M Hallööööle, ihr lieben Leser ^_^ Vor einigen Jahren habe ich meine Geschichte „Rache" geschrieben und nun habe ich wieder angefangen diese zu überarbeiten und ich habe auch vor sie natürlich weiterzuschreiben, da mein Baby nicht fertig geworden ist .

Aber erst einmal möchte ich wissen, was ihr davon haltet. Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam diese Geschichte weiterzuschreiben? Mit eurer Kritik bestimmt *-*

Aber erst einmal wünsche ich euch viel Spaß mit meinem Baby.

Disclaimer:Alle Charaktere, Orte usw aus dem Harry Potter-Phänomen gehören J. und ich verdiene kein Geld damit

Warning: 18 Slash, wer es nicht mag, soll es nicht lesen :P

Pairing: Ich denke, das werdet ihr früh genug zu lesen bekommen ^.~

Rache

Rettung

Leise wimmernd lag Harry zusammengekauert auf dem kalten Betonboden im Keller des Hauses seiner Verwandten. Blut strömte aus seinen Wunden, die seinen ganzen Körper zierte. Narben, die von vorherigen Verletzungen stammten, waren wieder aufgeplatzt. Ja, er wurde von seinen Verwandten misshandelt. Von Jahr zu Jahr wurde es immer schlimmer.

Dieses Jahr war es wieder soweit. Kaum war er im Ligusterweg Nummer Vier angekommen, hat Vernon Dursley ihm seine Sachen abgenommen und ihn in die Besenkammer eingesperrt.

Nachts, wenn draußen alle schliefen und alles still war, kamen Vernon und sein überaus fetter Sohn Dudley und rissen ihn an den Haaren herunter in den Keller. Dieser war schallisoliert, damit keiner die Schreie hören konnte, die Harry jede Nacht von sich gab. In einer Ecke des Kellers waren die Wände und ein Teil des Bodens mit weißen Fließen umgeben. An den Wänden waren schwere Eisenketten eingeankert, an die Harry regelmäßig gefesselt wurde. Seine Kleider wurden ihm vom Leib gerissen. Unzählige Male wurde er von seinem Onkel und Cousin geschlagen und getreten.

Weil die Schläge und Tritte irgendwann ihren Reiz verloren, fing Dudley an ihn zu vergewaltigen. Harry wurde gezwungen ihn oral zu befriedigen. Alles wurde ihm genommen. Seine Freiheit, seine Würde, seine Unschuld, einfach alles.

Anfangs versuchte Harry noch sich zu wehren. Doch je mehr er sich wehrte, umso schlimmer wurde es. Es erregte seine Peiniger nur noch mehr.

Nach den ersten zwei Wochen in diesen Ferien hörte er auf Widerstand zu leisten. Er war zu schwach, ließ alles mit sich machen. Insgeheim hoffte er dennoch, dass es endlich aufhörte. Doch auch die Hoffnung wurde ihm genommen. Erst recht die Hoffnung, dass man ihn hier rausholen würde. Keiner seiner Hilferufe, die er mental abgeschickt hatte, wurden gehört. Harry wurde von allen ignoriert.

Seine Verwandten hatten es geschafft, ihm alles zu nehmen. Sogar seinen Willen...

Der Wille zu Leben, den hatte Harry schon lange nicht mehr. Es gab nur noch eins, was er wollte: Sterben!

Vielleicht würde er dann endlich seine Ruhe finden, nach der er sich so händeringend sehnte. Er müsste sich nicht mehr ununterbrochen misshandeln lassen. Keine Schmerzen mehr ertragen. Er müsste nicht mehr den Helden spielen als der er fast sein Leben lang in der Zaubererwelt angeprangert wurde.

Früher oder später musste er so oder so sterben. Also warum dann nicht schon jetzt? Es war ihm egal.

Langsam schloss Harry die Augen. Alles wurde schwarz um ihn herum. Nichts war mehr zu sehen. Nur absolute Dunkelheit. Er versuchte seine Sinne abzuschalten, nahm nichts mehr um sich rum wahr, außer den Drang sterben zu wollen.

Plötzlich hörte er, wie die Kellertür aufgerissen wurde. Grelles Licht drang in den spärlich beleuchteten Keller ein. Eine dunkle Gestalt ging auf Harry zu, die vermummt in einer schwarzen Kutte war.

„Lasst mich doch einfach nur noch sterben ...", flehte Harry kaum hörbar. „Ich will nur noch sterben ..."

„Nein, du wirst nicht sterben", antwortete eine dunkel zischende Stimme.

Der Fremde hob den schwachen Körper hoch und nahm ihn behutsam in die Arme, nachdem er diesen von den Ketten befreit hatte. „Du wirst nicht sterben. Das lass ich nicht zu, Harry."

Vorsichtig öffnete Harry seine Augen. Verschwommen sah er die dunkle Gestalt, die ihn auf seinen Armen trug. Vergeblich versuchte er dessen Gesicht zu erkennen. Alles schwarz, umgeben von einer Maske. Bis auf … die Augen … Sie waren … rot. Solch rote Augen hatte nur einer …

Aber das war doch unmöglich. NEIN!

„..."

„Schon deine Stimme", sagte die dunkle Stimme behutsam, bevor Harry etwas sagen konnte und ging mit ihm auf den Armen hinaus.

Kaum draußen angekommen driftete der Schwarzhaarige wieder in die Bewusstlosigkeit.

Langsam wachte Harry wieder auf. Er musste blinzeln, denn das grelle Tageslicht brannte in seinen Augen.

Nachdem sich seine brennenden Augen etwas an das Tageslicht gewöhnt hatten, schaute er sich vorsichtig um.

Er lag in einem großen weichen Himmelbett, das inmitten des riesigen Zimmers mit großen Fenstern stand.

Wo war er? War er tot?

Um sich genauer umschauen zu können, wollte Harry sich aufsetzen, aber sofort machte sich ein stechender Schmerz in seinen Rippen bemerkbar und ließ ihn sofort wieder in die Kissen fallen. Ein schmerzhaftes Stöhnen entwich seinem Mund.

Okay, er war noch nicht tot …

Es dauerte eine Weile, bis sich der Schmerz wieder legte und er erneut versuchen konnte, sich aufzusetzen. Nach einigen Stöhnen, Keuchen, Gesichtsverzerrungen und mit schmerzenden Rippen gelang es ihm endlich wieder.

Langsam sah er sich um, versuchte rauszufinden wo er war. Es war ein richtig großes Zimmer sogar. Gegenüber dem Bett befand sich eine große dunkelgründe Eckcouch aus Leder mit schwarzen und silbernen Kissen. Daneben stand ein kleiner Beistelltisch mit einer Glasplatte, die auf einem silbernen Gestell lag. In der Wand war ein Kamin eingebaut, der aus schwarzem Marmor bestand und in dem ein kleines, munteres Feuer vor sich hin prasselte. Am großen Fenster stand ein Schreibtisch aus massiven schwarzen Eichenholz.

Alles in allem war dieses Zimmer in schwarz, silber und grün gehalten, aber es wirkte dennoch sehr gemütlich und einladend auf Harry.

Vorsichtig versuchte Harry aufzustehen, was ihm schließlich nach vielen unendlich Versuchen gelang. Zögernd versuchte er ein paar Schritte zu gehen, aber seine Beine gehorchten ihm nicht und er fiel hart auf den Boden. Sofort machten sich wieder die Schmerzen bemerkbar, was er mit einem lauten Keuchen vermerkte.

Nur verschwommen nahm er wahr, wie jemand auf ihn zugelaufen kam und warme Hände ihn vorsichtig hochhoben, nur um ihn wieder zurück ins Bett zu legen.

„Nicht so stürmisch. Du darfst noch gar nicht aufstehen", hörte Harry eine ihm vertraute Stimme sagen. Neugierig sah er auf und ihm stockte der Atem.

Nein, das konnte nicht sein!

Ein großgewachsener junger Mann mit platinblonden, kinnlangen Haaren sah ihn mit einem besorgten Blick an. Einen kurzen Moment versank Harry in dessen sturmgrauen Augen.

Diese Augen … so wunderschön …

Innerlich schüttelte Harry den Kopf. Er konnte es nicht fassen, was eben durch seinen Kopf schoss. Denn vor ihm stand sein Erzfeind Nummer Zwei: Draco Malfoy, der gekrönte Eisprinz von Slyterhein höchst persönlich.

„Malfoy ...", kam es nun geschockt von dem Schwarzhaarigen.

„Ja, so heiße ich", erwiderte der Angesprochene leicht schmunzelnd.

„Wo bin ich hier? Und was machst du hier?", fragte Harry, der sich nun wieder zumindest ein wenig gefasst hatte.

„Warte, bevor ich dir antworte", antwortete dieser nur und ging zur Tür. „Leute, kommt schnell! Er ist wach!" Harry zuckte innerlich zusammen. Wo war er hier nur? Wer war noch hier?

Draco dagegen lächelte nur. Komischerweise ein freundliches Lächeln, nicht wie man ihn sonst aus der Schule kannte. Dort war er nur kalt, schnarrisch und von den Haarspitzen an bishin zur Fußsohle hochgradig arrogant. Wenn er mal lächelte, war es überheblich.

Immer mehr fragte sich Harry, was hier gespielt wurde. Wenn Draco Malfoy hier in diesem Zimmer stand, bei ihm, dann waren die Todesser sicherlich nicht mehr weit entfernt. Scheiße! Wo in Merlins Namen war er hier?!

Drei in schwarz gekleidete Männer stürmten plötzlich ins Zimmer. Harry erkannte sie sofort und fing unbewusst an zu zittern.

„Hallo, Harry", sagte einer der Männer. Er hatte kurze braune Haare und saphirblaue Augen. „Wie geht es dir?"

„Wo bin ich hier?", fragte Harry tonlos, ohne auf die letzte Frage einzugehen. Mit ganzer Kraft, die er irgendwie aufbringen konnte, versuchte er seine Stimme ohne Zittern zu halten.

„Auf Malfoy Manor", antwortete der andere immer noch freundlich. „Weißt du, wer wir sind?"

Der Schwarzhaarige nickte kurz. „Severus Snape, Lucius und Draco Malfoy und Sie sind Voldemort höchst persönlich", antwortete er knapp. Jetzt war es bestimmt aus. Tom Riddle stand vor ihm plus seine Gefolgschaft.

Tom nickte zustimmend.

„Wenn Sie mich töten wollen, haben Sie jetzt die perfekte Gelegenheit dazu", fügte Harry nun mit doch etwas gleichgültiger Stimme hinzu. Wozu noch leben? Man wurde misshandelt, ausgenutzt, belogen und betrogen. Harry kannte es nicht anders, aber seine Verwandten hatten es geschafft, dass er nicht einen einzigen Funken Freude für dieses Leben noch halten konnte. Aber wollte er nun wirklich sterben?

Seine seelische Verfassung spielte verrückt.

„Ich will dich nicht töten, Harry", entgegnete Tom ruhig.

„Wie jetzt?" Harry wusste gerade nichts besseres zu erwidern. Nicht töten? Jahrelang wurde er von Voldemort gejagt und immer wieder gab es Angriffe seinerseits. Und jetzt steht dieser Kerl hier seelenruhig und wollte ihn urplötzlich nicht mehr umbringen? Okay, er musste wohl doch träumen.

„Du hast schon richtig verstanden, Harry. Ich will dich nicht töten." Noch immer blieb Tom ruhig und sah ihn ernst an. „Wir wollen dir helfen."

„Helfen? Natürlich. Helfen. Und ich verdaue gerade einen Nimbus 2000." Leises Lachen ertönte vom Ende des Bettes. Draco konnte es sich nicht verkneifen. Entschuldigend sah er die Erwachsenen an, aber hielt besser die Hand vor seinen Mund.

Hatte Harry sich gerade verhört? Voldemort und ihm helfen. Seinem Feind. Hallohoooo, sollte es doch jemanden geben, der gerade neben ihm steht und über seinen wohlverdienten Schlaf wacht, dann möge er ihn bitte kneifen oder anderweitig wecken. Seit wann will ausgerechnet Voldemort ihm helfen? Geht es noch?

„Ausgerechnet Sie wollen mir helfen?", fragte er nach einer Weile mit etwas Spott in der Stimme.

„Ich denke, das erkläre ich dir besser beim Essen. Erst einmal sollte Sev dich untersuchen und wieder auf die Beine bringen. Du warst ziemlich zugerichtet."

„Egal, ich will wissen, was hier gespielt wird. Was ist das wieder für eine Intrige von dir?" Harry reichte es. Er schrie schon fast. Er hasste es, immer so stehen gelassen zu werden. Beim Essen. Spinnte er denn völlig?!

Tom lächelte nur und ging gar nicht auf den anfänglichen Ausraster von Harry ein. „Beim Essen, Harry", sagte er ruhig, drehte sich somit um und ging wieder hinaus.

Lucius und Draco folgten ihm.

Harry schnaubte und wollte ihm direkt hinterher sprinten, doch Severus war etwas schneller und drückte ihn zurück aufs Bett, was Harry mit einem kleinen Schrei quittierte. „Lassen Sie mich los, olle Fledermaus!", fauchte er.

„Wenn du dich nicht beruhigst, stell ich dich gleich ruhig. Ob es dir gefällt oder nicht", schnarrte sein Lehrer Snape-like.

Finster sah Harry ihn an. Severus ließ sich davon nicht beirren und gab dem Verletzten zwei blaue Phiolen.

„Was ist das?", fragte Harry misstrauisch. Wollte der Tränkemeister ihn doch vergiften. Allen Grund hatte er schließlich dazu. Seit Harry in Hogwarts zur Schule ging, hasste der Professor ihn und machte ihm das Leben immer wieder zur Hölle.

„Kein Gift jedenfalls", sagte Snape so ruhig wie möglich. Dieser Junge regte ihn gerade auf. Da will man ihm helfen und da ziert der sich. Wie unverfroren war das?

„Es ist nur ein Stärkungs- und Heiltrank."

Zögernd nahm Harry die zwei Phiolen.

„Trinken. Jetzt", befahl Snape mit leichtem Grinsen. „Wenn ich dich hätte vergiften wollen, hätte ich schon sehr oft die Gelegenheit dazu gehabt."

Nachdenklich und prüfend sah Harry ihn an. Sehr oft schon musste Snape einen Heiltrank für Harry brauen. Wie oft lag er im Jahr auf der Krankenstation bei Poppy mit irgendwelchen Brüchen, Geschwüren oder sonstigen Verletzungen.

Zögernd trank Harry die Phiolen leer. Snape sah dem zufrieden zu. „Gut. Du wirst dich gleich besser fühlen. Du kannst dich dann umziehen und runter in den Speisesaal kommen."

„Ähm, Sir … ich habe gar keine Sachen hier", stammelte Harry.

„Draco wird gleich zu dir kommen, um dir ein paar Sachen zu geben und dir helfen", antwortete Severus, während er zur Tür ging und diese öffnete. „Oh, da bist du ja schon. Du wirst schon erwartet."

„Bin ja schon da, Onkel Sev", sagte Draco, der fast gegen Severus gerannt war.

„Dann beeilt euch", sagte der Tränkemeister noch und schloss die Tür hinter sich wieder.

„Na, geht es dir etwas besser", fragte Draco ungewohnt freundlich und legte die Klamotten, die er mitgebracht hatte, vor Harry aufs Bett.

„Warum?", fragte Harry und beäugte Draco skeptisch. Er wollte endlich Antworten auf seine Fragen.

„Warum was?"

„Wieso das alles? Wieso bin ich hier? Warm wollt ihr mir urplötzlich helfen? Vor allen Dingen, wie bin ich hierher gekommen?" Harry hätte noch mehr dieser Fragen stellen können, doch er wurde durch Draco, dem es zu viele auf einmal waren, unterbrochen.

„Na, du scheinst ja wieder der neugierige Potter zu werden, den ich kenne", spottete dieser leicht mit einem Grinsen. „Also erstens, du hast zwei Tage geschlafen", fuhr er unbeirrt fort, als Harry ihn finster ansah und setzte sich zu ihm. „Zweitens haben wir dich aus dem Haus deiner Verwandten geholt und dich somit aus den Fängen dieser ziemlich fetten Walrosse befreit. Du warst ziemlich zugerichtet.

Drittens wirst du es gleich von Tom, Severus und meinem Vater erfahren und viertens möchte ich dir ebenfalls helfen, weil ich dich nun mal mag."

Harry glaubte sich verhört zu haben. Hatte Draco das jetzt wirklich gesagt? „Du magst mich?", stotterte er. „Seit wann das?"

Draco schüttelte nur den Kopf. „Eigentlich schon immer. Glaubst du wirklich, ich habe dich immer gehasst. Ja, okay, ich hab dich gedisst, wo ich konnte. Aber hasst du nicht gemerkt, dass ich eigentlich immer mit dir befreundet sein wollte? Ich habe dir ein einziges Mal meine Freundschaft angeboten, danach nie wieder. Zumindest nicht so offensichtlich."

„Warum?", fragte Harry erstaunt. Hatte er sich so in seinen Rivalen getäuscht? Es überraschte ihn, dass der sonst so eiskalte Draco Malfoy plötzlich so offen und vor allen Dingen ehrlich mit ihm sprach. Aber er konnte nicht vergessen, wie oft Draco ihn in der Schule regelrecht tyrannisiert hatte.

„ Ich war enttäuscht und sauer, dass du meine Freundschaft ausgeschlagen hattest, Harry. Du warst der erste, dem ich jemals eine Freundschaft angeboten und meine Hand gereicht hatte. Bis heute. Und du hast diese dankend abgelehnt, wegen Weasly und Granger. Es hat mir so einen Stich anfangs versetzt, dich nicht als Freund zu haben, dass ich den Drang hatte, deine Freunde und dich ständig zu beleidigen. Und irgedwie wollte ich auch auf diesem Wege deine Aufmerksamkeit bekommen, was ich ja dann auch geschafft hatte. Jede Sekunde, die du mir deine Aufmerksamkeit geschenkt hattest, sei sie noch so negativ, war ich einfach … na ja glücklich."

Harry sah den Blonden ungläubig an. Etwas Trauriges lag in dessen sturmgrauen Augen, was er noch nie zuvor bei Draco gesehen hatte.

„Na ja, wir sollten uns langsam beeilen. Die Herren warten nicht so unbedingt gerne auf das Essen. Da könnten sie etwas ungemütlich werden." Draco grinste, doch das Traurige wich nicht seinen Augen. Schnell stand er auf und half Harry aus dem Bett zu steigen.

Nach einer Weile stand Harry mit noch etwas wackeligen Beinen vor einem riesigen Spiegel und betrachtete sich. Er hatte eine schwarze dünne Stoffhose an mit einem schwarzen Ledergürtel. Ein antrazidfarbener Rollkragenpulli verdeckte seinen geschundenen Oberkörper. Darüber trug er ein grünes Seidenhemd mit silbernen Stickereien. Alles stimmte überein und irgendwie passte es auch zu seinen smaragdgrünen Augen.

„Du siehst super aus", rief Draco begeistert aus. „Das steht dir wirklich gut."

Er betrachtete sich weiter im Spiegel von allen Seiten.

Draco hatte Recht. Er sah wirklich super aus, aber es war auch sehr ungewohnt für den Schwarzhaarigen. Bisher trug er nur die alten abgetragenen und zerschlissenen Klamotten von seinem fetten Cousin oder halt die Schuluniform. Doch das hier war eine Welt, die er sich bisher nicht vorstellen konnte. Niemals hätte er gedacht, dass ihm Slytherin-Klamotten stehen würden.

Seine langen schwarzen Haare, die er sich seit 2 Jahren wachsen ließ, hatte Draco mit einer einfachen slytherin-grünen Schleife zusammengebunden. Harry trug auch keine Brille mehr. Die hatte er im letzten Schuljahr durch Kontaktlinsen ersetzt. So kamen seine Smaragde noch viel besser zur Geltung.

„Danke", antwortete Harry etwas geschmeichelt. „Du hast ja ganz Arbeit geleistet."

„Oh, ein Kompliment", feixte Draco lachend. „Komm, wir sollten jetzt runtergehen. Wie gesagt, die anderen warten nicht gerne mit dem Essen." Der Blonde nahm Harrys Hand und zog ihn mit hinunter in den Speisesaal.