Für einen Moment konnten die Anderen, die Spannung der beiden Frauen, förmlich spüren und es ist ganz still um und am Tisch. Doch Provenza versuchte, die unangenehme Spannung der beiden Frauen zu brechen.
„Kommen Sie Sharon setzten wir uns hin und trinken erstmal was!" Sharon winkt sein Angebot ab.
„Ich würde mich gerne nochmal etwas frisch machen. Ich werde mich nachher gleich noch dazu setzten. Verzeihen Sie!"
Als Sharon auf den Weg zu den Toiletten ist, setzt sich Isabelle zu Andy. Er beobachtet wie Sharon davon geht und schaut schließlich Isabelle fragend an. Sie hat einen zufriedenen Gesichtsausdruck auf dem Gesicht, welche Andy sich nicht erklären konnte. ‚Hatte sie das etwa extra gemacht?' Andy konnte danach keine ruhige Minute mehr sitzen bleiben.
„Ich bin gleich zurück!" sagt er zu Isabelle, die ihn verwundert ansieht, als er vom Tisch aufsteht und in die Richtung, wo sich die Toiletten befinden, bewegt.
Sharon wäscht sich gerade die Hände und sieht in den Spiegel. ‚Ich mache mich doch völlig lächerlich. Aber warum glaube ich, dass es von Isabelle, Absicht gewesen war. War sie mir etwa gefolgt, als ich das Kleid gekauft hatte. Nein, dass kann ich mir aber auch nicht vorstellen. Aber wenn doch? Was für einen Grund sollte sie haben, mit mir so ein mieses Spiel zu spielen? Ich muss wissen, was das Ganze soll.' In diesen Moment, hört sie eine bekannte Stimme.
„Sharon, ist alles in Ordnung mit Ihnen?" Andy steht im Flur vor der Damentoilette und horcht an der Tür.
Es kommt keine Antwort. Stattdessen, geht die Tür auf und Sharon tritt aus der Damentoilette.
„Und alles gut?" fragt Andy nochmal. Sharon lächelt ihn an und nickt nur mit dem Kopf.
„Falls es Sie interessiert…Das Kleid steht Ihnen viel besser, dass steht fest!" Sharon sieht Andy an und war gerührt, über sein Kompliment, aber vor allem, weil er nach ihr sehen wollte, um zu wissen, ob alles Ok ist.
„Danke, dass ist lieb von Ihnen!" Sie legt eine Hand auf seinen Arm und lächelt. Zu diesem Zeitpunkt, war alles bei Sharon, wieder vergessen
„Kommen Sie Andy, die Anderen warten bestimmt schon auf uns." Als beide sich um drehten, um zu gehen, steht Isabelle vor ihnen.
„Hab ich es mir doch gedacht, dass ich euch beide hier finde!" Tatsächlich zuckten beide zusammen, so als wurden sie bei irgendwas erwischt. Aber da gab es nichts zu erwischen, außer vielleicht das knistern beider Personen, die sich bis jetzt immer noch nicht sicher sind, was sie von einander empfinden. Für die meisten, war es nicht schwer zu erraten, man brauchte Andy und Sharon nur zusammen beobachten. Auch Isabelle hatte es schon lange gewusst, deshalb auch der Plan. Sharon hätte es nicht verdient, alles zu bekommen was sie glücklich machen könnte. Denn sie hat doch schon alles, Kinder die sie liebte, einen guten Job und jetzt sollte sie noch den Mann bekommen, in den sich Isabelle verguckt hatte, so wie damals. Nein, dass würde sie verhindern. Diesmal nicht. Isabelle ist von diesen Gedanken nicht mehr abzubringen. So sehr von Neid zerfressen, sieht sie nicht ein, dass auch bei Sharon, in ihrem Leben, nicht immer alles rosig gewesen war.
„Isabelle, ich würde gerne mit dir unter vier Augen sprechen, ist das möglich!" Sharon wollte bestimmt keine Szene vor Andy machen.
„Nein, ich mag jetzt nicht. Andy, hatten Sie mir nicht noch einen Drink ausgeben wollen?" Sie hackt sich bei Andy ein und zieht in von Sharon weg. Andy hingegen rollt nur mit den Augen und sieht Sharon hilfesuchend an. Aber er ging schulterzuckend mit. „Wir sehen uns gleich am Tisch, ok!?"
Sharon nickt nur leicht und sieht den beiden, mit großen Augen, nach. ‚Na gut, aber irgendwann werde ich dich allein erwischen und dann wird sich hoffentlich alles klären.'
An der Bar bestellt er einen Drink für Isabelle und für sich einen alkoholfreien Cocktail. Als beide die Drinks in den Händen halten, wollte Isabelle mit ihm anstoßen, aber Andy sitzt nur so da und schaut auf sein Glas.
„Was genau haben Sie vor? Ich dachte Sie und Sharon wären gute Freundinnen." Jetzt dreht er sich zu ihr um.
„Das sie doch das gleiche Kleid tragen, war doch bestimmt Absicht. Warum tuen Sie sowas, nur um Sie bloß zustellen oder wieso?" Isabelle stellt das Glas wieder auf die Bar.
„Sehen Sie doch mal rüber zu Sharon. Das Kleid steht ihr doch viel besser wie mir. Ich habe mir höchstens die blöße gegeben. Ich wollte doch nur so anmutig aussehen, wie sie. Das ist alles." Als Andy zu Sharon rüber sieht, wo sie sich bereits zu den anderen, an den Tisch gessellt, konnte er nicht mehr aufhören, sie lächelnd an zu starren. Was er jedoch nicht bemerkt ist, dass Isabelle diese selbst ausgelöste Situation, ausnutzt. Sie holt aus ihrer Klatsch ein kleines Fläschchen und träufelt etwas davon in seinen Cocktail.
„Ich hoffe Sie verstehen mich. Komm Sie und stoßen wir an."
Einen kurzen Augenblick blickt er noch rüber zu Sharon, aber dann schließlich wendet er sich Isabelle zu.
„Ist das wirklich alles? Na gut, wenn das so ist, stoßen wir an." Andy ist in diesem Moment wirklich leicht zu überzeugen, weil er weiß, dass Isabelle recht hat. Aber das sie es niemals ernsthaft zugegeben hätte und das alles nur ein Trick war, wusste er ja nicht. Er nimmt einen kräftigen Schluck und beginnt nun sein eigentliches Anliegen, warum er sie eingeladen hatte.
„Ich würde Sie gerne was fragen. Können Sie mir nicht nochmal alles schildern, was Sharon so aufbrausend gemacht hatte, wofür ich verantwortlich gemacht worden war. Vielleicht war es ja nur ein Missss…..Miss..ver…stän..dniss. Ich fühl…mich…nicht so…gut. Wasss..wass?" Isabelle konnte sich ein lächeln nicht verkneifen und nimmt ihn an sich.
„Kommen Sie, wir gehen mal raus an die frische Luft." Er hackt sich bei ihr ein und hält sich mit der anderen Hand den Kopf.
Draußen angekommen, nahmen beide auf einer Bank platzt. Die Bank stand etwas versteckt vor dem Eingang.
„Warten Sie hier, ich hole uns noch die Jacken." Andy ist völlig neben sich, er sieht mittlerweile alles doppelt und fühlt sich, als würde er schweben.
Als Isabelle wieder kommt, war er bereits so gut wie bewusstlos. Sie setzt sich noch schnell neben ihn hin, als er wie ein nasser Sack auf ihre Knie längst fällt. Sie hält ihn und rückt Andy so zurecht. Es sah jetzt so aus, als würde er mit ihr Kuscheln. Sie wartet jetzt nur noch auf Sharon, die bestimmt keine Ruhe finden wird und irgendwann nach ihm suchen wird.
Und so war es dann auch. Irgendwann beschließt Sharon nach den beiden zusehen, an der Bar im Saal und in der nähe von den Toiletten. ‚Wie vom Erdboden verschluckt. Wo sind sie nur?' Es blieb jetzt nur noch die Eingangshalle. Da sie auch dort ihn nicht fand, fragt sie einen Man am Empfang.
„Ja, dieser Mann und diese Frau, die sie mir beschrieben haben, sind vor eine Weile gegangen. Sie holte auch die Jacken."
‚Was? Sie sind doch nicht etwa weg gefahren. Andy sagte doch, er käme gleich an den Tisch.'
Sie bedankte sich noch bei dem Mann und geht nach draußen. Sie sieht sich um geht in die Richtung wo Isabelle mit Andy sitzt. Doch was sie dort sieht, war alles andere als erfreut. Isabelle hält Andy vor sich und drückt ihm einen Kuss auf, beide, in diesem Fall, die Augen geschlossen. Es sah wirklich echt aus. Sharon bleibt völlig erstarrt stehen und hält sich die Hände vor den Mund. Sie kann es nicht fassen. ‚Oh nein Andy, was tust du mir nur an!' Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Doch diesmal, waren sie nicht zu stoppen. ‚Ich muss hier weg. Ich kann das nicht mehr mit ansehen.' Als Isabelle die Augen öffnet, erblickt sie Sharon, wie sie davon läuft und freut sich innerlich, sowie äußerlich, endlich gewonnen zu haben.
Fortsetzung folgt…
Vielen Dank für eure Kommentare...Sie bauen mich immer wieder auf, weiter zu schreiben. Wenn euch die Story bis jetzt gefällt, lasst es mich wissen ;)
