Hallo!

Viele Dank für Eure lieben Reviews: Nici Cavanaugh (meinen Schreibtisch habe ich mittlerweile und Gott sei Dank wieder gefunden - hat aber eine Weile gedauert :) ), Loki Slytherin ( - gggg - eben - wer will schon einen langweiligen Mann?), Callista Evans (ja, ich denke auch, dass Draco auch ohne seinen Vater weiterkommt. Und dass er slytherin genug ist, es auch zu genießen ;). Und ich bin ebenfalls Deiner Meinung, dass Hermine neugierig ist - pfeif -) und Kira Gmork ( - lacht und stößt ebenfalls mit einer Fanta an - falls ich noch eine bekomme :D - jetzt hat es ein bisserl länger gedauert ... aber ich hoffe, Dir gefällt das Kapitel. Deine Reviews kommen auch - versprochen!)

Und wie immer danke ich ganz besonders meinen einfach unentbehrlichen Betas Nici Cavanaugh und Callista Evans! Danke!

Nothing compares 2U

Hermine saß am Computer und bearbeitete ihren Text – wie um alles in der Welt soll man in der Politikredaktion arbeiten und dann seine eigene politische Meinung vertuschen?

Sie schob die Lesebrille wieder nach oben in die Haare – Zeit zur Mittagspause.

Der freundliche Leiter der Druckerei stand vor Hermine, um sie in die Cafeteria zum Mittagessen abzuholen. Nicht, dass sie darum gebeten hatte – Robin traf regelmäßig ein, um ihr in seiner stillen Art den Hof zu machen, um immer wieder zu versuchen, sie auch außerhalb der Arbeit zum Essen einzuladen.

Hermine lächelte ihm zu und stand auf.

Als sie sich gemeinsam an der Schlange in der Cafeteria einreihten, spürte Hermine einen Blick in ihrem Nacken. Sie wusste es, bevor sie es in Gedanken fassen konnte - als sie sich umdrehte, sah sie direkt in die Augen von Draco Malfoy, der zwei Tische weiter mit seiner Sekretärin gemeinsam aß.

Robin redete ohne Unterlass weiter, ohne zu merken, dass Hermine sich nicht mehr auf seine Worte konzentrierte. Er sprach über das Theaterstück, dass er sich nächste Woche ansehen wollte. Er konnte Broadway-Premierekarten besorgen. Damit verbunden war ein verstecktes Kompliment an Hermine, zusammen mit einer Einladung. Nur mit halbem Ohr hörte sie zu. Schüttelte geistesabwesend den Kopf, murmelte etwas von „Arbeit" und „wenig Zeit".

Robin sah ihr mitfühlend in die Augen, sein jungenhaftes Gesicht ehrlich besorgt.

Er erkundigte sich, ob sie nicht zu viel arbeite in letzter Zeit.

Machte eine Bemerkung über die vermehrte Arbeitsbelastung nach der Übernahme durch den Young – Konzern.

Hermine wandte sich noch einmal kurz um, spürte den prüfenden Blick Malfoys.

Das Getue Robins um ihre Person begann sie plötzlich zu nerven.

Sie stand auf, beendete das Mittagessen früher als gewohnt und kehrte an ihrem Computer zurück.

Zwei graue Augen verfolgten ihre Gedanken ...

Warum nur verfolgten sie diese Augen mehr, und warum beschäftigte sie das mehr als Robin, der freundliche, ehrliche Kollege, der immer da war, wenn man ihn brauchte?


Hermine massierte sich die Augenbrauen, ihre Gedanken schweiften zurück in die Vergangenheit.
Wann hatte sie sich zum ersten Mal eingestanden, dass sie Draco Malfoy interessant fand?


Sie ließ die Gedanken in die Vergangenheit schweifen …
An den Augenblick zurück, an dem sie erkannt hatte, dass Ron nicht ihre wahre Liebe sein konnte ...

Seltsam.
Obwohl Malfoy ihr genauso zu verstehen gegeben hatte, dass sie nicht seine Liebe war, wie sie es Ron klargemacht hatte, hatte sie der Gedanke an ihn nie losgelassen.

Nie?
Gut, da gab es …
Dave. Und Walter.

Aber wer war Dave?

Ein arroganter, eingebildeter Muggel.
Was hatte sie nur damals an diesem Mann interessant gefunden?

Nichts ...
Doch: wenn sie ganz ehrlich war, ehrlich zu sich selber: ein Heben der Augenbraue.
Ein ... Lächeln. Die Art, die arrogante, überhebliche Art zu lächeln.

Eine Erinnerung an Malfoy.

Zum Donnerwetter, warum fällt frau eigentlich immer auf den gleichen Typ Mann herein?

Und Walter?
Er war nichts als ein Zeitvertreib, wenn sie ganz ehrlich zu sich selber war. Lustig, fröhlich, phantasievoll – in jeder Beziehung.
Schon nach zwei Monaten merkte Hermine, dass er ein wenig zu phantasievoll für sie war.
Nichts gegen Abwechslung im Bett, nein, aber konnte man nicht auch mal – nur so zur Abwechslung – ganz normal Sex haben? Ruhig, liebevoll und auf den anderen konzentriert.
Statt nur auf die neueste Akrobatik.
Nein, danke.
Wirklich nicht.

Und mit der Treue nahm er es auch nicht sehr genau ...

Dann, nach drei Monaten, hatten sie sich getrennt.

Auch wenn Draco Malfoy sie damals verstoßen hatte…
Auch wenn Draco Malfoy sie nie geliebt hatte ...
Damals war sie in ihn verliebt.
Damals hatte sie ihn geliebt.
Und nie hatte sie ihn vergessen.

Aber was sah sie jetzt ihn ihm?

Sah er gut aus?
Sie hatte schon damals gefunden, dass er nicht besonders gut aussah.

War er nett?
Schon damals war er nicht nett gewesen.
Er war damals ein arrogantes Arschloch gewesen, um genau zu sein ...

Und trotzdem hatte sie sich damals in ihn verliebt.
In seinen Witz, seinen Spott, seine Intelligenz ...

Und heute?


PS: Review? schaut líeb