssicher sssetzen." sagte er freundlich.

Chris schüttete mit den Kopf und ging einige Schritte zurück.

„Ich will nur wissen, " presste er zwischen seinen Zähnen hervor, „was hier abgeht!"

„Ich sssage es dir auch, Junge, aber bitte, steige nicht aufs Grasss. Der Baumsssschratt und ssseine piepssende Elfe jagen dir sssonst ssicher irgendein Vieh an den Hals dasss dir deine Beine abbeißt und…" er zuckte mit den schmalen Schultern, „ernsssthaft, dasss mach noch nicht mal ich freiwillig."

„Was?!" Chris blickte hinter sich auf das Gras und machte dann einen großen Sprung nach vorne als er eine Bewegung im Grün erblickte.

„Ich glaub ich setze mich." und tat es dann auch.

„Erklärung, Dämon."

Echorion grinste.

„Vor langer, langer Zeit gab esss Krieg zsswischen zsswei Richtungen der Magie. Sssie bekämpften einander fast eine Ewigkeit so ssschien es und beschlossen schließlich die Magie in zwei Teile zu teilen. Eigentlich beschlossen sssie esss nicht, es ergab sich mit der Zeit ehrlich gesagt einfach so."

Chris blinzelte den Dämon verwundert an. Wollte der ihn etwa verarschen!

Echorion lächelte nur, als könnte er diese Gedanken hören.

„Wasss die wenigsssten Wissssssen und wasss auch von den Mächten desss Guten und desss Bösssen geheim gehalten wurde issst, dasss esss eigentlich noch eine dritte Inssstanz gab in diesssem Kampf, oder sssagen wir einen anderen Krieg. Nämlich zwissschen denen die wollten dassssss man sssich entssscheidet und jenen die dagegen war. Die Wahrheit war nämlich ssso, dassssss noch längssst nicht alle diesssen Krieg wollten. Viele fühlten sssich durch diessse Regeln, die beide Mächte aufssstellten zutiefssst eingessschränkt und dissskriminiert."

„Bitte!?" Chris unterbrach den Dämon.

„Esss gab diessse unter unsss die sssich nicht entssscheiden wollten. Die kein Interesssssse daran hatten sssich einssschränken zsu lassssssen. Esss waren 15 Hexen, 3 Wächter desss Lichtsss, 15 Wächter der Dunkelheit, etwa 20 Dämonen, einige Magier, Nymphen, Cupide und noch etliche andere magisssche Kreaturen die sssich entssschlossssssen zsu gehen, und nicht für ihre Überzseugungen zsu sssterben. SSSie verließen über ein Portal diessse Dimensssion und sssie erssschufen zsusssammen eine eigene, neue Dimensssion. Dasss Refugium. Viele folgten ihnen dorthin. Über die Jahrhunderte wurden esss mehr und mehr, esss kamen sssolche die ihre Taten nicht mehr ertragen konnte, sssolche die desss Kämpfensss leid waren, sssolche die auf der Flucht waren," Echorions Lippen formten ein weiteres Lächeln, „Sssolche wie deine Eltern."

„Denn lassssss dir gesssagt sssein, esss waren nicht die ersssten die ein sssolche Verbindung eingingen. Viele Hunderte vor ihnen taten dasss, oder hassst du wirklich geglaubt esss wäre davor noch nie passssssiert, oder dasss mit Cole und Phoebe. Ein Dämon und eine Hexe. Wächter die sssich töten sssollten und esss nicht konnten."

„Dämonen können nicht lieben!"

Der Dämon neben ihn schaute auf das Gras.

„Wir können esss ssschon, nur nicht ssso oft, nicht ssso ssschnell, nicht ssso launenhaft in unssserer Aussswahl. Esss braucht Zeit und Geduld unsss um den Finger zu wickeln und, dasss gebe ich gerne zu, eine, nunja, erhöhte SSSchmerzgrenze. Dasss leugne ich nicht. Aber auch wir können lieben und wenn wir esss tun, dann ohne Rücksssicht."

„Das ist keine Liebe."

„Ach nein. Ich würde für meine Frau sssterben. Für meine Kinder, ssselbssst die, die ich lieber essssssen will weil sssie sssich ssso dumm benehmen, nutzlosssesss Pack. Mein Jüngssster, Riessst, begann vor kurzem eine Fehde mit einem Freund, esss geht natürlich um Zauberneid, wasss sssoll man sssagen, und er terrorisssiert ihn Tag ein und Tag ausss."

Chris blinzelte drei Mal.

„Überfordert." sagte er dann und zeigte auf sich selbst.

Der Dämon lachte.

„Du gewöhnssst dich daran. Du lebssst jetzt in einer multimagissschen Gesssellssschaft. Mit ein paar Regeln die du noch verssstehen wirssst und naja, ich denke esss wird dir gefallen."

Chris sah Echorion lange an.

„Warum bin ich hier?"

„Weil", antwortete ihm der schmalschultrige Dämon, „du es dir nicht verdient hast nicht mehr zu existieren. Du hast deine Ausdauer unter Beweis gestellt, deine Kraft, deine Liebe, du hast Offenheit bewiesen, … wir haben deine –Abenteuer- verfolgt meine Frau und ich und beschlossen das du hier gut reinpassen könntest."

„Und deine Eingeweide… deine Fau, nehme ich an."

Echorion nickte.

„Ja weißt du ssso wir unsss kennen gelernt, sssie hat versssucht mich zu fressssssen. SSSie issst ein Kaiadämon."

Chris schüttelte den Kopf.

„Noch nie davon gehört, von dir übrigens auch nicht."

„Wundert mich nicht. In der geteilten Welt haben sich unsere Stämme vor knapp 5000 Jahren ausgelöscht, gegenseitig. War, an sich, ein recht unterhaltsames Blutbad. Naja, ist schon lange her."

Der vor kurzen wieder lebendig gewordene Sohn der Halliwells sah zu Echorion auf.

„Ich will zurück in mein Zimmer." sagte er leise.

Echorion nickte, schimmerte sie zurück und kaum eine Sekunde später, als Chris sich auf das Bett gesessen hatte war er eingeschlafen.

„Ich liebe diessse Inssstantsssprüche" murmelte der Dämon lächelnd und zog die Decke über Chris Körper.

Dann schüttelte der den Kopf.

„SSSo lange wach zu bleiben ohne Magie zu wirken, hmmm, du bissst in der Tat etwasss Besssonderesss. Wir haben gut getan dich zu retten."

Am nächsten Morgen hatte Chris Hunger als er aufwachte.

Er drehte sich zur Seite und blickte auf eine junge Frau, die auf einem Stuhl saß und offensichtlich dort eingeschlafen war.

„Guten Morgen." sagte er gerade laut genug um sie aus ihrem Schlaf aufzuschrecken, sie verschwand kurzzeitig in einem schwarzen Schleier.

Es sah sehr nach Darklighter aus.

Schwer atmend tauchte sie wieder auf.

„Alter, bist du wahnsinnig", fauchte sie, es war die gleiche die er gestern gehört hatte, draußen an der Wand vorbeigehen, „ willst du dass ich an einem Blutgerinnsel sterbe!"

Chris schüttelte den Kopf.

Sie war etwas jünger als er, Menschlich, so weit er das erblicken konnte.

Sie schnaufte tief durch und gab ihm die Ahnd.

„Hi, mein Name ist Luvana, ich bin heute deine Aufpasserin und es freut mich irrsinnig, meine so wertvolle Zeit mit dir zu verschwenden, spring mir ja nicht auf meinen Nerven herum und ich werde dich am Leben lassen, klar soweit."

Sie entzog ihm die Hand wieder und ging etwas weg von ihm.

„Da hast du was zu Essen." sie schnippte und ein Tisch mit Essen erschien, „Kleiderschrank auf und zu, Bad auf und zu, Uhr her!", es erschien an der Wand über seinen Bett eine art Magische Uhr, sie war viereckig und füllte sich von unten her mit einer glitzerten Flüssigkeit, „wenn sie halb Voll und gelb ist komm ich wieder und bis dahin bleibst du hier und machst mir keine Probleme, zuerst wird sie noch rosa und dann blau, wenn du was zu lesen willst ruf es her und bis dahin, MACH MIR KEINE PROBLEME und Tschüss!"

Sie verschwand in schwarzen Flecken in der Luft.

„Ok."

Die Uhr wurde gelb und war irgendwann halbvoll.

Pünktlich auf den Tropfen, Chris amüsierte sich über diesen Scherz innerlich sehr, erschien die verrückte wieder und zetterte weiter.

„So du hast dich gewaschen, und hast gegessen, nahm auch stark an, das du das selbst kannst, bist du überhaupt noch wach ohne deine…. was bei der Schlacht um Mity ist hier geschehen und wie in aller Dinge Namen bist du an das da rangekommen."

Sie blickte auf Chris der mit einer dunklen Armbrust bewaffnet auf ihr Herz zielte.

„Ich hätte gerne Antworten." sagte er lächelnd.

„Oder was?!" kam es beißend zurück.

Chris drückte ab.

„Oder das nächste Mal töte ich dich wirklich."

Die Darklighterin biss die Zähne zusammen.

„Eric!" schrie sie und in weißem Licht erschien ein Junger Mann, halb Withlighter halb irgendwas anderes und sah sie überrascht an.

„Vana?" er sah den Pfeil in ihrem Bein und lacht auf. „Vana, das ist das vierte Mal diese Woche, also wirklich, bin ich dein persönlicher Heiler, oder was." er beugte sich zu ihr und riss, sichtlich unsanft, den Pfeil aus ihrem Fleisch.

Er konzentrierte sich etwas und aus seinen Händen glomm ein rotgoldenes Licht, nach einer Weile lies er ab von ihr.

Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn, sie wischte ihn eiligst wieder weg, und drehte sich zu Chris um, der die Waffe nachgeladen hatte.

„He, du musst Chris sein, mein Name ist Erik. He. bitte schieße mich nicht ab, mich würde es nämlich wirklich töten, oder mal schwer verletzten." er blinzelte. Halb Echse also. „Ich verstehe das man sie erschießen will, aber verwende doch bitte beim nächsten Mal, Wiederhackenpfeile argus 7 her!, diese hier" in seiner Hand erschien ein Köcher, er schmiss ihn zu Chris, „die machen mehr Schmerzen, aber vergiften sie nicht, macht das Heilen leichter." Kurz zog er sein Gesicht zusammen zuckte dann mit den Schultern.

„Tut mir leid, ich hätte wirklich gern mit dir geplaudert, aber meine Tochter wird sauer wenn ich ihr nicht helfe und da sie vor kurzen neue Kräfte bekommen hat, schreit sie nicht nur nach mir sondern schickt mir auch gleich eine Welle ihres Unmutes zu, von wem sie das bloß hat. Wie dem auch sei, hat mich gefreut."

Er orbte davon.

„Danke für nichts, Eric." schrie die Frau ihm nach.

„Freund?"

„Bruder. Jünger. Bildet sich etwas darauf ein dass man bei ihm die Dämonischen Wurzeln sehen kann. Hasse ihn."