Königin Annis sitzt noch immer an Gwaines Bett, als Arthur eintritt. Sie steht auf und sieht zu Sir Gwaine herunter: "Ich erwarte eure Entscheidung." Sie nickt Arthur zu und verlässt das Zimmer. Arthur nimmt ihren Platz an Gwaines Bett ein: "So Sohn eines Königs. Und ich dachte immer, Ihr seid nicht adlig. Aber das wart Ihr. Seid dem Tag, als wir uns das erste Mal begegnet sind. Weshalb habt Ihr mir das nie erzählt? Ich hätte Euch zum Ritter schlagen können, noch als mein Vater König war. Ihr hättet Camelot nie verlassen müssen." Sir Gwaine schüttelt den Kopf: "Ich hätte eurem Vater niemals dienen können. Einzig Ihr hattet und habt meine Loyalität. Ihr wart der erste Adlige, dem ich Vertrauen entgegen gebracht habe. Meine eigene Herkunft war mir nie wichtig. Um ehrlich zu sein, habe ich Adlige gehaßt. Ich habe meinen Status gehaßt. Ich wollte nie sein, wie all die Adligen, die ich bis dahin kennengelernt hatte. Für mich hat immer nur eines gezählt: Nicht wer du bist, einzig deine Taten adeln dich."
Sein König lächelt, dann sieht er sich um: "Es ist eine hübsche Stadt. Aber es braucht einen großen Fortschritt." Er lächelt und sieht Gwaine in die Augen: "Werdet Ihr bleiben? Ihr könntet hier viel bewirken. Ihr könntet die Sklaverei abschaffen und diese Auspeitschungen." Gwaine sieht auf: "Wollt Ihr, dass ich das tue? Wollt Ihr mich etwa loswerden?" Arthur lacht: "Natürlich nicht. Ihr seid in Camelot immer willkommen. Aber vielleicht versucht Ihr es." Gwaine nickt: "Ich weiß es noch nicht. Ich muss darüber nachdenken." Dann fragt er: "Wie geht es Sir Galahad und Sir Percival? Geht es ihnen gut?" Arthur nickt: "Sie haben nur ein paar Stunden im Kerker verbracht." Gwaine grinst: "Sie haben es geschafft, Percival K.O. zu schlagen?" Sein König lacht: "Sie waren zu sechst um ihn zu Boden zu bringen." Besorgt sieht er jetzt zu Gwaine: "Ihr habt uns viel mehr Sorgen bereitet. Schön das es Euch wieder besser geht." Er lächelt. Gwaine nickt: "Und Merlin, wie geht es ihm?" Arthur antwortet noch immer lächelnd: "Er schläft." Sein Ritter nickt: "Er hat mich gerettet, nicht wahr?" Er seufzt: "Ihr und Merlin, Ihr werdet mich doch hier besuchen?" Arthur erhebt sich: "Natürlich. Und ich fürchte alle Ritter werden uns begleiten wollen. Ich hoffe, sie haben hier viel Platz." Er verlässt Gwaines Zimmer.
Gwaine steigt gerade in seine Stiefel, als sich die Tür erneut öffnet. Seine Freunde Sir Percival und Sir Galahad betreten das Zimmer. In ihren Gesichtern liegt ein seltsamer Ausdruck, sie grinsen. Fragend sieht Sir Gwaine zu ihnen auf: "Was ist los? Was habt Ihr ausgeheckt?" Die beiden Ritter, sie verneigen sich. Als Sir Percival wieder aufsieht, lächelt er Sir Gwaine an: "Euer Hoheit. Wir dachten, wir servieren Euch etwas zu trinken. Wir wollen ja schließlich nicht, dass Ihr hier verdurstet." Er verneigt sich erneut. Alle drei brechen in schallendes Gelächter aus und Sir Percival holt einen Krug, den er bisher versteckt hatte, hervor. Sir Galahad holt drei Becher aus seinen Taschen hervor. Als sie zusammen am Tisch sitzen, ist Gwaines Stimme belegt: "Ich werde Euch vermissen." Sir Percival nickt: "Dann stimmt es also? Ihr werdet hier bleiben?" Gwaine seufzt: "Ich muss. Ich kann die Dinge, die ich so hasse, ändern." Er nimmt einen großen Schluck und verzieht das Gesicht: "Das Erst,was ich ändern werde, ist die Getränkewahl. Die trinken hier nur Wein, wie schrecklich ist das denn? Ich brauche Met!" Alle lachen erneut. Dann wird Sir Galahad plötzlich still: "Ihr seid mein engster Freund. Ich werde Euch vermissen." Gwaine sieht ihm in die Augen: "Hey, wir werden uns doch wiedersehen. Und ich bin mir sicher, Sir Percival wird sich um Euch kümmern." Der große Ritter grinst und schlägt ihm freundschaftlich auf die Schulter, so dass der Wein in Sir Galahads Becher überschwappt.
