Am Morgen ist Merlin noch immer bewußtlos. Sein König hat erneut nach Lord Ryan geschickt. Als dieser das Zimmer betritt, schlägt ihm sofort ein unangenehmer Geruch entgegen. Nachdem er sich erneut zu Merlin aufs Bett gesetzt hat, öffnet er die Verbände. Sie sind durchgeweicht und riechen faulig. Arthur, der vor dem Bett seines Dieners steht, kämpft bei dem Anblick mit ihm überkommenden Ekel. Lord Ryan schüttelt den Kopf: "Seine Wunden haben sich entzündet. Ich muss die Verbände wechseln." Vorsichtig reinigt er erneut die Wunden und legt ihnen neue Verbände auf: "Er wird bald aufwachen. Es ist wichtig, dass er sich ausruht und im Bett liegen bleibt." Er verneigt sich und läuft aus dem Zimmer. Der König beugt sich vorsichtig über seinen Freund: "Merlin. Merlin, was hat er dir nur angetan?" Voller Sorge sieht er auf ihn herab.
Ein Stöhnen entweicht Merlin, als dieser erwacht. Langsam hebt er seinen Kopf. Er versucht sich umzudrehen, aber schreckliche Schmerzen in seinem Rücken, machen jegliche Bewegung unmöglich. Er öffnet seine Augen und sieht sich um. Er sucht den Raum ab: "Wo bin ich? Was ist passiert? Und wieso schmerzt mein Rücken als hätte ich den ganzen Tag mit meinem König trainiert?" Er versucht zu lachen, aber die Schmerzen sind einfach zu stark. Er sinkt wieder auf sein Bett zurück. Sein König lächelt ihn an: "Merlin, endlich. Gott sei Dank bist du aufgewacht. Du bist in meinen Gemächern oder besser gesagt in Annis Gästegemächern. Wir sind noch immer in ihrem Königreich. Wir sind in ihrem Schloss. Und mein Freund, du hast dir eine ordentliche Tracht Prügel eingefangen." Merlin stöhnt erneut und schließt seine Augen wieder: "Wenn ich in eurem Bett liege, wo habt Ihr dann letzte Nacht geschlafen? Es tut mir leid, aber ich fürchte, ich werde so schnell nicht aufstehen können. Wo immer Ihr also letzte Nacht verbracht habt, Ihr werdet eine weitere Nacht dort verbringen müssen."
Arthur lacht auf: "Merlin, mein Bett steht im Zimmer nebenan. Es ist mit diesem hier durch eine Tür verbunden." Er legt seine Hand auf die Schulter seines Freundes, der augenblicklich zusammenzuckt. "Merlin, es ist schön dich wiederzuhaben. Du wärst beinahe gestorben." Merlin versucht erneut sich hochzurappeln, aber sein König hält ihn fest: "Nein Merlin, du bleibst hier liegen - im Bett. Du musst dich ausruhen und dich erholen. Du brauchst Ruhe!" Aber Merlin ist nicht davon überzeugt: "Aber ich muss.." "Du musst im Bett liegen bleiben. Hast du mir nicht eben gesagt, dass du nicht aufstehen kannst? Jetzt leg dich hin, bleib heute im Bett. Morgen kannst du wieder mein Diener sein, in Ordnung?" Merlin sinkt wieder auf sein Bett und sein König nimmt sich seinen Umhang und geht zur Tür. Sein Diener wundert sich: "Wo geht Ihr hin?" Arthur, der bereits an der Tür angekommen ist, antwortet lächelnd: "Ich treffe mich mit Königin Annis zum Frühstück. Und danach werden wir noch eine gemeinsame Runde durch den Park drehen." Erneut versucht Merlin sich hochzustemmen: "Ich komme mit Euch." Sein König schüttelt den Kopf: "Nein, das wirst du nicht. Du wirst im Bett bleiben. Versprich es mir!"
Aber Merlin denkt gar nicht daran: "Ich traue hier niemandem mehr über den Weg." Arthur lächelt jetzt amüsiert: "Merlin, du bleibst im Bett. Ich nehme Sir Galahad mit mir. Versprich mir, dass du im Bett bleibst." Merlin stöhnt vor Schmerzen und sinkt endgültig auf seinem Bett zusammen: "Ich verspreche es." Sein König lächelt: "Danke Merlin. Ich würde es dir ja befehlen, aber dann könnte ich es mir auch gleich sparen. Ruh dich aus. Schlaf." Er schließt die Tür und Merlin fallen sofort vor Erschöpfung wieder die Augen zu.
