AHHHH ich hab total vergessen hier auf die Geschichte hoch zuladen... Dafür gibt's heute das 7. Kapitel und in den nächsten Tagen folgen Kapitel 8 + 9!

Hier geht's jetzt mal weiter mit Kapitel 7 - Have fun :)

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Kapitel 7: Gefühlschaos

Sie hatte schon wieder eine schlaflose Nacht hinter sich, ihre Gedanken drehten sich ständig um das, was ihr fast mit Malfoy passiert war. Hermine war beinahe dabei gewesen, Ron zu betrügen. Wenn sie darüber nachdachte, ja dann, dann hatte sie ihn ja eigentlich schon betrogen.

Immerhin war sie mit Draco nicht bis zum Äußersten gegangen, aber es reichte eigentlich schon, dass sie sich hatte küssen und ausziehen lassen.

Natürlich kam dann noch die Frage dazu, was passiert wäre, wenn Scorpius NICHT geklopft hätte? Hätte sich ihr Gehirn wieder rechtzeitig eingeschaltet? Oder hätte sie das Ganze einfach zugelassen und wäre wirklich auf Malfoy reingefallen?

Je länger sie darüber grübelte und je öfter sie sich das NEIN auch einredete, es kam schlussendlich doch immer wieder ein JA dabei heraus. Ja, sie hätte sich verführen lassen, ja, sie wäre weiter gegangen und ja, es hatte ihr gefallen. Hermine hatte es viel zu gut gefallen und sie war sich auch überhaupt nicht sicher,, was Draco denn eigentlich genau von ihr wollte?

Sie war gerade auf dem Weg in ihr Klassenzimmer und machte sich weiterhin Gedanken über die vergangene Nacht. Als sie aber so durch die Gänge ging, wurde ihr eines bewusst: Solange sie nicht wusste, was Draco mit ihr machte, oder eher mit ihrem Köper, musste sie ihm fernbleiben. Entschlossen sah sie auf, als sie vor ihrem Klassenzimmer stand, nickte zu sich selbst und legte eine Hand auf die Türschnalle, um diese dann mit Schwung zu öffnen und einzutreten.

„Guten Morgen!", sie lächelte in die Runde. Woher genau diese Entschlossenheit auf einmal kam, war ihr selbst nicht ganz klar, aber sie würde es nun durchziehen, sie, Hermine Jane Granger... ähm Weasley, würde Draco Malfoy aus dem Weg gehen und ihn nicht mehr alleine antreffen... wollen!

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Das ging auch wirklich ganze zwei Wochen gut, es war mittlerweile November geworden und sie hatte sowieso viel zu viel zu tun. Sie musste Tests schreiben, die Fünftklässler auf ihre ZAG und die Siebtklässler auf ihre UTZ Prüfungen vorbereiten und das war wahrlich nicht wenig Arbeit.

Doch wurde es immer schwerer als Draco oder Harry, einer der beiden jedenfalls, anfing sich mehr mit dem anderen zu unterhalten, ja, und dann hingen sie sogar zusammen ab und machten Späße. Eindeutig wurde hier ihr Vorhaben sabotiert und sie glaubte eines Abends, als sie wieder mit den zwei `Spaßvögeln` zusammen saß, es sogar in Dracos Augen gesehen zu haben. Diese Entschlossenheit, Entschlossenheit sich etwas zu holen, was er fast gehabt und sie ihm dann doch verwehrt hatte.

Hermine vergrub ihren Kopf sogleich wieder in ihrem Buch und versuchte weiter zu lesen Eskanndochnichtsein,dassMalfoyaufeinmalSOeinInteresseanmirhatesseidenn,ichbinnureinesseinerseinerOhja,daswirdeswohlsein,ichbineinesseinerweiterenBetthäschen.ErwillmichfürsBettunddannist'sgutabernichtmitmir!EgalwievielCharmeoderFreundlichkeiterversucht,ichbleibehart!' Hermine entkam ein leiser Seufzer, der wohl doch zu laut war.

„Alles okay bei dir?" Harry.

„Hm?" Hermine sah ihn überrascht an: „Wieso denn nicht?"

„Ach, du schaust nur gerade so…. naja, irgendwie traurig aus." Harry sah sie etwas besorgt an.

„Ich? Ach was… Harry", sie lachte etwas, „mir geht's gut, ich bin einfach nur etwas müde. Die letzten Wochen waren anstrengend. Ich freu mich einfach schon auf die Weihnachtsferien." Sie lächelte und ignorierte Dracos direkten Blick.

„Wahrscheinlich hatte Weasley wohl auch schon länger keine Zeit mehr für sie", warf der blonde Bastard dann einfach in den Raum und sah dann grinsend zu Harry.

Hermine sah das Grinsen, sagte aber erst mal nichts. Harry war bestimmt über diesen Kommentar erhaben und würde nicht darauf reagieren!

Doch da hatte sie vergessen, dass es sich hier ja doch um Harry handelte, der zwar oft taktvoller als Ron war, aber dann doch wieder wie dieser handeln konnte.

Harry sah gleich zu Hermine und sah sie fragend an. „Ist es das? Wirklich? Hat Ron… naja, wirklich keine Zeit für dich? Soll ich mal mit ihm reden so von… Mann zu Mann?"

„Bitte?" Sie blickte Harry zornig an, „seid ihr beide jetzt total übergeschnappt? Es geht ja wohl nur mich und Ron etwas an, was wir wie, wann, wo und wie oft machen!" Sie schloss das Buch und stand dann gleich auf.

„Hermine! So hab ich das doch nicht gemeint… Ich mein… naja, Ron hat auch so etwas anklingen lassen."

Hermine hielt sofort inne und schluckte. Ron hat irgendwas anklingen lassen? Naja, sie hatten wirklich schon seit sicher sieben Wochen nicht miteinander geschlafen, aber er konnte doch nichts ahnen, oder? „Ron… hat was?", sie sah langsam wieder zu Harry zurück.

„Naja, er macht sich halt auch Sorgen um dich, ob das hier der richtige Job ist, weil du immer so angeschlagen bist, wenn du mal zu Hause bist und dass ihr eben schon… länger nicht mehr miteinander… habt." Er war immer leiser geworden, Hermines Blick gefiel ihm nicht. Er schluckte.

„Hör mir mal genau zu, Harry Potter", sie ging auf ihn zu und blieb dann vor ihm stehen, stemmte die Hände in die Hüften und sah ihn direkt an. „Sag Ron, wenn er das nächste Mal zu dir kommt und mit DIR darüber redet, dass er zuerst mal zu MIR kommen soll… und NEIN Harry, richte ihm schön aus, dass meine Arbeit absolut NICHTS damit zu tun hat. Er soll sich vielleicht einfach mal an die eigene Nase fassen! Ich hab nämlich auch keine Lust auf Sex mit einer halben Alkoholleiche!" Sie sah kurz zu Draco und dann wieder zu Harry, „oder weißt du etwa, wieso er zur Zeit so viel trinkt?" Hermine legte den Kopf schief, aber Harry schüttelte nur den Kopf, doch wusste er etwas, das war ihr sofort klar, als er etwas zusammengezuckt war.

„Nein? Du weißt nichts? Dann lern erst mal besser zu lügen!" Damit schnappte sie sich ihr Buch, drehte sich um und stampfte richtig sauer aus der Bibliothek.

Ron sprach mit Harry also über ihr Sexleben? Mit wem denn dann noch alles? Vielleicht sogar mit seiner eigenen Mutter? Hatte Molly sie deswegen das letzte Mal so komisch angesehen? OH, Ron würde etwas erleben, wenn sie ihn das nächste Mal in die Finger bekam….

„Woaw… jetzt mal langsam", Draco hielt Harry gleich fest, als der Schwarzhaarige aufspringen wollte, um Hermine nachzulaufen. „Ich denke, sie hat gerade genug von dir, Potter."

Harry sah ihn langsam an und ließ sich wieder auf den Stuhl sinken. „Sie hat doch irgendwas, ich kann sie doch nicht einfach so davon kommen lassen…."

„Doch, ich denke, das wäre jetzt gerade das Richtige. Sonst verhext sie dich noch und das willst du nicht erleben, oder?"

Harry schluckte und lehnte sich nach hinten. „Ne, nicht unbedingt…", er grinste Draco aber an, ja Hermine konnte wirklich gut zaubern und zuschlagen, das musste Malfoy im dritten Schuljahr am eigenen Leib erfahren.

„Potter, hör auf so scheiße zu grinsen!" Er knurrte und stand nun selbst auf. „Ich denke, ich werde jetzt mal ins Bett gehen. Nacht Potter." Er sah ihn nochmal an, hob die Hand zum Gruß und verließ dann ebenso die Bibliothek.

Draco blieb lange in dem Gang stehen, der hoch zu Grangers Wohnung führte, doch entschloss er sich schlussendlich dann doch lieber dazu, in sein eignes Zimmer zu gehen. Jetzt gerade war wohl wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, um mit ihr zu reden oder etwas anders zu machen. Aber was ihm etwas Genugtuung bereitete war, dass sie und Weasley seit dem Anfang ihrer kleinen… Affäre (wenn es überhaupt sowas war, denn da war er sich nicht mal sicher, es war zumindest… etwas) offensichtlich nicht mehr miteinander schliefen.

Mit einem sehr breiten Grinsen ließ sich Draco in sein eigenes Bett fallen, um zu schlafen.

:::…

Weitere Tage vergingen wieder ohne das Hermine mit Draco sprach und ihn bei Merlin auch nicht sah. Doch auch in diesen Tagen sprach sie kein einziges Wort mit Harry, sie war einfach sauer auf ihn. Es war unhöflich gewesen, sie so etwas zu fragen und dann wohl noch mit dem Hintergedanken es Ron weiter zu erzählen. Dieser hatte ihn doch sicher vorgeschickt, da war sie sich zu 100% sicher.

Was ihr in diesen Stunden immer mal wieder in den Kopf kam: Dracowürdedassichernichttun,erwarbestimmteinGentlemanunddiegenossenundschwiegenbekanntlich,oder?Wahrscheinlichauchwiedernicht,immerhinwaresMalfoy!'

Mit diesen Gedanken spielte sie mehrmals pro Tag herum und es war idiotisch, das war ihr total klar. Aber was sollte sie sonst denken? Dass es mit Draco bestimmt gut geworden wäre? Viel zu gut, oder das sie mit Ron nicht mehr schlief, weil sie sich nicht mehr zu ihm hingezogen fühlte? Es war einfach zum Haare raufen!

Gerade als sie vom Mittagessen aufstehen wollte, sah sie Harrys Blick, ging jedoch ohne zu warten weiter, sie wusste, er würde ihr folgen. Wahrscheinlich wollte er sich entschuldigen, ja, genau dassollte der Blick von ihm vermutlich heißen…

Seufzend ging Hermine aus der Großen Halle und blieb irgendwann einfach stehen. „Wie lange willst du mir jetzt noch folgen?" Sie drehte sich um und wer stand da? Natürlich, Harry!

„Wie… ich…", er sah sich suchend um, „ähm… ich folge dir doch gar nicht!", meinte er dann und sah langsam wieder zu ihr.

„Harry, was willst du?" Sie verschränkte die Arme vor der Brust und wartete, bis er zu ihr aufgeschlossen hatte.

Harry räusperte sich und blieb dann etwas unsicher vor ihr stehen. „Michentschuldigen", auch wenn sie erwachsen waren, so war Harry immer mal wieder ein riesen Baby.

„Was?" Natürlich hatte sie ihn verstanden, aber sie wollte es noch mal hören.

Harry holte tief Luft und sah sie dann langsam an. „Ich wollte mich bei dir entschuldigen, für den Mist, den ich…"

„…den du fabriziert hast?", beendete sie den Satz fragend.

Harry nickte. „Es tut mir leid…"

Hermine nickte ebenso und ließ die Arme langsam sinken. „Hat Ron wirklich sowas gesagt und hat er dich vorgeschickt, damit du mit mir redest?"

Nun sah er sie wieder unsicher an, wenn er schon wieder was Falsches sagen würde, dann würde sie ihn vielleicht wirklich noch verhexen, „ähmm…"

Die sichtlich genervte junge Frau sah ihn fragend an. „Ich werde dir schon nicht den Kopf abreißen, also? Was hat Ron gesagt?" Sie ging mit ihm etwas näher zu einem Fenster.

Der Schwarzhaarige folgte ihr nur langsam. „Also, ja, er hat was gesagt. Er meinte eben, dass er nicht genau wüsste, was mit dir los ist, weil du, wenn du zu Hause bist, immer so gereizt bist und dass ihr euch eben schon so lange nicht mehr nahe wart. Ja, und dann hat er gemeint, dass es wohl von der Arbeit kommt und dass ihm das gar nicht gefällt...", er hob gleich die Hand, als Hermine etwas dazwischen sagen wollte und sprach dann weiter, „Ich hab ihm gleich gesagt, dass er dir nicht verbieten kann, zu arbeiten und dass er weiß, dass es Anfangs schwierig ist, wenn man in einem neuen Job anfängt. Er hat es dann auch eingesehen, aber er macht sich eben Sorgen um dich, Hermine. Ron hat auch gesagt, dass du immer mal wieder, wenn du dich unbeobachtet fühlst, traurig aussiehst und das hab ich jetzt auch schon bemerkt. Immer wenn du glaubst alleine zu sein, versinkst du so in Gedanken und ich seh' es dir an, dass du traurig bist." Er sah sie besorgt an, „und dann, dann gibt's wieder ein paar Tage da bist du wie ausgewechselt. Wieder lebensfroh und ja… ich mach mir langsam auch Sorgen um dich. Ist denn wirklich alles okay mit dir?" Er legte eine Hand auf ihre Schulter und sah sie fragend an.

Hermine sah ihn länger an und dann auf den Boden, als er anfing, davon zu reden, dass es ihr wohl nicht ganz so gut zu gehen schien. Er hatte recht, Ron und Harry, sie beide hatten recht. Es ging ihr nicht mehr gut, schon lange nicht und das merkte sie hier in Hogwarts noch mehr, aber nein, es hatte nichts mit der Arbeit zu tun. Es war ihr zu Hause, es war Ron, es war ihr ganzes Leben, das sie einfach hasste.

Die Tage, von denen Harry gesprochen hatte, an denen es ihr gut zu gehen schien, waren allesamt Tage, an denen sie etwas mit Draco gehabt hatte. Oder eben Tage, an denen sie es geschafft hatte, ihren Kopf einfach auszuschalten und zu leben. Doch leider ging das nicht so oft, wie sie es sich wünschte.

„Es geht mir gut, Harry…", sie sah ihn wieder an und versuchte ehrlich zu lächeln. „Wirklich, es ist einfach zurzeit nur etwas viel, aber ich komm mittlerweile echt ganz gut rein und ich denke, bis Weihnachten hab ich das alles auf der Reihe!"

„Bist du dir sicher? Du kannst mit mir über alles reden Hermine, wirklich! Und wenn du nicht mit mir reden willst, dann red zumindest mit Ginny, ja? Versprichst du mir, dass du zumindest mit Ginny oder mit mir sprichst?"

Hermine lächelte nun wirklich ehrlicher und umarmte Harry dann einfach. „Danke Harry und ja… ich werde mit Ginny oder mit dir reden wenndieZeitdafürreifist'"

Harry wirkte nun doch erleichtert und drückte sie länger, bevor er sie wieder losließ. „Das ist gut", er nickte und zog sie nochmal an sich, „dann werde ich auch langsam mal los. Ich hab gleich Training." Er zog sie noch ein letztes Mal an sich und ließ sie dann doch los, um sich auf den Weg zum Quidditchfeld zu machen.

Sie beobachtete ihn, als er auf dem Absatz kehrt machte und dann auch aus ihrem Sichtfeld verschwand. Kaum war Harry nicht mehr zu sehen, ließ sie sich auf eines der breiten Fensterbänke nieder und ließ ihren Tränen, die sie seit Wochen zurück gehalten hatte, freien Lauf. Hermine konnte gerade einfach nicht mehr, es war wirklich zu viel gewesen und wenn sie nicht aufpassen würde, dann würde es auch noch raus kommen und alles wäre kaputt. Was sollte sie nur tun?

:::…

Hermine war nach ihrem Zusammenbruch in ihr Zimmer geflüchtet, Stimmen von Schüler hatten sie aufgeschreckte, so dass sie gleich nach oben gestürmt war und sich ins Bad begab. Sie betrachtete sich länger im Spiegel, sah sich selbst in ihr verweintes Gesicht.

„Warum hast du hier nur angefangen? Wärst du doch nie auf die Bitte eingegangen…", meinte sie zu ihrem Spiegelbild und schüttelte dann den Kopf, wusch sich das Gesicht mit kaltem Wasser und legte dann von neuem Make-up auf. Erst als sie sich sicher war, dass sie nicht gleich wieder zu weinen beginnen würde, was doch noch ein paar Mal passiert war, machte sie sich erneut auf den Weg hinunter. Sie hatte am Nachmittag noch zwei Unterrichtsstunden und die wollte und würde sie auch gut meistern.

Gerade als sie um die Ecke zu ihrem Klassenzimmer bog blieb sie stehen, da lehnte doch tatsächlich Draco Malfoy an der Wand und sah auf, sobald er ihre Schritte gehört hatte. Ihre Augen trafen sich und es dauerte ein paar Minuten, bis sie doch weiter ging. „Heute bleibt mir aber auch gar nichts erspart", murmelte sie zu sich selbst.

Als sie die Tür in den Klassenraum öffnen wollte, spürte sie Dracos Hand an ihrem Handgelenk und dieser zog sie gleich zu sich. „Was willst du Malfoy?", zischte sie ihm entgegen.

„Mit dir reden Granger, du gehst mir ja schon seit Längerem aus dem Weg…", er wollte sie hinter sich herziehen, doch Hermine entzog sich seiner Hand viel zu schnell.

„Du willst reden?" Sie sah ihn fragend an. „Gut, dann komm mit!" Sie deutete auf das Klassenzimmer und ging dann einfach hinein. Sie sicherte sich somit ab, hier konnte Draco nichts Unüberlegtes machen, er konnte sie zum Beispiel nicht einfach küssen.

Sie sah nochmal nach hinten, ging dann aber einfach nach vorne zu ihrem Schreibtisch und legte schon mal alles ab. Als sie wieder aufsah, bekam sie fast einen Herzinfarkt. Draco war ihr tatsächlich gefolgt. Den Kopf etwas grinsend schüttelnd sah sie zu ihren Schülern. „Schlagt Seite… 150 auf. Lest euch das Kapitel durch und schreibt euch die Fragen, die auftauchen, auf. Bis dann werde ich mit Professor Malfoy sicher fertig gesprochen haben, wir haben noch etwas...", sie wandte sich kurz zu diesem, „Wichtiges zu klären." Sie sah wieder zu Draco und deutete ihm an, ihr etwas nach hinten zu folgen.

Die Kinder konnten sie noch immer sehen, aber dennoch nichts verstehen. „Also, was willst du?" Sie lehnte sich an einen der Tische, die hier standen (dort waren die ganzen Utensilien für den Unterricht darauf verstreut). Sie gingen gerade die Entdeckung des Schießpulvers durch und somit lagen auch ein paar alte Feuerwaffen auf dem Tisch, natürlich nur zur Veranschaulichung. Doch überkam sie die ungemeine Lust eine zu nehmen und diese gleich auf Draco zu jagen… Den Gedanken verwarf sie aber sogleich wieder.

Draco sah sich zunächst die Sachen etwas an, wandte sich dann aber doch wieder Hermine zu und sah sie lange an. „Du willst das wirklich hier… vor den Schülern besprechen?"

„Es gibt doch nichts zu reden, was die Kinder nicht auch hören könnten, oder…", sie hielt kurz inne, „außerdem hören sie uns hier nicht, sie können uns nur sehen."

Draco schloss die Augen und holte tiiief Luft, bevor er sie wieder ansah. Er musste sich die Worte jetzt wohl genauer zusammen legen. „Ich will dir doch nur einen Gefallen tun, Granger. Dich aufregen und mir gleichzeitig den Kopf abreißen… das willst du doch, oder? Du verurteilst mich mit jedem deiner Blicke, aber dass du selber ebenso daran schuld warst oder bist, darauf bist du noch nicht gekommen, stimmt's? Es ist doch immer der böse, böse Malfoy?" Er lehnte sich etwas selbstgefällig an den Tisch und sah sie weiterhin an.

Hermine schnaubte, als er das so sagte, ihr Blick wanderte gen Boden. „Oh doch… ich hab darüber nachgedacht, ich denke fast andauernd daran und ich weiß, dass ich es genauso gewollt habe." Sie sah ihn nun direkt an. „Genau aus diesem Grund geh ich dir auch aus dem Weg und aus sonst keinem anderen. Ich weiß nicht, wieso ich gerade dir das alles wegen Ron erzählt habe", sie senkte ihre Stimme wieder etwas, „ich hab es aber und auch deswegen will ich, dass wir das Ganze einfach vergessen. Es ist niemals etwas zwischen uns passiert und ich hab es einfach aus meinem Kopf gestrichen. Was soll das auch werden? Ich bin verheiratet, genauso wie du und außerdem haben wir auch jeweils noch Kinder." Sie stoppte als sie seinen Blick sah, ja, es war doch absurd. Ihr Blick wanderte wieder zu Boden.

„Du streichst es einfach aus deinen Erinnerungen, ja? Hast du dann den Vergessenheitszauber versaut?" Hermine sah ihn fragend an. „Du ziehst mich immer noch mit deinen Blicken aus, immer dann, wenn du denkst, dass dich keiner beobachtet… achja und wenn es dir ja so gar nicht gefallen hat, wieso stellst du Weasley dann auf das Abstellgleis?"

Hermine sah sofort wieder auf. „Das ist nicht wahr!", meinte sie zu dem Thema ‚mit den Blicken ausziehen', „und das andere, das hab ich Harry schon gesagt, das geht nur Ron und mich etwas an, und am wenigsten dich!"

Draco beugte sich etwas weiter zu ihr, „Weil es dir gefallen hat Granger… es hat dir gefallen, unter mir zu liegen, stimmt doch… ich sehe es in deinen Augen und weißt du… mir hat's auch gefallen!"

Eine Gänsehaut lief ihr über den Rücken, als sie seine Stimme so nahe, so leise, so vertraut an ihrem Ohr hörte. Sie schluckte und schob ihn dann gleich wieder von sich weg. „Vergiss es." Ein strenger Blick traf ihn nun. „Das wird nichts zwischen uns oder eher: Ich werde sicher nicht eines deiner weiteren Betthäschen! Such dir lieber eine andere Blöde, die darauf reinfällt. Ich bestimmt nicht, das solltest du wohl besser wissen!" Sie ließ ihn keinen Moment aus den Augen.

Der Blondhaarige leckte sich über die Lippen und sah sie ebenfalls an, es gefiel ihm wie abweisend sie war. „Das werden wir schon noch sehen…", er zwinkerte ihr zu und drehte sich dann mit einem Mal um und ging so als wäre nichts gewesen auf die Tür zu.

„VERGISS ES MALFOY!" Sie merkte zu spät, dass sie laut gerufen hatte und räusperte sich gleich. „PROFESSOR", rief sie ihm dann auch noch nach, als er schon bei der Tür draußen war und sie hätte schwören können, dass er ein breites Grinsen auf den Lippen hatte und sie knallrot im Gesicht war.

OhbeiMerlin,ERwirdnochmeinTodsein!' Sie schluckte und beruhigte sich schnell wieder, als die Tür wieder ins Schloss fiel und trat dann nach vorne zu ihren Schülern „Also, welche Fragen habt ihr?"

Sie sah zu ihren Schülern, doch ihre Gedanken waren wieder mal ganz wo anders. Bei einem gewissen blondhaarigem Slytherin, der ihr eindeutig mit jedem weiteren Treffen den Kopf mehr und mehr verdrehte.

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Review antwort:

JenniferCullen89

Ja, also hmmm... du stellst immer Fragen, die kann ich dir doch noch gar nicht beantworten, weil sonst weiß du doch schon alles! *gg*

Aber ja es geht noch etwas chaotisch weiter *hihi* und sorry das es hier so lange gedauert hat!

Bis morgen :))

Sunny