Hallo!
Dann geht es jetzt also weiter ...
Auch für dieses Kapitel danke ich meinen beiden Betaleserinnen Nici Cavanaugh und Callista Evans! Ich seid die Besten!
Vielen Dank für Eure lieben Reviews:
Sachmet, Hexe Lea, Kira Gmork, Nici Cavanaugh, Cathy122, Loki Slytherin und Callista Evans!
Eine Runde Butterbier, Kekse, Chips, Muffins und Kuchen für alle! - wirft wieder mal den Grill an ;) -
Ich hoffe, Euch gefällt auch das nächste Kapitel!... diesmal etwas weniger Handlung, aber trotzdem wichtig! Und das wird dann im nächsten Kapitel auch wieder nachgeholt ... versprochen!
Die Abteilungsvorstellungen waren zu Ende.
Neugierde, Besorgnis, der Versuch, Eindruck zu schinden, manchmal sogar Angst ...
Adam Young kannte die Emotionen, die aus den Augen der Mitarbeiter sprachen, den Augen der Mitarbeiter eines Verlags kurz nach der Übernahme.
Einer der vielen Verlage ...
Normalerweise pflegte er abschließend die Gesprächsnotizen zu überarbeiten, zu sortieren und die Anordnungen für die folgenden Tage auszuarbeiten.
Aber heute ...
Heute war er nicht dazu in der Lage.
Heute saß er vor seinem Schreibtisch, starrte an die gegenüberliegende Wand und drehte an dem Verschluss des Montblanc-Füllers.
Heute hatte er aus einem der Augenpaare mehr gelesen ...
Mehr als die üblichen Emotionen.
Granger ...
Und seine Gedanken wanderten ... Er hatte Jahre nicht mehr daran gedacht. Er hatte zuerst nicht daran denken wollen, später hatte er nicht mehr daran denken müssen ... Und doch sah er alles jetzt vor sich, so als wäre es gestern erst geschehen ...
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Draco stand zwischen den Todessern, an der Seite seines Vaters, in Erwartung des letzten Kampfes, des letzten Auftrags.
Sein Kopf schien ihm leer.
Seine Handlungen waren schon lange einstudiert. Er würde nicht denken müssen, nur handeln.
Wie automatisch, als stünde er neben sich, erhob er mit den anderen die linke Hand, gelobte dem dunklen Lord ewige Treue. Vor dem Kampf und immerdar.
Es folgte der große Angriff, der der letzte sein sollte.
Er wartete auf den Angriff.
Der dunkle Lord plante, in den frühen Morgenstunden die Überfälle zu starten.
Er wollte die wichtigsten, die empfindlichsten Stellen seines Gegners treffen:
Das Zaubereiministerium, Hogwarts...
Hogwarts.
Hogwarts, der Ort, an dem Harry Potter wohnte - der größte Feind Voldemorts
Hogwarts, der Ort, an dem er selbst mit Harry Potter zur Schule gegangen war
Hogwarts, der Ort, der sieben Jahre lang seine Heimat gewesen war
Hogwarts, dort hatte Hermine Granger letzte Woche ihm dieses Geständnis gemacht - Hermine, Potters beste Freundin
Jetzt war es hier auf Hogwarts, um genau diesen Harry Potter zu töten.
Der Angriff startete, die Todesser erhoben die Zauberstäbe in Richtung des alten Schlosses.
Hermine war zu ihm gekommen, um mit ihm zu reden.
Letzte Woche.
Sie hatte damals über Ehre geredet, über den Mut, zu sich selber zu stehen.
Er hatte es als Gryffindor-Geschwätz abgetan, als ganz typisches ...
Er hatte gelacht.
Sie hatte darüber geredet, dass sie ihn für zu intelligent halte, um wirklich an die „Reinheit des Blutes" zu glauben.
Er hatte gefragt, was sie sich überhaupt einbilde, sie - das Schlammblut.
Blitze zuckten durch die Nacht, als Teile Hogwarts in Flammen aufgingen.
Besen verließen das Schloss, rasten aus den Fenstern, griffen die Todesser an, zur Verteidigung der Schule.
Sie hatte über Liebe geredet, damals ...
Sie hatte über ... Intelligenz geredet.
Sie hatte über Zukunft geredet.
... und dass sie an ihn glaube.
Er hatte gelacht, hatte sie ausgelacht und fortgeschickt.
Sich jeden weiteren Kontakt verbeten.
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Harry Potter fand Voldemort, direkt vor seinen Augen, und forderte ihn zum Zweikampf.
Lucius Malfoy hob den Zauberstab, wollte sich in den erklärten Zweikampf einmischen, gegen jede Abmachung, gegen jede Ehre.
Nicht, wie es sein Vater ihn gelehrt hatte, ehrenvoller als die anderen.
Nicht, wie es sein Vater ihn gelehrt hatte, sinnvoller als die anderen.
Nicht, wie sein Vater ihm sein ganzes Leben erzählt hatte, besser als die anderen ...
Hinterrücks, hinterhältig, niederträchtig ...
Alles, was sein Vater als wertvoll beschrieben hatte, kam ihm in den Sinn …
Was war es denn, was ein Lucius Malfoy als wertvoll erachtete?
Und Draco kam zu der Erkenntnis: Nichts, nichts war ihm etwas wert.
Ganz langsam sah er, wie Lucius Malfoy seinen Zauberstab hob: „Adava ..."
Und er richtete sich selber gegen seinen Vater ...
Schmerz, das war alles, an was er sich dann noch erinnerte ...
Schmerz ...
