Hey ihr :)
Heute kommt das Kapitel auf die vielleicht schon einige von euch gewartet haben. Die Aussprache zwischen Ron und Hermine und auch mit Rose wird Hermine reden…
Bei dem Gespräch von Hermine & Ron hab ich mich ein wenig an einem Songtext von Silbermond bedient und zwar bei „Nichts mehr", aus dem Album „Nichts passiert". Wenn es euch bekannt vorkommen sollte ;)
Jetzt rede ich hier aber nicht mehr so lange, sondern wünsch euch einfach viel Spaß! ^_^
Kapitel 17 – Aussprache(n)
Hermine war mit Rose per Seit an Seit apparieren nach Hogsmead verschwunden und von dort aus waren sie gerade auf dem Weg zurück zum Schloss.
„Mama…", Rose hatte ihre Mutter beobachtet, sie war total in Gedanken und passt auch nicht richtig auf wo sie hintrat. „Ist alles gut mit dir und Papa?" Sie sah sie fragend an.
„Hm? Wie kommst du denn jetzt auf die Frage?" Hermine sah auf und sie fragend an.
„Naja, ihr wart heute… anders und habt euch nicht mal geküsst… habt ihr Streit?"
„Nein… Rose wir…"
„Mama, ich bin fast 12, du brauchst mich nicht anzulügen!" Sie sah sie durchdringend an.
Hermine musste etwas lächeln und blieb mit ihr stehen. „Okay… dann lass uns da rüber gehen und ich erklär dir ein paar Sachen, gut?" Sie deutete auf ein paar große Steine.
„Okay!" Rose drehte sich gleich um und ging auf diese zu, wo sie sich dann auch setzte und wartete bis Hermine auch bei ihr war. „Also…?"
„Hmm… nun wo soll ich anfangen…" Hermine sah über die Ländereien und dann zu der Sonne die schon bald untergehen würde. „Weißt du, ich liebe dich über alles mein Schatz, das ist dir doch klar oder?" Sie sah sie fragend an.
„Ich hab dich doch auch lieb Mama!" Sie nickte.
Hermine küsste sie auf die Stirn und schwieg, wie sollte sie ihr das nur richtig erklären. „Weißt du mein Schatz, die Liebe zu einem Kind ist eine andere, als vielleicht die zu seinem Ehemann. Dein Daddy und ich wir haben uns am Anfang wirklich sehr geliebt… nur leider kann diese Liebe auch weniger werden und man lebt sich auseinander… Wie wir wussten das du auf die Welt kommst, waren wir gerade ein paar Jahre älter als du, der Krieg war gerade zu Ende gegangen, wir haben gesiegt. Ron und ich haben uns gleich entschieden zu heiraten, wir haben uns natürlich auch geliebt und niemals hätten wir gedacht das uns irgendwas auseinander bringen könnte…"
Rose sah sie etwas fragend an, hörte aber aufmerksam zu.
„Nur leider hab ich und sicher auch dein Dad im letzten Jahr festgestellt das es nicht mehr so ist wie am Anfang unserer Ehe… wir sind beide älter geworden und haben uns nochmal verändert. Der Krieg selber hat uns auch verändert, auch wenn wir das erste ein paar Jahre später gemerkt haben..."
„Mama…wollt ihr euch trennen?" Frage Rose nun einfach.
Hermine sah ihre Tochter langsam wieder an und schluckte schwer als sie Rose's Augen voll mit Tränen sah.
Nur ganz vorsichtig nickte sie. „Rose… das hat nichts mit dir zu tun und das heißt auch gar nicht das du deinen Dad nicht mehr siehst, wir werden da schon eine tolle Lösung finden… versprochen… du kannst so oft du willst zu deinem Dad und er wird uns auch sicher oft besuchen… aber es ist das Beste für mich… und auch für deinen Daddy, kannst du das denn verstehen?"
Das kleine Mädchen schniefte und war froh das Hermine sie dann gleich in die Arme nahm und fest an sich drückte. „Mama… ihr hasst euch doch nicht, oder?"
„Nein! Nein das tun wir ganz und gar nicht…'hoffentlich'. Wir haben uns einfach auseinander gelebt und müssen jetzt unseren eigenen Weg gehen. Du wirst es besser verstehen wenn du älter bist." Sie streichelte ihr über den Rücken. „Ich versteh wenn du jetzt wütend auf uns beide bist... dafür ist dir niemand böse..." Sie zog Rose dichter.
Das Gespräch wäre früher oder später sowieso angestanden und lieber war es ihr das es jetzt gerade stattfand und sie alles weitere mit Ron alleine besprechen konnte, sie würden streiten und Rose sollte das nicht mitbekommen.
Rose hielt sich an ihrer Mutter fest und weinte etwas. Ihre Eltern würden sich trennen und sie hatte von einigen anderen Kindern in Hogwarts gehört, dass sie sich dann gar nicht mehr verstanden haben. Sie wollte nicht, dass das bei ihren Eltern auch so werden würde.
…:::…
Sie waren noch einige Zeit auf den Ländereien von Hogwarts gewesen, dort hatte Hermine Rose noch alles erklärt was sie wissen wollte. Auch erzählte sie ihr, dass sie in eine Wohnung in London ziehen würden. Als Rose Hermine auch gesagt hatte dass sie bei ihr wohnen wollte, war sie doch auch erleichtert. Diese Frage musste sie ihr stellen, immerhin Rose könnte immerhin auch bei Ron wohnen wollen. Sie würde alles für ihre kleine, große Tochter machen damit es ihr nur gut ging. Wenn denn alles hinter ihr war.
Erst als es dunkel wurde ging Hermine mit Rose hoch in ihre Wohnung. Rose s wollte heute bei ihrer Mutter übernachten und natürlich hatte diese auch gar nichts dagegen. So holten sie nur den Schlafanzug von Rose aus dem Gryffindorturm ab, bevor sie weiter zur Wohnung gingen. Nachdem sie sich noch eine heiße Schokolade gegönnt hatten, brachte Hermine ihre Tochter ins Bett.
Die Braunhaarige legte sich zu ihr und wartete bis sie eingeschlafen war, bevor sie selber aber nochmal leise aufstand und die Tür anlehnte. Vor dem zu Bett gehen wollte sie noch ein Buch lesen und relaxen. Vor dem Kamin machte sie es sich gemütlich, als es an ihrer Eingangstür klopfte. 'Wer ist dass denn jetzt?' Leise stand sie erneut auf.
„Ja?" Sie hatte die Tür leise geöffnet und war überrascht Draco zu sehen. „Draco? Was machst du denn hier?" Sie ließ ihn rein und deutete ihm an leise zu sein. Immerhin war Rose im Nebenzimmer.
„Ich wollte nach dir sehen und fragen wie's im Krankenhaus bei Wiesel war?" Er ging weiter rein und sah sich um.
Hermine zog die Weste enger um ihren Körper und nickte etwas. „Gut… ich hab nicht wirklich mit ihm gesprochen. Harry war dort und ich hab mit ihm geredet… und dann Rose geholt. Ich werde mit ihm reden, wenn er in ein paar Tagen wieder zu Hause ist." Sie verfolgte ihn mit ihren Augen.
„Du solltest nicht alleine zu ihm." Er sah zu ihr und setzte sich auf die Couch.
„Was? Oh komm schon Draco… was soll denn passieren? Er wird mich nicht noch ein Mal schlagen, das trau ich ihm nicht zu." Sie folgte ihm langsam und setzte sich auch auf die Couch, doch mit genügend Abstand zu ihm.
Draco zog eine Augenbraun hoch. „Du traust ihm noch? Soll ich dir vielleicht nochmal ein Bild von dir zeigen wie du ausgesehen hast? Wie definierst du eigentlich mit Potter gesprochen?"
Hermine sah ihn von der Seite an und seufzte. „Naja, ich hab ihm eben alles erzählt." Sie ging auf das mit Ron nicht mehr ein. „Er wollte wissen seit wann das mit uns geht und was das ist und überhaupt…. Aber bevor du dich aufregst ich hab ihm gesagt, dass das sowieso ein Ablaufdatum hat… und damit war er dann auch zufrieden…" Sie nickte und sah kurz zur Schlafzimmertür, bevor sie sich wieder ganz Draco zuwandte.
„Ein Ablaufdatum?"
„Nach dem Ende des Schuljahres bin ich wieder weg und nächstes Jahr wird die eigentliche Muggelkunde Professorin die Stelle übernehmen? Schon vergessen?" Sie lachte leise als sie sein Gesicht sah. „Vielleicht hast du doch noch immer Amnesie?"
Draco zog eine Augenbraun hoch. „Granger, du hast den Knall von uns beiden…" Er schüttelte den Kopf. „Hast du eigentlich irgendwie Verfolgungswahn?" Er war näher zu ihr gerückt.
„Nein, wieso?" Sie rückte wieder etwas ab, doch folgte er ihr. „Draco…", zischte sie leise.
„Was ist los?"
Hermine seufzte und drückte ihn dann von sich. „Rose ist hier und ich hab ihr heute erzählt das ich mich von Ron trenne, wie denkst du wird sie reagieren wenn sie sieht das ich jemand, einen Anderen küsse?"
„Sie schläft doch sicher schon?" Da kam er ihr auch schon wieder näher und wollte sie küssen, doch traf er nur den Polster, den sie ihm vorhielt. „Granger"
„Ich hab nein gesagt!" Sie drückte ihn nun wieder von sich und schob auch die Hand von ihrem Körper bevor sie aufstand. „Hör auf damit, sonst kannst du gleich wieder gehen!" Sie deutete auf die Eingangstür durch die er gekommen war.
Draco murrte und lies sich wieder auf die Couch zurücksinken und schloss die Augen. „Schon gut, ich lass meine Finger bei mir…", er sah sie aus dem Augenwinkel an, „du wirkst aber noch immer nervös…"
„Nein… schon gut… ich bin einfach nur durch den Wind, denk ich." Sie sah zu ihm und setzte sich langsam. Es dauerte ein wenig, doch spürte sie dann Dracos Arm, der sich um sie legte und dann an den warmen Körper zog.
„Daran wird sie ja wohl nichts stören oder?"
Hermine schüttelte den Kopf und kuschelte sich an ihn, bevor sie die Augen schloss. „Ich schlaf noch ein… du solltest vielleicht besser… gehen.." Sie gähnte, bewegte sich aber nicht, es war viel angenehmer bei ihm einzuschlafen, als es alleine zu tun.
Draco schmunzelte. „Mach dir mal keine Sorgen um mich…", er hob die zweite Hand und strich ein paar Strähnen aus ihrem Gesicht, beugte sich dann nach vorne und küsste sie auf den Kopf. „Schlaf gut…", flüsterte er leise und lehnte sich ebenfalls mehr zurück, schlief aber im Gegensatz zu ihr nicht ein. Er wartete solange bis Hermine tief und fest schlummerte, bevor er aufstand und sie vorsichtig ganz auf die Couch legte und zudeckte.
Er setzte sich auf Couchtisch und beobachtete sie, wie sie so dalag und schlief. Er hatte schon - ja – ewig kein anders Mädchen oder wie es Hermine pflegte zu sagen `Mädchen für eine Nacht` mitgenommen und wieso? Weil er sie, Hermine Granger, eigentlich ganz… ja, nett fand und das war ihm erst richtig bewusst geworden als er Wiesel einfach so verhext hatte…
Er begann wirklich daran zu denken Astoria zu verlassen, es würde ihr nicht schlecht gehen. Sie würde genug Geld bekommen und ihre Eltern waren auch nicht arm, sie hätte ein gutes Leben und solange er Scorpius so oft sehen konnte wie er wollte, wäre das doch eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit über die er die ganzen letzten Jahre niemals nachgedacht hatte.
Astoria und er hatten eine Abmachung. Eine Abmachung die nur er wirklich benutzt, wenn er auf Geschäftsreisen war oder eben hier in Hogwarts. Wenn er zu Hause, bei seiner Familie war, war von dem Aufreißer Draco Malfoy wenig zu sehen. Er fand Astoria zwar schön, aber nicht wirklich anziehend, daher ließ er sie mehr oder weniger links liegen. Seine Aufmerksamkeit galt ganz alleine Scorpius, denn niemals hätte er gedacht, dass er einen so wunderbaren Sohn haben würde und da wollte er einfach alles besser machen als Lucius!
Draco schreckte aus seinen Gedanken auf, als er Hermine etwas murmeln hörte was ihn lächeln ließ. Sie vergrub sich gleich darauf wieder im Polster und schlummerte weiter.
‚Granger…', er musste mehr Lächeln und stand dann aber doch auf. Vorsichtig beugte er sich nochmals zu ihr und küsste sie dann zärtlich auf die Wange. „Schlaf gut", flüsterte er ihr noch leise zu.
Nachdem er sicher gegangen war das auch Rose zugedeckt war und schlief, verließ er so leise wie möglich die Wohnung um selber in seine zurück zukehren. Er musste schlafen, dringend und seine Gedanken neu zu sortieren.
…:::…
Hermine wurde von einer leisen Stimme und dann einem ran kuscheln geweckt. „Hmm…", sie öffnete die Augen und lächelte gleich, „Rose… was machst du denn?" Sie zog sie aber gleich in ihre Arme, musste sich daraufhin aber unwillkürlich umschauen. Draco war nicht zu sehen, also war er Gott sei Dank schon gegangen.
„Ich wollt dich nicht wecken… tut mir leid" Sie drehte sich zu ihrer Mama um und sah sie an. „Wieso hast du auf der Couch geschlafen?"
„Macht nichts mein Schatz, ich bin hier wohl eingeschlafen…", sie gab ihr einen Kuss und gähnte. „Hast du gut geschlafen?"
„Ja, ganz toll…" Sie nickte und sah sich um. „Dein Bett ist viel weicher als das der Schüler…" Sie schmollte gespielt.
Hermine begann zu lachen. „Das hab ich zu Schulbeginn auch festgestellt, aber wir Lehrer brauchen das, wenn ihr Schüler uns den letzten Nerv raubt, müssen wir uns doch irgendwo entspannen!" sie hatte sie immer wieder etwas gepiekt und begann sie nun einfach zu kitzeln.
„Aaaah neeeiin… Mamaaa aufhören!" Rose lachte gleich.
Sie hörte aber gewiss nicht so schnell auf, erst als Rose außer Atem war, setzte sich Hermine mit ihr auf und sah auf die Uhr. „Was schon so spät…." Sie sah zu Rose, „wir sollten frühstücken gehen und dann musst du doch bestimmt noch Hausaufgaben machen, hm?" sie sah sie fragend an.
„Mama! Heute ist Samstag!"
Hermine lächelte und stand auf. „Ich weiß…", sie zwinkerte ihr zu. „Die Hauselfen bringen uns sicher gleich etwas zu Essen und dann machen wir uns heute einen schönen Tag, okay?"
„Wirklich?"
„Versprochen!" Hermine nickte ihr zu und verschwand dann aber erst einmal unter der Dusche, so einen Mutter-Tochter-Tag hatten sie schon… ewig nicht mehr und heute hatte sie einfach das Gefühl, es wäre richtig!
…:::…
Fünf Tage waren nun seit Rons `Angriff` und Einlieferung nach St. Mungos vergangen und heute hatte Hermine die Nachricht erhalten, das Ron wieder zu Hause war. Das hieß für sie, nach dem Unterricht würde sie direkt nach Hause verschwinden um mit ihm zu reden und alles zu klären. Sie wollte die Scheidung und sie war sich mittlerweile ziemlich sicher, dass es nicht so einfach werden würde wie sie es sich vielleicht erhoffte.
Wie sie auf diese Idee kam? Hermine hatte einfach ein verdammt komisches Gefühl.
„Hast du auch die Nachricht von Ron bekommen?" Harry kam gerade in die Bibliothek.
Hermine sah auf und ihn überrascht an. „Hat er dir etwa auch geschrieben? Und ja hab ich…", sie drehte sich mehr zu ihm. „Ich werde nachher dann auch gleich nach Hause um mit ihm alles zu bereden..." Sie seufzte. „Ich hab irgendwie aber auch Angst, Harry…" Sie sah ihn an.
„Vielleicht hat er mir deswegen auch den Brief geschrieben? Damit ich mitkomme?"
„Das ist lieb von dir Harry…", sie schüttelte den Kopf, „aber nein, das muss ich alleine machen, und das werde ich auch alleine machen…"
„Bist du dir sicher?"
„Nein, absolut nicht, aber es gibt keine andere Möglichkeit und wie schon gesagt, ich muss das alleine machen und dieses Mal benutzte ich auch meinen Zauberstab, wenn es nötig sein sollte." Sie ging zu ihm und umarmte ihn. „Danke." Sie lächelte ihn an und schob ihn dann aber beiseite um die Bibliothek mit ihren Sachen zu verlassen.
Kurz nachdem sie oben in ihrer Wohnung angekommen war und sich umgezogen hatte, machte sie sich wieder per Flohpulver auf den Weg zu sich nach Hause.
„Ron?" Hermine trat aus dem Kamin und sah sich um, das Haus sah unbewohnt aus „Ron?" Sie ging in die Küche und erschrak als er auf einmal hinter ihr sprach.
„Hi… ich war… oben", er sah sie an. „Ich wollt dich nicht erschrecken…."
Hermine schüttelte den Kopf und drehte sich ganz zu ihm. „Schon gut… ich war nur nicht vorbereitet…" Sie sah sich um, „Wollen wir ins Wohnzimmer gehen?"
Ron nickte gleich und lies sie vorgehen, bevor er ihr folgte. „Also…" er setzte sich ihr gegenüber hin.
„Also, ja.." Sie schloss die Augen nochmal und schwieg.
Peinliche Stille, wann hatten sie sich das letzte Mal so angeschwiegen? Niemand traute sich den Anfang zu machen, bis es Hermine einfach zu blöd wurde und sie doch das Wort ergriff.
„Ron, ich fang jetzt einfach an, bevor wir hier noch ein paar Stunden schweigend sitzen…." Sie sah auf.
„Ich weiß von dir und Melissa und ja ich hab wohl irgendwie etwas mit Draco… aber das geht bestimmt nicht so lange wie das mit dir und Melissa!" Sie sah wie er etwas dazu sagen wollte doch sprach sie gleich weiter. „Hör auf es abzustreiten, ich weiß von Draco auch das du einen Prozess wegen eines schiefgegangen Falls hattest? Wieso hast du mir nichts erzählt? Ron, ich bin deine Frau!"
Ron schloss die Augen. „Meine Frau?"
Hermine erstarrte etwas, es lag gerade so viel Hass in diesen Worten. „J… ja"
„Oh komm schon, Hermine!" Er sah sie nun direkt an. „Das warst du doch schon lange nicht mehr… Meine Frau. Vielleicht auf dem Papier ja! Dich hat es doch schon lange nicht mehr interessiert was ich auf der Arbeit oder in meiner Freizeit mache. Wir haben oft Monate nicht miteinander geschlafen und das hast du nicht mal mehr bemerkt…"
Sie sah ihn an und ihr ging etwas der Mund auf, warf er ihr das gerade wirklich vor? „Was soll das heißen Ron? Willst du mir etwa vorwerfen das du wegen mir eine Affäre angefangen hast?"
„Ja!" Er sagte es so aus, als wäre es nichts. „Ich hab zu Weihnachten nochmal einen Versuch gestartet das Ganze zu retten, aber du warst da wohl auch schon davon überzeugt das es nicht mehr funktioniert und dann schleppst du Malfoy auch noch zu Silvester so auffällig mit!"
„Was?" Sie war nun aufgestanden. „Wenn, dann sind wir beide gleichermaßen daran schuld das unsere Ehe zu Ende ist! Wie oft hab ich dir eigentlich gesagt, dass ich kein Kind mehr haben will und arbeiten gehen werde wenn Rose nach Hogwarts kommt? Dir war es egal! Dir war alles egal. Hauptsache ich bin zu Hause und pass auf die Kinder auf! Was hättest du denn gemacht wenn ich denn wirklich schwanger gewesen wäre? Hm? Nach Weihnachten? Hättest du die Affäre mit ihr beendet?"
Ron sah zu ihr hoch und schüttelte den Kopf. „Warst du doch gar nicht, das hat jetzt gar nichts damit zu tun und woher hätte ich wissen sollen, das es nicht von Malfoy ist?"
„Woher? Weil ICH nur mit dir geschlafen habe Ron und nicht so wie du mit Melissa schon fast ein dreiviertel Jahr was am laufen hast!" Sie drehte sich weg und ging etwas davon. „Du hast dich komplett verändert Ron und du merkst es selber nicht einmal! Wir haben uns beide verändert!"
Ron starrte ihr nur ungläubig nach. „Das soll ich dir jetzt glauben, dass du mit Malfoy nicht geschlafen hast?"
Hermine funkelte ihn böse an, eine kleine Notlüge war nun nötig, sonst würde er wohl wieder ausrasten. „Das solltest du… und wenn du es mir nicht glaubst frag ihn doch selber!"
Er schüttelte nur den Kopf und stand nun auch auf. „Wieso sollen wir uns überhaupt verändert haben? Vielleicht etwas ja… aber"
„Nein nicht etwas… Ron! Wir haben mit 17 geheiratet und bei Gott das war absolut nicht meine Traumhochzeit, aber ja es war okay! Ich wurde in die Mutterrolle geworfen und dann? Dann sind wir hier eingezogen. Natürlich zu Beginn hatten wir beide viel zu tun, unsere Liebe war noch da und es war alles rosarot, aber mit den Jahren kam auch die Ernüchterung und ich würde es heute wohl nicht nochmal tun… Nicht nochmal mit 17 heiraten nur weil ich schwanger bin…"
Ron sah sie an. „Du hasst das hier also, oder wie soll ich das verstehen?" Er deutete um sich herum.
„Nein… ich hasse nicht alles… ich hab mein Leben bis letztes Jahr im September gehasst! Nicht wegen Rose, ich liebe Rose über alles und das weißt du, aber unsere Ehe, das kannst du nicht mehr Ehe nennen. Wir haben nur mehr nebeneinander her gelebt. Was willst du daran eigentlich noch retten Ron?" sie sah ihn fast schon verzweifelt an. „Du hast doch selber gerade gesagt, dass ich schon lange nicht mehr deine Frau war… ja das gebe ich zu… aber du warst auch schon lange nicht mehr mein… Mann!"
Ron sah sie an und ging auf sie zu, er packte sie wie aus einem Affekt an ihrem Arm und starrte sie so böse wie schon an besagtem Tage zuvor an. Er sagte nichts, er starrte sie einfach nur an.
„Ron… Ron lass mich los!" sie sah ihn direkt an, wich dann aber gleich zurück als er sie losgelassen hatte.
Er erwachte wie aus einer Trance. „Es… es tut mir leid, ich weiß nicht…."
„Nein!" sie sah zu Boden und schluckte schwer. „Nein Ron…", sie schüttelte den Kopf. „Kein es tut mir Leid, oder ich weiß nicht…", sie sah auf und zog den Ehering, den sie noch immer getragen hatte, von ihrem Finger. „Nimm deinen Ring, deinen Hass, deinen Namen… ich brauch das alles nicht mehr! Sie uns an!" Sie hielt inne und wartete auf eine Reaktion von ihm doch kam nichts. „Siehst du überhaupt wie tief wir gefallen sind? Wir lieben uns nicht mehr, wir verachten uns und unsere ganze schöne Zeit, die… die geht in Flammen auf und wir zwei, wir gießen auch noch Benzin darauf… und das will und kann ich nicht mehr Ron!" Sie ging zu ihm und legte ihren Ehering in seine Hand.
Ron hielt sie vorsichtig fest. „Hermine… bitte…!"
„Nein. Nimm dein Ja und dein Wort, nimm es einfach zurück, aber bitte, zerstör mir nicht auch noch den letzten Rest, das letzte Gute an unserer Ehe! Wenn wir jetzt nicht aufhören, dann werden wir noch irgendwas sagen, dass uns beide tief verletzt und diese Wunden werden nicht mehr heilen können." Sie wich zurück. „Du hast mich schon geschlagen Ron, einfach aus Wut, ich will nicht noch mehr heraufbeschwören!"
„Ich wollte das nicht, das musst du mir glauben…." Er sah auf den Ring in seiner Hand und sie dann wieder an.
„Lass uns einfach vernünftig sein und aufhören, bevor nichts mehr von unserer Freundschaft übrig ist." Sie ging nicht auf seine davor gesprochenen Worte ein, sondern sah ihn an.
„Ich werde mit Rose nach London reinziehen… aber du kannst sie jederzeit und immer besuchen und ich will auch das sie immer zu dir kommen kann… egal wann und egal um welche Uhrzeit… Nur weil wir uns trennen, soll das nicht heißen, dass sie dich nicht mehr sehen darf. Es soll nicht auf ihren Rücken ausgetragen werden… einverstanden?"
Ron nickte etwas und seufzte. „Ja, das finde ich auch und ich werde immer für euch da sein…"
„Gut…", sie lächelte matt und ging nochmals zu ihm. Sie beugte sich vor und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich will dich nicht als Freund verlieren…" Sie sah ihn wieder an, bevor sie weiter zum Kamin ging. „Wir sollten zusammen zum Ministerium gehen wegen der Scheidung und es auch gemeinsam deinen und meinen Eltern sagen…" Sie drehte sich zu ihm „Bist du damit einverstanden?"
Ron schloss die Augen und nickte, er drehte sich nur langsam zu ihr. „Ja… gute Idee, schreibst du mir wann du Zeit hast und… soll ich euch bei der Wohnungssuche helfen?"
Hermine schüttelte den Kopf „Nein... das ist nicht nötig… ich… Draco hilft mir und ja ich melde mich dann bei dir… okay?" sie seufzte ebenso.
Er nickte nur. „Okay… dann mach's gut", flüsterte er noch als Hermine schon im Kamin stand und kurz darauf verschwand.
….
Es war getan. Erleichtert, aber auch traurig stieg Hermine aus ihrem Kamin in Hogwarts. Sie hatte sich von Ron getrennt und wie es aussah, würde es wohl doch gut über die Bühne gehen, er sah aus als wäre er einsichtig geworden und es konnte ab jetzt doch nur mehr bergaufgehen.
Lächelnd setzet sie sich auf die Couch, hob ihre Hand, ohne Ehering und betrachtete diese. Ihr neues Leben hatte soeben begonnen und bis zum Ende des Schuljahres hätte sie zumindest schon eine Wohnung, vielleicht auch einen neuen Job und die Scheidung bald hinter sich.
Das einzige Problem das noch bestehen könnte, war das, wie sie es ihren Eltern beibringen sollten, oder eher wie sie es aufnehmen würden. Vor allem wusste sie nicht wie denn Molly reagieren würde. Hermine hoffte nur sie würde sie jetzt nicht hassen...
Diese Gedanken schüttelte sie nun aber erst mal von sich, es würde auf sie zukommen und früher oder später würde sie es sowieso erfahren…
TBC
(2 Kapitel kommen noch ;D)
Reviews:
HermineDraco:
Danke, für deine Review! Mittlerweile geht's mir ja wieder gut :D – 2 Kapitel kommen noch und ich kann versprechen auf Part II müßt ihr auch nicht so lange warte – da gibt es schon einige Kapitel XD
Ich muss ja beichten.
Da ich die Kapitel ja schon einige Zeit am PC habe, braucht man immer mal wieder eine Muse um sich die dann auch genau durchzulesen. Wenn ich dass dann aber schon zum gefühlten 100sten Mal mache überlese ich Sachen oder besser zum 1000000000 Mal irgendwas aus XDD
Trotzdem DANKE für den Hinweis zum rechen/rächen. Hab das wirklich total überlesen :O – werd das Kapitel 16 (noch Mal xD) überarbeiten und dann auch den Fehler ausbessern :D
AnnkaF:
Jetzt echt :O ? Wolltest du auch so etwas schreiben? Arg xD
Aber puh, bin ich ja froh dass dir die Geschichte gefällt ^_^ *blush*
Dankeee!
Danke für den Tip und den hab ich gleich zur Kenntnis genommen und versucht ihn umzusetzen. Hab versucht die „länger" aus meinem Wortschatz zu verbannen. Ich glaub ich überlese die mittlerweile einfach schon :((
bea strasser:
Noch ein neuer Leser *_*
Woaah, echt? Ich freu mich so wenn euch die Geschichte gefällt :))))
Hihi – Draco ist einfach ein Sahneschnittchen, jaja *nick* *nick* *nick*
Danke, danke!
Das neue Kapitel ist ja schon da und mal gucken wann ich die letzten zwei online stelle XD
