Weil ich heute so gut drauf bin, gibt's jetzt doch auch noch Kapitel 11 zum Lesen :D

Gleich gibt es die Auflösung aus Kapitel 10 uuuund noch mehr :D

und das Ganze gibt es ohne Betaleser(in), da ich sie leider nicht erreicht habe! Tut mir leid wenn ihr Fehler entdeckt...

Ich hoffe es gefällt euch und ich würde mich natürlich wieder über einige Reviews freuen!

Viel Spaß!

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Kapitel 11 – Ja oder Nein?

Die darauffolgenden Tage vergingen für Hermine quälend langsam, ihre Vermutung hatte sich um noch einen weiteren Punkt bestätigt, aber sie hatte nicht den Mut, den Mumm den letzten Schritt zur Klarheit zu machen. Noch dazu kam, mit wem sollte sie denn darüber reden?

Mit Harry? Der würde sich zu 100% bei Ron oder bei Ginny verplappern.

Mit ihrer Mutter konnte sie auch nicht wirklich sprechen, die würde sich auch noch freuen…

Sie selber? Sie freute sich aber nicht und deswegen konnte und wollte sie auch mit niemanden darüber reden.

Sogar Schüler merkten das etwas nicht mit ihr in Ordnung war und Rose wurde von Harry vorgeschickt, natürlich erzählte sie allen das sie sich eine Erkältung eingefangen hatte, die würde ja von alleine wieder vergehen.

Freitagnachmittag vergrub sie sich deswegen auch in der Bibliothek, so weit hinten wie möglich und mit viel zu vielen Büchern, aber durch die konnte sie sich erstens ablenken und zweitens verstecken!

Zum Lesen selber kam sie aber nicht, das Buch das sie aufgeschlagen hatte, lag unbeachtete vor ihr, während sie den Test in ihrer Hand anstarrte. Sie dachte die ganze Zeit nur darüber nach was sein würde wenn es denn wahr wäre?

Es würde einfach alles passen, ihre Tage waren ausgeblieben und die Pille hatte sie auch durch den ganzen Stress vergessen regelmäßig einzunehmen, sie hatte sich übergeben und Dracos Aussage sie hätte zugenommen würde auch noch perfekt in das Schema passen.

„Verdammt…", sie fluchte leise, ließ den Kopf nach hinten an die Wand fallen und starrte an die Decke, bevor sie wieder aufsah, das Buch zuschlug und eigentlich aufstehen wollte. Doch erneut machte ihr ein gewisser Blondschopf einen Strich durch die Rechnung, er hatte seit neuestem wirklich die Angewohnheit immer dann aufzutauchen wenn sie ihn am wenigsten brauchte, wie jetzt.

„Fluchen in der Bibliothek, du solltest aufpassen das dich Madam Pince nicht hinauswirft!", er lehnte sich an den Tisch und sah sie an.

Hermine ließ sich gleich wieder auf die Bank sinken und versteckte den Schwangerschaftstest, sie hatte ihn sich vor ein paar Tagen in London besorgt. „Malfoy bitte, ich hab gerade wirklich keinen Nerv für deine dummen Sprüche, kannst du nicht einfach wieder gehen und mich in Ruhe lassen?", sie sah ihn bittend an.

Dracos überheblicher Blick veränderte sich, es hatte bis jetzt immer Spaß gemacht, eben ein Schlagabtausch mit ihr, aber gerade sah sie wirklich scheiße aus.„Alles klar? Siehst irgendwie… äh krank aus…"

Sie sah ihn unverändert an. „War's das oder kommt noch etwas? Ich hab nämlich nicht den ganzen Tag Zeit."

„Okay gut, du hast wohl wirklich eine verdammt schlechte Woche erwischt", er bewegte sich aber weiterhin nicht, sah sie einfach an.

„Was wird das hier Malfoy? Hat dich Harry jetzt auch noch geschickt um mich auszuhorchen oder was willst du?"

„Granger beruhig dich, ja? Niemand hat mich zu irgendwas hier her geschickt, ich lese nur auch ab und zu gerne Bücher… in der Bibliothek, was man hier ja meistens macht", zur Demonstrationszwecken hob er sein Buch und setzte sich dann auf die Bank ihr gegenüber um es aufzuschlagen.

Hermine seuftzte, sie kam sich dumm vor, natürlich, Draco war auch eine Leseratte und noch dazu war es Freitagnachmittag, da konnte auch ein Draco Malfoy ein Buch in der Bibliothek lesen. Sie versuchte nebenbei den Test unter ihrem Pullover zu verstecken um dann aufzustehen. „Gut, dann geh ich eben", sie blieb neben dem Tisch noch mal stehen. „Achja, danke fürs Wegräumen", sie deutete auf die Stapel an Büchern.

Er sah gleich wieder auf, „Hey, nichts da, hiergeblieben!", er bekam gerade noch ihren Pullover zu fassen und zog sie an diesem zurück, wodurch sie aber etwas das Gleichgewicht verlor und wie es kommen musste die Verpackung mit dem Test den Boden küsste.

Nein', sie hockte sich sofort hin und wollte ihn aufheben doch war der vermaledeite Bastard schneller und hatte ihn schon aufgehoben. Hermine hob ihren Kopf langsam und sah in sein Gesicht, es sprach gerade Bände. „Was gibt's zu glotzen?", sofort stand sie auf und wollte ihm die Packung wieder abnehmen, doch zog er sie weg.

„Malfoy, gib mir diesen verdammten Test!", sie hielt ihm ihre Hand hin. „Was soll das werden? Willst du die Beschreibung auswendig lernen oder was?"

Er schwieg noch immer und las sich wirklich die Beschreibung durch. „Die sind nicht mal zu 100% sicher, Muggel tz", er sah nun doch mal zu ihr. „Wieso gehst du nicht zu Poppy?", entweder kam es ihr nur so vor oder er klang gerade wirklich besorgt.

Hermine ließ die Hand wieder sinken und setzte sich dann auch auf die Bank. „Weil das die größte Tratschtante von ganz Hogwarts ist? Ich will nicht...", sie seuftzte, „ich will nicht das es Ron so erfährt…", sie schloss die Augen und ließ den Kopf sinken.

„Und wieso hast du ihn dann nicht schon gemacht?", er legte IHN auf den Tisch und sah sie fragend an.

„Weil ich das Ergebnis nicht wissen will?", sie sah wieder auf und ihn nun fragend an. „Ich will nicht schwanger sein, schon wieder, nicht jetzt und… und schon gar nicht von Ron…", sie wusste nicht wieso sie das gerade alles Draco erzählte, aber er war eben gerade hier und das Geheimnis hatte er ja schon entdeckt. Jetzt musste er dadurch.

Draco lachte auf, ließ es aber gleich wieder als er ihren Blick sah. „Jemand anderes kann es ja schwer sein, außer man wird jetzt seit neuestem schon durch küssen schwanger…"

Zum zweiten Mal in ein paar Tagen spielte er auf ihre Küsse an, doch musste sie dann auch schmunzeln. „Das ist nicht witzig…"

„Na gut", er stand auf, nahm den Test und zog sie dann auf die Beine.

„Na gut? Was wird das?"

„Ich denke ich begleite dich, damit du Angsthase endlich Gewissheit hast, ist ja nicht auszuhalten wie scheiße du zurzeit aussiehst"

Hermine zog eine Augenbraun hoch, aber er versuchte hier gerade wohl wirklich nett zu sein, auf seine Art eben, „danke…"

Er nickte etwas. „Unter einer Bedingung, wenn du den Test gemacht hast, gehst du trotzdem noch zu Poppy und lässt dich von ihr durchchecken, dann kannst du dir ganz sicher sein…", er sah sie ernst an.

Die junge Frau sah ihn lange an und wog alles ab, bis sie dann langsam nickte, „okay, wenn's denn sein muss…", sie seufzte und sah dann überrascht auf die Hand die er ihr hinhielt. Nach kurzem zögern nahm sie diese und folgte ihm. Draco war gerade wie eine Boje im offenen Meer, würde sie seine Hand los lassen, dann würde sie unaufhaltsam ertrinken.

Ihr Weg führte sie zu einem WC, tief im Kerker, genauer gesagt zum Badezimmer von Draco, wo er sie dann auch reinschieben musste. „Also schaffst du das jetzt alleine oder muss ich dir dabei auch noch helfen?", er hielt ihr den Test hin.

Hermine räusperte sich und ließ seine Hand dann los um den Test zu nehmen, sie sagte nichts darauf, schob ihn einfach hinaus und schloss die Tür wieder nur um sie gleich nochmal zu öffnen.

Draco wollte gerade davon gehen, sah aber wieder zur Tür. „Das, ging jetzt wirklich schnell…"

„Was? Nein… ich wollte nur nochmal…. Mh… danke", sie sah ihm in die Augen, schloss die Tür dann aber wirklich.

Er sah länger auf diese und ging dann wirklich zur Couch wo er sich setzte um zu warten, wie er sich an Astoria zurück erinnerte dauerte es so um die 10 Minuten und wie er Granger kannte würde diese bestimmt nicht davor raus kommen.

Als aus den 10 Minuten aber 30 Minuten wurden und sie immer noch nicht da war, ging er doch lieber mal nachsehen, nicht das sie sich in einem Anfall von Wahn aus dem Kerkerfenster gestürzt hatte, „Granger?", er klopfte an der Tür und öffnete diese dann vorsichtig als er nichts hörte.

Er vernahm ein leises Schluchzen und fand sie dann an der Badewanne lehnend, weinend, vor, ‚Toll.' Er ging langsam zu ihr und ließ sich dann auf den Boden neben ihr sinken. „Was ist los?"

Hermine sagte nichts, hielt ihm stattdessen nur den Test hin. Er erkannte 2 Streifen darauf, was wohl so viel bedeutete wie. „Schwanger…", meinte er leise.

Sie schluchzte wieder auf und drehte sich dann zu ihm um sich an seine Brust zu werfen und an dieser einfach weiter zu weinen. Ihr Leben war vorbei, sie würde zu Hause sitzen und ein weiteres Kind groß ziehen während Ron weiterhin die Arbeit erledigte die sie eigentlich machen wollte.

„Hei, Granger…", er tätschelte etwas ungelenk ihren Rücken, „das heißt noch gar nichts… du gehst jetzt noch zu Poppy, schon vergessen? Dann kannst du dir erst sicher sein. Also solltest du da jetzt besser hin!"

Doch kam keine Reaktion von ihr, er hatte zumindest mit einem verächtlichen Schnaupen gerechnet, aber nicht mit nichts. „Die Welt geht nicht unter… auch wenn Wiesel der Vater ist… Granger?", er rüttelte sie vorsichtig, „Hermine?", doch rührte sie sich wirklich gar nicht mehr, eher rutschte sie mehr zur Seite.

„Oh toll, das auch noch… Granger musst du wirklich ohnmächtig werden?", er zog sie an sich und stand dann auf um sie hochzuheben. Als er sie richtig auf den Armen hatte trug er sie hinüber in sein Schlafzimmer wo er sie dann in sein Bett legte. „Eigentlich sollte ich dich aus dem Zimmer werfen… aber was tut man nicht alles."

Er zog ihr ihre Schuhe und den Pullover aus. „Wenn das jetzt nur ein Ablenkungsmanöver ist, vergiss es. Morgen gehen wir zu Poppy", er deckte sie zu und sah dann zu ihr hinunter, „Schlaf gut" damit verließ er das Zimmer.

Er würde heute Nacht wohl eher mit der Couch Bekanntschaft machen müssen. „Womit hab ich das verdient…"

:::…

Hermine wurde erst am nächsten Vormittag wach, sie drehte sich langsam auf den Rücken bevor sie dann die Augen richtig aufschlug. Sie war nicht in ihrem Zimmer und definitiv nicht in ihre Bett, außerdem besaß sie nicht so eine grün-graue Bettwäsche und dann kam noch dieser einzigartige Geruch hinzu, männlich.

Die Erinnerungen des gestrigen Abends kamen nur langsam wieder, bis sie sich abrupt aufsetzte und sich umsah, ‚doch alleine…?' Niemand außer sie selber war hier und es sah auch nicht so aus als hätte Draco ebenso in diesem Bett übernachtet.

Die junge Frau ließ sich wieder in die Laken zurücksinken und legte eine Hand auf ihrem Bauch ‚Es war also doch kein schlechter Traum… verdammt'. Seufzend setzte sich sie nach weiteren Minuten auf, sie musste die Wohnung verlassen und dann ihrem Schicksal einfach in die Augen sehen.

Mit ihren Schuhen bepackt öffnete sie die Schlafzimmertür und verlies dieses dann auch auf leisen Sohlen, an Draco selber dachte sie schon gar nicht mehr, der würde bestimmt schon über alle Berge sein. Doch sie täuschte sich schon wieder in ihm, gestern war er schon richtig nett gewesen und jetzt lag er auf der Couch und hatte eine total verdrehte Schlafposition.

Er zwang Hermine richtig stehen zu bleiben, denn sein Anblick (nur in Shorts und die Haare total verwüstet) ließ sie erstarren und sie begann ihn genauer zu mustern…

„Wie lange willst du mich denn noch anstarren?", kam es gähnend, mit rauer Stimme von einem eigentlich noch schlafendem Draco.

Hermine schreckte hoch und sah ihn dann wieder länger an, „Oh, ich.. ich wollte dich nicht wecken, wollte gerade gehen…", sie deutete auf die Tür, „du kannst also wieder in dein Schlafzimmer", da drehte sie sich schon um, doch im gleichen Moment hielt er sie auch schon fest.

„Äh, nichts da… Du wirst jetzt frühstücken und dann gehen wir zu Poppy, alleine hast du ja wieder nicht den Mut dazu", er schob sie zum Küchentisch und drückte sie dann auf einen Sessel. „Die Hauselfen werden gleich etwas bringen und ich bin dann erst mal duschen!", damit ging er auch schon auf die Badezimmertür zu

„Die Hauselfen bringen dir dein Essen? Es sind keine Sklaven!", doch verschwand Draco da schon lachend im Bad. „Das mein ich ernst!", rief sie ihm noch nach lehnte sich dann aber zurück um eben zu warten.

Kurz darauf erschien auch wirklich das Essen, so als würde es immer so sein und wenn sie so überlegte, samstags hatte sie ihn noch nie in der großen Halle frühstücken sehen.

Hermine begann nebenbei zu essen. Er hatte wohl immer seine Betthäschen da und die wollte er natürlich nicht im Schloss vorführen, aber dafür gleich die Hauselfen ausnutzen, nein das gefiel ihr auch nicht, obwohl es schon auch wieder Luxus war.

Sie wurde erst aus ihren Gedanken gerissen als die Badezimmertür wieder aufging und ein fast nackter Draco Malfoy aus dem Bad kam. Ihr Mund stand bestimmt offen, aber sie konnte gerade nicht anders, seine Haare hingen ihm nass ins Gesicht und dann hatte er nur ein Handtuch um seine Hüften geschlungen. Er kam direkt auf sie zu und ihr wurde heißer.

„Gut in meinem Bett geschlafen?", er setzte sich an den Tisch, strich sich einmal durch die Haare und nahm sich unbeeindruckt etwas zu essen.

„Was?", sie räusperte sich und sah gleich auf ihre Teetasse. „Ja.. dein Bett… äh war sehr bequem… wäre aber nicht nötig gewesen…", sie trank schnell einen Schluck und verbrannte sich dann auch noch woraufhin sie die Tasse fast fallen ließ.

Draco zog eine Augenbraun hoch und sah sie verwirrt an, dachte sich aber nichts dabei. „Klar und dann hättest du mir heute Vorwürfe gemacht? Nein danke darauf hatte ich keine Lust…"

Hermine atmete, während er sprach, ein paar Mal tief ein und aus um wieder klar im Kopf zu werden. „Das hätte ich nicht gemacht… du hättest ruhig das Bett nehmen können, dafür das du es nicht getan hast… bin ich dir aber trotzdem, irgendwie dankbar…!", damit aß sie dann schließlich ohne weitere Pannen weiter. Natürlich vermied sie es jetzt doch lieber ihn anzusehen. Die Zeitung war `interessanter`. Als er dann aber endlich aufstand um sich anziehen zu gehen atmete sie erleichtert auf, sie hätte es keine Sekunde länger neben ihm ausgehalten, ohne durchzudrehen….

...

Nach zirka 15 Minuten war er endlich fertig und machte sich frisch gestylt und endlich wieder angezogen mit Hermine auf den Weg zur Krankenstation. „Ich kann da auch alleine hingehen, Madam Pomfrey wird sich sonst noch was denken und außerdem hab ich noch die Sachen von gestern an… ich will mich zumindest umziehen!"

„Granger, glaub mir, ich werde dafür sorgen das sie nicht `sonst noch was` denkt! Überlass einfach mir das reden, sonst kommt wieder sowas wie heute früh raus", er sah sie aus dem Augenwinkel an und sie konnte das Grinsen spüren, auch wenn sie es nicht sah.

„Pf… bitte, wenn du denkst du wirst das so toll machen… dann lass ich dir eben den Vortritt!", giftete sie ihn etwas von der Seite an, während sie ihm ungern weiter folgte. Man(n) merkte sofort das sie absolut keine Lust hatte das Poppy es herausfinden würde, würde sie ja auf kurz oder lang und dann würde es bald Hogwarts wissen und dann auch Ron. Daraufhin wäre dieser bestimmt total sauer und eingeschnappt, dass er es nicht von seiner Frau höchstpersönlich erfahren hatte und dann noch nicht mal als erstes…

Das Chaos wäre perfekt!

„Madame Pomfrey?", sie waren mittlerweile schon angekommen und natürlich übernahm Draco das reden, wenn er denn alles regeln konnte, dann sollte er es eben machen.

Es dauerte etwas, doch dann hörte man Schritte, dazu die passende Stimme und dann stand Poppy schon vor ihnen. „Mr. Malfoy? Mrs. Weasley? Was kann ich denn für sie tun?", sie sah Draco fragend an.

„Madame Pomfrey… ich denke Mrs. G- Weasley wird krank oder der gleichen… wir haben gestern noch an einem Projekt gearbeitet und da ist sie einfach ohnmächtig geworden… und natürlich wollte sie mit ihrer Sturheit heute auch nicht zu ihnen… ich musste sie quasi hier her schleifen!"

Hermine schnaubte ‚her schleifen?', sie war aber doch über die Geschichte die er der Krankenschwester auftischte überrascht, ihr wäre das so schnell nicht eingefallen.

„Huch? Wirklich?", sie ging gleich zu Hermine. „Kindchen, dann werden wir dich gleich untersuchen." sie schob Hermine nun gleich in das Behandlungszimmer „Danke Mr. Malfoy!"

:::…

Eine ganze Stunde später saß Hermine erneut auf der Liege und wartete ab. Sie hatte Poppy schlussendlich von ihrer Vermutung erzählt und die Medihexe überprüfte das und natürlich auch gleich alle anderen Vitalfunktionen. Sie sah auf als die ältere Frau wieder zu ihr kam und ein Lächeln auf den Lippen hatte. „Nun Hermine, ich hab jetzt endlich die ganzen Ergebnisse und ich kann dich beruhigen… du bist nicht schwanger!"

Sie rechnete schon mit dem schlimmsten, doch sah sie dann überrascht auf, „was?", kam es heiser von ihr. „Nicht? Wirklich? Und da liegt kein, also absolut kein Fehler vor?", ein Stein war gerade dabei von ihren Schultern zu fallen.

Poppy schüttelte den Kopf „Absolut kein Fehler… nur was ich dir raten würde, du solltest wieder die Pille nehmen, regelmäßig. Dein Hormonhaushalt ist der eines Teenagers und der Schulstress dazu…", sie machte eine kurze Pause. „Kann es vielleicht sein dass es in deiner Ehe mit Ronald auch nicht mehr so... gut läuft? Naja, es geht mich ja nichts an, aber der Körper reagiert dann schon mal verrückt.", sie legte die Ergebnisse mal beiseite. „Ich würde dir als Ärztin raten die Sachen die dir Kummer bereiten zu regeln und als langjährige Bekannte würd ich sagen… Wenn wirklich etwas in eurer Ehe nicht mehr passt, dann sollet ihr vielleicht daran arbeiten? Ich hab das leider schon oft beobachtete, dass Paare die so kurz nach dem Krieg geheiratet haben und ihr wart ja auch noch so jung… das es nach ein paar Jahren einfach nicht mehr funktioniert hat. Man hat sich auseinander gelebt, der Krieg war aus, die Interessen ändern sich…"

Hermine hörte ihr aufmerksam zu, war es denn wirklich so auffällig das bei ihr etwas nicht in Ordnung war, oder entnahm sie diese Vermutung jetzt einfach nur den Testergebnissen?

„Oh… nein Poppy, bei mir und Ron ist alles in Ordnung… wirklich." Sie lächelte matt.

„Nun, dann ist es ja gut. Hauptsache ihr versteht euch noch und die Liebe ist noch vorhanden!", sie lächelte.

Die Braunhaarige schluckte und sah sie länger an, die Krankenschwester hatte so recht. „Nein, alles Bestens…", sie stand dann aber auf. „Danke… jedenfalls"

Madame Pomfrey sah ihr nach und nickte, „gerne doch… und wenn du jemanden zum Reden brauchst, ich bin gerne für dich da, auch wenn ich schon alt bin", sie zwinkerte und ging dann wieder in ihr Büro.

Hermine sah ihr länger nach und mit einem Nicken verlies sie nun viel erleichterter die Krankenstation. Jetzt würde sie sich erst ein Bad gönnen und dann faulenzen. Die letzte Woche war anstrengend und nervenraubend genug gewesen.

Gerade als Hermine nach fast zwei Stunden aus der Badewanne stieg, hörte sie es an ihrer Wohnungstür klopfen. Sie zog sich ihren Bademantel über und band ein Handtuch um ihre noch nassen Haare.

„Ich komme!", rief sie als sie zur Tür lief, natürlich dachte sie das es Harry oder Rose sein würden, die bestimmt davon gehört hatten das sie auf der Krankenstation gewesen war, doch mit diesem Besuch hatte sie nicht gerechnet, „Draco?"

„Dir scheint der Name mittlerweile ja wirklich zu gefallen, was?", er lehnte im Türrahmen und musterte sie von oben bis unten, „stör ich etwa?"

„ÄH… nein", sie zog den Bademantel enger, trat dann aber einen Schritt zur Seite und ließ ihn langsam rein. „Was führt dich zu mir?", sie schloss die Tür und folgte ihm. „Sehnsucht?", sie schmunzelte und holte zwei Gläser zum trinken, bevor sie sich ihm gegenüber hinsetzte und die Beine überschlug.

„Träum weiter Granger…", er lachte und trank einen Schluck. „Ich wollte nur wissen was Poppy gesagt hat? Du hast es ja immerhin mir zu verdanken, dort gewesen zu sein." Er lehnte sich zurück und ließ seinen Blick über die nackten Stellen wandern, die ihm ab und zu geboten wurden.

„Ah ja, gar nichts eingebildet, wie immer…", sie trank aus ihrem Glas und machte ein dramatische Pause. „Ich wollt mich sowieso nochmal bei dir Bedanken, also tu nicht so… und ich bin nicht schwanger! War wohl nur irgendwie eine Reaktion auf die Umstände… oder so…", sie würde ihm natürlich nicht alles auf die Nase binden!

„Ha! Aber zuerst lieber mal nicht hingehen und auf so ein Muggelzeug vertrauen, ja? Typisch Gryffindor!", er grinste.

Hermine seuftzte, „Malfoy, halt einfach die Klappe, ich hab mich schon bedankt und ich finde für heute war das schon viel zu oft!"

„Na na, Granger…", er trank erneut einen Schluck und sah sie dann wieder an. „Auf was für Umstände reagierst du denn…?", er hatte es natürlich nicht überhört.

„Hm?", Hermine sah wieder auf. „Als ob du das nicht wüsstest", murmelte sie leise in ihren nicht vorhandenen Bart.

„Was?", er sah sie fragend an

„Bei Merlin…", sie schloss die Augen. „Auf das ganze hier?", sie deutete auf ihn und sich selber, stand dann aber auf und ging etwas auf und ab. „Ich betrüge Ron mit dir, naja irgendwie eben und dann ist Ron wieder so nett und lieb zu mir und ich denk mir auch noch gib ihm eine Chance oh und dann kommst du wieder und küsst mich einfach so zu Silvester…?"

„Und du reagierst wegen dem so über? Was ist da denn so Großes dran?"

Hermine drehte sich etwas sauer zu ihm um und stemmte eine Hand in ihre Hüften „Für dich vielleicht nicht! Du betrügst Astoria ja wohl schon viel länger! Ich BIN so normal nicht!"

„Granger… beruhig dich." Er war aufgestanden und ging auf sie zu, sprach aber ziemlich ruhig, „sonst kippst du mir gleich wieder um, wie gestern…"

„Das… das waren andere Umstände! Ich dachte ich sei schwanger!"

„Ja, daran kann ich mich sehr gut erinnern, hast du das beim ersten Mal auch so dramatisiert?"

„Beim ersten Mal?"

Draco seuftzte und wurde etwas gereizt, „Als du wusstest das du ein Kind von Wiesel bekommst… obwohl ich denke das ist immer eine Katastrophe…?"

Hermine holte einfach aus und gab ihm eine schellende Ohrfeige, Rose war zwar von Ron, aber sie war das Beste was ihr je passiert war. „Wage es nicht so über Rose zu sprechen! Ja gut sie ist von Ron und ja ich war siebzehn und ja es war damals schlimm, aber ich liebe meine Tochter über alles! Das ich dadurch zu Hause fest gesessen bin und mir Ron quasi meinen… meinen! Posten geklaut hat, ja das nehm ich ihm übel!"

Draco hatte nach Hermines Hand gefasst und hielt sie die ganze zeit über fest, nur langsam sah er sie wieder an. „Granger…", zischte er etwas sauer, „halt einfach mal deinen Mund!", er zog sie dicht an sich ran und sah ihr in die Augen.

„Ich… was?", sie hatte mit einer anderen Reaktion gerechnet, doch da hatte er sie schon an sich gezogen und drängte sie an seinen Körper.

„Halt die Klappe", meinte er und kam ihr dabei näher um sie dann zu küssen.

Hermine wollte das eigentlich nicht schon wieder so schnell passieren lassen und wich zurück, doch weit kam sie nicht, er hielt sie noch immer an der Hand fest, die ihn geschlagen hatte. „Ich bin kein Ding Malfoy, mit dem du einfach mal spielen kannst…", sie sah ihn richtig gefährlich an. Doch gerade das gefiel Draco wohl an ihr, der Kampfgeist der wieder in ihren Augen zu sehen war, denn er zog sie gleich wieder an sich um sie erneut zu küssen.

Die junge Frau keuchte und wollte sich von ihm weg drücken, doch half das alles nichts, irgendwann ergab sie sich einfach und begann den Kuss zu erwidern. Ihre freie Hand fand langsam aber sicher den Weg an seinen Oberkörper und begann ein paar Knöpfe zu öffnen. Doch hielt sie wieder inne und konzentrierte sich auf diesen Kuss, der immer leidenschaftlicher wurde. Keiner der beiden wollte wirklich nachgeben.

Erst als sie beide keine Luft mehr bekamen wich Hermine etwas zurück und nahm dann auch ihre zweite Hand zur Hilfe und begann sein Hemd ganz aufzuknöpfen. Es ging ihr aber viel zu langsam so dass sie jeweils eine Seite des Hemdes in die Hand nahm und es dann einfach mit roher Gewalt aufriss.

Draco sah gleich darauf an sich hinab und zog eine Augenbraun hoch. „Das wirst du bezahlen Granger!"

„Mhm…", Hermine grinste und leckte sich über die Unterlippe während sie das Handtuch von ihren Haaren nahm und diese dann über ihre Schultern fielen. „Ich denke… das kann ich mir gerade noch so leisten… aber wenn du dich jetzt lieber darüber aufregen willst… okay." Sie drehte sich von ihm weg und ging auf ihr Schlafzimmer zu. Auf dem Weg ließ sie das Handtuch achtlos fallen. „Ich werde jetzt jedenfalls schlafen gehen…", sie öffnete langsam ihren Bademantel und sah ihn dann über ihre Schulter an, „Gute Nacht und… schließ die Tür bitte hinter dir, wenn du gehst…", der Mantel glitt zuerst über eine Schulter und fiel dann ganz zu Boden. Sie wartete kurz, ging dann aber nackt wie sie nun war in ihr Schlafzimmer.

Würde sie sich jetzt selber in einem Spiegel sehen können, würde sie wohl im Erdboden versinken, sie versuchte gerade Draco Malfoy zu verführen, offensichtlich und woher sie diesen Mut nahm, das wusste sie nicht. Aber es gefiel ihr wieder, denn es hatte wohl geklappt.

Kaum dass sie einen Schritt in ihrem Schlafzimmer war, spürte sie einen ebenso nackten Körper hinter sich und seine starken Arme schlangen sich besitzergreifend um sie.

„Ich wusste doch, dass du nicht so prüde bist…", er zog sie dichter an sich und setzte zärtliche Küsse auf ihre Schulter um dann zu ihrem Hals weiter zu wandern.

Hermine drehte den Kopf so, damit er auch leichter zu ihrem Hals kam. „Ja? Wusstest du das?", sie schloss die Augen genießerisch und seuftzte leise.

Draco sagte nichts drauf, er drehte sie einfach mit einem Schwung wieder zu sich um und begann sie erneut leidenschaftlich zu küssen. Sie keuchte und legte nun beide Hände zuerst an seine Schultern, bevor sie mit einer zu seinem Nacken hoch wanderte und sie erneut in seinen Haaren vergrub. Sie stand irgendwie auf seine Haare und auch auf seinen ganzen Körper, musste sie immer mehr feststellen.

Länger standen sie so eng umschlungen da, bis er Hermine einfach hochhob und mit ihr weiter zum Bett ging, wo er sich mit ihr hineinkniete und sich dann erst von ihr löste, „Granger, ich muss sagen… ich bin überrascht…"

Hermine schmunzelte und ließ ihn los um sich dann nach hinten ins Bett sinken zu lassen, das ganze machte sie ohne ihn aus den Augen zu lassen, „Überrascht? Und sagst du mir auch… wieso genau?", sie seuftzte gleich wieder als sie erneut Dracos Lippen an sich spürte.

Er küsste sie am Bauch und wanderte mit seinen federleichten Küssen wieder hoch zu ihrem Gesicht. „Weil ich mit allem gerechnet habe, aber nur nicht damit, als ich gehört habe das du den Job hier in Hogwarts übernimmst…", er sah zu ihr hinunter. Er hatte sich auf seine Ellbogen aufgestemmt und war so direkt über ihr.

„Hm…. Verstehe", flüsterte sie leise. Ihre Hände streichelten sanft über seinen Rücken ohne ihn aus den Augen zu lassen. Sie versank gerade in seinen eisgrauen Augen, sie waren so tief und es war so viel darin verborgen. Erneut wurde ihr klar wieso denn so viele etwas von ihm wollten und jetzt wollte sie eben ein Stück davon, ein Stück Ablenkung und sich endlich wieder gut fühlen.

Hermine zog ihn mit sanfter Gewalt zu sich und begann erneut einen Kuss zwischen ihnen. Einen zärtlichen Kuss, wo sich ihre Lippen nur sanft berührten und sie war erstaunt, er ließ es nämlich zu. Sie fiel immer tiefer, tiefer in das große Loch, doch fing er sie mit Leichtigkeit auf und zog sie wieder heraus.

Die Leidenschaft zwischen ihnen entflammte und sie konnte nur mehr fühlen und spüren. Spüren wie sich ihre Körper zuerst leicht und dann immer mehr aneinander rieben, spüren was seine starken Hände mit ihr taten und fühlen wie es immer heißer um sie wurde. Das Gefühl zu verbrennen übermannte sie und trotzdem war es nicht unangenehm.

Draco wusste das er sie jetzt in seinen Händen hatte und kostete das Ganze aus. Es gefiel ihm, wie sie auf ihn reagierte, was er mit ihr anstellen konnte. Er hatte schon viele Frauen gehabt aber noch nie so jemanden.

Sie war ausgehungert und er ließ sie dadurch auch zappeln, doch nur so viel bis er merkte das sie doch mehr wollte.

Dieser Punkt war irgendwann erreicht, sie flehte, bettelte schon richtig danach, ohne Worte. So ging er dann auch den letzten Schritt und drängte sich mit einem Keuchen in sie.

Hermine stöhnte auf, warf ihren Kopf in den Nacken und zog sich gleichzeitig auch mehr an ihn, das Feuer war nun endgültig außer Kontrolle. Draco begann sich zuerst langsam zu bewegen doch wurde es schnell fahriger, seine Bewegungen stimmten perfekt mit denen von ihr überein. Die leidenschaftlichen Küsse die sie immer wieder zwischen Keuchen und Stöhnen austauschten waren nur der zusätzliche Punkt der sie immer weiter trieb.

...

Hermine lag total erschöpft, verschwitzt aber mit einem seligen Lächeln auf den Lippen an Draco gekuschelt. Es ging langsam auf den morgen zu und er schlief mittlerweile auch endlich, denn jetzt hätte sie auch nicht mehr gekonnt. Sie wusste nicht woher er diese Standhaftigkeit nahm, aber sie hatten es einige Male getan und kein einziges Mal hatte Hermine das Gefühl weglaufen zu wollen.

Egal wie oft sie es schlussendlich `getan` hatten, es war jedes Mal besser als sie es sich erträumt hatte. Sie konnte nie wieder mit Ron schlafen, im Vergleich zu Draco war er miserabel…

Noch dazu waren ihre Gedanken auch niemals wo anders gewesen, sie waren immer voll und ganz bei Draco, sie hatten auch genug zu erkunden.

Mit einem Grinsen sah sie zum Schlafenden und beobachtete diesen. Langsam beugte sie sich mehr zu ihm und küsste ihn länger auf die Lippen. Er quittierte das mit einem Brummen und Hermine kuschelte sich daraufhin wieder ganz an ihn um dann auch endlich die Augen zu schließen um zu schlafen…

TBC

*hrhr* - bis zum nächsten Mal ;D