Als Sir Gwaine erwacht, sitzt Königin Annis an seinem Bett. Sie lächelt: "Wie fühlt Ihr euch?" Gwaine versucht ebenfalls zu lächeln: "Es ging mir schon besser." Annis muss lachen: "Ihr habt mich gerettet. Wieso?" Der Ritter zuckt mit den Schultern: "Das war wohl ein Reflex. Eigentlich, kann ich euer Königreich nicht leiden." Die Königin muss erneut lachen: "Diesen Sinn für Humor, den kenne ich. Ihr seid eures Vaters Sohn." Und mit einem Lächeln auf den Lippen fragt sie weiter: "Ihr mögt das Königreich nicht? Obwohl Ihr hier aufgewachsen seid? Hier ist euer Zuhause." Der Ritter schüttelt den Kopf: "Mein Zuhause ist Camelot." Die Königin seufzt: "Würdet Ihr es Zuhause nennen, wenn sich hier etwas ändern würde?" Sir Gwaine nickt: "Vielleicht. Aber dafür müsste sich hier einiges ändern." Die Königin lächelt ihn an: "Gwaine, ich benötige eure Hilfe dafür. Würdet Ihr hier in meinem Königreich bleiben und verändern was nötig ist?" Fragend sieht sie der Ritter an: "Ich? Wieso ich?" Mit fester Stimme antwortet Annis: "Sir Gwaine von Camelot oder sollte ich Euch besser Sir Gwaine von Orkney nennen? Ich weiß genau, wer Ihr seid. Besser als Ihr es selbst wisst. Ich kenne Eure Mutter. Ich habe sie einst getroffen. Sie ist sehr hübsch."
Und Gwaine fügt traurig hinzu: "Ja, und als mein Vater starb, hatte sie nichts. Sie stand mir leeren Händen da. Euer König hat sie mit leeren Händen weggeschickt, als sie um Hilfe bat." Die Königin schüttelt den Kopf: "Nein, das tat er nicht. Er hat ihr etwas für dich mitgegeben. Diese Kette, die Ihr um euren Hals tragt. Woher habt Ihr sie?" Sir Gwaine nimmt sie in die Hand, er lächelt als er sie ansieht. "Meine Mutter hat sie mir geschenkt. Deshalb trage ich sie immer bei mir." Annis nickt: "Sie ist viel mehr als nur ein Geschenk deiner Mutter. Diese Kette ist auch eine Geschenk deines Vaters. Er hat sie ihr gegeben." Sie hält kurz inne, seufzt und fügt dann hinzu: "Dies ist das Zeichen deiner Herkunft. Es ist ein kleiner Halbmond. Es ist das Zeichen des Königs Caerleon. Nur eben kleiner." Sie sieht ihn jetzt genau in die Augen: "Gwaine, Ihr seid ein unehelicher Sohn Caerleons. Diese Kette war deine Anerkennung durch deinen Vater."
Schockiert schüttelt der Ritter den Kopf: "Nein, nein, das kann nicht sein. Meine Mutter hätte es mir erzählt. Ich.." Königin Annis nimmt jetzt seine Hand: "Sir Gwaine, ich möchte, dass Ihr hier bei mir bleibt. Ich habe keinen Erben mehr. Und ich brauche Hilfe. Ich kann das Königreich nicht allein regieren." Der Ritter zieht seine Hand weg und versucht aufzustehen. "Ich? Kommt nicht in Frage. Ich kann das nicht. Ich kann Euch nicht helfen, ein Königreich zu regieren. Mein ganzes Leben bin ich davor weggelaufen, wer ich wirklich bin. Mein ganzes Leben bin ich vor der Tatsache weggelaufen, der Sohn eines Adligen zu sein. Wie kann ich es ertragen, Sohn eines Königs zu sein? Auch wenn ich nur ein unehelicher bin." So schnell gibt sich Annis jedoch nicht geschlagen: "Gwaine, Bitte denkt darüber nach. Vielleicht bleibt Ihr wenigstens für ein paar Wochen. Gebt mir Zeit Euch kennenzulernen." Sie ergreift erneut seine Hand: "Bitte Gwaine."
