Draco Malfoy streckte sich und zog den Vorhang seines in silberfarben und grün
gehaltenen Bettes beiseite und wollte eigentlich die ersten Sonnenstrahlen
erhaschen, aber er wurde wie immer enttäuscht, da es im Kerker keine Fenster
gab, durch die das Tageslicht hätte fallen können. Dieses frustrierte ihn immer
wieder, obwohl man denken müsste, dass er sich daran gewöhnt hätte, aber es war
nicht so und die Aussicht, dass Pansy Parkinson ihm wieder die ganze Zeit
hinterherlaufen würde, um mit ihm zu knutschen, stimmte ihn auch nicht gerade
fröhlich. Obwohl er ihr schon lange gesagt hatte, dass er schwul sei, lief sie
ihm immer noch hinterher.
Er stand auf und ging in das Bad, was nicht besetzt war, da seine
Schimpansen-Bodyguards eh noch schliefen und sich erst in allerletzter Sekunde
aus den Betten hieven würden. Also ließ Draco sich Zeit mit dem Duschen,
Zähneputzen und dem Haarstyling. Nach ungefähr einer Stunde kam Draco mit
nichts als einem Handtuch um die Hüpften geschlungen aus dem Bad . Er zog sich
ein enges schwarzes T-Shirt mit einer silbernen Schlange, die goldfarben
umrandet war über. Darüber zog er noch ein schwarz Hemd, was er auf ließ,
sodass man die Schlange sehen konnte. Es war eine Art Provokation, da eine
Farbe des Hauses Gryffindor darin auftauchte und Draco liebte es, zu
provozieren. Dann zog er sich seine Hose an und ging in den Gemeinschaftsraum.
Als er den die Treppe zum Gemeinschafstraum hinabstieg, sah niemand zu Draco
auf, außer natürlich Pansy Parkinson und niemand bemerkte seine Provokation.
Der einzige, der es mitbekommen würde, wäre der Hauslehrer von Slytherin,
Professor Snape, da dieser jeden Morgen die Sachen seiner Schützlinge
kontrollierte, damit sie ihren Ruf bewahrten. Als Draco sich in seinen
Lieblingssessel neben dem Kamin setzte, hörte er schon Schritte, die immer
näher kamen. Er musste sich nicht einmal umdrehen, um zu wissen, wer ihm da so
nahe kam. Es war natürlich Pansy Parkinson, die sich ihm direkt gegenübersetzte
und ihre Beine lasziv übereinander schlug. Sie dachte dabei wahrscheinlich,
Draco anzutörnen, aber das Gegenteil trat ein. Er schüttelte sich innerlich vor
Ekel, aber äußerlich blieb er regungslos und blickte nicht in die Augen von
Pansy. Sein blick war starr auf das im Kamin lodernde Feuer gerichtet. Er
verharrte eine geschlagene halbe Stunde, ehe er sich wortlos aufrichtete und
durch das Porträtloch stieg und zum Frühstück ging.
Als Draco die große Halle betrat, war sie fast noch leer, aber einige saßen
doch schon an ihren Tischen und aßen etwas zum Frühstück. Draco ging an seinen
Tisch und setzte sich so hin, dass Pansy sich nicht direkt neben ihn setzen
konnte und entschied sich dafür, sich zwischen zwei Jungen aus seinem Jahrgang
zu setzen, was ihm deutlich lieber war, als neben Pansy zu sitzen. Draco
begriff es nicht, wieso diese dumme Schlange es nicht begriff, dass er erstens
nichts von ihr wollte und zweitens stockschwul war, was allerdings nur Pansy
wusste . Da Draco wusste, dass Pansy genauso eine Tratschtante wie Patil und
Zabini war, hatte er sie mit einem Zauber belegt, dass sie sein Geheimnis auch
niemanden offenbarte. Draco wollte eigentlich niemanden sagen das er schwul
sei, aber Draco hatte einmal als Pansy ihm mal wieder auf die Nerven ging,
dieselbigen verloren und ihr gegenüber zugegeben, dass er schwul war. Niemand
hatte dieses Gespräch mitbekommen, und vondaher reichte der Zauber völlig aus,
dafür zu sorgen, dass niemand je von seinem Geheimnis erfahren würde.
Nach einer Weile kam auch Pansy in die Große Halle zum Frühstück. Nach ungefähr
einer Stunde und fünf Marmeladentoast machte Draco sich auf den Weg zu den
Kerkern. Als er durch die Tür der Großen Halle ging, kamen ihm Dean Thomas,
Seamus, Neville und Ron entgegengestürmt. Dracos Aufmerksamkeit war auf niemand
besonderen gerichtet, aber einer von den vieren zog ihn irgendwie an und Draco
spürte so ein komisches Kribbeln im Bauch. Da die vier aber so schell
hintereinander in die Halle stürmten, konnte er das Kribbeln nicht richtig
zuordnen. Es muss ja nicht sein, dass ich in einen der vier verknallt bin, nur
weil es in meinem Bauch gekribbelt hat, es kann ihm ja nur schwindelig geworden
sein, dachte sich Draco und ging weiter seinen Weg zu den Kerkern hinunter. Als
er bei den Kerkern angekommen war, ging ihm aber einer der vier Jungen aus
Gryffindor nicht mehr aus dem Kopf. Er hatte das Bild von diesem einen
Gryffindor genau vor Augen. Er hatte ein rotes Hemd an, was aufgeknöpft war
und unter dem Hemd trug er ein enges Rotes T- Shirt, auf dem ein goldfarbener,
brüllender Löwenkopf mit silberner Umrandung zu sehen war. Draco schwelgte noch
etwa zehn Minuten in Gedanken, bis sich der Gang vor dem Klassenzimmer für
Zaubertränke langsam füllte. Nach etwa noch mal zehn Minuten kam ein sehr
miesgelaunter Professor Snape den Gang entlang. Er schloss das Klassenzimmer
auf und alle setzten sich an ihre Tische. Draco setzte sich mit seinen
Hauskameraden an einen Tisch. An den Nebentisch setzten sich Neville, Hermine,
Harry und Ron. Ron setzte sich genau so, dass Draco ihm in die Augen sehen
konnte, wenn sie etwas von der Tafel abschreiben mussten und als Draco kurz
aufblickte, trafen sich die Blicke von Ron und ihm. Draco wendete den Blick so
schnell wie möglich ab und schrieb weiter. Doch wieder hatte er dieses komische
Kribbeln im Bauch. Auch wenn Draco ihn auf irgendeine Weise anziehend finden
würde, er hatte eh keine Chance bei ihm. Dass Ron in Hermine verknallt war und
er sie nie für jemanden wie ihn aufgeben würde, war doch klar. ER würde nie
jemanden finden, der ihn so lieben würde, wie er war. Noch nicht mal sein Vater
tat das. Ganz im Gegenteil. Er verbog ihn schon seid er klein war, damit er auch
ja so werden würde, wie sein Vater es will. Doch Draco wollte es nicht mehr so
hinnehmen. In letzter Zeit wiedersetzte er sich seinem Vater immer häufiger. Er
hatte sich auch verändert, zwar nicht äußerlich, aber innerlich war ein total
andere Mensch geworden über die Sommerferien. Aber er zeigte dies nicht.
Äußerlich behielt er seine eiserne, emotionslose und starre Maske. Nach
Zaubertränke hatten sie Pflege Magischer Geschöpfe. Als Draco den Hügel zu
Hagrids Hütte entlangging und dabei an Harry, Hermine und Ron vorbeiging hatte
er schon wieder dieses komische Kribbeln, dachte sich aber nichts dabei und
lief weiter.
Als sie dann vor der Hütte von Hagrid standen, warteten sie darauf, was Hagrid
diesmal für sie vorbereitet hatte. Sie mussten nicht lange warten, da kam
Hagrid auch schon. Wie es aussah hatte er nichts, was ihnen gefährlich werden
könnte. "Hallo liebe Schüler und Schülerinnen! Leider werden wir dieses Jahr
nicht viel mit lebenden Tieren zu tun haben! Wir werden dieses Jahr eher in die
Vergangenheit reisen und schon langst ausgestorbene Tiere behandeln. Vondaher
werden wir die Tiere eher nur auf Bildern oder Zeichnungen zu sehen bekommen!",
sagte Hagrid in einem wehleidigen Tonfall und ein Aufatmen ging durch die Menge.
"Heute werden wir damit aber noch nicht beginnen, wir werden heute in den
verbotenen Wald gehen und Sachen für eine bestimmte Zeremonie besorgen! Wir
werden in den nächsten Wochen diese vorbereiten und sie dann an einem
bestimmten Tag vollziehen!", sagte Hagrid mit einer etwas aufgeregten Stimme.
Ein Raunen und Tuschen war nun von den Schülern zu hören, als Hagrid abermals
zu sprechen begann. "Ich schicke euch in drei Teams in den Wald und jede Gruppe
bekommt eine andere Sache, die sie besorgen müssen! Ich habe die Teams schon
eingeteilt. Die Liste hängt an der Tür meiner Hütte, schaut mit wem ihr in
einer Gruppe seid und was ihr genau besorgen sollt, es sind insgesamt 5
Gruppen. Zieht dann los, ich suche euch dann auf und bringe euch heil aus dem
Wald wenn die Stunde zu ende ist... Also dann mal los!" Das waren die endgültig
letzten Worte, die Hagrid noch zu sagen hatte. Alle stürmten zu der Tür von
Hagrids Hütte, vor der ein ziemliches Gedrängel entstand. Harry, Hermine und
Ron waren sich sicher, dass sie eine Gruppe bilden würden, aber als sie auf die
Listen schauten, traf sie der Schock.
Ron, Hermine und Draco sollten
ausgefallene Einhornhaare aufsammeln, während Harry mit Parvati und Zabini
grün-lilafarbene Beeren pflücken sollten. Crabbe, Goyle und Lavender wiederum
mussten rote Kräuter pflücken und Neville, McDougal und Nott blaue
Kastanienblätter. Seamus, Dean und Milicent Bulstrode wiederum hatten die
Aufgabe, nach orangefarbenen Sträuchern Ausschau zu halten.
Als die drei die Liste lasen, waren nicht nur sie empört über die
Zusammenstellung der Gruppen und sie wollten schon zu Hagrid gehen und sich
beschweren, aber Hagrid winkte ab, was wohl bedeutete er würde nichts an der
Einteilung ändern. So mussten sie wohl oder übel in den eingeteilten Gruppen
bleiben. So gingen sie zwar noch zusammen zum Wald, mussten sich dann aber
trennen, um die Sachen zu besorgen.
Ron stellte es sich schwer vor, diese Sachen zu besorgen, da er wusste, dass es
gerademal noch fünf Einhörner in diesem Wald gab, die sich zum Großteil
verborgen hielten. Hermine, Draco und er liefen erst einmal eine halbe Stunde
quer durch den Wald, ohne auch nur eine Spur eines Haares zu sehen. Doch dann
sah Ron an einem Ast ein Büschel silberglänzender Haare, die dem eines
Einhornes sehr ähnlich sahen. "Hey guck mal, da sind Einhornhaare, ich glaube
wir sind fertig!", sagte Ron, rannte zu dem Ast und nahm die Haare ab. "Eine
Frage noch, wie kommen wir jetzt zurück?", fragte Ron und sah Hermine, so wie
auch Draco an. "Äh gibst da nicht so ne art Funktion beim Zaubersatb die einem die richtung anzeigt !", gab Draco
kleinlaut zu. "Genau das ist die perfekte Idee!", rief Hermine überschwinglich
und wollte Draco schon umarmen, aber dann besann sie sich eines besseren und
stoppte gerade noch.
Als sie auf dem Weg aus dem Wald waren, hatte Ron schon wieder dieses
merkwürdige Gefühl im Bauch, als Dracos Hand kurz die seine streifte und
diesmal machte er sich etwas länger Gedanken darüber, aber verwarf sie kurze
zeit später auch schon wieder. Als sie nach einer Weile den Waldrand erreicht
hatten, kam Hagrid ihnen entgegen. "Ah ihr seit schon fertig, dann bringt es
einfach zur Hütte und geht in den nächsten Unterrichtsraum!", sagte er und ging
weiter. Die drei taten wie ihnen geheißen und gingen dann getrennte Wege, da
Draco jetzt Verwandlung hatte und Hermine und Ron Zauberkünste.
Harry könnte es nicht fassen in was für einer Gruppe er gelandet war. Er war
mit den beiden größten Tratschtanten der ganzen Schule zusammen unterwegs. Als
sie am Waldrand ankamen ging es schon los, dass Patil und Zabini sich stäubten
tiefer in den Wald zu gehen. Harry reichte es jetzt schon, aber sie hatten,
besser gesagt er hatte eine Aufgabe zu erledigen. Harry war nämlich auf einen
Kompromiss mit den beiden eingegangen der besagte dass er, wenn die beiden es
Hagrid nicht sagen würden, alleine in den Wald gehen und die Beeren besorgen
würde. Die beiden willigten sofort ein und setzten sich auf einen umgefallen
Baumstamm und erzählten sich den neusten Tratsch. Harry könnte dies nur recht
sein, da musste er sich wenigsten nicht das Gelaber von den zwei Labertaschen
anhören. Nach einer halben Stunde hatte Harry die Beeren gefunden und befand
sich schon auf dem Rückweg, als auch ihm Hagrid entgegen kam. "Hey Harry, wo
ist denn der Rest deiner Gruppe?", fragte Hargid und sah besorgt hinter Harry,
ob die beiden Mädchen vielleicht noch kämen. "Ähm die sind schon
vorausgegangen, ist doch nicht schlimm oder? Bin doch eh gleich da!", sagte
Harry mit einer Unschuldsmiene, der niemand wiederstehen konnte. "Nee Harry
geht klar, aber pass auf, es kann sein, dass hier irgendwo eine Falle ist, also
bring die Sachen einfach zu meiner Hütte, dann kannst du in den nächsten
Unterrichtsraum gehen, also bye!", gab Hagrid von sich und ging schon weiter.
"Harry da bist du ja wieder, können wir jetzt gehen?", fragte Zabini in einem
sehr unhöflichen Ton, als Harry nach einer Weile bei den beiden ankam. "Ja
macht 'nen Fisch!", gab Harry in einem nicht minder unhöflichen Tonfall zurück
und brachte dann schnell die Beeren zu Hagrids Hütte.
Nach Pflege magischer Geschöpfe ging Draco zum Klassenzimmer für Verwandlung.
Sie mussten einen Ast in eine Katze verwandeln. Aber aus irgendeinem Grund war
Draco nicht so wirklich konzentriert und sein Ast verwandelte sich in alle
möglichen Tiere, nur nicht in eine Katze. Alle waren verwundert, dass Draco,
der ja sonst immer so gut war, diese Aufgabe nicht bewältigen konnte. Der
nachfolgende Unterricht verflog wie im Flug und schon saß er wieder in der
Großen Halle um Abendbrot zu essen. Diesmal hatte er nicht so viel Glück, wie
beim Frühstück, denn Pansy setzte sich genau neben ihn. Schon als er ihre bloße
Anwesenheit neben sich spürte, wurde ihm ganz schlecht, aber er ließ es über
sich ergehen und blendete sie ganz einfach aus. Doch dann spürte er auf einmal
ihre Lippen und ihre Zunge seinen Mund berühren. Draco verlor fast die Nerven
und zog seinen Zauberstab, aber so, dass nur sie ihn sehen konnte. Pansy störte
das reichlich wenig. Sie achtete gar nicht darauf und fuhr fort, ihn zu küssen
und zu berühren, was in ihren Augen wohl sexy wirken sollte, aber das war es
für Draco ganz und gar nicht. „Hör verdammt noch mal auf damit, du weißt, dass
ich nie mit dir in irgendeiner Weise eine Beziehung anfangen würde, weil du
erstens die größte Schlampe bist, die an dieser Schule herumläuft und außerdem
bist du hässlich wie die Nacht. Und wie du ja sicherlich noch weißt, bin ich
schwul und selbst wenn ich es nicht wäre... Ich würde dich niemals attraktiv
finden!", stellte Draco klar und wandte sich wieder seinem Essen zu.
Er atmete erleichtert auf. Es schien, als hätte Pansy den Versuch aufgegeben,
ihn anzumachen, doch wenig später spürte Draco eine Hand zwischen seinen
Beinen, die an der Unterseite seines Oberschenkels immer weiter nach oben
wanderte. Ein paar Lippen berührten sein linkes Ohr und hauchten folgende Worte
in sein Ohr: „Ach komm schon Draco, du willst es doch genauso sehr wie ich, also
zier dich nicht, ich verspreche dir, du wirst es nicht bereuen!"
Nach diesen Worten platzte Draco endgültig der Kragen. Er griff nach seinem
Zauberstab und feuerte einen Fluch auf Pansy ab, der bewirkte, dass sie riesige
Furunkel im ganzen Gesicht bekam, aus denen grüner Eiter floss. Er stand auf
und Pansy begann lauthals zu schreien. Draco stürmte aus der Halle und rief ihr
folgende Worte zu: "Pansy lass mich endlich in Ruhe, ich will nichts von dir und
du weißt auch warum, auch wenn es nicht so wäre würde ich nie etwas mit dir
etwas anfangen, wann kapierst du das endlich?" Er ging in den Gemeinschafstraum
der Slytherins und schnappte sich sein Buch, welches er gestern Abend dort
liegen lassen hatte. Dann ging er in den Schlafsaal und schloss sich dort ein.
Eine Viertelstunde lang las er und konnte sich dann aber nicht mehr so recht
darauf konzentrieren, sondern holte sein – immer gut verstecktes – Tagebuch
hervor (Allerdings war es auch nicht allzu schwer, etwas vor seinem Mitbewohner
zu verstecken). Also begann Draco, sich seine Emotionen von der Seele zu
schreiben:
Hey liebes Tagebuch,
Heute war ein ganz normaler Tag, also das heißt Pansy ging mir mal wieder auf
den Geist und Professor Snape hatte wieder mal miese Laune. Aber es gab doch
einige komische Momente... Ich bekam nämlich immer so ein komisches Kribbeln
im Bauch, wenn eine gewisse Person in meiner Nähe war. Natürlich ist sie
männlich, was dich sicher nicht erstaunt, aber na ja, sie kommt aus Gryffindor,
was dich vielleicht ein wenig wundert! Aber weißt du, die Gryffindors sind halt
die Besten, ich wäre gerne in diesem Haus, aber wie du ja weißt musste ich den
Sprechenden Hut austricksen, damit ich den Ansprüchen meines Vaters gerecht
wäre. Hätte ich mich doch nur damals getraut, mich meinem Vater zu widersetzen,
dann würde ich jetzt wohl am Gryffindortisch sitzen und nicht bei den
Slytherins. Die andere komische Sache heute war, dass ich mich in Verwandlung
irgendwie nicht konzentrieren konnte... ich war richtig schlecht. Ach ja, heute
habe ich Pansy endlich klar gemacht, dass ich nichts von ihr wissen will. Ich
habe ihr beim Abendbrot ein paar schöne, eitrige Furunkel ins Gesihct
gezaubert, nachdem sie mir zwischen den Beinen rumgefummelt hat.
Also Bye, liebes Tagebuch dein Draco
Nachdem Draco den Eintrag zu Ende geschrieben hatte, schloss er die Tür vom
Schlafsaal auf und legte sich schlafen. Er hoffte, einen ruhigen Schlaf zu
haben. Doch als er am nächsten morgen aufwachte, fühlte er sich wie gerädert
und wollte schon im Bett liegen bleiben, aber er wollte nicht gleich schon am
zweiten Tag die Schule schwänzen. Ihm fiel ein, dass er heute ja keinen
Nachmittagsunterricht hatte, da alle Lehrer die sie am Nachmittag hatten unter
mysteriösen Umständen nicht anwesend waren. Also blieb Draco doch nicht im
Bett sondern stand auf, machte sich für den Unterricht fertig und dann auf den
Weg zum Frühstück
Während Zauberkünste war Ron ganz übel und er hatte das Gefühl irgendetwas
würde ihm fehlen. Zum Glück ging die Stunde schnell rum und bald gab es schon
Mittagessen. Als Ron, Harry und Hermine sich auf den Weg zur Großen Halle
machten, gingen Draco und seine Gang wieder an den Dreien vorbei. Plötzlich kam
das bekannte Kribbeln in der Magengegend wieder und Ron suchte einen Grund warum
er es schon wieder fühlte, doch er fand keinen. Nur langsam schlich sich eine
leise Ahnung, was es zu bedeuten haben könnte in seinen Kopf. Sie betraten die
Große Halle, setzen sich an ihren Stammplatz und begannen zu essen. "Hermine
hast du heute in Pflege Magischer Geschöpfe mitbekommen, dass Malfoy nicht mehr
so eine vorlaute Klappe uns und den anderen gegenüber hat?", fragte Ron zwischen
zwei bissen. Hermine, empört über Rons Manieren, sagte: "Stimmt du hast Recht,
aber warum?" "hein klan", sagte Ron, der gerade viel Essen im Mund hatte und es
sorgfältig über den ganzen Tisch versprühte. „Ron! Kannst du nicht mal
ordentlich essen und erst reden, wenn du gekaut hast?", schrie Hermine empört
und strich sich den Kartoffelbrei, den Ron auf sie gespuckt hatte, vom Umhang.
"Entschuldigung!", sagte Ron nun in einem höflichen und förmlichen Ton und mit
leerem Mund, widmete sich dann aber wieder genussvoll seinem Essen zu. Der
Rest des Unterrichts verging ziemlich schnell und ohne weitere Zwischenfälle
und so kam es, dass Ron, Harry und Hermine schon wieder auf dem Weg zur Großen
Halle waren und zum Abendbrot aßen. Plötzlich drang ein Schrei durch die Stille,
die sonst über der großen Halle lag. Alle drehten sich in die Richtung aus der
der Schrei gekommen war und dieser kam vom Slytherintisch, um genau zu sein von
Pansy Pakinson, die mit einer Art Furunkel bedeckt war, aus denen grüner,
dickflüssiger Eiter spritzte. Sie saß schreiend neben dem gradeaufstehenden
Draco Malfoy. Draco stürmte zur Tür und rief Pansy folgendes zu: " Pansy lass
mich endlich in Ruhe, ich will nichts von dir und du weißt auch warum, auch
wenn es nicht so wäre würde ich nie etwas mit dir etwas anfangen, wann kapierst
du das endlich?" Mit diesen Worten stürmte er aus der großen Halle und in
Richtung Kerker. "Was zur Hölle war das den für eine Aktion?", fragte Ron und
hatte diesmal ausnahmsweise kein Essen im Mund. "Woher sollen wir das denn
wissen?", gab Hermine in einem rauen Ton zurück. "Ist ja gut, war ja nur 'ne
Frage!", nuschelte Ron und vergrub sich wieder in seinen Teller.
"Entschuldigung Ron, war nicht so gemeint!", sagte Hermine entschuldigend, aber
Ron reagierte nicht, sonder aß weiter und verschwand dann auch ohne auf Harry
und Hermine zu warten im Gryffindorturm. Als Harry und Hermine zehn Minuten
später auch in den Gemeinschaftsraum kamen, hofften sie, dort Ron zu treffen,
wurden aber enttäuscht, denn Ron saß oben im Schlafsaal, hatte die Beine an die
Brust gezogen und schrieb in ein ledergebundenes, sehr geheimes Buch – sein
Tagebuch.
Liebes Tagebuch ,
Heute war der erste Tag in meinem sechsten Jahr auf Hogwarts. Er war relativ
normal. Jaaa, nur noch zwei Jahre, dann sehe ich diese Schule nie wieder von
innen, außer wenn ich mit Hermine zusammenkomme und sie Lehrerin in Hogwarts
wird. Aber das passiert eh nicht, weil Hermine auf andere Kerle steht, als auf
mich aber ich bin Hals über Kopf in sie verknallt... Glaube ich zumindest. Ich
habe ja ständig dieses Kribbeln im Bauch. Heute schrie sie mich wieder mal an,
nur weil ich sie gefragt habe was in Malfoy gefahren ist, da er wie angestochen
durch die Große Halle gestürmt ist und ich dachte, dass Hermine darüber etwas
weiß, aber nein sie muss mich ja immer anschreien, wenn ich sie mal was frage,
aber ich bin es ja gewohnt von Hermine angeschrieen zu werden. Also was soll's!
Also Bye, liebes Tagebuch dein Ron
Als Ron sein Tagebuch gut und sicher versteckt hatte, schloss er den Schlafsaal
wieder auf und ging in den Gemeinschaftsraum wo er auf Harry und Hermine traf.
"Hey Ron, Entschuldigung wegen vorhin, das war nicht so gemeint, ich habe
etwas überreagiert... Verzeihst du mir noch mal bitte?", fragte Hermine und sah
ihn entschuldigend an. „Ich habe wohl auch etwas überreagiert...", gab Ron nun
zu, „Verzeihst du mir?" „Natürlich!", antwortete Hermine mit Tränen in den
Augen.
Die Drei redeten noch ein wenig und Harry und Ron spielten eine runde
Zauberschach. Dann gingen sie aber auch schlafen, um am nächsten Morgen nicht
zu müde zu sein. Aber auch da ging Ron ein paar Minuten früher als Harry und
Hermine ins Bett. Hermine und Harry dachten einfach, dass Ron sehr müde war,
aber Ron war wegen einem anderem Grund in den Schlafsaal der Jungen gegangen.
Ihm lag noch so viel auf der Seele von dem er wusste, dass er, wenn er es
niemanden anvertrauen würde, nicht ruhig schlafen könnte und da es um ein sehr
spezielles Thema ging konnte er nicht mit Harry darüber reden und Hermine fiel
total flach, also blieb ihm nicht viel mehr übrig, als in sein Tagebuch zu
schreiben. In das hatte er heute zwar schon geschrieben, aber es war halt ein
Notfall und Notfälle forderten halt Opfer, dachte Ron sich und griff zu dem
Buch und begann auf ein Neues zu schreiben.
Liebes Tagebuch,
Hier bin ich noch mal. Heute war kein normaler Tag, nein heute war ein absolut
komischer Tag, ich hatte immer so ein komisches Kribbeln im Bauch, wenn eine
gewisse Person in meiner Nähe war. Es war aber nicht Hermine, wie sonst immer.
Ich glaube, meine Gefühle stehen ganz schön auf dem Kopf, denn die Person ist
nicht weiblich, sie ist männlich. Ich weiß nicht, ich glaube fast, ich bin
schwul. Aber ich bin mir nicht ganz sicher. Diese Person, die dieses Kribbeln
bei mir ausgelöst hat ist Draco Malfoy. Ich weiß, dass es absurd klingt, aber
ich schätze er hat sich in letzter Zeit sehr verändert, er ist nicht mehr der
arrogante und vorlaute Typ von früher, nein er hält sich zurück. Mal sehen wie
das weiter geht... Ich weiß es wirklich nicht, doch wenn ich mir sicher bin,
was in mir vorgeht, erfährst du es als erstes!
Bye, liebes Tagebuch dein Ron
Nach dem er diesen Beitrag beendet hatte, versteckte er sein Tagebuch wieder
sicher und schlief nach einigen Minuten auch schon ein. Als Ron am nächsten
Morgen durch den Lärm aufgeweckt wurde, wusste er schon, dass sein Schlaf sehr
unruhig gewesen sein musste. Ihm taten der Kopf und der Rücken sehr weh, aber
er wollte nicht gleich am zweiten Tag den Unterricht verpassen und da sie heute
eh' nur fünf Stunden hatten und keinen Nachmittagsunterricht, da alle Lehrer die
sie am Nachmittag hätten im Namen des Ordens unterwegs waren, würde er das schon
durchstehen. Er stand also auf, suchte seine Sachen zusammen, machte sich fertig
und ging mit Harry und Hermine zum Frühstück. Als sie sich an ihren Tisch
setzten, sahen sie wie Pansy Parkinson noch immer mit den Furunkeln im Gesicht
herumlief." Madame Pomfrey hat anscheinend keinen Gegenzauber gefunden!",
grinste Ron und musste aufpassen, dass er nicht lauthals loslachte. "Ja
anscheinend! Geschieht ihr aber auch recht, schließlich wirft sie sich jedem
Kerl an den Hals, der nicht bei drei auf den Bäumen oder Schwul ist!", sagte
Hermine und sah Pansy mit einem abwertenden Blick an. "Hä? Es gibt doch gar
nicht so viele schwule Jungen in Hogwarts, oder?", fragte Harry mit einem
dümmlichen Unterton. "Na man kann sagen, dass die Hälfte der Jungen schwul oder
mindestens Bi ist und mit den anderen hat Pansy schon mindestes zweimal
geschlafen!", unterrichtete Hermine Harry beiläufig, nahm sich einen Toast und
aß ihn ohne etwas drauf geschmiert zu haben. "Hey Hermine, seit wann ist du
rohen Toast, das schmeckt doch gar nicht!", fragte Ron und sah auf den Toast.
"Ähm ich habe ein paar Pfunde an den Hüften zugelegt und deshalb will ich nicht
mehr so viel und vor allen nicht mehr so fettig essen!", sagte Hermine und aß
genüsslich weiter. Harry und Ron langten wiederum ganz schön zu. Als sie nach
einer Dreiviertelstunde fertig waren, gingen sie zum Klassenzimmer für
Verwandlung.
Als Draco die letzten Treppen zur großen Halle hinauf stieg sah er, wie Pansy
Parkinson aus dem Büro von Professor Snape kam und immer noch diese Furunkel im
Gesicht hatte. Draco lachte sich innerlich ins Fäustchen, ging aber ohne eine
Regung an ihr vorbei. Als er in die Eingangshalle trat, spürte er einen warmen
Atem in seinem Nacken und kurz darauf hörte er wie Pansys Stimme leise in sein
Ohr flüsterte,,Dafür wirst du bezahlen, dafür dass du mein atemberaubendes
Aussehen zerstört hast! Du darfst heute nach dem Unterricht Professor Snape
einen Besuch abstatten!" Nachdem sie ihre Rede beendet hatte, ging sie weiter
und Draco schüttelte sich innerlich, weil Pansys Eiterfurunkel in ihrem Gesicht
seine Haut berührt hatten. Er hastete ihr hinterher, packte sie am Arm und
drehte sie in seine Richtung, sodass sie sich in die Augen sahen. "Wenn du
denkst, dass du mich eingeschüchtert hast, dann hast du dich getäuscht und
außerdem... Wag es nie wieder deine abstoßendes Eitergesicht in die Nähe meiner
Haut zu bringen, ist das klar?", fragte Draco in einem wutentbrannten Ton. Er
ließ sie los und ging in die große Halle, um zu Frühstücken. Ihm war nach
dieser Aktion eigentlich der Hunger vergangen, aber trotzdem zwang er sich ein
Marmeladenbrot rein und ging dann in den Flur vor dem Zauberkunstzimmer, wo
noch niemand stand.
