Kapitel: 02 – Erste Erkenntnisse

Severus Snape erwachte ein paar Minuten später aus einem unruhigen Schlaf. Was hatte er da nur wieder zusammengeträumt? Und warum bei Merlin träumte er von Lupin? Ob das etwas zu bedeuten hatte?

Severus stockte in seinen Überlegungen.

Oh nein, hoffentlich hatten sie nicht ihn gefragt, ob er sich als Anschauungsprojekt der Gattung der Werwölfe für diese Vortragsreihe zur Verfügung stellte!

Der hätte doch glatt zugestimmt. Er war ja immer so hilfsbereit. Jederzeit im Einsatz für die Menschheit!´

Severus schüttelte seine Gedanken ab, stand auf, machte sich frisch und zog sich um.

Quatsch Severus´, schalt er sich innerlich selbst. Es gibt noch mehr Werwölfe als Lupin!´

Anschließend ging er los und setzte sich in den Seminarraum, wo er auf den Beginn des ersten Vortrages wartete.

Der Seminarraum war eine große Halle mit einer Bühne und ringsherum Stuhlreihen, die bis die Wände hinauf gingen.

Severus setzte sich weiter nach oben. Die Sicht genügte ihm und hier hatte er wenigstens seine Ruhe. Er wollte nicht beobachtet oder angesprochen werden, von jenen, die ihn erkannten.

Sie würden ihn nur mit wissenschaftlichen Fragen bedrängen, die hier sicherlich erläutert werden.

Remus sah nach einiger Zeit auf seine Uhr, raffte seufzend seine Glieder, die er kurz zuvor noch so schön gestreckt hatte, und klopfte den Staub von seiner Robe. Er war mit Sicherheit der einzige Werwolf hier.

Wieder schimpfte er über seine Gutmütigkeit, die ihn in diese Lage gebracht hatte.

Auf in den Kampf den Torero! Hast du auch keine Lust und bist voller Frust!´

Seufzend stand er auf und klopfte an die Türe.

Der Wachmann, der draußen vor der Tür wartete, öffnete und sah ihn ängstlich an. Ein Security-Team stand vor der Tür und einer davon stotterte nervös: „Ko … kommen s… sie bitte mit uns!"

Remus überlegte, warum die solche Angst hatten. Schließlich war er nicht verwandelt. Sah er so schrecklich aus? Er zuckte mit seinen Schultern und folgte dem Sicherheits-Team.

Hoffentlich tut es nicht weh, was die wohl genau vorhaben? ...ob Severus den Wolfsbanntrank an mir vorführt?´

Es tat ihm schon irgendwie weh, sich als Versuchskaninchen vorführen zu lassen.

Schließlich wurde er hinter eine kleine Bühne geführt, auf die man über eine kleine Treppe gelangte.

Während er dort hinter dem Vorhang wartete, hörte er einem Vortrag zu, von dem er nichts verstand.

Vielleicht hätte ich mich vorher erkundigen sollen, was die mit mir vorhaben.´

Severus lauschte interessiert dem Vortrag, während Remus plötzlich von hinten geschubst wurde und auf die Bühne stolperte.

Verwirrt blinzelte dieser, das Licht im Saal blendete ihn. Remus sah in die riesige Menge von Zauberern und Hexen, zwischen denen er Severus jedoch nicht ausfindig machen konnte.

Dieser wurde gerade bleich, als er erkannte, wer da die Bühne betrat.

Oh nein, hat er sich wirklich dazu bereit erklärt? Ist der denn lebensmüde?´

Severus bekam Angst, als er an seinen eigenen Vortrag dachte, mit Lupin als Versuchsperson.

Oh Gott! Was wenn mein Trank nicht gelingt? Ich wage es mir nicht dies auszumalen. Natürlich habe ich ihn schon getestet, alle Möglichkeiten ausgeschlossen, aber was wenn doch etwas schief geht? Ein Restrisiko bleibt immer ... Albus killt mich!´

In der Zwischenzeit taumelt Remus langsam zu dem ältlichen Professor, der ihn hektisch heranwunk. Während Remus auf diesen zuging, suchte er die Menge noch immer nach Severus ab. Doch dies war völlig zwecklos, es waren einfach zu viele Anwesende.

Er versuchte zu erahnen, was dieser wohl gerade dachte.

Wahrscheinlich Lupin der Depp, da kann ich besonders grausam sein!´

Remus wurde unsanft aus seinen Gedanken gerissen, als der kleine Professor seinen Zauberstab schwang und er plötzlich ein Halsband trug, an dem er hin und hergezogen wurde, um einzelne Teile seines Körpers und dessen Eigenschaften zu zeigen, die bei normalen Menschen nicht so waren.

Remus knurrte wütend und zischte: „Was soll der Sch…! Nehmen sie mich von der Leine, ich bin in dieser Form nicht gefährlich!"

Dann seufzte er ergeben auf und ließ alles Weitere über sich ergehen.

Umso schneller ist es vorbei!´

Severus ballte indes die Fäuste auf dem Schoß. Er hält es auf seinem Platz kaum aus. Er hasste es, wenn andere gequält wurden. Dies erinnerte ihn immer an den Lord!

Wenn er selbst mal jemanden strenger anpackte, so kannte er doch seine Grenzen.

Typisch Lupin! Er tut doch immer alles, was andere von ihm erwarten, er ist doch zu zuvorkommend´, dachte er voll Ironie.

Remus kiekte plötzlich erschrocken auf, als der Professor an eine recht delikate Stelle packte und lief knallrot an.

„Also, ich darf doch bitten!", presste er hervor.

Severus hielt sich die Augen zu und dachte nur: Oh Gott! Das können ja ein paar Tage werden!´

Dabei blinzelte er jedoch durch seine Finger hindurch und hörte aufmerksam zu.

Ob dies da bei Werwölfen auch anders ist … ach quatsch! Die erzählen hier wieder Ammenmärchen … was denk ich da eigentlich …!´

Er sah, wie Remus endlich von der Bühne geschubst wurde und der kleine Professor seinen Vortrag beendete.

Wenn die gröber geworden wären, hätt´ ich mir den Kerl da vorne einmal vorgeknöpft.´

Erleichtert verließ Severus den Saal.

Remus schüttelte sich und hoffte, dass der nächste Vortrag am Nachmittag etwas netter vor sich gehen würde.

Man war das peinlich … hoffentlich war Severus nicht unter den Anwesenden! Ob er sich jeden Vortrag ansah?´

Er wurde von einer Frau aus dem Sicherheits-Team zurück in sein Zimmer geleitet.

Die ängstliche Security wäre sicher schon davon gehuscht, wenn sein Hintern geknurrt hätte.

In seinem Zimmer angekommen und wieder eingesperrt, ging er langsam zur Couch und ließ sich darauf plumpsen.

Hoffentlich waren nicht alle Vortragsredner so drauf, wie der von gerade eben!´

Remus rieb sich den aufgeschürften Hals.

Der hat doch ganz schön gezogen. Was wohl der nächste Vortrag behandelt? Hoffentlich nichts zum Thema Paarungsverhalten´

Remus lief bei diesem Gedanken rot an.

Severus überlegte indes, was er nun tun sollte. Er musste eigentlich mir Lupin wegen seinem Vortrag reden. Langsam ging er über den Korridor.

Albus killt mich und … wir brauchen ihn beim Phoenixorden in einem Stück.´

Severus war inzwischen auf seinem Zimmer angelangt und lief unruhig auf und ab.

Gleich gab es erst einmal Mittagessen, um 15 Uhr würde der nächste Vortrag stattfinden, wie sollte er da die Zeit finden, um mit Lupin reden?

Wie gesagt, die Story kam uns bei einem Online-HP-Chat-Spiel.

Ich leite eines auf Worldtalk.de. Es handelt sich dabei um ein Harry-Potter-Slash-Play.

Wir suchen noch einige genauso verrückte Slashies wie wir für unsere Zwangs-Slash-WG!

Besetzte Rollen:

Severus Snape

Remus Lupin

Sirius Black

Harry Potter

Lucius Malfoy

Vorrangig gesucht wird ein Draco Malfoy.

Wer Interesse hat, möge sich bitte bei mir melden!

Danke und Knuffel

Serena Snape