Yeah. Noch jemand der solch eine sadistische Seite hat wie ich :muhehehehe:

Link:glare:

Was'n los?

Link: Das was wir vorhin besprochen haben. Ich verlange –

Vergiss es dammich noch eins. Ich ändere den Namen des Kapitels nicht ab. Sense.

Link:schmoll:

An Faylen7: Wer das Mädel genau ist wird nicht verraten ;) Spannung ist dann doch raus. Aber dein Name kam mir von vornherein bekannt vor bezg. deiner FF auf zfans. Die war auch sehr gut. Kompliment dafür :)

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-- Ich habe das Kapitel etwas abgeändert und ein paar Stellen korrigiert. Viel Spaß beim lesen. --


3. Kapitel

Heldenhaftes Weglaufen

„Verdammt." Fluchte Link und rüttelte an der Tür, doch sie blieb stur verschlossen. Der Herr der Zeit gab auf. Er hatte, nachdem er die Tür vom Gästezimmer durchschritten war, einen Treppenabgang gefolgt der ihn zwei Stockwerke nach unten führte. Dieser Flur war mit Landschaftsbildern geschmückt und besaß einen großen Kronleuchter. Kahle, blasse Steine zierten die meterhohen Wände. Sein Blick fiel auf eine kleine Kammer am Ende des Raumes. Etwas schimmerte am Boden. Wenige Schritte später hatte der Hylianer es auch schon in der Hand. Es war aus Metall, sechseckig, sehr dünn und seine Ränder waren blau und in der Mitte weiß. Symbole waren im Zentrum eingraviert. Link kannte sie nicht, doch er steckte es in eine Tasche, die er im Zimmer zuvor entdeckt hatte und locker an seiner Hüfte hinab baumelte. ‚Vielleicht wird es später nützlich sein.'

Er sah noch die zwei Kisten neben sich durch, doch sie waren leer. Der Herr der Zeit schritt weiter die Treppe hoch. Sein Blick wanderte zu einem Bild an der Wand; es zeigte eine weite grüne Landschaft, einen See und dahinter ein weißes Schloss.

Link seufzte.

‚Wo bin ich hier nur?'

Es klang zwar merkwürdig, da er sich erst seit ein paar guten Stunden, wie Link schätze, hier aufhielt, doch sehnte er sich bereits nach seiner Heimat, den Ausflügen zusammen mit Epona seiner treuen Stute, seinen Freunden…

Link durchfuhr ein Schock - ein schrecklicher Gedanke. Waren Prinzessin Zelda und seine Freunde etwa auch in diesem Gemäuer? ‚Zelda, Salia, Darunia,…' Wurden sie ebenfalls verschleppt? Er hoffte es zu ihrem Wohle nicht. Doch Link erwischte sich mit dem Verlangen ein vertrautes Gesicht in diesem düsterem Schloss sehen zu wollen. Es wäre für ihn, wie ein Licht in der Finsternis.

Nein. Nein. Dies wollte er ihnen nicht wünschen hier zu sein. Es reichte schon, dass ihm dieses Gemäuer einen Schauer über den Rücken jagte. Es strahlte etwas unheimliches, beängstigendes aus. Ebenso kam ihm diese Kälte der Räume nicht natürlich vor, eher wie ein dunkler, böser Zauber. Weiterhin hatte er das Gefühl, dass er beobachtet würde. ‚Einbildung.' Versuchte Link sich selbst zu beruhigen. ‚Pure Einbildung.' Doch das Schloss verströmte eine seltsame Aura, welche ihn in seiner eigentlichen Größe schrumpfen lies. Link erwischte sich selbst wie er ein paar Mal seinen Rücken kontrollierte, nach möglichen Gefahren Ausschau hielt. Jeden Schritt den er tat, jeden Atemzug den er nahm, jeden Lidschlag von ihm; fremde Augenpaare verfolgten seinen Gang durch das Schloss. Er fühlte es.

‚Ruhig. Ganz ruhig. Du musst nur das blöde Haupttor finden und abhauen.' Doch etwas in Links Innerem sagte ihm, dass es nicht so einfach werden würde. Das waren seine Abenteuer noch nie gewesen…

Der Herr der Zeit schritt weiter die Treppe hoch. Unten gab es nichts mehr zu holen und für die Tür brauchte er einen Schlüssel, den er, wie er hoffte, hinter der nächsten Tür im Obergeschoss zu finden glaubte. Links von ihm war der Raum, in dem er sich zuvor umgezogen hatte, er jedoch ging geradeaus. Angenehm frische Luft kam ihm entgegen nach Öffnen der Tür. Der Hylianer trat auf einen Balkongang und Sterne begrüßten ihn vom nachtdunklen Himmel aus. Dies war auch alles, was er erkannte. Unten im Hof war es zu finster, um weiteres auszumachen. Link wandte sich ab. Zwischen dem niedrigen Geländer, das aus kleinen weißen Säulen bestand, waren in regelmäßigen Abständen große, dicke Säulen aufgereiht. Doch bei einer musste er zweimal hinsehen, um sich sicher zu sein das es DAS auch war. An der Säule klebte Blut und nahm über die Hälfte der Fläche ein. Es war alt und verkrustet, aber reichte aus, um Link' s Magengegenden aufzuwühlen. Er sah den weiteren Gang entlang. Der Hylianer stutzte. ‚Warum ist das Blut nur hier? Warum ist nichts auf dem Boden oder an anderen Stellen?' Angewiderte, und mit einigen offenen Fragen, wandte er sich ab. ‚Warum nur dort?' Ging es ihm weiter durch den Kopf, während er rechts in einen kleinen Flur eine Tür kontrollierte. Link schritt weiter, ohne sich darüber zu ärgern, dass sie eben verschlossen war, und kam in einen Gang, weg vom Balkon, der sich am Ende in zwei Richtungen gabelte.

Rechts konnte der Herr der Zeit kaum etwas erkennen, keine Kerzen oder Fackeln brennten in dem Abschnitt. Links fand er eine Tür, daneben stand ein kleiner Tisch, welcher noch eine Vase mit verstaubten, vertrockneten Blumen zeigte. Doch im hellen Schein eines Kerzenständers entdeckte der Hylianer einen Bund lila Kräuter darauf. Es roch angenehm als er es an seine Nase hielt. ‚Lavendel.' Link fühlte sich plötzlich weniger angespannt und der Duft holte ihn für einige Augenblicke weg von diesem düsteren Ort.

Allerdings half es ihm nicht bei seiner Entscheidung, welche Tür er als nächstes nehmen sollte. Der Hylianer wählte die dritte, welche sich rechts im Gang zuvor befand. An dieser war er zuvor vorbeigehuscht als ihm die Weggabelung ins Auge fiel. Link seufzte und ergriff den Knauf. „Ich wette um 50 Rubine - "

Die Tür ging auf.

Der Herr der Zeit jubelte innerlich und schwang die leise ächzende Tür weiter auf. Mit einem Grinsen auf seinen Lippen, über diesen kleinen Erfolg, betrat er einen kerzenhellen Raum, den er zunächst, aufgrund der vielen verstaubten Bücherregale, die die gesamten Wände zierten, als Bibliothek abstempelte; doch ihm fiel ein Schreibtisch und eine Tafel gegenüber auf. ‚Wohl eher das Arbeitszimmer.' Link erinnerte dies an Prinzessin Zelda's Bücherei. Allerdings war diese wesentlich prunkvoller ausgestattet und, wohlgemerkt, gepflegter. Er sah zu den Büchern in den Regalen, welche bereits eine Zentimeterdicke Staubschicht aufwiesen, und schüttelte den Kopf darüber, wie man nur so nachlässig mit seinen Besitztümern umgehen konnte.

In der Mitte entdeckte Link einen Sockel aus dunklem Holz, ein massives Buch war darauf aufgeschlagen. Er schritt über den staubigen Teppich und fand, zu seiner Verwunderung, dass die Seite wohl erst vor kurzem von Jemandem aufgeschlagen wurde. Sie war nicht staubbedeckt. ‚Mal sehen was so interessant war.' Er wollte das Kapitel lesen, doch es war in einer anderen Sprache verfasst.

Sein Blick schweifte weiter über die Tafel, welche ebenso kaum Staub aufwies. Auf ihr war mit Kreide, Zeichnungen aufgemalt und viele Notizen vermerkt:

Luminessanten

Luminessanten sind winzige Kreaturen, die auf die ätherische Energie des Azoth reagieren. Sie können dazu verwendet werden, den in der Nähe befindlichen Azoth zu finden.

Es müssen jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, während man sie behandelt:

EINS

Wenn man Luminessanten in direkten Kontakt mit einen von Azoth durchdrungenen Gegenstand oder Wesen kommen, senden sie eine kleine elektrische Ladung aus, die dem Träger einen elektrischen Schock versetzt.

Je höher die Konzentration von Azoth in besagtem Träger, desto größer und kraftvoller der Schock.

ZWEI

Das Leben von Luminessanten wird dramatisch verkürzt, wenn sie in direkten Kontakt mit frischer Luft kommen. Diese Zeit unterscheidet sich von Art zu Art, ist aber nie länger als ein paar Minuten.

„Luminessanten? Azoth?" Stirnrunzelnd darüber, dass er von diesen Wesen noch nie etwas gehört hatte, erblickte Link neben den Notizen ein Bild, dass wohl das Wesen darstellen sollte. Es war rund und das Innere weiß ausgemalt. Der Zeichner wollte offensichtlich erreichen, dass es leuchtend aussehen sollte. Link kämpfte gegen den Drang an, der Malerei den letzten Schliff zu verpassen, indem er zwei Flügel ranmalte, um dadurch mehr Ähnlichkeit zu seiner ehemaligen Helferin Navi aufzubauen.

Etwas aufgeheitert wandte der Herr der Zeit sich ab und nahm auf dem Stuhl am Schreibtisch platz. Er untersuchte die Schubladen, eine von ihnen war abgeschlossen. ‚Wäre auch zu einfach gewesen.' In der Hoffnung einen Schlüssel zu finden, wühlte Link erneut die Schubfächer durch... und wurde fündig. In der hintersten Ecke, lag ein kleiner Schlüssel in einer Schatulle. ‚Jetzt muss er nur noch der Richtige sein.' Er war es auch, was Link ein Lächeln auf sein Gesicht zauberte. Endlich hatte er mal Glück. Es klickte und Augenblicke später hielt der Hylianer ein, in schwarzes Leder gebundenes, Buch in Händen. Mehr war nicht in der Schublade. Der Herr der Zeit widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem Wälzer zu. Mit Entsetzen stellte Link fest, dass es durch ein kleines Schloss gesichert war. Zwei Lederbände waren in den ebenso ledrigen Einband verwoben und hielten es zusammen, mit der Sicherung, fest verschlossen. ‚Wahrlich nicht mein Tag heute.' Er kontrollierte die Schubfächer abermals, doch ein Schlüssel enthielt es nicht, ebenso wollte das Schloss nicht durch rohe Gewalt nachgeben. Link verfluchte seine Entführer dafür, dass sie ihm all seine Habseligkeiten abgenommen hatten, wo sich auch ein kleines Messer darunter fand was er nun gut gebrauchen könnte. Das einzige was ihm geblieben war, waren seine Ohrringe.

Der Hylianer steckte das Buch in seine Tasche und hoffte später etwas zu finden, um es zu öffnen, aber der Misserfolg ärgerte ihn. Doch unter seinem wütenden Schnauben hörte er ein schweres Atmen und Grunzen hinter sich. Langsam drehte Link sich auf dem Stuhl um… er keuchte.

In der Tür stand ein Riese von einem Mann.

‚… Lauf.'

Er füllte mit seiner Masse den gesamten Türrahmen aus. Von seiner Größe und Statur hätte er leicht Ganondorf Konkurrenz machen können. Seine Haut war bleich und hatte eine Glatze und zerschlissene Kleidung an.

‚Lauf.'

Der Riese kam mit schweren Schritten auf Link zu. Der Hylianer erkannte im Kerzenschein nun besser sein Gesicht, seine Augen waren so groß wie Link' s Faust, dunkel und die Hälfte seiner Zähne fehlten dem Mann. Doch die Ohren…

‚Das kann doch nicht - '

„Stören-… Störenfried." Grunzte der Riese und stapfte weiter auf Link zu. „Tut mir leid. Ich wusste nicht das – aber ich bin hier aufgewacht – unten im Keller. Ich wurde verschleppt." Im Innern des Hylianers stieg Angst hoch, wie er sie noch nie zuvor gefühlt hatte. Viele Abenteuer hatte Link bisher bestritten, aber dies…

‚Lauf, lauf.'

Ruckartig stand er auf und umkreiste den Sockel mit dem Buch, der Mann befand sich auf der anderen Seite und streckte seine klumpige Hand nach ihm aus. „Eindringling." Der Hylianer wich zurück, was den Riesen wütend machte, den Sockel mühelos umstieß und seine Faust auf Link zurasen ließ. „EINDRINGLING!" Geschickt wich der Herr der Zeit aus und rannte aus dem Zimmer.

‚Lauflauflauflauf. LAUF!'

Link preschte den Gang zurück in sein Zimmer. Wütendes Gebrüll und „Eindringling!" Rufe drangen an seine Ohren. Er schlug die Tür hinter sich zu, lehnte sich schwer atmend und um Luft ringend dagegen. ‚Ich muss mich verstecken. Sonst – sonst erwischt mich dieses… Ding.' Panisch sah der Hylianer im Raum umher. Sollte er sich unter der Couch verstecken? Nein, da würde er oder es ihn schnell finden. Lieber raus in den Garten? Er sträubte sich erneut ins Freie zu gehen, denn die Erinnerung an den Keller saß noch tief.

Ein Blitz durchzuckte seinen Körper. ‚Das Bett!'

Schnell warf der Herr der Zeit sich auf den Boden und kroch unter das Möbelstück. Die überhängenden Laken verdeckten ein Großteil der Sicht auf ihn. Es dauerte nur wenige Sekunden, ehe Link auch schon das laute Gestapfe und das Knarren der Tür hörte. Heftig atmend und grunzend betrat der Riese das Zimmer und ging suchend umher. Link quetschte sich weiter unter das Bett, bis zur Wand und drückte die Tasche fest an seinen Körper. Sein Atem ging schnell und hastig.

Es dauerte einige Minuten ehe der Riese endlich den Raum durch die Tür zum Garten verließ. Link seufzte erleichtert und kam vorsichtig aus seinem Versteck hervor. Darauf achtend nicht zu viel Lärm zu machen, schlich er zur anderen Tür und rannte dann außer Hörweite zum vorherigen Gang.

Das Erkunden des Schlosses und ebenso einen Ausgang zu finden, würde nun schwieriger werden, mit einem Verfolger im Nacken, das wusste der Hylianer.

Aber eines stand fest: er war nicht in seinem geliebten Hyrule oder eines der Nachbarländer. Dieser Riese war kein Hylianer, dass erkannte Link an seinen fehlenden Spitzohren. Doch wie war es bei der Magd? Er gestand, darauf nicht geachtet zu haben, zu unheimlich war ihr erstes Treffen gewesen.

Link erreichte die Tür gegenüber von dem finsteren Korridor. Ab sofort musste er sehr wachsam sein.


Link :applaudier: Wow. Du hast es mal geschafft mehr als eine Seite zu schreiben.

:schrottflinte entsicher:

Link: Ab sofort bin ich ruhig.

Schön das wir uns mal aussprechen konnte.

Link :mit piepsiger stimme: Find ich auch.