Vielen lieben Dank für eure Reviews und ich bin froh, dass euch die Story gefällt. Das baut mich wirklich auf, weiter zumachen ;)

Auch diesmal, wäre ich erfreut, über eure Meinung und Unterstützung!


Provenza und die anderen waren bereits besorgt. Niemand von Ihnen, hatten sie mehr gesehen. Erst Andy mit Isabelle und jetzt auch noch der Captain. Daher schlug Provenza vor, selbst mal nach zu schauen, wo sie denn bleiben. Auch er hatte alle plätze aufgesucht und geht schließlich nach draußen, in die Eingangshalle. Plötzlich sieht er von weitem, den Captain vor dem Eingang vorbei laufen. Sie hielt sich die Hände vor dem Gesicht und er wusste, da war was passiert. Er geht mit schnellen Schritten nach draußen und beobachtet Sharon, wie sie um die Ecke des Gebäudes verschwindet. Deshalb ging er ihr nach und, um so näher er ihr kam, hörte Provenza, wie Sharon leise am schluzen ist. Sie stand mit dem Rücken zu ihm und bemerkte nicht, wie er immer näher kam. Plötzlich spürt sie eine Hand auf ihre Schulter und zuckt zusammen. Als sie sich umdreht und Provenza entdeckt, dreht sich Sharon blitzschnell wieder um. Louie sollte nicht ihr verheultes Gesicht sehen.

„Was ist denn passiert?…Kann ich helfen?"

„Ja….indem Sie mich in ruhe lassen!" Louie wusste, dass er es lieber bleiben lassen sollte. Doch er kann sie doch jetzt nicht so allein hier draußen, in der kälte und völlig aufgelöst, stehen lassen. Deshalb ließ er sie zwar in Ruhe, aber Louie bewegt sich nicht vom platz. Sharon sollte seine Gegenwart spüren, ob sie nun wollte oder nicht. Auch als sie sich immer mehr von ihm entfernt, er ging ihr nach.

„Was machen Sie da? Sie sollte mich doch in Ruhe lassen.!"

„Das mache ich auch, aber allein werde ich Sie in diesem Zustand nicht lassen." Während er das sagte, legt er seine Jacke um Sharons Schultern. „Sie holen sich hier draußen noch den Tod!"

„Louie, Sie können mir doch bestimmt sagen, warum…." Sie holt nochmal tief Luft und reibt sich die Tränen vom Gesicht, als sie fort fährt. „Warum die meisten Männer nur so egoistisch sind und sich wie Schweine verhalten?" Mit dieser Frage hatte Provenza nicht gerechnet. Aber er wusste jetzt, es geht um einen Mann. Doch hoffentlich nicht Andy. ‚Was hat der Idiot jetzt schon wieder angestellt'? Weil sie keine Antwort erhielt, dreht sie sich zu Louie um und sieht ihn erwartungsvoll, an.

Die meisten Tränen waren aus dem Gesicht gewischt, aber man konnte, die Spuren noch erkennen.

„Mhh nun ja….darauf weiß ich jetzt keine Antwort, aber vielleicht müssen Sie das selbst heraus finden und mit der Person, darüber reden. Wenn ich fragen darf….geht es um Andy?" Sharons blick wurde fester und die Augen kleiner, als sie den namen hört. Doch eine Antwort bekam Louie nicht. In diesem Moment hören beide, einen lauten Schrei, von einer Frau. Es klang nach Isabelle. „Holen Sie sofort einen Krankenwagen, etwas stimmt nicht mit ihm!" Es war Isabelle, die verzweifelt vor Andy, der bewusstlos auf der Bank liegt, auf die Knie geht und seinen Puls fühlt. Sharon und Provenza liefen zu ihr.


„Was ist mit Andy?…Was haben Sie mit ihm gemacht?" schrie Provenza schließlich, Isabelle wütend an, als er Andy bewusstlos daliegen sieht.

„Ich …ich weiß nicht….er …sollte doch nur kurz weg treten und wieder aufwachen."

Jetzt wurde Provenza noch wütender und hob Isabelle zu sich und packt sie fest an die Arme.

„Sagen Sie schon, was haben Sie ihm gegeben? Sagen Sie es verdammt!" Er schüttelt sie regelrecht vor sich her.

Sharon spürt, dass Provenza kurz vorm explodieren ist.

„Genug…Das ist jetzt genug Louie…aufhören. Das bringt uns auch nicht weiter, er muss sofort ins Krankenhaus."

Isabelle ist völlig aufgelöst und bekommt keinen Ton mehr aus sich raus. Sie wusste, sie war zu weit gegangen und jetzt ist Andys leben in Gefahr.

Der Krankenwagen war bereits schon gerufen worden und das Personal, die dass mitbekommen hatten, rannten zu ihnen nach draußen. Einer von ihnen ist Arzt. „Was genau hatte er eingenommen, denn betrunken scheint er nicht zu sein!?"

„Diese Frau weiß es!" Provenza zeigt auf Isabelle, mit einer großen Portion Verachtung.

„Also, was wissen Sie? Dann kann ich vielleicht erste Maßnahmen ergreifen, denn sein Puls wird immer schwächer."

Isabelle holt tief Luft und schaut in die Runde. Sharon und Louies blicke erschwerten das Ganze nur noch. Aber zum Andys wohl, muss sie es jetzt einfach beichten.

„Ich hatte ihm K.O. Tropfen in sein Glas geträufelt. Ich habe ihm vielleicht zuviel davon gegeben. Ich weiß es nicht. Es war das erste mal, dass ich mit dem Zeug zutun habe."

Sharon und Provenza schließen die Augen, um kurz inne zu gehen, und das gesagte eben, zu verdauen.

Sharon steht hinter Louie und sie drückt ihn fest mit ihrer Hand auf die Schulter, um ihm damit zusagen, dass er jetzt ruhe bewahren soll. Denn beide können es nicht fassen, wie weit diese Frau gegangen ist.

„Ich wollte doch Andy nicht in Gefahr bringen…."

„Ob Sie es wollten oder nicht, ist jetzt erstmal nicht wichtig. Zeigen Sie mir wie viel noch in der Flasche ist."

Isabelle holt das Fläschchen aus der Tasche und zeigt dem Arzt diese.

„Das ist ja mehr als die hälfte!. Ok…..Hat er vielleicht Alkohol getrunken oder Medikamente eingenommen. Das ist sehr wichtig, denn die Mischung macht es besonders gefährlich?"

Louie schaltet sich schnell ein. „Nein, er hatte nichts getrunken, aber er beklagte sich heute morgen, dass er Kopfschmerzen hätte. Vielleicht hat er Schmerzmittel genommen." Alle drei schauen ganz besorgt, doch Isabelle sieht niemand mehr an. Die Verachtung ist zu groß. So langsam verstand auch Sharon, was Isabelle versuchen wollte, aber darauf würde sie erst später, wenn Andy außer gewahr ist, eingehen.

„Bei dieser Überdosis und dann die Verbindung mit Medikamente, ist es sogar möglich, dass er ins Koma fällt, in seltenen Fälle kann das sogar zum Tode führen, wenn nicht sofort behandelt wird." In diesem Moment trat auch der Krankenwagen ein und Andy wurde direkt behandelt und schließlich in den Wagen geschoben.

„Könnte ich mitfahren?" Fragt Sharon den Sanitäter.

„Sind sie eine Verwandte?

„Eine sehr gute Freundin.!"

„Klar, aber nur Sie. Die anderen, können uns dann folgen."

Provenza schenkt Isabelle noch einen bösen Blick und geht zu seinem Auto. Während er auf den Weg ist, zückt er noch schnell sein Handy und benachrichtigt noch die Anderen. Isabelle steht immer noch wie erstarrt vor der Bank. Als der Krankenwagen und Provenza weg fuhren und sie völlig allein ist, setzt sie sich auf die Bank. Jetzt brach es aus ihr heraus. ‚Ich bin ein krankes Miststück! Wie konnte ich nur?' und fängt heftig an zu schlurzen, bis die Tränen über ihre Wangen herunter laufen.

Doch dann wurde sie ganz still. Isabelle hebt den Kopf und ihr Blick ist leer. Sie steht auf und geht auf die Straße zu. Die Straße ist immer gut befahren und sie sieht die Autos an ihr vorbei rasen. Sie atmet nochmal tief ein und aus und macht den ersten Schritt auf die Straße. Sie schließt die Augen und bewegt sich immer mehr auf die Mitte zu. Plötzlich hört sie nur ein hupen und das quietschen der Reifen. Es waren nur Sekunden, bis ein Auto Isabelle schließlich erfasst und mit sich reißt.


Fortsetzung folgt…..