Kapitel 5
Rin- Erinnerung an die Vergangenheit
„Entschuldigt bitte, ich habe mich auf dem...-", setzte der Sensei von Team 7 an, wurde allerdings von Seiten Narutos und Sakuras durch ein lautes: „Lügner!" unterbrochen.
Miyu und Sasuke standen scheinbar still und unbeeindruckt da, hatten jedoch einander sekundenlang angeblickt als wollten sie sich vergewissern, dass sie nicht in einem Alptraum, sondern der realen Welt waren. In dem Moment räusperte sich Kakashi, ehe er anordnete, was den Jugendlichen bereits bekannt gewesen war: „Wir wissen jetzt, wer unser Gegner ist, aber ich kann nicht viel sagen, jedenfalls werden wir in aufgeteilten Teams die Gegend um das Dorf erkunden, wobei ich natürlich nach Norden gehe, wo man zuletzt fremdes Chakra bemerkt hat. Ansonsten schicke ich meine Nin-Dogs los in den Westen und...-" „Kakashi-sensei, komm zum Punkt, tebayo." „Naruto, Sakura ihr geht nach Osten. Miyu und Sasuke, ihr untersucht den Süden. Bis dann." So spät wie er kam, umso schneller war er auch wieder verschwunden. „Wir sehen uns, Sasuke-teme!" „Viel Erfolg, Sasuke-kun, Miyu-chan." Schließlich standen Miyuki und Sasuke also alleine da. „Hn... lass uns gehen... ich habe nämlich das ungute Gefühl, dass wir auf den Gegner treffen." Miyu strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, die sich anscheinend aus ihrer Frisur gelöst hatte. „Aa.", erwiderte Sasuke und binnen Sekunden waren auch sie verschwunden.
„Ich glaube, hier ist niemand. Oder?", Miyu drehte sich zu Sasuke um, der etwa dreißig Meter unter ihr auf dem tiefsten Ast des Baumes stand und mit den Augen die Umgebung absuchte. „Hn...", mit Leichtigkeit war der Uchiha neben ihr auf dem Ast gelandet, „Schau mal, was hältst du von dem Stofffetzen dahinten?" Das Mädchen suchte ein wenig, bis sie ihn sah: Etwa zweihundert Meter weiter vor ihnen, flatterte ein Stück Stoff im Wind. „Ich gehe nachsehen, es scheint nichts Explosives zu sein.", meinte sie dann und begab sich zu der Stelle. Das Stoffstück kam ihr bekannt vor, deshalb fasste sie es an und begutachtete es; Seide mit dunkelroter Färbung. „Kami-sama.", entwich es ihr, um sie herum begann sich alles zu drehen und sie fiel in Ohnmacht. Yuna-Rin... ich bring dich um... ich bring dich um... „Miyu? Miyu? Alles okay?", hörte sie wenig später, Sasuke beugte sich scheinbar über sie. Miyu hatte schreckliche Rückenschmerzen. Sie begann zu sprechen, war allerdings ein wenig erschrocken von der Rauheit ihrer sonst eher melodischen Stimme: „Ja, alles in Ordnung. Mir ist nur ein wenig mulmig zu Mute." Mühsam richtete sie sich auf, sie stellte fest, dass sie und Sasuke immer noch in dem Waldstück waren. „Du bist ohnmächtig geworden, Miyu-chan. Was ist passiert?" Die Blauhaarige überging die Fragen ihres Partners und fragte aufgeregt nach dem roten Stück Stoff, dass sie in der Hand gehabt hatte. „Das liegt neben dir, ich habe es nicht angepackt, es tropft von Gift.", erwiderte der Uchiha, „Was ist damit? Du hast den Namen einer Person gemurmelt, ehe du vollends weg warst." Miyu rang mit sich selbst: ‚Soll ich ihm erzählen, wem das Stück Stoff gehört? Wer das ist? Woher ich sie kenne? Ich vertraue ihm; aber ich will ihn nicht in unnötige Gefahr bringen... Nee-san, nein, Yuna-Rin ist nicht mehr dieser Mensch...' Das Mädchen stand auf. „Ich werde es dir irgendwann erzählen... noch nicht jetzt." Sie fischte zwei Kunai aus ihrer Tasche und benutzte sie wie eine Pinzette um den Stofffetzen ebenfalls in ihrer Tasche zu verstauen. Sasuke murmelte etwas, dass sie nicht ganz verstand, aber sie nahm plötzlich eine Präsenz von ihr bekanntem Chakra war. Dieses war definitiv nicht von einem ihrer neuen Freunde. „Sasuke, komm mit, unser Feind ist hier!", flüsterte sie ihm zu, bevor sie in die Richtung verschwand aus der sie das andere Chakra wahrgenommen hatte. ‚Ich weiß nicht, was los ist ist, aber Miyu ist komisch seit sie dieses Stück Stoff gefunden hat. Hn. Mal sehen, wer da ist.', dachte der Schwarzhaarige und folgte dem Mädchen. Miyuki stand inmitten einer Lichtung. Na ja, eher eine Art Halblichtung, denn zu ihrer rechten befand sich ein See, dessen Quelle unüberhörbar der Wasserfall am anderen Ende war. Das Chakra war ganz in ihrer Nähe und die junge Kunoichi kannte es. Die letzte Begegnung mit ihrer Schwester. Das Erlebnis jenen Tages durchfuhr sie erneut.
------- Flashback -----------
Miyu lief die Straße zu ihrem Stadttor hinab, zusammen mit ihren Freunden, die von ihrer alleine organisierten Trainingseinheit zurückkamen. Insgesamt waren sie zu zehnt, alle ein wenig erschöpft, aber glücklich. Der Großteil trainierte für die Chuuninprüfungen, weil sie beim ersten Mal nicht bestanden hatten. Miyu hatte sich bereit erklärt den anderen einige Unterstützung und Ratschläge zu liefern. Sie lächelte, sie war die beste Ninja, genauso gut wie ihre Schwester. Vielleicht sogar besser, dass hatten ihre Eltern ihr gesagt. Yuna, ihre ältere Schwester war ein wenig beleidigt gewesen, schließlich war sie immer so umsorgt worden, aber andererseits hatte sie Miyuki gesagt, dass sie stolz sei auf sie. Miyu wurde rot. ‚Nee-chan hat gesagt, dass sie stolz auf mich ist. Ich werde Nee-chan noch viel stolzer machen, wenn ich auch ANBU werde!'
„Miyuki-chan! Hier riecht es komisch! Findest du nicht?", fragte sie ihr Teammitglied Yosuke, „Es kommt vom Dorf." Miyu atmete tief ein, erschrak ein wenig, aber fing sich wieder. „Bereitet euch vor!", rief sie den anderen zu, „Das Dorf riecht nach Blut. Und es riecht so intensiv, dass ich befürchte, der Anblick wird nicht sehr schön." Ihre Gedanken waren voller Angst, sie spürte ein starkes Chakra vom Dorf her und sie glaubte, ihre Mutter zu hören. „Chaigan!", schnell hatte sie ihr spezielles Clanjutsu aktiviert. ‚Bitte, Kami-sama, mach das Mi-chan nicht kommt. Yuna, werd normal, bitte! Warum bist du so sauer? Bitte, Yu-chan, wir lieben dich doch, wir sind deine Eltern. Mein armes Kind! Komm her und siehe, wer die besser von uns ist, du erbärmliche kleine Chuunin.' Miyu stoppte, dasselbe taten ihre Freunde. „Was ist Miyuki-chan? Was hast du gehört?", erkundigte sich ihr vor Anspannung kalkweißer Teampartner Satochi. „Bleibt hier.", erwiderte sie entschlossen. „WAS?! ABER WARUM?", empörten sich alle. Tränen liefen ihre Wangen hinab, als sie sich zu ihren Freunden umdrehte. „Eure Familien, meine Familie, überall habe ich Todesschreie und Abschiedsgedanken gehört. Ich sehe Blut, überall, vergebt mir, aber ich werde nicht zulassen, dass euch etwas passiert. Ich bin die einzige Chuunin hier, ihr werdet mich hassen, für das, was ich jetzt tue, aber ich bin für euch verantwortlich." „Was hast du vor, Miyuki?", Yosukes Augen waren voller Angst, Sorge und Bestürzung, er hatte seine Freundin noch nie so erlebt, er hielt ein Kunai schützend vor sich. „Rauschen der See!", rief das immer noch stumm weinende, formte ein paar Fingerzeichen und ihre Freunde fielen um. Sie würden die nächste Zeit schlafen, doch sie waren auch unbewaffnet, deshalb wandte sie das stärkste Genjutsu an, dass sie kannte. „Rotes Meer der Tränen!" ( allmählich habe ich das Gefühl, ich sollte japanisch lernen; dann würden die Namen der Jutsus nicht mehr so belämmert klingen ) Ein Ninja ohne das Chaigan würde nun niemals erkennen, ob das Blut auf den Körpern ihrer Freunde echt oder nur Illusion war. Binnen Sekunden war Amamiya Miyuki in einem Wasserschwall entschwunden, ein ANBU-Jutsu, dass ihr ihre Schwester beigebracht hatte.
Sie stand vor dem Haupteingang ihres Anwesens, der Anblick um sie herum war ein Schock. Überall lagen Leichen, die das Gesicht schmerzverzerrt in ihre Richtung gewandt hatten. Es war als wollten sie Miyuki vor einem schrecklichen Fehler bewahren. Miyu jedoch wollte wissen, was los war, wollte nicht glauben, dass das hier real war, wollte sich ihr eigenes Bild machen. Sie öffnete die Tür, im Innenhof war es zwar leer, aber sie sah nirgendwo Blut. Kami-sama, war sie erleichtert, als sie vom großen Saal das Chakra ihrer großen Schwester spürte. Sie lief schneller, doch plötzlich wurde ihr bewusst, dass dort noch ein anderes Chakra war. Eines, das sie nicht kannte. Sie spürte nur, dass es stark und gefährlich war. Sie stürmte in den Saal: „Nee-chan, geht es dir gut? Yuna-nee-chan, wo bist du? Geht es dir gut?" Sie blickte in dem dunklen Raum umher. Dann sah sie sie. Ihre Familie. Tot. Sauber aufgereiht am Ende des Saals. „Tou-san! Kaa-san ! Wo seid ihr ?" Verzweifelt rannte sie die Reihen der Leichen auf und ab. Am letzten Ende fand sie ihre Eltern. Sie waren noch schlimmer zugerichtet als alle anderen. Weinend sank sie auf die Knie: „Wer war das? Nee-san, wo bist du? Ist dir was passiert? Sie sind alle tot... alle... wieso war ich nicht hier? Wieso haben sie sich nicht gewehrt? Es waren doch alle Ninja... die besten... VERDAMMT, WARUM?!?" Sie brüllte ihr ganzes Leid heraus, als sie eine fremde Stimme etwas bemerken hörte: „Interessant Rin-chan. Mein kleiner Bruder war nicht halb so amüsant wie deine kleine Schwester. Vielleicht hätte ich auch länger warten sollen mit meinem Massaker." „Hai, Itachi-sama. Ich habe dir nicht zuviel versprochen, oder?" Miyuki drehte sich um. Dort saß ihre Schwester. Unversehrt. Neben einem Schwarzhaarigen, dessen Augen rot schienen. Sie wischte sich ihre Tränen weg, dann rannte sie auf ihre Schwester zu, um sie zu umarmen: „Yuna-nee-san! Du lebst! Ich dachte schon, ich... itai!" Verwirrt rieb sie sich die rechte Wange. „Fass mich nicht an, du erbärmliches Ding. Ich bin nicht deine Schwester. Ich bin Rin." „Aber, Nee-san, Rin ist doch nur dein zweiter Vorname. Warum bist du so sauer, Nee-chan? Wer hat Mama und Papa getötet? Ich verstehe nicht..." Ihre Schwester lächelte den Mann neben sich an, bevor sie ein vor Blut tropfendes Katana vor ihr Gesicht hielt. Langsam leckte sie das Blut von der Klinge. „Wem würdest du das denn zutrauen, du arme Seele?" „Nee-san, du hast doch nicht? Nee-san!", verzweifelt streckte sie die Hand nach ihrer Schwester aus, doch sie schlug sie weg. „Ich war es. Ich habe sie alle getötet! Alle. Sie haben es nicht einmal kommen sehen, diese armseligen Menschen." Ungläubig rückte die blauhaarige Chuunin ein paar Meter weg von ihrer Schwester, räusperte sich und fragte dann: "Warum, Rin, warum?" Der Schwarzhaarige deutete an etwas sagen zu wollen: „Um zu zeigen, dass man am besten ist. Ganz einfach." Miyuki stand auf. Sie hatte die Situation erfasst und wollte am liebsten sofort Rache nehmen, doch ihr war klar, dass sie noch nicht stark genug war. „Du wirst mir nicht den Gefallen tun, mich zu töten, oder?", ihre Stimme zitterte nicht, es erstaunte die beiden anderen, dass sie so völlig locker war, dass sie die Situation hinzunehmen schien. „Nein. Du bist zu armselig." Das traf einen wunden Punkt. Langsam drehte sich Miyuki mit dem Rücken zu diesen beiden Menschen, mit denen sie eine absolut unglaubliche Diskussion führte. Wäre es nicht real, hätte Miyuki lachend in der Ecke gesessen. Es war morbide. Sie machte das große Fenster auf. „Hier drin war es so dunkel.", murmelte sie zu keinem, sprach aber im Anschluss an ihre Schwester, „Yuna, oder Rin, oder wer du auch bist, der hier gerade ein absurdes, krankes Szenario erstellt hat, in das ich ironischerweise vollkommen freiwillig reingeriet...", sie kicherte bitter über ihren eigenen Sarkasmus, „... ich weiß, du findest mich erbärmlich, aber es wird der Tag kommen, da du feststellen musst, dass ich dir überlegen bin. Und glaub' mir. An diesem Tag werde ich dir sagen, dass ich dich töte.
Sie verschwand von diesem makaberen Ort mit dem Jutsu, dass ihr ihre Schwester beigebracht hatte als sie noch mit ihr verwandt war.
----- Flashback Ende ---------
„Miyu.", Sasuke erschien neben ihr, „Was ist los- hey, dieses Chakra, das ist...-" Auf dem Wasserfallrand erschien eine Gestalt in schwarzer Robe mit roten Wolken darauf. „Wo ist Rin?", zischte das dunkelhaarige Mädchen, deren Hände zu Fäusten geballt waren. „Ganz ruhig, Miyuki-chan, begrüßt man einen alten Bekannten nicht erst einmal, bevor man Fragen stellt?" Sasuke vergaß seinen Hass für einen Moment und starrte ungläubig zwischen seiner Freundin und seinem Bruder hin und her. ‚Die beiden kennen sich?' Miyus Blick verhärtete sich: „Warum sollte ich jemanden begrüßen, der mit dem Menschen zusammenarbeitet, den ich am meisten hasse? Nebenbei, kenne ich nicht mal deinen Namen, du Bastard." Der Schwarzhaarige grinste: „Dafür, dass du mit meinem kleinen Bruder in einem Bett schläfst, bist du aber ziemlich schlecht informiert. Immer noch der einsame Wolf, was, Sasu-chan?" Die Ninja starrte entsetzt zwischen Sasuke und Itachi hin und her. ‚Ich liebe den Bruder dieses Bastards?!' Sasuke schaffte es, ruhig zu bleiben. „Woher kennst du Miyu?", knurrte er. Itachi gähnte zum Schein, um zu zeigen wie sehr ihn das alles langweilte: „Wir haben ihr Dorf massakriert. Deine Schwester ist übrigens sehr liebenswert, Miyuki-chan."
Dieser Satz gefiel den beiden Chuunin gar nicht.
Bloopers:
Die „Ich glaube, dass wir auf den Gegner treffen."- Szene:
Miyu: Haare zurückstreich
Sasuke: grins
Miyu: Was?!
Sasuke: Da war gar keine Strähne.
Miyu: War da wohl!
Sasuke: Nein.
Miyu: Oh, du machst mich wahnsinnig! Haare rauf
Sasuke: Jetzt hast du Strähnen zum Zurückstreichen.
Miyu: umdreh Mit dem will ich nich' mehr spielen.
Autorin: Anko-chan, was machen wir?
Anko: grins Kakashi, gib die Portion Tomaten ruhig Itachi!
Sasuke: NEIIIIIIIIIIIIIIIN! sich in Ecke setzt und sich selbst umarmt
Miyu: Sasuke mit Stock anstupst Bist du tot?
Die Flashback-Szene, wo Miyu vor der Tür ihres Anwesens steht:
Miyu: Überall sind Leichen, lalalala...
Leiche: Die macht mir Angst... aufsteht und geht
Anko: Halt, Freundchen, du bleibst hier! Kunai wirft Leiche tot umkippt
Miyu: Anko-san, so werden wir hier nie fertig.
Anko: Warum lässt man Leichen auch von lebenden Menschen spielen?!
Autorin: Weil wir nicht wissen, wo wir Leichen herbekommen!
Anko: Glitzeraugen bekommt Kakashi-chan?
Rest des Sets, außer Anko: Aaaaaaah! wegläuft
Anko: Was denn? Ich wollte bloß ein paar Dango. oO
Oh mein Gott, ich habe es geschafft! Ein neues Kapitel, nach so langer Zeit! Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich bin, dass endlich die Vergangenheit von meinem Chara geklärt ist. Und ja, Itachi und Yuna bzw. Rin sind ein Paar. Ich hoffe, dass ich das nächste Kapitel schneller fertig habe, nya, bis denne,
Miyu.
